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Archive for Mai 13th, 2009

Überwachungs-Ranking: Deutschland unter Top Ten + „Schöne neue Welt“ = Video,s

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Überwachungs-Ranking: Deutschland unter Top Ten

„Gehören zur Weltspitze bei elektronischer Bürgerüberwachung“

Chicago (pte/13.05.2009/13:50) – Deutschland gehört zu den zehn Staaten der Welt, in denen die Bürger in Bezug auf die Nutzung von Informationstechnologien am stärksten überwacht werden. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine aktuell vorgelegte Untersuchung des US-Security-Unternehmens Cryptohippie https://secure.cryptohippie.com, die insgesamt 52 Nationen daraufhin analysiert hat, wie intensiv die dort lebenden Menschen von den örtlichen Behörden ausspioniert werden. An der Spitze des Negativ-Rankings des sogenannten „The Electronic Police State“-Berichts für das Jahr 2008 finden sich wenig überraschend die kommunistischen Staaten China und Nordkorea wieder. Dicht dahinter folgen Weißrussland, Russland, Großbritannien (England und Wales) sowie die Vereinigten Staaten. Vervollständigt werden die Top-Ten-Platzierungen durch die westlichen Demokratien Israel, Frankreich und Deutschland.

„Dass Deutschland im Überwachungs-Ranking derart weit vorne zu finden ist, ist einerseits zwar etwas verblüffend, bei genauerer Betrachtung aber auch keine allzu große Überraschung“, meint Thilo Weichert, Leiter des Unabhängiges Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) https://www.datenschutzzentrum.de , im Gespräch mit pressetext. Die Ergebnisse der Cryptohippie-Studie würden insgesamt gesehen gut ins Bild passen und bestätigen, dass die Bundesrepublik in Sachen elektronischer Überwachung bereits einige bedenkliche Entwicklungen vorzuweisen habe. „Wir sind zwar nicht Weltmeister, was die elektronische Bürgerkontrolle betrifft, immerhin gehören wir in dieser Hinsicht aber zur Weltspitze. Vor allem mit der viel diskutierten Vorratsdatenspeicherung hat Deutschland einen Schritt vollzogen, der von anderen EU-Ländern noch nicht gewagt worden ist“, stellt Weichert fest.

„Wir wissen, dass unsere Regierungen und private Unternehmen nahezu jede Form unserer elektronischen Kommunikation überwachen. Dadurch fühlen sich die meisten von uns zwar etwas beunruhigt, doch nur die wenigsten sagen oder tun etwas dagegen“, heißt es im Cryptohippie-Bericht. Hauptursache hierfür sei in erster Linie das fehlende Wissen darüber, welche drastischen Konsequenzen das Aufzeichnen, Ordnen, Durchsuchen und Verteilen der gesammelten User-Daten für die Betroffenen haben kann. Jede E-Mail oder Kreditkartentransaktion und jeder Webseitenbesuch oder Handy-Gebrauch würde von einem elektronischen Überwachungsstaat für lange Zeit in einer Datenbank gespeichert. Von dort könnten sie per Knopfdruck zu jeder Zeit von den Behörden als Beweis gegen den Bürger verwendet werden.

„Was das entsprechende Gefahrenbewusstsein betrifft, ist die Sensibilität innerhalb der deutschen Bevölkerung im internationalen Vergleich stärker ausgeprägt als in anderen Ländern. Bestätigt wird diese Einschätzung unter anderem durch den Widerstand im Rahmen der Einführung der Vorratsdatenspeicherung und der aktuellen öffentlichen Debatte um die Sperrung von Kinderpornoseiten“, betont Weichert. Insbesondere im Bereich der Internetnutzung sei aber sicherlich noch viel an Arbeit nötig, um die deutschen Nutzer über Gefahren, die im Netz auf sie lauern, aufzuklären. „Die meisten Menschen glauben auch heute noch, dass sie ihre persönlichen Erfahrungen aus der Offline-Welt einfach in das Internet übertragen können. Sie sind sich nicht bewusst, dass sie zu jeder Zeit eine Datenspur im Netz hinterlassen, die weltweit nachvollzogen werden kann. Bewusstseinsbildung ist aber auch in den Reihen der Politik erforderlich, denn die Politikergeneration, die heute das Sagen hat, setzt sich noch vorwiegend aus Verweigerern der neuen Kommunikationstechnologien zusammen“, so Weichert abschließend.

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http://de.groups.yahoo.com/group/WASG-Infos/message/1758

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Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein

21.04.2009

P R E S S E M I T T E I L U N G

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ULD: „Kein Mitloggen von Nutzerzugriffen“

Zu den Plänen der Bundesregierung, wonach im Rahmen der Sperrung von als kinderpornografisch gelisteten Webseiten eine Speicherung von Zugriffsversuchen und mögliche Beauskunftung gegenüber dem Bundeskriminalamt vorgesehen ist, erklärt der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), Thilo Weichert:

„Schon das reine Sperren von Webseiten ist ein grundrechtliches Problem, insbesondere weil dadurch auch rechtmäßige Inhalte des Internet betroffen sein werden, die den uneingeschränkten Schutz des Art. 5 Grundgesetzes in Anspruch nehmen können. Die nun bekannt gewordenen Planungen haben aber eine völlig neue Überwachungsdimension: Mit dem Speichern der Zugriffsversuche würde eine Vorverlagerung der Verdachtsgewinnung zur Bekämpfung der Kinderpornografie erfolgen, die Zigtausende von absolut unschuldigen Menschen zu Verdächtigen machen würde: Allein der Umstand, dass eine Internetadresse angeklickt wird, wird zum Ermittlungsansatz wegen Kinderpornografie genommen. Damit würde sich jeder Internetnutzer schon der Gefahr einer Strafverfolgung aussetzen, wenn er eine ihm noch nicht bekannte Adresse aufruft, da er nicht wissen kann, ob diese Adresse selbst gelistet ist oder ob diese auf eine gelistete Adresse automatisch weiterleitet. Die Aufnahme in die Liste durch eine Verwaltungsbehörde gibt nicht ansatzweise die Sicherheit, dass ein Internetangebot wirklich kriminelle Inhalte enthält. Ein Mitloggen von Webseitenaufrufen wäre nicht nur ein Frontalangriff auf die freie Kommunikation im Internet, sondern zugleich ein Überwachungsinstrument, mit dem die Nutzung des Internet allgemein massiv beeinträchtigt würde. Die Bundesregierung täte gut daran, vor einem Beschluss ihre Gesetzentwürfe einer öffentlichen Diskussion zu unterwerfen. Schnellschüsse bei Internetzensur und -kontrolle können hier eine nicht beabsichtigte explosive Wirkung entfalten – für Grundrechte, für die wirtschaftliche Relevanz elektronischer Medien und letztlich für die gesamte Gesellschaft.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an:
Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein

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https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20090421-internetsperren.html

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Waffenlobby vernetzt: „Schöne neue Welt“: Zukünftige „Werbe-Intervention“ via Handy etc.

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http://www.youtube.com/user/thevacationeers

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Internetvideo der Woche

In der Google-Gosse

Bitte recht feindlich: Für das „Street View“-Projekt fotografiert Google die ganze Welt und wird zum hemmungslosesten Paparazzo. Die Angst, von Google überwacht zu werden, in der Clip-Kritik. Von Christian Kortmann mehr …

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Die Untauglichkeit schlechterer Söhne aus besserem Hause

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josephine-meckseper-2004-stange-500p-2008Fotos: Jörg Stange, Galerie der Gegenwart, Hamburg Kunsthalle «Manson 1969» : Josephine Meckseper = Jean Baudrillard, Installation Schaufenster =>[::]<=

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Die Untauglichkeit schlechterer Söhne aus besserem Hause

My girlfriend’s run off with my car,
and gone back to her Ma and Pa,
telling tales of drunkenness and cruelty.
The Kinks, Sunny Afternoon

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„Aber auch so sitzt oft eine Frau auf meinem Lounge Chair, die je nach Laune ein wenig wie Romy Schneider oder Grace Kelly aussieht, sie erzählt von Einkäufen und Inszenierungen, wir treffen uns in Museen, um den Faltenwurf der Peploskoren und Frauenportraits der Schule von Fontainbleau zu besprechen. Ich schätze sie, keine Frage, und ich würde es schade finden, nähme mir ein Depp jene Momente, um an der dauerhaften Erfüllung ihrer Ansprüche sein mediokres Leben zu ruinieren. Aber so weit wird es nicht kommen. Die Unvermittelbarkeit der schlechteren Söhne aus besserem Hause sorgt trotz frustrierter Tanten letztlich doch wieder für stabile Verhältnisse, modern und anders als früher; ohne Kinder zwar, aber auch ohne Hepatitis, und dafür, dass unsereins nicht ausstirbt, sorgen schon genug andere“ (…)

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von Don Alphonso Faz-Block: „Stützen der Gesellschaft“

Projektion + Illusion + Dekadenz
http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/05/13/die-untauglichkeit-schlechterer-soehne-aus-besserem-hause.aspx

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Installation: Tasse im Schaufenster (jst) –  Innenstadt Hamburg, Foto: jst/gfok 2008

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Fotos: Jörg Stange, Galerie der Gegenwart, Hamburg Kunsthalle «Manson 1969» : Josephine Meckseper = Jean Baudrillard, Installation Schaufenster =>[::]<=

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medienwatch.wordpress.com | gfok-Kunstarchiv

 

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Mai 13, 2009 at 09:06

Fisch im Ohr: Überlebenswichtig

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Überlebenswichtig: Wie man aus Pistazieneis Sonnenschein macht

13. Mai 2009

Ein richtiger Reiseführer durch die Arbeitswelt hilft nicht nur bei den großen wichtigen Dingen des Lebens. Er erklärt auch kleine alltägliche Phänomene. Eines davon wird aktuell im Rang einer Naturgesetzlichkeit propagiert: dass der Genuss von ganz viel Pistazieneis zwingend ganz viele Sonnenscheinstunden zur Folge hat (…)

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„Doch dann baut sich langsam ein seltsames Gefühl auf. Irgendetwas stimmt nicht. Egal, ob eine personalwirtschaftliche Fachzeitschrift <der Name spielt keine Rolle>, eine große Tageszeitung oder diverse Internetseiten: Überall der gleiche ….. Fehler! Und jetzt will auch noch ein Minister in Berlin basierend auf diesem Denkfehler flächendeckend über entsprechende „Service-Center“ dafür sorgen, dass wir in Deutschland eine einheitliche Personalpolitik bekommen“ (°)

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von Christian Scholz | faz-block

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hier gehts weiter:

http://faz-community.faz.net/blogs/personal-blog/archive/2009/05/13/ueberlebenswichtig-wie-man-aus-pistazieneis-sonnenschein-macht.aspx

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Kindereis «Pinocchio» Chipcard Jörg Stange

.medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

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Mai 13, 2009 at 07:52