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Vorratsdatenspeicherung: Aktionsbündnis Freiheit statt Angst lädt ein zum Filmfestival „ueber Macht“

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Aktionsbündnis Freiheit statt Angst lädt ein zum Filmfestival „ueber Macht“

Strange Culture/Fremdkulturen
Film über den Künstler Steve Kurtz von Critical Art Ensemble

Freitag, 30. 01. 2009 19 h
Kino METROPOLIS
Steindamm 52-54
Reservierung: 040-342353

danach Podium:
Peer Stolle, RAV e.V. (Republikanischer Anwältinnen- und Anwaltsverein)
Kai-Uwe Steffens, AK Vorrat Hamburg
Jokinen, bildende Künstlerin
Ricardo Cristof Remmert-Fontes, Aktion Freiheit statt Angst
Moderation: Wulf Beleites, Journalist, im Bundesvorstand von dju in
ver.di

———————————————

Strange Culture/Fremdkulturen
(USA 2007, Mit Tilda Swinton und Thomas Jay Ryan)

Steve Kurtz ist Performance-Künstler, seine Arbeit dreht sich um das Thema Biotechnologie. Seine Arbeitsmittel – harmlose Bakterienkulturen – erregen in der Terrorfurcht nach dem 11. September die Aufmerksamkeit des FBI. Agenten in Schutzanzügen durchsuchen seine Wohnung. Der Vorwurf: Bio-Terrorismus. Unvermittelt sieht Kurtz sich von einem übermächtigen Staat bedroht, der offenbar um jeden Preis eine Verurteilung erzielen will. Ihm drohen 20 Jahre Haft für den Besitz von Bakterien, die jeder frei über das Internet bestellen kann. Dieser Film ist Teil einer internationalen Aktion, mit der sich bekannte Künstler wie Tilda Swinton und die Residents mit Kurtz solidarisieren.

*

mehr:
http://diegesellschafter.de/uebermacht/film/inhalt.php?fid=40

Nach dem Film wartet eine spannende Diskussion mit Vertretern der Filmpartner und Gästen. Wir möchten diskutieren, welche Auswirkungen der Ausbau des Sicherheitssektors und der entsprechenden Gesetze auf die Gesellschaft haben; hier am Beispiel eines Künstlers dargestellt, der sich kritisch mit Gesellschaft und Politik auseinandersetzt. Es stellt sich beispielsweise die Frage, inwieweit die Ausweitung des Begriffs des „Gefährders“ und eine immer stärkere Präventivlogik in der Kriminalitätsbekämpfung dazu führen kann, daß immer mehr Unschuldige unter Verdacht geraten. Welche Auswirkungen hat das auf die Bereitschaft der Menschen, an Demokratie, politischen Meinungsbildungsprozeßen undgesellschaftlichem Leben an sich teilzunehmen?
Wie sind insbesondere KünstlerInnen hiervon betroffen?

————————————————

Am 09. Januar begann das diesjährige nicht-kommerzielle Filmfestival der
Aktion Mensch bzw. die Gesellschafter.de, das unter dem Titel „ueber
Macht“ mit Filmen zum Thema „Kontrolle, Regeln und Selbstbestimmung“ bis zum Herbst 2009 in 120 Städten zu Gast sein wird. „Ueber Macht“ knüpft an die Festivals 2006 (ueber arbeiten) und 2007 (ueber morgen) an und vereinigt wieder rund 30 bundesweite und mehr als 1.000 regionale
Verbände und Initiativen der Zivilgesellschaft, die das Festival vor Ort
organisieren. „Ueber Macht“ will sensibilisieren, die Ambivalenz von
Macht und Machtmissbrauch darstellen und dazu ermutigen, „im Alltag, in
der Öffentlichkeit und in der Politik öfter, nachhaltiger und unbequemer
die Machtfrage zu stellen“.

Das „Aktionsbündnis Freiheit statt Angst“ als Kooperationspartner des bundesweiten Filmfestivals übernimmt zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine, dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, der Humanistischen Union, sowie dem
Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein die Patenschaft für den Film „Strange Culture/Fremdkulturen“.

Das Aktionsbündnis „Freiheit statt Angst“

Das Aktionsbündnis ist eine Plattform zur Koordination eines friedlichen Protestes für eine freie demokratische Gesellschaft und gegen Massen Überwachung, unkontrollierte Datenspeicherung und den uferlosen Ausbau des „Sicherheitssektors“. Es soll den Dialog zwischen Gesellschaft, Verbänden und Politik in Bezug auf Sicherheits- und Überwachungsgesetzgebung fördern. Es bündelt und verbreitet juristische und politische Expertise und verbreitet aktuelle Informationen zur politischen Entwicklung. Es will aufklären und informieren und organisiert und koordiniert friedlichen und kreativen Protest. Als Dachverband in Form eines gemeinnützigen Vereins soll es auch die Interessen der Mitglieder und Mitgliedsorganisationen in nationalen und internationalen Gremien bündeln und vertreten.

Das Aktionsbündnis „Freiheit statt Angst“ ist überparteilich und überkonfessionell und arbeitet mit allen Parteien, zivilgesellschaftlichen, weltanschaulichen und religiösen Organisationen und Institutionen zusammen, die sich zu einer demokratischen und freien Gesellschaft bekennen.
Das Bündnis schließt explizit die Zusammenarbeit mit gewalttätigen und menschenverachtenden Positionen aus.

Weitere Informationen:

* Aktionsbündnis Freiheit statt Angst: http://www.aktionfreiheitstattangst.org
* Aktion Mensch http://www.aktion-mensch.de
* dieGesellschafter.de http://diegesellschafter.de
* Filmfestival „ueber Macht – Kontrolle, Regeln,
Selbstbestimmung“ http://www.ueber-macht.de
* Der Film“Strange Culture/Fremdkulturen“ http://diegesellschafter.de/uebermacht/film/inhalt.php?fid=40

Aktionsbündnis Freiheit statt Angst
c/o Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Berlin

Malmöer Str. 6
D-10439 Berlin

Fon: +49-30-692099221
Fax: +49-30-692099229

E-Mail: kontakt(et)aktion-fsa.de
Web: http://www.aktion-freiheitstattangst.org

*

Demo in Hamburg:

https://medienwatch.wordpress.com/category/vorratsdatenspeicherung-demo-in-hamburg-3112-2008/

*

medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de |

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Written by medienwatch & metainfo

Januar 27, 2009 um 11:17

3 Antworten

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  1. Anscheinend hat sich immer noch nicht die Beteiligung von Bertelsmann an den gesellschaftern rumgesprochen. Auffallen müsste doch, dass bei dem Thema „Über-Macht“ Bertelsmann nicht vorkommt. Richtig deutlich geworden ist dies durch die Übernahme der Stadtkoordination durch die Bertelsmann-Stiftung im letzten Jahr in Gütersloh. Da gibt es auch einen Sand im Getriebe Artikel zu.
    Bertelsmann hat beileibe nicht nur seine Finger im Spiel bei der Einführung von Studiengebühren oder Hartz4. In den von Papieren des von der Bertelsmann-Stiftung finanzierten CAP-Institut wird erstmal die islamische Gefahr herbeigeredet und dann auf Grund dessen die Aufhebung des Trennungsgebot von Militär und Geheimdiensten gefordert. Desweiteren findet sich der Einsatz des Militärs im Innern im EU-Vertrag, welcher im Grobentwurf von CAP/Bertelsmann stammt. Über Datenschutz gibt es im EU-Vertrag übrigens nur einen Mini-Abschnitt.

    Bertelsmannkritiker

    Februar 3, 2009 at 11:48


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