medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Campact: Sagen Sie Nein zum größten Bombenabwurfplatz Europas!

leave a comment »

08/2009
Sonntag, der 12.4.09 – 112.667 Abonnenten
Ihr Browser ist so eingestellt, dass er das Laden des Bildes blockiert

Bombodrom – Ostermarschieren Sie online!

Die Bundeswehr will bei Berlin den größten Bombenabwurfplatz Europas in Betrieb nehmen. Doch das Oberverwaltungsgericht hat die bisherigen Pläne zurückgewiesen. Jetzt muss die Bundesregierung entscheiden, ob sie das Projekt neu auflegt oder kippt. Protestieren Sie gegen das Bombodrom!

in der Kyritz-Ruppiner Heide nordwestlich von Berlin will die Bundesregierung den größten Bombenabwurfplatz Europas in Betrieb nehmen – das Bombodrom. Geübt werden soll der integrierte Boden- und Luftkrieg und vor allem der Abwurf ungelenkter Bomben, deren Einsatz im Kriegsfall viele Tote und Verletzte in der Zivilbevökerung fordert. Dabei müssten Diplomatie und aktive Konfliktvermeidung in der deutschen Außenpolitik absoluten Vorrang genießen.

Vor zwei Wochen erstritten die Menschen aus der Region einen wichtigen Erfolg: Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg stoppte die Inbetriebnahme des Bombodroms auf Grund einer fehlenden „planerischen Gesamtabwägung“. Jetzt muss die Bundesregierung entscheiden, ob sie diese nachholt – oder das Projekt zu den Akten legt. Heute organisieren Bürgerinitiativen vor Ort einen großen Ostermarsch gegen das Projekt und fordern mit tausenden Menschen von Verteidigungsministern Jung und Außenminister Steinmeier einen Stopp des Bombodroms.

Unterstützen auch Sie den Protest gegen das Bombodrom und nehmen Sie an unserem Online-Ostermarsch teil!

Sagen Sie Nein zum größten Bombenabwurfplatz Europas!

Seit vielen Jahren wehren sich die Menschen vor Ort gegen die Inbetriebnahme des Bombodroms. Denn die einzige ökonomische Perspektive der Region – der Tourismus – stünde bei 1.700 Einsätzen von Kampfflugzeugen an 200 Tagen im Jahr vor dem Aus. Der Widerstand gegen das Bombodrom ist auch deshalb tief in der Bevölkerung verankert und wird von zahlreichen lokalen und Überregionalen Initiativen, allen demokratischen Parteien und vielen Unternehmen der Region getragen. Auch die Landesregierungen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern setzen sich für eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide ein.

Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts mehren sich die Stimmen in der Großen Koalition, das Projekt auf den Prüfstand zu stellen. Wenn im Superwahljahr 2009 der öffentliche Druck steigt, könnte sich die Bundesregierung gezwungen sehen, das Projekt endlich aufzugeben. Verlangen Sie von Verteidigungsminister Jung und Außenminister Steinmeier, die Pläne für das Bombodrom aufzugeben!

Unterzeichnen Sie den Appell gegen das Bombodrom!

Lesen Sie mehr über die Hintergründe des Bombodroms!

Was sonst bei Campact passiert, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.

Mit herzlichen Grüßen,

Felix Kolb

———–

1. Gen-Mais: Entscheidung über Verbot bis Mittwoch

Die Entscheidung über ein Anbauverbot des Gen-Mais MON810 steht unmittelbar bevor: Spätestens nächsten Mittwoch soll sie fallen. Auch die Medien bewerten die Chancen für einen Erfolg als hoch. Schließlich haben wir Landwirtschaftsministerin Aigner ordentlich unter Zugzwang gebracht: Ãœber 53.000 Menschen unterzeichneten den Online-Appell an sie. Wo immer sie öffentlich auftrat, zeigten wir ihr mit einer rückwärts laufenden Digitaluhr, wie viel Zeit bis zur Aussaat des Risiko-Maises verbleibt.

Sehen Sie unseren Tourfilm…

Nachdem die Ministerin seit Wochen ein Verbot prüft und prüft, entschlossen wir uns, ihr die rechtlichen Grundlagen hierfür auf dem Servierteller zu präsentieren: Der Gentechnik-Experte Christoph Then und eine Rechtsanwältin schrieben in unserem Auftrag ein Gutachten, das zeigt, auf Basis welcher aktueller Risikostudien der MON810 verboten werden kann.

Zudem zeigten wir der CSU-Ministerin mit einer von uns in Auftrag gegebenen Emnid-Umfrage, welch Ungemach ihr in Bayern droht, sollte sie sich vor einem Verbot drücken: 72 Prozent der Menschen in Bayern befürworten ein Verbot. 77 Prozent glauben, dass es die CSU bei der Europawahl im Juni Wählerstimmen kosten wird, sollte Aigner den Gen-Mais nicht verbieten. Studie und Umfrage wurden selbst bei Spiegel-Online und in der Süddeutschen Zeitung aufgegriffen.

Schauen Sie in die Studie (PDF-Datei)…

Lesen Sie mehr über unsere Emnid-Umfrage…

2. Belene: Bauarbeiten am Risiko-AKW eingestellt / Konflikt bei RWE

Wir können uns über einen ersten Teilerfolg gegen die beiden Atomreaktoren im bulgarischen Belene freuen: Die Bauarbeiten wurden vorerst eingestellt, da die bulgarische Regierung Schwierigkeiten hat, ausreichend Kredite für das Risikoprojekt aufzutreiben. Jetzt stellte auch RWE gegenüber unserem Kooperationspartner Urgewald klar, dass die Beteiligung des Konzerns an Belene völlig offen ist. Unser Protest wirkt: Im Dezember hatte RWE-Vorstandschef Grossmann die umstrittene Investition noch als beschlossen bezeichnet.

Derweil weitet sich der Konflikt zwischen Aufsichtsrat und Vorstand weiter aus, der sich an der Frage der Beteiligung von RWE an Belene entzündete: Bei seiner letzten Sitzung war der Aufsichtsrat kurz davor, Vorstandschef Grossmann zu feuern.

Lesen Sie mehr in unserem Blog…

Die vielfältigen Aktivitäten gegen Belene scheinen den RWE-Konzern auch sonst nicht kalt zu lassen: Seine Werbe-Agentur droht Urgewald und der Kampagne .ausgestrahlt mit Schadensersatzforderungen, da sie eine RWE-Werbung persiflierten.

Lesen Sie mehr bei .ausgestrahlt…

3. Campact wächst: Schon über 100.000 Newsletter-Abonnent/innen

Unser Netzwerk wächst derzeit rasant: Vor zwei Wochen nahmen wir die symbolische Marke von 100.000 Abonnent/innen dieses Newsletters – jetzt sind wir schon üer 112.000 Menschen. Einige Medien nehmen dies zum Anlass für eine Reportage: Am kommenden Donnerstag berichtet der Deutschlandfunk, letzte Woche der WDR.

Lesen Sie den WDR-Beitrag…

4. Campact auf dem taz-Kongress „!tu was? Freiheit & Utopie“

Die taz wird 30 – gefeiert wird vom 17. – 19. April 2009 mit einem Kongress im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Es gibt mehr als 80 Diskussionen, Vorträge, Streitgespräche, Perfomances und dazu viel Kultur.
Campact ist mit dabei: Am Samstag Abend werden wir uns auf der Großen Gala der politischen Aktionen präsentieren. Am Sonntag Mittag diskutieren wir mit über politische Kommunikation im Obama-Zeitalter.

Das gesamte Programm und den Kartenvorverkauf finden Sie hier…

.


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 112.667 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Mit Ihrem Abo des Campact-Newsletters sind Sie Teil des Netzwerks. Unterstützen Sie Campact!


Felix Kolb | info@campact.de | Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | campact.de
Advertisements

Written by medienwatch & metainfo

April 12, 2009 um 14:25

Veröffentlicht in Allgemein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: