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Archive for Februar 20th, 2009

X-Patent(e) = »Par(a)fume«

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bulgary-bowling-tasse-2008-gfok-620-stangeFoto + Montage  (Tasse mit T-Tuch), Jörg Stange, gfok

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Namenspatent(e) = »Par(a)fume«

Zutreffend ist die Markenstelle davon ausgegangen, dass die angesprochenen inländischen Verkehrkreise die angemeldete, überwiegend deutsche Wortfolge „Parfum Art eröffnet für Sie die Welt des Luxus“ nächstliegend und ohne weitere Überlegungen in der Bedeutung „Parfümkunst öffnet für Sie die Welt des Luxus“ verstehen werden. Dass in der Wortfolge der französischsprachige Ausdruck „Parfum Art“ steht, verleiht der Marke keine Unterscheidungskraft. „Parfum“ ist die auch in der deutschen Sprache gebräuchliche französische Wortform für „Parfüm“. Auch das ebenfalls in der französischen Sprache und im Englischen mit der Bedeutung „Kunst“ vorkommende Wort „Art“ ist in die deutsche Sprache eingegangen und kommt als Bestandteil von zusammengesetzten Begriffen wie „Art nouveau, Art deco, Art brut“ usw. vor (Duden, Das Fremdwörterbuch, 8. Aufl.). Soweit der Verkehr sich überhaupt Gedanken über eine eventuelle Sprachüblichkeit der Zusammensetzung macht, wird er darin jedenfalls keine auf die betriebliche Herkunft der Waren hinweisende unübliche Sprachform sehen, sondern lediglich eine in der Werbung häufig anzutreffende Verbindung sachbezogener Wörter zu einer ebenfalls sachbezogenen Wortverbindung, wobei zu berücksichtigen ist, dass Werbehinweise sehr häufig nicht sprachregelgerecht gebildet sind. Ferner ergibt sich keine, die Unterscheidungskraft der Anmeldemarke möglicherweise begründende Mehrdeutigkeit daraus, dass das Wort „Art“ in der deutschen Sprache i. S. v. „Eigenart, Wesen, Verhaltensweise, Weise“ eine andere Bedeutung als im Englischen hat. In Verbindung mit dem Sinngehalt des Wortes „Parfum“ und im Kontext mit dem übrigen Teil der Wortfolge tritt die Bedeutung des Wortes „art“ i. S. v. „Kunst“ in den Vordergrund. Ein solches Verständnis ist für die angesprochenen Verbraucher auch deshalb nahe gelegt, weil das Wort „Parfumkunst“ häufig in Werbe-Slogans eingesetzt wird (vgl. die übersandten Rechercheergebnisse, insbesondere die Webseiten GALERIES Lafayette; Parfumkunst – Kosmetik-Shop; Bvlgari, Jean Louis Scherrer; FRAGRANCE FOUNDATION Deutschland e.V. usw.), wobei dieser Begriff insbesondere in Verbindung mit Luxus und luxuriösem Leben vorkommt. Zu berücksichtigen ist auch, dass das Wort „Art“ in der Werbung häufig verwendet wird, um Produkte oder Dienste in werblich überhöhter Form als Kunst anzupreisen, was ebenfalls für ein Verständnis der Wortkombination „Parfum Art“ in diesem Sinn spricht (vgl. BPatG 24 W (pat) 300/03 „Parfum Art opens for you the world of luxury“).

Auszug Patenregister:

[PDF]
BUNDESPATENTGERICHT
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
sprache eingegangen, so dass das Publikum „Parfum Art“ ohne weiteres in der. Bedeutung „Parfüm-Kunst“ verstehe. Die angesprochenen Verbraucher würden …
www.jusline.de/pdf/de/entscheidungen/24_W__pat__7304_.pdf

Kategorie: Patente kochen leicht gemacht. siehe Popcorn oder Korn-Pop

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Ästhetik, Technik, Medium

Intertextuelle Auto(r)-Tötung und Wiederbelebung

http://www.inst.at/trans/16Nr/02_1/kreuzer16.htm#_ftnref27

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HEISSE HASEN IM FOND
Im Parfüm „Malabah“ setzen mediterrane Zitrusfrüchte erste frisch-würzige Signale. Eine Mischung aus exotischen Hölzern schenkt dauerhafte, sanfte Wärme im Fond. Eine blumig-fantasievolle Facette ließ der Parfümeur aus dem Zusammenklang von Magnolie, Geißblatt und Seerose entstehen. Allgegenwärtig ist die Iris mit elegantem, pudrigem Duft, Vanille und Ambra. Insgesamt verbreitet der Duft um seine Trägerin eine winterlich-exotische Atmos-phäre, man denkt an kalte Abende vor dem Kaminfeuer, begleitet von reichhaltigen Gerichten wie Hasenfilet mit Muskattrauben.

http://www.stern.de/lifestyle/mode/:Parf%FCm-Welches-Tr%F6pfchen-/529801.html?eid=503767&s=7

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Körperliche Schwerstarbeit

Roger M. Fiedler schreibt in bester Raymond-Chandler-Manier
Von GUNNAR F. GERLACH

Die Würfel sind gefallen. „Kannst Du mir das erklären?“ fragt die bildschöne Auftraggeberin Nomi den vermeintlichen Privatdetektiv Igor Gorski – und meint damit nicht die wunderbaren, Szene-Slang karikierenden Überschriften der einzelnen Kapitel von Roger M. Fiedlers Krimi „Eisenschicht“.

PKK, Türken und Kurden, islamische Realität und Intrigen am Arbeitsplatz stehen im Zentrum abenteuerlicher Untersuchungen eines Todesfalles auf dem Werksgelände einer Chemiefirma in der Nähe von München. Was ist geschehen?

Ein kurdischer Arbeiter, der sich als politisierter, studentischer Jobber erweist, wurde von einer halben Tonne Eisen erschlagen. Kein schöner Anblick. Der fahle Geruch von Säure, Eisen und Sulfat löst neben blankem Entsetzen Übelkeit bei den Polizeibeamten und der Freundin des Toten aus. Gorski, ein deutsch-russischer Taugenichts im besten Eichendorffschen Sinne, ist allerdings – wie in jedem guten, sich von Chandlers Realismus herleitenden Krimi – eher von der jungen Auftraggeberin Nomi Kitt beeindruckt: „Diese hier war Mitte Zwanzig, hatte lange, dunkle Haare, ägyptische Augen, eine satte Hautfarbe, Modellfigur und bayerische Gesundheit. Ich hätte notfalls meine alte Vespa weltraumtauglich gemacht, um sie vom Mars wieder zurückzuholen.“

Die junge Frau glaubt nicht an einen Unfall ihres Freundes Aslim Selmann, sondern an eine politische Verschwörung, verwirrende Widerstandskämpfe und politische Intrigen auf dem Werksgelände. Gorski glaubt weniger an den Fall als an die Liebe, die wie zufällig mit Schmetterlingsflügeln in sein Büro geschwebt ist, und übernimmt den Auftrag, der ihn statt ins Nachtleben auf die Nachtschicht führt.

Die verdeckten Ermittlungen auf der „Eisenschicht“ dieses mit gelungenem Humor und bissiger Ironie gespickten Kriminalromans beginnen. In der Multi-Kulti-Arbeitertruppe liegt vermutlich der Schlüssel zu diesem rätselhaften Tod, den die Polizei als Unfall deklarierte und merkwürdigerweise schnell zu den Akten gelegt hatte.

Gorski begegnet bei dieser körperlichen Schwerstarbeit ein Geflecht von Erpressungen, Familiengeheimnissen und nationalen Eigenheiten. Die Eisenschicht-Machos schweigen, Polizeibeamte folgen höheren Anweisungen, ein kleines, rotes Regierungsauto taucht auffällig oft in der Umgebung Gorskis und seiner Auftraggeberin auf. Rauschgift-Verwicklungen und Mordanschläge auf die untersuchenden Personen ornamentieren das Geschehen. Aber Gorki macht das alles nichts aus. Er ist schließlich verliebt . . .

„Eisenschicht“ zeigt den 1961 in Castrop-Rauxel geborenen Autor Roger M. Fiedler auch in seinem zweiten Krimi von der besten, unterhaltsamsten und intelligenten Seite. Das Buch ist im kalten Winter eine durchlesene Nachtschicht wert, erwärmt den Leser für den Helden und macht Hunger auf mehr. Roger M. Fiedler: Eisenschicht. Rotbuch Verlag. 180 Seiten.

erschienen am 19.12.1998 | Stichwort(e): »Aus der Eisenzeit« Par(a)fum(e) Krieg, Futuristen, Parfum, Benjamin,

http://www.abendblatt.de/extra/service/944949.html?url=/ha/1998/xml/19981219xml/habxml981012_17074.xml

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X-Doppel-Foto-Montage(n): Jörg Stange, gfok T-Tuch Wei(h)rauch 09

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Februar 20, 2009 at 23:38

„Streit gehört zum Bauhaus“

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DESIGNIERTER STIFTUNGS-CHEF OSWALT

„Streit gehört zum Bauhaus“

Sie waren Rebellen und Revolutionäre, ihre Bauten prägten die Moderne: Das Bauhaus ist 90 Jahre nach seiner Gründung ein gigantischer Mythos. Im SPIEGEL-Interview spricht der künftige Bauhaus-Chef, Philipp Oswalt, über das Vermächtnis seiner Institution, Pragmatismus und die Zukunftsangst der Deutschen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,608850,00.html#ref=nldt

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Februar 20, 2009 at 22:20

Veröffentlicht in "Streit gehört zum Bauhaus"

Weiße Rose im Norden, armseelige Dokumentation im Bezirksamt Nord

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Kaum erinnert: Heinz Kurcharski (l.) und Traute Lafrenz (M.) im Jahr 1936.

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Weiße Rose im Norden

Ungeordnete Erkenntnisse

[taz] Sicher, die Münchener Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ ist bekannt. Aber wer erinnert sich an ihren Ableger in Hamburg? VON MART-JAN KNOCHE

Heinz Kucharski, Hamburger Jung und Kopf des hanseatischen Zweigs der Weißen Rose, fuhr zwei Wochen vor Kriegsende im April 1945 zu seiner Hinrichtung. Am 17. April hatte der so genannte Volksgerichtshof an der Elbe getagt und den 25-jährigen Studenten der Völkerkunde zum Tode durch das Fallbeil verurteilt: Kucharski sei der „Vorbereitung zum Hochverrat“ schuldig, der „Wehrkraftzersetzung, Feindbegünstigung und des Abhörens und Verbreitens von Nachrichten ausländischer Sender“. Doch die Justiz in Hamburg praktizierte die Enthauptung* schon seit einigen Jahren nicht mehr (…)

http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/ungeordnete-erkenntnisse/

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↑ Ursel Hochmuth, Gertrud Meyer: Streiflichter aus dem Hamburger Widerstand. 1933–1945. Seiten 402 ff.; Mechtild Bausch: All die Erschlagenen, wer lebt für die? taz-artikel vom 21. August 1992, abgerufen am 29. Dezember 2010
http://de.wikipedia.org/wiki/Personen_der_Wei%C3%9Fen_Rose_Hamburg

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Margaretha Rothe
Hamburger Studentin und Widerstandskämpferin
http://rothe.tk/

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*Noch bis ins Jahr 1943 (oder länger) wurden die Restistanzkämpferinnen France Bloch-Sérazin, Suzanne Masson und weitere 500 NS-kritische Menschen – auf diese Weise, im Hof des Holstenglacis-Untersuchungsgefängnis um ihr Leben gebracht. (Anmk.red.)

»Schreibtischtäter«

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Februar 20, 2009 at 19:06

Veröffentlicht in Weiße Rose im Norden

Verstaatlichung zur Deckung von Spekulationsschulden

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HRE: 1 Billion Schulden sollen mit Steuergeldern ausgeglichen werden

meta-info.de | Die Hypo Real Estate hat nach neuesten Meldungen Schulden in Höhe von mehr als einer Billion Euro durch Derivatgeschäfte aufgehäuft. Durch die geplante Verstaatlichung sollen diese Schulden dem Gemeinwesen übertragen werden. In den vergangenen Tagen rollte bereits eine Kampagne durch alle großen deutschen Medien mit Artikeln, die vehement für die Rettung der HRE durch Verstaatlichung eintraten. Der nächste große Schritt zur Ausplünderung des Steuerbürgers wird aktuell mit komplexen Manövern, publizistischen Nebelkerzen und genereller Täuschung der Öffentlichkeit vorbereitet.

Die Kredite der HRE wurden für den Kauf von inzwischen wertlosen Derivaten eingesetzt. Aufgenommen wurden sie vermutlich überwiegend insbesondere bei dern Deutschen Bank, die die Derivate der HRE verkaufte. Nach den aktuellen Meldungen handelte es sich hier um neuere Geschäfte, die vom im vergangenen Herbst eingesetzten Chef der HRE, dem Deutsche Bank-Manager Axel Wieandt zu verantworten sind. Der CDU-Politiker Fromme, Mitglied im Kontrollgremium der SoFFin, erklärte „Wir stecken in höllischen Verträgen“. Naheliegend ist, dass auch der frühere SoFFin-Chef Merle und möglicherweise Wirtschaftsminister Glos vor diesem Hintergrund zurücktraten.

Weiterhin verharren Bürger und politische Opposition in Deutschland in der Schockstarre und blicken wie das Kaninchen auf die Schlange der sich in immer unüberschaubareren Dimensionen der Finanzkrise mit der Hoffnung, dass Merkel und Steinbrück als „Krisenmanager“ ihren Auftrag erfüllen.
Nicht gefasst sind sie bisher auf die Tatsache, dass diese „Krisenmanger“ weder in der Lage noch willens sind, angemessen auf die Krise zu reagieren.
Stattdessen zeichnet sich mit zunehmender Deutlichkeit als Kern ihrer Bemühungen der Versuch ab, das bestehende bankrotte System mit Milliarden aus den Mitteln des Gemeinwesens über Wasser zu halten und der Elite, der sie sich verbunden fühlen, den nötigen Zeitgewinn zu verschaffen, damit diese ihre Vermögen auf Kosten des Steuerbürgers in sichere Gewässer schleusen kann.

Immer deutlicher wird, dass am Ende dieser Bemühungen der Bankrott des Gemeinwesens stehen wird, das vorher geplündert wird zugunsten derer, die es noch dominieren.
Die entsprechend einem internen 17-seitigen Papier der EU bekannt gewordene Zahl von 18,1 Billionen Euro Abschreibungsbedarf europäischer Banken aufgrund fauler Papiere macht deutlich, dass die Ablösung dieser Papiere durch den Staat / die Haushalte der EU-Staaten zu deren Zahlungsunfähiglkeit führen wird.
Auf den Finanzmärkten schlägt sich diese Perspektive bereits nieder, wie der einbrechende Kurs des Euro belegt.
Die Bemühungen, die großen Banken über Wasser zu halten, verschlingen die letzten verfügbaren Reserven des Gemeinwesens. Auch Staatsanleihen, die früher als stabiles, unerschütterliches finanzielles Fundament galten, werden inzwischen mit Skepsis betrachtet und finden nur noch wenige Abnehmer.

Albrecht Müller, früher Berater Willy Brandts und Planungschef des Kanzleramts, erkennt in den Vorgängen der finanziellen Elite im Verbund mit der Bundesregierung ein betrügerisches Vorgehen gegenüber dem Gemeinwesen. Anstelle der notwendigen Neuordnung des Finanzsystems, einer Regulierung der Banken, Verbot von Geschäften mit Steueroasen und unüberschaubaren Finanzinstrumenten erfolgt stattdessen der Zugriff auf die öffentlichen Kassen zur Begleichung der Wettschulden spekulierender Banker, der Versuch einer Reparatur des globalen Spielkasinos.
Gleichzeitig werden hierfür die großen Medien eingespannt, die diese Massnahmen der Finanzpolitik, die Versuche, bodenlose Fässer mit Steuergeld zu füllen, gutheissen und als vernünftig absegnen.

Nur vergleichsweise selten werden sriöse Massnahmen diskutiert, wie die vom US-Ökonomen Galbraith vorgeschlagene Insolvenz der großen Banken, verbunden mit der Sicherung der Spareinlagen, Austausch des Managements aber ohne die Übernahme der immensen Schuldenlasten durch die Öffentlichkeit.

Das französische Wirtschaftsforschungsinstitut, das seit einem Vierteljahrhundert Prognosen für Wirtschaft und Politik erstellt und dabei im Jahr 2006 die aktuelle Krise ankündigte, erwartet nun für den wahrscheinlichen Fall, dass die gegenwärtige Politik fortgesetzt wird, für den Herbst des Jahres den Zerfall der öffentlichen Ordnung nach dem vorausgegangenen Zusammenbruch der Strukturen des Systems und der Zahlungsunfähigkeit der großen Industriestaaten. gw

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Kredite-ueber-eine-Billion-Euro
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/finanzen/421/459067/text/
http://www.telegraph.co.uk/finance/financetopics/financialcrisis/4590512/European-banks-
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3730
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,596717,00.html
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=3743
www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29006/1.html
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3722
http://www.meta-info.de/?lid=32944

http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/banksandfinance

http://www.fxstreet.com/news/forex-news/article.aspx?StoryId=4ab9df5f
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc

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Februar 20, 2009 at 16:02

Die Geburt einer Zeitschrift – Wie »Kunst & Kultur« entstand

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Die Geburt einer Zeitschrift – Wie »Kunst & Kultur« entstand.

Ein Rückblick

Von Josef Singldinger

Als sich im Jahre 1989 Künstlerinnen und Künstler endlich in ihrer neuen Gewerkschaft zusammenfanden, in der aus der IG Druck und Papier hervorgegangenen, nunmehr aus neun Fachgruppen bestehenden IG Medien, war unter ihnen die Euphorie groß: Das sei ein wichtiger Schritt hin zu einer erweiterten Professionalisierung, die nicht nur auf dem individuellen Geschick, sich durchzusetzen, basiere, hieß es etwa in Hamburg.

Der Schreiber dieser Zeilen arbeitete bis Mitte 1989 als Kulturredakteur bei der Wochenzeitung „Hamburger Rundschau“, bevor er Redakteur der „Feder“ wurde, der bei der IG Medien erscheinenden Zeitschrift. 1968 liegt lange zurück, aber Spuren des Geistes dieser Zeit hatten Bestand. Ein Stück dieser Grunderfahrung mag alle bewegt haben, die mit dem Schritt in die IG Medien etwas Neues, etwas Anderes zu formen gedachten.

1990 ging die „Feder“ in das neu geschaffene Periodikum „Publizistik und Kunst“ über. In der erstgenannten kamen die Belange der im „Verband deutscher Schriftsteller“ (VS) und die der in der „Deutschen Journalisten Union“ (dju) organisierten Mitglieder zur Sprache. In der neuen Zeitschrift, deren Umfang kaum erweitert worden war, mussten, statt wie früher bei der „Feder“ zwei, nunmehr die Spezifica von sechs Fachgruppen berücksichtigt werden: die des VS, der dju, die der in Rundfunk- und Fernsehanstalten Beschäftigten (RFFU), die der Musiker, der Bildenden Künstler und Theaterleute. Dabei sollte auch die übergreifende Kulturpolitik nicht zu kurz kommen.

Vielleicht waren mit diesem ersten Modell die nun wachsenden Probleme vorprogrammiert. Bei einem Umfang von 40 bis 48 Seiten je Heft konnten die zahlreichen Eingaben der Fachgruppen einerseits und die über den besonderen gewerkschaftlichen Aspekt hinausweisenden Beiträge andererseits nur partiell berücksichtigt werden. So entstand schon bald die Idee, man möge „Publizistik und Kunst“ teilen in eine Zeitschrift für die im Bereich der Kunst Arbeitenden und in eine für den Bereich Journalismus (…)

Bitte Link

http://vs.verdi.de/zeitschrift_kunst_kultur

http://www.kunstundkultur-online.de/

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Februar 20, 2009 at 08:31