medienwatch & metainfo (gfok)

Medienrecherche: Politik | Wissenschaft | Kunstprojekte

Archive for Februar 15th, 2009

1.500 umzingeln Atomforum: Eure Lügen bleiben drin

leave a comment »


Atomforum umzingeln

So viele haben noch nie gegen die Tagungen des Atomforums protestiert: Mehr als 1.500 AtomkraftgegnerInnen beteiligten sich am Abend des Mittwoch, 4. Februar 2009, an der Menschenkette um das Maritim-Hotel in Berlin-Mitte und umzingelten so die Wintertagung der Lobbyvereinigung „Deutsches Atomforum“ unter dem Motto: „Eure Lügen bleiben drin.“

Zur Feierabend-Demonstration und Umzingelung aufgerufen hatten .ausgestrahlt, das Online-Netzwerk Campact und die Berliner Gruppe niXatom. Später hatten unter anderem BUND, Deutsche Umwelthilfe, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, die Grünen und die Jusos für die Demo mobilisiert. Entsprechend voll und bunt wurde es in Berlin und es fand die größte Anti-Atom-Manifestation in Berlin seit vielen Jahren statt.

Atomforum umzingeln

Damit zeigte die Anti-Atom-Bewegung nach den beeindruckenden Protesten im November in Gorleben erneut Stärke. Die Atomlobby will, dass die Stromkonzerne mit alten gefährlichen Reaktoren weiter Gewinne machen. Dem stellen sich immer mehr Menschen entgegen und fordern einen Atomausstieg, der diesen Namen auch verdient. Die AKW müssen endlich vom Netz! Zum Umzingelungs-Aufruf…

(Fotos: Contratom)

http://www.ausgestrahlt.de/atom/umzingelung

————————————————————

Die Bewegung kommt in Schwung:

————————————————————

Mehr als 3.100 Menschen haben sich Ende Januar innerhalb von nur 55 Stunden an der Blitz-Mailaktion von .ausgestrahlt gegen die Finanzierung des Atommüll-Desasters in der Asse durch Steuergelder beteiligt:

http://www.ausgestrahlt.de/atom/asse

In Berlin kamen weit mehr als 1.500 begeisterte Menschen zur Umzingelung der Wintertagung des Deutschen Atomforums zusammen, und das an einem Wochentag nachmittags. In den vergangenen Jahren kamen zu ähnlichen Aktionen nur 60 bis 200 Leute. Parallel lief die „argumentative Umzingelung“ des Atomforums mit 25 Großplakatwänden in Berlin-Mitte und im Berliner U-Bahn-Fernsehen. Die besten Argumente aus der Internet-Sammelaktion von campact und .ausgestrahlt sind für zehn Tage im öffentlichen Raum unübersehbar präsent.

Schöne Videos, Bilder und Berichte hier:

http://www.ausgestrahlt.de/atom/umzingelung

————————————————————

Und es geht weiter:

————————————————————

Am 26. Februar werden sich Tausende an der 52 Kilometer langen Lichterkette von Braunschweig über die Asse bis Schacht Konrad beteiligen, um gegen die Atommüll-Lager zu protestieren. Mehr Infos: http://www.lichterkette09.de

Ein Aktionsleitfaden ist bereits fertig, gedruckte Aktions-Materialien

gibt es nächste Woche. Mehr Infos:

http://www.ausgestrahlt.de/atom/belene

Und auch der weitere Protest-Fahrplan 2009 zeichnet sich langsam ab: Am Sonntag, 26. April, an dem sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 23. Mal jährt, finden große Demonstrationen an den Atomkraftwerken Krümmel und Neckarwestheim statt. In Krümmel bei Hamburg wird gegen die für Mai geplante Wiederinbetriebnahme des Pannen-Reaktors demonstriert.

In Neckarwestheim richtet sich der Protest gegen die von den Betreibern angestrebte Laufzeitverlängerung für das Uralt-AKW. Im Juni soll es eine weitere Demonstration in Neckarwestheim geben.

Vorläufiger Höhepunkt des Protestjahres wird eine bundesweite Anti-Atom-Großdemonstration am Samstag, 5. September, in Berlin sein.

Für einige konkrete Aufgaben suchen wir MitstreiterInnen. Näheres findest Du hier:

http://www.ausgestrahlt.de/atom/help/engagement

————————————————————

…und deine Unterstützung!

Bewegung gegen Atomenergie zu bringen!
Spendenkonto:

.ausgestrahlt, Konto 2009 306 400, BLZ 430 609 67, GLS-Bank

Oder mit einem Klick: https://www.campact.de/atom/donate

Written by medienwatch & metainfo

Februar 15, 2009 at 11:42

Bad Bank: die Täuschung der Öffentlichkeit durch Bundesregierung und Deutsche Bank

leave a comment »

cropped-quadrate-thumpnails-justice-gfok

.

„Unser Land wird betrügerisch geplündert – wo bleiben die Juristen?“

meta-info.de | nachdenkseiten.de | In den vergangenen Wochen flammte wiederholt die Diskussion zur Etablierung einer sogenannten „Bad Bank“ in den deutschen Medien auf. Nun verdichten sich die Indizien, dass es sich dabei um ein Ablenkungsmanöver der Bundesregierung handelte, um die Öffentlichkeit darüber zu täuschen, dass die Installation einer „Bad Bank“, gegebenenfalls auch mehrere entsprechende Institute – längts durchgeführt wurde: unter falscher Flagge.

Die heute bekannten Indizien weisen darauf hin, dass tatsächlich die Hypo Real Estate (HRE) in der Funktion einer „Bad Bank“ arbeitet. In dieser Funktion musste sie gerettet und zwischenzeitlich mit mehr als 100 Milliarden Euro aus Mitteln des deutschen Steuerbürgers „gerettet“ werden.
Die „Rettung“ dieser maroden Bank verdankt sich dabei der Tatsache, dass sie aufs Schwerste belastet wurde und wird mit den toxischen Papieren insbesondere der Deutschen Bank.

Die Deutsche Bank „wäscht“ mithilfe der HRE dabei ihren viele Milliarden schweren Wertpapierschmutz: der „Giftmüll“ wird von der Deutschen Bank an die HRE übertragen: diese kauft die Papiere der Deutschen Bank auf. Damit sie zu diesem Geschäft fähig ist, nimmt sie einen „Kredit“ der Deutschen Bank auf. Dieser Kredit / die so geschaffene Verschuldung der HRE wiederum wird vom Steuerzahler beglichen, so dass die Deutsche Bank auf diesem Umweg den Erlös für ihren „toxic waste“ erhält, während Ackermann zur gleichen Zeit versichern kann, seine Bank nehme keine Mittel des Rettungspakets in Anspruch.

„Unser Land wird betrügerisch geplündert – wo bleiben die Juristen?“

Dies Verfahren muss – wie in einem Leitartikel der FAZ erklärt – letztlich als Fall für die Staatsanwaltschaft gelten. Sein Charakter als betrügerisches Verfahren wird spätestens dann offensichtlich, wenn die bisher verschwiegenen Details der Öffentlichkeit bekannt würden.
Albrecht Müller, früher Berater Willy Brandts, erklärt zu den von ihm recherchierten Vorgängen: „Unser Land wird betrügerisch geplündert“

Verdunkelt werden die Geschäfte, die Wäsche der schmutzigen Papiere für die Deutsche Bank durch die HRE durch die Tatsache, dass zur Regulierung der HRE ihre Geschäftsführung an die Deutsche Bank übertragen wurde!
Vor dem Hintergrund der bisher bekannten Indizien ist eine Komplizenschaft der Bundesregierung mit diesen, mit großer Wahrscheinlichkeit als betrügerisch anzusehende, Geschäften zugunsten der Deutschen Bank auf Kosten des Gemeinwesens anzunehmen.
Eine Untersuchung bzw. genauere Beleuchtung dieser Vorgänge hätte damit mit großer Sicherheit einen Rücktritt der Bundesregierung oder zumindest von den verantwortlichen Politikern: Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück zur Konsequenz.

Der Schluß ist naheliegend, dass bereits der Rückzug von Wirtschaftsminister Glos und des Chefs der zuständigen Behörde, der SoFFin auf diese Vorgänge zurückzuführen ist.

Die Einrichtung einer „Bad Bank“ wurde von Ackermann bereits vor 6 Jahren, im Jahr 2003 gefordert, damals unter der Regierung Schröder und Finanzminister Eichel. Eine Indiskretion, nach der dies Vorhaben u.a. im „Handelsblatt“ bekannt wurde, verhinderte diese Initiative.
Ersatzweise wurden später die HRE und diverse deutsche Landesbanken hierfür genutzt.

Neben der HRE und den öffentlichen Banken liegt der Verdacht derzeit nahe, dass auch die mit umfangreichen Steuermitteln subventionierte Commerzbank die Funktion einer „Bad Bank“ übertragen wird.
Damit wäre praktisch jede Bank, für die ganz oder teilweise der Steuerbürger haftet, kontaminiert mit mit dem von Ackermann und anderen spekulierenden Privatbanken gehandelten und transferierten finanziellen „Giftmüll“.

Bei sämtlichen Vorgängen im Kontext der bisherigen „Bankenrettungs“-Massnahmen wurden praktisch durchweg die Details der Geschäfte, die Verluste im Umfang von Hunderten Milliarden verursachten, verschwiegen. Anzunehmen ist nach dem Stand der Dinge, dass ein wesentlicher Grund für die Verschwiegenheit darin zu suchen ist, dass die Deutsche Bank diese Geschäfte initiierte bzw. darin involviert ist.
Das Bekanntwerden dieser Detail wäre mit großer Wahrscheinlichkeit gleichbedeutend mit dem Ender der Deutschen Bank.

Bis es an diesen Punkt kommt, werden Woche für Woche weiterhin viele Milliarden des deutschen Steuerbürgers verbrannt werden, um die gigantischen Löcher zu stopfen, die die verlorenen Wettgeschäfte der Deutschen Bank bzw. ihr Transfer auf den Rücken des Gemeinwesens verusachten.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=3730
http://www.faz.net/
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=3743
www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29006/1.html
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3722

Originalartikel bzw. ergänzende Info hier

*


http://www.meta-info.de/index.php?newsfull=1&lid=32944&rubrik=politik

Written by medienwatch & metainfo

Februar 15, 2009 at 10:57

Berlinale 2009: Claudia Llosa und Angst in Peru

with 8 comments

cropped-quadrate-gfok

.

.

.


.

Regisseurin Claudia Llosa zeigt uns die Auswirkungen der bedrückenden Vergangenheit von Peru.

Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa arbeitet in ihrem Film The Milk of Sorrow die bedrückende Vergangenheit ihres Landes auf: Die im Jahre 2001 eingesetzte peruanische “Wahrheitskommission” hat für den Zeitraum von 1980 bis 2000 fast 70.000 ermordete Menschen, unzählige Vergewaltigungen, Entführungen und andere Menschenrechtsverletzungen verzeichnet.

Fausta leidet unter der “Milch des Leids”, einer Krankheit, die durch die Muttermilch übertragen wird. Es ist dies keine Krankheit, die durch Bakterien oder Ansteckung herbeigeführt wird – von ihr betroffen sind ausschließlich Frauen, die in Peru während der Jahre des terroristischen Kampfes misshandelt oder vergewaltigt wurden. Diese schlimme Zeit ist längst Vergangenheit. In Fausta aber ist sie lebendig. Ihre Krankheit heißt Angst und hat ihr die Seele geraubt […]

http://www.moviepilot.de/articles/berlinale-2009-claudia-llosa-zeigt-die-angst-in-peru-101980

***

Ein Kritiker wirft der mit dem „Berliner Bär“ ausgezeichneten Regisseurin Claudia Llosa puren Rassismus vor:

[…] Ein Film, der rassistische Einstellungen der weißen Oberschicht Perus bedient.
Bei ihrem ersten Film namens Madeinusa hatte sie das Wort FIKTION “absichtilich” vergessen und der Welt eine nicht existierenden Kulturen, Mythos, Riten und Angewonheiten von Bewohner des ANdes Perus als Dokumentierte Realitaet vorgestellt.
Meiner Meinung nach zeigt sich nur bei ihren Filmen die Vision von der weißen Oberschicht die Peru regiert und so wie Ein Film, der rassistische Einstellungen der weißen Oberschicht Perus bedient.
Bei ihrem ersten Film namens Madeinusa hatte sie das Wort FIKTION “absichtilich” vergessen und der Welt eine nicht existierenden Kulturen, Mythos, Riten und Angewonheiten von Bewohner des ANdes Perus als Dokumentierte Realitaet vorgestellt. Bei ihren Filmen wird „erkannt“ die Vision von der weißen Oberschicht die Peru regiert und so wie diese Frau denken. Es scheint als ob sie nicht fuer die Hauptopfer der Zeit des Terrors waere sonst in Gegenteil dagegen […]

http://www.moviepilot.de/articles/berlinale-2009-claudia-llosa-zeigt-die-angst-in-peru-101980

***

medienwatch hat den Film noch nicht gesehen. Möglich ist ja auch die Methode „dialektischer Ambivalenz“ -als Form der Vermittlung und Aufklärung, derart, dass der Blick aus der weissen Oberschicht die Arroganz und den ausbeuterischen Rassismus dem Zuschauer erfahrbar und transparent machen soll und nicht bedienen? Denn die „aufklärende Transformation“ kann selbstverständlich auch diesen Weg gehen und Rassismus etc. im Kopf des Zuschauers subtil nachvollziehbar werden lassen. Eine Form der Dramaturgie, die dann als solche auch funktioniert, als das „ER“ (der Zuschauer) sich dann bei seinen eigenen Klischees und Vorurteilen erwischt – und „überführt“ wird? Wenn das so (o.ä.) nicht stimmt, wäre es selbstverständlich ein Skandal! jörg stange

Written by medienwatch & metainfo

Februar 15, 2009 at 09:34