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»Sicht-Agitation° = Geschichte + Gegenwart«

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Foto: Jörg Stange

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##So. 31.05.2009

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Erlebnisbericht

Die unverständliche Sichtagitation

von Hartmut Feist

Als „Sichtagitation“ bezeichnete man die vielen Plakate und Transparente, die im Stil der heutigen Werbung Litfasssäulen und Plakatwände zierten und die Bürger der DDR zu guten Sozialisten machen sollten. Hartmut Feist machte mit der Sichtagitation der DDR seine ganz eigenen Erfahrungen …

Zu meinen Mitarbeitern im Betrieb gehörte unter anderem eine so genannte Schriftenmalerin. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, die technische Beschriftung des gesamten Betriebs, z.B. an Kränen, Hebezeugen, Elektroverteilungen oder auch Rohleitungen vorzunehmen. Zu ihrer Aufgabe gehörte aber auch die Beschriftung von Plakaten und Transparenten, eben die so genannte Sichtagitation. Die im Auftrag von Betriebs-, Partei- oder Gewerkschaftsleitung entstandenen Werke, hingen bei den entsprechenden Veranstaltungen an der Wand hinter dem Präsidium oder wurden als Transparente bei Demonstrationen mitgeführt. Mögliche Texte waren zum Beispiel: „Mein Arbeitsplatz, mein Kampfplatz für den Frieden“ oder „Unser Kollektiv kämpft mit Höchstleistungen in der Produktion für die Stärkung der DDR“(…)

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http://www.mdr.de/damals-in-der-ddr/ihre-geschichte/1610253.html

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Agitation durch Musik ist legitim. DIE ZEIT, Ausgabe 02, 1976

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Aus einem Interview

Die politische Brisanz einer Sachlage wird durch Musik grundsätzlich gemildert. Das liegt in der Natur der Musik, daß sie nicht fähig ist, die Ernsthaftigkeit der Wirklichkeit wie unter einer Lupe zu vergrößern — sondern eher nur zu vergröbern, geschweige so zu zeigen, wie sie ist. Das Entsetzen auf dieser Welt kann man durch Musik sicherlich nicht ausdrücken, leider nur verbergen, ästhetisieren.

„Allein der Verdacht, auch nur einen halben Schritt hinter der „Avantgarde“, was immer das sein mag, zurückgeblieben zu sein, war strafbar.

Dies zugegeben, sind korrigierende Eingriffe nicht mehr so schwierig. Wir können die Kunst nicht selber machen, und das Publikum kann es auch nicht. Man kann nur zeigen, was ist. Dies aber mit Sorgfalt und Mut zur unabhängigen Meinung. Das gilt auch für den Umgang mit neuen, noch ungewohnten Medien. Werner Hofmann hat mit seinem Vorschlags den Begriff der „Künste“ an Stelle von „Kurist“ (die schon Alexander Dorner mit Gänsefüßchen versah) zu verwenden, die gedankliche Konsequenz aus der bereits vertrauten Erkenntnis gezogen, daß Hierarchien zerbrochen und Grenzen fließend geworden sind“.

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Karl Ruhrberg war von 1965 bis 1972 Direktor der Kunsthalle Düsseldorf und leitet seitdem das Berliner Büro des Deutschen Akademischen Austauschdienstes

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Bitte Link benutzen:

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http://www.zeit.de/1976/02/Agitation-durch-Musik-ist-legitim

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target-sichtagitation-die Zeit-gfok-stange-gerlach.

Zur besseren Lesbarkeit: „Flash-Lupen-Funktion“ – einfach aufs Bild klicken.

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»Übersetzungsmaschine macht Schwitters in „technoider Echtzeit“ (un-)möglich« =

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Ka derwelscfa Ironische, »ilctete BezeicHnung für,

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Martin Ahrends: Kleine DDR-Sprachschule (XVIII) Twie Transparent

Transparent ist ein Reizwort; damit verbindet sich in der DDR alles, was sich an Spruchbändern und -tafeln über und neben den Straßen, an Schulen, Behörden, Betrieben, sogar in den Auslagen der Lebensmittelgeschäfte fand: die sogenannte Sicht-Agitation. Das Wort steht für eine Überflutung mit allbekannten und kaum mehr wahrgenommenen Losungen, Aufrufen, Selbstverpflichtungen von Betriebsbelegschaften, Selbstverherrlichungen der Staatsmacht. Transparente mit davon abweichendem Inhalt wurden in Demonstrationszügen rasch ausfindig gemacht, ihre Träger festgenommen. Rote Transparente gingen auf die Initiative der SED, blaue auf die der FDJ zurück (…)

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kauderwelschen-1990

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http://www.zeit.de/1990/26/Ka-derwelscfa-Ironische-ilctete-BezeicHnung-fuer

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“Sicht-Agitation!” Schlüsselbilder und Bilderschlüssel

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https://medienwatch.wordpress.com/942/

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Die (un-)verständliche Sichtagitation II

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»Europaschule« Sponsored by Bertelsmann. Die Bertelsmannstiftung liefert in „Eigenproduktion“, gepaart mit lukrativem Eigeninteresse (=> Bertelsmann-Dienstleister-Tochter-Arvato), über die Bertelsmannstiftung bezahlte Wissenschaft: „Vorlagen-Segmente“ zur EU-Verfassung, direkt an die EU und die Bundesregierung = Inhalte: effiziente „Aufrüstung mit innovativen Waffensystemen“, Sicherung von Ressourcen: Weltweite militärische Intervention in „kompatiblen Krisengebieten“ – zur Sicherung deutscher Interessen (!). Bildungsbereich: Die Bertelsmannstiftung/CHE (Centrum für Hochschulentwicklung), entwickelte die Konzeption zur Einführung von Studiengebühren, „Schuluniformen im Angebot“, Bücher + Lehrmittel etc.pp (Link)

Grösster Medienkonzern in Europa. Weltweit im Ranking auf 5. Platz Kooperations-Vertrag mit dem grössten Verlag „Christlicher Fundamentalisten“ in den USA.

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2009/05/24/bertelsmannstiftung-liefert-die-vorlagen-fur-weltweite-militareinsatze-der-eu/

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http://www.meta-info.de/?such=bertelsmann&suche=man&rubrik=

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Umfangreiche Materialsammlung über Bertelsmann:

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http://www.anti-bertelsmann.de/

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»Neodadaistische Indikation zur Operation = „Deutsche Kultur, Leitbild Beethoven + Schiller“«

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beethoven op 27

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http://books.google.de/books

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insbesondere Eroica:

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Beethoven war als junger Mann begeisterter Anhänger der Französischen Revolution (1789–1799) und später ein Bewunderer Napoleons, der die Freiheitsideen durch Gesetzgebung und Kriege in ganz Europa verbreitete. Napoleon wurde damals häufig mit dem griechischen Halbgott Prometheus verglichen, der den Göttern das Feuer (also den Verstand) stahl, um die unvollkommenen Menschen damit zu vollenden und zu befreien – er konnte also als ein Held der Aufklärung gelten.

Frankreich versank bald nach der Revolution in Gewalt und Terror, und viele Intellektuelle suchten eine Erklärung für das Scheitern der anfangs so vielversprechenden Revolution. Laut Schiller waren die Menschen nicht reif für den Gebrauch ihrer Freiheit, weil die Erziehung der Aufklärungszeit einseitig den Verstand geschult hatte, der aber ohne den Gebrauch des Gefühls nicht richtig eingesetzt wurde. In seinem Programm zur „Ästhetischen Erziehung des Menschen“ (1795) forderte Schiller eine Schulbildung in Wissenschaft und Künsten für die gesamte Bevölkerung als Voraussetzung für die Schaffung einer besseren Gesellschaft nach einer erfolgreichen Revolution” ¢ode = A – B – A – C – A

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http://de.wikipedia.org/wiki/3._Sinfonie_(Beethoven)

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta.info.de | Foto: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach gfok-Kunstarchiv | 2009

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Written by medienwatch & metainfo

Mai 31, 2009 um 10:15

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