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Archive for Juni 2009

Der Lissabon-Vertrag ist aus politischen Gründen abzulehnen

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Es ist wie nach einer Wahl: Alle erklären sich zum Sieger

Der Lissabon-Vertrag ist aus politischen Gründen abzulehnen

Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag

Kassel, 30. Juni 2009 – Zum Urteil des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts erklärt der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag in Kassel:

Das Urteil des BVerfG war zu erwarten. Zu Recht wird darin der Kerngehalt des Art. 23 GG als Norm herangezogen, wonach die Bundesrepublik Souveränitätsrechte auf einen übergeordnete „Staatenverbund“ übertragen kann – ohne selbst auf staatliche Souveränität verzichten zu müssen. Welche Implikationen die vom BVerfG erlassenen Bedingungen für das Subsidiaritätsprinzip sowie die Gesetzgebung und Rechtsprechung des Bundes haben wird, bleibt dahin gestellt.

Die Friedensbewegung hat sich in ihrer Kritik am EU-Verfassungsvertrag bzw. am Lissabon-Vertrag nie von juristischen Gesichtspunkten leiten lassen. Vielmehr lehnen wir den sog. „Reformvertrag“ aus politischen Gründen ab. Dabei bleibt es auch. Wenn Unions- und SPD-Politiker das Urteil bejubeln und meinen, damit sei jede weitere Kritik am Lissabon-Vertrag hinfällig, lügen sie sich selbst in die Tasche und anderen die Hucke voll. Man kann sehr wohl den Vertrag ablehnen, und zwar aus folgenden friedens- und demokratiepolitischen Gründen:

  1. Der Lissabon-Vertrag ist zu 95 Prozent identisch mit dem bei zwei Referenden gescheiterten EU-Verfassungsvertrag. Es ist demokratiepolitisch mehr als bedenklich, einen abgelehnten Vertrag unter einem neuen Label noch einmal ratifizieren zu lassen.
  2. Keine Verfassung der Welt enthält eine Bestimmung, wonach sich ein Staat zur Aufrüstung verpflichten würde. Der Lissabon-Vertrag, der ja für die EU Verfassungscharakter hat, sieht eine solche Aufrüstungsverpflichtung vor.
  3. Zahlreiche weitere Bestimmungen des Lissabon-Vertrags sehen eine Militarisierung der EU vor; etwa die Einrichtung einer Rüstungsagentur („Verteidigungsagentur“), die Festlegung der EU-Mitglieder auf militärischen Beistand bei terroristischen Angriffen, die Begründung einer Europäischen Verteidigungsunion, also eines militärischen Beistandspakts und die Möglichkeit weltweiter militärischer Interventionen (u.a. „Frieden erzwingende Einsätze“).
  4. Besonders zu kritisieren ist, dass das Europäische Parlament ausgerechnet in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik, wenn es also buchstäblich „um Krieg oder Frieden“ geht, keinerlei Entscheidungskompetenz besitzt. Und auch der Europäische Gerichtshof kann in diesem Politikfeld nicht angerufen werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat sich lediglich mit der Frage der Vereinbarkeit von Lissabon-Vertrag und Grundgesetz befasst. Es hat weder über die Friedensverträglichkeit, noch über die Umweltverträglichkeit oder die Sozialverträglichkeit des Verfassungswerks zu entscheiden gehabt. „Weder Europa noch die Welt brauchen eine neue Militärunion“, sagte der Sprecher des „Friedensratschlags“. Zu einem solchen Europa sagt die Friedensbewegung eindeutig JA, der Militarisierung der EU verweigert sie aber weiterhin jede Zustimmung.

Für den Bundesausschuss Friedensratschlag:
Peter Strutynski (Sprecher)

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Besuchen Sie die friedenspolitische Website der AG Friedensforschung,
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden
Mit dem Dossier zum EU-Reformvertrag:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Europa/verf/Welcome.html

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http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Europa/verf/bvg-urteil-baf.html

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Lissabonvertrag: Verfassungsgericht stoppt fortschreitende Entdemokratisierung

Das Bundesverfassungsgericht hat nun die Bemühungen der europäischen und insbesondere der deutschen Politiker zu Entdemokratisierung der EU-Länder gestoppt – zumindest im Geltungsbereich der Bundesrepublik und berücksichtigt damit die Klagen gegen den Lissabon-Vertrag. Dieser kann zwar in Kraft treten, jedoch erst nach Erfüllung weitreichender Auflagen.

Die im Lissabonvertrag vorgesehene Entdemokratisierung der Bundesrepublik wird nun deutschen Politikern noch viel Arbeit verursachen, nachdem ihnen der bequeme Weg, den sie einschlugen, als sie im vergangenen Jahr im Bundestag für den Vertrag stimmten, vom Verfassungsgericht nun verhagelt wurde: es gelang ihnen auf diesem Weg nicht, die eigene Verantwortung als Volksvertreter zu entsorgen und das deutsche Parlament weitgehend zu entmündigen durch Übertragung der Macht an die autokratisch strukturierte EU-Politik.
Dies erfordere die Zustimmung des Volkes, befand nun das Gericht. Für die deutschen Politiker ist nun Nachsitzen angesagt. Die geplante Entdemokratisierung durch Entmündigung der demokratischen Organe der Bundesrepublik muss nun in einzeln abgestimmten Einzelentscheidungen abgesegnet werden.

Es war offensichtlich wesentlicher Bestandteil der Agenda der großen Koalition unter Angela Merkel das Programm des Demokratieabbaus, das Europa wieder autokratisch dominierte Strukturen, die von einer politischen Elite beherrscht werden mit weitgehend nur mehr akklamatorischer Funktion der Parlamente (vor allem des EU-Parlaments) zurück zu führen.
Ob die deutschen Parlamentarier nun bereit sind, auf ihre Parlamentsferien zu verzichten, um die Auflagen des Verfassungsgerichtes mit aller Gewalt noch vor Ablauf der Legislaturperiode zu erfüllen, ist zweifelhaft.
Und ob ein neugewählter Bundestag ebenso bereit ist, unterwürfig einer autokratisch orientierten Politik zu folgen, ist ebenfalls ungesichert.

Der Weg zur Selbstentmachtung, die die deutschen Volksvertreter besonders in der zurückliegenden Legislaturperiode mit Nachdruck anstrebten, ist mit dem aktuelle Urteil deutlich erschwert worden.
Dass sie auf die Fortsetzung ihrer Bemühungen verzichten werden, ist jedoch nicht anzunehmen: diese Anstrengungen können als Voraussetzung dafür gelten, dass sie weiterhin den Zugang zu den Fleischtöpfen, die von der autokratisch gesinnten politischen und ökonomischen Elite des Landes kontrolliert werden, genießen können. gw

http://www.meta-info.de/?newsfull=1&lid=33053&rubrik=politik

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Europäische Sternstunde

Verfassungsgericht zu Lissabon-Vertrag

30.06.2009

Ein Kommentar von Heribert Prantl
Es ist wohl das grundsätzlichste Grundsatzurteil, das Karlsruhe je gefällt hat – und ein „Yes, we can“-Urteil: Ja, wir können Europa bauen, aber nur, wenn wir den Willen des Volkes beachten:
http://www.sueddeutsche.de/politik/374/476881/text/

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Ein arbeitsreicher Sommer in Berlin

Von Wulf Schmiese, Berlin
Gelassenheit im Kanzleramt: Das Begleitgesetz zum Lissabon-Vertrag muss angepasst werden

Der Verfassungsrichter Voßkuhle hatte noch nicht begonnen, in Karlsruhe die Begründung der Lissabon-Entscheidung zu verlesen, da war führenden Politikern in Berlin schon bewusst: Die Sommerpause wird für sie noch etwas härter werden, als sie es im Wahlkampf ohnehin ist:

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DBEE1/Doc~E8258807ACDC

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Das Bundesverfassungsgericht findet den EU-Reformvertrag nicht verfassungsfeindlich, formuliert aber Einschränkungen.

VON CHRISTIAN RATH

(…) Im Kern müssten aber folgende Bereiche in nationaler Zuständigkeit bleiben: Strafrecht, Polizei, Militär, Steuer-, Sozial- und Medienpolitik, Bildung, Kultur und Religionsfragen. Hier solle sich die EU auf die Lösung grenz-überschreitender Probleme beschränken.

Um zu verhindern, dass die EU-Befugnisse stillschweigend ausgeweitet werden, verlangt das Verfassungsgericht, dass der Bundestag jeweils per Gesetz zustimmt, wenn die EU ohne Vertragsänderung neue Aufgaben erhält. Bisher konnte der Bundestag in solchen Fällen nur ein Vetorecht geltend machen oder sogar nur eine Stellungnahme abgeben. So viel Laissez-faire halten die Richter aber für verfassungswidrig:

http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/grosses-ja-kleines-aber/

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Im Namen der Völker

Urteil zum Lissabon-Vertrag

01.07.2009

Von H. Kerscher

Das Verfassungsgericht will die Souveränität der Staaten nicht aufgeben. Es stärkt den Bundestag – und untersagt dem Bundespräsidenten, den Lissabon-Vertrag zu unterschreiben.

Letztes Wort aus Karlsruhe

So behält sich Karlsruhe das letzte Wort bei der Prüfung vor, ob durch EU-Recht der unantastbare Kerngehalt der Verfassungsidentität des Grundgesetzes gewahrt sei. Und das Verfassungsgericht wird auch prüfen, ob Rechtsakte der europäischen Organe und Einrichtungen vom zugrunde liegenden Vertragswerk gedeckt sei. Die Juristen nennen so etwas gerne „Ultra-vires-Kontrolle“ – und so steht dieser Begriff auch im Urteil:

http://www.sueddeutsche.de/politik/445/476952/text/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Foto: Jörg Stange 08, Gunnar F. Gerlach GfoK Archiv

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Juni 30, 2009 at 22:51

Frampton Feldpost | Maersk und das Meer

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Peter Frampton

Bekannt wurde der Gitarrist als Mitglied der Rockband The Herd. Er spielte mit Steve Marriott (von den Small Faces) bei Humble Pie und auf Alben von Harry Nilsson und George Harrison. Sein erstes Soloalbum war 1972 Wind of Change.

Framptons Durchbruch als Solist war das sechsfache Platin-Album Frampton Comes Alive (1976) mit den Hits Do You Feel Like We Do, Baby, I Love Your Way und Show Me the Way. Zum 25-jährigen Jubiläum des Erscheinens von Frampton Comes Alive wurde das Album sowohl auf Doppel-CD, SACD und auch auf DVD-Audio in der kompletten Konzert-Fassung mit allen damals gespielten Titeln herausgebracht. Nach seinem nächsten Album I’m in You hatte Frampton einen schweren Autounfall auf den Bahamas. Wieder auf den Beinen, spielte er in der Verfilmung von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (…)

In den 1980er Jahren kehrte Frampton zur Musik zurück, konnte jedoch nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen. 1987 tourte er mit David Bowie. In den 1990er Jahren tourte er in Ringo Starrs All Star Band zusammen mit Gary Brooker (Procol Harum), Jack Bruce (Cream) und Simon Kirke. Nachdem er 1997 bei Grand Funk Railroad gespielt hatte, erschien 1999 der Konzertmitschnitt Live in Detroit als DVD-Video und Audio-CD. Mit Bill Wyman und den Rhythm Kings tourte er ab 2000 immer mal wieder durch Europa.

Seine jüngsten Alben sind Now, das 2003 herauskam und „Fingerprints“, das 2006 erschien:

http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Frampton

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Frampton-Feldpost

Peter Frampton = Breaking All The Rules

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Container-Transporte weltweit mit oder ohne Rüstung im Pool ?

Die Befrachtung der Schiffe führt nicht HANSA TREUHAND durch (Hamburg 1, Interview) Der Red. fiehl auf, dass der Reeder der HANSA TREUHAND in einem Interview mit dem TV Sender Hamburg 1, (ohne das dies abgefragt wurde) darauf hinwies, dass sämtliche Befrachtung seiner Flotte mit mittlerweile über 100 Container Schiffen nicht in „der Hand von Treuhand“ läge. Online gibt es auf der HT Website dazu einen Eintrag. Bei weiterer Recherche wird in einem Spiegel-Beitrag darauf hingewiesen, dass Maersk (Pool-Partner von Hansa Treuhand) die weltweit grössten (geheimen) Rüstungstransporte in den letzten Jahren durchführte. Was hier nicht heissen soll Rüstungstransporte (ohne/mit Wissen von HT ?) und den Befrachtungsunternehmen durchgeführt werden. Die Frage allerdings drängt sich auf.

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Website HANSA TREUHAND: (…) In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Befrachtung sämtlicher von NSB Niederelbe bereederten Schiffe von Conti, Gebab und NV seit Sommer 2001 einheitlich bei Continental Chartering in Hamburg liegt, einem 1999 zunächst nur für Conti-Schiffe gegründeten Befrachtungsunternehmen. Es gehört heute größtenteils N SB Niederelbe , sowie zu kleineren Teilen dem Geschäftsführer Peter Tamm jr. und dem Schiffsmakler Hinneberg. Die neueste Veränderung: Ab sofort werden auch die bei Martime, Elsfleth, bereederten Gebab-Schiffe von hier aus befrachtet. Bereits seit 1993 wird bei Hansa Treuhand gepoolt (…)

http://www.hansatreuhand.de/2002-06_Hansa.146.0.html

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(…) Das Weiße Haus hielt sich zu Beginn des Geiseldramas – die größte Verschleppung von US-Bürgern in den vergangenen Jahren – zurück. Man beobachte den Fall und spreche mit der Reederei, hieß es. Diese ist der Regierung bestens bekannt, seit Jahren verschifft die US-Firma Maersk Limited, die zur dänischen Moller-Maersk-Gruppe gehört, für das Pentagon Ausrüstung, Waffen und auch geheime Technik in alle Welt :

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,618234,00.html

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Seit März 2000 ist das MS »HANSA CALYPSO« bei der dänischen Reederei A.P. Moeller/Maersk Sealand beschäftigt. Das Schiff wurde auch im Berichtsjahr im Mittelmeer – Westafrika Liniendienst eingesetzt. Nach Beendigung einer Verlängerung für zwölf Monate im Februar 2005, wurde mit dem Charterer eine weitere Fortsetzung der Beschäftigung bis Juli 2007 vereinbart. Im Anschluß hat der Charterer ein Optionsrecht für weitere zwölf Monate. Der technische Betrieb des unter dem Charternamen MS »MAERSK PIRAEUS« fahrenden Schiffs verlief zufriedenstellend. Seit 2001 ist das MS »HANSA CALYPSO« Mitglied im C-16 Pool der HANSA TREUHAND-Gruppe:

http://www.hansatreuhand.de/fileadmin/user_upload/pdf/Leistungsbilanz_Einzelschiffe/Hansa_Calypso.pdf

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SPIEGEL-Interview |  Task Force 373 | Afghanistan-Protokolle | 26.07.2010

„Wir müssen sie stoppen“

WikiLeaks-Gründer Julian Assange, 39, über sein Netzwerk, seine Mission und seine Regeln
SPIEGEL: Herr Assange, Sie veröffentlichen eine riesige Menge Geheimmaterial über den Krieg in Afghanistan. Was ist Ihr Motiv? mehr

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Arkadien II = der etwas andere Elb-Spaziergang ‘09 + Indikation zur Operation

https://medienwatch.wordpress.com/arkadien-ii-der-etwas-andere-elb-spaziergang-09-indikation-zur-operation/

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Interessant ist folgender Artikel auf Telepolis/Heise und eine Stellungnahme von Amnesty International in dem eine andere Hamburger Reederei in illegale Waffentransporte verwickelt ist:

Deutschland sorgt für Waffennachschub

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29631/1.html

Ein deutsches Containerschiff wollte US-Munition nach Israel bringen. Doch der Krieg im Gazastreifen kam dazwischen

Von Otfried Nassauer

(..) Auch die geringere Auskunftsbereitschaft hatte ihren Grund. Amnesty International hatte von dem Munitionstransport Wind bekommen und berichtet, in den Ausschreibungsunterlagen sei auch von Granaten mit weißem Phosphor die Rede (..)

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/nahost/Nahostkonflikt-Gaza-Israel;art2662,2712789

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Die nukleare NATO etc.
http://www.bits.de/public/researchreport/rr12-1-4.htm

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WIND WIND
Wind gehörte als erster Schüler von Erwin Panofsky zur Warburg-Schule und arbeitete nach dessen Übersiedlung nach London am Warburg Institute. Er hat Aby Warburg noch kennengelernt, der den analytischen Verstand des jungen Kunsthistorikers sehr schätzte. Wie Panofsky war Wind Ikonologe und ein Spezialist der italienischen Kunst und Philosophie. Ihren platonistischen Bildern und Vorstellungen, den heidnischen Mysterien der Renaissance ist sein Hauptwerk gewidmet.

Seine wichtigen Bücher sind die philosophische Habilitationsschrift Das Experiment und die Metaphysik (1934), das kunsthistorische Werk Heidnische Mysterien in der Renaissance (Pagan Mysteries in the Renaissance) (1958) und der kunstphilosophische Essayband Kunst und Anarchie (Art and Anarchy), die Reith Vorlesungen der BBC, 1960 gesendet, 1963 erfolgreich veröffentlicht. Dazu kommen viele kunstwisenschaftliche Essays, über Michelangelo und Pionierarbeiten zur englischen Kunstgeschichte.

Winds philosophischer Lehrer war Ernst Cassirer. Er hatte in Freiburg Husserl und Heidegger gehört, lehnte ihren Denkstil aber strikt ab. Schon Husserl hielt er für irrationalistisch und Heidegger war für ihn im Rückblick der geborene Nationalsozialist [1]. Zwei Jahre in North Carolina brachten ihn in Kontakt mit dem amerikanischen wissenschaftlichen Pragmatismus und Das Experiment und die Metaphysik ist davon geprägt. Aber schon Aby Warburg hatte seine philosophisch-psychologischen Notizen als pragmatisches Philosophieren verstanden und dennoch Hegel bewundern können.

Wind ging 1940 in die USA und kam 1955 zurück nach England. Er wurde Oxfords erster Professor für Kunstgeschichte. 1967 trat Wind in den Ruhestand.


Edgar_Wind

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Rüstung: Wie Deutschland Gaddafi unterstützt(e) etc.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/29/peter-frampton/

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[Wasseraktie°]

artbase-projekt: Wasser für Somalia
Nicola Kaatsch* MSF, IPPNW, Lühr Henken (ehemaliger bundespolitischer Sprecher “Für Frieden und Internationales”, Grüne) , Ahmed Guled (Pres. from Organisation for Somali Unity) , Jörg Stange (artbase,gfok) | Fotos: =>[::]<=
artbase in Zusammenarbeit mit Gunnar F. Gerlach (Kunstwissenschaftler, Sofi), Gerd Stange (Künstler, Sofi), Harald Finke (Künstler, Sofi), Cornelius Buchmann (Politiker, Autor), Beate Brost (Fotografin), ECOTERRA* (Prof. Julian Bauer, Agrarwissenschaftler), Hartmut Heller (Friends of Nature, deutsche Sektion: Freunde der Naturvölker e.V.)
mit Unterstützung von Gerda Zorn (Autorin), Peggy Parnass (Autorin, Schauspielerin), Arie Goral-Sternheim (Autor und Maler), Rolf Grömmer (Druckerei), Gunter Gerlach (Autor), Reimer Eilers (Autor), Heinz Östmann (Fischer), Dr. Benjamin Leunmin (Afrikanische Union), Peter de Vries (Hutmacher und Musiker), »Notruforchester«, Mechthild Bausch, Julia Kossmann, Hajo Schiff (JournalistInnen) Schulen (Projektunterricht etc.) und v.a. …
Kunsthaus Hamburg: artbase-sofi Projekt in “Bahomas Land” auf Einladung von Mike Hentz 1994
*ECOTERRA, “Verein für umweltgerechtes Wirtschaften”
https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/14/wasseraktie-kunstprojekt-wasser-fur-somalia/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | http://www.meta-info.de | Foto: »Maersk-Wind09« Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Archiv, Das Experiment und die Metaphysik = Edgar Wind [:::] [:::]

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Juni 29, 2009 at 18:57

Lost & Found = »Fron(t)berichte % Feldpostbriefe« + mehr

with 2 comments

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Droemsby_Gunnar_F_Gerlach-collage-gerlach-stange

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„Droemsby“ Collage 2001, »DADAS-Touristik-Collage« (oben): g.f.g, jst [Text von Gunnar F. Gerlach => Bitte Bild aktivieren, Danke.]

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metasynapse.de
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SPIEGEL-Interview |  Task Force 373 | Afghanistan-Protokolle | 26.07.2010

„Wir müssen sie stoppen“

WikiLeaks-Gründer Julian Assange, 39, über sein Netzwerk, seine Mission und seine Regeln
SPIEGEL: Herr Assange, Sie veröffentlichen eine riesige Menge Geheimmaterial über den Krieg in Afghanistan. Was ist Ihr Motiv? mehr
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Dokumente zum Afghanistan-Einsatz

Logbuch des Krieges

Die Militär-Dokumente belegen, dass es eine geheime US-Einheit in Afghanistan gibt, die Taliban gezielt jagt und tötet. Damit werden die PR-Strategen widerlegt. VON SVEN HANSEN
http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/logbuch-des-krieges/

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Georg Schramm als Oberstleutnant Sanftleben im Interview mit Alexander Kluge

Bundeswehreinsätze am Hindukusch, Afrika etc.

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Seite in Bearbeitung

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Nicaragua

30 Jahre Revolution in Nicaragua

Die alten Ikonen

Die Fotos gingen um die Welt: Junge Leute besiegten 1979 in Nicaragua die Nationalgarde. 30 Jahre danach erzählt einer derjenigen, die damals auf den Fotos waren, seine Geschichte. VON RALF LEONHARD

http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/die-alten-ikonen/

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Spanischer Bürgerkrieg

Gefälscht?!

Von Merten Worthmann | DIE ZEIT, 23.07.2009 Nr. 31
Zu den neuen Zweifeln an der Echtheit von Robert Capas berühmtester Kriegsfotografie:

http://www.zeit.de/2009/31/Robert-Capa

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Zwischengeschoben

Pornografie des Krieges

Fotos von der Front

Von Sonja Zekri | 29.09.2005, 18:30
Eine Internetseite zeigt Horrorbilder toter Iraker, aber das Pentagon mag nicht ermitteln.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/417/405195/text/

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Von Sabine B. Vogel

Documenta-Empfehlung

Tabu und Übertretung – Thomas Hirschhorns „Bataille Monument“

„Thomas Hirschhorn erklärt zu seinem Projekt: „Ich bin ein Fan von Georges Bataille, er ist Vorbild und Vorwand zugleich. Georges Bataille untersuchte und entwickelte das Prinzip des Verlustes, des sich Ausgebens, der Gabe und der Maßlosigkeit.“ Diesen Vorgaben folgt die Installation von der imposanten Bataille-„Ausstellung“ – mit Mengen an Anschauungsmaterial – bis zur Gesamtinszenierung“ (…) =

http://www.faz.net/

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Die Welt verletzen!

Zum 100. Geburtstag des französischen Philosophen, Dichters, Heiligen und Erotomanen Georges Bataille

Nur die Lauen oder Keuschen haben von der Gewohnheit behauptet, daß sie die Sinne abstumpfe: Das Gegenteil ist der Fall, aber es ist mit der Lust wie mit der Malerei oder der Musik, sie verlangt ein dauerndes Abweichen von der Regel.

(Georges Bataille, „Abbé C“)

I Zwischen Sadismus und Surrealismus =

http://www.zeit.de/1997/37/Die_Welt_verletzen_?page=all

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Karottenpostkarte
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Chrisdian Wittenburg

Neue Arbeiten & alte Zwänge

Chrisdian Wittenburg beschäftigt sich in seiner Arbeit seit vielen Jahren ausführlich mit dem Thema der körperlichen Behinderung, angeregt durch viele intensive Begegnungen mit behinderten Menschen. So hat er 2007 unter diesem Vorzeichen viele Monate in der virtuellen Parallelwelt Second Life verbracht und sich dort einen behinderten, bettelnden Avatar auf einem Rollbrett geschaffen, ELAY Egoyan.

In einer Art Versuchsanordnung testete er, welche Reaktionen ein Behinderter bei all den perfekten, banalen Schönheitsidealen gehorchenden Avataren hervorrufen würde. Beispielsweise stellte er fest, dass man in Second Life keinen Selbstmord begehen kann, Probleme und Abgründe sind dort nicht vorgesehen. Das Projekt wurde in einem Blog auf The Thing Hamburg festgehalten.

In einem neuen Projekt begibt sich Chrisdian Wittenburg nun wieder in Second Life, diesmal um seinen behinderten Avatar, der inzwischen ganz „klassisch“ im Rollstuhl sitzt, Freundschaften schließen zu lassen und mit ihnen Touristenfotos zu schießen. Eine scheinbar gegensätzliche Herangehensweise, doch mit dem gleichen Ziel, Behinderung zu propagieren.
Die so entstandene Bilderserie „making friends“ wird jetzt im Ausstellungsraum der FRISE zu sehen sein.

In einer neuen Fotoserie von ungewöhnlich geformten Kartoffeln, die den zweiten Teil der Ausstellung bildet, nähert sich Wittenburg der Behinderung auf eine nicht moralisierende Weise, da keine behinderten Menschen dargestellt sind, die einen Appell an den Betrachter implizieren. In an Pin-Up-Fotografie erinnernder Weise nähert er sich den Formen, die die Kartoffeln bereitwillig und geduldig zur Verfügung stellen.

In seinem Vortrag „First and Second Life of Linda“ am 2. Juli wird Chrisdian Wittenburg über die Hintergründe seiner Arbeit, über die neuen Arbeiten und über das Festhalten am Thema Behinderung sprechen.
Er selbst nennt es die Form des „unterhaltenden/belehrenden/aktionistischen Vortrages mit Bildbegleitung“. Zur Finissage am 15. Juli werden Filme zum Thema Glück und Behinderung gezeigt und Kartoffelsuppe gereicht.

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In der Reihe “Nets & Nodes”:

Chrisdian Wittenburg ‚Neue Arbeiten & alte Zwänge‘

Vernissage: Donnerstag, 2. Juli 2009
20 Uhr Vortrag „First and Second Life of Linda“
Ausstellung: 3. – 12. Juli, Fr bis So, 16 – 18 Uhr
Finissage: Mittwoch, 15. Juli 2009
20 Uhr Filme zu den Themen „Glück“ und „Behinderung“
Es wird Kartoffelsuppe gereicht.

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http://www.frise.de/deutsch/aktuell.html

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» Im Dunkel leuchten «

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Am 26.06.09 um 20 Uhr eröffnet im Kunst- und Kulturverein Linda die Ausstellung „Im Dunkel leuchten“ mit Fotografien von Jan Brandes. Wie schon in vorangegangenen Arbeiten hat sich der Fotograf hier mit einem übergeordneten gesellschaftlichen Thema auseinandergesetzt. Bei der aktuellen Serie handelt es sich um ein fotografisches Essay zum Thema Verehrung. Bei der freien Assoziation zu diesem Begriff wird schnell klar, um was für ein vielseitiges und ambivalentes Themenfeld es sich hierbei handelt.

In der westlichen Gesellschaft betrachten wir unser Leben nicht mehr in erster Linie als Kampf ums Dasein, als Erfüllung von außen auferlegter Pflichten oder Befolgung gottgegebener Gebote. Stattdessen suchen wir nach Abwechslung, nach interessanten Erlebnissen und Selbstverwirklichung, wobei Konsum und Kommunikation die Hauptforen und -faktoren dieser neuen Identitätssuche und Verwirklichung sind. Neue Leitbilder, die diesem lockeren Anspruch nach Unterhaltung und Besonderheit entsprechen lösen überlieferte Autoritäten ab. Diese müssen sich nun an den neuen Maßstäben messen lassen. Stars verschiedenster Arten werden zu neuen Leitbildern, deren Verständnis ähnlich relevant wird wie in früheren Phasen der Menschheitsentwicklung das Verständnis von Göttern, Helden und Herrschern.

Verschiedene, alte und neue, Formen von Verehrung zusammenzutragen und sie in einer Fotoserie einander gegenüberzustellen, zu sehen, inwieweit sie einander gleichen oder sich spezialisiert haben und nun voneinander unterscheiden, wie austauschbar oder einzigartig sie sind, ist das Leitmotiv dieser Arbeit.
Die beobachteten Szenen ergeben einen Mix aus Fankultur, Fetisch, Markenwahn, Patriotismus, Religion, Sex und Heldentum, der so einen Einblick in das vermittelt, was Teil unserer Gesellschaft ist und schon immer Teil der menschlichen Natur war.

Vernissage:
Freitag, 26. Juni 2009 | 20:00 Uhr

Ausstellungsdauer:
26. Juni bis 05. Juli 2009

Öffnungszeiten:
Samstag, 27. Juni & Sonntag, 28. Juni | jeweils 15:00 bis 19:00 Uhr
Donnerstag, 02. Juli bis Sonntag, 05. Juli | jeweils 15:00 bis 19:00 Uhr

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http://www.chezlinda.de/

Weblink

www.janbrandes.com

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independent | Monday, 20 July 2009

‚Hello mum, this is going to be hard for you to read …‘

At 19, Rifleman Cyrus Thatcher was one of the youngest victims of the Afghan war. These letters – given to The Independent by his family – reveal the excitement of a teenager sent to fulfil his dream, and his maturity in confronting the possibility that he might not make it home:

Hier bitte weiterlesen

http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/hello-mum-this-is-going-to-be-hard-for-you-to-read-1753008.html

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Pathetischer Hilfeschrei

Neue Songs von Michael Jackson

Von Andrian Kreye

Trotz aller Eskapaden hat Michael Jackson in den letzten Jahren um die 100 Songs aufgenommen. Der „geheime Katalog“ soll bald erscheinen. Will man diese Lieder wirklich hören?

(…) Einige der Songs tauchten immer wieder auf und warfen die Frage auf, ob ein Künstler nicht das Recht hat, selbst zu bestimmen, was von ihm erscheint und was nicht. Das aber wird nach dem Tode unmöglich. Und gerade im Pop gibt es kaum ein Geschäft, das so einträglich ist, wie das Geschäft mit den Toten.
Rahmen:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/265/476773/text/

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Krieg oder nicht Krieg, – dass ist hier (k)eine ?

„Einsatz ist ohne vernünftige Alternative“

Regierungserklärung: Merkel zu Afghanistan

02.07.2009, 11:09

Während die USA im Süden Afghanistans eine Großoffensive gegen die Taliban starten, verteidigt Kanzlerin Merkel den Einsatz der Bundeswehr im Norden des Landes. Verteidigungsminister Jung warnt vor „unverantwortlichen Diskussionen“.

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/668/477165/text/


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Kampfhund am Körper

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Von Christian Kortmann

Wer besäße nicht gerne einen Hightech-Anzug, der stärker, schneller und unbesiegbar macht? Die modernste Rüstung der US-Armee in der Clip-Kritik.

Entwickler Jim Ni schwärmt von der „wahren Wohltat für deinen Soldaten“, der nun leichtfüßig und spielerisch durch die dünne Höhenluft von Afghanistans Bergwelt patroullieren kann. Die Technologie, die dem Militär heute wirklich zur Verfügung steht, wird noch ausgefeilter sein, doch dieser Werbeclip des Rüstungskonzerns Lockheed Martin vermittelt eine Ahnung von der fortschreitenden Mensch-Technik-Verschmelzung:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/544/477041/text/

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IRAK-KRIEG

Die Fahnenflucht der US-Medien

Von Marc Pitzke, New York (2003)

Selbst die schießfreudigen US-Medien werden immer kriegskritischer. Tote Soldaten beherrschen die Schlagzeilen, Exposés enthüllen Versäumnisse der Regierung, der Milliardär George Soros finanziert gar eine Anti-Kriegs-Kampagne. Ein Menetekel für Präsident Bush: So begann auch das Ende des Vietnamkriegs:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,273712,00.html

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Vietnam – I Shall Be Released – The Band

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| Fron(t)berichte

1. Als die Geldwirtschaft entstand, mussten die Bauern zunehmend mit Geld bezahlen statt Fronarbeit zu leisten:

http://de.wikipedia.org/wiki/Frondienst

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Aktive Archive
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Schmerzfeldforschung

[ES°] obliegt einer poetischen und intellektuellen Wahrnehmung und Ahnung, – und ist im wesentlichen Ableitung und Produkt, im Reflex auf die oberflächlichen und verbogenen Spiegelungen der Dinge. Und das Erbebnis des denkenden und empfindenden Subjekts: ES war immer schon da, als etwas im Vorwege, ruhendes – als SubStrom, unterspült und umspült es Analog das inszenierte Verflachungsszenario: Die Gralshelden von einst… Es regt sich der Widerstand zur Anektierung der Ouote !

Die „intuitive Handhabung“ der Dinge und ihr Übertrag, (im Sinne von Beuys), als gestalterisches Prinzip, scheitert immer wieder an der Trägheit der Masse . siehe [KartoffelGelder°] obwohl die Pommes Frites doch eigentlich politisch sind!

(Roland Barthes, Mythen des Alltags)

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„Schmerzfeldforschung“ Gedankenskizze 1999

http://www.metasynapse.de/stange/texte/schmerzfeldforschung.html

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kapiTALENTwicklung – Installation Christine Ebeling

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aktive archive | Die derzeitige Regierung, Herr von Beust und Herr Dräger haben es sich zur Aufgabe gemacht, unsere schöne Stadt mit vielen neuen Talenten zu besetzen:

https://medienwatch.wordpress.com/2008/07/09/kapitalentwicklung-installation-christine-ebeling/


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artbase-Projekt 1993: Wasseraktie »Wasser für Somalia«

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Von Hajo Schiff

Feldpostkarten zu Wasseraktien

Mit der sozialökologischen Freiheitsinitiative (SOFI)

Haben Sie in letzter Zeit mal wieder eine Feldpostkarte bekommen? Nicht vom Flohmarkt sondern aus aktuellem Kriegsgebiet, wo sich unsere Jungs nützlich machen? Na dann sind sie gar nicht auf dem Laufenden: 12 einberufene Postbeamte leiten die mit FELDPOST abgestempelten Briefe aus Belet Weyne zum deutschen Inlandsporto von der Front in die Heimat:

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https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/14/wasseraktie-kunstprojekt-wasser-fur-somalia/

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TAZ-HAMBURG 06.08.1994
TAZ-Bericht Julia Kossmann

Die Kunst der Hilfe zur Selbsthilfe

wasseraktie-artbase-flasche-sandetikett-220-artbase

Hamburger Kunstprojekt artbase arbeitet für Somalia / Mappenwerk zur Aktion erschienenAn die 500 Millionen Mark hat die Bundeswehr während ihres Einsatzes in den brennend heißen Wüstensand Somalias gesetzt. Ende März dieses Jahres wurden die letzten der 1.700 deutschen Soldaten heimgeholt. Geblieben ist außer ein paar Brunnen mitten in der Wüste nichts. Schon ist das Weltinteresse wieder mit einer neuen und ebenfalls auf den historischen Fundamenten des Kolonialismus wurzelnden Katastrophe in Ruanda beschäftigt.

Die europäische Einmischung in Afrika, einem Kontinent mit über 1.000 Völkern, die in Staaten leben, deren Grenzen mit den traditionellen afrikanischen “Staatsformen” nicht in Übereinstimmung zu bringen sind, hat sich bisher als kontraproduktiv erwiesen. Orientiert an den Bedürfnissen und Gegebenheiten des Landes ist dagegen das artbase-Projekt, das der Hamburger Künstler Jörg Stange im vergangenen Herbst initiierte und am 3. Oktober 1993 in der konzertierten Kunstaktion “Wasser für Somalia” gemeinsam mit dem SOFI (sozial-ökologisches-Freiheits-Institut) an den Landungsbrücken vorstellte. Mittlerweile arbeiten Menschen aus den verschiedensten Bereichen der Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik und in Deutschland lebende Somalis bei artbase mit.

Ausgehend von der Maxime “Schenke einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn einen Tag, gib ihm eine Angel, und er wird in seinem Leben nicht mehr hungern müssen” unterstützt artbase den Wiederaufbau einer Fischerei-Kooperative in Las Koreh im Norden Somalias. Obwohl nie direkt vom Bürgerkrieg betroffen liegen auch hier im Norden Somalias die Handels- und Versorgungswege brach, und Raubfischer aus Industrienationen schöpfen mit modernen Booten die Fischbestände ab (…) =[::]=

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Zitat 07.05.2006
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» Ich habe es immer für sinnvoller gehalten, Notleidenden eine Angel statt eines Fisches zu schenken «

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Bettina Gaus: Front-Berichte. Die Macht der Medien in Zeiten des Krieges

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Frontberichte.

Die Macht der Medien in den Zeiten des Krieges

FH: Kurz vor dem bis jetzt noch unklaren Ausgang der Wahl in den USA interessiert mich ob es sinnvoll ist während sich ein Land in einem Krieg befindet einen Machtwechsel herbeiführen zu wollen? Wie schätzen Sie diese Kriegssituation im Irak ein gerade aus einer kritischen Perspektive über die Möglichkeiten der medialen Kriegsberichterstattung. Wenn es jetzt diesen Machtwechsel geben sollte oder auch nicht wäre das überhaupt sinnvoll je nachdem welche Situation man in einem Kriegsgebiet hat?

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http://www.fehe.org/index.php?id=354

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Zitat: von kollateralschaden


„Das mit dem Terror made in Afghanistan haben sich vermutlich irgendwelche Neocon-Think Tanks bei einer Runde Skat ausgedacht“.

Die Deutschen sollten bei diesem Bloedsinn nicht laenger mitmachen.

In diesem Forum geht es nicht um Lügen, Gehirnwäsche und Moral. Denn schließlich soll dort der Kapitalismus eingeführt werden. Hier geht es auch nicht um die Trauer der Hinterbliebenen. Hier geht es einzig und allein um die Frage, sind diese jungen Menschen nach den Bestimmungen der Heeresdienstvorschrift unter dem Mandat der UNO ums Leben gekommen.
Bei der Einweihung der hundertsten Schule in Kundus, Frau Merkel ließ sich das natürlich nicht entgehen, fragte ein sechzehnjähriger: „Du, Tante, auch die Brunnen an jeder Strassenecke sind ganz toll, aber weißt du eigentlich wo mein Papa ist?“ Die Kanzlerin erteilte ihrem Minister das Wort, der dem Jungen antwortete: „Im Namen der BRD muss ich dir mit unserem tiefsten Bedauern mitteilen, dass dein Vater die Schule selbst bauen wollte. Deshalb mussten wir ihn erschießen“. Daraufhin ging der sechzehnjährige Junge nach Hause und gürtete sich mit C 4.
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Weitere Beiträge: Arkadien II
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https://medienwatch.wordpress.com/?s=L%C3%B6ns
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https://medienwatch.wordpress.com/?s=widerstand
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https://medienwatch.wordpress.com/morsemanko-die-option-der-oper%c2%b0/
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Frampton Feldpost
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https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/29/peter-frampton/
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Kommentare:

http://www.youtube.com/watch?v=yI0T2bTHoGE

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Kontraste: Unselige Traditionen – wie viel Wehrmacht steckt in der Bundeswehr?


https://medienwatch.wordpress.com/2009/04/12/kontraste-unselige-traditionen

Kommentare:

http://blog.rbb-online.de/roller/kontrasteblog/entry/unselige_traditionen_wie_viel_wehrmacht

klimatisch weiterführende Links:

Eisernes Kreuz in Polen ermittelt die Staatsanwaltschaft

http://www.meta-info.de/?newsfull=1&lid=32376&rubrik=politik

Internationales Schifffahrts Museum Tamm

http://www.thing-hamburg.de/index.php?id=826

maritimes-museum-%e2%80%9eleichen-im-keller-neger-u-boote-vor-der-tur%e2%80%9c/

https://medienwatch.wordpress.com/?s=Stalingrad

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war-sea-stange-gfoktv-war-picture | jörg stange
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Krieg in Serie als american way of life

Metainfo Huffingtonpost | David Bromwich, Professor an der US-Elite Universitaet Yale und Blog-Autor der Huffington Post,, befasst sich mit der Frage, wie das Initiieren und Fuehren von Kriegen zum modernen „american way of life“ werden konnte. Es sei heute fuer keinen Praesidenten noch moeglich, einen Krieg zu beenden, ohne den naechsten anzufangen oder zu intensivieren:

https://medienwatch.wordpress.com/2009/07/28/krieg-in-serie-als-american-way-of-life/

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Analyse zum „Fest der falschen Helden“

Der Landesfestumzug am Sonntag bietet Bühne für eine Bewegung, deren Väter vor 50 Jahren mit Waffen und Sprengstoff die Wiedervereinigung Tirols erzwingen wollten. „Fest der falschen Helden“, eine Analyse von Manuel Fasser.

Der zum Helden verklärte Antiheld dieses Südtirol-Terrorismus schlechthin präsentierte sich in Magazin-Reportagen der Sechziger mit Pistole im Graben, beim Pfeife rauchen im Norweger-Pullover oder in der Uniform des Schützenmajors, an der Brust Eisernes Kreuz I und II, Verwundetenabzeichen und dem Allgemeinen Sturmabzeichen der Gebirgstruppe. Sein Name: Georg „Jörg“ Klotz, Jahrgang 1919, Kriegsfreiwilliger, in „patriotischen Kreisen“ seit den späten Sechzigern als „Held des Freiheitskampfs“ gefeiert.


http://tt.com/tt/tirol/story.csp?cid=13938895&sid=56&fid=21

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Siegfried Lenz stellt Novelle «Landesbühne» vor

Hamburg – Schriftsteller Siegfried Lenz (83, «Schweigeminute») glaubt, dass Literatur «unterwandernde Wirkung» hat.
«Sie ist eine Einladung an den Leser, seine eigene Situation und Umwelt zu vergleichen. Entweder, er fühlt sich bestätigt – oder er weist für sich selbst dann etwas zurück», sagte der Autor bei der Vorstellung seines neuen Buchs «Landesbühne» am Mittwochabend in Hamburg. Beim «Harbour Front» -Literaturfestival sprach Lenz vor rund 800 Besuchern im Cruise Terminal im Hafen der Hansestadt mit seinem Verleger Günter Berg (Hoffmann und Campe).

In der Schelmen-Novelle, die am 23. September auf den Markt kommt, thematisiert Lenz wie in früheren Werken auch Literatur und Theater.

http://www.mopo.de/2009/20090917/deutschland-welt/kultur/siegfried_lenz_stellt_novelle_landesbuehne_vor.html

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FSK-Radio zum Thema | 23.07.2010

„Diktatur und Krieg haben den künstlerischen Aktivismus in Mitteleuropa, wie er mit dem Dadaismus begann, vernichtet.

Durch den Strom des Exils verschob er sich auf den amerikanischen Kontinent.
Dieser Band beleuchtet den Avantgardismus im frühen 20. Jahrhundert anhand der Fotografie, des Tanzes, surrealistischer Gruppierungen etc., um sich dann dessen Weiterentwicklungen bis in die jüngste Vergangenheit zuzuwenden.
Die Beiträger/-innen, darunter Theoretiker und Künstlerinnen aus New York, lassen die kulturellen Differenzen zwischen Europa und den USA verstehbar werden und zeigen, dass Avantgarde und politischer Aktivismus aufs Engste zusammengehören.

Lutz Hieber ist Professor für Kultursoziologie an der Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kultursoziologie, Soziale Bewegungen, Soziologische Theorie und Queer Theory.“

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1. Teil des Interviews (Hauptteil) Download Anhören
Länge 46:57 Minuten
Name/Größe 20100723-quotavantg-35201.mp3 / 44024 kB
Dateiformat MPEG-1 Layer 3, 128 kbit/s, Stereo, (44100 kHz)
Datum 23.07.2010/17:07

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| medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | metasynapse.de | meta-info.de | „Droemsby“: Words = Card-Backsite + Collage 2001, »DADAS-Touristik-Collage« (oben): Gunnar F. Gerlach, Bildbearbeitung: Jörg Stange

Written by medienwatch & metainfo

Juni 27, 2009 at 14:41

Netzwerkrecherche: Sind Zeitungen systemrelevant ?

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Foto + Bildbearbeitung: Jörg Stange

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Sind Zeitungen systemrelevant?

[netzwerkrecherche] Mehr als achthundert Journalistinnen und Journalisten waren beim Jahrestreffen des netzwerks dabei, mehr als in frueheren Jahren. Der Erfolg dieser Konferenz ‚von Journalisten fuer Journalisten‘ kam durch die gehaltvollen Beitraege der Referenten und den Diskussionen mit den Teilnehmern zu stande. Er basierte nicht zuletzt aber auf dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer im Hintergrund – bei der Organisation vor dem Jahrestreffen, waehrend der Konferenz und auch jetzt noch danach. Diesen vielen engagierten Zupackenden moechten wir besonders danken, denn ohne ihre Arbeit waere das Jahrestreffen nicht moeglich gewesen:

http://www.netzwerkrecherche.de/

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Die Eroeffnungsrede zum nr-Jahrestreffen 2009 von Heribert Prantl

http://www.netzwerkrecherche.de/docs/nr-JT2009-Heribert-Prantl-Eroeffnungsrede.pdf
[PDF-Datei, 11 S., 49 KB]

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Meta-Memo

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„Eine Zeitung muss frei von politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten sein.“ Karl Gerold

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weiterführende Links:

+++ Beispiel Bertelsmann als Europas größter Medienkonzern + Bertelsmannstiftung liefert interessengesteuerte wissenschaftliche Vorlagen zur Privatisierung, Mitgestaltung des Lissabon-Vertrags, Eu-Verfassung, EU-Rüstungsagentur, Harz IV, Einführung der Studiengebühren und für weltweite Militäreinsätze der EU etc.pp(p) +++ Der weltweit operierende Bertelsmann Medienkonzern steht im Medien-Ranking auch international auf den vorderen Plätzen +++

https://medienwatch.wordpress.com/2009/05/24/bertelsmannstiftung-liefert-die-vorlagen-fur-weltweite-militareinsatze-der-eu/

Prof. Rudolph Bauer: Bürgergesellschaft als Bertelsmann-Projekt

https://medienwatch.wordpress.com/burgergesellschaft-als-bertelsmann-projekt/

https://medienwatch.wordpress.com/ist-die-bertelsmann-stiftung-gemeinnutzig-bertelsmann-steht-fur-privatisierung-etc/

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Deutsche Medienkonzerne Abgehängt vom US-Konkurrenten
Im internationalen Vergleich fallen deutsche Medienkonzerne immer weiter zurück, nur Bertelsmann kann noch mit den großen Playern mithalten. Die Hauptrolle in der weltweiten Medienlandschaft spielt nicht mehr Walt Disney, sondern ein anderer US-Konzern 11.07.2011
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-medienkonzerne-abgehaengt-vom-

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PR: Bertelsmann trommelt für Kitagebühren
Die vom Senat eingeführte Kostenbefreiung in den letzten Kita-Jahren vor der Schule zeigt offenbar wenig Wirkung. Der Ländervergleich der Bertelsmann-Stiftung bescheinigt Berlin bei der ganztägigen Betreuung in der Kita einen unteren Platz im Spitzenfeld.
http://www.morgenpost.de/berlin/article1693715/Kostenlose-Plaetze-machen-Kitas-nicht-attraktiv.html

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Zur Frage der Systemrelevanz:

Untersuchung der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme der Bertelsmann Stiftung auf die Reformen im öffentlichen Bereich

Universität Bremen, Fachbereich 11, Studiengang Sozialpädagogik Susanne Schiller (Diplomarbeit)

Auszug:

2.3 Global Player

In diesem Abschnitt werde ich auf die Geschäftsfelder des Bertelsmann Konzerns eingehen. Das erscheint mir wichtig, um einen Einblick zu bekommen auf welchen Märkten der Konzern tätig ist, um die Arbeit der Stiftung auch vor diesem Hintergrund beurteilen zu können. Dabei beziehe ich mich vor allem auf die Selbstdarstellung der Bertelsmann AG auf ihrer Homepage im Internet. Ab 1964 strebte Reinhard Mohn erneut eine ,Ausweitung des Marktes‘ an. Durch die Übernahme von nicht mehr lebensfähigen Firmen und einer Koordination mit Unternehmen gleicher Interessenlage verdrängte er andere WettbewerberInnen und verringerte den Konkurrenzdruck.

Im Vergleich zu anderen deutschen Medienunternehmen expandierte Bertelsmann früh ins Ausland: 1962 wurde beispielsweise der erste Buchclub in Spanien gegründet, auf den weitere in anderen europäischen Ländern sowie in Mexiko und Kolumbien folgten.

1986/1987 kaufte Bertelsmann zunächst die US-amerikanische Verlagsgruppe Doubleday und kurz darauf den Musikproduzenten RCA. Page 26 1994 folgte die komplette Zeitschriftengruppe der New York Times, bis das Unternehmen im Sommer 2005 den Rückzug aus dem US-Zeitschriftenmarkt beschloss.

Die Buchverlagsgruppe Random House* (New York) hat Bertelsmann 1998 vollständig erworben. ( *siehe unten Anm. d. Red.)

71 Vgl. Böckelmann/Fischler 2004: S. 204.
72 Vgl. Bertelsmann AG 2007: o. S..
73 Vgl. Böckelmann/Fischler 2004: S. 205.
74 Vgl. ebd.: S. 151f.

Auf dem europäischen Medienmarkt ist die Bertelsmann AG laut Selbstdarstellung zum größten Medienkonzern geworden. Und mit einem Umsatz von 19,3 Milliarden Euro und 97.132 Beschäftigten in mehr als 63 Ländern, ist sie das fünft größte Medienunternehmen weltweit (Stand: 30.12.2006). Der Konzern ist aufgeteilt in sechs einzelne Geschäftsfelder:
RTL Group, Random House, Gruner + Jahr, BMG, arvato und DirectGroup.

Die RTL Group (Luxemburg) wird zu 89,8 Prozent von Bertelsmann kontrolliert. Sie ist der europäische Marktführer im werbefinanzierten Fernsehen und Hörfunk und in der Fernsehproduktion. Dazu gehören ganz oder teilweise 23 Fernseh- und Radiosender in acht Ländern sowie große Content-Unternehmen wie FremantleMedia, TeamWorX, UFA Film & TV Produktion, Trebitsch und SPORTFIVE. Die bekanntesten Sender sind RTL, Super RTL, Vox, n-tv und RTL II in Deutschland, M6 in Frankreich, Five in Großbritannien, Yorin in den Niederlanden, Antena 3 in Spanien, RTL TVI in Belgien und Luxemburg und RTL Klub in Ungarn.

Mehr als 100 Verlage in 16 Ländern sind unter dem Dach von Random House vereinigt.
Sie ist mit durchschnittlich 9000 Neuerscheinungen im Jahr die weltweit größte und die zweitgrößte deutschsprachige Verlagsgruppe. Zu ihr gehören, neben den unter dem Namen Bertelsmann erscheinenden Verlagen, etwa die Deutsche Verlags-Anstalt, der Heyne Verlag, Kösel, der Luchterhand Literaturverlag, Goldmann, Siedler und viele andere mehr, dazu auch die Buchhandelskette Ludwig.

Das internationale Verlagshaus Gruner + Jahr wurde in den Siebzigern zu 74, 9 Prozent von der Bertelsmann AG übernommen. Die übrigen 25,1 Prozent befinden sich im Besitz der Verlegerfamilie Jahr. Mit über 285 Titeln in 20 Ländern einschließlich zugehöriger Online-Angebote, mit Druckereien in Deutschland und den USA ist Gruner + Jahr Europas größter und der weltweit zweitgrößte Zeitschriftenverlag der unter anderem die folgenden Magazine publiziert: Brigitte, Capital, GEO, stern, das manager-magazin, TV Today, 75 Vgl. ebd.: S. 266ff.; Vgl. Leidinger/Schöller 2007: S. 88f. 76 Vgl. Bertelsmann AG 2007a: o. S..; Vgl. Bertelsmann AG 2007b: o. S.. 77 Vgl. Bertelsmann AG 2007c: o. S.; Auch die öffentlich-rechtlichen Sender sind mit Bertelsmann verbandelt. So sitzt z.B. der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Klaus-Peter Siegloch im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung. So auch der frühere ZDF Intendant Dieter Stolte, der z.B. 1999 eine kritische Reportage über die Rolle Bertelsmanns im Dritten Reich verhinderte. Der Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Frey, ist ,Fellow‘ des von Bertelsmann getragenen Centrums für angewandte Politikforschung (CAP). (Vgl. Lieb 2007: o. S.). 78 Vgl. Bertelsmann AG 2007d: o. S.. 25

Page 27
Eltern, art, Schöner Wohnen, Essen und Trinken, Gala, P.M. und National Geographic in Deutschland. Außerdem ist Gruner + Jahr zu 50 Prozent an der Financial Times Deutschland und mit einer Sperrminorität von 25,25% am Spiegelverlag beteiligt. Mit einem zusammen mit der Axel Springer AG betriebenen Tiefdruckunternehmen gehört Bertelsmann zu den europäischen Marktführern im Zeitschriftendruck.

Die Arvato AG (Gütersloh) befindet sich vollständig im Besitz des Konzerns und bietet in 27 Ländern auf vier Kontinenten Dienstleistungen unterschiedlichster Art an:

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[PDF]

Untersuchung der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme

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*In der auflagenstarken kulturpolitischen Zeitschrift von ver.di Kunst + Kultur

(Nr. 3 – 1. März 2006) erschien ein Artikel von uns mit dem folgenden Titel:

„Jesus inmitten der Endzeitraserei – Bertelsmann, der neue Kulturkampf-Heros des christlichen Fundamentalismus?“

Der Originaltitel der etwas längeren Fassung lautet:

Bertelsmann:

Neuer Herold des Endzeit-Wahns

Der Mega-Konzern setzt immer mehr auf Publikationen der Christlichen Rechten

von Victor und Victoria Trimondi

Zum ersten Januar 2006 übernahm die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann-Konzern), vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes, den christlich orientierten Verlag Gerth Medien (Asslar bei Wetzlar). Damit endet erst einmal eine Geschichte der Superlative, die in der Öffentlichkeit kaum registriert wurde. Alles begann als Random House im Jahre 2002 mit dem amerikanischen Baptistenpfarrer und Televangelisten Tim LaHaye einen, wie es heißt, 42 Millionen Dollar Deal für eine noch nicht geschriebene Fiction-Buchreihe mit dem Titel Babylon Rising („Babylon steht auf“) unterzeichnete. Mit diesem stolzen Preis wurde, wie die FAZ konstatierte, LaHaye zum „teuersten Autor der Welt“. Wer ist dieser Superstar am Bestseller-Himmel, von dem bisher in Europa nur wenige etwas gehört haben? Für seine Anhänger wie für seine Gegner gilt LaHaye als der „mächtigste [christliche] Fundamentalist im heutigen Amerika“. Säkular eingestellte Kulturkritiker bezeichneten ihn sogar als den „gefährlichsten lebenden Menschen“, weil er viele Millionen von Amerikanern dazu getrieben habe, sich christlich-fundamentalistischen Ideen anzuschließen, einem militanten Messianismus zu folgen und einem apokalyptischen Endzeit-Wahn zu verfallen (…)
http://www.iivs.de/schwinde/vereine/trimondi/H.Krieg/Bertelsmann.htm

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2002

Hannes Hintermeier stellt uns Tim LaHaye, den Autor christlich-fundamentalistischer Besteller, die in den USA rasende Erfolge feiern – um die Startauflage seines letzten Romans ‚Desecration‘ auszuliefern, brauchte sein Verlag 126 Lastwagen. „Die römisch-katholische Kirche und der Papst sind ihm genauso verhasst wie außerehelicher Sex, Homosexuelle, Abtreibung, die Vereinten Nationen, Israel und so weiter.“ Und „der zum Bertelsmann-Konzern gehörende Verlag Bantam Dell soll LaHaye für vier Romane den sagenhaften Vorschuss von umgerechnet 51 Millionen Euro gezahlt haben; damit ist LaHaye der teuerste Autor der Welt.“ (…) Dieser FAZ Beitrag Ist merkwürdiger Weise nicht mehr im FAZ Archiv zu finden?!

http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2002-03-27.html

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Anm.

Transformierter Clash des Untergangs: In einem Beitrag des öffentlich rechtlichen TV (ARD), während des Wahlkampfes in den USA, konnten die Zuschauer einen Eindruck von den „durchgeknallten“ Äußerungen LaHayes bekommen. Dort ärgerte sich LaHaye über Bush und hoffte auf Guiliani als neuen US-Präsidenten – er sagte: „Bush sei zu schwach gewesen um die Apokalypse einzuleiten. Gott hätte den Menschen die Atombombe geschenkt um das Armageddon in die Tat umzusetzen! Das stünde schon in der Bibel: „Die Augenhöhlen würden schwarz werden und das faule Fleisch wird vom Knochen fallen“… Außerdem rechtfertigte er den Holocaust als gottgewollt, damit die Juden zurück nach Israel gehen. So stünde es auch schon in der Bibel… (Erinnerung an die Rede LaHayes: freie Wiedergabe)

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Der Spiegel dient mit einem (pseudo- (?) kritischen Beitrag, (LInk unten) in ambivalenter Form der Verbreitung? Das christlich-religiöse reduziert auf die Commerzialisierung als Betrachtung reicht nicht. Die eigentlich notwendige Analyse des „christlichen Erbe“ wird auf Kommerz herunter gebrochen: Das ist Mainstream, damit können doch heute die meisten leben. Die Instrumentalisierung des Christentums und der Missbrauch von Jesus z.B. für den Irak-Krieg etc. wird in diesem Kontext ausgeklammert. Was Bush den Evangelikalen ursprünglich versprochen hatte, fehlt ebenfalls. „Clash of Civilisation“ von Samuel Huntington (Huntington bereut das dieses Buch erschienen ist und wies postum darauf hin, dass wesentliche Textstellen nicht von ihm selbst stammen würden)  – ein Auftragsbuch des Pentagon. Genau so vehement wie diese unsäglichen Behauptungen und indoktrinierten Erwartungshaltungen und
Prognostizierungen dieses Buches, als Codierung bis heute in den Köpfen verankert sind, hätte dem in der Qualität – einer eigentlich dem journalistischem Ethos verpflichteten Klientel – unzweideutig widersprochen werden müssen. Die Mainstream-Medien sind im Wesentlichen instrumentalisiert und in systemisch neoliberalen Interessenlagen embedded.

Und wo denn Bertelsmann, in diesem Zusammenhang als medial-dominant-militaristische Parallel-Geschichte, sozusagen im reaktionären Dauerauftrag herkommt? Erst mit religiösen Schriften im 19. Jh dann mit den Krieg begleitenden Heften und Büchern, bereits zum Ersten Weltkrieg dem Zweiten Weltkrieg in Folge = Buchtitel: „Wir funken für Franco“ etc. wurde der Bertelsmann-Verlag zu „Hitlers besten Lieferanten“ so die FAZ. Gegenwärtig erweist sich der Bertelsmann-Konzern unter „demokratischen Tarnfarben“ als Vorreiter für die künftige „Handlungshoheit der Bundesregierung“ – definitiv auch innerhalb Europas und für weltweite Militäreinsätze der EU als Eingreiftruppe, zur Sicherung deutscher Interessen. Bertelsmann wieder ganz vorn, nicht nur dabei, sondern Aufbereiter in „restaurativen Kriegskochkünsten“ oder modern im Neusprech: Militärisch weltweit intervenierend, der EU-Militarisierung zur „Ressourcensicherung“ und in vermeintlicher nationaler Interessen und Sicherheitsfragen und Lagen. Werden die TV-Sendekontaminierungen oder als Print in Buchform, Magazinen und Zeitungen als Indoktrinations-Trichter genutzt um die Stimmung adäquat und operativ aufzubereiten. Mit der Dienstleistungstochter ARVATO versucht der Konzern nun auch milliardenschwere Anteile der Bundeswehrlogistik zu „evaluieren“ und sich damit „perspektivisch operativ“ unter den Nagel zu reißen. Das die „wissenschaftlichen Vorlagen“ zum industriell-militärischen Komplex und Vorgehen, als Vorlagen von Bertelsmann stammen, und über Aufsichtsratmitglieder in der EU eingebracht und umgesetzt werden. Kein Wort keine Spur davon in den Spiegel-Archiven. Da steht der Spiegel nicht allein am kontinuierlichen „Unterlassungs-Pranger“ augenfälliger Ergebnisse von behaupteter Recherche. Der Spiegel wird domestiziert, durch Bertelsmannanteile von 25 Prozent und die Autoren halten die Klappe? – die Richtung ist vorgegeben. Ins Gegenteil verkehrt: der Spiegel ist zum scheinkritisch-subversiven Sprachrohr für die Militarisierung der deutschen Außenpolitik und zum stromlinienförmigen Schlachtschiff militaristischer und neoliberaler Interessenlagen mutiert: Ausnahmen in der Berichterstattung des Spiegel stützen die Regel. Jörg Stange

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(.-..) Prothero weist darauf hin, dass christliche Produkte keineswegs nur von einer Minderheit erzkonservativer Bible-Belt-Zeloten gekauft werden. „Das ist ein Thema für alle Schichten. Auch Demokraten lieben Jesus.“ Die LaHaye Serie bestätigt Protheros These: Laut Daten des Marktforschers Ipsos-NPD werden die Bücher von allen Altersschichten, Konfessionen und Ethnien gelesen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,296049,00.html

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Kaum zu glauben

Die Bundesregierung und Bertelsmann: „Regierungen von Bertelsmann Gnaden“? Sieht/hört man sich die Videos an, zum Beispiel mit Herrn Weidenfeld und dem Verteidigungsminster Jung, „B-Kanzlerin“ Merkel etc. ist dieser Frage wirklich ernsthaft nachzugehen: Was auf dem „Internationalen Bertelsmann Forum“ an Bertelsmann-Vorlagen behandelt -oder besser durch Bertelsmann verlesen und dann später zur Umsetzung gelangt passt auf keine normale Kuhhaut: Alles in Echtzeit, keine Satire: (auf der B-Seite nach unten scrollen) Sämtliche Bertelsmann-Filmdokumentationen sind mittlerweile offline gestellt..

23.09.2006 Franz Josef Jung und Werner Weidenfeld diskutieren
Werner Weidenfeld, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, moderierte die Abschlussdiskussion „Herausforderungen der Sicherheit: Was bedroht die Welt?“ mit Verteidigungsminister Franz Josef Jung.

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-0A000F0A-BAD4610E/bst/hs.xsl/33710.htm

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Wieviel Bertelsmann steckt in dem Magazin?

(…) Der Vorwurf könnte zusätzliche Brisanz bekommen, da die Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr (G+J) derzeit ihren Anteil am Spiegel-Verlag von 25 auf 25,5 Prozent aufstocken will. Der Streit führt mitten hinein in das nicht gerade einfache deutsche Medienrecht:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/492/348328/text/



Hier darf natürlich der BILD-Blog nicht fehlen:

http://www.bildblog.de/ressort/bildblogger-fuer-einen-tag/

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Damit der Krieg weitergeht

Peter Schreyer

“Die realen Kriegsgründe und einige unangenehme Wahrheiten hat nun Hörstel im Detail recherchiert. Er faßt zusammen: »Zur Legitimierung ihrer militärisch durchgesetzten strategischen Hegemonialinteressen in Asien lassen die USA heimlich über pakistanische Geheimdienste ihre Gegner hochpäppeln, die sie gleichzeitig durch gewaltsame Eingriffe zu steuern versuchen” :

https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/22/damit-der-krieg-weitergeht/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Fotografie + Bildbearbeitung: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK [Aktive Archive°]

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Written by medienwatch & metainfo

Juni 26, 2009 at 07:36

Habes Happy Hanau May-Day Halle-Luh-Ja

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habe-nichts.

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Happy Hanau May-Day, Halle-Luh-Ja, Leipzig Hellau, Frankfurt EZB oder Allaaaf

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Nehmet hin und esset, dies ist mein Laib, auch wenns statt Brot Obladen sind und ein Schluck Wein aus eurem Blut und Schweiß… Der AL-kohol-DI-scounter hat schon zu Kommet her-ALDI ihr mit Schulden beladen seid, HARTZ4-BIER ist schon aus, und Billigbrot und Kopfschmerzwein … nehmet hin und trinket… und esset ..
ich weiß: auf Papua NeuGuinea wärs eine Aufforderung zum Kannibalismus, im Iran wärs die Sharia und hier ist es die Leidkultur. Wir fordern die Arbeitgeber auf, euch nicht mehr unanständig auszubeuten, das geht vielleicht in Afrika doch nicht mit unsren Leuten, die sollen ab sofort sozialmarktwirtschaftlich und ethisch unbedenklich anständig ausgebeutet werden. Und dann herrscht Frieden hier auf Erden. Weg mit RaubtierKapitalismus und US-Heuschrecken, EU-DEU-HEUschrecken sind besser! Es lebe der neue, der aus der Asche der verbrannten Erde und der verbrannten Kinder steigt und uns den Weg zur Rettung aus der Krise zeigt: der pfötchengebende Haustierkapitalismus anständiger deutscher Kaufleute.  Hartmut Barth Engelhardt

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Ha(h)nau: Habes Wort zum kommenden Sonntag

Written by medienwatch & metainfo

Juni 26, 2009 at 07:00

Afghanistankrieg: Verteidigungsminister Jung „Stabilisierungseinsatz“ soll fortgesetzt werden

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natotasse-gfok-medienwatch-stange

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Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag

Kassel, 24. Juni 2009

Zur jüngsten Eskalation im Afghanistankrieg, dem gestern weitere drei Bundeswehrsoldaten zum Opfer gefallen sind, erklärten die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag in Kassel:

Die Durchhalteparolen von Verteidigungsminister Franz Josef Jung angesichts der neuerlichen Toten in Afghanistan sind ebenso scham- wie bedenkenlos. Wer im Angesicht des Todes von drei Bundeswehrsoldaten in einem sinnlosen Krieg davon redet, man sei es den Toten „schuldig“, dass der „Stabilisierungseinsatz“ in Afghanistan fortgesetzt werde, hat den Ernst der Lage nicht verstanden und nimmt gedankenlos weitere Todesopfer in Kauf. Das ist das Gegenteil von Fürsorge, wozu der oberste Dienstherr der Bundeswehr seinen Untergebenen gegenüber verpflichtet wäre. Die Soldaten sind auch nicht „im Einsatz für den Frieden gefallen“, wie es aus dem Ministerium tönt, sondern im Einsatz für die NATO. Die NATO hat auf ihrem Gipfel in Straßburg nicht den Frieden, sondern den Erfolg in Afghanistan zur „obersten Priorität des Bündnisses“ erklärt. Dafür werden zusätzliche Truppen stationiert, dafür werden nun auch AWACS-Flugzeuge eingesetzt (die den Krieg aus der Luft effektivieren sollen) und dafür soll auch die Bundeswehr einen immer größeren Beitrag leisten.

Mit jeder Truppenaufstockung hat sich im Land am Hindukusch aber nicht etwa die Sicherheitslage verbessert, sondern wurden die Gegenkräfte stärker. Die „Sicherheitsvorfälle“ – ein beschönigender Ausdruck für Anschläge und Gefechte – häufen sich. Ende Mai/Anfang Juni 2007 gab es pro Woche noch 130 solcher „Vorfälle“, ein Jahr später waren es 200 und in diesem Jahr stieg die Zahl auf 313 (Ende Mai) bzw. 400 (Anfang Juni).
Der Oberbefehlshabers der US-Truppen in der Region, General David Petraeus, gab unumwunden zu: „Ohne Frage, die Situation hat sich verschlechtert.“

Alle echten oder vorgeblichen politischen Ziele des Afghanistaneinsatzes (Terrorismus bekämpfen, Demokratie schaffen, Schulbildung für alle, freie Wahlen etc.) sind bisher verfehlt worden und werden auch künftig verfehlt. Die Expertise aller Afghanistan-Kenner lautet: Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen, die Besatzungskräfte werden über kurz oder lang das Land verlassen müssen – so wie es einst den Briten und vor 20 Jahren den Sowjets erging.

Kanada hat schon vor geraumer Zeit beschlossen, seine im Süden Afghanistans stationierten 2.500 Soldaten (immerhin das viertgrößte Kontingent in Afghanistan), abzuziehen. Der konservative Präsident Harper sagte im März 2009 gegenüber CNN: „Um ehrlich zu sein, wir werden den Aufstand niemals niederschlagen“. Kanada hat bisher 100 tote Soldaten zu beklagen. Müssen erst ebenso viele Bundeswehrsoldaten ihr Leben in Afghanistan lassen, bis es in den Parteiführungen von CDU/CSU, SPD und FDP dämmert, das man komplett auf dem Holzweg ist? Wir sagen: In einer solchen Situation ist es unverantwortlich, den Krieg fortzusetzen und das Leben zahlloser Afghanen („Kämpfer“ und
Zivilpersonen) und deutscher Soldaten aufs Spiel zu setzen.

Die Friedensbewegung appelliert aus diesen Gründen an den Bundestag, in der nächsten Woche auf keinen Fall für den von der Bundesregierung beantragten Einsatz von AWACS-Flugzeugen zu stimmen. Dieser Einsatz – wir haben das bereits anlässlich der Ersten Lesung in der vergangenen Woche ausführlich begründet – trägt zur weiteren Eskalation des Luftkrieges bei und wird noch mehr Gegenattacken auf dem Boden provozieren. Die Bundeswehr versinkt immer mehr im Sumpf eines „normalen“ schmutzigen Krieges. Statt dessen fordert der Bundesausschuss Friedensratschlag den Bundestag auf, darüber zu debattieren, wie die Soldaten auf dem schnellsten Weg aus Afghanistan abgezogen werden können.

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Für den Bundesausschuss Friedensratschlag:
Lühr Henken, Hamburg, Peter Strutynski, Uni-Kassel

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Hinweis: UN-Resolutionen und andere Dokumente sowie Analysen und Berichte über Afghanistan finden Sie u.a. auf der Website der AG Friedensforschung der Uni Kassel:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/Welcome.html

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„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden!“ Sören Aabye Kierkegaard

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Meta-Memo: „Stabilisierungseinsatz“

(…) Für uns heißt die Summe, dieses Europa kann nicht gesund werden, wenn die Bundesrepublik nicht wieder wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch, militärisch ein Stabilitätsfaktor erster Ordnung wird. Wenn das von der Bundesrepublik wieder ausgeht. Das kann aber nur ausgehen, da bin ich jetzt wirklich am Ende, wenn die Krise so stark wird, daß aus der Krise ein heilsamer Schock erwächst und damit die Bereitschaft, die Konsequenzen aus dieser Zeit auch tatsächlich auf sich zu nehmen.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/23/rede-von-franz-straus-tagung-der-csu-landesgruppe-in-sonthofen-1974/

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BUNDESWEHR IN AFGHANISTAN
„Für die Soldaten ist es Krieg“

Auch wenn die Bundesregierung es nicht so nennen will – für die Bundeswehr herrsche Krieg in Afghanistan, sagt der Wehrbeauftragte des Bundestages. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview kritisiert Reinhold Robbe „semantische Klimmzüge“ und fordert mehr moralischen Rückhalt für die Truppe:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,632315,00.html#ref=nldt

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Globales

Vorschläge der Bertelsmann-Stiftung für Berlin und EU

“Wer regiert die Welt?”

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Von Hans Georg | 24. Juni 2009

Die deutsche Bertelsmann-Stiftung sagt das baldige Ende der globalen US-Dominanz voraus und verlangt eine dramatische Aufrüstung der Europäischen Union. Wenn der Kontinent den “European Way of Life” beibehalten wolle, müsse sich “Europa” auf dem gesamten Planeten militärisch behaupten, verlautbart das Politik-Institut des international führenden Medienkonzerns. Für “Krisengebiete weltweit” habe “eine größere Zahl (…) von einsatzfähigen Kräften” bereitzustehen:

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=1692

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Foto: »Nato-Tasse 08« Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach Gfok Kunstarchiv

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Juni 24, 2009 at 22:56

IRAN Wahlen | Mohssen Massarrat: Offener Brief an Angela Merkel

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Mohssen Massarrat: Offener Brief an Angela Merkel

Zur Auseinandersetzung mit den Wahlergebnissen im Iran der nachfolgende Brief von Prof. Mohssen Massarrat an Bundeskanzlerin Merkel. Vorausgeschickt die vermutlichen Ergebnisse der Wahl und eine Begründung, die diese erhärtet.

– Mussawi: 19.075.623 (45,38 %)
– Karrubi: 13.378.109 (31,82 %)
– Ahmadinedschad: 5.698.417 (13,55 %)
– Rezai: 3.754.218 (8,92 %)
– Ungültige Stimmen: 137.816 (0,33 %)

– Abgegebene Stimmen: 42.044.178 (100 %)
– Stimmberechtigte: 49.322.412

Viele Indizien sprechen dafür, dass diese Details die tatsächliche Zählung wiedergegeben. Katayun Amirpour hat in der FR vom 15.06.09 dazu einige inhaltlich begründete Vermutungen formuliert.

Ich möchte folgenden formalen, aber sehr wichtigen Aspekt noch hinzufügen:

Diese Detailinfos haben bereits Mussawi auf seiner website und Mohssen Rezai, der andere Kandidat, ebenfalls auf seiner website http://www.tabnak.com veröffentlicht. Wären diese Angaben wahrheitswidrig, hätten sie dem Regime einen triftigen Vorwand für ihre Verhaftung und Verurteilung wegen aufrührerischer Falschmeldung geliefert. Dies gilt in noch stärkerem Masse für Mohssen Rezai, da er als Sekretär des Expertenrates (der Institution, die Khamenei formal abwählen könnte) sogar zum Landesverrat verurteilt, zumindest seines Amtes enthoben werden könnte. Nichts dergleichen geschah bisher, offensichtlich aus dem einfachen Grund: eine noch größere Schlappe des Regimes vor Gericht oder ein Schauprozess.

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Prof. Dr. M. Massarrat, Osnabrück

An die
Bundeskanzlerin
Frau Dr. Angela Merkel

23. Juni 2009

Offener Brief an die deutsche Bundeskanzlerin anlässlich ihrer Stellungnahmen zur aktuellen Entwicklung im Iran

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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

als ich mich – lassen Sie mich das vorwegschicken – anlässlich Ihrer Vorverurteilung von Hamas als Verursacher des Gaza-Krieges in einem Offenen Brief (vom 14.01.2009) an Sie kritisch zu Wort meldete, ahnte ich nicht einmal im Traum, mich einige Monate später auch anlässlich Ihrer Haltung zu Irans jüngster Entwicklung zu Wort melden zu müssen. Mit Ihrem Fehlurteil zum Gaza-Krieg haben Sie seinerzeit Israel zu seinen Kriegsverbrechen mit über tausend Toten und zur flächendeckenden Zerstörung des Gazastreifens – dies kann man leider nicht anders sagen – ermutigt.
Nun sind Sie dabei, der Reformbewegung im Iran Schaden zuzufügen.

Im Fall Iran kann und will ich erst recht nicht schweigen, da ich als Deutsch-Iraner großes Interesse daran habe, dass sich Deutschlands und Irans Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil und im Interesse des Weltfriedens zum Besseren wenden und dass beide Länder in ihrer jeweiligen Region eine Schlüsselrolle für eine friedliche Kooperation zwischen Europa und dem Mittleren und Nahen Osten übernehmen.

Sie haben mit Ihrer Stellungnahme am 21. Juni zu Iran, außer Ihrer die Menschenrechte betreffenden Forderungen an Irans Führung, die ich für selbstverständlich halte, auch eine Neuauszählung der Stimmen verlangt. Mit dieser letzteren Forderung haben Sie m. E. die Schwelle einer Neutralität, die in diesem speziellen Konflikt besonders geboten erscheint, eindeutig überschritten und sich unaufgefordert in einen noch schwelenden Konflikt eingemischt. Des weiteren scheinen Sie sich von nicht gerade kenntnisreichen Experten beraten zu lassen.
Die Führer der Reformbewegung verlangen schlicht Neuwahlen. Sie aber möchten, im Unterschied dazu, dass die abgegebenen Stimmen neu ausgezählt werden. Mir ist erstens schleierhaft, wie Sie zu dieser eigenwilligen Forderung gekommen sind. Offensichtlich scheinen Sie zum zweiten die Möglichkeit auszuschließen, dass die Stimmen in den Wahlkreisen weitgehend richtig gezählt und auch elektronisch korrekt erfasst wurden, aber dass das Wahlergebnis zentral im Innenministerium in unvorstellbarem Ausmaß erst gefälscht und dann als offizielles Ergebnis zu Gunsten des amtierenden Präsidenten verkündet wurden. Diese Variante, dass die Wahlfälschung nicht in den Wahlkreisen, sondern im Teheraner Innenministerium stattgefunden hat, ist nach Vorlage aller Indizien sogar die wahrscheinlichste. So gesehen tappen Sie mit Ihrer Forderung der Neuauszählung der Stimmen in die Falle des Regimes, das genau mit der Neuauszählung in bestimmten Wahlkreisen von dem großen Betrug ablenken will.

Ich bin, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, erstaunt darüber, dass Sie, die Sie ja stets in der Iran-Politik Washington bereitwillig, manchmal – so könnte man sagen – sogar fast „hörig“ gefolgt sind, ausgerechnet jetzt, wo aus Washington ein friedlicher Wind weht, sich über die Haltung eines klugen und behutsamen Barack Obamas hinwegsetzen. Trotz massiven Drucks der neokonservativen Hardliner, die keine andere Sprache als die Drohung und keine andere Politikhaltung gegenüber den Dritte-Welt-Staaten als die Einmischung kennen, ließ sich Obama bisher nicht zu einer Reaktion hinreißen, die von Irans Machthabern leicht instrumentalisiert werden könnte. Obama hat bisher keine Handlung der iranischen Führung, die direkten Bezug zum Konfliktgegenstand widerstreitender Parteien im Iran hat, verlangt.
Vielmehr hat er sich darauf beschränkt, vor Gewaltanwendung zu warnen. Er vergaß auch nicht, eindringlich drauf hinzuweisen, dass die demokratische Entwicklung eine Angelegenheit der Menschen im Iran selbst sei. Obamas Berater haben – das sei hier nur informationshalber erwähnt – die politischen Gründe für die Haltung des USPräsidenten für jeden, der sie verstehen wollte, unmissverständlich dargelegt. Der Präsident der USA möchte nichts unternehmen, – so oder ähnliches verlautete sinngemäß – was dazu führen könnte, die Reformbewegung als Handlanger der USA zu diskreditieren und aus einem realen internen Konflikt einen Iran-USA-Konflikt zu machen, der die bestehenden Verhältnisse nur zementierte.

Ist denn, Frau Bundeskanzlerin, dieses Einmaleins einer friedlichen und Konflikt entschärfenden Denkweise, die Obama an den Tag legt, so schwer zu verstehen, dass Sie, aber auch Ihre anderen EU-Kollegen, Nicolas Sarkosy und Gordon Brown, genau das Gegenteil davon zur Grundlage Ihrer Iran-Politik machen? Sehen Sie, Frau Bundeskanzlerin, nicht, dass der moderate Präsident des iranischen Parlaments, Ali Laridschani, nun in das Dilemma geraten ist, mit dem delegitimierten Staatspräsidenten Ahmadinedschad gegen die EU an einem Strang ziehen zu müssen? Sehen Sie, Frau Bundeskanzlerin, nicht, dass Ihre Haltung und die der anderen EU-Regierungen dabei ist, genau jene Entwicklung zu provozieren, die Obama verhindern will?

Mir fällt auf, Frau Bundeskanzlerin, dass auch im Atomkonflikt mit dem Iran die EU3, also Sie und die beiden genannten Kollegen aus Frankreich und Großbritannien, jahrelang uneinsichtig, unnachgiebig und einseitig zusammen mit den Neokonservativen jenseits des Atlantik mit verteilten Rollen konsequent eine Politik des „Zuckerbrot und Peitsche“ verfolgten, die den Westen zweimal an den Rand eines neuen Krieges im Mittleren Osten, diesmal gegen den Iran, geführt hätte.
Könnte gar die destruktive Haltung der EU3 im gegenwärtigen inneriranischen Konflikt etwas mit der Haltung der EU-Verbündeten im Nahen Osten, nämlich Israels Regierung, zu tun haben, die, unmittelbar nach Bekanntgabe der gefälschten Wahlergebnisse, Ahmadinedschad eine breite Unterstützung des iranischen Volkes bescheinigte, um weiterhin die wachsende iranische Gefahr zu apostrophieren? Ist Ihnen und Ihren Kollegen in der EU klar, dass eine friedliche Revolution im Iran in die gesamte Region ausstrahlen und die Voraussetzungen für einen Nahostfrieden verbessern könnte? Wissen Sie eigentlich, dass genau aus diesem Grund Israels politische Elite – mögen ihre politischen Repräsentanten nun Olmert, Livni, Barak oder Netanjahu heißen – ihre ideologische und expansionistische Politik fortsetzen kann, wenn Ahmadinedschad Staatspräsident bliebe und dass umgekehrt Israels gegenwärtige Politik im Innern in eine Legitimationskrise geriete, wenn die revolutionäre Demokratisierung der Islamischen Republik Erfolg hätte? Diese Zusammenhänge sind real vorhanden, jeder kenntnisreiche und scharfsinnige Experte kennt diese Zusammenhänge. Man muss sie nicht konstruieren.

Als Kenner der Region und enthusiastischer Befürworter der friedlichen Transformation des Mittleren und Nahen Ostens bitte ich Sie, Frau Bundeskanzlerin, daher dringend, die bisher gescheiterte Iran-Politik der EU einer ernsthaften Kritik zu unterziehen. Ich bitte Sie inständig, Frau Bundeskanzlerin, sich im gegenwärtigen inneriranischen Konflikt jedweder Äußerung, die als Einmischung verstanden werden muss, zu enthalten. Durch Ihre Ablehnung der demokratisch gewählten Hamas in Palästina und ihre unverhohlene Unterstützung Israels im Gazakrieg haben Sie Ihre Glaubwürdigkeit in der islamischen Welt längst verspielt. Jedwede Ihrer wenn auch gut gemeinten Parteinahmen im gegenwärtigen Konflikt wird der bewundernswerten Reformbewegung im Iran nur schaden.

Mit vorzüglicher Hochachtung

(Prof. Dr. Mohssen Massarrat)

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http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/?em_cnt=1796715
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http://www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=33046

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Positionspapier
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„Die Bewegung für Demokratie und Emanzipation im Iran mit voller Kraft unterstützen“

Mohsen Massarat (Attac Wissenschaftlicher Beirat)
Pedram Shahyar (Bundes-Koordinierungskreis Attac)

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IranRevolution-PDF

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Juni 24, 2009 at 07:28

SYSTEM

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systeme-einladung

………… Einladungskarte
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SYSTEM

kuratiert von Petra Reichensperger

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Ausstellung vom 22. Juni bis 13. September 2009

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mit Daniel Berwanger/Thomas Mahmoud, Hans Hemmert, Channa Horwitz, Christoph Keller, Wolf von Kries, Erich Pick, Gunter Reski, Christoph Rothmeier, Ralf Schreiber, Simon Starke, Nasan Tur, Malte Urbschat, Klaus Weber, Suse Weber, Andrea Winkler, Piotr Żyliński

Jede Theorie, jede Untersuchung, jedes Experiment beginnt mit der Wahl eines Systems. Von dieser Wahl hängt dann der Spielraum ab, in dem sich der Experimentierende bewegen kann, der Charakter der Fragen, die er stellen kann, und sehr oft auch die Art der Antworten, die er geben kann. Die spezifischen Fragen und Antworten geben wiederum Aufschluss über die Lücken in der Theorie und in der Praxis.

Der Künstler Hans Haacke, der selbst durch systemische Arbeiten wie den Kondensationskubus bekannt wurde, machte Mitte der 1960er Jahren – als eine große Euphorie in Bezug auf Systemtheorie, Kybernetik und Systeme jeglicher Art herrschte – den Versuch, einem Myna-Vogel den Satz beizubringen: „all systems go“. Allerdings war sein Sprachunterricht bei dem Vogel, der bekannt dafür ist, Laute zu imitieren, und den einige als Waldo aus Twin Peaks kennen, nicht von Erfolg gekrönt. Das Scheitern amüsierte Haacke und deutete es als ein Zeichen, dass eben doch nicht alle Systeme laufen.

Doch unabhängig davon, ob Methoden funktionieren oder nicht, Systeme sind Setzungen: sie bündeln Beobachtungen und Erfahrungen in einen Ordnungszusammenhang. „Systeme sind die Wand, gegen die wir spielen“ hat einmal der Soziologe Dirk Baecker formuliert. Doch sie sind zugleich mehr als das. Denn Wertesysteme, Ordnungssysteme, Gesellschaftssysteme, technologische Systeme oder auch ökonomische und politische Systeme beeinflussen den eigenen Lebensraum.

Viele davon sind nicht frei gewählt. Die Frage, die sich daraus ergibt, ist, wie man sich selbst innerhalb der jeweiligen Systeme positioniert. Wie kann man dem System als Teil eines Systems etwas entgegensetzen? Welche Rolle spielt dabei die Bildende Kunst? Inwieweit schaffen die Kunst und ihre Ausstellungsinstitutionen eigene Systeme?

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Militanz | Suse Weber

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http://www.arthurboskamp-stiftung.de/?cat=1

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Juni 23, 2009 at 20:48

Veröffentlicht in SYSTEM

„Die Poetisierung des Alltäglichen, die Ästhetisierung der Politik und die Kommodifizierung der Kunst“

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Donnerstag, 25. Juni 2009, 19.00 Uhr


Ort: Halle fuer Kunst Lueneburg, Reichenbachstraße 2, 21335 Lueneburg

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Vortrag des Hamburger Sozialphilosophen Roger Behrens

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„Die Poetisierung des Alltäglichen, die Ästhetisierung der Politik und die Kommodifizierung der Kunst“

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Die Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts ist, mehr als in anderen Epochen, zwischen Aesthetisierung, Politisierung und Kommodifizierung eingespannt. Der Vortrag von Roger Behrens in Halle fuer Kunst Lueneburg eV beleuchtet anhand von ausgesuchten Beispielen, Bildern und Filmen die Folgen fuer die Kunst, die daraus resultieren. Wesentlich geht es dabei um die Frage, ob Kunst in diesem Dreieck ueberhaupt noch ein fortsetzbares Konzept ist. Zudem wird sich der Vortrag einer Begriffsklaerung naehern: Was bedeutet „Aesthetisierung“, was ist das „Politische“ in der Kunst und wie wird sie zur „Ware“?

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Die Veranstaltung findet statt im Rahmen von:

Space Revised #3
„What if This Was a Piece of Art?“
Guillaume Bijl (BE), Wolfgang Breuer (D), Yan Duyvendak (NL), FLOSS/VHDG (NL), Graham Hudson (GB), Christian Jankowski (D), Benoît Maire (F) und Falke Pisano (NL)
Ausstellungslaufzeit: 16. Mai – 12. Juli
Ort: Halle fuer Kunst Lueneburg eV, Reichenbachstr. 2, 21335 Lueneburg

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Eine Kooperation mit der GAK Gesellschaft fuer aktuelle Kunst Bremen, dem Kuenstlerhaus Bremen und dem Kunstverein Harburger Bahnhof

Im Raum situiert sich die Kunst. Ohne ihn ist Kunst nicht denkbar. Ob zwei- oder dreidimensional angelegt – Kunst nimmt Raum ein, schafft und definiert Raum. Gleichzeitig wird sie durch den Raum bestimmt, sei er als Umfeld, Kontext oder Verortung formuliert. Um der vielfaeltigen Verfasstheit des Raumes in der zeitgenoessischen Kunstproduktion gerecht zu werden, praesentiert das Ausstellungsprojekt Space Revised in vier Institutionen exemplarische Beispiele. Raumaneignung, Raumverlust, Raumverschiebung und sozialer Raum sind die vier Blickwinkel, aus denen heraus die Kooperation von GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen, Kuenstlerhaus Bremen, Halle fuer Kunst Lueneburg und Kunstverein Harburger Bahnhof einen aktuellen Zwischenstand in der juengsten kuenstlerischen Auseinandersetzung nachzeichnet. Gleichzeitig nimmt Space Revised das Thema auch konzeptuell auf, da die Verteilung auf vier Ausstellungshaeuser in Norddeutschland die Moeglichkeit zur Auseinandersetzung mit vielfaeltigen Raumauffassungen bietet, waehrend Raum reisend durchquert wird.

In Space Revised # 3. What if This Was a Piece of Art?, dem Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt in der Halle fuer Kunst Lueneburg wird Raum als Deutungsraum begriffen, als Raum, in dem sich die Qualitaeten der Kunst durch eine „Atmosphaere der Theorie“ entfalten koennen. Es wird der Versuch unternommen, den zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Marcel Duchamp eingeleiteten Prozess umzukehren: Es soll nicht untersucht werden, was geschieht, wenn ein Objekt aus dem Alltag die Schwellen der Institution ueberschreitet und sich in einem auratisierenden Akt in ein Objekt der Kunst verwandelt. Vielmehr wird gefragt, wie jene Sinn produzierende Kraft ins außen gestuelpt werden kann und sich der an Kunstwerken erprobte, Gedanken generierende Blick in den gegenwaertigen Alltag ausdehnt. Auf diese Weise eroeffnet sich ein poetisierter Raum sprechender Verhaeltnisse, in dem die Unterscheidung zwischen Alltagsobjekten und Kunstwerken durchlaessig wird. What if This Was a Piece of Art? in Halle fuer Kunst Lueneburg moechte diesen Prozess sichtbar machen und einen voruebergehenden Ausnahmezustand erzeugen, in dem die Grenzen beider Sphaeren nicht mehr eindeutig trennbar und, einer Logik der Gleichheit folgend, aesthetische Kriterien nicht mehr greifbar sind.

Fuer das Projekt wurden internationale KuenstlerInnen und Theoretiker eingeladen, die in ihrer Arbeit die Grenzen zwischen dem Raum der Kunst und dem des Alltags auf unterschiedlichen Ebenen produktiv durchkreuzen und auf unterschiedlichen Abstraktions- und Reflektionsebenen anschlussfaehig an Fragestellungen u. a. um die Kommodifizierung der Kunst und die ideologische Aufladung des scheinbar Alltaeglichen sind. Neben der Gruppenausstellung mit Guillaume Bijl (BE), Wolfgang Breuer (D), Yan Duyvendak (NL), Graham Hudson (GB), Christian Jankowski (D), Benoît Maire (F) und Falke Pisano (NL) wurde eine Vortragsreihe mit dem Hamburger Sozialphilosophen Roger Behrens, dem Kuenstler, Schriftsteller, Musiker und Dozenten Thomas Kapielski sowie dem Philosophen Robert Pfaller konzipiert, die im Projekt angestoßene Fragestellungen an drei Abenden aufgreift. Darueber hinaus wird die niederlaendische Gruppe VHDG (Stichting Voorheen De Gemeente) einen moderierten FLOSS-Abend zum Thema im Theater Lueneburg veranstalten und Yan Duyvendak (NL) die mit seinem Ausstellungsbeitrag korrespondierende Performance „Side Effects“ auffuehren. Das SCALA Programmkino zeigt den Film „Wie man ruhig wird“ von Hans-Christian Lotz und Loretta Fahrenholz, der des Bild einer jungen Kuenstlergeneration zeichnet, deren politisches und soziales Interesse in Konflikt mit ihrer Selbstreflexion innerhalb des Kunstkontextes steht.

Eine umfangreiche Katalogpublikation fasst im Anschluss die Praesentationen aller beteiligten Haeuser zusammen.

Veranstaltungen

Donnerstag, 2. Juli 2009, 19 h: „Side Effects“, Performance von Yan Duyvendak, konzipiert von Nicole Borgeat und Yan Duyvendak
Ort: Glockenhaus Lueneburg, Glockenstraße 9, 21335 Lueneburg

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#1 Friendly Takeovers. Strategien der Raumaneignung, 17. Mai – 9. August
GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen
Cezary Bodzianowski, Bob Braine & Leslie C. Reed, Trisha Brown, Christian Haake, Guillaume Leblon, Daniel Maier-Reimer, Katrin Mayer, Rosalind Nashashibi, Peles Empire

#2 Verbleib unbekannt, 17. Mai – 16. August
Kuenstlerhaus Bremen
Bob Braine & Leslie C. Reed, Elín Hansdóttir, Erik Olofsen, Guido van der Werve, John Wood & Paul Harrison

#4 Manufactured Communities. Raum und Gemeinschaft, 16. Mai – 12. Juli
Kunstverein Harburger Bahnhof
»Reihe:Ordnung sagt – Zukunft« mit Kai Schiemenz
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Dank an
Bundeskulturstiftung, Land Niedersachen, Senator fuer Kultur Bremen, Bremen Marketing GmbH, Generalkonsulat der Niederlande in Hamburg, Lueneburgischer Landschaftsverband, Stiftung der Sparkasse zur Foerderung der Kunst, Stadt Lueneburg, Theater Lueneburg, SCALA Programmkino

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HALLE FUER KUNST Lueneburg eV
Postfach 2128
D-21311 Lüneburg
Fon: +49 4131 402001
Fax: +49 4131 721344
info@halle-fuer-kunst.de
www.halle-fuer-kunst.de

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(English Version)

Halle fuer Kunst cordially invites you to:

„Die Poetisierung des Alltaeglichen, die Aesthetisierung der Politik und die Kommodifizierung der Kunst“

Lecture by the Hamburg-based social philosopher Roger Behrens

Thursday, June 25, 2009, 7 p.m.
Location: Halle fuer Kunst Lueneburg, Reichenbachstraße 2, 21335 Lueneburg

More than during other eras, we find the art of the 20th century placed between influences of aestheticisation, politicization and commodification. The lecture by Roger Behrens at Halle fuer Kunst Lueneburg eV explores the resulting consequences for the art by means of selected examples, pictures and films. The lecture internally discusses the question whether art, despite this triangle of influences, still is a perpetuable concept. Additionally, it will approach a disambiguation by posing the questions of what „aestheticisation“ means, what the „political“ in art is and how it is „commodified“.

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The event takes place in the framework of:

Space Revised #3
„What if This Was a Piece of Art?“

Guillaume Bijl (BE), Wolfgang Breuer (D), Yan Duyvendak (NL), FLOSS/VHDG (NL), Graham Hudson (GB), Christian Jankowski (D), Benoît Maire (F) und Falke Pisano (NL)
16th May – 12th July
Location: Halle fuer Kunst Lueneburg eV, Reichenbachstr. 2, 21335 Lueneburg

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A cooperation project by GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen, Kuenstlerhaus Bremen, Halle fuer Kunst Lueneburg and Kunstverein Harburger Bahnhof

Art is located in space. Without it art is unthinkable. Whether installed as two or three dimensional – art takes up space, creates and defines space. At the same time it is determined through space, whether formulated as environment, context or contextualisation. In order to do justice to the multifaceted state of space in contemporary art production the exhibition project Space Revised is presenting exemplary instances in institutions. Appropriation of space, loss of space, space displacement and social space make up the four perspectives out of which the cooperation of GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen, Kuenstlerhaus Bremen, Halle fuer Kunst Lueneburg and Kunstverein Harburger Bahnhof trace the current intermediate condition of the most recent artistic expositions. Simultaneously Space Revised also takes the subject up at a conceptual level, as its distribution over four exhibition spaces in North Germany offers the possibility of debate with various conceptions of space while travelling across space.

In Space Revised # 3. What if This Was a Piece of Art?, the exhibition and event project at Halle fuer Kunst, space is understood as a space of interpretation, a space in which qualities of art can unfold through an “atmosphere of theory”. The attempt is made to reverse the processes initiated by Marcel Duchamp at the beginning of the 20th century: The subject to be examined is not what occurs when an everyday object crosses the threshold of an institution and is transformed in an aura-generating act to a piece of art. Instead, the question is how this meaning-producing force can be conveyed to the outside, and how the thought-generating gaze, well-tried in face of artworks, expands into present everyday life. In this manner, a poeticized space of speaking relations opens up, in which the differentiation between everyday objects and artworks becomes permeable. What if This Was a Piece of Art? at Halle fuer Kunst Lueneburg intends to visualize this process and create a temporary, exceptional state in which the both spheres can no longer be unambiguously separated and, following a logic of equality, aesthetic criteria are no longer tangible.

International artists and theorists have been invited for the project, who in their work cross the borders between the space of art and the everyday in a productive manner, and who on different levels of abstraction and reflection address issues related, among other things, to the commodification of art and the ideological charging of the seemingly everyday. In addition to the group show with Guillaume Bijl (BE), Wolfgang Breuer (D), Yan Duyvendak (NL), Graham Hudson (GB), Christian Jankowski (D), Benoît Maire (F) and Falke Pisano (NL), a lecture series has been conceived with the Hamburg-based social philosopher Roger Behrens, the artist, writer, musician, and university lecturer Thomas Kapielski, as well as the philosopher Robert Pfaller, who on three evenings will take up the questions raised by the project. Furthermore, the Dutch group VHDG (Stichting Voorheen De Gemeente) will hold a moderated FLOSS evening on the topic at the Theater Lueneburg, and Yan Duyvendak (NL) will stage the performance “Side Effects” corresponding with his exhibition contribution. The SCALA arthouse cinema will screen the film “Wie man ruhig wird” by Hans-Christian Lotz and Loretta Fahrenholz that portrays a young generation of artists whose political and social interests stand in conflict with their self-reflection within the art context.

A comprehensive catalogue will be published encompassing the presentations of all the institutions taking places.

Events
Thursday, July 2, 7 p.m.: “Side Effects”, performance by Yan Duyvendak, conceived by Nicole Borgeat and Yan Duyvendak
Venue: Glockenhaus Lueneburg, Glockenstraße 9, 21335 Lueneburg

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#1 Friendly Takeovers. Strategies of Space Appropriation, 17th May – 9th August
GAK Gesellschaft fuer Aktuelle Kunst Bremen
Cezary Bodzianowski, Bob Braine & Leslie C. Reed, Trisha Brown, Christian Haake, Guillaume Leblon, Daniel Maier-Reimer, Katrin Mayer, Rosalind Nashashibi, Peles Empire

#2 Whereabouts Unknown, 17th May – 16th August
Kuenstlerhaus Bremen
Bob Braine & Leslie C. Reed, Elín Hansdóttir, Erik Olofsen, Guido van der Werve, John Wood & Paul Harrison

#4 Manufactured Communities. Space and Community, 16th May – 12th July
Kunstverein Harburger Bahnhof
»Series:Order says – Future« with Kai Schiemenz

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Thanks to
Bundeskulturstiftung, Land Niedersachen, Senator fuer Kultur Bremen, Bremen Marketing GmbH, Generalkonsulat der Niederlande in Hamburg, Lueneburgischer Landschaftsverband, Stiftung der Sparkasse zur Foerderung der Kunst, Stadt Lueneburg, Theater Lueneburg, SCALA Programmkino

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HALLE FUER KUNST Lueneburg eV
Postfach 2128
D-21311 Lüneburg
Fon: +49 4131 402001
Fax: +49 4131 721344
info@halle-fuer-kunst.de
www.halle-fuer-kunst.de

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Juni 23, 2009 at 18:26

Panoptikum Memo | Kohl + Genscher + Rede von Strauß in Sonthofen 1974

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panoptikum-hamburg-kohl-genscher-gfok-stange.

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Abendessen unter 4 (Glas-) Augen | Prolog: Bei der Bundestagswahl 1976 trat er (Kohl) erstmals als Kanzlerkandidat seiner Partei an. Die CDU/CSU verfehlte die absolute Mehrheit mit 48,6 Prozent der Stimmen nur knapp und die sozialliberale Koalition behauptete sich. Das war das bis dorthin zweitbeste Wahlergebnis der CDU/CSU überhaupt. Kohl trat nach der Wahl als Ministerpräsident zurück und wurde als Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag in Bonn Oppositionsführer. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde am 2. Dezember 1976 Bernhard Vogel. Nach der verlorenen Wahl fasste die CSU den Kreuther Trennungsbeschluss zur Aufhebung der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU, Kohl konnte jedoch gegen den CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß die Fortführung durchsetzen. Bei der Bundestagswahl 1980 musste er dafür Strauß den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur lassen. Da Strauß jedoch nach der verlorenen Wahl Ministerpräsident in Bayern blieb, war Kohl weiterhin Oppositionsführer. » [::] «

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„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden!“

Sören Aabye Kierkegaard


Last-Limbus: „Die Geschichte verlappt sich“

Rede von Franz Josef Strauß: Tagung der CSU-Landesgruppe in Sonthofen 1974

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MEMO Franz J. Strauß

(…) Der zweite Komplex, der die Öffentlichkeit natürlich stark in Anspruch nimmt, ist nicht einmal so sehr die Inflation als die Angst vor der Arbeitslosigkeit, vor einer allgemeinen Wirtschaftskrise, dann, wenn man dahinter die Inflation sieht – natürlich die beiden sind ja irgendwie kausal miteinander verbunden -, und dann spielt wahrscheinlich auch eine wachsende Rolle, die dem einzelnen noch nicht genug ins Bewußtsein gedrungen ist, die unaufhaltsame Zerrüttung der Staatsfinanzen. Die Zahl 60 Milliarden stimmt schon nicht mehr. Gestern sprach man in Bonn schon von 70 Milliarden im Zusammenhang mit der Sanierung der Rentenversicherungsträger, mit der Sanierung der öffentlich-rechtlichen Krankenkassen, mit der Sanierung der Nürnberger Bundesanstalt, die ja natürlich ihre Mittel dafür ausgegeben hat, daß eine Lehrerin Computerrechnerin werden kann, um dann später wieder Mittelschullehrer zu werden, um vielleicht auf Fußballtorwart umsteigen zu können. Das ist natürlich jetzt übertrieben dargestellt. Wir haben also hier -auch wir selber – die Dinge überzogen. Wir müssen jetzt demgegenüber als die Partei der Solidarität, der Seriosität und der Wirklichkeitsnähe dastehen. Das kommt viel mehr an, als wenn wir jetzt nur sagen: Vermögensbildung und da diese Reform und dort jene Reform usw. Da sitzen wir im falschen Dampfer, der Dampfer ist weg. Wir haben uns ja weitgehend also wieder aus dem Dampfer herausbegeben, aber wie ich gestern festgestellt habe, noch nicht ganz.
Zur Taktik jetzt: Nur anklagen und warnen, aber keine konkreten Rezepte etwa nennen. Da bleibt uns auch der Blödsinn erspart, wie wir ihn mit den 3 Milliarden erlebt haben. Der Kohl hat recht. 3 Milliarden sind zu wenig. Der Stoltenberg hat auch recht, 3 Milliarden sind zu viel. Nicht einmal, ob wir es an einem Punkt ansetzen, sondern es ist überhaupt jetzt alles falsch, was man tut. Wir haben eine Situation herbeigeführt, wo jedes Rezept, je nachdem, auf welche Wirkung hin man es untersucht, einfach falsch ist. (…)

(…) Für uns heißt die Summe, dieses Europa kann nicht gesund werden, wenn die Bundesrepublik nicht wieder wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch, militärisch ein Stabilitätsfaktor erster Ordnung wird. Wenn das von der Bundesrepublik wieder ausgeht. Das kann aber nur ausgehen, da bin ich jetzt wirklich am Ende, wenn die Krise so stark wird, daß aus der Krise ein heilsamer Schock erwächst und damit die Bereitschaft, die Konsequenzen aus dieser Zeit auch tatsächlich auf sich zu nehmen. Sonst läuft sich jeder Kanzlerkandidat tot. Und darum hat es auch gar keinen Sinn, wenn wir jetzt in den nächsten Monaten uns überlegen, wer ist am telegensten, wer wirkt am besten, wer hat nach der Umfrage von Wickert, Infas oder wie die da alle heißen, die meisten Chancen. Es ist alles belanglos oder cura posterior, zuerst müssen wir wissen, was machen wir, wenn wir hinkommen, mit diesem Staat. Und das nächste ist dann, wer ist geeignet, diese Maßnahmen glaubhaft an die Spitze einer aktionsfähigen Regierungs- und Parlamentsgruppe dann auch tatsächlich durchzuführen (…) zitiert aus Bernt Engelmann. Das neue Schwarzbuch: Franz Josef Strauß. Köln 1980

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Rede von Franz Strauß auf der Tagung der CSU-Landesgruppe in Sonthofen am 18./19.November 1974
ehemaliger Minister und Ministerpräsident Bayerns, * 6.9.1915 München – 3.10.1988 Regensburg

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http://www.gavagai.de/zitat/politik/HHC72R.htm

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Zeitzeugen, Parallelraum = »KunstHasserStammTisch«

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https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/20/panoptikum-noroomgallery-prasentiert-den-kunsthasserstammtisch-bazon-brock/

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Atlantiker gegen Gaullisten

Von Tim Geiger

Seite 452 wurde (online) ausgelassen: Warum? =

strauss+rede+zum+vietnamkrieg&source==book_result&ct=result&resnum=4

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Andruck:

Das Magazin für Politische Literatur

– Stefan Kornelius: Der unerklärte Krieg – Deutschlands Selbstbetrug in Afghanistan. Edition Körber Stiftung, Hamburg 2009, 110 S.
– Gerd Langguth: Kohl, Schröder, Merkel. Machtmenschen. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2009, 580 S.

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KURSIV:
– Bücher als Zeitungsersatz – Wieso in Italien ein neues Genre entsteht
– Manfred Henningsen: Der Mythos Amerika. Eichborn Verlag, Frankfurt/M. 2009, 350 S.
– Simone Veil: Und dennoch leben. Aufbau Verlag, Berlin 2009, 316 S.

Preise siehe Website
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http://www.dradio.de/dlf/vorschau/

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Seite in Arbeit.

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Panoptikum-Hamburg im Rahmen des „KunsthasserStammTisch“ der noroomgallery mit Bazon Brock | Foto: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK KunstArchiv [aktive Archive°] medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

GEMA-Petition: Der Deutsche Bundestag möge beschließen…

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bundestag-petition-52000.

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Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen….dass das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit. mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird.
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Begründung

Das Ziel dieser Petition ist nicht die Abschaffung der GEMA, denn geistiges Gut ist schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen zu ihrem Recht kommen.
Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht.

Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr.

Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten, hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten „großen Topf“.
Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen.

Auf Grund der so genannten „GEMA-Vermutung“ verpflichtet die GEMA die Veranstalter auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, was mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenn ein Konzert nicht gemeldet wird, erhebt die GEMA eine so genannte Recherche-Gebühr von 100 % der festgelegten GEMA-Gebühren ohne vorherige Mahnung und ohne Kenntnis, ob GEMA-pflichtige Werke aufgeführt und ob dieses Konzert überhaupt stattgefunden hat.

All diese Probleme belasten die deutschlandweite Life-Kultur.
Die GEMA wird zunehmend vom „Kultur-Schützer“ zum „Kultur-Vernichter“.

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Stand: 51929 Mitzeichner Zeigt einen kleinen grünen Kreis | 16.16 | 23.06 2009 | Die erforderlichen 50.000 Stimmen innerhalb der Zeichnungsfrist bis zum 17.07. 2009 wurden heute erreicht!

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https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3Bsa=details%3Bpetition=4517

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Verwertungsrechte

„Die Musikszene macht mobil“

ZEIT ONLINE 29.6.2009 – 22:13 Uhr

Mit einer Online-Petition will Monika Bestle aus dem Allgäu eine Reform der Gema erzwingen. Denn irrsinnige Tantiemen belasteten die kleinen Konzertveranstalter, sagt sie:

http://www.zeit.de/online/2009/27/online-petition-gema

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GEMA-Petition: “In krassem Gegensatz zu unseren rechtsstaatlichen Gesetzen”

http://www.basicthinking.de/blog/2009/06/24/gema-petition-im-krassem-gegensatz-zu-unseren-rechtsstaatlichen-gesetzen/

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Gema-Petition
Undurchschaubare Gerümpelkammer

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/

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Urheberrechtsausgleich oder Subventionssteuer?

Peter Mühlbauer 09.05.2001

Teil 1: Wie die Verwertungsgesellschaften ihre Einnahmen verteilen

In der Debatte um eine erhöhte Leermedienabgabe auf CD-Rohlinge und auf Computerteile sprechen die Verwertungsgesellschaften davon, dass die „Urheber“ für Dateientausch und Privatkopien ihrer Werke entschädigt werden sollen. Telepolis ging der Frage nach: welche Urheber eigentlich? [local] Teil 2: Die Stichprobe. Ein Filesharingexperiment

download

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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/7/7586/1.html

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Pressemitteilung

Die Wahrheit über die GEMA
Dossier gibt Antworten Fast 100.000 Bürgerinnen und Bürger unterschreiben öffentliche Petition beim Deutschen Bundestag zur GEMA
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Berlin, den 10.07.2009. Bitten oder Beschwerden, die von allgemeinem Interesse sind, können als öffentliche Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht werden. Sie werden nach ihrer Zulassung im Internet veröffentlicht und können dort mitgezeichnet und diskutiert werden.
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Fast 100.000 Bürgerinnen und Bürger haben die öffentliche Petition Bürgerliches Recht – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) vom 19.05.2009″ bislang mitgezeichnet. Im dem öffentlichen Petitionsverfahren angeschlossenen Forum diskutieren die Teilnehmer der Petition ihre Anliegen miteinander. Hier wird deutlich, dass es oftmals Unklarheiten über die Aufgaben der GEMA und der anderen
Verwertungsgesellschaften gibt.
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Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, stellt deshalb sein vor eineinhalb Jahren erschienenes Dossier zur Arbeit und zur Zukunft der Verwertungsgesellschaften zum kostenlosen Abruf ins Netz.

* Das Dossier kann als pdf-Datei abgerufen werden unter:
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http://www.kulturrat.de/dossiers/verwertungsgesellschaften.pdf

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

Juni 23, 2009 at 14:21

Im Dienst des Militärs: „Krieg und Medizin“ entlarvt die tödliche Korruption „humanitärer Hilfe“ im Kampfeinsatz

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literaturkritik.de

Im Dienst des Militärs

Ein Band über „Krieg und Medizin“ entlarvt die tödliche Korruption „humanitärer Hilfe“ im Kampfeinsatz

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Von Jan Süselbeck
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Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Der „Spiegel“ hat recherchiert, dass die „übelste Heimsuchung“ der Bundeswehr in Afghanistan derzeit „handeslübliche“ Plastikkanister seien. „Sie fassen um die zehn Liter, vielleicht war Motorenöl drin oder ein Pflanzenschutzmittel. Aber dann hat jemand Nägel hineingeschüttet, Sprengstoff dazugepackt und einen Zünder. Die gelben Kanister stehen versteckt am Straßenrand und warten auf die Deutschen.“

Aus diesen Sprengfallen resultiere die „typische“ Verwundung dieses ‚neuen Kriegs‘ am Hindukusch: Man nenne sie einfach nur „Schwamm“. „Die einst gefürchteten Bauchschüsse seien nicht mehr so häufig, da die modernen Panzerwesten die Soldaten recht gut schützten. […] Die Nägel durchbohrten die Beine der Soldaten so, dass Blut aus Dutzenden Löchern quille.“ Viel könne man dann auch gar nicht mehr für die Betroffenen tun: „Wenn die Kameraden das Bein nicht binnen zehn Minuten abbinden können, stirbt der Soldat. Wenn sie es schaffen, muss meist amputiert werden.“

Mit den Zeiten und ihren Kriegen ändern sich auch die jeweils „spezifischen“ Verletzungen. Grausam und sinnlos aber waren diese konkreten Kriegsfolgen schon immer – und werden es wohl auch in Zukunft bleiben. Diese resignative Einsicht überfällt den Leser, wenn er den Band über „Krieg und Medizin“ aufschlägt, der anlässlich der gleichnamigen Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums und der Londoner Wellcome Collection im Wallstein Verlag erschienen ist. Denn schon im Geleitwort von John A. Parrish wird deutlich, dass die Ärzte im Krieg nicht unbedingt nur das Prinzip des „Guten“ vertraten und den Opfern nicht nur Rettung und Heilung brachten, sondern auch der Optimierung des großen Mordgeschäfts zuarbeiteten: „Die Geschichte hat erwiesen, dass bei einer Bündelung der jeweiligen Kräfte die Medizin dem Militär dient und die Kriegsmaschinerie dem Staat.“ :

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[::] Auch der Band über „Krieg und Medizin“ wird daran nichts ändern. Aber er vergegenwärtigt und analysiert immerhin einige der tödlichen Funktionsmechanismen, die im Wahnsystem des Kriegs paradoxerweise immer weiter ausdifferenziert werden. Menschen zusammenzuflicken, damit man sie schnellstmöglich wieder in das Inferno schicken kann, dem sie gerade knapp entronnen sind – logisch ist das nicht. Und doch ist genau dies ein Ziel, das die menschliche Wissbegierde nach wie vor weiter verfolgt, nicht zuletzt mit enormem wirtschaftlichen Aufwand [::]

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13167

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http://www.literaturkritik.de/public/welcome.php.
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Stand: 22.06.2009
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Buch 22.06.2009
Joseph Breitbach: Rot gegen Rot
Sämtliche Erzählungen
Wallstein Verlag, Göttingen 2008
Rezension in literaturkritik.de von Bernd Blaschke

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http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13168

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Buch 22.06.2009
Klaus Deterding: E.T.A. Hoffmann
Erzählungen und Romane, 2 /Einführung in Leben und Werk, Band 3
Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2008
Rezension in literaturkritik.de von Manuel Bauer

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http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13169

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Buch 22.06.2009
Peter Michalzik: Die sind ja nackt!
Gebrauchsanweisung fürs Theater
DuMont Buchverlag, Köln 2009
Rezension in literaturkritik.de von Bernd Blaschke

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http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13170

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Buch 17.06.2009
Melissa Larner; James Peto; Coleen Schmitz (Hg.): Krieg und Medizin
Wallstein Verlag, Göttingen 2009
Rezension in literaturkritik.de von Jan Süselbeck

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http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13167

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hafen-toilette-gfok-stange-1200Foto: jörg stange

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Hygienemuseum | Ausstellung: Krieg + Medizin

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https://medienwatch.wordpress.com/2009/04/15/hygienemuseum-ausstellung-krieg-und-medizin/

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Leuchttürme und Irrlichter des Hässlichen

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https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/02/literaturkritik-leuchtturme-und-irrlichter-des-hasslichen-mehr/

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[PDF]

Magistra phil. Kathrine E. Kogler

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
BLEKER Johanna, SCHMIEDEBACH Heinz-Peter (Hgg), Medizin und Krieg. …… VERWALTUNG (MSf SV), 1919. MONATSSCHRIFT FÜR GESUNDHEITSPFLEGE (MfG), 1906.
othes.univie.ac.at/232/1/10-15-2007_8621107.pdf

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Bertelsmannstiftung liefert die Vorlagen für Privatisierung + weltweite Militäreinsätze der EU etc.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/05/24/bertelsmannstiftung-liefert-die-vorlagen-fur-weltweite-militareinsatze-der-eu/

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in literaturkritik.de sind in den letzten 7 Tagen die unten angegebenen Artikel neu erschienen.
Bitte beachten Sie, dass diese zum Teil erst im Rahmen einer der nächsten Ausgaben und dort in bestimmten thematischen Zusammenhängen veröffentlicht werden. Die zur Zeit neueste Ausgabe erreichen Sie unter der Adresse:
http://www.literaturkritik.de/public/welcome.php.

Stand: 29.06.2009

Buch 25.06.2009
Jonathan Coe: Der Regen, bevor er fällt
Roman
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Almut Oetjen
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13173

Buch 25.06.2009
William Gay: Nächtliche Vorkommnisse
Roman
Arche Verlag, Hamburg 2009
Rezension in literaturkritik.de von Oliver Pfohlmann
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13175

Buch 25.06.2009
Stewart O´Nan: Alle, alle lieben dich
Roman
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2008
Rezension in literaturkritik.de von Thomas Hummitzsch
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13178

Buch 25.06.2009
Moritz Baßler; Walter Gödden; Jochen Grywatsch; Christina Riesenweber (Hg.): Stadt.Land.Pop
Popmusik zwischen westfälischer Provinz und Hamburger Schule
Aisthesis Verlag, Bielefeld 2008
Rezension in literaturkritik.de von Olaf Grabienski
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13179

Buch 25.06.2009
Manfred Wieninger: Die Rückseite des Mondes
Krimi
Edition Nautilus, Hamburg 2008
Rezension in literaturkritik.de von Andreas Tiefenbacher
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13180

Buch 25.06.2009
Gabriele Sander (Hg.): In die Augen geschaut
Gedichte
Reclam Verlag, Stuttgart 2009
Rezension in literaturkritik.de von Margarete Fuchs
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13192

Buch 25.06.2009
Annie Proulx: Hier hat´s mir schon immer gefallen
Erzählungen
Luchterhand Literaturverlag, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Almut Oetjen
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13194

Buch 25.06.2009
Linda Colley: Leben und Schicksale der Elizabeth Marsh
Eine Frau zwischen den Welten des 18. Jahrhunderts
Zweitausendeins, Frankfurt a. M. 2008
Rezension in literaturkritik.de von Behrang Samsami
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13196

Buch 25.06.2009
Hans Bender: Wie es kommen wird
Meine Vierzeiler
Carl Hanser Verlag, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Peter Mohr
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13198

Buch 25.06.2009
Robert Cohen: Exil der frechen Frauen
Roman
Rotbuch Verlag, Hamburg 2009
Rezension in literaturkritik.de von Luitgard Koch
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13200

Buch 25.06.2009
Per Olov Enquist: Ein anderes Leben
Carl Hanser Verlag, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Volker Heigenmooser
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13204

Buch 25.06.2009
Josef Rauch: Rickeracke
Ein „Max und Moritz“-Krimi
Verlag M. Naumann, Nidderau 2008
Rezension in literaturkritik.de von Renate Schauer
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13206

Buch 25.06.2009
Lars Gustafsson: Frau Sorgedahls schöne weiße Arme
Roman
Carl Hanser Verlag, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Volker Heigenmooser
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13207

Buch 25.06.2009
Kurt Pätzold; Manfred Weißbecker: Geschichte der NSDAP
1920 bis 1945
Papyrossa Verlag, Köln 2009
Rezension in literaturkritik.de von Armin Nolzen
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13208

Buch 25.06.2009
Rudolf Habringer: Island-Passion
Roman
Picus Verlag, Wien 2008
Rezension in literaturkritik.de von Anabell Schuchhardt
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13210

Buch 25.06.2009
Frauke Berndt; Heinz-Joachim Drügh (Hg.): Symbol
Grundlagentexte aus Ästhetik, Poetik und Kulturwissenschaft
Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2008
Rezension in literaturkritik.de von Evelyne von Beyme
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13211

Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion von literaturkritik.de

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Fotografie + Bildbearbeitung: »Embedded + Toilettengang« Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Kunstarchiv

Ein teuflisches Projekt: Goethes Faust und die kapitalistische Wirtschaft + mehr

with 2 comments

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Johann Wolfgang von Goethe

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Ein teuflisches Projekt

Goethes Faust und die kapitalistische Wirtschaft

Kapitalismus, Turbo-Kapitalismus, Raubtierkapitalismus, Finanzkrise – eine vorhersehbare Reihenfolge? Skepsis begleitet den Kapitalismus schon seit den Anfängen der industriellen Beschleunigung. Johann Wolfgang von Goethe, Zeitgenosse der effizienten Dampfmaschinen von James Watt, lässt seinen Faust Karriere machen: als Staatsmann, Feldherr und früh-kapitalistischer Großunternehmer. In den letzten Jahren entdecken Germanisten und Wirtschaftswissenschaftler: Goethe hat mit Faust keinen positiven Helden geschaffen, der „immer strebend sich bemüht“, sondern einen tragischen Helden, der sich von der Macht der ökonomischen Beschleunigung aus der Bahn werfen lässt. Das Geld in seiner Form als Kapital wird für Faust zum alchemistischen Stoff, zum Wundermittel, mit dem die Zeit und damit die Vergänglichkeit des Menschen besiegt werden soll – ein verhängnisvolles und letztlich teuflisches Projekt.

Autor/in:

Christoph Fleischmann

goethe-Faust-Kapitalismus-ms_fleischmann-pdf

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WDR

Podcast zum Hören Link =

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Goethes Faust und die kapitalistische Wirtschaft

WDR 3+5 Lebenszeichen / 1.5.2009

Bitte diesen Link :

http://www.christoph-fleischmann.de/media/audio/audio_kaprel1_id_768.mp3

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[Nicht alle Sendebeiträge stehen aufgrund des Mediengesetzes (Staatsvertrag mit den öffentlich rechtlichen Sendeanstalten (Anmk. jst) online noch nach einem Jahr zur Verfügung.}

Diesseits von Eden

Die Welt der Religionen
Diesseits von Eden herrschen keine paradiesischen Zustände. Aber es gibt viele Versuche, einen Weg dorthin zu finden – oder doch wenigstens das Leben diesseits von Eden lebenswert zu gestalten. Darüber wird innerhalb und außerhalb von Kirchen und anderen Gotteshäusern nachgedacht, gestritten und ausprobiert.

In Berichten, Reportagen, Interviews und Kommentaren begleitet die Sendereihe Christen und Gläubige anderer Religionen.

Über besondere Menschen und ihr Verhältnis zur Gesellschaft.

WDR 3+5 Lebenszeichen / 1.11.2010

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Über Chancen-, Leistungs-, Teilhabe- und andere Gerechtigkeiten.

WDR 3+5 Lebenszeichen / 3.10.2010

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Allah für die Armen.

Die islamische Befreiungstheologie von Farid Esack.

WDR 5 Diesseits von Eden / 12.9.2010
mehr

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Was ist von der Befreiungstheologie geblieben?

Ein Gespräch mit Jon Sobrino.

Deutschlandfunk Tag für Tag / 17.6.2010
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Kapitalismus als Religion. Teil 4

Und heute: Der Markt als natürliche Ordnung.

SWR 2 Fünf vor Sechs / 9.4.2010
mehr

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Kapitalismus als Religion. Teil 3

Die Aufklärung: Die göttliche Vorsehung übernimmt.

SWR 2 Fünf vor Sechs / 8.4.2010
mehr

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Kapitalismus als Religion. Teil 2

Die Renaissance: Die Zeit wird verrechnet.

SWR 2 Fünf vor Sechs / 7.4.2010
mehr

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Kapitalismus als Religion. Teil 1

Das Mittelalter: Gewinn gibt es nur auf Kosten anderer.

SWR 2 Fünf vor Sechs / 6.4.2010
mehr

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Der göttliche Lenker und die Wirtschaft.

War Calvin ein Vater des Kapitalismus?

WDR 3+5 Lebenszeichen / 5.7. 2009
mehr

http://www.christoph-fleischmann.de/pages/de/archiv_zum_hoeren/index.archiv_zum_hoeren.htm

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

Juni 22, 2009 at 14:52

Berliner Bankenskandal: CDU-Größe Klaus-Rüdiger Landowsky vor Gericht + 11 weitere Banker

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klaus-staeck-berliner-bankenskandal-gfok-stange-gerlach-420

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Von Klaus Staeck: “Berliner Bankenskandal”, Postkarte 2005 sign.  gesandt an Jörg Stange

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DDP-Meldung vom 18.06.2009

Ehemalige Top-Banker des alten Berlin vor Gericht

Berlin (ddp-bln). Noch einmal werden vom kommenden Montag an Spitzenbanker des alten Berlin wegen ihrer Rolle in dem im Jahr 2001 aufgedeckten Berliner Bankenskandal vor Gericht stehen. Neben der einstigen CDU-Größe Klaus-Rüdiger Landowsky müssen sich auch der frühere Chef der Bankgesellschaft, Wolfgang Rupf, der ehemalige Landesbankchef Ulf Decken und acht weitere Ex-Banker dem Vorwurf der Untreue stellen:

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http://www.dernewsticker.de/news.php?id=119812&i=ckkieo

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Der letzte Prozess um den Berliner Bankenskandal beginnt

Von Jens Anker 22. Juni 2009

Im Falle eines Schuldspruchs kommt Klaus Landowsky, Ex-Chef der Berliner Hyp und prominenter CDU-Politiker, wohl hinter Gitter.

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Berlin – Der Weg durch die Instanzen ist mühsam. Zehn Jahre nach dem Auflegen zweier Immobilienfonds mit Rundum-Sorglos-Garantien, steht der ehemalige CDU-Fraktionschef und Bankmanager Klaus-Rüdiger Landowsky zusammen mit elf weiteren Bankmanagern von heute an vor Gericht.

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http://www.welt.de/die-welt/article3970420/Der-letzte-Prozess-um-den-Berliner-Bankenskandal-beginnt.html

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Pinazberichte & Pinazstrafen:

Welt.

Bankenprozess

Urteilsbegründung gegen Landowsky liegt vor

7. September 2007

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(…) In dem Urteil war der 65-jährige Landowsky wegen einer risikoreichen Kreditvergabe zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Vier weitere vier Spitzenmanager der BerlinHyp wurden ebenfalls zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die übrigen der insgesamt 13 Angeklagten wurden freigesprochen (…)

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Schaden von zehn Milliarden

DIE WELT: 21.03.2007 00:00 Uhr – Ressort: Wirtschaft

… In einem parallelen Verfahren wurde Zeelen im Oktober 2005 zu einer weiteren Geldstrafe von 52 800 Euro verurteilt, weil nach Ansicht des Gerichts bei der Rückabwicklung eines Immobilienfonds der Landesbank Berlin ein Schaden von … mehr

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http://www.welt.de/welt_print/article770756/Schaden_von_zehn_Milliarden.html

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Hintergrund der Kriminalgeschichte:

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„Da schmeckt die ganze Suppe nicht!“

von Barbara Keller

3. Aug. 2005. Moabiter Kriminalgericht, 36. Große Strafkammer.
Am Mittwoch, dem 3. August, wurden mit Spannung die Stellungnahmen der Ex-Bankmanager der Berliner Bankgesellschaft zu den Vorwürfen der Untreue im Zusammenhang mit den AUBIS-Krediten erwartet. Den Angeklagten der Berliner Bankgesellschaft wirft die Staatsanwaltschaft vor, den unerfahrenen AUBIS-Chefs Klaus Wienhold und Christian Neuling unrechtmäßig zu hohe Darlehen gewährt zu haben.
Die Rechtsanwälte der Angeklagten jedoch drehten den Spieß jetzt einfach um: Sie bezweifeln die Unabhängigkeit des Gerichts, indem sie dessen Aufstellung als von der Staatsanwaltschaft beeinflusst kritisieren. Rechtsanwalt Stefan König (für Ex-Berlin-Hyp-Vorstand Gerd-Ulrich Blümel) beispielsweise fordert in seinen Beweisanträgen die Anhörung des Landgerichtspräsidenten und des Oberstaatsanwaltes, denen er die entscheidenden Fragen vorlegen will: „Wer, wann, mit wem, wo, warum?“
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http://www.berlinkriminell.de/2/gericht_akt88.htm
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29. Juli 2005. Moabiter Kriminalgericht, 36. Große Strafkammer.
Im Zusammenhang mit der Affäre „Berliner Bankenskandal“ stehen seit dem 29. Juli 05 dreizehn ehemalige Bankmanager der Berliner Bankgesellschaft vor Gericht. Die Anklage lautet: Untreue in besonders schwerem Fall. Die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte der BerlinHyp sollen dem AUBIS-Immobilienkonzern überhöhte Kredite ohne hinreichende vorherige Prüfung ausgezahlt haben. Das Kreditvolumen: 240 Millionen €. Wegen Liquiditätsproblemen der AUBIS-Gruppe musste die Kredit gebende BerlinHyp, eine Tochter der landeseigenen Bankgesellschaft, bereits 81 Millionen € ihres diesbezüglichen Kreditengagements abschreiben. Unter den Angeklagten: Ex-Bankgesellschaftschef Wolfgang Rupf, sein Nachfolger Steinriede, Ex-Vorstandschef der NordLB Manfred Bodin und der Ex-Chef der BerlinHyp Klaus-Rüdiger Landowsky, der – seinerzeit auch Fraktionschef der CDU – von der AUBIS Parteispenden in Höhe von 40.000 Mark erhalten haben soll.
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http://www.berlinkriminell.de/2/gericht_akt87.htm

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Die Berliner Hypotheken- und Pfandbriefbank AG
Dieses Institut sah seine Hauptaufgabe in der Finanzierung des Wohnungsbaus in West-Berlin. Bis 1972 trug es den Namen Berliner Pfandbrief-Amt, ab 1973 den Namen Berliner Pfandbrief-Bank. Bis zu seiner Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Berliner Hypotheken- und Pfandbriefbank AG im Jahre 1993 war es als Anstalt des öffentlichen Rechts organisiert. Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft fungierte das Land Berlin als alleiniger Anteilseigner (Götz 1993: 9f u. 91). Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft war durch den Wegfall der Berlinförderung nach der deutschen Wiedervereinigung nötig geworden, da durch diesen Wegfall auch die eigentliche Geschäftsgrundlage der Bank nun nicht mehr vorhanden war. Um ihre Kapitalkraft zu stärken, sollte sie nach Gründung der Bankenholding mit der Braunschweig-Hannoverschen Hypothekenbank, an der die BB eine Mehrheitsbeteiligung besaß, zusammengeführt werden (Rose 2003: 23). Im Vorstand der Bank saß ab 1978 Klaus-Rüdiger Landowsky, der im gleichen Jahr auch in den Vorstand der WBK berufen wurde. Im Jahre 1987 wurde Landowsky der Sprecher des Vorstandes und 1993 Vorstandsvorsitzender der neuen Aktiengesellschaft (Götz 1993: 102).

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Die Geschäftspolitik der BGB seit ihrer Gründung im Jahr 1994 mündete im Jahr 2001 im sog. Berliner Bankenskandal.
Diese Entwicklung wird im ersten Teil der Studie beleuchtet. Die Berliner Politik reagierte auf den „Bankenskandal“, der als Offenbarung einer permanenten Krise und der dadurch entstandenen milliardenschweren Verluste und Risiken zu verstehen ist, mit einer Beihilfepolitik in Form einer Kapitalzuführung und der Abschirmung von durch die BGB verursachten Immobilienrisiken. Hierbei vertritt der Berliner Senat nach wie vor die Auffassung, bei dieser Beihilfepolitik, die den Konzern vor der Insolvenz bewahrte, habe es sich um den vergleichsweise kostengünstigeren Umgang mit dem Problem BGB gehandelt. Mit dieser Beihilfepolitik wollen wir uns ebenfalls im ersten Teil befassen.
Die Beihilfepolitik des Berliner Senates war ursächlich für den Erlass diverser Auflagen durch die EU-Kommission, die diese Maßnahmen als wettbewerbsverzerrend einstufte. Mit diesen Auflagen beschäftigt sich das zweite Kapitel. An dieser Stelle kann vorweggenommen werden, dass die Auflagen der EU-Kommission eine Veräußerung der Anteile des Landes Berlin an der BGB und die Herauslösung sowie den gesonderten Verkauf ihrer Teilbank Berliner Bank vorgeben. Eine Veräußerung der Berliner Sparkasse wird von der EU nicht ausdrücklich gefordert. Die Berliner Sparkasse stellt jedoch einen der werthaltigsten Teile des BGB-Konzerns dar:

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[PDF]

Der Verkauf der Berliner Sparkasse

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
Chacón auseinander. Ich hoffe, dass sie dazu beiträgt, dass über Alternativen zum. Verkauf der Berliner Sparkasse ernsthaft diskutiert wird.
http://www.jpberlin.de/…/061019_Ugarte_Chacon_Berliner_Sparkasse.pdf
von B UgarteChacón – 2006
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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Fotografie: Jörg Stange [Aktive Archive°], Gunnar F. Gerlach GFOK-Archiv

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Juni 22, 2009 at 06:18

Transfer: T-T(akt) Duchamp und die Folgen

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„Ich musste (nicht) dauernd die Toiletten kontrollieren, die Glühlampen oder das Telefon.“ Julia Roberts

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Julia Roberts (41) ist fünf Jahre nach den Dreharbeiten zu „Ocean’s Twelve“ noch traumatisiert:

http://www.monstersandcritics.de/artikel/200911/article_129249.php/Star-Zitat-Julia-Roberts.
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T-Diving [Beliebigkeits-Auswahl ~ Zu-Fall(s)-Prinzip°]

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Zusammen aufs Klo gehen muss keine reine Mädchensache mehr bleiben. An der Humboldt-Uni soll es bald Unisex-Toiletten geben.

http://www2.hu-berlin.de/unauf/content/view/2707/7/

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Welches Bild zeichnet die WC-Prosa? An den Toilettenwänden im Untergeschoss des kühlen Historikerbaus setzen sich dicke Buchstaben zu Wachrufen wie „Hört auf zu studieren und fangt an zu begreifen!“ und Parolen wie „Leben statt Arbeiten!“ zusammen. Neben einem Zitat von Einstein steht ein gut gemeinter Rat: „Wer bis zum Hals in Scheiße steckt, sollte den Kopf nicht hängen lassen!“ Der Historiker zeigt sich gesellschaftskritisch und belehrend. Jeder Satz endet mit einem Ausrufezeichen:

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,612672-2,00.html

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Design

„Wir verbinden Design mit Substanz: Unter den feinsten Oberflächen wie Chrom, Platin und Gold, die das Äußere nach Ihren persönlichen Vorstellungen veredeln, verbirgt sich der massive Werkstoff Messing. Dieser Anspruch an hochwertige Werkstoffe und solides Handwerk sind Basis und Ausdruck der Langlebigkeit unserer Produkte und ihrer Funktion“:

http://www.deutscher-baukatalog.de

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In der „Physiologie de la Toilette“, vermutlich von Honoré de Balzac, verurteilt der Autor alle: „Die ihre Krawatte tragen ohne sie zu spüren und zu beachten. Die sich jeden Morgen ein Stück Stoff umbinden, wie einen Strick, dann den ganzen Tag umherlaufen, essen, sich um Ihre Sachen kümmern und am Abend ins Bett gehen ohne Skrupel oder Bedauern. Vollkommen zufrieden mit sich selbst, als ob ihre Krawatte wie die Beste auf der Welt gebunden wäre.“ =

http://www.krawattenknoten.info/krawatten/Krawattenknoten/philosophie/physiologie-de-la-toilette.html

 

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Das Kunstobjekt Urinal von Marcel Duchamp

Furore machte ein Urinal 1917 in der Kunstgeschichte, und zwar im Rahmen der von Marcel Duchamp erfundenen Ready-mades – einer Kunstform, bei der vorgefundene, simple, meist von der Industrie als Massenprodukt hergestellte Alltagsgegenstände zu Kunstobjekten erklärt wurden =

http://de.wikipedia.org/wiki/Urinal

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GELDANLAGE: Mini-Inflation treibt Realzinsen in die Höhe = Geldanlage mit Abzock-Gefahr

https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/06/geldanlage-mini-inflation-treibt-realzinsen-in-die-hohe/

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Anarchisten der Moderne = Die drei Fragezeichen

http://www.meta-info.de/?newsfull=1&lid=31129&rubrik=Kultur

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DuchampDoppel04…………………………………………… Man Ray | Jörg Stange | Duchampdoppel 04


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Vom Readymade zum Name-Dropping: Duchamp und die Folgen

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“Ein weiterer Aspekt des “Readymades”ist sein Mangel an Einmaligkeit weil die Replik eines “Readymades” die gleiche Botschaft übermittelt” Marcel Duchamp

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“Die Biografie des Dings hat ein ganz außerordentliches Aufnahmevermögen für die Einbeziehung des menschlichen Materials.” Sergej Tretjakov

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“Ein andermal, als ich die grundsätzliche Antinomie zwischen Kunst und Readymades darlegen wollte, erfand ich ein ‘Reziprokes Readymade’ einen Rembrandt als Bügelbrett benutzen!” Marcel Duchamp

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Gunnar F. Gerlach

Fundgrube Warenhaus

Mit seiner Überführung des Alltagsgegenstandes in die Sphäre der Kunst stellte Marcel Duchamp zu Beginn dieses Jahrhunderts die Frage nach der Bedeutung des Raums, in dem ein Objekt, mit dem Label ‘Kunst’ bezeichnet und belastet, in Erscheinung tritt. Duchamps revolutionärer Akt bestand zum einen darin, das Museum als Bollwerk einer elitären Kunstauffassung zu sprengen. Andererseits verlieh er dem industriell gefertigten Objekt durch Plazierung in den Kontext der sanktionierten Hochkultur den entsprechenden ‘Rahmen’, der das gewöhnliche Ding zum Kunstgegenstand erhob und somit zur ästhetischen Betrachtung freigab. Die Aufhebung gängiger Wahrnehmungsmuster und Bewertungskategorien führten auch in der künstlerischen Praxis zu nachhaltigen Veränderungen: Der auswählende Blick löste den handwerklich-schöpferischen Prozeß ab, der Kontext bestimmte zusehends Botschaft und Interpretation des künstlerischen Objekts, das greifbare, vorgefertige Industrieprodukt wurde schließlich vom immateriellen Massenprodukt der Medien abgelöst – und vom medial reproduzierten Abbild des Menschen. Die Kunst als Bestandteil von sozialen Ereignissen ist heute ein Arbeitsbündnis, das die Handlungen, Haltungen und Vorkenntnisse aller am Prozeß beteiligten befragt. Duchamps Einfall ebnete den Weg.

Auf einer blauen Leinwand ist ein scheinbar willkürlich ausgewähltes Datum im Strom der Zeit zu sehen: “Jan. 4, 1966”. Als Bild an der Wand eines als Ausstellungsraum definierten Ortes wird es als “Kunstwerk” sprachlich bestimmt. Die US-amerikanische Flagge, der “Star Spangled Banner”, erscheint in Öl auf Leinwand. Ein nationale Geschichte und Identität tragendes Emblem wird gerahmt zum ‘Gemälde’ und als allgemein bekanntes Bildwerk eines berühmten Künstlers von einer weiteren Spielfigur kopiert, dann als Kopie noch einmal verdoppelt. Bunte Blumen, kombiniert mit Werbung für Corn Flakes, stilisierten Portraits von Mao und Marylin Monroe, reihen sich an Dosen von Campbell’s Tomato Soup, Kühe, elektrische Stühle und Automatenfotos des sich hinter einer Ray-Ban-Sonnenbrille versteckenden Künstlers. Wiedererkennbare Motive von Alltags-,Sub- und Hochkultur werden als dekorative Tapete in Form gebracht. Eine weibliche, kostümierte Schaufensterpuppe, ein bunter Spielzeugbär und ein Polizist persiflieren in ihrer Monumentalität sogar noch die Vergrößerungsmechanismen der Pop art. Das Warenhaus als Fundort der Kunst. In einer heraufbeschworenen Schaufenster-Situation geraten die Objekte eines Damenschuh-Geschäftes zur plastischen Installation. Stereotypen des Weiblichen, Stereotypen des Menschlichen: Abziehbilder aus der virtuellen Welt von Film, Werbung und Comics führen schließlich zur Inszenierung des Fragments. Aus dem Ersatzteillager werden Torsi, Arme, Beine, Köpfe ausgeliehen und im Extrem zur pornografischen Plastik-Puppe rekreiert: In sexuell freudloser Extase als Großfoto abgebildet, wirkt der in seinen intimsten und emotionalsten Bereichen verdinglichte Mensch wie der synthetische Zombie aus einem Horror-Streifen. Oder ist vollständig abwesend. Nur noch Spuren in einem fast leeren Raum zeugen von einem work in progress, das weder Anfang noch Ende, weder Leibhaftigkeit noch Identität hat. Informationen, Objekte, Bilder und Situationen entstehen, die surreal erscheinen, aber Realität meinen.

Bei der Beschreibung der erwähnten Phänomene handelt es sich um bekannt gewordene und akzeptierte Gegenwartskunst und ihrer Produzenten: On Kawara, Jaspar Johns, Sturtevant, Andy Warhol, Charles Ray, Jeff Koons, Sylvie Fleury Robert Gober, Cindy Sherman, Fischli & Weiss. Ihre Werke erschienen in einem Zusammenhang, den wir als Kunst-Ausstellung zu benennen gewohnt sind. Ort der Präsentation waren jeweils die Hamburger Deichtorhallen, die Positionen der aktuellen künstlerischen Gestaltungsüberlegungen in Gruppen- oder Einzel-Ausstellungen einem breiten Publikum vorführen. Die Deichtorhallen sind nicht als Museum definiert, unterliegen also keiner akademisch wertbestimmenden, auf Herrschaftswissen beruhenden Ebene. Ihre Aufgabe ist das Dokumentieren, Ermöglichen und Provozieren von aktuellen Phänomenen in der Kunst, also das Herausstellen dessen, was die Gemüter bewegt, bevor selektive Kriterien zur Wertebildung – die immer ein Spiegel ökonomischer, politischer und ideologischer Verhältnisse sind – einsetzen. Hier wird präsentiert, was zwischen Hoch- und Tiefkunst die gängigen Diskurse von Anschauung, Denken und Bewertung bestimmt.

Dieser Gedanke eines zunächst wertfreien Raumes ist grundsätzlich für die Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts bestimmend. Die Geschichte ihrer Doppel- und Vielschichtigkeit beginnt mit Objekten, die das Publikum und die Kunstwelt gleichermaßen schockierten und die Frage nach Bewertungskriterien stellten. Urheber dieses bis heute verwirrungsstiftenden Agierens und Produzierens war einer der künstlerisch prägenden Gestalten des 20. Jahr- hunderts: Marcel Duchamp (1887-1968). Seine Erfindungen von (Kunst-)Objekten, Handlungen und Begriffen – Readymade, Objet trouvé und Reziprokes Readymade- hatten nachhaltige, wenn auch ambivalente Auswirkungen auf die Kunstentwicklung bis in die Gegenwart hinein.

Den Begriff “Readymade”, der zwischen ‘Fertigware’ und ‘Fundstück’ (Objet Trouvé) changiert, wählte Duchamp zur Bezeichnung seiner dadaistischen und surrealistischen Objekte, ohne das Außmaß seines rahmensprengenden Einfalls absehen zu können. Sein erstes, im Kunst-Kontext ausgestelltes Produkt war das auf einen Hocker montierte “Fahrrad-Rad” (1913). 1914 folgte der heute legendäre “Flaschentrockner”, ein industriell gefertigter und im Kaufhaus erhältlicher metallischer Gegenstand, den Duchamp “auswählte” und zunächst noch signierte. Die zur Auswahl führenden Bewertungskriterien rückten ins Zentrum des künstlerischen Aktes: die subjektive ‘Setzungsmacht’ wurde so zum Beweis des Künstlerischen. Damit gelang Duchamp jener von dem im Sommer 1998 verstorbenen Kunsttheoretiker Stefan Germer im Katalog zur großen “Multiple”-Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen als “Jahrhundertding” bezeichneter Eingriff in die Zirkulationssphäre von Ökonomie, Bewußtseinsbildung und Bewertungsprozessen innerhalb eines gesellschaftlichen Systems, Basis für eine Bestimmung und Erwartung dessen, was Kunst sein könne.

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duchamp(1)

Sein nächster Akt, ein Urinal (“Fontaine”, 1917) einer Kunstkommissioneinzureichen, war eine weitere schockauslösende Rebellion gegen die konditionierten Rituale der bürgerlichen Erwartungshaltungen und
Beurteilungskriterien, die durch eine anspielungsreiche Signatur noch unterstützt wurde. Auf einer nächsten Stufe jedoch wurde der Gegenstand durch den künstlerischen Akt von seiner ‘Alltäglichkeit’ befreit und als Material für eine skulpturale Form entdeckt. Der neue Rahmen für einen Diskurs war geschaffen, der sich sowohl gegen das ‘Symbolische’ wendete und gleichermaßen Kritik an der selbsternannten Avantgarde übte. Der Fetisch des ‘Einmaligen’, zuvor manifest in Duktus und Signatur des Künstlers, wurde von Duchamp spielerisch unterlaufen: einerseits wurde dem individuell gefertigten Kunstwerk ein industriell erstelltes Massenprodukt entgegengesetzt, andererseits der persönliche Namenszug durch wechselnde und vieldeutige Pseudonyme in Frage gestellt. Ironie, Paradoxon und das künstlerische Agieren als Lebenshaltung traten an die Stelle bisheriger Auffassungen, Nützlichkeitskriterien und Qualitätsbestimmungen. An diesem Befreiungsprogramm arbeiten sich bis heute Künstler (und Betrachter) ab.

Jedes Wahrnehmen bewegt immer schon verschiedene Referenz- und Wertungssysteme. Die Problematisierung der Bedeutung des Kunstkontextes wurde in der Folge des Readymade unter anderem durch die Pop-Künstler in den fünfziger und sechziger Jahren aufgegriffen. Das serielle Reproduzieren des bereits reproduziert Vorgefundenen und die Vergrößerung der aus Werbung und Massenmedien übernommenen Zeichensysteme führten zu einer Ikonisierung des Markenartikels und einer Neubestimmung der Hochkunst-Genres. Der im kommunikativen Zusammenhang verwendete und abgenutzte Alltagsgegenstand willkürlicher Provenienz wurde innerhalb der fast zeitgleichen Fluxusbewegung zum Aktionsmaterial. Dies alles bedingte die Kombination aus sprachlichenund visuellen Untersuchungen innerhalb der konzeptuellen Kunst seit den siebziger Jahren. Der ästhetische Umgang mit allen Objekten der Umwelt (und ihrer medialen Transformationen) wurde Material für schöpferisches Auswählen, begriffliche Aneignung und sinnliches Handeln: ironisches, groteskes und absurdes Spiel mit der Verfremdung in einer von Entfremdung gekennzeichneten Gesellschaft. Damit waren die neuen Diskurse so offen, daß visueller und interpretierender Willkür – bis hin zu unreflektierter Übernahme des Vorhandenen – nun Tür, Tor und Raum geöffnet waren. Duchamps Eingriff führte zu herausragenden soziologischen, philisophischen, anthropologischen und ästhetischen Erkenntnissen, aber auch zu Mißverständnissen, Banalitäten und Überbewertungen.

Gegenwartskunst kann nur verständlich werden, wenn der historische Zusammenhang ihrer Forderungen und Bruchlinien stets mitgedacht wird. Allerdings reicht das alleinige Thematisieren sich verschiebender oder überlagernder Kontexte nicht mehr aus. Das ist bereits Geschichte. Auch das Arbeiten mit Tabu-Bruch und Schock ist historisch überholt, entstammt anderen moralischen Bedingungen in einer Gesellschaft, in der aus aufrichtiger Wut gegen unterdrückende Mechanismen Grenzen gesprengt werden mußten. Die aktuellen Probleme sind andere: beispielsweise die Nivellierung ethik- und geschmacksbildender Prozesse, die Auflösung sämtlicher Grenzen durch mediale Globalisierung und der einseitige Sieg der instrumentellen, technologischen Vernunft (Apparatur) über das Humanum. Künstler sind als Benutzer von kostspieliger High-Tech-Ware längst weniger Produzenten und zunehmend Konsumenten der Industrie-Produkte. Im Zuge dieser Entwicklung ist das wichtigtuerische Spiel mit Namen und Orten häufig bedeutender geworden als das ästhetische Ding: Berlin, Köln, London und New York, oder die Namen angesehener Galeristen und Kuratoren ersetzen die von Duchamp einst ins Spielerische ironisierte Signatur.Name-Dropping als Readymade?

Das Handeln in der Kunst, wie es Duchamp betonte, wurde in den achtziger Jahren von dem New Yorker Künstler Jeff Koons (und anderen) fast wortwörtlich genommen und in extremer Zuspitzung bereits in der Pop art vorgeprägter Tendenzen zum Handeln mit der Kunst umgemünzt: die Ware Kunst als Spekulationsobjekt. Shareholder-Values ersetzten Kunstkriterien. Eine Verkaufsstrategie dabei war, die Kunstgeschichte als Warenhaus zu begreifen und sie entsprechend zu plündern. Eine weitere Strategie knüpfte an Duchamps Einführung des banalen Gebrauchsgegenstands in den Diskurs der Hochkunst an: das Warenhaus als Fundgrube für – in diesem Fall allerdings – meist bereits vom Nutzen befreite Massenware zu begreifen, die durch Überhöhung, Vergrößerung und Vergoldung (bzw. Verchromung) geadelt wurde. Damit aber stilisierte sich Koons zum Superstar des Post-Pop, und sonnte sich im strahlenden Glanz seiner reästhetisierten Mega-Schnäppchen und in der berechneten Akzeptanz der selbstreferentiellen Hochkunst-Szene. Der Künstler ist hier – im Gegensatz zu Duchamp oder etwa Warhol – nicht mehr ‘Erfinder’. Er ist ‘Anwender’ und Anhängsel der Ware Kunst.

Die mit Fotografie agierende amerikanische Künstlerin Cindy Sherman arbeitet hingegen mit bereits vorgefertigten Images und Identitäten, die sie sich tatsächlich anzieht, während sie sich zugleich hinter den verwendeten, medial vermittelten Readymades sukzessive verbirgt. Indem die eigene Person zum Sockel wechselnder Images wird, nimmt sich die Künstlerin als Individuum stetig mehr zurück. Der Unmöglichkeit von Identität in der gegenwärtigen Massenkultur, die nur noch aus bloß äußerlich, bzw. modisch definierten corporate identities besteht, verleiht sie – paradoxerweise – Gestalt. Die Plastik-Puppe als Statthalter des verdinglichten Menschen löst bei Sherman das ehemals zumindest als Form noch vollständige Readymade ab: Auch das vorgefertigte, fotografische Image ist nicht mehr intakt. Identität zerfällt in disparate Einzelteile. Die festgehaltenen Auflösungsprozesse dokumentieren eine gesellschaftliche Realität, in der das Readymade als Produkt dieser Gesellschaft selbst in Auflösung begriffen ist: Unmade.

Im beinah leeren Raum, den das Schweizer Künstler-Duo Fischli & Weiss 1992 in den Deichtorhallen als Arbeitsraum installierte, ist nicht einmal mehr der Maler (Anstreicher) anwesend. Der Künstler/Produzent ist als erkennbare Figur endgültig verschwunden. Längst agiert er in anderen sozialen und medialen Zusammenhängen. Er greift durch Kontextverschiebungen in außerhalb der Kunst liegende Systeme ein. Damit hat die affirmative Subversion dieoppositionelle Negation ersetzt. Die zur Schau gestellte Abwesenheit eines ausführenden Organs betont die Anonymität von Masse und Meinung – auch über die Kunst. Nicht ohne Humor verweist der entmenschlichte, durch wenige Utensilien charakterisierte Arbeitsraum auf den Verlust von identifizierbarer Arbeitsleistung als Wert, und nivelliert en passant die gängigen Unterscheidungen, die Duchamp und seinen Nachfolgern zum Trotz innerhalb der sogenannten Hochkultur noch immer latent gültig sind. Letztlich gelingt dieser Kunstgriff jedoch nur durch dasVorwissen der Rezipienten um die Prominenz der installierenden Künstler. Die einst ad absurdum geführte Signatur tritt durch die Hintertür des leeren Raumes als irrationaler Namenszauber zurück. Sie erweist sich womöglich als einzig verbindlicher, visuell wahrnehmbarer ‘Kontext’, in dem sich die Kunst im Unterschied zur Alltagskultur selber noch erkennt.

Gunnar F. Gerlach

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“Fundgrube Warenhaus”

Vom Readymade zum Name-Dropping: Duchamp und die Folgen
(ISBN / Katalogtext zum 10 Jährigen Jubiläum der Deichtorhallen in Hamburg)

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Originalartikel bzw. ergänzende Info
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http://www.meta-info.de/index.php?newsfull=1&lid=22889&rubrik=politik

medie

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Duchamp | Fontaine | Fountain

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Juni 20, 2009 at 15:45