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Archive for Mai 2009

Act NOW to STOP THE EXECUTION OF TROY DAVIS! + FBI ’09

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Act NOW to STOP THE EXECUTION OF TROY DAVIS!
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TELL THE GEORGIA GOV., LEGISLATURE, PARDONS AND PAROLE BOARD, PRESIDENT OBAMA, ATTORNEY GENERAL HOLDER, CONGRESS AND THE MEDIA:
STOP THE EXECUTION OF TROY DAVIS!

Please join the online campaign to STOP THE EXECUTION! FREE TROY DAVIS NOW!
YOUR EMERGENCY ACTION IS NEEDED NOW! Click HERE to Fill in Online Form

Tell Gov. Perdue and the Georgia Pardons and Parole Board:

STOP THE EXECUTION! FREE TROY DAVIS!

Troy Davis is an African American on death row in Georgia. Davis was convicted in the 1989 killing of a police officer despite what Amnesty International calls „overwhelming doubts about his guilt.“ No physical forensic evidence was presented at Davis‘ trial, and 7 of the 9 witnesses have recanted their testimony, with at least two saying they were pressured by police to finger Davis as the killer. Yet on October 14, 2008 the Supreme Court refused to allow a new hearing in his case, and on April 16, 2009 the 11th Circuit Court of Appeals voted 2-1 to deny his appeal. TAKE ACTION NOW using the form below to let the Georgia Parole Board, Governor, Legislature, and congressional delegation as well as President Obama, U.N. Secretary-General Ban, Congressional leaders and members of the media know you demand No Execution of Troy Davis!

On May 19, from Alaska to West Virginia and from Argentina to Uganda, high school and college students, faith-based groups and progressive community organizations are organizing vigils, rallies and petition drives as well as the vital means of communication to bring worldwide pressure on Georgia Gov. Sonny Perdue and the Pardons and Parole Board to stop the execution of Troy Anthony Davis.

Your messages will go to hundreds of public officials, including the Governor of Georgia, the entire Georgia legislature, each member of the Georgia Board of Pardons and Paroles, the full Georgia Congressional delegation, as well as President Obama, Attorney General Holder, Congressional leaders, U.N. Secretary-General Ban, and national and local media representatives.

To fill in the online petition, go to:
http://www.iacenter.org/troydavis

For more information and to find a demonstration near you go to:
http://www.gfadp.org/TakingAction/TroyDavis/tabid/68/Default.aspx

The text of the message reads as follows (you will have the opportunity to edit it if you wish):

To: Governor Perdue, Georgia Pardons and Parole Board, Georgia Legislature, Georgia Congressional Delegation, President Obama, Attorney General Holder, Congressional Leaders, U.N. Secretary General Ban cc: members of the media

On April 16, 2009, the 11th Circuit Court of Appeals ruled 2-1 to deny the appeal of Troy Davis, an innocent man on death row in Georgia. He was convicted solely on witness testimony, and 7 of the 9 witnesses have since recanted, many alleging that police coerced them into making false statements.

I join with millions in the US and around the world in demanding that you stop the execution of Troy Davis. Innocence matters to me. Justice matters to everyone.

I urge you to act now.

———–
International Action Center
c/o Solidarity Center
55 W 17th ST #5C
New York, NY 10011
www.iacenter.org
iacenter@iacenter.org
212-633-6646

Comments: to the Los Angeles Times, Obama u.a.: Please! = Abolition of the Death Penalty !!! Joerg Stange, medienwatch (Editor)

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Please join the online campaign to STOP THE EXECUTION! FREE TROY DAVIS NOW!
YOUR EMERGENCY ACTION IS NEEDED NOW! Click HERE to Fill in Online Form

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Terrorismus USA

Haste keine(n) bau dir einen

FBI fasst Terrorverdächtige in New York

…Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte ein Informant des FBI die Gruppe bereits mit unbrauchbarem Sprengstoff versorgt und auch eine Raketenattrappe übergeben. Wie der New Yorker Kongressabgeordnete Peter King dem Fernsehsender CNN sagte, sollte der Anschlag am Mittwochabend stattfinden. Die Verdächtigen bezeichnete er als „hausgemachte Terroristen“ (…)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,626116,00.html#ref=nldt

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Wider die Todesstrafe: Karten zur Todesstrafe

Amnesty International

http://www.amnesty-todesstrafe.de/index.php?id=5


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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | FBI Chipcard ’09: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach Kunstarchiv

 

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Mai 19, 2009 at 21:38

Das Creditor-Value-Prinzip + Firmenjäger nehmen Banken ins Visier

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Kolumne

Das Creditor-Value-Prinzip

von Tobias Bayer

Eine Lektion aus der gegenwärtigen Krise lautet: Der Shareholder-Value-Gedanke ist tot. Stattdessen sollte das Management mehr an die Gläubiger der Unternehmen denken.

Mitgelesen in der FTD:

Fischer Black – Miterfinder der Black-Scholes-Formel zur Wertbestimmung von Optionen, die wie Rappaports 80er-Jahre-Schmöker heute für alles Mögliche verantwortlich gemacht wird – fasste den Konflikt zwischen Aktionären und Gläubigern bereits 1976 in einem süffisanten Satz zusammen: „Es gibt keinen einfacheren Weg, sich aller Schulden zu entledigen, als sämtliche Vermögenswerte als Dividende auszuzahlen und den Gläubigern nichts als eine leere Hülle übrig zu lassen“, schrieb er im renommierten „Journal of Portfolio Management“ (…)

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http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne-Tobias-Bayer-Das-Creditor-Value-Prinzip/515579.html

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http://www.meta-info.de/?newsfull=1&lid=33007&rubrik=politik

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Europäische Optionen auf Aktien

Ein Modell für die Preisberechnung von europäischen Call-Optionen, direkt aus Hulls Buch eingegeben. Die zusätzlichen Elemente, wie Module, sind leicht erlernbar:

mathecon(e)sult

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Firmenjäger nehmen Banken ins Visier

Von Marc Pitzke, New York

Die Wirtschaftskrise hat auch die Private-Equity-Branche kalt erwischt – doch jetzt formieren sich die Finanzinvestoren erneut. Ihr Ziel: die kapitaldurstige amerikanische Bankenbranche:

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http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,625411,00.html#ref=nldt

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medienwatch.de | medienwatch.wordpress.com | meta-info.de | »Call Option: Put Put«, Share-Holder-Value-Chipcard: Jörg Stange, gfok Gunnar F. Gerlach gfok-Kunstarchiv


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Mai 19, 2009 at 09:07

Tödliche Doris: „Da ist nichts gewachsen“ – in Wolfsburg°

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geschirrtuch-volkswagen-flag-gfok.stange-700-auschnittVW BJ 1955: 2009 | Fotografie + Bild-Montage: jst/gfok

„Logolesen“ aufs Foto klicken

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Spitzenreiter

„Da ist nichts gewachsen“

Die Fußballer des VfL Wolfsburg sind auf Meisterschaftskurs, aber ihre Stadt kennt niemand. Ein Gespräch über Wolfsburg mit den Künstlern Max und Wolfgang Müller, die als Brüder in Wolfsburg aufgewachsen sind.
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Wolfgang Müller: Das ist ähnlich wie beim Kunstmuseum. Das ist eines der größten deutschen Museen für moderne Kunst und ist wie ein Ufo in der Stadt gelandet. Das hat mit der Stadt nichts zu tun. Als die dort die große Nan Goldin-Ausstellung gemacht haben, hatten sie nicht gemerkt, dass Goldin in New York die meisten Fotos meiner Band „Die tödliche Doris“ gemacht hat (…)

http://www.taz.de/!34771/

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palestina-israel-goral-eilat?-streifen-vw-gfokLandschaftsstreifen (Ausschnitt): Arie Goral-Sternheim, 50iger Jahre, “VW” in Israel/Palestina (Eilat(?)-Israel) VW BJ 1955

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Wolfsburg punktet

Wolfsburg und Bayern im Gleichschritt

Der VfL Wolfsburg zeigte sich nach der 1:4-Niederlage beim VfB Stuttgart gut erholt und besiegte den BV Borussia Dortmund in einer schnellen und niveauvollen Partie mit 3:0. Zunächst brachte Torjäger Edin Dzeko sein Team nach einem tollen Konter in der 15. Minute in Führung und in Halbzeit zwei nutzte Grafite (47.) einen Fehler in der BVB-Defensive zum 2:0. Fünf Minuten vor dem Ende sorgte Dzeko mit seinem zweiten Treffer für den 3:0-Endstand (…) http://de.uefa.com/memberassociations/association=ger

http://de.uefa.com/memberassociations/index.html

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„High Noon“ im Machtkampf zwischen Porsche und VW

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/479788/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/international/index.do

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+++ metainfo +++

Rheinmetall will Rüstungsgeschäft nahezu verdoppeln – Panzerauftrag erwartet

DÜSSELDORF (dpa-AFX) – Der Rheinmetall-Konzern will sein Rüstungsgeschäft mittelfristig fast verdoppeln. Statt zuletzt 1,8 Milliarden Euro sollen in einigen Jahren 3 Milliarden Umsatz erwirtschaftet werden, sagte Vorstandschef Klaus Eberhardt am Mittwoch in Düsseldorf. ´Das ist eine sportliche Herausforderung.´ (…)

http://aktien.wallstreet-online.de/13274/nachrichten.html?news_id=2703394&inst_id=13274&market_id=1&spid=ws

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Wolfsburg und die Welt: Ausbildung und Logistik, VW + Rheinmetall etc.

StiP-Industriepartner vernetzen sich stärker

paierkugel-rund-120Anlässlich der Vertragsunterzeichnung zwischen Rheinmetall, Bombardier und der Universität Kassel bekräftigten alle anwesenden StiP-Partner ihre große Zufriedenheit mit dem Programm und den Willen, sich untereinander künftig stärker zu vernetzen. „Wir ziehen an einem Strang, um wissenschaftlich ausgebildeten und praxiserfahrenen Ingenieurnachwuchs zu fördern“, so die StiP-Industriepartner. So findet beispielsweise die Berufsausbildung der Unternehmen in enger Kooperation mit VW Coaching statt; gemeinsame Sozialpädagogische Seminare für alle StiP’s sollen deren Kompetenz als künftige Führungskräfte erweitern. Bombardier hat ein erstes gemeinsames Seminar entwickelt: Für drei Tage im Oktober können sie sich mit „Präsentationstechniken, Moderation und Gruppenarbeit“ beschäftigen- an einem Wochenende, versteht sich (…)
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/21771/

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Rüstungsindustrie Brisantes Panzergeschäft mit Saudi-Arabien

[..] Laut Spiegel zeichnet sich inzwischen aber ab, dass ein Großteil der Panzer aus Deutschland kommen sollen. Dabei geht es um die modernste Variante mit der Kennung „2A7+“ Am Bau des Leopard sind neben Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall zahlreiche deutsche Zulieferunternehmen beteiligt [..]
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-07/Panzer-Verkauf-Saudi-Arabien

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Georg Schramm als Oberstleutnant Sanftleben im Interview mit Alexander Kluge

Bundeswehreinsätze am Hindukusch, Afrika etc.

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Pipelinistan – die wahren Ziele der NATO am Hindukusch

Das „Great Game“ 2.0

metainfo | Mit großer Verschwiegenheit behandeln Medien und Politiker in der Regel die wirklichen Ziele der NATO am Hindukusch und verbergen diese sorgsam hinter einer Fassade an angeblich humanitärer Motivation zugunsten afghanischer Frauen usw., während die militärischen Aktivitäten das Elend der Zivilbevölkerung tagtäglich vergrößern (…)

http://www.meta-info.de/?newsfull=1&lid=33034&rubrik=politik

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Tödliche Doris

http://www.hamburger-kunsthalle.de/manson/catalog/toedlichedoris.htm

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Landschaftsstreifen (Ausschnitt): Arie Goral-Sternheim, 50iger Jahre, „VW“ in Israel/Palestina (Eilat(?)-Israel) VW BJ 1955: 09 | Fotografie + Bild-Montage: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach gfok-Kunstarchiv

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medienwatch.wordpress.com

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Mai 16, 2009 at 12:43

Memo: Wie der Inhalt des Rettungspakets in der Kasse der Deutschen Bank landet

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telepolis | medienwatch

Bankenrettung zur Sicherung der Profite der deutschen Großbanken

Deutsche Bank Chef Ackermann erklärte, er würde sich schämen, Geld aus dem Bankenrettungspaket anzunehmen – das muß er nicht:die Milliarden aus der Steuerkasse landen ohnehin bei ihm.- ohne dass die deutsche Öffentlichkeit davon Kenntnis erhält: vorsorglich wurde im Gesetz zur Bankenrettung die Bestimmung eingeführt, dass die Verwendung der Gelder geheimzuhalten ist.
Die nun verfügbaren Informationen erklären, warum sich Ackermann an der Urheberschaft des Rettungspakets beteiligte: es sichert die Profite seiner Bank.
Mit einem bemerkenswert trickreichen System wurden von Ackermann die öffentlichen und andere Banken zur Maximierung der eigenen Profite eingespannt: die Deutsche Bank kaufte auf dem amerikanischen Markt Ramschpapiere. Diese wurden anschließend den Landesbanken und anderen Finanzinstituten, wie der IKB und der Hypo Real Estate angeboten und an diese verkauft – im Umfang von mehrstelligen Milliardenbeträgen.
Die Abnehmer der Papiere verfügten jedoch selbst nicht über die notwendigen Mittel und erhielten deshalb zum Kauf der Ramschpapiere von der Deutschen Bank einen entsprechenden Kredit.

Nachdem nun der Wert der von der Deutschen Bank eingekauften Papiere kollabierte, blieben den Landesbanken, der IKB, Der Hypo Real Estate usw. die Schuldverpflichtungen gegenüber der Deutschen Bank. Diese Kredite im Milliardenumfang trieben sie in die Insolvenz bzw. in massive Liquiditätsprobleme.
Damit die Deutsche Bank nun nicht auf die Erlöse aus dem Verkauf der Ramschpapiere verzichten musste – durch den Zusammenbruch der betroffenen Banken und deren Unfähigkeit die Kredite zurückzuzahlen – musste der Steuerzahler einspringen, dessen Geld von Peer Steinbrück verwaltet wird.
Die Rettung der Landesbanken, der IKB und der Hypo Real Estate dient somit dem Zweck, dass die Deutsche Bank (und neben ihr vermutlich andere große deutsche Privatbanken), die Erlöse aus dem Verkauf der amerikanischen Ramschpapiere, die inzwischen wertlos wurden, erhält sowie darüberhinaus die anfallenden Zinsen der Milliardenkredite, mit denen sie das Spekulationsgeschäft ermöglichte.

Eingefädelt wurden diese für Ackermann und andere große deutsche Banken lukrativen Geschäfte mithilfe der Bundesregierungen unter Schröder und Merkel und insbesondere die Finanzminister Eichel und Steinbrück:
unter Eichel wurde die Gesetzgebung so erweitert, dass der Handel mit den „innovativen Finanzinstrumenten“ – heute bekannt als Ramschpapiere bzw. „toxische“ Verbriefungen auch in Deutschland möglich wurde.
Die Bundesregierung unter Angela Merkel (und ihrem Finanzberater Ackermann) setzte die Förderung dieser spekulativen Finanzgeschäfte fort, indem die Förderung des Verbriefungsmarktes (für den Handel mit den heute als „toxisch“ bekannten Papieren) im Koalitionsvertrag festgeschrieben und bis heute nicht revidiert wurde. Darüberhinaus wurde in die Agenda des Koalitionsvertrag die weitgehende Lockerung bzw. Aufhebung von Kontrollmechanismen für die Finanzbranche aufgenommen.

Beauftragt wurde mit der Umsetzung Jörg Asmussen, den Steinbrück zum Staatssekretär mit entsprechender Beauftragung ernannte.
Asmussen gab für die Bundesregierung die Empfehlung aus, die amerikanischen Ramschpapiere, die vor allem von der Deutschen Bank angeboten wurden, aufzukaufen, eine Empfehlung, die besonders von den Landesbanken und der IKB oder der Hypo Real Estate befolgt wurde.
Zu der Zeit, als sich die IKB in großem Umfang in diese Spekulationen involvierte, führte Asmussen dort die Aufsicht im Namen der Bundesregierung.

Als die IKB in die Insolvenz rutschte, weil sich der Wert der Ramschpapiere, die bei der Deutschen Bank auf Kredit gekauft worden waren mehr oder weniger in Luft auflöste, reagierte Finanzminister Steinbrück darauf, indem er die Bank „rettete“ und mit Steuergeldern ihre Finanzlöcher stopfte, so dass die milliardenschweren Kredite an die Deutsche Bank zurückgezahlt werden konnten.
Die Haftung für die gewaltigen Schäden der Spekulation, die Steinbrücks Staatssekretär Asmussen veranlasst hatte, wurde durch die Bundesregierung dem Steuerzahler übertragen. Die Deutsche Bank, die große Summen an diesem Geschäft verdient hatte, das von ihr in Deutschland als Marktführer betrieben wurde, blieb insoweit schadlos: ihre Gewinne aus diesem Geschäft wurden ihr nicht streitig gemacht, die Verluste tragen die Steuerzahler.

Derselbe Vorgang wiederholte sich mit der Rettung der Hypo Real Estate (HRE): ihre Tochter Depfa hatte ebenfalls in großem Umfang Ramschpapiere von der deutschen Bank auf Kredit gekauft und konnte diese Kredite nach dem Kollaps der Papiere nicht mehr bedienen.
Aus diesem Grund musste sie im Eilverfahren gerettet werden: ansonsten wären die Kredite der Deutschen Bank geplatzt, die mit diesen Geschäften ihre Erträge erwirtschaftete.
Bemerkenswerterweise wurde in diesem Fall auch die Geschäftsführung der Bank gleich übertragen an die Deutsche Bank: ihr wurde damit die Möglichkeit gegeben, direkten Zugriff zu nehmen auf die Mittel der HRE, die nun aus der Steuerkasse gesponsort werden und nun auf dem schnellsten und sichersten Weg an Ackermanns Institut übertragen werden können, von wo aus die desaströsen Geschäfte mit den toxischen US-Papieren angeboten worden waren.

Der größte Coup zum möglichst direkten und unauffälligen Transfer von öffentlichen Mitteln in die Kassen der Deutschen Bank und anderer großer deutscher Privatbanken erfolgte jedoch mit dem „Rettungspaket“ („Finanzmarktstabilisierungsgesetz“).
Mit diesem Gesetzespaket wurde das Verfahren, das bereits mit der IKB, der HRE und den Landesbanken seine Vorläufer fand, praktisch institutionalisiert: die durch spekulative Geschäfte – besonders durch „toxische“ Papiere aus dem Haus Ackermanns – destabilisierten Banken können damit Zugriff nehmen auf die öffentlichen Kassen: der Steuerzahler bürgt nun für ungedeckte Kredite aus diesen Spekulationsgeschäften – letztendlich um die Erlöse der Deutschen Bank, die diese Geschäfte in großem Umfang eingefädelt hatte, zu sichern und zu decken.

Damit die Akzeptanz dieses Vorgehens nicht kompromittiert wird, wurde vorsorglich in das von Ackermann und Commerzbank-Chef Blessing mitverfasste „Rettungspaket“ die Bestimmung aufgenommen, dass die Verwendung der Mittel der Geheimhaltung unterliegt: die Öffentlichkeit soll nicht erfahren, dass hier letztlich der Staatshaushalt geplündert wird, um die Gewinne der deutschen Großbanken – insbesondere der Deutschen Bank – aus ihren spekulativen Geschäften mit Papieren, die heute in der Branche als „Giftmüll“ apostrophiert werden, zu sichern.

Darüberhinaus bleiben die Verantwortlichen in der deutschen Politik – allen voran Asmussen und Finanzminister Steinbrück – unbehelligt und erhalten die Gelegenheit, in nicht gekanntem Umfang die Finanzmittel des Gemeinwesens in die Kassen der deutschen Großbanken zu schleusen:
das gesamte Spiel wurde so geschickt eingefädelt und vor der Öffentlichkeit verschleiert, dass nur wenige der Betroffenen begreifen, wie ihnen hier mitgespielt wird. gw | 26 Jan, 2009

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Hintergrundinfo basierend insbesondere auf den Darlegungen und Recherchen des Privatisierungsexperten Werner Rügemer

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29005/1.html

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Auswahl an kritischen Informationen zur Finanzkrise

https://medienwatch.wordpress.com/2009/03/22/

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Sonia Mikich: „Er würde sich schämen, Hilfe vom Staat anzunehmen. Ja doch, Josef Ackermann war selbstbewusst genug, auf staatliche Schutzschirme für die Deutsche Bank zu verzichten. Und es stimmt ja, direkte Finanzspritzen brauchte Ackermann auch gar nicht, er ist geschickt genug, auf anderen Wegen von Steuermilliarden zu profitieren. Markus Schmidt, Markus Zeidler und Kim Otto haben erlebt, wie sich eine Mauer des Schweigens auftürmt, wenn man rund um die Deutsche Bank und die Steuermilliarden einfach Transparenz einfordert. Wer zahlt, muss doch wohl etwas wissen dürfen? Ja, schauen Sie mal!“ (…)

http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2009/0514/bank.php5

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Desaster für das Finanzministerium

Hypo Real Estate

23.06.2009

Von Claus Hulverscheidt und Klaus Ott

In Berlin war viel über die Lage bei der Hypo Real Estate bekannt. Das Finanzministerium hat aber das Wissen bei der Rettung nicht genutzt =
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/613/473131/text/

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ARD Dokumentation Film ist Online zu sehen:

Zocken bis der Staat hilft: Reißt uns die Finanzindustrie in den Abgrund?

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5398260

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medienwatch.de | medienwatch.wordpress.com | meta-info.de | Fotografie, Chipcard-Bildarbeit: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach gfok-Kunstarchiv «Wertevernichtung / Wertevergiftung»

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Mai 15, 2009 at 11:23

Akademie dokumentiert «Kunst und Revolte ‘89» + «60 Jahre 60 Werke» im Berliner Martin-Gropius-Bau

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Klaus Staeck 1997 im Gespräch / Interview mit dem Kunstwissenschaftler Gunnar F. Gerlach u. Jörg Stange, Film/Fotos: Udo Herzog

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«60 Jahre 60 Werke» im Berliner Martin-Gropius-Bau

Es ist schon ein starkes Stück, die engagierte Kunst aus der ehemaligen DDR einfach auszuklammern. Die Künstlerinnen wirkten subversiv und schufen das Klima einer aufbegehrenden substanziellen Aufklärung. Die eigens installierte Galerie Eigenart°, war einer der ersten “Off-Räume”, von der aus sich freie subversive Formen entwickeln konnten. Die Künstler standen unter Beobachtung, aber dies hinderte sie nicht daran ihre Ausstellungen, Lesungen, Performances etc. zu realisieren. Das zu ignorieren ist Ausdruck von Desinformiertheit und verletzender Ignoranz + Arroganz. Es legt auch die doppelte Moral der verantwortlichen Protagonisten offen, welche sich hier schamlos inkarniert. In Wahrheit will auch die “BRD” nichts mit “subversiver Kunst” – im Sinne von Aufklärung am Hut haben. Das sind alles Scheingelübde. Man benutzt sie als Mäntelchen von Freiheit – die medialen Transporte allerdings, sorgen für die notwendige inhaltliche Kasteiung. Das ist offensichtlich in doppelter Hinsicht, die Erfahrung und der Impetus, auch dieser Schau: «60 Jahre 60 Werke» im Berliner Martin-Grobius-Bau. Wie stolz ist man nun den Beuys Flügel in die Schau integriert zu haben. Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hielt neben Angel Merkel die Laudatio: Was er nicht erwähnt, ist, dass die Bildzeitung über Jahrzehnte über Beuys hergefallen war, als sei er ein Betrüger. Beuys kann sich nicht mehr wehren. Das Fazit: “Nur ein toter Künstler ist ein guter Künstler”. Und der Rest an “Off-Künstlern” etc. hängt am Hungerhaken. Kredite einer Bank gibts schon gar nicht, – da braucht man nähmlich Sicherheiten, Beuys zum Beispiel – Butterberge oder Aktien in der Schweinegrippe. Jörg Stange

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„Neues vom Gold“ 1995, Gunnar F. Gerlach (gfok) und Jörg Stange (gfok)

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In anderen Bildzeitungsbeiträgen wurde Joseph Beuys zu Lebzeiten, wiederholt als Scharlatan verunglimpft und die Öffentlichkeit demagogisch verBILDet:

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Auschnitt BILD-Zeitung: Druck-Collage „Neues vom Gold“

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„Dass es heute keine großen Künstlerpersönlichkeiten wie Beuys mehr gibt, hängt nicht nur mit der Unübersichtlichkeit des Marktes zusammen. Die Fähigkeit von Beuys, sich als lebendes Kunstwerk zu stilisieren, hat längst etwas Unzeitgemäßes. In ihr manifestierte sich, wie der Kunsthistoriker Donald Kuspit anmerkte, der letzte große Versuch, ein Genie zu inszenieren. Heute, wo Beuys nicht mehr als Person präsent ist, beschimpft ihn auch niemand mehr als Scharlatan. Die Provokation ist verblasst und das Jubiläum nichts weiter als die Pflichtübung der Museen, ein paar Vitrinen zu verschieben“ (…)

http://www.intro.de/magazin/steil/23034804/joseph-beuys-stilles-jubilaeum

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Sehenswerte Videos zur Eröffnung der Gala

http://www.berlinerkunstkontakter.de/flash/2009/kw1809/60_60_30042009.htm.

http://www.berlinerkunstkontakter.de/flash/2009/kw1809/60_60_voices30042009.htm

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Weitere Videos:

http://kunst-blog.com/2009/05/60_jahre_60_wer.php

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Akademie dokumentiert «Kunst und Revolte ‘89»

11. Mai 2009
Die Berliner Akademie der Künste dokumentiert im 20. Jahr des Mauerfalls in mehreren Veranstaltungen und Ausstellungen die kulturpolitischen Umbrüche der Wendezeit von 1989/1990 in Deutschland.

Dazu gehört der Themenschwerpunkt «Kunst und Revolte ‘89» in beiden Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg, mit dem die Künstlersozietät nach der Rolle der Künste bei den gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen fragt, die zum Mauerfall am 9. November 1989 führten. Am 9. Oktober wird es in diesem Zusammenhang auch eine «Künstlernacht “Kunst und Revolte”» geben, kündigte der gerade wiedergewählte Akademiepräsident Klaus Staeck (71) in seiner Jahrespressekonferenz am Montag an (…)
Bitte hier weiterlesen:

http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/kultur/kulturwelt/art617,559190

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DDR-Kunst

Prüde gegenüber den Reizen der sichtbaren Welt

Von Wilfried Wiegand

“Hundertfünfunddreißig Künstler sind vertreten, und an stilistischer Vielfalt wird mehr geboten, als man der DDR jemals zugetraut hat. Zwar wird die Ausstellung, wie man es erwartet, von realistischer Gegenständlichkeit beherrscht, aber es ist schon erstaunlich, was für unterschiedliche Positionen es sonst noch gab: hastiges Informel und akkurate Geometrie, naive Phantastik und eine tagebuchartige, privatistische Zeichenkunst in bester Paul-Klee-Tradition” (…) FAZ

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Wenn Zuckerbäcker Zeitgeschichte deuten

Von Karin Schulze

Man knete 60 deutsche Künstler zu Teig, überziehe ihn mit schwarz-rot-goldener Glasur – und fertig ist der Geburtstagskuchen fürs Grundgesetz! So haben sich das die prominenten Macher der Berliner Schau “60 Jahre, 60 Werke” gedacht – und doch nur schwer verdauliches PR-Gebäck abgeliefert.
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http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,622154,00.html

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Ärztezeitung

Fett, Filz + Blut – Joseph Beuys und seine Materialien

Seine Fettecken und Anzüge aus Filz sind Legende. Doch mindestens ein Dutzend weiterer Materialien hat der 1986 gestorbene Kunst-Schamane Joseph Beuys in sein Werk integriert.

„Honig, Margarine oder Wachs stehe oft im engen Zusammenhang mit der „plastischen Theorie“ von Beuys, für den die Verformbarkeit durch den Menschen zum Gleichnis für die Wandelbarkeit der Gesellschaft wurde. Blut und Schwefel verweisen auf organisches Leben, das eher selten benutzte Gold deutet auf überweltlich Geistiges“ (dpa, 2006)

http://www.aerztezeitung.de/panorama/?sid=427021

http://www.moyland.de/pages/josephbeuysarchiv/

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Klaus Staeck: „Berliner Bankenskandal“, Postkarte 2005 sign. u. adressiert an Jörg Stange „zur Kenntnis“

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Kampnagel KX Ausstellung: »Störfall Kunst«, Klaus Staeck 1997 im Gespräch mit dem Kunstwissenschaftler Gunnar F. Gerlach u. Jörg Stange

Für die filmische Dokumentation »Störfall Kunst«  GfoK-Kunstarchiv „Neues vom Gold“, Bild-Beuys-Collage 1995, Gunnar F. Gerlach + Jörg Stange, Film + s/w Foto (oben): Udo Herzog

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Mai 14, 2009 at 10:27

Me(e)r-Blick: In Portbou wurde Dani Karavans Denkmal für Walter Benjamin eingeweiht

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Dani Karavan, “Benjamin-Passage” Port Bou, Spanien Foto: Jörg Stange 1995

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Passai und letzte Station

In Portbou wurde Dani Karavans Denkmal für Walter Benjamin eingeweiht

Am 25. September 1940 überquert Walter Benjamin mit einer kleinen Gruppe von Flüchtlingen die Pyrenäen. Der herzkranke Philosoph muß streckenweise den Berg heraufgeschleppt werden; die schwere schwarze Aktentasche, in der sich ein Manuskript befindet, um das er mehr bangt als um Leib und Leben, läßt er keine Sekunde aus den Augen. Der Weg führt vom französischen Banyuls aus über einen unwegsamen alten Schmugglerpfad zum spanischen Grenznest Portbou, von wo aus Benjamin, versehen mit einem Visum für die USA, nach Lissabon Weiterreisen will. Die Nacht hat er allein in den Bergen verbracht; er weigerte sich, nach einem Erkundungsgang am Abend zuvor, noch einmal umzukehren. Auf der Flucht vor der Gestapo hat der jüdische Philosoph nur noch zwei Dinge zu verlieren: sein Manuskript und seine Contenance. „Die Welt gerät aus den Fugen“. Von Andrea Köhler
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http://www.zeit.de/1994/21/Passai-und-letzte-Station

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Gisèle Freund / Walter Benjamin in the Bibliothèque National / 1939

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„Seine Marseilleaufenthalte und die danach entstandenen epischen Texte spielten für ihn in seiner Loslösung vom Surrealismus, der Überwindung dessen, was er das „Verharren im Traumbereich“ nannte, eine ebenso grosse Rolle wie für die Bestimmung des eigenen theoretischen Standorts im „Passagen-Werk“, Benjamins grosser Fragment gebliebener Hinterlassenschaft“  Sabine Günther 1997, Basler Zeitung

Prolog

Du steigst im alten Viertel von Marseille tausend enge Treppen hoch, bis du endlich auf einem mit Autos vollgestopften und von ungekämmten Frauen in Morgenröcken beherrschten Platz stehst. Zu deiner Linken erstaunt dich ein Bauwerk, das du dieser Stadt niemals zugetraut hättest: La Vieille Charité. Du fragst dich ob das hier war, wo Rimbaud…, =

http://web.me.com/passageetco/ratlos-in-marseille/PASSAGE_DE_LORETTE_TEXT.html

http://www.passage-co.com/

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Meine Mahnmale sind Spielplätze

Eine Retrospektive im Martin-Gropius-Bau zeigt die Werke von Dani Karavan. Der israelische Bildhauer im Gespräch über Kunst und Trauer. Herr Karavan, nach Tel Aviv zeigen Sie Ihre große Retrospektive nun in Berlin im Martin-Gropius-Bau, gleich neben der Topographie des Terrors. Welches Verhältnis haben Sie zu Deutschland?

Es gab eine Zeit, da habe ich jegliche Beziehung zu Deutschland abgelehnt. Als ich aber 1977 zur Documenta 6 eingeladen wurde, musste ich zusagen, denn trotz der Gestaltung der Knesset-Wand und des Nationalpreises war ich in der Kunstwelt Israels nicht akzeptiert. Die Documenta-Einladung bedeutete für mich internationale Anerkennung. In Kassel lernte ich Menschen kennen, durch die sich mein Blick auf Deutschland änderte, allen voran Documenta-Chef Manfred Schneckenburger, der die Atmosphäre eines Kibbuz verbreitete und im Büro auf einer Matratze schlief (..) Interview Von Nicola Kuhn
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Ausstellung-Martin-Gropius-Bau;art772,2494208

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walter-benjamin-karavan-stange-port-bou-medienwatch1995-sw300pDer morbide Reiz von Portbou

Alte Wachtürme, kleine romanische Kapellen und Weinreben am Wegesrand: Auf der Ruta Walter Benjamin vom südfranzösischen Banyuls ins spanische Portbou verbindet sich die Erinnerung an den Philosophen mit landschaftlichen Reizen einer alten Kulturlandschaft. Eine Wanderung in den Pyrenäen. VON ULRIKE WIEBRECHT
http://www.taz.de/4/reise/europa/frankreich/der-morbide-reiz-von-portbou/

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Documenta 6 (Kassel)

http://www.kunstaspekte.de/index.php?tid=9280&action=termin

Dani Karavan »Benjamin Passage« Port Bou

http://www.mihm-fotografie.de/karavan/kara1.htm

Buchtip(p): »Über das Warten« Andrea Köhler

http://www.perlentaucher.de/buch/28110.html

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»Ich bin ich, weil mein kleiner Hund mich kennt.« Gertrude Stein => [::]

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Walter Benjamin zum Gedächtnis 1/4
http://www.youtube.com/watch?v=WwdjcXJZ94Q&NR=1

Walter Benjamin zum Gedächtnis 2/4
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=OOW0Lq7GMbs

Walter Benjamin zum Gedächtnis 3/4
http://www.youtube.com/watch?v=uxkaKJhYvW8&NR=1

Walter Benjamin zum Gedächtnis 4/4
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=84HDpaciGTw

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Fotos: Jörg Stange, Benjamin Passage, 1995 in Port Bou [aktive Archive°], Gunnar F. Gerlach GFOK Kunstarchiv

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Mai 14, 2009 at 08:53

Überwachungs-Ranking: Deutschland unter Top Ten + „Schöne neue Welt“ = Video,s

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Überwachungs-Ranking: Deutschland unter Top Ten

„Gehören zur Weltspitze bei elektronischer Bürgerüberwachung“

Chicago (pte/13.05.2009/13:50) – Deutschland gehört zu den zehn Staaten der Welt, in denen die Bürger in Bezug auf die Nutzung von Informationstechnologien am stärksten überwacht werden. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine aktuell vorgelegte Untersuchung des US-Security-Unternehmens Cryptohippie https://secure.cryptohippie.com, die insgesamt 52 Nationen daraufhin analysiert hat, wie intensiv die dort lebenden Menschen von den örtlichen Behörden ausspioniert werden. An der Spitze des Negativ-Rankings des sogenannten „The Electronic Police State“-Berichts für das Jahr 2008 finden sich wenig überraschend die kommunistischen Staaten China und Nordkorea wieder. Dicht dahinter folgen Weißrussland, Russland, Großbritannien (England und Wales) sowie die Vereinigten Staaten. Vervollständigt werden die Top-Ten-Platzierungen durch die westlichen Demokratien Israel, Frankreich und Deutschland.

„Dass Deutschland im Überwachungs-Ranking derart weit vorne zu finden ist, ist einerseits zwar etwas verblüffend, bei genauerer Betrachtung aber auch keine allzu große Überraschung“, meint Thilo Weichert, Leiter des Unabhängiges Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) https://www.datenschutzzentrum.de , im Gespräch mit pressetext. Die Ergebnisse der Cryptohippie-Studie würden insgesamt gesehen gut ins Bild passen und bestätigen, dass die Bundesrepublik in Sachen elektronischer Überwachung bereits einige bedenkliche Entwicklungen vorzuweisen habe. „Wir sind zwar nicht Weltmeister, was die elektronische Bürgerkontrolle betrifft, immerhin gehören wir in dieser Hinsicht aber zur Weltspitze. Vor allem mit der viel diskutierten Vorratsdatenspeicherung hat Deutschland einen Schritt vollzogen, der von anderen EU-Ländern noch nicht gewagt worden ist“, stellt Weichert fest.

„Wir wissen, dass unsere Regierungen und private Unternehmen nahezu jede Form unserer elektronischen Kommunikation überwachen. Dadurch fühlen sich die meisten von uns zwar etwas beunruhigt, doch nur die wenigsten sagen oder tun etwas dagegen“, heißt es im Cryptohippie-Bericht. Hauptursache hierfür sei in erster Linie das fehlende Wissen darüber, welche drastischen Konsequenzen das Aufzeichnen, Ordnen, Durchsuchen und Verteilen der gesammelten User-Daten für die Betroffenen haben kann. Jede E-Mail oder Kreditkartentransaktion und jeder Webseitenbesuch oder Handy-Gebrauch würde von einem elektronischen Überwachungsstaat für lange Zeit in einer Datenbank gespeichert. Von dort könnten sie per Knopfdruck zu jeder Zeit von den Behörden als Beweis gegen den Bürger verwendet werden.

„Was das entsprechende Gefahrenbewusstsein betrifft, ist die Sensibilität innerhalb der deutschen Bevölkerung im internationalen Vergleich stärker ausgeprägt als in anderen Ländern. Bestätigt wird diese Einschätzung unter anderem durch den Widerstand im Rahmen der Einführung der Vorratsdatenspeicherung und der aktuellen öffentlichen Debatte um die Sperrung von Kinderpornoseiten“, betont Weichert. Insbesondere im Bereich der Internetnutzung sei aber sicherlich noch viel an Arbeit nötig, um die deutschen Nutzer über Gefahren, die im Netz auf sie lauern, aufzuklären. „Die meisten Menschen glauben auch heute noch, dass sie ihre persönlichen Erfahrungen aus der Offline-Welt einfach in das Internet übertragen können. Sie sind sich nicht bewusst, dass sie zu jeder Zeit eine Datenspur im Netz hinterlassen, die weltweit nachvollzogen werden kann. Bewusstseinsbildung ist aber auch in den Reihen der Politik erforderlich, denn die Politikergeneration, die heute das Sagen hat, setzt sich noch vorwiegend aus Verweigerern der neuen Kommunikationstechnologien zusammen“, so Weichert abschließend.

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http://de.groups.yahoo.com/group/WASG-Infos/message/1758

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Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein

21.04.2009

P R E S S E M I T T E I L U N G

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ULD: „Kein Mitloggen von Nutzerzugriffen“

Zu den Plänen der Bundesregierung, wonach im Rahmen der Sperrung von als kinderpornografisch gelisteten Webseiten eine Speicherung von Zugriffsversuchen und mögliche Beauskunftung gegenüber dem Bundeskriminalamt vorgesehen ist, erklärt der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), Thilo Weichert:

„Schon das reine Sperren von Webseiten ist ein grundrechtliches Problem, insbesondere weil dadurch auch rechtmäßige Inhalte des Internet betroffen sein werden, die den uneingeschränkten Schutz des Art. 5 Grundgesetzes in Anspruch nehmen können. Die nun bekannt gewordenen Planungen haben aber eine völlig neue Überwachungsdimension: Mit dem Speichern der Zugriffsversuche würde eine Vorverlagerung der Verdachtsgewinnung zur Bekämpfung der Kinderpornografie erfolgen, die Zigtausende von absolut unschuldigen Menschen zu Verdächtigen machen würde: Allein der Umstand, dass eine Internetadresse angeklickt wird, wird zum Ermittlungsansatz wegen Kinderpornografie genommen. Damit würde sich jeder Internetnutzer schon der Gefahr einer Strafverfolgung aussetzen, wenn er eine ihm noch nicht bekannte Adresse aufruft, da er nicht wissen kann, ob diese Adresse selbst gelistet ist oder ob diese auf eine gelistete Adresse automatisch weiterleitet. Die Aufnahme in die Liste durch eine Verwaltungsbehörde gibt nicht ansatzweise die Sicherheit, dass ein Internetangebot wirklich kriminelle Inhalte enthält. Ein Mitloggen von Webseitenaufrufen wäre nicht nur ein Frontalangriff auf die freie Kommunikation im Internet, sondern zugleich ein Überwachungsinstrument, mit dem die Nutzung des Internet allgemein massiv beeinträchtigt würde. Die Bundesregierung täte gut daran, vor einem Beschluss ihre Gesetzentwürfe einer öffentlichen Diskussion zu unterwerfen. Schnellschüsse bei Internetzensur und -kontrolle können hier eine nicht beabsichtigte explosive Wirkung entfalten – für Grundrechte, für die wirtschaftliche Relevanz elektronischer Medien und letztlich für die gesamte Gesellschaft.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an:
Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein

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https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20090421-internetsperren.html

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Waffenlobby vernetzt: „Schöne neue Welt“: Zukünftige „Werbe-Intervention“ via Handy etc.

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http://www.youtube.com/user/thevacationeers

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Internetvideo der Woche

In der Google-Gosse

Bitte recht feindlich: Für das „Street View“-Projekt fotografiert Google die ganze Welt und wird zum hemmungslosesten Paparazzo. Die Angst, von Google überwacht zu werden, in der Clip-Kritik. Von Christian Kortmann mehr …

Die Untauglichkeit schlechterer Söhne aus besserem Hause

with one comment

josephine-meckseper-2004-stange-500p-2008Fotos: Jörg Stange, Galerie der Gegenwart, Hamburg Kunsthalle «Manson 1969» : Josephine Meckseper = Jean Baudrillard, Installation Schaufenster =>[::]<=

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Die Untauglichkeit schlechterer Söhne aus besserem Hause

My girlfriend’s run off with my car,
and gone back to her Ma and Pa,
telling tales of drunkenness and cruelty.
The Kinks, Sunny Afternoon

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„Aber auch so sitzt oft eine Frau auf meinem Lounge Chair, die je nach Laune ein wenig wie Romy Schneider oder Grace Kelly aussieht, sie erzählt von Einkäufen und Inszenierungen, wir treffen uns in Museen, um den Faltenwurf der Peploskoren und Frauenportraits der Schule von Fontainbleau zu besprechen. Ich schätze sie, keine Frage, und ich würde es schade finden, nähme mir ein Depp jene Momente, um an der dauerhaften Erfüllung ihrer Ansprüche sein mediokres Leben zu ruinieren. Aber so weit wird es nicht kommen. Die Unvermittelbarkeit der schlechteren Söhne aus besserem Hause sorgt trotz frustrierter Tanten letztlich doch wieder für stabile Verhältnisse, modern und anders als früher; ohne Kinder zwar, aber auch ohne Hepatitis, und dafür, dass unsereins nicht ausstirbt, sorgen schon genug andere“ (…)

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von Don Alphonso Faz-Block: „Stützen der Gesellschaft“

Projektion + Illusion + Dekadenz
http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/05/13/die-untauglichkeit-schlechterer-soehne-aus-besserem-hause.aspx

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Installation: Tasse im Schaufenster (jst) –  Innenstadt Hamburg, Foto: jst/gfok 2008

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Fotos: Jörg Stange, Galerie der Gegenwart, Hamburg Kunsthalle «Manson 1969» : Josephine Meckseper = Jean Baudrillard, Installation Schaufenster =>[::]<=

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medienwatch.wordpress.com | gfok-Kunstarchiv

 

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Mai 13, 2009 at 09:06

Fisch im Ohr: Überlebenswichtig

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Überlebenswichtig: Wie man aus Pistazieneis Sonnenschein macht

13. Mai 2009

Ein richtiger Reiseführer durch die Arbeitswelt hilft nicht nur bei den großen wichtigen Dingen des Lebens. Er erklärt auch kleine alltägliche Phänomene. Eines davon wird aktuell im Rang einer Naturgesetzlichkeit propagiert: dass der Genuss von ganz viel Pistazieneis zwingend ganz viele Sonnenscheinstunden zur Folge hat (…)

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„Doch dann baut sich langsam ein seltsames Gefühl auf. Irgendetwas stimmt nicht. Egal, ob eine personalwirtschaftliche Fachzeitschrift <der Name spielt keine Rolle>, eine große Tageszeitung oder diverse Internetseiten: Überall der gleiche ….. Fehler! Und jetzt will auch noch ein Minister in Berlin basierend auf diesem Denkfehler flächendeckend über entsprechende „Service-Center“ dafür sorgen, dass wir in Deutschland eine einheitliche Personalpolitik bekommen“ (°)

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von Christian Scholz | faz-block

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hier gehts weiter:

http://faz-community.faz.net/blogs/personal-blog/archive/2009/05/13/ueberlebenswichtig-wie-man-aus-pistazieneis-sonnenschein-macht.aspx

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Kindereis «Pinocchio» Chipcard Jörg Stange

.medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

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Mai 13, 2009 at 07:52

Erderwärmung made by men + Kunstwissenschaft ist Klimaforschung

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l. Gunnar F. Gerlach (Prof. für philosophische Ästhetik, Kunstwissenschaft)

r. Mojib Latif (Prof. für Klimatologie, Meeresforschung)

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Eine interdisziplinäre Performance im Altonaer Museum

Beide Wissenschaftler besprechen das Klima und die Athmos-Sphäre aus ihrer jeweiligen Sicht und Standpunkt(en). Beide finden dialektisch-transformativ – diskursiv Ansätze, wissenschaftlicher „Handlungs- und Haltungsverwandschaft“ – bei der Befragung des multiplen Materials. Klimaforschung könnte eine interdisziplinär, sinnstiftende, (auch erschreckend) erkenntnisreiche und erotische° Betrachtungsweise sein. Wie u.a. am Beispiel Courbets „l’origine du monde“ und Nicolas Poussin zu erfahren war.

Arkadien ist seit Vergil schon anders verortet und es wird zunehmend (k)arger.

Das Abschmelzen der Pole ist in vollem Gange. Der Druck zur „Änderung“ muss intensiviert werden. Die Bereitschaft muss aber auch „von unten“ wachsen, so der international geachtete Klimaforscher Prof. Mojib Latif. Erst dann bestünde noch eine gewisse Hoffnung, ein Umdenken zugunsten regenerativer Energien. Insbesondere in „geistigen Erkenntnis-Werte-Kontexten“ sei es zu bewirken (Gerlach). Aber eben auch ganz pragmatisch: Kriege ums Öl würden obsolet. Das wirkt sich selbstverständlich auch kulturell auf ein anderes offeneres, gerechteres und freieres gesellschaftliches Klima zwischen den Kulturen aus. Jörg Stange

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Nicolas Poussin: ‚Et in Arcadia ego‘

Klicke, um auf hosch_2015_poussin.pdf zuzugreifen

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°Im Sinne André Breton: „Ein Kunstwerk ist erotisch oder es ist kein Kunstwerk.

„Erotik und Surrealismus“

„Wenn das Leben sich langweilt“, schrieb Jacques Prévert, „ist der Tod sein Zeitvertreib“.

http://www.deutschlandfunk.de/ars-erotica.700.de.html?dram:article_id=81335

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KunstHasserStammTisch* der noroomgallery präsentiert:

Arche & Archive

ein Klimaabend mit Mojib Latif und Gunnar Gerlach

Donnerstag, 16. April 2009 um 19.00 Uhr

Im Altonaer Museum

Incl. einer Führung durch die Archive des Altonaer Museums mit dessen Direktor Torkhild Hinrichsen ein zweiter Einlass ist um 19.45 Uhr möglich

Klimaszenarien werden mittlerweile viele ausgemalt. Bei manchen Prognosen würden zum Beispiel von der Elbphilharmonie, im nächsten Jahrhundert nur noch die Spitzen aus dem Wasser ragen …

Welchen Bildern wir hier vertrauen können und sollten, erläutert der Klimaforscher Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften und der Kunsttheoretiker Gunnar Gerlach: “Kunstwissenschaft ist Klimaforschung, denn nur wer das Klima erforscht, kann Aussagen über Kunst und Kultur machen.”

Es stellen sich generelle Fragen nach Determinanten der Natur- und Kulturproduktion genauso, wie die Frage von Krisen und ihren spezifischen Bewältigungsstrategien. Beim Klimaabend werden der Klimaforscher Mojib Latif und der Kunsttheoretiker Gunnar Gerlach Kunst und Klimaforschung eng führen. Um sich so der Herausforderung einer Krise gemeinsam zu nähern. Denn die Krisen der Gegenwart – selbst die in der Kunst – sind auch das Ergebnis von “gestörten Atmosphären”.

Mojib Latif
Meteorologe und seit 1985 Klimaforscher am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie. Studierte zunächst Betriebswirtschaft und anschließend Meteorologie an der Universität Hamburg. Promovierte und habilitierte (1989) im Fach Ozeanographie. Seine Doktorarbeit schrieb er über das weltumspannende Wetterphänomen El Nino. Nach mehreren Aufenthalten an Instituten im Ausland erfolgten die Promotion und zusätzlich noch die Habilitiation im Fach Ozeanographie. Er ist Professor am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel. Daneben war er auch Herausgeber der wissenschaftlichen Fachzeitschriften “Monthly Weather Review” und “Journal of Climate” (1999-2003) sowie Mitarbeiter mehrerer internationaler Komitees und Organisationen, z. B. als Mitglied der CLIVAR Working Group on Global Coupled Modelling.

Gunnar Gerlach
Prof. u. Doz. für Kunstwissenschaft und philosoph. Ästhetik; Gastprofessur(en) u.a. an der China Academy of Fine Arts. Zahlreiche Publikationen und Vorträge im In- und Ausland; freier Kurator u.a. für Museen und Kunstvereine. Forschungsschwerpunkte: Kunst, Kulturphilosophie und Politik vom 19. Jh. bis zur Gegenwart (u.a.: E. Delacroix, J. Beuys, KP Brehmer, Bogomir Ecker). Zum Thema ‘Kunstwissenschaft und Klimaforschung’ hat er seit Mitte der 80er Jahre im Hinblick auf eine politische Kunstpraxis Forschungsthesen publiziert (u.a. in: taz, Kunstforum, Hamburger Rundschau u. Katalogbeiträgen), die die Atmosphäre des ‘natürlichen und kulturellen’ Umfeldes als Basis von Forschung und Gestaltung sehen.

*der KunstHasserStammTisch der noroomgallery ist eine Plattform für performative Kunstkritik

http://www.noroomgallery.com/

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noroomgallery-prasentiert-arche-archive-ein-klimaabend-mit-mojib-latif-und-gunnar-gerlach/

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Erderwärmung made by men

Von Alex Rühle

Auf seiner Internetseite zur Klimadebatte beschert Dennis Dutton den Leugnern des Klimawandels täglich neu eine Niederlage.

„Friedrich Nietzsche spottete einmal, Philosophen seien Menschen, die einen Stein hinter einem Baum verstecken und ihn dann selbst suchen. Soll heißen: Sie wissen meist vorher, worauf sie hinauswollen, ihre vermeintlich argumentativ gefundenen Wahrheiten sind nichts als Vorurteile“

„Ein weiterer Dauergast auf Duttons Seite ist der Londoner Journalist Fred Pearce, der kürzlich in Nature beschrieb, was für katastrophale Folgen es haben wird, wenn tatsächlich das Methan in den subpolaren Permafrostböden großflächig auftaut, ein Text, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt“

Bitte Link benutzen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/nachrichten-aus-dem-netz-erderwaermung-made-by-men-1.449022

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Extremwetterkongress

Erderwärmung ist schneller als erwartet

Auf dem Extremwetterkongress in Bremerhaven warnen Experten vor einem schnellen Klimawandel. Sie fordern Solarstrom aus Afrika. VON SARAH MESSINA

„Eine Fläche der Sahara in der Größe des Saarlandes würde bereits ausreichen, um mit solarthermischen Kraftwerken den gesamten Strombedarf Deutschlands zu decken“ [Fairsolar: Hierbei müsste auch der Bedarf der Dritte Weltländer gedeckt werden. Ausserdem könnte der Raumbedarf durch „intelligente Kon(e)struktionen“ stark reduziert werden. jst]

Der Klimaforscher Mojib Latif forderte von der Bundesregierung, „jährlich 20 Milliarden Euro für erneuerbare Energien“ bereitzustellen (…)

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http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/erderwaermung-ist-schneller-als-erwartet/
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Philosoph + Klimaforscher = denisdutton.com/

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Blau Zimmer für Kunst und andere (Gunnar F. Gerlach u.a.):

http://www.blau-zimmerfuerkunst.de/100Jahre_BLAU.pdf

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Bildarbeit: jst

( )else Stück für zwei Tänzer, Frau und Mann, und live-prozessiertes Cello in einer Projektionsinstallation

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In ihrer neuen Tanzproduktion bezieht sich Victoria Hauke auf das Bild des vernetzten Menschen als flexible, Leistung versprechende Projektionsfläche. Diesen optimierten Körperentwurf stellt ( )else durch den tänzerischen Körper als Medium für den Austausch von Kräften mit dem „Anderen“ in Frage. In wie weit erfährt sich der Mensch, der sich dem Einfluss fremder Energien aussetzt und mit Intensität in neuartige Zustände eintaucht, selbst als Unbekannten, als Vermittler, als hybriden Akteur? Als Quelle von leidenschaftlichen oder auch monströsen Affekten? Was deckt dieser Vorgang auf? Irritation? Befriedigung? Humor?

Die Übergänge zwischen dem Eigenen, physisch Fassbaren und fremden, fiktiven oder virtualisierten Erfahrungen bestimmen in ( )else den kommunikativen Austausch zwischen Tänzern, Musiker und Lichtprojektion.

Victoria Hauke und ihr Mittänzer Olaf Reinecke entwickeln Körperqualitäten, die Aggregatzuständen vergleichbar sind – wie flüssig, kristallin, stachelig oder „elastisch wie Hartgummi“. In einem Zusammenspiel aus Licht, Bühneninstallation, live-prozessiertem Cello und Videoprojektionen loten die Tänzer den Schwellenbereich und die Umschlagstellen von Energien zwischen dem „Selbst“ und dem „Anderen“ aus. Sie senden und empfangen, assimilieren und verwandeln Kräfte und Signale, kommen an Grenzen der physischen Standpunkte und der Kommunikationsmöglichkeiten. Im Spannungsfeld zwischen Bewegungsfluss und Starre, zwischen Hingabe und Widerstand, zwischen Zähe und ekstatischen Blitzmomenten wird so der Raum zwischen realer und fiktiver Physis erforscht.

Mit: Victoria Hauke, Olaf Reinecke und Andreas Otto

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13. – 16. Mai 2009
Hamburger Sprechwerk

Klaus-Groth-Str. 23, 20535 Hamburg
www.hamburgersprechwerk.de
Kartentelefon: 040 – 2442 39 32
Kartenbestellung: www.kartenhaus.de

09. und 10. Mai 2009
Oldenburgisches Staatstheater, Exerzierhalle
Am Pferdemarkt, 26121 Oldenburg
www.staatstheater.de
Kartentelefon: 0441 – 2225-111

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http://www.victoriahauke.de/aktuell.html

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Mai 12, 2009 at 15:29

Video: „Der letzte Mann“ Snippet (1/7) of a live concert to the silent movie by Friedrich Wilhelm Murnau (1924)

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„Der letzte Mann“ Snippet (1/7) of a live concert to the silent movie by Friedrich Wilhelm Murnau (1924). We use a Grammophone from 1924, Cello, Guitar, and Samplers

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springintgut

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[…] Die authentische Erzählinstanz dieses Films ist – wohl erstmals im deutschen Kino – die Kamera: Sie entdeckt die Welt, die Qualität der Bewegung, die psychischen Regungen der Menschen und die symbolische Bedeutung der Dinge für unsere Augen neu. Die Welt der Gegenstände entwickelt eine Zeichensprache, die uns Murnau mit Hilfe seines genialen Kameramanns Freund entziffern läßt. Alles ist Wirklichkeit und zugleich eine transparente, mit Bedeutungen aufgeladene „zweite Realität“: die Hotelhalle und das Milieu der Hinterhöfe, die Großstadtstraße im Regen mit ihren Taxis und dahinhastenden Menschen ebenso wie die letzte Station in der Leidensgeschichte des alten Portiers, die Herrentoilette im Souterrain des Hotels. Die Drehtür – ein visuelles Leitmotiv des Films – verbindet als ein Moment unablässiger Bewegung Innen und Außen, die Hotelhalle mit dem Leben der Straße; zugleich trennt sie die Menschen voneinander, die blick- und interesselos aneinander vorübergleiten. Der „Fluß des Lebens“ in der großen Stadt, aber jedes einzelne Leben ist von Entfremdung gezeichnet. Die Kamera sieht und „weiß“ mehr von diesem Leben als die Menschen, die in seine Alltäglichkeit verstrickt sind. […]

http://www.filmzentrale.com/rezis/letztemannkk.htm

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Fritz Lang = METRoPOLIS

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Written by medienwatch & metainfo

Mai 12, 2009 at 15:13

Akademie dokumentiert «Kunst und Revolte ’89» + «60 Jahre 60 Werke» im Berliner Martin-Gropius-Bau

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„Störfall Kunst“ Klaus Staeck 1997 im Gespräch mit dem Kunstwissenschaftler Gunnar F. Gerlach und Jörg Stange, Foto: Udo Herzog

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«60 Jahre 60 Werke» im Berliner Martin-Gropius-Bau

Es ist schon ein starkes Stück, die engagierte Kunst aus der ehemaligen DDR einfach auszuklammern. Die Künstlerinnen wirkten subversiv und schufen das Klima einer aufbegehrenden substanziellen Aufklärung. Die eigens installierte Galerie Eigenart°, war einer der ersten “Off-Räume”, von der aus sich freie subversive Formen entwickeln konnten. Die Künstler standen unter Beobachtung, aber dies hinderte sie nicht daran ihre Ausstellungen, Lesungen, Performances etc. zu realisieren. Das zu ignorieren ist Ausdruck von Desinformiertheit und verletzender Ignoranz + Arroganz. Es legt auch die doppelte Moral der verantwortlichen Protagonisten offen, welche sich hier schamlos inkarniert. In Wahrheit will auch die “BRD” nichts mit “subversiver Kunst” – im Sinne von Aufklärung am Hut haben. Das sind alles Scheingelübde. Man benutzt sie als Mäntelchen von Freiheit – die medialen Transporte allerdings, sorgen für die notwendige inhaltliche Kasteiung. Das ist offensichtlich in doppelter Hinsicht, die Erfahrung und der Impetus, auch dieser Schau: «60 Jahre 60 Werke» im Berliner Martin-Grobius-Bau.Wie stolz ist man nun den Beuys Flügel in die Schau integriert zu haben. Bild-Chefredakteur Kai Diekmann hielt neben Angel Merkel die Laudatio: Was er nicht erwähnt, ist, dass die Bildzeitung über Jahrzehnte über Beuys hergefallen war, als sei er ein Betrüger. Beuys kann sich nicht mehr wehren. Das Fazit: “Nur ein toter Künstler ist ein guter Künstler”. Und der Rest an “Off-Künstlern” etc. hängt am Hungerhaken. Kredite einer Bank gibts schon gar nicht, – da braucht man nämlich Sicherheiten, Beuys zum Beispiel – Butterberge oder eben Aktien in der Schweinegrippe. Jörg Stange

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„Neues vom Gold“ 1995, Collage von Gunnar F. Gerlach (gfok) und Jörg Stange (gfok)

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In anderen Bildzeitungsbeiträgen wurde Joseph Beuys zu Lebzeiten, wiederholt als Scharlatan verunglimpft und die Öffentlichkeit demagogisch verBILDet:

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Auschnitt BILD-Zeitung: Collage „Neues vom Gold“

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„Dass es heute keine großen Künstlerpersönlichkeiten wie Beuys mehr gibt, hängt nicht nur mit der Unübersichtlichkeit des Marktes zusammen. Die Fähigkeit von Beuys, sich als lebendes Kunstwerk zu stilisieren, hat längst etwas Unzeitgemäßes. In ihr manifestierte sich, wie der Kunsthistoriker Donald Kuspit anmerkte, der letzte große Versuch, ein Genie zu inszenieren. Heute, wo Beuys nicht mehr als Person präsent ist, beschimpft ihn auch niemand mehr als Scharlatan. Die Provokation ist verblasst und das Jubiläum nichts weiter als die Pflichtübung der Museen, ein paar Vitrinen zu verschieben“ (…)

http://www.intro.de/magazin/steil/23034804/joseph-beuys-stilles-jubilaeum

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Beuys in Berlin
Laszlo Glozer über die Ausstellung im Hamburger Bahnhof
http://dasloseblatt.de/ausstellung.htm

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Sehenswerte Videos zur Eröffnung der Gala

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http://www.berlinerkunstkontakter.de/flash/2009/kw1809/60_60_30042009.htm.

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http://www.berlinerkunstkontakter.de/flash/2009/kw1809/60_60_voices30042009.htm

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Weitere Videos:

http://kunst-blog.com/2009/05/60_jahre_60_wer.php

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Akademie dokumentiert «Kunst und Revolte ‘89»

11. Mai 2009
Die Berliner Akademie der Künste dokumentiert im 20. Jahr des Mauerfalls in mehreren Veranstaltungen und Ausstellungen die kulturpolitischen Umbrüche der Wendezeit von 1989/1990 in Deutschland.

Dazu gehört der Themenschwerpunkt «Kunst und Revolte ‘89» in beiden Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg, mit dem die Künstlersozietät nach der Rolle der Künste bei den gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen fragt, die zum Mauerfall am 9. November 1989 führten. Am 9. Oktober wird es in diesem Zusammenhang auch eine «Künstlernacht “Kunst und Revolte”» geben, kündigte der gerade wiedergewählte Akademiepräsident Klaus Staeck (71) in seiner Jahrespressekonferenz am Montag an (…)

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Bitte hier weiterlesen:

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http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/kultur/kulturwelt/art617,559190

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DDR-Kunst

Prüde gegenüber den Reizen der sichtbaren Welt

Von Wilfried Wiegand

“Hundertfünfunddreißig Künstler sind vertreten, und an stilistischer Vielfalt wird mehr geboten, als man der DDR jemals zugetraut hat. Zwar wird die Ausstellung, wie man es erwartet, von realistischer Gegenständlichkeit beherrscht, aber es ist schon erstaunlich, was für unterschiedliche Positionen es sonst noch gab: hastiges Informel und akkurate Geometrie, naive Phantastik und eine tagebuchartige, privatistische Zeichenkunst in bester Paul-Klee-Tradition” (…)

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Bitte hier weiterlesen:

FAZ

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Wenn Zuckerbäcker Zeitgeschichte deuten

Von Karin Schulze

Man knete 60 deutsche Künstler zu Teig, überziehe ihn mit schwarz-rot-goldener Glasur – und fertig ist der Geburtstagskuchen fürs Grundgesetz! So haben sich das die prominenten Macher der Berliner Schau “60 Jahre, 60 Werke” gedacht – und doch nur schwer verdauliches PR-Gebäck abgeliefert.
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http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,622154,00.html

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eskulap

Ärztezeitung =

Fett, Filz + Blut – Joseph Beuys und seine Materialien

Seine Fettecken und Anzüge aus Filz sind Legende. Doch mindestens ein Dutzend weiterer Materialien hat der 1986 gestorbene Kunst-Schamane Joseph Beuys in sein Werk integriert.

„Honig, Margarine oder Wachs stehe oft im engen Zusammenhang mit der „plastischen Theorie“ von Beuys, für den die Verformbarkeit durch den Menschen zum Gleichnis für die Wandelbarkeit der Gesellschaft wurde. Blut und Schwefel verweisen auf organisches Leben, das eher selten benutzte Gold deutet auf überweltlich Geistiges“ (dpa, 2006)

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http://www.aerztezeitung.de/panorama/?sid=427021

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http://www.moyland.de/pages/josephbeuysarchiv/

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«Galerie Eigenart»

http://www.eigen-art.com/homeDE.html

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Kampnagel KX Ausstellung: »Störfall Kunst«, Klaus Staeck 1997 = Interview mit dem Kunstwissenschaftler Gunnar F. Gerlach u. Jörg Stange für die filmische Dokumentation »Störfall Kunst« und das Magazin: „Spuren in Kunst und Gesellschaft“ e.V. u.a. Medien, gfok-Kunstarchiv „Neues vom Gold“, Bild-Beuys-Collage 1995, Gunnar F. Gerlach + Jörg Stange, Film / Fotofenster: Udo Herzog [::]

Pharma-Korruption: ehemaliger BAYER-Mitarbeiter packt aus etc.

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Presse Information

11. Mai 2009

Rede in morgiger BAYER-Hauptversammlung in Düsseldorf

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Pharma-Korruption: ehemaliger BAYER-Mitarbeiter packt aus

Alfredo Pequito arbeitete jahrelang als Pharmareferent für Bayer Portugal. Als er seine Arbeit aufnahm, wurde er von Bayer darauf aufmerksam gemacht, dass ihm zur „Verkaufsförderung“ hohe Summen zu Verfügung stünden. Hiermit sollten Urlaubsreisen, Elektrogeräte und Geldgeschenke finanziert werden, um das Verschreibungsverhalten von Ärzten zu beeinflussen.

Auch waren die medizinischen Berater von Bayer dazu angehalten, Dossiers über Ärzte anzufertigen, die u.a. die Zahl der Kinder, Hobbies, politische Einstellung und sogar sexuelle Vorlieben enthielten. Pequito deckte zudem auf, dass das Unternehmen in Portugal klinische Tests durchführte, die bei den Gesundheitsbehörden nicht angemeldet waren. Hierbei kam es zu Todesopfern. Da Pequito die schwarzen Kassen des Konzerns nicht nutzte, wurde er von Bayer gefeuert.

Alfredo Pequito wird in der morgigen Hauptversammlung der Bayer AG in Düsseldorf eine Offenlegung aller korrupten Praktiken fordern: „Ich möchte den Vorstandsvorsitzenden Werner Wenning fragen, ob er weiterhin Korruption und Bestechung bei seinen ausländischen Tochterfirmen toleriert. Welche Konsequenzen hat die Firma Bayer daraus gezogen, dass sie in Portugal der Korruption überführt wurde?“, so Pequito. „Warum versucht Bayer, Ärzte und Apotheker zu kaufen? Vertraut Bayer seinen Produkten nicht und greift deswegen zu solchen Verkaufsmethoden?“.

Eine Anzeige von Pequito führte zu umfangreichen Untersuchungen der portugiesischen Staatsanwaltschaft. Demnach verwandte Bayer zwischen fünf und zehn Prozent des Pharma-Umsatzes für korrupte Praktiken. Durch enge Verbindungen zur portugiesischen Politik gelang es BAYER jedoch, nur zu kleineren Geldstrafen verurteilt zu werden.

Gegen Pequito wurden bereits mehrere Anschläge verübt, er steht seitdem unter Polizeischutz. Er reist auf Einladung der Coordination gegen BAYER-Gefahren nach Deutschland. An der Hauptversammlung nehmen neben Tausenden von Aktionären auch Vorstand und Aufsichtsrat des BAYER-Konzerns teil.

Vor und während der Versammlung steht Pequito für Interviews und Rückfragen zu Verfügung (Tel: 0035 – 1918544611, pequito.alfredo@gmail.com). Gerne senden wir seinen Redetext zu: CBGnetwork@aol.com

TREFFPUNKT: Messe Düsseldorf, Eingang Nord (Hallen 8a und 8b)

DATUM: 12. Mai, 8.30 Uhr bis 10.30 Uhr

weitere Informationen:

· Artikel “BAYER-Gate und kein Ende“: http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_2001/SWB_04_01/Bayer-Gate_Portugal/bayer-gate_portugal.html

· Artikel Expresso “Eight deaths force the cancellation of a trial of Bayer’s drug”: www.cbgnetwork.de/2581.html

Artikel “Bribery claims may bow to pressures from Germany”: http://www.icis.com/Articles/2000/10/16/124307/bribery-claims-may-bow-to-pressures-from-germany.html

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In der gestrigen BAYER-Hauptversammlung in Düsseldorf forderten englische Opfer des hormonellen Schwangerschaftstests Primodos (in Deutschland unter dem Namen Duogynon auf dem Markt) eine Entschuldigung. Diese wurde vom BAYER-Vorstand verweigert. Lesen Sie hierzu eine Pressemitteilung sowie die gestrige Rede von Karl Murphy, einem Betroffenen aus Liverpool. Weitere Informationen und Fotos unter: www.cbgnetwork.de/2885.html.

 

Medikamenten-Opfer fordern Entschuldigung von Bayer Schering

Fehlbildungen durch Hormonpräparat Primodos / Schering bot in den 70er Jahren Vergleich an

In der Hauptversammlung der BAYER AG in Düsseldorf forderten englische Medikamenten-Opfer eine Entschuldigung des Konzerns sowie finanzielle Kompensation. In den 60er und 70er Jahren hatten Tausende von Kindern schwere Fehlbildungen durch einen Schwangerschaftstest auf Hormonbasis erlitten. Das weltweit von der Firma SCHERING unter den Produktnamen Duogynon, Cumorit und Primodos vertriebene Präparat führte zu Herzfehlern, fehlenden Gliedmaßen, Gaumenspalten, Nierenschäden und anderen Geburtsschäden.

Karl Murphy aus Liverpool, der seit seiner Geburt schwere Behinderungen hat, in der heutigen Versammlung: „Mein Leben wurde durch zwei Tabletten zerstört. Warum hat SCHERING das Medikament Primodos auf dem Markt belassen – trotz zahlreicher Hinweise auf erhöhte Missbildungsraten? Ich fordere BAYER als den heutigen Besitzer von SCHERING auf, einzugestehen, dass damals ein Fehler gemacht wurde. Es ist überfällig, dass die Firma auf die Opfer von Duogynon und Primodos zugeht.“

Valerie Williams, Vorsitzende des Betroffenen-Verbands ASSOCIATION FOR CHILDREN DAMAGED BY HORMONE PREGNANCY TESTS, ergänzt: „Seit 40 Jahren erleben wir die Leiden unserer Kinder. Ich möchte Sie, liebe Aktionäre und auch Sie im Vorstand fragen, wie Sie sich fühlen würden, wenn Ihr Kind wegen eines Hormonpräparats schwerwiegende Behinderungen erlitten hätte? Tausende von Eltern in aller Welt warten auf eine ehrliche Aussage von BAYER SCHERING zum Thema Primodos und auf eine Entschuldigung“. Die Firma SCHERING hatte Valerie Williams im Jahr 1978 – vier Wochen vor Gründung des Betroffenen-Verbands – ein Vergleichsangebot unterbreitet. Williams lehnte das Angebot wegen der damit verbundenen Schweigepflicht ab.

Bereits Ende der 60er Jahre schrieben zwei medizinische Berater der britischen SCHERING-Tochter einen Brief an die Firmenzentrale in Deutschland und warnten vor den Risiken von Primodos. In dem von der Zeitung Sunday Times veröffentlichten Brief heißt es wörtlich: „Wir müssen bezüglich des möglichen Zusammenhangs von Primodos und Geburtsschäden zu einer Lösung kommen. Als Hersteller ist es unsere moralische Pflicht, alles Menschenmögliche zu unternehmen, die Sicherheit unserer Produkte zu gewährleisten.“ Trotzdem stellte das Unternehmen den Verkauf des Mittels in Deutschland erst 1981 ein.

Die Ärztin Isabel Gal hatte schon 1967 festgestellt, dass Mütter missgebildeter Kinder zu einem überdurchschnittlich hohen Prozentsatz hormonelle Schwangerschaftstests verwendet hatten. Eine Studie des ROYAL COLLEGE OF GENERAL PRACTITIONERS zeigte 1969, dass Hormontests zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von Fehlgeburten führten. Der Studienleiter empfahl ein sofortiges Verbot solcher Tests. Die französische Firma Roussel, die ein ähnlich wirkendes Präparat herstellte, stellte noch im selben Jahr die Produktion ein. SCHERING hingegen beließ Primodos auf dem Markt und sandte keinerlei Warnungen an die Ärzte, so dass das Mittel noch jahrelang verschrieben wurde – obwohl längst risikolose Urintests auf dem Markt waren. Nach Schätzungen von Dr. Claus Newman, einem bekannten britischen Pädiater, sind hormonelle Schwangerschaftstests für mehr Schädigungen verantwortlich als Contergan

Die Firma SCHERING, Weltmarktführer für Kontrazeptiva, wurde 2006 von BAYER übernommen. Duogynon/Primodos enthielt die selben Hormone, die heute in geringerer Konzentration als Antibaby-Pille verkauft werden. Kritiker vermuten, dass die jahrelangen Warnungen vor hormonellen Schwangerschaftstests in den Wind geschlagen wurden, um negative Publicity für Kontrazeptiva zu vermeiden.
Valerie Williams aus London sowie der 36-jährige Karl Murphy aus Liverpool reisen auf Einladung der Coordination gegen BAYER-Gefahren nach Deutschland. An der Hauptversammlung nehmen neben Tausenden von Aktionären auch Vorstand und Aufsichtsrat des BAYER-Konzerns teil.

Rede Karl Murphy

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Karl Murphy. Ich bin 36 Jahre alt und lebe in Liverpool. Meine Gesundheit wurde durch ein Medikament der Firma Schering, die heute zu Bayer gehört, schwer geschädigt. Ich möchte Sie daher bitten, meine Lebensgeschichte anzuhören und meine Fragen zu beantworten.

1969 wurde meine Mutter erstmals schwanger. Sie erhielt von ihrem Arzt einen hormonellen Schwangerschaftstest, zwei Tabletten mit dem Namen Primodos. Meine Mutter nahm diese ein und erlitt wenige Wochen später eine Fehlgeburt. Primodos wurde von Schering hergestellt, in Deutschland war das Mittel unter dem Namen Duogynon auf dem Markt.

Drei Jahre später war meine Mutter erneut schwanger. Wieder erhielt sie von ihrem Frauenarzt Primodos. Sie wies ihn auf ihre vorherige Fehlgeburt hin. Der Arzt versicherte ihr jedoch, dass dies nicht wieder geschehen werde.

Er hatte Recht. Sie erlitt keine Fehlgeburt. Aber ich wurde mit einer Reihe von Fehlbildungen geboten: ich habe eine Gaumenspalte und an meinen beiden Händen fehlen Finger. An meinem linken Fuß fehlen alle Zehen, an meinem rechten Fuß fehlt ein Zeh. Direkt im Krankenhaus wurde meine Mutter gefragt, welche Medikamente sie eingenommen hatte. Meine Mutter gab an, dass ihr Arzt ihr Primodos verschrieben hatte.

Ich habe heute den alten Arztbrief meiner Mutter dabei. Darin wird Primodos zweimal genannt, der Krankenhausarzt hat diese Angabe extra eingekreist. Ich habe auch die Unterlagen von weiteren Menschen mit Fehlbildungen, deren Mütter Primodos eingenommen hatten.

Auf den Tabletten-Schachteln befanden sich keinerlei Warnhinweise. Einige Jahre später hingegen schrieb Schering, dass Primodos im Fall einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden dürfe. Warum wurden diese Warnungen nicht früher angebracht? Wurden wir damals als Versuchskaninchen benutzt?

Seit meiner Geburt ist mein Leben die Hölle. Mehrfach musste ich operiert werden, um die Folgen dieses Medikaments zu lindern. In der Schule wurde ich wegen meiner Hände und Füße gehänselt, einige meiner Spott-Namen waren Hummer-Hand, Lustiger Finger oder Haxen-Hand. Ich hatte kein Selbstvertrauen und keine Freunde und saß alleine an einem Tisch, keiner wollte mit einem Monster zu tun haben. Ich konnte nicht einmal die Griffe von meinem Fahrrad festhalten. Nach Beendigung der Schule bewarb ich mich immer wieder auf Jobs, die ich wegen meiner Behinderungen nicht erhielt.

Ich frage Sie: warum hat Schering das Medikament Primodos auf dem Markt belassen – trotz zahlreicher Hinweise auf erhöhte Missbildungsraten? Ich fordere Bayer als den heutigen Besitzer von Schering auf, einzugestehen, dass damals ein Fehler gemacht wurde. Ich kann akzeptieren, dass Fehler gemacht werden. Aber dann müssen diese auch zugegeben werden. Und den Opfern muss geholfen werden.

Ich habe bis heute Probleme, mich anzuziehen, Knöpfe zu öffnen oder einen Reißverschluss zu schließen. Auch mein Essen kann ich nicht schneiden und sogar Türen oder Flaschen zu öffnen ist ein Problem für mich. Wenn ich in einem Geschäft bezahle, ziehen die Verkäufer vor Schreck ihre Hand zurück. Ich kann nicht in Urlaub fahren, da ich von den Versicherungen abgewiesen werde. Ich war niemals schwimmen, da die Leute auf meine Hände und Füße starren würden. Ich kann kein Werkzeug halten und muss jede Reparatur bezahlen. Ich muss sogar jemanden bitten, eine kaputte Glühbirne für mich auszutauschen.

Ich weiß, dass Schering und Bayer immer behauptet haben, dass dieses Medikament niemanden geschädigt hat und dass die Missbildungen andere Gründe haben. Ich habe aber Dokumente bei mir, aus denen hervorgeht, dass Schering damals einer Betroffenen eine außergerichtliche Entschädigung angeboten hat, verbunden mit einer Schweigepflicht. Warum wurde dieses Angebot nicht allen Geschädigten unterbreitet?

Ein damaliger Mitarbeiter von Schering bot einer Geschädigten damals an, für eine Summe von 10.000 Pfund interne Dokumente zu Primodos zu besorgen. Warum wurden diese Unterlagen nicht veröffentlicht?

Englische Schering-Mitarbeiter warnten die deutsche Schering-Zentrale schon 1968 vor erhöhten Missbildungsraten durch Duogynon. Warum hat die Firma darauf nicht reagiert? Sollte der Umsatz von Duogynon und der von Verhütungsmitteln, die die gleichen Hormone enthielten, nicht gefährdet werden?

Gibt es Gespräche zwischen Bayer und britischen oder deutschen Behörden, um den Opfern zu helfen?

Vor einigen Monaten habe ich Dr. Peter Longthorne, den medizinischen Direktor von Bayer Schering Pharma in England angeschrieben und um Firmenunterlagen zu Primodos gebeten. Ich erhielt schriftlich die Antwort, dass Bayer Schering „keine Dokumente zu diesem Medikament besitzt“. Dies ist wenig glaubhaft, schließlich wurde dieses Präparat über Jahrzehnte hinweg von Schering verkauft.

Wollen Sie wirklich die Behauptung aufrecht erhalten, keinerlei Unterlagen mehr zu Primodos bzw. Duogynon zu besitzen? Wie können Sie überhaupt Fragen zu diesem Thema beantworten, wenn Sie keine Unterlagen mehr besitzen?

Bis heute enthalten Kontrazeptiva von Bayer Schering den Wirkstoff Norethisteron Acetat. Auf der Packungsbeilage findet sich der Hinweis, dass der Wirkstoff im Fall einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden darf. Ich frage Sie, wenn sich dieser Wirkstoff heute in Verhütungsmitteln findet, warum wurde er damals in Schwangerschaftstests verwendet? Wenn Sie einen Beweis sehen möchten, zeige ich Ihnen gerne eine alte Primodos-Packung.

Bislang hat Bayer Schering versucht, das Problem unter den Teppich zu kehren und von der Öffentlichkeit fern zu halten. Die schrecklichen Deformationen, die wir erlitten haben, scheinen Ihnen gleichgültig zu sein.

Ich fordere Sie auf, nach der heutigen Versammlung mit mir zu sprechen. Ich habe Unterlagen aus den vergangenen 30 Jahren bei mir, darunter Empfehlungen der britischen Gesundheitsbehörde und von Fachzeitschriften, Primodos wegen der Gefahr von Fehlbildungen nicht als Schwangerschaftstest einzusetzen. Nach diesen Warnungen wurde das Mittel jedoch weitere zehn Jahre eingesetzt. Ich stelle Ihnen auch von diesen Dokumenten gerne Kopien zu Verfügung.

Das heutige Bayer-Management trägt keine Schuld an den Entscheidungen von Schering in den 60er und 70er Jahren. Aber durch die Übernahme von Schering trägt Bayer heute die Verantwortung für alle Schering-Produkte, auch die in der Vergangenheit verkauften. Ich meine, dass die Übernahme von Schering durch Bayer der richtige Moment ist, auf die Opfer von Primodos zuzugehen.

Mein Leben wurde durch zwei Tabletten von Schering zerstört. Bitte denken Sie an Ihre eigenen Kinder und stellen Sie sich vor, wie diese mit den Schwierigkeiten und dem Spott klarkommen müssten, dem meine Familie und ich täglich ausgesetzt sind. Ich appelliere heute an den Bayer-Vorstand, sich im Namen ihrer Tochterfirma Schering zu entschuldigen und die Opfer von Primodos zu entschädigen.

Ich stehe gerne für weitere Rückfragen zu Verfügung. Kontakt: KCBM@BLUEYONDER.CO.UK

Coordination gegen BAYER-Gefahren
www.CBGnetwork.org
Tel 0211-333 911, Fax 0211-333 940

Beirat
Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Chemiker, ehem. MdB, Burgwald
Dr. Sigrid Müller, Pharmakologin, Bremen
Prof. Dr. Anton Schneider, Baubiologe, Neubeuern
Prof. Jürgen Junginger, Designer, Krefeld
Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen
Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin
Dr. Janis Schmelzer, Historiker, Berlin
Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln

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Presse Info vom 11. Mai 2009

Coordination gegen BAYER-Gefahren

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Katastrophale Sicherheitslage in US-Bayerwerk in der Kritik

Nicht-Entlastung des Vorstands in morgiger Hauptversammlung gefordert / US-Kongress: Explosion in Institute hätte „Desaster von Bhopal in den Schatten stellen können“

Kritische Aktionäre fordern in der morgigen BAYER-Hauptversammlung aufgrund der katastrophalen Sicherheitslage im US-Werk Institute die Nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Fabrik gilt als „Schwester-Werk“ der Anlage in Bhopal, aus der 1984 rund 30 Tonnen der Chemikalie MIC austraten, wodurch über 10.000 Menschen den Tod fanden.

Im vergangenen Jahr war es in Institute zu einer schweren Explosion gekommen, bei der zwei Mitarbeiter starben und tonnenweise Chemikalien austraten. Ein vom US-Kongress einberufener Untersuchungs-Ausschuss kam Ende April zu dem Ergebnis, dass die Region nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist. Wörtlich heißt es in dem Untersuchungsbericht: „Die Explosion war besonders beunruhigend, weil ein mehrere Tonnen schwerer Rückstandsbehälter 15 Meter durch die Luft flog und praktisch alles auf seinem Weg zerstörte. Hätte dieses Geschoss den nahen MIC-Tank getroffen, hätten die Konsequenzen das Desaster in Bhopal 1984 in den Schatten stellen können.“

Nach der Explosion hatten BAYER-Sprecher zunächst behauptet, dass die Tanks mit tödlichen Gasen wie MIC und Phosgen in einem anderen Teil der Fabrik untergebracht seien. Erst Wochen später stellte sich heraus, dass sich weniger als 20 Meter vom Explosionsort entfernt ein überirdischer Behälter befindet, der sieben Tonnen MIC enthielt. Institute ist die einzige Fabrik in den USA, in der große Mengen MIC produziert und gelagert werden.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Es ist genug mit den ewigen Beschwichtigungen! Wir haben bereits in der letztjährigen Hauptversammlung – vier Monate vor der tödlichen Explosion! – auf die mangelnde Sicherheit im Werk Institute hingewiesen. Nun hat die Realität unsere Befürchtungen weit übertroffen. Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen vor Ort fordern wir, dass BAYER endlich auf MIC- und Phosgen-freie Verfahren umstellt“. In den deutschen Fabriken kommt BAYER in der Pestizidproduktion seit langem ohne MIC-Tanks aus.

US-Manager von BAYER hatten in der Anhörung des Kongress unter Eid zugeben müssen, dass die Firma Anti-Terrorgesetze dazu mißbrauchen wollte, die öffentliche Diskussion über die Sicherheitslage abzuwürgen. Das Unternehmen hatte Tausende von Dokumenten als sicherheitsrelevant eingestuft, um diese der Untersuchung zu entziehen. Der US-Kongress kam zu dem Ergebnis, dass sich „BAYER an einer Geheimhaltungskampagne beteiligte. Die Firma hat den Sicherheitskräften entscheidende Informationen vorenthalten, hat den Ermittlern der Bundesbehörden nur eingeschränkten Zugang zu Informationen gewährt, hat die Arbeit von Medien und Bürgerinitiativen unterminiert und hat die Öffentlichkeit unrichtige und irreführend informiert.“

Die Erschütterungen bei der Explosion waren in einem Umkreis von 15 Kilometern zu spüren, Tausende Anwohner durften über Stunden ihre Häuser nicht verlassen. Die amerikanische Arbeitsschutzbehörde OSHA stellte in einer Untersuchung des Störfalls 13 schwere Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen, darunter “mangelhafte Sicherheits-Systeme, signifikante Mängel der Notfall-Abläufe und eine fehlerhafte Schulung der Mitarbeiter“ fest.

„Hochgefährliche Stoffe wie Phosgen oder MIC haben in der Massenproduktion nichts verloren – schon gar nicht in der Nähe der Wohnbevölkerung. Vorstand und Aufsichtsrat von BAYER haben keine Schritte zur Verbesserung der Sicherheitslage in Institute und zur Aufklärung der Öffentlichkeit unternommen und dürfen daher morgen nicht entlastet werden“, so Philipp Mimkes weiter.

Mimkes steht – auch während der morgigen Versammlung – für Interviews und Rückfragen zu Verfügung. Tel: 0211 – 333 911

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Die Spur des Giftes

BAYER-Pestizide im Baumwoll-Anbau

In schrottreifen indischen Fertigungsstätten lässt BAYER anderswo längst verbotene Pestizide herstellen. Die Baumwoll- FarmerInnen des Landes versprühen die Agrochemikalien in rauhen Mengen und verschaffen den Mitteln damit Eintritt in die gesamte Kette der Kleidungsproduktion. Die LandwirtInnen haben unter ihrer Wirkung dann genauso zu leiden wie die PflückerInnen und die WeiterverarbeiterInnen in den Kleider- Fabriken. Sogar die fertige Kleidung in den Geschäften von C&A, METRO oder H&M weist noch Chemie-Rückstände auf. Diese Spuren des Giftes hat der Film „100 Prozent Baumwolle – Made in India“ von Inge Altemeier und Reinhard Hornung minutiös nachgezeichnet.

Von Axel Köhler-Schnura und Jan Pehrke

http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_2004/SWB_01_2004/Pestizide___Indien/pestizide___indien.html

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Hochschulporno: Abschied von der Hochschul-Demokratie

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Universität Hamburg

VON KAIJA KUTTER

Abschied von der Hochschul-Demokratie

Schwarz-Grün in Hamburg schafft hierarchische Uni-Strukturen. Fakultäten dürfen ihre Dekane nicht mehr selbst wählen. Grüner Koalitionspartner hat von der Änderung nichts gemerkt. Hamburg hat mit seiner Universität Großes vor. Von einem Neubau auf einer Hafen-Halbinsel ist die Rede. Doch im Schatten dieser glamourösen Pläne bringt CDU-Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach ein „Wissenschaftsförderungsgesetz“ auf den Weg, das gehörig Hochschuldemokratie abbaut. Nicht mal die mitregierenden Grünen haben gemerkt, dass den Fachbereichen das Recht genommen werden soll, ihre Dekane zu wählen. Dieses Amt soll künftig nur bekleiden, wer vom Präsidenten der Uni ausgesucht wurde.Dass es ich hierbei nicht um eine unwichtige Formalie handelt, zeigen die gegenwärtigen Zustände an der Uni Hamburg. Denn Gundelachs Vorgänger, der parteilose Wissenschaftssenator Jörg Dräger, hatte 2003 mit seinem Hochschulgesetz die akademische Selbstverwaltung schon sehr weit eingeschränkt und mit dem externen Hochschulrat eine Konstruktion durchgesetzt, in der die Uni-Präsidentin, derzeit in Gestalt der Raketenforscherin Monika Auweter-Kurtz, von außen eingesetzt wird und kaum mehr abwählbar ist (…)

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aenderungsschneiderei-gfo-stange-220-09

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hier bitte weiterlesen:

http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/abschied-von-der-hochschul-demokratie/

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Bertelsmann Gütersloh
Nach der GEW-Entscheidung – Interview mit Dr. Jörg Dräger

Dr. Jörg Dräger ist Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung und dort verantwortlich für das Thema Bildung.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat auf ihrem Gewerkschaftstag beschlossen, dass es zwischen GEW und Bertelsmann Stiftung keine Zusammenarbeit geben kann, die über Kontaktpflege und Positionsaustausch hinausgeht. Die jeweiligen bildungspolitischen Ziele seien nicht miteinander vereinbar, heißt es. Im Interview setzt sich Vorstandsmitglied Dr. Jörg Dräger mit dem Beschluss der GEW auseinander.

Wie bewerten Sie, dass die Gewerkschaft auf Abstand zur Stiftung geht?

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Hier bitte weiterlesen:


http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-FFC01D2C-BFEBA59A/bst/hs.xsl/nachrichten_95359.htm

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Studieren im Kundenverhältnis

Den letzten Boykotteuren von Studiengebühren an der Hamburger Hochschule für bildende Künste droht die Pfändung. Von Gaston Kirsche

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http://jungle-world.com/artikel/2009/18/34332.html

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Bologna-Reform – Die Bachelor-Blamage

Akademische Verwahrlosung

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http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/14/466594/text/2/

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GEW geht auf Distanz zu Bertelsmann:

https://medienwatch.wordpress.com/2008/12/21/gew-geht-auf-distanz-zu-bertelsmann/

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Ist die Bertelsmann-Stiftung gemeinnützig?

https://medienwatch.wordpress.com/2009/02/13/ist-die-bertelsmann-stiftung-%e2%80%9egemeinnutzig%e2%80%9c/

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Prof. Rudolph Bauer: Bürgergesellschaft als Bertelsmann-Projekt

https://medienwatch.wordpress.com/2008/12/15/rudolph-bauer-burgergesellschaft-als-bertelsmann-projekt/

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Bertelsmann Kommunalkongress in Berlin

https://medienwatch.wordpress.com/2009/03/09/bertelsmann-kommunalkongress-in-berlin/

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Beiträge der letzten Jahre auf metainfo | medienwatch:

http://www.meta-info.de/?such=Bertelsmann&suche=man&rubrik=

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Weitere Information:

Ist die Bertelsmann Stiftung gemeinnützig?
http://de.indymedia.org/2009/02/241793.shtml

http://www.kommunalkongress.de
http://www.bertelsmann-stiftung.de

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Such Bertelsmann = https://medienwatch.wordpress.com/?s=Bertelsmann

Grafik: Netzwerkrecherche (Ausschnitt)
Mit freundlicher Genehmigung Netzwerkrecherche (T.L.)
[Toolbar | Bertelsmann: gfok, jst]
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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Foto | Bildarbeit: jst-gfg-gfok-kunstarchiv

Written by medienwatch & metainfo

Mai 10, 2009 at 21:39