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Archive for Juni 2009

Der Lissabon-Vertrag ist aus politischen Gründen abzulehnen

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Es ist wie nach einer Wahl: Alle erklären sich zum Sieger

Der Lissabon-Vertrag ist aus politischen Gründen abzulehnen

Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag

Kassel, 30. Juni 2009 – Zum Urteil des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts erklärt der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag in Kassel:

Das Urteil des BVerfG war zu erwarten. Zu Recht wird darin der Kerngehalt des Art. 23 GG als Norm herangezogen, wonach die Bundesrepublik Souveränitätsrechte auf einen übergeordnete „Staatenverbund“ übertragen kann – ohne selbst auf staatliche Souveränität verzichten zu müssen. Welche Implikationen die vom BVerfG erlassenen Bedingungen für das Subsidiaritätsprinzip sowie die Gesetzgebung und Rechtsprechung des Bundes haben wird, bleibt dahin gestellt.

Die Friedensbewegung hat sich in ihrer Kritik am EU-Verfassungsvertrag bzw. am Lissabon-Vertrag nie von juristischen Gesichtspunkten leiten lassen. Vielmehr lehnen wir den sog. „Reformvertrag“ aus politischen Gründen ab. Dabei bleibt es auch. Wenn Unions- und SPD-Politiker das Urteil bejubeln und meinen, damit sei jede weitere Kritik am Lissabon-Vertrag hinfällig, lügen sie sich selbst in die Tasche und anderen die Hucke voll. Man kann sehr wohl den Vertrag ablehnen, und zwar aus folgenden friedens- und demokratiepolitischen Gründen:

  1. Der Lissabon-Vertrag ist zu 95 Prozent identisch mit dem bei zwei Referenden gescheiterten EU-Verfassungsvertrag. Es ist demokratiepolitisch mehr als bedenklich, einen abgelehnten Vertrag unter einem neuen Label noch einmal ratifizieren zu lassen.
  2. Keine Verfassung der Welt enthält eine Bestimmung, wonach sich ein Staat zur Aufrüstung verpflichten würde. Der Lissabon-Vertrag, der ja für die EU Verfassungscharakter hat, sieht eine solche Aufrüstungsverpflichtung vor.
  3. Zahlreiche weitere Bestimmungen des Lissabon-Vertrags sehen eine Militarisierung der EU vor; etwa die Einrichtung einer Rüstungsagentur („Verteidigungsagentur“), die Festlegung der EU-Mitglieder auf militärischen Beistand bei terroristischen Angriffen, die Begründung einer Europäischen Verteidigungsunion, also eines militärischen Beistandspakts und die Möglichkeit weltweiter militärischer Interventionen (u.a. „Frieden erzwingende Einsätze“).
  4. Besonders zu kritisieren ist, dass das Europäische Parlament ausgerechnet in Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik, wenn es also buchstäblich „um Krieg oder Frieden“ geht, keinerlei Entscheidungskompetenz besitzt. Und auch der Europäische Gerichtshof kann in diesem Politikfeld nicht angerufen werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat sich lediglich mit der Frage der Vereinbarkeit von Lissabon-Vertrag und Grundgesetz befasst. Es hat weder über die Friedensverträglichkeit, noch über die Umweltverträglichkeit oder die Sozialverträglichkeit des Verfassungswerks zu entscheiden gehabt. „Weder Europa noch die Welt brauchen eine neue Militärunion“, sagte der Sprecher des „Friedensratschlags“. Zu einem solchen Europa sagt die Friedensbewegung eindeutig JA, der Militarisierung der EU verweigert sie aber weiterhin jede Zustimmung.

Für den Bundesausschuss Friedensratschlag:
Peter Strutynski (Sprecher)

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Besuchen Sie die friedenspolitische Website der AG Friedensforschung,
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden
Mit dem Dossier zum EU-Reformvertrag:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Europa/verf/Welcome.html

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http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Europa/verf/bvg-urteil-baf.html

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Lissabonvertrag: Verfassungsgericht stoppt fortschreitende Entdemokratisierung

Das Bundesverfassungsgericht hat nun die Bemühungen der europäischen und insbesondere der deutschen Politiker zu Entdemokratisierung der EU-Länder gestoppt – zumindest im Geltungsbereich der Bundesrepublik und berücksichtigt damit die Klagen gegen den Lissabon-Vertrag. Dieser kann zwar in Kraft treten, jedoch erst nach Erfüllung weitreichender Auflagen.

Die im Lissabonvertrag vorgesehene Entdemokratisierung der Bundesrepublik wird nun deutschen Politikern noch viel Arbeit verursachen, nachdem ihnen der bequeme Weg, den sie einschlugen, als sie im vergangenen Jahr im Bundestag für den Vertrag stimmten, vom Verfassungsgericht nun verhagelt wurde: es gelang ihnen auf diesem Weg nicht, die eigene Verantwortung als Volksvertreter zu entsorgen und das deutsche Parlament weitgehend zu entmündigen durch Übertragung der Macht an die autokratisch strukturierte EU-Politik.
Dies erfordere die Zustimmung des Volkes, befand nun das Gericht. Für die deutschen Politiker ist nun Nachsitzen angesagt. Die geplante Entdemokratisierung durch Entmündigung der demokratischen Organe der Bundesrepublik muss nun in einzeln abgestimmten Einzelentscheidungen abgesegnet werden.

Es war offensichtlich wesentlicher Bestandteil der Agenda der großen Koalition unter Angela Merkel das Programm des Demokratieabbaus, das Europa wieder autokratisch dominierte Strukturen, die von einer politischen Elite beherrscht werden mit weitgehend nur mehr akklamatorischer Funktion der Parlamente (vor allem des EU-Parlaments) zurück zu führen.
Ob die deutschen Parlamentarier nun bereit sind, auf ihre Parlamentsferien zu verzichten, um die Auflagen des Verfassungsgerichtes mit aller Gewalt noch vor Ablauf der Legislaturperiode zu erfüllen, ist zweifelhaft.
Und ob ein neugewählter Bundestag ebenso bereit ist, unterwürfig einer autokratisch orientierten Politik zu folgen, ist ebenfalls ungesichert.

Der Weg zur Selbstentmachtung, die die deutschen Volksvertreter besonders in der zurückliegenden Legislaturperiode mit Nachdruck anstrebten, ist mit dem aktuelle Urteil deutlich erschwert worden.
Dass sie auf die Fortsetzung ihrer Bemühungen verzichten werden, ist jedoch nicht anzunehmen: diese Anstrengungen können als Voraussetzung dafür gelten, dass sie weiterhin den Zugang zu den Fleischtöpfen, die von der autokratisch gesinnten politischen und ökonomischen Elite des Landes kontrolliert werden, genießen können. gw

http://www.meta-info.de/?newsfull=1&lid=33053&rubrik=politik

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Europäische Sternstunde

Verfassungsgericht zu Lissabon-Vertrag

30.06.2009

Ein Kommentar von Heribert Prantl
Es ist wohl das grundsätzlichste Grundsatzurteil, das Karlsruhe je gefällt hat – und ein „Yes, we can“-Urteil: Ja, wir können Europa bauen, aber nur, wenn wir den Willen des Volkes beachten:
http://www.sueddeutsche.de/politik/374/476881/text/

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Ein arbeitsreicher Sommer in Berlin

Von Wulf Schmiese, Berlin
Gelassenheit im Kanzleramt: Das Begleitgesetz zum Lissabon-Vertrag muss angepasst werden

Der Verfassungsrichter Voßkuhle hatte noch nicht begonnen, in Karlsruhe die Begründung der Lissabon-Entscheidung zu verlesen, da war führenden Politikern in Berlin schon bewusst: Die Sommerpause wird für sie noch etwas härter werden, als sie es im Wahlkampf ohnehin ist:

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DBEE1/Doc~E8258807ACDC

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Das Bundesverfassungsgericht findet den EU-Reformvertrag nicht verfassungsfeindlich, formuliert aber Einschränkungen.

VON CHRISTIAN RATH

(…) Im Kern müssten aber folgende Bereiche in nationaler Zuständigkeit bleiben: Strafrecht, Polizei, Militär, Steuer-, Sozial- und Medienpolitik, Bildung, Kultur und Religionsfragen. Hier solle sich die EU auf die Lösung grenz-überschreitender Probleme beschränken.

Um zu verhindern, dass die EU-Befugnisse stillschweigend ausgeweitet werden, verlangt das Verfassungsgericht, dass der Bundestag jeweils per Gesetz zustimmt, wenn die EU ohne Vertragsänderung neue Aufgaben erhält. Bisher konnte der Bundestag in solchen Fällen nur ein Vetorecht geltend machen oder sogar nur eine Stellungnahme abgeben. So viel Laissez-faire halten die Richter aber für verfassungswidrig:

http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/grosses-ja-kleines-aber/

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Im Namen der Völker

Urteil zum Lissabon-Vertrag

01.07.2009

Von H. Kerscher

Das Verfassungsgericht will die Souveränität der Staaten nicht aufgeben. Es stärkt den Bundestag – und untersagt dem Bundespräsidenten, den Lissabon-Vertrag zu unterschreiben.

Letztes Wort aus Karlsruhe

So behält sich Karlsruhe das letzte Wort bei der Prüfung vor, ob durch EU-Recht der unantastbare Kerngehalt der Verfassungsidentität des Grundgesetzes gewahrt sei. Und das Verfassungsgericht wird auch prüfen, ob Rechtsakte der europäischen Organe und Einrichtungen vom zugrunde liegenden Vertragswerk gedeckt sei. Die Juristen nennen so etwas gerne „Ultra-vires-Kontrolle“ – und so steht dieser Begriff auch im Urteil:

http://www.sueddeutsche.de/politik/445/476952/text/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Foto: Jörg Stange 08, Gunnar F. Gerlach GfoK Archiv

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Juni 30, 2009 at 22:51

Frampton Feldpost | Maersk und das Meer

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Peter Frampton

Bekannt wurde der Gitarrist als Mitglied der Rockband The Herd. Er spielte mit Steve Marriott (von den Small Faces) bei Humble Pie und auf Alben von Harry Nilsson und George Harrison. Sein erstes Soloalbum war 1972 Wind of Change.

Framptons Durchbruch als Solist war das sechsfache Platin-Album Frampton Comes Alive (1976) mit den Hits Do You Feel Like We Do, Baby, I Love Your Way und Show Me the Way. Zum 25-jährigen Jubiläum des Erscheinens von Frampton Comes Alive wurde das Album sowohl auf Doppel-CD, SACD und auch auf DVD-Audio in der kompletten Konzert-Fassung mit allen damals gespielten Titeln herausgebracht. Nach seinem nächsten Album I’m in You hatte Frampton einen schweren Autounfall auf den Bahamas. Wieder auf den Beinen, spielte er in der Verfilmung von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (…)

In den 1980er Jahren kehrte Frampton zur Musik zurück, konnte jedoch nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen. 1987 tourte er mit David Bowie. In den 1990er Jahren tourte er in Ringo Starrs All Star Band zusammen mit Gary Brooker (Procol Harum), Jack Bruce (Cream) und Simon Kirke. Nachdem er 1997 bei Grand Funk Railroad gespielt hatte, erschien 1999 der Konzertmitschnitt Live in Detroit als DVD-Video und Audio-CD. Mit Bill Wyman und den Rhythm Kings tourte er ab 2000 immer mal wieder durch Europa.

Seine jüngsten Alben sind Now, das 2003 herauskam und „Fingerprints“, das 2006 erschien:

http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Frampton

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Frampton-Feldpost

Peter Frampton = Breaking All The Rules

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Container-Transporte weltweit mit oder ohne Rüstung im Pool ?

Die Befrachtung der Schiffe führt nicht HANSA TREUHAND durch (Hamburg 1, Interview) Der Red. fiehl auf, dass der Reeder der HANSA TREUHAND in einem Interview mit dem TV Sender Hamburg 1, (ohne das dies abgefragt wurde) darauf hinwies, dass sämtliche Befrachtung seiner Flotte mit mittlerweile über 100 Container Schiffen nicht in „der Hand von Treuhand“ läge. Online gibt es auf der HT Website dazu einen Eintrag. Bei weiterer Recherche wird in einem Spiegel-Beitrag darauf hingewiesen, dass Maersk (Pool-Partner von Hansa Treuhand) die weltweit grössten (geheimen) Rüstungstransporte in den letzten Jahren durchführte. Was hier nicht heissen soll Rüstungstransporte (ohne/mit Wissen von HT ?) und den Befrachtungsunternehmen durchgeführt werden. Die Frage allerdings drängt sich auf.

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Website HANSA TREUHAND: (…) In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Befrachtung sämtlicher von NSB Niederelbe bereederten Schiffe von Conti, Gebab und NV seit Sommer 2001 einheitlich bei Continental Chartering in Hamburg liegt, einem 1999 zunächst nur für Conti-Schiffe gegründeten Befrachtungsunternehmen. Es gehört heute größtenteils N SB Niederelbe , sowie zu kleineren Teilen dem Geschäftsführer Peter Tamm jr. und dem Schiffsmakler Hinneberg. Die neueste Veränderung: Ab sofort werden auch die bei Martime, Elsfleth, bereederten Gebab-Schiffe von hier aus befrachtet. Bereits seit 1993 wird bei Hansa Treuhand gepoolt (…)

http://www.hansatreuhand.de/2002-06_Hansa.146.0.html

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(…) Das Weiße Haus hielt sich zu Beginn des Geiseldramas – die größte Verschleppung von US-Bürgern in den vergangenen Jahren – zurück. Man beobachte den Fall und spreche mit der Reederei, hieß es. Diese ist der Regierung bestens bekannt, seit Jahren verschifft die US-Firma Maersk Limited, die zur dänischen Moller-Maersk-Gruppe gehört, für das Pentagon Ausrüstung, Waffen und auch geheime Technik in alle Welt :

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,618234,00.html

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Seit März 2000 ist das MS »HANSA CALYPSO« bei der dänischen Reederei A.P. Moeller/Maersk Sealand beschäftigt. Das Schiff wurde auch im Berichtsjahr im Mittelmeer – Westafrika Liniendienst eingesetzt. Nach Beendigung einer Verlängerung für zwölf Monate im Februar 2005, wurde mit dem Charterer eine weitere Fortsetzung der Beschäftigung bis Juli 2007 vereinbart. Im Anschluß hat der Charterer ein Optionsrecht für weitere zwölf Monate. Der technische Betrieb des unter dem Charternamen MS »MAERSK PIRAEUS« fahrenden Schiffs verlief zufriedenstellend. Seit 2001 ist das MS »HANSA CALYPSO« Mitglied im C-16 Pool der HANSA TREUHAND-Gruppe:

http://www.hansatreuhand.de/fileadmin/user_upload/pdf/Leistungsbilanz_Einzelschiffe/Hansa_Calypso.pdf

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SPIEGEL-Interview |  Task Force 373 | Afghanistan-Protokolle | 26.07.2010

„Wir müssen sie stoppen“

WikiLeaks-Gründer Julian Assange, 39, über sein Netzwerk, seine Mission und seine Regeln
SPIEGEL: Herr Assange, Sie veröffentlichen eine riesige Menge Geheimmaterial über den Krieg in Afghanistan. Was ist Ihr Motiv? mehr

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Arkadien II = der etwas andere Elb-Spaziergang ‘09 + Indikation zur Operation

https://medienwatch.wordpress.com/arkadien-ii-der-etwas-andere-elb-spaziergang-09-indikation-zur-operation/

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Interessant ist folgender Artikel auf Telepolis/Heise und eine Stellungnahme von Amnesty International in dem eine andere Hamburger Reederei in illegale Waffentransporte verwickelt ist:

Deutschland sorgt für Waffennachschub

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29631/1.html

Ein deutsches Containerschiff wollte US-Munition nach Israel bringen. Doch der Krieg im Gazastreifen kam dazwischen

Von Otfried Nassauer

(..) Auch die geringere Auskunftsbereitschaft hatte ihren Grund. Amnesty International hatte von dem Munitionstransport Wind bekommen und berichtet, in den Ausschreibungsunterlagen sei auch von Granaten mit weißem Phosphor die Rede (..)

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/nahost/Nahostkonflikt-Gaza-Israel;art2662,2712789

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Die nukleare NATO etc.
http://www.bits.de/public/researchreport/rr12-1-4.htm

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WIND WIND
Wind gehörte als erster Schüler von Erwin Panofsky zur Warburg-Schule und arbeitete nach dessen Übersiedlung nach London am Warburg Institute. Er hat Aby Warburg noch kennengelernt, der den analytischen Verstand des jungen Kunsthistorikers sehr schätzte. Wie Panofsky war Wind Ikonologe und ein Spezialist der italienischen Kunst und Philosophie. Ihren platonistischen Bildern und Vorstellungen, den heidnischen Mysterien der Renaissance ist sein Hauptwerk gewidmet.

Seine wichtigen Bücher sind die philosophische Habilitationsschrift Das Experiment und die Metaphysik (1934), das kunsthistorische Werk Heidnische Mysterien in der Renaissance (Pagan Mysteries in the Renaissance) (1958) und der kunstphilosophische Essayband Kunst und Anarchie (Art and Anarchy), die Reith Vorlesungen der BBC, 1960 gesendet, 1963 erfolgreich veröffentlicht. Dazu kommen viele kunstwisenschaftliche Essays, über Michelangelo und Pionierarbeiten zur englischen Kunstgeschichte.

Winds philosophischer Lehrer war Ernst Cassirer. Er hatte in Freiburg Husserl und Heidegger gehört, lehnte ihren Denkstil aber strikt ab. Schon Husserl hielt er für irrationalistisch und Heidegger war für ihn im Rückblick der geborene Nationalsozialist [1]. Zwei Jahre in North Carolina brachten ihn in Kontakt mit dem amerikanischen wissenschaftlichen Pragmatismus und Das Experiment und die Metaphysik ist davon geprägt. Aber schon Aby Warburg hatte seine philosophisch-psychologischen Notizen als pragmatisches Philosophieren verstanden und dennoch Hegel bewundern können.

Wind ging 1940 in die USA und kam 1955 zurück nach England. Er wurde Oxfords erster Professor für Kunstgeschichte. 1967 trat Wind in den Ruhestand.


Edgar_Wind

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Rüstung: Wie Deutschland Gaddafi unterstützt(e) etc.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/29/peter-frampton/

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[Wasseraktie°]

artbase-projekt: Wasser für Somalia
Nicola Kaatsch* MSF, IPPNW, Lühr Henken (ehemaliger bundespolitischer Sprecher “Für Frieden und Internationales”, Grüne) , Ahmed Guled (Pres. from Organisation for Somali Unity) , Jörg Stange (artbase,gfok) | Fotos: =>[::]<=
artbase in Zusammenarbeit mit Gunnar F. Gerlach (Kunstwissenschaftler, Sofi), Gerd Stange (Künstler, Sofi), Harald Finke (Künstler, Sofi), Cornelius Buchmann (Politiker, Autor), Beate Brost (Fotografin), ECOTERRA* (Prof. Julian Bauer, Agrarwissenschaftler), Hartmut Heller (Friends of Nature, deutsche Sektion: Freunde der Naturvölker e.V.)
mit Unterstützung von Gerda Zorn (Autorin), Peggy Parnass (Autorin, Schauspielerin), Arie Goral-Sternheim (Autor und Maler), Rolf Grömmer (Druckerei), Gunter Gerlach (Autor), Reimer Eilers (Autor), Heinz Östmann (Fischer), Dr. Benjamin Leunmin (Afrikanische Union), Peter de Vries (Hutmacher und Musiker), »Notruforchester«, Mechthild Bausch, Julia Kossmann, Hajo Schiff (JournalistInnen) Schulen (Projektunterricht etc.) und v.a. …
Kunsthaus Hamburg: artbase-sofi Projekt in “Bahomas Land” auf Einladung von Mike Hentz 1994
*ECOTERRA, “Verein für umweltgerechtes Wirtschaften”
https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/14/wasseraktie-kunstprojekt-wasser-fur-somalia/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | http://www.meta-info.de | Foto: »Maersk-Wind09« Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Archiv, Das Experiment und die Metaphysik = Edgar Wind [:::] [:::]

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Juni 29, 2009 at 18:57

Lost & Found = »Fron(t)berichte % Feldpostbriefe« + mehr

with 2 comments

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Droemsby_Gunnar_F_Gerlach-collage-gerlach-stange

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„Droemsby“ Collage 2001, »DADAS-Touristik-Collage« (oben): g.f.g, jst [Text von Gunnar F. Gerlach => Bitte Bild aktivieren, Danke.]

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metasynapse.de
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SPIEGEL-Interview |  Task Force 373 | Afghanistan-Protokolle | 26.07.2010

„Wir müssen sie stoppen“

WikiLeaks-Gründer Julian Assange, 39, über sein Netzwerk, seine Mission und seine Regeln
SPIEGEL: Herr Assange, Sie veröffentlichen eine riesige Menge Geheimmaterial über den Krieg in Afghanistan. Was ist Ihr Motiv? mehr
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Dokumente zum Afghanistan-Einsatz

Logbuch des Krieges

Die Militär-Dokumente belegen, dass es eine geheime US-Einheit in Afghanistan gibt, die Taliban gezielt jagt und tötet. Damit werden die PR-Strategen widerlegt. VON SVEN HANSEN
http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/logbuch-des-krieges/

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Georg Schramm als Oberstleutnant Sanftleben im Interview mit Alexander Kluge

Bundeswehreinsätze am Hindukusch, Afrika etc.

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Seite in Bearbeitung

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Nicaragua

30 Jahre Revolution in Nicaragua

Die alten Ikonen

Die Fotos gingen um die Welt: Junge Leute besiegten 1979 in Nicaragua die Nationalgarde. 30 Jahre danach erzählt einer derjenigen, die damals auf den Fotos waren, seine Geschichte. VON RALF LEONHARD

http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/die-alten-ikonen/

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Spanischer Bürgerkrieg

Gefälscht?!

Von Merten Worthmann | DIE ZEIT, 23.07.2009 Nr. 31
Zu den neuen Zweifeln an der Echtheit von Robert Capas berühmtester Kriegsfotografie:

http://www.zeit.de/2009/31/Robert-Capa

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Zwischengeschoben

Pornografie des Krieges

Fotos von der Front

Von Sonja Zekri | 29.09.2005, 18:30
Eine Internetseite zeigt Horrorbilder toter Iraker, aber das Pentagon mag nicht ermitteln.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/417/405195/text/

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Von Sabine B. Vogel

Documenta-Empfehlung

Tabu und Übertretung – Thomas Hirschhorns „Bataille Monument“

„Thomas Hirschhorn erklärt zu seinem Projekt: „Ich bin ein Fan von Georges Bataille, er ist Vorbild und Vorwand zugleich. Georges Bataille untersuchte und entwickelte das Prinzip des Verlustes, des sich Ausgebens, der Gabe und der Maßlosigkeit.“ Diesen Vorgaben folgt die Installation von der imposanten Bataille-„Ausstellung“ – mit Mengen an Anschauungsmaterial – bis zur Gesamtinszenierung“ (…) =

http://www.faz.net/

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Die Welt verletzen!

Zum 100. Geburtstag des französischen Philosophen, Dichters, Heiligen und Erotomanen Georges Bataille

Nur die Lauen oder Keuschen haben von der Gewohnheit behauptet, daß sie die Sinne abstumpfe: Das Gegenteil ist der Fall, aber es ist mit der Lust wie mit der Malerei oder der Musik, sie verlangt ein dauerndes Abweichen von der Regel.

(Georges Bataille, „Abbé C“)

I Zwischen Sadismus und Surrealismus =

http://www.zeit.de/1997/37/Die_Welt_verletzen_?page=all

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Karottenpostkarte
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Chrisdian Wittenburg

Neue Arbeiten & alte Zwänge

Chrisdian Wittenburg beschäftigt sich in seiner Arbeit seit vielen Jahren ausführlich mit dem Thema der körperlichen Behinderung, angeregt durch viele intensive Begegnungen mit behinderten Menschen. So hat er 2007 unter diesem Vorzeichen viele Monate in der virtuellen Parallelwelt Second Life verbracht und sich dort einen behinderten, bettelnden Avatar auf einem Rollbrett geschaffen, ELAY Egoyan.

In einer Art Versuchsanordnung testete er, welche Reaktionen ein Behinderter bei all den perfekten, banalen Schönheitsidealen gehorchenden Avataren hervorrufen würde. Beispielsweise stellte er fest, dass man in Second Life keinen Selbstmord begehen kann, Probleme und Abgründe sind dort nicht vorgesehen. Das Projekt wurde in einem Blog auf The Thing Hamburg festgehalten.

In einem neuen Projekt begibt sich Chrisdian Wittenburg nun wieder in Second Life, diesmal um seinen behinderten Avatar, der inzwischen ganz „klassisch“ im Rollstuhl sitzt, Freundschaften schließen zu lassen und mit ihnen Touristenfotos zu schießen. Eine scheinbar gegensätzliche Herangehensweise, doch mit dem gleichen Ziel, Behinderung zu propagieren.
Die so entstandene Bilderserie „making friends“ wird jetzt im Ausstellungsraum der FRISE zu sehen sein.

In einer neuen Fotoserie von ungewöhnlich geformten Kartoffeln, die den zweiten Teil der Ausstellung bildet, nähert sich Wittenburg der Behinderung auf eine nicht moralisierende Weise, da keine behinderten Menschen dargestellt sind, die einen Appell an den Betrachter implizieren. In an Pin-Up-Fotografie erinnernder Weise nähert er sich den Formen, die die Kartoffeln bereitwillig und geduldig zur Verfügung stellen.

In seinem Vortrag „First and Second Life of Linda“ am 2. Juli wird Chrisdian Wittenburg über die Hintergründe seiner Arbeit, über die neuen Arbeiten und über das Festhalten am Thema Behinderung sprechen.
Er selbst nennt es die Form des „unterhaltenden/belehrenden/aktionistischen Vortrages mit Bildbegleitung“. Zur Finissage am 15. Juli werden Filme zum Thema Glück und Behinderung gezeigt und Kartoffelsuppe gereicht.

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In der Reihe “Nets & Nodes”:

Chrisdian Wittenburg ‚Neue Arbeiten & alte Zwänge‘

Vernissage: Donnerstag, 2. Juli 2009
20 Uhr Vortrag „First and Second Life of Linda“
Ausstellung: 3. – 12. Juli, Fr bis So, 16 – 18 Uhr
Finissage: Mittwoch, 15. Juli 2009
20 Uhr Filme zu den Themen „Glück“ und „Behinderung“
Es wird Kartoffelsuppe gereicht.

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http://www.frise.de/deutsch/aktuell.html

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» Im Dunkel leuchten «

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Am 26.06.09 um 20 Uhr eröffnet im Kunst- und Kulturverein Linda die Ausstellung „Im Dunkel leuchten“ mit Fotografien von Jan Brandes. Wie schon in vorangegangenen Arbeiten hat sich der Fotograf hier mit einem übergeordneten gesellschaftlichen Thema auseinandergesetzt. Bei der aktuellen Serie handelt es sich um ein fotografisches Essay zum Thema Verehrung. Bei der freien Assoziation zu diesem Begriff wird schnell klar, um was für ein vielseitiges und ambivalentes Themenfeld es sich hierbei handelt.

In der westlichen Gesellschaft betrachten wir unser Leben nicht mehr in erster Linie als Kampf ums Dasein, als Erfüllung von außen auferlegter Pflichten oder Befolgung gottgegebener Gebote. Stattdessen suchen wir nach Abwechslung, nach interessanten Erlebnissen und Selbstverwirklichung, wobei Konsum und Kommunikation die Hauptforen und -faktoren dieser neuen Identitätssuche und Verwirklichung sind. Neue Leitbilder, die diesem lockeren Anspruch nach Unterhaltung und Besonderheit entsprechen lösen überlieferte Autoritäten ab. Diese müssen sich nun an den neuen Maßstäben messen lassen. Stars verschiedenster Arten werden zu neuen Leitbildern, deren Verständnis ähnlich relevant wird wie in früheren Phasen der Menschheitsentwicklung das Verständnis von Göttern, Helden und Herrschern.

Verschiedene, alte und neue, Formen von Verehrung zusammenzutragen und sie in einer Fotoserie einander gegenüberzustellen, zu sehen, inwieweit sie einander gleichen oder sich spezialisiert haben und nun voneinander unterscheiden, wie austauschbar oder einzigartig sie sind, ist das Leitmotiv dieser Arbeit.
Die beobachteten Szenen ergeben einen Mix aus Fankultur, Fetisch, Markenwahn, Patriotismus, Religion, Sex und Heldentum, der so einen Einblick in das vermittelt, was Teil unserer Gesellschaft ist und schon immer Teil der menschlichen Natur war.

Vernissage:
Freitag, 26. Juni 2009 | 20:00 Uhr

Ausstellungsdauer:
26. Juni bis 05. Juli 2009

Öffnungszeiten:
Samstag, 27. Juni & Sonntag, 28. Juni | jeweils 15:00 bis 19:00 Uhr
Donnerstag, 02. Juli bis Sonntag, 05. Juli | jeweils 15:00 bis 19:00 Uhr

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http://www.chezlinda.de/

Weblink

www.janbrandes.com

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independent | Monday, 20 July 2009

‚Hello mum, this is going to be hard for you to read …‘

At 19, Rifleman Cyrus Thatcher was one of the youngest victims of the Afghan war. These letters – given to The Independent by his family – reveal the excitement of a teenager sent to fulfil his dream, and his maturity in confronting the possibility that he might not make it home:

Hier bitte weiterlesen

http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/hello-mum-this-is-going-to-be-hard-for-you-to-read-1753008.html

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Pathetischer Hilfeschrei

Neue Songs von Michael Jackson

Von Andrian Kreye

Trotz aller Eskapaden hat Michael Jackson in den letzten Jahren um die 100 Songs aufgenommen. Der „geheime Katalog“ soll bald erscheinen. Will man diese Lieder wirklich hören?

(…) Einige der Songs tauchten immer wieder auf und warfen die Frage auf, ob ein Künstler nicht das Recht hat, selbst zu bestimmen, was von ihm erscheint und was nicht. Das aber wird nach dem Tode unmöglich. Und gerade im Pop gibt es kaum ein Geschäft, das so einträglich ist, wie das Geschäft mit den Toten.
Rahmen:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/265/476773/text/

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Krieg oder nicht Krieg, – dass ist hier (k)eine ?

„Einsatz ist ohne vernünftige Alternative“

Regierungserklärung: Merkel zu Afghanistan

02.07.2009, 11:09

Während die USA im Süden Afghanistans eine Großoffensive gegen die Taliban starten, verteidigt Kanzlerin Merkel den Einsatz der Bundeswehr im Norden des Landes. Verteidigungsminister Jung warnt vor „unverantwortlichen Diskussionen“.

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/668/477165/text/


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Kampfhund am Körper

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Von Christian Kortmann

Wer besäße nicht gerne einen Hightech-Anzug, der stärker, schneller und unbesiegbar macht? Die modernste Rüstung der US-Armee in der Clip-Kritik.

Entwickler Jim Ni schwärmt von der „wahren Wohltat für deinen Soldaten“, der nun leichtfüßig und spielerisch durch die dünne Höhenluft von Afghanistans Bergwelt patroullieren kann. Die Technologie, die dem Militär heute wirklich zur Verfügung steht, wird noch ausgefeilter sein, doch dieser Werbeclip des Rüstungskonzerns Lockheed Martin vermittelt eine Ahnung von der fortschreitenden Mensch-Technik-Verschmelzung:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/544/477041/text/

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IRAK-KRIEG

Die Fahnenflucht der US-Medien

Von Marc Pitzke, New York (2003)

Selbst die schießfreudigen US-Medien werden immer kriegskritischer. Tote Soldaten beherrschen die Schlagzeilen, Exposés enthüllen Versäumnisse der Regierung, der Milliardär George Soros finanziert gar eine Anti-Kriegs-Kampagne. Ein Menetekel für Präsident Bush: So begann auch das Ende des Vietnamkriegs:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,273712,00.html

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Vietnam – I Shall Be Released – The Band

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| Fron(t)berichte

1. Als die Geldwirtschaft entstand, mussten die Bauern zunehmend mit Geld bezahlen statt Fronarbeit zu leisten:

http://de.wikipedia.org/wiki/Frondienst

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Aktive Archive
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Schmerzfeldforschung

[ES°] obliegt einer poetischen und intellektuellen Wahrnehmung und Ahnung, – und ist im wesentlichen Ableitung und Produkt, im Reflex auf die oberflächlichen und verbogenen Spiegelungen der Dinge. Und das Erbebnis des denkenden und empfindenden Subjekts: ES war immer schon da, als etwas im Vorwege, ruhendes – als SubStrom, unterspült und umspült es Analog das inszenierte Verflachungsszenario: Die Gralshelden von einst… Es regt sich der Widerstand zur Anektierung der Ouote !

Die „intuitive Handhabung“ der Dinge und ihr Übertrag, (im Sinne von Beuys), als gestalterisches Prinzip, scheitert immer wieder an der Trägheit der Masse . siehe [KartoffelGelder°] obwohl die Pommes Frites doch eigentlich politisch sind!

(Roland Barthes, Mythen des Alltags)

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„Schmerzfeldforschung“ Gedankenskizze 1999

http://www.metasynapse.de/stange/texte/schmerzfeldforschung.html

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kapiTALENTwicklung – Installation Christine Ebeling

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aktive archive | Die derzeitige Regierung, Herr von Beust und Herr Dräger haben es sich zur Aufgabe gemacht, unsere schöne Stadt mit vielen neuen Talenten zu besetzen:

https://medienwatch.wordpress.com/2008/07/09/kapitalentwicklung-installation-christine-ebeling/


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artbase-Projekt 1993: Wasseraktie »Wasser für Somalia«

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Von Hajo Schiff

Feldpostkarten zu Wasseraktien

Mit der sozialökologischen Freiheitsinitiative (SOFI)

Haben Sie in letzter Zeit mal wieder eine Feldpostkarte bekommen? Nicht vom Flohmarkt sondern aus aktuellem Kriegsgebiet, wo sich unsere Jungs nützlich machen? Na dann sind sie gar nicht auf dem Laufenden: 12 einberufene Postbeamte leiten die mit FELDPOST abgestempelten Briefe aus Belet Weyne zum deutschen Inlandsporto von der Front in die Heimat:

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https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/14/wasseraktie-kunstprojekt-wasser-fur-somalia/

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TAZ-HAMBURG 06.08.1994
TAZ-Bericht Julia Kossmann

Die Kunst der Hilfe zur Selbsthilfe

wasseraktie-artbase-flasche-sandetikett-220-artbase

Hamburger Kunstprojekt artbase arbeitet für Somalia / Mappenwerk zur Aktion erschienenAn die 500 Millionen Mark hat die Bundeswehr während ihres Einsatzes in den brennend heißen Wüstensand Somalias gesetzt. Ende März dieses Jahres wurden die letzten der 1.700 deutschen Soldaten heimgeholt. Geblieben ist außer ein paar Brunnen mitten in der Wüste nichts. Schon ist das Weltinteresse wieder mit einer neuen und ebenfalls auf den historischen Fundamenten des Kolonialismus wurzelnden Katastrophe in Ruanda beschäftigt.

Die europäische Einmischung in Afrika, einem Kontinent mit über 1.000 Völkern, die in Staaten leben, deren Grenzen mit den traditionellen afrikanischen “Staatsformen” nicht in Übereinstimmung zu bringen sind, hat sich bisher als kontraproduktiv erwiesen. Orientiert an den Bedürfnissen und Gegebenheiten des Landes ist dagegen das artbase-Projekt, das der Hamburger Künstler Jörg Stange im vergangenen Herbst initiierte und am 3. Oktober 1993 in der konzertierten Kunstaktion “Wasser für Somalia” gemeinsam mit dem SOFI (sozial-ökologisches-Freiheits-Institut) an den Landungsbrücken vorstellte. Mittlerweile arbeiten Menschen aus den verschiedensten Bereichen der Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik und in Deutschland lebende Somalis bei artbase mit.

Ausgehend von der Maxime “Schenke einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn einen Tag, gib ihm eine Angel, und er wird in seinem Leben nicht mehr hungern müssen” unterstützt artbase den Wiederaufbau einer Fischerei-Kooperative in Las Koreh im Norden Somalias. Obwohl nie direkt vom Bürgerkrieg betroffen liegen auch hier im Norden Somalias die Handels- und Versorgungswege brach, und Raubfischer aus Industrienationen schöpfen mit modernen Booten die Fischbestände ab (…) =[::]=

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Zitat 07.05.2006
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» Ich habe es immer für sinnvoller gehalten, Notleidenden eine Angel statt eines Fisches zu schenken «

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Bettina Gaus: Front-Berichte. Die Macht der Medien in Zeiten des Krieges

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Frontberichte.

Die Macht der Medien in den Zeiten des Krieges

FH: Kurz vor dem bis jetzt noch unklaren Ausgang der Wahl in den USA interessiert mich ob es sinnvoll ist während sich ein Land in einem Krieg befindet einen Machtwechsel herbeiführen zu wollen? Wie schätzen Sie diese Kriegssituation im Irak ein gerade aus einer kritischen Perspektive über die Möglichkeiten der medialen Kriegsberichterstattung. Wenn es jetzt diesen Machtwechsel geben sollte oder auch nicht wäre das überhaupt sinnvoll je nachdem welche Situation man in einem Kriegsgebiet hat?

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http://www.fehe.org/index.php?id=354

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Zitat: von kollateralschaden


„Das mit dem Terror made in Afghanistan haben sich vermutlich irgendwelche Neocon-Think Tanks bei einer Runde Skat ausgedacht“.

Die Deutschen sollten bei diesem Bloedsinn nicht laenger mitmachen.

In diesem Forum geht es nicht um Lügen, Gehirnwäsche und Moral. Denn schließlich soll dort der Kapitalismus eingeführt werden. Hier geht es auch nicht um die Trauer der Hinterbliebenen. Hier geht es einzig und allein um die Frage, sind diese jungen Menschen nach den Bestimmungen der Heeresdienstvorschrift unter dem Mandat der UNO ums Leben gekommen.
Bei der Einweihung der hundertsten Schule in Kundus, Frau Merkel ließ sich das natürlich nicht entgehen, fragte ein sechzehnjähriger: „Du, Tante, auch die Brunnen an jeder Strassenecke sind ganz toll, aber weißt du eigentlich wo mein Papa ist?“ Die Kanzlerin erteilte ihrem Minister das Wort, der dem Jungen antwortete: „Im Namen der BRD muss ich dir mit unserem tiefsten Bedauern mitteilen, dass dein Vater die Schule selbst bauen wollte. Deshalb mussten wir ihn erschießen“. Daraufhin ging der sechzehnjährige Junge nach Hause und gürtete sich mit C 4.
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Weitere Beiträge: Arkadien II
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https://medienwatch.wordpress.com/?s=L%C3%B6ns
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https://medienwatch.wordpress.com/?s=widerstand
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https://medienwatch.wordpress.com/morsemanko-die-option-der-oper%c2%b0/
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Frampton Feldpost
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https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/29/peter-frampton/
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Kommentare:

http://www.youtube.com/watch?v=yI0T2bTHoGE

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Kontraste: Unselige Traditionen – wie viel Wehrmacht steckt in der Bundeswehr?


https://medienwatch.wordpress.com/2009/04/12/kontraste-unselige-traditionen

Kommentare:

http://blog.rbb-online.de/roller/kontrasteblog/entry/unselige_traditionen_wie_viel_wehrmacht

klimatisch weiterführende Links:

Eisernes Kreuz in Polen ermittelt die Staatsanwaltschaft

http://www.meta-info.de/?newsfull=1&lid=32376&rubrik=politik

Internationales Schifffahrts Museum Tamm

http://www.thing-hamburg.de/index.php?id=826

maritimes-museum-%e2%80%9eleichen-im-keller-neger-u-boote-vor-der-tur%e2%80%9c/

https://medienwatch.wordpress.com/?s=Stalingrad

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war-sea-stange-gfoktv-war-picture | jörg stange
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Krieg in Serie als american way of life

Metainfo Huffingtonpost | David Bromwich, Professor an der US-Elite Universitaet Yale und Blog-Autor der Huffington Post,, befasst sich mit der Frage, wie das Initiieren und Fuehren von Kriegen zum modernen „american way of life“ werden konnte. Es sei heute fuer keinen Praesidenten noch moeglich, einen Krieg zu beenden, ohne den naechsten anzufangen oder zu intensivieren:

https://medienwatch.wordpress.com/2009/07/28/krieg-in-serie-als-american-way-of-life/

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Analyse zum „Fest der falschen Helden“

Der Landesfestumzug am Sonntag bietet Bühne für eine Bewegung, deren Väter vor 50 Jahren mit Waffen und Sprengstoff die Wiedervereinigung Tirols erzwingen wollten. „Fest der falschen Helden“, eine Analyse von Manuel Fasser.

Der zum Helden verklärte Antiheld dieses Südtirol-Terrorismus schlechthin präsentierte sich in Magazin-Reportagen der Sechziger mit Pistole im Graben, beim Pfeife rauchen im Norweger-Pullover oder in der Uniform des Schützenmajors, an der Brust Eisernes Kreuz I und II, Verwundetenabzeichen und dem Allgemeinen Sturmabzeichen der Gebirgstruppe. Sein Name: Georg „Jörg“ Klotz, Jahrgang 1919, Kriegsfreiwilliger, in „patriotischen Kreisen“ seit den späten Sechzigern als „Held des Freiheitskampfs“ gefeiert.


http://tt.com/tt/tirol/story.csp?cid=13938895&sid=56&fid=21

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Siegfried Lenz stellt Novelle «Landesbühne» vor

Hamburg – Schriftsteller Siegfried Lenz (83, «Schweigeminute») glaubt, dass Literatur «unterwandernde Wirkung» hat.
«Sie ist eine Einladung an den Leser, seine eigene Situation und Umwelt zu vergleichen. Entweder, er fühlt sich bestätigt – oder er weist für sich selbst dann etwas zurück», sagte der Autor bei der Vorstellung seines neuen Buchs «Landesbühne» am Mittwochabend in Hamburg. Beim «Harbour Front» -Literaturfestival sprach Lenz vor rund 800 Besuchern im Cruise Terminal im Hafen der Hansestadt mit seinem Verleger Günter Berg (Hoffmann und Campe).

In der Schelmen-Novelle, die am 23. September auf den Markt kommt, thematisiert Lenz wie in früheren Werken auch Literatur und Theater.

http://www.mopo.de/2009/20090917/deutschland-welt/kultur/siegfried_lenz_stellt_novelle_landesbuehne_vor.html

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FSK-Radio zum Thema | 23.07.2010

„Diktatur und Krieg haben den künstlerischen Aktivismus in Mitteleuropa, wie er mit dem Dadaismus begann, vernichtet.

Durch den Strom des Exils verschob er sich auf den amerikanischen Kontinent.
Dieser Band beleuchtet den Avantgardismus im frühen 20. Jahrhundert anhand der Fotografie, des Tanzes, surrealistischer Gruppierungen etc., um sich dann dessen Weiterentwicklungen bis in die jüngste Vergangenheit zuzuwenden.
Die Beiträger/-innen, darunter Theoretiker und Künstlerinnen aus New York, lassen die kulturellen Differenzen zwischen Europa und den USA verstehbar werden und zeigen, dass Avantgarde und politischer Aktivismus aufs Engste zusammengehören.

Lutz Hieber ist Professor für Kultursoziologie an der Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kultursoziologie, Soziale Bewegungen, Soziologische Theorie und Queer Theory.“

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1. Teil des Interviews (Hauptteil) Download Anhören
Länge 46:57 Minuten
Name/Größe 20100723-quotavantg-35201.mp3 / 44024 kB
Dateiformat MPEG-1 Layer 3, 128 kbit/s, Stereo, (44100 kHz)
Datum 23.07.2010/17:07

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| medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | metasynapse.de | meta-info.de | „Droemsby“: Words = Card-Backsite + Collage 2001, »DADAS-Touristik-Collage« (oben): Gunnar F. Gerlach, Bildbearbeitung: Jörg Stange

Written by medienwatch & metainfo

Juni 27, 2009 at 14:41

Netzwerkrecherche: Sind Zeitungen systemrelevant ?

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Foto + Bildbearbeitung: Jörg Stange

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Sind Zeitungen systemrelevant?

[netzwerkrecherche] Mehr als achthundert Journalistinnen und Journalisten waren beim Jahrestreffen des netzwerks dabei, mehr als in frueheren Jahren. Der Erfolg dieser Konferenz ‚von Journalisten fuer Journalisten‘ kam durch die gehaltvollen Beitraege der Referenten und den Diskussionen mit den Teilnehmern zu stande. Er basierte nicht zuletzt aber auf dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer im Hintergrund – bei der Organisation vor dem Jahrestreffen, waehrend der Konferenz und auch jetzt noch danach. Diesen vielen engagierten Zupackenden moechten wir besonders danken, denn ohne ihre Arbeit waere das Jahrestreffen nicht moeglich gewesen:

http://www.netzwerkrecherche.de/

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Die Eroeffnungsrede zum nr-Jahrestreffen 2009 von Heribert Prantl

http://www.netzwerkrecherche.de/docs/nr-JT2009-Heribert-Prantl-Eroeffnungsrede.pdf
[PDF-Datei, 11 S., 49 KB]

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Meta-Memo

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„Eine Zeitung muss frei von politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten sein.“ Karl Gerold

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weiterführende Links:

+++ Beispiel Bertelsmann als Europas größter Medienkonzern + Bertelsmannstiftung liefert interessengesteuerte wissenschaftliche Vorlagen zur Privatisierung, Mitgestaltung des Lissabon-Vertrags, Eu-Verfassung, EU-Rüstungsagentur, Harz IV, Einführung der Studiengebühren und für weltweite Militäreinsätze der EU etc.pp(p) +++ Der weltweit operierende Bertelsmann Medienkonzern steht im Medien-Ranking auch international auf den vorderen Plätzen +++

https://medienwatch.wordpress.com/2009/05/24/bertelsmannstiftung-liefert-die-vorlagen-fur-weltweite-militareinsatze-der-eu/

Prof. Rudolph Bauer: Bürgergesellschaft als Bertelsmann-Projekt

https://medienwatch.wordpress.com/burgergesellschaft-als-bertelsmann-projekt/

https://medienwatch.wordpress.com/ist-die-bertelsmann-stiftung-gemeinnutzig-bertelsmann-steht-fur-privatisierung-etc/

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Deutsche Medienkonzerne Abgehängt vom US-Konkurrenten
Im internationalen Vergleich fallen deutsche Medienkonzerne immer weiter zurück, nur Bertelsmann kann noch mit den großen Playern mithalten. Die Hauptrolle in der weltweiten Medienlandschaft spielt nicht mehr Walt Disney, sondern ein anderer US-Konzern 11.07.2011
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-medienkonzerne-abgehaengt-vom-

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PR: Bertelsmann trommelt für Kitagebühren
Die vom Senat eingeführte Kostenbefreiung in den letzten Kita-Jahren vor der Schule zeigt offenbar wenig Wirkung. Der Ländervergleich der Bertelsmann-Stiftung bescheinigt Berlin bei der ganztägigen Betreuung in der Kita einen unteren Platz im Spitzenfeld.
http://www.morgenpost.de/berlin/article1693715/Kostenlose-Plaetze-machen-Kitas-nicht-attraktiv.html

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Zur Frage der Systemrelevanz:

Untersuchung der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme der Bertelsmann Stiftung auf die Reformen im öffentlichen Bereich

Universität Bremen, Fachbereich 11, Studiengang Sozialpädagogik Susanne Schiller (Diplomarbeit)

Auszug:

2.3 Global Player

In diesem Abschnitt werde ich auf die Geschäftsfelder des Bertelsmann Konzerns eingehen. Das erscheint mir wichtig, um einen Einblick zu bekommen auf welchen Märkten der Konzern tätig ist, um die Arbeit der Stiftung auch vor diesem Hintergrund beurteilen zu können. Dabei beziehe ich mich vor allem auf die Selbstdarstellung der Bertelsmann AG auf ihrer Homepage im Internet. Ab 1964 strebte Reinhard Mohn erneut eine ,Ausweitung des Marktes‘ an. Durch die Übernahme von nicht mehr lebensfähigen Firmen und einer Koordination mit Unternehmen gleicher Interessenlage verdrängte er andere WettbewerberInnen und verringerte den Konkurrenzdruck.

Im Vergleich zu anderen deutschen Medienunternehmen expandierte Bertelsmann früh ins Ausland: 1962 wurde beispielsweise der erste Buchclub in Spanien gegründet, auf den weitere in anderen europäischen Ländern sowie in Mexiko und Kolumbien folgten.

1986/1987 kaufte Bertelsmann zunächst die US-amerikanische Verlagsgruppe Doubleday und kurz darauf den Musikproduzenten RCA. Page 26 1994 folgte die komplette Zeitschriftengruppe der New York Times, bis das Unternehmen im Sommer 2005 den Rückzug aus dem US-Zeitschriftenmarkt beschloss.

Die Buchverlagsgruppe Random House* (New York) hat Bertelsmann 1998 vollständig erworben. ( *siehe unten Anm. d. Red.)

71 Vgl. Böckelmann/Fischler 2004: S. 204.
72 Vgl. Bertelsmann AG 2007: o. S..
73 Vgl. Böckelmann/Fischler 2004: S. 205.
74 Vgl. ebd.: S. 151f.

Auf dem europäischen Medienmarkt ist die Bertelsmann AG laut Selbstdarstellung zum größten Medienkonzern geworden. Und mit einem Umsatz von 19,3 Milliarden Euro und 97.132 Beschäftigten in mehr als 63 Ländern, ist sie das fünft größte Medienunternehmen weltweit (Stand: 30.12.2006). Der Konzern ist aufgeteilt in sechs einzelne Geschäftsfelder:
RTL Group, Random House, Gruner + Jahr, BMG, arvato und DirectGroup.

Die RTL Group (Luxemburg) wird zu 89,8 Prozent von Bertelsmann kontrolliert. Sie ist der europäische Marktführer im werbefinanzierten Fernsehen und Hörfunk und in der Fernsehproduktion. Dazu gehören ganz oder teilweise 23 Fernseh- und Radiosender in acht Ländern sowie große Content-Unternehmen wie FremantleMedia, TeamWorX, UFA Film & TV Produktion, Trebitsch und SPORTFIVE. Die bekanntesten Sender sind RTL, Super RTL, Vox, n-tv und RTL II in Deutschland, M6 in Frankreich, Five in Großbritannien, Yorin in den Niederlanden, Antena 3 in Spanien, RTL TVI in Belgien und Luxemburg und RTL Klub in Ungarn.

Mehr als 100 Verlage in 16 Ländern sind unter dem Dach von Random House vereinigt.
Sie ist mit durchschnittlich 9000 Neuerscheinungen im Jahr die weltweit größte und die zweitgrößte deutschsprachige Verlagsgruppe. Zu ihr gehören, neben den unter dem Namen Bertelsmann erscheinenden Verlagen, etwa die Deutsche Verlags-Anstalt, der Heyne Verlag, Kösel, der Luchterhand Literaturverlag, Goldmann, Siedler und viele andere mehr, dazu auch die Buchhandelskette Ludwig.

Das internationale Verlagshaus Gruner + Jahr wurde in den Siebzigern zu 74, 9 Prozent von der Bertelsmann AG übernommen. Die übrigen 25,1 Prozent befinden sich im Besitz der Verlegerfamilie Jahr. Mit über 285 Titeln in 20 Ländern einschließlich zugehöriger Online-Angebote, mit Druckereien in Deutschland und den USA ist Gruner + Jahr Europas größter und der weltweit zweitgrößte Zeitschriftenverlag der unter anderem die folgenden Magazine publiziert: Brigitte, Capital, GEO, stern, das manager-magazin, TV Today, 75 Vgl. ebd.: S. 266ff.; Vgl. Leidinger/Schöller 2007: S. 88f. 76 Vgl. Bertelsmann AG 2007a: o. S..; Vgl. Bertelsmann AG 2007b: o. S.. 77 Vgl. Bertelsmann AG 2007c: o. S.; Auch die öffentlich-rechtlichen Sender sind mit Bertelsmann verbandelt. So sitzt z.B. der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Klaus-Peter Siegloch im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung. So auch der frühere ZDF Intendant Dieter Stolte, der z.B. 1999 eine kritische Reportage über die Rolle Bertelsmanns im Dritten Reich verhinderte. Der Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Frey, ist ,Fellow‘ des von Bertelsmann getragenen Centrums für angewandte Politikforschung (CAP). (Vgl. Lieb 2007: o. S.). 78 Vgl. Bertelsmann AG 2007d: o. S.. 25

Page 27
Eltern, art, Schöner Wohnen, Essen und Trinken, Gala, P.M. und National Geographic in Deutschland. Außerdem ist Gruner + Jahr zu 50 Prozent an der Financial Times Deutschland und mit einer Sperrminorität von 25,25% am Spiegelverlag beteiligt. Mit einem zusammen mit der Axel Springer AG betriebenen Tiefdruckunternehmen gehört Bertelsmann zu den europäischen Marktführern im Zeitschriftendruck.

Die Arvato AG (Gütersloh) befindet sich vollständig im Besitz des Konzerns und bietet in 27 Ländern auf vier Kontinenten Dienstleistungen unterschiedlichster Art an:

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[PDF]

Untersuchung der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme

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*In der auflagenstarken kulturpolitischen Zeitschrift von ver.di Kunst + Kultur

(Nr. 3 – 1. März 2006) erschien ein Artikel von uns mit dem folgenden Titel:

„Jesus inmitten der Endzeitraserei – Bertelsmann, der neue Kulturkampf-Heros des christlichen Fundamentalismus?“

Der Originaltitel der etwas längeren Fassung lautet:

Bertelsmann:

Neuer Herold des Endzeit-Wahns

Der Mega-Konzern setzt immer mehr auf Publikationen der Christlichen Rechten

von Victor und Victoria Trimondi

Zum ersten Januar 2006 übernahm die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann-Konzern), vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes, den christlich orientierten Verlag Gerth Medien (Asslar bei Wetzlar). Damit endet erst einmal eine Geschichte der Superlative, die in der Öffentlichkeit kaum registriert wurde. Alles begann als Random House im Jahre 2002 mit dem amerikanischen Baptistenpfarrer und Televangelisten Tim LaHaye einen, wie es heißt, 42 Millionen Dollar Deal für eine noch nicht geschriebene Fiction-Buchreihe mit dem Titel Babylon Rising („Babylon steht auf“) unterzeichnete. Mit diesem stolzen Preis wurde, wie die FAZ konstatierte, LaHaye zum „teuersten Autor der Welt“. Wer ist dieser Superstar am Bestseller-Himmel, von dem bisher in Europa nur wenige etwas gehört haben? Für seine Anhänger wie für seine Gegner gilt LaHaye als der „mächtigste [christliche] Fundamentalist im heutigen Amerika“. Säkular eingestellte Kulturkritiker bezeichneten ihn sogar als den „gefährlichsten lebenden Menschen“, weil er viele Millionen von Amerikanern dazu getrieben habe, sich christlich-fundamentalistischen Ideen anzuschließen, einem militanten Messianismus zu folgen und einem apokalyptischen Endzeit-Wahn zu verfallen (…)
http://www.iivs.de/schwinde/vereine/trimondi/H.Krieg/Bertelsmann.htm

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2002

Hannes Hintermeier stellt uns Tim LaHaye, den Autor christlich-fundamentalistischer Besteller, die in den USA rasende Erfolge feiern – um die Startauflage seines letzten Romans ‚Desecration‘ auszuliefern, brauchte sein Verlag 126 Lastwagen. „Die römisch-katholische Kirche und der Papst sind ihm genauso verhasst wie außerehelicher Sex, Homosexuelle, Abtreibung, die Vereinten Nationen, Israel und so weiter.“ Und „der zum Bertelsmann-Konzern gehörende Verlag Bantam Dell soll LaHaye für vier Romane den sagenhaften Vorschuss von umgerechnet 51 Millionen Euro gezahlt haben; damit ist LaHaye der teuerste Autor der Welt.“ (…) Dieser FAZ Beitrag Ist merkwürdiger Weise nicht mehr im FAZ Archiv zu finden?!

http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2002-03-27.html

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Anm.

Transformierter Clash des Untergangs: In einem Beitrag des öffentlich rechtlichen TV (ARD), während des Wahlkampfes in den USA, – konnten die Zuschauer einen Eindruck von den „durchgeknallten“ Äusserungen LaHaye,s bekommen, dort ärgerte sich LaHaye über Bush, und hoffte auf Guiliani als neuen US-Präsidenten und sagte: „Bush sei zu schwach gewesen um die Apokalypse einzuleiten. Gott hätte den Menschen die Atombombe geschenkt um das Armageddon in die Tat umzusetzen! Das stünde schon in der Bibel: „Die Augenhöhlen würden schwarz werden und das faule Fleisch wird vom Knochen fallen“… Ausserdem rechtfertigte er den Holocaust als gottgewollt, damit die Juden zurück nach Israel gehen etc. So stünde es auch schon in der Bibel… (Erinnerung an die Rede LaHaye,s: freie Wiedergabe)

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Der Spiegel dient mit einem (pseudo- (?) kritischen Beitrag, (LInk unten) in ambivalenter Form der Verbreitung? das christlich-religiöse reduziert auf die Commerzialisierung als Betrachtung reicht nicht: Die eigentlich notwendige Analyse des „christlichen Erbe“, wird auf Kommerz runtergebrochen: Das ist Mainstream, damit können doch heute die meisten leben. Die Instrumentalisierung des Christentums und der Missbrauch von Jesus z.B. für den Irak-Krieg etc. wird in diesem Kontext ausgeklammert. Was Bush den Evangelikalen ursprünglich versprochen hatte fehlt ebenfalls. „Clash of Civilisation“ von Samuel Huntington (Huntington bereut das dieses Buch erschienen ist und wies postum darauf hin, dass wesentliche Textstellen nicht von ihm selbst stammen), – als Auftragsbuch des Pentagon. Genau so vehement wie diese unsäglichen „Behauptungen und indoktrinierten Erwartungshaltungen“ und
Prognostizierungen dieses Buches, als Codierung bis heute in den Köpfen verankert sind – hätte dem in der Qualtät, einer eigentlich dem journalistischem Ethos verpfichteten Klientel, unzweideutig widersprochen werden müssen. Die Mainstream-Medien sind im Wesentlichen instrumentalisiert und in systemisch neoliberaler Interessenlagen embedded.

Und wo denn Bertelsmann, in diesem Zusammenhang als medial-dominant-militaristische Parallel-Geschichte, sozusagen im reaktionären Dauerauftrag herkommt? Erst mit religiösen Schriften im 19. Jh dann mit kriegsbegleitenden Heften und Büchern schon zum Ersten Weltkrieg und Zweiten Weltkrieg = Buchtitel: „Wir funken für Franco“ etc. wurde der Bertelsmann-Verlag zu „Hitlers besten Lieferanten“ (FAZ). Und gegenwärtig erweist sich der Bertelsmann-Konzern unter „demokratischen Tarnfarben“ als Vorreiter für die künftige „Handlungshoheit der Bundesregierung“ – definitv auch innerhalb Europas und für weltweite Militäreinsätze der EU als „Eingreiftruppe“, zur Sicherung deutscher Interessen. Bertelsmann wieder ganz vorn, nicht nur dabei, sondern Aufbereiter in „restaurativen Kriegskochkünsten“ oder modern im Neusprech: Militärisch weltweit intervenierend, der EU-Militarisierung zur „Ressourcensicherung“ und in vermeintlicher nationaler Interessen und Sicherheitsfragen und Lagen. Werden die TV-Sendekontaminierungen oder als Print in Buchform, Magazinen und Zeitungen als Indoktrinations-Trichter genutzt um die Stimmung adäquat und opportun-operativ aufzubereiten. Mit der Dienstleistungstochter ARVATO versucht der Konzern nun auch miliardenschwere Anteile der Bundeswehrlogistik zu „evaluieren“ und sich damit „perspektivisch operativ“ unter den Nagel zu reissen. Das die „wissenschaftlichen Vorlagen“ zum industriell-militärischen Komplex und Vorgehen, als Vorlagen von Bertelsmann stammen, und über Aufsichtsratmitglieder in der EU eingebracht und umgesetzt werden. Kein Wort keine Spur davon in den Spiegel-Archiven. Da steht der Spiegel nicht allein am kontinuierlichen „Unterlassungs-Pranger“ augenfälliger Ergebnisse von behaupteter Recherche. Der Spiegel wird domestiziert, durch Bertelsmannanteile von 25 Prozent und die Autoren halten die Klappe – die Richtung ist vorgegeben. Ins Gegenteil verkehrt: der Spiegel ist zum scheinkritisch-subversiven Sprachrohr für die Militarisierung der deutschen Aussenpolitik und zum stromlinienförmigen Schlachtschiff militaristischer und neoliberaler Interessenlagen mutiert: Aussnahmen in der Berichterstattung des Spiegel belegen die Regel. Jörg Stange

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(.-..) Prothero weist darauf hin, dass christliche Produkte keineswegs nur von einer Minderheit erzkonservativer Bible-Belt-Zeloten gekauft werden. „Das ist ein Thema für alle Schichten. Auch Demokraten lieben Jesus.“ Die LaHaye-Serie bestätigt Protheros These: Laut Daten des Marktforschers Ipsos-NPD werden die Bücher von allen Altersschichten, Konfessionen und Ethnien gelesen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,296049,00.html

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Kaum zu glauben

Die Bundesregierung und Bertelsmann: „Regierungen von Bertelsmann Gnaden“? Sieht/hört man sich die Videos an, zum Beispiel mit Herrn Weidenfeld und dem Verteidigungsminster Jung, „B-Kanzlerin“ Merkel etc. ist dieser Frage wirklich ernsthaft nachzugehen: Was auf dem „Internationalen Bertelsmann Forum“ an Bertelsmann-Vorlagen behandelt -oder besser durch Bertelsmann verlesen und dann später zur Umsetzung gelangt passt auf keine normale Kuhhaut: Alles in Echtzeit, keine Satire: (auf der B-Seite nach unten scrollen) Sämtliche Bertelsmann-Filmdokumentationen sind mittlerweile offline gestellt..

23.09.2006 Franz Josef Jung und Werner Weidenfeld diskutieren
Werner Weidenfeld, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, moderierte die Abschlussdiskussion „Herausforderungen der Sicherheit: Was bedroht die Welt?“ mit Verteidigungsminister Franz Josef Jung.

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-0A000F0A-BAD4610E/bst/hs.xsl/33710.htm

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Wieviel Bertelsmann steckt in dem Magazin?

(…) Der Vorwurf könnte zusätzliche Brisanz bekommen, da die Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr (G+J) derzeit ihren Anteil am Spiegel-Verlag von 25 auf 25,5 Prozent aufstocken will. Der Streit führt mitten hinein in das nicht gerade einfache deutsche Medienrecht:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/492/348328/text/



Hier darf natürlich der BILD-Blog nicht fehlen:

http://www.bildblog.de/ressort/bildblogger-fuer-einen-tag/

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Damit der Krieg weitergeht

Peter Schreyer

“Die realen Kriegsgründe und einige unangenehme Wahrheiten hat nun Hörstel im Detail recherchiert. Er faßt zusammen: »Zur Legitimierung ihrer militärisch durchgesetzten strategischen Hegemonialinteressen in Asien lassen die USA heimlich über pakistanische Geheimdienste ihre Gegner hochpäppeln, die sie gleichzeitig durch gewaltsame Eingriffe zu steuern versuchen” :

https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/22/damit-der-krieg-weitergeht/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Fotografie + Bildbearbeitung: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK [Aktive Archive°]

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Written by medienwatch & metainfo

Juni 26, 2009 at 07:36

Habes Happy Hanau May-Day Halle-Luh-Ja

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habe-nichts.

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Happy Hanau May-Day, Halle-Luh-Ja, Leipzig Hellau, Frankfurt EZB oder Allaaaf

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Nehmet hin und esset, dies ist mein Laib, auch wenns statt Brot Obladen sind und ein Schluck Wein aus eurem Blut und Schweiß… Der AL-kohol-DI-scounter hat schon zu Kommet her-ALDI ihr mit Schulden beladen seid, HARTZ4-BIER ist schon aus, und Billigbrot und Kopfschmerzwein … nehmet hin und trinket… und esset ..
ich weiß: auf Papua NeuGuinea wärs eine Aufforderung zum Kannibalismus, im Iran wärs die Sharia und hier ist es die Leidkultur. Wir fordern die Arbeitgeber auf, euch nicht mehr unanständig auszubeuten, das geht vielleicht in Afrika doch nicht mit unsren Leuten, die sollen ab sofort sozialmarktwirtschaftlich und ethisch unbedenklich anständig ausgebeutet werden. Und dann herrscht Frieden hier auf Erden. Weg mit RaubtierKapitalismus und US-Heuschrecken, EU-DEU-HEUschrecken sind besser! Es lebe der neue, der aus der Asche der verbrannten Erde und der verbrannten Kinder steigt und uns den Weg zur Rettung aus der Krise zeigt: der pfötchengebende Haustierkapitalismus anständiger deutscher Kaufleute.

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http://www.barth-engelbart.de/?p=358

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Ha(h)nau: Habes Wort zum kommenden Sonntag

Written by medienwatch & metainfo

Juni 26, 2009 at 07:00

Afghanistankrieg: Verteidigungsminister Jung „Stabilisierungseinsatz“ soll fortgesetzt werden

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natotasse-gfok-medienwatch-stange

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Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag

Kassel, 24. Juni 2009

Zur jüngsten Eskalation im Afghanistankrieg, dem gestern weitere drei Bundeswehrsoldaten zum Opfer gefallen sind, erklärten die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag in Kassel:

Die Durchhalteparolen von Verteidigungsminister Franz Josef Jung angesichts der neuerlichen Toten in Afghanistan sind ebenso scham- wie bedenkenlos. Wer im Angesicht des Todes von drei Bundeswehrsoldaten in einem sinnlosen Krieg davon redet, man sei es den Toten „schuldig“, dass der „Stabilisierungseinsatz“ in Afghanistan fortgesetzt werde, hat den Ernst der Lage nicht verstanden und nimmt gedankenlos weitere Todesopfer in Kauf. Das ist das Gegenteil von Fürsorge, wozu der oberste Dienstherr der Bundeswehr seinen Untergebenen gegenüber verpflichtet wäre. Die Soldaten sind auch nicht „im Einsatz für den Frieden gefallen“, wie es aus dem Ministerium tönt, sondern im Einsatz für die NATO. Die NATO hat auf ihrem Gipfel in Straßburg nicht den Frieden, sondern den Erfolg in Afghanistan zur „obersten Priorität des Bündnisses“ erklärt. Dafür werden zusätzliche Truppen stationiert, dafür werden nun auch AWACS-Flugzeuge eingesetzt (die den Krieg aus der Luft effektivieren sollen) und dafür soll auch die Bundeswehr einen immer größeren Beitrag leisten.

Mit jeder Truppenaufstockung hat sich im Land am Hindukusch aber nicht etwa die Sicherheitslage verbessert, sondern wurden die Gegenkräfte stärker. Die „Sicherheitsvorfälle“ – ein beschönigender Ausdruck für Anschläge und Gefechte – häufen sich. Ende Mai/Anfang Juni 2007 gab es pro Woche noch 130 solcher „Vorfälle“, ein Jahr später waren es 200 und in diesem Jahr stieg die Zahl auf 313 (Ende Mai) bzw. 400 (Anfang Juni).
Der Oberbefehlshabers der US-Truppen in der Region, General David Petraeus, gab unumwunden zu: „Ohne Frage, die Situation hat sich verschlechtert.“

Alle echten oder vorgeblichen politischen Ziele des Afghanistaneinsatzes (Terrorismus bekämpfen, Demokratie schaffen, Schulbildung für alle, freie Wahlen etc.) sind bisher verfehlt worden und werden auch künftig verfehlt. Die Expertise aller Afghanistan-Kenner lautet: Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen, die Besatzungskräfte werden über kurz oder lang das Land verlassen müssen – so wie es einst den Briten und vor 20 Jahren den Sowjets erging.

Kanada hat schon vor geraumer Zeit beschlossen, seine im Süden Afghanistans stationierten 2.500 Soldaten (immerhin das viertgrößte Kontingent in Afghanistan), abzuziehen. Der konservative Präsident Harper sagte im März 2009 gegenüber CNN: „Um ehrlich zu sein, wir werden den Aufstand niemals niederschlagen“. Kanada hat bisher 100 tote Soldaten zu beklagen. Müssen erst ebenso viele Bundeswehrsoldaten ihr Leben in Afghanistan lassen, bis es in den Parteiführungen von CDU/CSU, SPD und FDP dämmert, das man komplett auf dem Holzweg ist? Wir sagen: In einer solchen Situation ist es unverantwortlich, den Krieg fortzusetzen und das Leben zahlloser Afghanen („Kämpfer“ und
Zivilpersonen) und deutscher Soldaten aufs Spiel zu setzen.

Die Friedensbewegung appelliert aus diesen Gründen an den Bundestag, in der nächsten Woche auf keinen Fall für den von der Bundesregierung beantragten Einsatz von AWACS-Flugzeugen zu stimmen. Dieser Einsatz – wir haben das bereits anlässlich der Ersten Lesung in der vergangenen Woche ausführlich begründet – trägt zur weiteren Eskalation des Luftkrieges bei und wird noch mehr Gegenattacken auf dem Boden provozieren. Die Bundeswehr versinkt immer mehr im Sumpf eines „normalen“ schmutzigen Krieges. Statt dessen fordert der Bundesausschuss Friedensratschlag den Bundestag auf, darüber zu debattieren, wie die Soldaten auf dem schnellsten Weg aus Afghanistan abgezogen werden können.

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Für den Bundesausschuss Friedensratschlag:
Lühr Henken, Hamburg, Peter Strutynski, Uni-Kassel

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Hinweis: UN-Resolutionen und andere Dokumente sowie Analysen und Berichte über Afghanistan finden Sie u.a. auf der Website der AG Friedensforschung der Uni Kassel:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/Welcome.html

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„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden!“ Sören Aabye Kierkegaard

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Meta-Memo: „Stabilisierungseinsatz“

(…) Für uns heißt die Summe, dieses Europa kann nicht gesund werden, wenn die Bundesrepublik nicht wieder wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch, militärisch ein Stabilitätsfaktor erster Ordnung wird. Wenn das von der Bundesrepublik wieder ausgeht. Das kann aber nur ausgehen, da bin ich jetzt wirklich am Ende, wenn die Krise so stark wird, daß aus der Krise ein heilsamer Schock erwächst und damit die Bereitschaft, die Konsequenzen aus dieser Zeit auch tatsächlich auf sich zu nehmen.

https://medienwatch.wordpress.com/2009/06/23/rede-von-franz-straus-tagung-der-csu-landesgruppe-in-sonthofen-1974/

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BUNDESWEHR IN AFGHANISTAN
„Für die Soldaten ist es Krieg“

Auch wenn die Bundesregierung es nicht so nennen will – für die Bundeswehr herrsche Krieg in Afghanistan, sagt der Wehrbeauftragte des Bundestages. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview kritisiert Reinhold Robbe „semantische Klimmzüge“ und fordert mehr moralischen Rückhalt für die Truppe:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,632315,00.html#ref=nldt

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Globales

Vorschläge der Bertelsmann-Stiftung für Berlin und EU

“Wer regiert die Welt?”

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Von Hans Georg | 24. Juni 2009

Die deutsche Bertelsmann-Stiftung sagt das baldige Ende der globalen US-Dominanz voraus und verlangt eine dramatische Aufrüstung der Europäischen Union. Wenn der Kontinent den “European Way of Life” beibehalten wolle, müsse sich “Europa” auf dem gesamten Planeten militärisch behaupten, verlautbart das Politik-Institut des international führenden Medienkonzerns. Für “Krisengebiete weltweit” habe “eine größere Zahl (…) von einsatzfähigen Kräften” bereitzustehen:

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=1692

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Juni 24, 2009 at 22:56

IRAN Wahlen | Mohssen Massarrat: Offener Brief an Angela Merkel

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Mohssen Massarrat: Offener Brief an Angela Merkel

Zur Auseinandersetzung mit den Wahlergebnissen im Iran der nachfolgende Brief von Prof. Mohssen Massarrat an Bundeskanzlerin Merkel. Vorausgeschickt die vermutlichen Ergebnisse der Wahl und eine Begründung, die diese erhärtet.

– Mussawi: 19.075.623 (45,38 %)
– Karrubi: 13.378.109 (31,82 %)
– Ahmadinedschad: 5.698.417 (13,55 %)
– Rezai: 3.754.218 (8,92 %)
– Ungültige Stimmen: 137.816 (0,33 %)

– Abgegebene Stimmen: 42.044.178 (100 %)
– Stimmberechtigte: 49.322.412

Viele Indizien sprechen dafür, dass diese Details die tatsächliche Zählung wiedergegeben. Katayun Amirpour hat in der FR vom 15.06.09 dazu einige inhaltlich begründete Vermutungen formuliert.

Ich möchte folgenden formalen, aber sehr wichtigen Aspekt noch hinzufügen:

Diese Detailinfos haben bereits Mussawi auf seiner website und Mohssen Rezai, der andere Kandidat, ebenfalls auf seiner website http://www.tabnak.com veröffentlicht. Wären diese Angaben wahrheitswidrig, hätten sie dem Regime einen triftigen Vorwand für ihre Verhaftung und Verurteilung wegen aufrührerischer Falschmeldung geliefert. Dies gilt in noch stärkerem Masse für Mohssen Rezai, da er als Sekretär des Expertenrates (der Institution, die Khamenei formal abwählen könnte) sogar zum Landesverrat verurteilt, zumindest seines Amtes enthoben werden könnte. Nichts dergleichen geschah bisher, offensichtlich aus dem einfachen Grund: eine noch größere Schlappe des Regimes vor Gericht oder ein Schauprozess.

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Prof. Dr. M. Massarrat, Osnabrück

An die
Bundeskanzlerin
Frau Dr. Angela Merkel

23. Juni 2009

Offener Brief an die deutsche Bundeskanzlerin anlässlich ihrer Stellungnahmen zur aktuellen Entwicklung im Iran

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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

als ich mich – lassen Sie mich das vorwegschicken – anlässlich Ihrer Vorverurteilung von Hamas als Verursacher des Gaza-Krieges in einem Offenen Brief (vom 14.01.2009) an Sie kritisch zu Wort meldete, ahnte ich nicht einmal im Traum, mich einige Monate später auch anlässlich Ihrer Haltung zu Irans jüngster Entwicklung zu Wort melden zu müssen. Mit Ihrem Fehlurteil zum Gaza-Krieg haben Sie seinerzeit Israel zu seinen Kriegsverbrechen mit über tausend Toten und zur flächendeckenden Zerstörung des Gazastreifens – dies kann man leider nicht anders sagen – ermutigt.
Nun sind Sie dabei, der Reformbewegung im Iran Schaden zuzufügen.

Im Fall Iran kann und will ich erst recht nicht schweigen, da ich als Deutsch-Iraner großes Interesse daran habe, dass sich Deutschlands und Irans Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil und im Interesse des Weltfriedens zum Besseren wenden und dass beide Länder in ihrer jeweiligen Region eine Schlüsselrolle für eine friedliche Kooperation zwischen Europa und dem Mittleren und Nahen Osten übernehmen.

Sie haben mit Ihrer Stellungnahme am 21. Juni zu Iran, außer Ihrer die Menschenrechte betreffenden Forderungen an Irans Führung, die ich für selbstverständlich halte, auch eine Neuauszählung der Stimmen verlangt. Mit dieser letzteren Forderung haben Sie m. E. die Schwelle einer Neutralität, die in diesem speziellen Konflikt besonders geboten erscheint, eindeutig überschritten und sich unaufgefordert in einen noch schwelenden Konflikt eingemischt. Des weiteren scheinen Sie sich von nicht gerade kenntnisreichen Experten beraten zu lassen.
Die Führer der Reformbewegung verlangen schlicht Neuwahlen. Sie aber möchten, im Unterschied dazu, dass die abgegebenen Stimmen neu ausgezählt werden. Mir ist erstens schleierhaft, wie Sie zu dieser eigenwilligen Forderung gekommen sind. Offensichtlich scheinen Sie zum zweiten die Möglichkeit auszuschließen, dass die Stimmen in den Wahlkreisen weitgehend richtig gezählt und auch elektronisch korrekt erfasst wurden, aber dass das Wahlergebnis zentral im Innenministerium in unvorstellbarem Ausmaß erst gefälscht und dann als offizielles Ergebnis zu Gunsten des amtierenden Präsidenten verkündet wurden. Diese Variante, dass die Wahlfälschung nicht in den Wahlkreisen, sondern im Teheraner Innenministerium stattgefunden hat, ist nach Vorlage aller Indizien sogar die wahrscheinlichste. So gesehen tappen Sie mit Ihrer Forderung der Neuauszählung der Stimmen in die Falle des Regimes, das genau mit der Neuauszählung in bestimmten Wahlkreisen von dem großen Betrug ablenken will.

Ich bin, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, erstaunt darüber, dass Sie, die Sie ja stets in der Iran-Politik Washington bereitwillig, manchmal – so könnte man sagen – sogar fast „hörig“ gefolgt sind, ausgerechnet jetzt, wo aus Washington ein friedlicher Wind weht, sich über die Haltung eines klugen und behutsamen Barack Obamas hinwegsetzen. Trotz massiven Drucks der neokonservativen Hardliner, die keine andere Sprache als die Drohung und keine andere Politikhaltung gegenüber den Dritte-Welt-Staaten als die Einmischung kennen, ließ sich Obama bisher nicht zu einer Reaktion hinreißen, die von Irans Machthabern leicht instrumentalisiert werden könnte. Obama hat bisher keine Handlung der iranischen Führung, die direkten Bezug zum Konfliktgegenstand widerstreitender Parteien im Iran hat, verlangt.
Vielmehr hat er sich darauf beschränkt, vor Gewaltanwendung zu warnen. Er vergaß auch nicht, eindringlich drauf hinzuweisen, dass die demokratische Entwicklung eine Angelegenheit der Menschen im Iran selbst sei. Obamas Berater haben – das sei hier nur informationshalber erwähnt – die politischen Gründe für die Haltung des USPräsidenten für jeden, der sie verstehen wollte, unmissverständlich dargelegt. Der Präsident der USA möchte nichts unternehmen, – so oder ähnliches verlautete sinngemäß – was dazu führen könnte, die Reformbewegung als Handlanger der USA zu diskreditieren und aus einem realen internen Konflikt einen Iran-USA-Konflikt zu machen, der die bestehenden Verhältnisse nur zementierte.

Ist denn, Frau Bundeskanzlerin, dieses Einmaleins einer friedlichen und Konflikt entschärfenden Denkweise, die Obama an den Tag legt, so schwer zu verstehen, dass Sie, aber auch Ihre anderen EU-Kollegen, Nicolas Sarkosy und Gordon Brown, genau das Gegenteil davon zur Grundlage Ihrer Iran-Politik machen? Sehen Sie, Frau Bundeskanzlerin, nicht, dass der moderate Präsident des iranischen Parlaments, Ali Laridschani, nun in das Dilemma geraten ist, mit dem delegitimierten Staatspräsidenten Ahmadinedschad gegen die EU an einem Strang ziehen zu müssen? Sehen Sie, Frau Bundeskanzlerin, nicht, dass Ihre Haltung und die der anderen EU-Regierungen dabei ist, genau jene Entwicklung zu provozieren, die Obama verhindern will?

Mir fällt auf, Frau Bundeskanzlerin, dass auch im Atomkonflikt mit dem Iran die EU3, also Sie und die beiden genannten Kollegen aus Frankreich und Großbritannien, jahrelang uneinsichtig, unnachgiebig und einseitig zusammen mit den Neokonservativen jenseits des Atlantik mit verteilten Rollen konsequent eine Politik des „Zuckerbrot und Peitsche“ verfolgten, die den Westen zweimal an den Rand eines neuen Krieges im Mittleren Osten, diesmal gegen den Iran, geführt hätte.
Könnte gar die destruktive Haltung der EU3 im gegenwärtigen inneriranischen Konflikt etwas mit der Haltung der EU-Verbündeten im Nahen Osten, nämlich Israels Regierung, zu tun haben, die, unmittelbar nach Bekanntgabe der gefälschten Wahlergebnisse, Ahmadinedschad eine breite Unterstützung des iranischen Volkes bescheinigte, um weiterhin die wachsende iranische Gefahr zu apostrophieren? Ist Ihnen und Ihren Kollegen in der EU klar, dass eine friedliche Revolution im Iran in die gesamte Region ausstrahlen und die Voraussetzungen für einen Nahostfrieden verbessern könnte? Wissen Sie eigentlich, dass genau aus diesem Grund Israels politische Elite – mögen ihre politischen Repräsentanten nun Olmert, Livni, Barak oder Netanjahu heißen – ihre ideologische und expansionistische Politik fortsetzen kann, wenn Ahmadinedschad Staatspräsident bliebe und dass umgekehrt Israels gegenwärtige Politik im Innern in eine Legitimationskrise geriete, wenn die revolutionäre Demokratisierung der Islamischen Republik Erfolg hätte? Diese Zusammenhänge sind real vorhanden, jeder kenntnisreiche und scharfsinnige Experte kennt diese Zusammenhänge. Man muss sie nicht konstruieren.

Als Kenner der Region und enthusiastischer Befürworter der friedlichen Transformation des Mittleren und Nahen Ostens bitte ich Sie, Frau Bundeskanzlerin, daher dringend, die bisher gescheiterte Iran-Politik der EU einer ernsthaften Kritik zu unterziehen. Ich bitte Sie inständig, Frau Bundeskanzlerin, sich im gegenwärtigen inneriranischen Konflikt jedweder Äußerung, die als Einmischung verstanden werden muss, zu enthalten. Durch Ihre Ablehnung der demokratisch gewählten Hamas in Palästina und ihre unverhohlene Unterstützung Israels im Gazakrieg haben Sie Ihre Glaubwürdigkeit in der islamischen Welt längst verspielt. Jedwede Ihrer wenn auch gut gemeinten Parteinahmen im gegenwärtigen Konflikt wird der bewundernswerten Reformbewegung im Iran nur schaden.

Mit vorzüglicher Hochachtung

(Prof. Dr. Mohssen Massarrat)

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http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/?em_cnt=1796715
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http://www.meta-info.de/?site=metainfo&lid=33046

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Positionspapier
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„Die Bewegung für Demokratie und Emanzipation im Iran mit voller Kraft unterstützen“

Mohsen Massarat (Attac Wissenschaftlicher Beirat)
Pedram Shahyar (Bundes-Koordinierungskreis Attac)

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IranRevolution-PDF

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Juni 24, 2009 at 07:28