medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Archive for April 15th, 2009

Trottoir: Markus Krieger / DOMINO

leave a comment »

.

Trottoir

Markus Krieger / DOMINO

Die Liebe, nur die Liebe macht’s, dass die Welt sich dreht, sie würde sich aber bedeutend schneller drehen, wenn jeder nur in seinen eigenen Suppentopf schauen würde.

Wie bei Töpfen und anderen systemischen Einheiten üblich, werden sie durch ihre Grenzen beschrieben. Der viel genannte Tellerrand ist jeweils eine Systemgrenze.

Markus Krieger zeigt einen weißen Ring mit einer sich ständig aufrichtenden und wieder stürzenden geschlossenen Linie aus Dominosteinen.

Eine Parodie der ewigen Wiederkehr. Eine Metapher. Wir stehen unter einem unauffälligen aber nie ermüdenden Zwang.
Die immergleichen metaphysischen Anwandlungen unter Menschen, die den Glauben an ein Perpetuum Mobile wider besseres Wissen nicht aufgeben wollen, die den Kreis ihres Horizonts nicht erweitern können, aus hirnphysiologischen oder magischen Gründen.

Diese immer gleichen Gedanken wider oder ganz ohne besseres Wissen, sind das eigentliche Perpetuum Mobile, denn sie haben tatsächlich die Qualität einer ewig in Bewegung befindlichen und dabei arbeitenden Konstruktion, ohne dass sich ausmachen ließe woher die Energie dafür kommt.
Tatsächlich wird aber immer Energie zugeführt und auch verbraucht. Seltsam ist nur dass die Frage nicht geklärt werden kann.

Altes Problem: Einbildungskraft und Verstand sind in der Regel disharmonisch. Dies ist die Schöpfungsgeschichte der aufgeklärten Welt. Weil Niklas Luhmann recht hat, funktionieren alle möglichen Systeme völlig ungestört voneinander, sogar im selben Schädel.

(Nora Sdun)

http://www.cc4.de/blog/2007/05/kunst/die-erforschung-der-systeme

http://www.trottoir-hh.de/

.
17. – 19. April 2009
Eröffnung: Freitag, 17. April 2009, 21 Uhr im Trottoir

Hamburger Hochstraße 24, 20359 Hamburg, St. Pauli

Werbeanzeigen

Written by medienwatch & metainfo

April 15, 2009 at 19:49

Hygienemuseum | Ausstellung: Krieg + Medizin

with one comment

radarturm-gfok-archiv700sw

.

Ein Mann gießt sich selbst eine Nase

Krieg und Medizin: Wer diesen Titel der Ausstellung im Dresdner Hygienemuseum liest, spürt sofort, dass es sich da um ein starkes und schwieriges „Und“ handelt, kein „+“, sondern ein „&“. Gleichberechtigte Partner sind sie jedenfalls nicht, der Krieg hat Vortritt nicht nur aus rhythmischen Gründen. Sobald die Medizin sich mit ihm einlässt, unterliegt sie seinen Gesetzen, keinesfalls umgekehrt. Sollte sie, die doch heilen und nicht töten soll, es dann überhaupt tun? Tut sie es nicht, kommen die Opfer in noch größerer Zahl und noch jämmerlicher um. Tut sie es aber, ist sie schon zu seiner Komplizin geworden [::]

http://www.sueddeutsche.de/kultur/348/464942/bilder/

http://www.kultur-des-friedens.de/referentinnen/index.html

http://www.gesch.med.uni-erlangen.de/

.

Materialschlacht

Ausstellung „Krieg und Medizin“ im Hygiene-Museum Dresden

Von Jochen Stöckmann

Die aus Großbritannien kommende Ausstellung „Krieg und Medizin“ ist im Dresdner Hygiene-Museum kräftig angereichert worden. Gezeigt werden Bilder und schockierende Exponate wie ein Gehirn in Formalin, in dem noch ein Granatsplitter zu sehen ist.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/945839/


.

.


.

.

.

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Foto: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach, GfoK = [aktive archive°]

Written by medienwatch & metainfo

April 15, 2009 at 17:15