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STUDENTENREVOLTE 1968: Tod von Benno Ohnesorg: Ein Skandal der die Republik veränderte. Todesschuss Polizist Kurras ein Doppelagent?

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Sueddeutsche: Der Schah war böse, die Berliner Polizei bewusst gewalttätig und der Staatsapparat, je nach historischem Standpunkt, post- oder präfaschistisch. Auch 2009 wird zur Erklärung des 2. Juni 1967 noch gerne diese argumentative Einbahnstraße befahren. Vor 40 Jahren hieß es außerdem, dass der imperialistische Staat in der Gestalt von Kurras nun eben seine blutige Fratze gezeigt habe. Diese Fratze allerdings war nichts anderes als das Gesicht eines Berliner Kleinbürgers, der an der Verwirklichung des real existierenden Sozialismus teilhaben wollte. Hätten die Vorgesetzten von Kurras, sagen wir, 1966 von dessen SED-Mitgliedschaft erfahren, wäre er hochkant rausgeworfen worden.

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Kommentar zur Sueddeutschen (Autor: Kurt Kistner):

Der Schah war ein Lamm und die Nazis waren opportune Konvertieten?

Betr.:
„Hätten die Vorgesetzten von Kurras, sagen wir, 1966 von dessen SED-Mitgliedschaft erfahren, wäre er hochkant rausgeworfen worden“.
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Betr.: Blau: Verehrter Herr Kurt Kistner! Das stimmt natürlich. Aber stimmt es auch das Nazis im sogenannten „Huckepackverfahren“ sich in hohen juristischen (sic!-etc.) Ämtern wiederfanden und diese eben nicht „hochkantig“ hinausgeworfen wurden, sondern eben Karriere machen konnten? Das blenden Sie aus, warum nur? Der „höchste Beleg“ ist Hans Maria Globke persönlicher Berater und die rechte Hand von Konrad Adenauer -die Spinne (ARTE u. WDR) – der Schattenmann – : der die Nürnberger Rassengesetze massgeblich mitgeschrieben und damit die Tötung von 6 Millionen Menschen u.a. miteinleitete, ist eben nicht hochkantig raus geflogen. Sondern er war Staatssekretär neben Adenauer. Darüber schweigt man sich aus !!! Irgendetwas stimmt nicht an der Objektivität ihrer journalistischen Betrachtungshaltung.

Ebenso nicht bei der Autorin u. Journalistin Bettina Röhl (WELT) die die Tatsache Globke etc. pp(p), in der Online-Zeitung als Leserbrief über das nachhaltige „Klima“ dieser Zeit – Nachkriegszeit kurzer Hand weglöschen liess… jst

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http://www.sueddeutsche.de/politik/226/469779/text/?page=6#readcomment

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Unredigierter Leserbrief an die Sueddeutsche,  in den Teaser geschrieben:

Hier noch ein „Braunwerte-Nachklapp“: Kurt Georg Kiesinger war Kanzler von 1966 – 1969 und ehemaliges NSDAP-Mitglied von 33 bis 45. Er wird „klimatisch“ nicht unmittelbar in Beziehung gesetzt. Junge kritische Menschen protestierten gegen ihre NS-Väter und demonstrierten und verweigerten sich dieser in weiten Teilen restaurativen und reaktionären Machtelite. Sie beriefen sich auf das Grundgesetz und wurden niedergeknüppelt. An statt stolz auf diesen Widerstand zu sein, hetzte massgeblich die Springerpresse gegen die Studenten, die das Grundgesetz auch umgesetzt sehen wollten. Sie protestiereten gegen ihre eigenen NS-Väter: Viele Väter diffamierten und denunzierten wohl nicht nur moralisch ihre eigenen Töchter und Söhne. Diese konkreten Benennungen über das hieraus abzuleitende politische Klima in Deutschland, gehören unmittelbar in die Berichterstattung zum Fall Kurras und eben nicht separat in eigenständige Beiträge – wie quasi zeitlich entrückt behandelt.
Immerhin wurden in Kiesingers Amtszeit die Notstandsgesetzte eingeführt zehntausende Menschen, vorwiegend die jüngere Generation und insbesondere die ehemals Verfolgten, reisten dorthin wo ehemalige Nazis höchste Ämter besetzten – nach Bonn Kanzler Kiesinger, drückte sich vor der Wehrmacht und machte während seiner NSDAP Mitgliedschaft eine „Schreibtisch-Täter-Karriere“. Er wurde stellvertretender Leiter der Rundfunkpolitischen Abteilung des NS-Propagandapparats. Er war direktes Bindeglied zum Reichspropagandaministerium von Goebbels (!)

Als 16 Jähriger, also noch etwas zu jung um „68er“ zu sein, habe ich selbst gesehen, wie berittene Polizei, in eine kleine Gruppe von Jugendlichen ritt und dabei ein junges Mädchen verletzten… Da wurde nur „demonstriert“ und kleinere „Sprechchöre“ ! Eine Ansammlung junger Menschen, mit den Singles der Beatles und die anderen Bands aus Liverpool etc. im Kopf… Es gab definitiv keine Gewalt von DemonstrantenInnen. Und dennoch reichten schon die längeren Haare, ohne Seiten-Scheitel (!), – das offenere oder „freiere Verhalten“ als Einladung zum draufhauen …

Es gibt einen authentischen sw/Film, der den Polizeifunk parallel aufgezeichnet transportiert und die Polizei im Einsatz dokumentiert: „draufhauen bis die Blutwurst auseinander platzt“ o.ä ist da zu vernehmen etc. Korrektur: (SZ|HP) = Er empört sich über die berüchtigt-krude Polizeitaktik seines Vorgängers Erich Duensing; der hatte damals sein Vorgehen gegen die studentischen Anti–Schah-Proteste so erläutert: „Nehmen wir die Demonstranten als Leberwurst, dann müssen wir in die Mitte hineinstechen, damit sie an den Enden auseinanderplatzt“.

Dieses Doku wird im „Öffentlich-Rechtlichen“, wohl immer noch unter Verschluss gehalten? Dieses Film-Doku gehört grad jetzt in die Hauptsendezeit! Jörg Stange

http://www.sueddeutsche.de/politik/226/469779/text/#readcomment

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BERLIN / POLIZEI
Letzte Wahl | Spiegelarchiv 22.01.1968
Der Posten wird mit einem Jahresgehalt von 50 720 Mark dotiert. Aber keiner wollte ihn.
Verwaist blieb das Amt des West-Berliner Polizeipräsidenten, seit sich die Polizei der Stadt durch ihre Knüppel-Oper am 2. Juni in Verruf gebracht hatte und Polizeiherr Erich Duensing gehen mußte. Er war es, der die Studenten-Demonstration nach dem „Leberwurst-Prinzip“ zerschlagen ließ; („In der Mitte hineinstechen damit sie an den Enden auseinanderplatzt.“)  der Student Benno Ohnesorg wurde an diesem Tag erschossen [..]
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45465282.html

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O-TON: „Bist du wahnsinnig, hier zu schießen?“ – „Die ist mir losgegangen.“
Auf Fotografien ist Kurras Sekunden vor und nach dem Schuss unbedrängt im sauberen Anzug erkennbar. Auf einer Tonbandaufnahme der Szene ist deutlich ein Schuss und danach der Befehl zu hören.
„Kurras, gleich nach hinten! Los! Schnell weg!“
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Kurras

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TATz, überarbeiteter Leserbrief: meta

Für die „Klimafrage“ dieser Zeit: Kurt Georg Kiesinger war Bundeskanzler von 1966 – 1969 und ehemaliges NSDAP-Mitglied von 33 bis 45. Kiesinger und die Folgen werden klimatisch selten unmittelbar in Beziehung gesetzt. Junge kritische Menschen protestierten gegen ihre NS-Väter und demonstrierten und verweigerten sich dieser Dominanz einer restaurativen und reaktionären in Teilen braunen Machtelite. Sie beriefen sich auf das Grundgesetz und wurden niedergeknüppelt. Anstatt stolz auf diesen Widerstand zu sein, hetzte massgeblich die Springerpresse gegen die Studenten, die das Grundgesetz auch umgesetzt sehen wollten. Sie protestierten gegen ihre eigenen NS-Väter: Viele Väter diffamierten und denunzierten wohl nicht nur moralisch ihre eigenen Töchter und Söhne. Diese konkreten Benennungen über das hieraus abzuleitende politische Klima in Deutschland, gehören unmittelbar in die Wahrnehmung dieser Zeit – als Bedrohungslage konkret gefühlter gesellschaftlicher Situation.
Immerhin wurden in Kiesingers Amtszeit die Notstandsgesetzte eingeführt zehntausende Menschen, vorwiegend die jüngere Generation und insbesondere die ehemals während der NS-Zeit Verfolgten, reisten dort hin wo ehemalige Nazis höchste Ämter bekleideten nach Bonn. Kanzler Kiesinger, drückte sich vor der Wehrmacht und machte während seiner NSDAP Mitgliedschaft eine „Schreibtisch-Täter-Karriere“. Er wurde stellvertretender Leiter der rundfunkpolitischen Abteilung des NS-Propagandapparats. Er war direktes Bindeglied zum Reichspropagandaministerium von Goebbels (!) Da regt sich niemand von den „konservativen“ Kritikern auf?!
Als 16 Jähriger, also noch zu jung um „68er“ zu sein, habe ich selbst gesehen, wie berittene Polizei, in eine kleine Gruppe von Jugendlichen ritt und dabei ein junges Mädchen verletzten… Da wurde nur demonstriert und „rythmische Sprechchöre“ waren im Hintergrund zu hören. Eine Ansammlung junger Menschen, mit den Singles der Beatles und die anderen Bands aus Liverpool etc. im Kopf… Es gab definitiv keine Gewalt von DemonstrantenInnen. Und dennoch reichten schon die längeren Haare, ohne Scheitel (!), – das „offenere oder freiere Protestverhalten“ als Einladung zum draufhauen.

Es gibt einen dokumentarischen sw/Film, der den Polizeifunk parallel aufgezeichnet transportiert und die Polizei im Einsatz zeigt: „draufhauen bis die Blutwurst (?) auseinander platzt“ (persönliche Erinnerung) ist da zu vernehmen. O-Ton (SZ|HP) Später empört sich der neue Polizeipräsident, über die berüchtigt brutale Polizeitaktik seines Vorgängers Erich Duensing; der hatte damals sein Vorgehen gegen die studentischen Anti–Schah-Proteste so erläutert: „Nehmen wir die Demonstranten als Leberwurst, dann müssen wir in die Mitte hineinstechen, damit sie an den Enden auseinanderplatzt“.

Dieses Doku wird in „öffentlich Rechtlichen“, wohl immer noch unter Verschluss gehalten? Dieses Film-Doku gehört in Abständen in die Hauptsendezeit… und so einiges mehr.

http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/wer-mitmacht-ist-verloren/

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Unter Verschluss

Streng geheime Akten in deutschen Archiven

(..) War es Bestechungsgeld, damit im Eichmannprozess nicht die Nazivergangenheit von Adenauers Staatssekretär Globke erwähnt wurde? Und wieder wird Weber Akteneinsicht verwehrt (..)
http://www.3sat.de/page/?source=%2Fkulturzeit%2Fthemen%2F155382%2Findex.html

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Wie starb Benno Ohnesorg?

01.06.2017 | 45 Min. | Verfügbar bis 01.06.2018 | Quelle: HR

Was geschah am 2. Juni 1967? Der Tag hat sich ins Gedächtnis vieler Menschen eingebrannt. Es ist der Tag, an dem der Student Benno Ohnesorg erschossen wurde ? von einem Polizisten. Wie kam es zu dem Schuss? Die Dokumentation rekonstruiert minutiös die Abläufe. Ein investigativer Geschichtsthriller zum 50. Jahrestag des Todes von Benno Ohnesorg.
Lang:
Er liegt am Boden, eine junge Frau kniet neben ihm und hält den Kopf des Sterbenden. Das Bild wird zum Symbol. Es wird Hunderttausende auf die Straße treiben. Der 2. Juni 1967 wurde zum Katalysator des studentischen Aufbegehrens, der Tag verändert das Land. An ihm begann ?1968?.
An diesem Tag besuchte der Schah von Persien West-Berlin und Studenten gingen auf die Straße, um dagegen zu demonstrieren. Ein Schuss fiel. Der 26jährige Ohnesorg starb. Geschossen hatte der Polizist Karl-Heinz Kurras. Wie kam es zu dem Schuss? Was geschah wirklich am 2. Juni 1967? Die Dokumentation rekonstruiert minutiös die Abläufe. Sie geht allen Spuren in Ost und West nach. Wertet bislang unbekannte Akten, Fotos, sowie verschollen geglaubte Filmschnipsel aus und interviewt zahlreiche Augenzeugen, von denen die meisten noch nie vor der Kamera standen. Ein investigativer Geschichtsthriller entstand. Im Juni 2017 jährt sich der Tod von Benno Ohnesorg zum 50. Mal.

Mediathek:

http://www.ardmediathek.de/tv/Dokumentationen-und-Reportagen/Wie-starb-Benno-Ohnesorg/hr-fernsehen/Video?bcastId=26131780&documentId=43245964
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Kalenderblatt | Beitrag vom 02.06.2017

Benno Ohnesorg vor 50 Jahren getötet

Gespräch mit Uwe Timm – Der bekannteste Literat der 68er-Bewegung

Ein Schuss, der Deutschland veränderte

http://www.deutschlandfunkkultur.de/benno-ohnesorg-vor-50-jahren-getoetet-ein-schuss-der.932.de.html?dram:article_id=387685

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[Der Staat°, Kurras und die 68er]

Der Spion, der aus der Akte kam

Von Reinhard Mohr (Spiegel)

„Blutige Krawalle: 1 Toter!“ titelte „Bild“ am 3. Juni. Im Kommentar hieß es: „Sie müssen Blut sehen. Hier hören der Spaß und der Kompromiss und die demokratische Toleranz auf. Wir haben etwas gegen SA-Methoden.“

Wohlgemerkt: „Bild“ meinte die Studenten, nicht Kurras & Co. Die Opfer wurden zu Tätern gemacht.

2. Teil: „Durch den Ofen jagen, das ganze Pack!“

„Hier fehlt ein Innenminister wie Hermann Göring, der mit den Ganoven aus dem Scheunenviertel (bis 1940 von Juden bewohnt, d. Red.) spielend fertig wurde.“

Ein anderer: „Ungeziefer muss man mit Benzin begießen und anzünden! Tod der roten Studentenpest!“

Noch einer: „Nur ein Student erschossen, das ist viel zu wenig. Durch den Ofen jagen, das ganze Pack!“

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,627823-2,00.html

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„‚Ausmerzen‘ ist eine Entgleisung“

Springer und die 68er

30.05.2009 – Von Hans Leyendecker

„Springers Schreiberhorden halfen Benno morden“: 1968 versuchten Demonstranten, die Springer-Zentrale in Berlin zu stürmen.
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„Mit Schlagzeilen wie: „Stoppt den Terror der Jung-Roten – Jetzt“ oder „Kein Geld für langbehaarte Affen“ oder „Jetzt wird aufgeräumt“ machten damals Springer-Zeitungen Stimmung gegen die Studenten. Am Gründonnerstag 1968 wurde der Studentenführer Rudi Dutschke durch einen Attentäter schwer verletzt“ (…)
http://www.sueddeutsche.de/kultur/867/470417/text/

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Die Spinne

Sehenswert: Wie Adenauers Kanzleramtschef Hans Maria Globke* aus dem Schatten der Lichtgestalt trotz brauner Vergangenheit ins Zentrum der Macht kam, zeigt Arte in einem Portrait. Es gab viele Mitläufer der Nazis, die es nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur in Deutschland verstanden, sich bestens mit den neuen Verhältnissen in der Nachkriegszeit zu arrangieren. Nur ganz wenigen aber gelang so ein nahtloser Übergang wie dem Ministerialbeamten Hans Maria Globke: Einstmals einer der Kommentatoren von Hitlers Rassegesetzen, stieg Globke nach dem Krieg zum Staatssekretär im Kanzleramt auf, wo er jahrelang als rechte Hand von Konrad Adenauer wirkte. Von Ch. Kohl

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http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/politik/226/469779/text/

 

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Ein Skandal, der die Republik veränderte =

Wer dokumentiert diese Geschichte und die (verbrecherisch) demagogische Lügenpropaganda, durch bewusste Unterlassungen und lancierten Falschmeldungen der Springerpresse etc.? Ein aufklärender Beitrag im Spiegel: Die „Krumme Strasse“ ist Synomym für die honorierten „krummen Machenschaften“ kolportierender Massen-Medien: Kurras ein Doppelagent? Dieser Frage sollte allerdings auch nachgegangen werden. Prüfung° wegen Auftrags-Mord ist eingeleitet:

1968

STUDENTENREVOLTE

Ein Skandal, der die Republik veränderte

Von Reinhard Mohr

(…) Opfer werden zu Tätern gemacht – und Täter zu Opfern: Am 2. Juni 1967 schießt Polizist Kurras dem unbewaffneten Benno Ohnesorg eine Kugel in den Kopf. Doch die Öffentlichkeit macht nicht den Totschläger (?) verantwortlich, sondern die Studenten. Das ist der Beginn der Revolte von 1968:

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http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/4181/1/ein_schuss_der_deutschland_veraendert.html
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Der Mann, der die Studenten radikalisierte

Ohnesorg-Schütze war Stasi-Spitzel

BERLIN taz | Wohl kein Ereignis der bundesdeutschen Geschichte ist so gründlich untersucht und so oft dargestellt worden wie der Abend des 2. Juni 1967. Damals erschoss der Polizist Karl-Heinz Kurras den unbewaffneten Demonstranten Benno Ohnesorg. Diese Tat radikalisierte die Studentenbewegung. Dass der Täter in allen Instanzen freigesprochen wurde, obwohl nichts dafür sprach, dass Kurras in Notwehr gehandelt hatte, steigerte die Empörung der Studenten noch:
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/benno-ohnesorg-von-stasi-im-erschossen/

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Politisches Klima ’68: Gründe die zur Rückgabe des Bundesverdienstkreuzes von Karl Gerold führten -zeigen das Klima auf, dass Deutschland beherrschte. Nazis waren im Huckepackverfahren wieder in Justiz und anderen Ämtern… Auch Adenauer hatte seinen „Schattenmann“ als persönlichen Berater => [::] <=

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Harald Martenstein

Der Spießer wird seltener

„Kurras, inzwischen über achtzig, hat bis heute ein gutes Gewissen, er sagt, dass er eigentlich mehrere von diesen Typen hätte erschießen müssen. Kurras, ordentlich, sauber, stramm, autoritär und autoritätshörig, Befehlsempfänger und Schläger, immer im Recht, niemals im Zweifel, der ewige Spießer. Er sagt: „Wer mich angreift, wird vernichtet. Aus. Feierabend.“ Dieser Typus gedieh im Nazideutschland, er gedieh in der DDR, und er gedieh auch im Milieu der „Bild“-Leser und CDU-Wähler von 1967, die jeden Langhaarigen am liebsten an die Laterne gehängt hätten“ (…)

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite;art692,2805188

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Karl Gerold

„Eine Zeitung muss frei von politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten sein.“

– Als 1969 dem frankistischen Innenminister des totalitären Spanien, Manuel Fraga Iribarne, das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde, gab Gerold die ihm 1967 verliehene Auszeichnung zurück. Er gab dazu am 13. Februar 1969 eine Erklärung ab. Diese Geste führte zu erheblichem Aufsehen und einer Debatte des Deutschen Bundestags.

Karl Gerold gilt als eine der außergewöhnlichen journalistischen und Herausgeberpersönlichkeiten der Nachkriegszeit.
Karl_Gerold = Journalist gab 1969 das Bundesverdienstkreuz zurück
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Frankfurter Rundschau zum hundertsten Geburtstag von Karl Gerold:

„Die Antwort ist: Sie sagen, die Deutschen sind eben und bleiben die Deutschen – gleichgültig ob sie Nazis sind oder sich Demokraten nennen“

Aus diesem Grunde gebe ich heute, im Moment des verhängten spanischen Ausnahmezustandes, das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik zurück. Wenn die „Bonner Demokraten“ Verdienstorden und Doktorhüte an Faschisten verteilen und von Faschisten annehmen, so will ich nichts, aber auch gar nichts, mit diesem schmählichen Vorgehen zu tun haben. Nie und nimmer kann ich einen Orden im Besitz haben, wenn meine Freunde, die spanischen Freiheitskämpfer, durch diejenigen im Zuchthaus sitzen, denen Ihr Eure Orden verleiht. Und deshalb sende ich mit gleicher Post, da diese Zeitung in Bonn erscheint, den mir verliehenen Orden an den Herrn Bundespräsidenten zurück“ 1969 (…) Begründung/Ausschnitt:

Hier zum vollständigen Text von Karl Gerold (Memo):

fr-online.de//ueber_die_fr/karl_gerold_zum_100._geburtstag/957590_Karl-Gerold-am-13.-Februar-1969-
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Prof. Sauerbier

„Sicht-Agitation!“

Schlüsselbilder und Bilderschlüssel

KP Brehmer

(…) Nicht die Attitüde des Antiprofessionalismus eines George Maciunas findet hier Ausdruck, sondern eher die Auffassung, dem Rezipienten selbst auf Grund der eigenen Erfahrung die Kompetenz zur Begutachtung zuzugestehen und die Dignität des ‘Experten’ in Frage zu stellen.
Gründlich ändern sollte sich die Haltung des Rezipienten. TV-Braunwerte (1970), auch Testbild II (TV-Braunwert) genannt, weist auf solche Intentionen hin. Die Probe aufs Exempel machen …, den alltäglichen Faschismus ermitteln … Aus dem inzwischen nicht mehr gesendeten Fernseh-Testbild-Muster war ohne große Mühe ein Hakenkreuz ‘herauszulesen’. (…) TV Testbild 1970, Brehmer

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TV-Testbild: Braunwerte =

https://medienwatch.wordpress.com/942/

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Mappenwerk: »Schreibtischtäter« 1992 = Erinnerung an Heinz Richheimer 1920-1993

[Durch klicken auf das Mappenwerk werden die eingelegten Seiten sichtbar: Dann auf die jeweilige Seite klicken um die nächste Seite zu lesen]

Die nachfolgenden Beiträge trugen dazu bei, dass Leben und Wirken des Malers und Schriftstellers Karl-Heinz Richheimer, während des NS-Regimes, in konkrete Beziehung zu setzen…

Die Spinne

Sehenswert: Wie Adenauers Kanzleramtschef Hans Maria Globke* aus dem Schatten der Lichtgestalt trotz brauner Vergangenheit ins Zentrum der Macht kam, zeigt Arte in einem Portrait. Es gab viele Mitläufer der Nazis, die es nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur in Deutschland verstanden, sich bestens mit den neuen Verhältnissen in der Nachkriegszeit zu arrangieren. Nur ganz wenigen aber gelang so ein nahtloser Übergang wie dem Ministerialbeamten Hans Maria Globke: Einstmals einer der Kommentatoren von Hitlers Rassegesetzen, stieg Globke nach dem Krieg zum Staatssekretär im Kanzleramt auf, wo er jahrelang als rechte Hand von Konrad Adenauer wirkte. Von Ch. Kohl

http://www.sueddeutsche.de/kultur/136/313044/text/

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Arte Text zum Film:

Der Mann hinter Adenauer

(Deutschland, 2008, 52mn)

WDR

Regie: Bernhard Pfeltschinger, Jürgen Bevers

(…) 1949 wird in der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland der erfahrene Jurist Dr. Hans Maria Globke* ins Bundeskanzleramt berufen. Wegen seiner Vergangenheit im Reichsinnenministerium wagt es Kanzler Adenauer noch nicht, ihn zum Staatssekretär zu ernennen, aber der verschwiegene, effizient arbeitende rheinische Katholik wird auf Anhieb Adenauers Vertrauter und zum im Verborgenen agierenden Schattenmann.

Globke verfügt über den “Reptilienfonds”, mit dem er die erwünschte innen- und außenpolitische Stabilität auch durch Geldzahlungen sichert. Und er spielt zunehmend in der neuen Regierungspartei CDU die entscheidende Rolle. Der bestinformierte Mann in Bonn beeinflusst als engster Berater Adenauers die Richtlinien der Politik. Globke ist sicher das prominenteste Beispiel für die bruchlose Kontinuität von Karrieren im Staatsdienst vor und nach 1945.Adenauers Vertrauter und zum im Verborgenen agierenden Schattenmann.

Globke verfügt über den “Reptilienfonds”, mit dem er die erwünschte innen- und außenpolitische Stabilität auch durch Geldzahlungen sichert. Und er spielt zunehmend in der neuen Regierungspartei CDU die entscheidende Rolle. Der bestinformierte Mann in Bonn beeinflusst als engster Berater Adenauers die Richtlinien der Politik. Globke ist sicher das prominenteste Beispiel für die bruchlose Kontinuität von Karrieren im Staatsdienst vor und nach 1945.

http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=928130,day=5,week=41,year=2008.html

Staatssekretär Hans Josef Maria Globke° =http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Globke
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TAZ-Bericht Mechthild Bausch
vom 21.08.1992

“All die Erschlagenen, wer lebt für die?”

Der Hamburger Künstler Heinz Richheimer hat die Internierung in zwei KZs überlebt. Über seine Erinnerungen, sein Leben, über Schuldgefühle und Bewältigung sprach er mit Mechthild Bausch hat die Internierung in zwei KZs überlebt. Über seine Erinnerungen, sein Leben, über Schuldgefühle und Bewältigung sprach er mit taz-Redakteurin Mechthild Bausch Vorbei an Wiesen und Feldern, Kühen, sogar ein Pferd, das am Ufer eines kleinen Flusses steht und den Kopf ins Wasser hängt. Es ist heiß, das Fenster ganz heruntergelassen. Auch Heinz Richheimer muß gerade diesen Weg gekommen sein, über die Autobahn Richtung Geesthacht, Ausfahrt Curslack, es ist ja ausgeschildert: Gedenkstätte Neuengamme fünf Kilometer, durch das Dorf und über den Deich, wo eine Straße, die links abgeht, “Zwischen den
Zäunen” heißt (…)

Hier bitte weiterlesen:

https://medienwatch.wordpress.com/2009/01/27/arte-portrat-der-mann-hinter-adenauer-die-spinne/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | http://www.meta-info.de | Fotos + Bildbearbeitung: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach – gfok – Kunstarchiv

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