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Archive for Januar 22nd, 2009

Bail Out the People Movement

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Los Angeles

Bail Out the People Movement
FIGHTBACK CONFERENCE
Draft Working Paper

Realizing the Fightback – Some Perspective and Plans

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The following was adopted at the Jan. 17 Fightback Conference in NYC. It is a work in progress.

In many ways, the U.S.-financed genocidal siege of Gaza that many of us have been demonstrating against in recent weeks is a harbinger of the widening war against the workers and oppressed peoples of the planet that is sure to intensify this year. In 2009, more and more lives are going to be devastated by the biggest global economic crisis since the depression of the 1930s.

This crisis is the challenge of a lifetime for those of us who have made a commitment to fighting for the rights of people. What we do or fail to do will prove decisive in the coming battle over whose interests in society shall prevail.

The election of the first African-American president, Barack Obama, realizes a measure of Dr. Martin Luther King’s dream. But depression-level joblessness, evictions and foreclosures made worse by cutbacks, war, bigotry and racism are not a dream but a nightmare. This is a time of many contradictions. Many people feel that the new president will bring progressive change but at the same time, there are Black youth being summarily executed by police; Proposition 8; new attacks on reproductive justice; one of the biggest bigots presiding over the inauguration ceremony, the prospects of a widening war in Afghanistan and much more.

Part of the legacy of Dr. King is the understanding that no election or president–however historical and inspiring–can be a substitute for a mass movement in the struggle against war or for social and economic rights. There are signs that the workers understand this.

This past December the bankers and bosses got hit with a one-two punch. The workers at the Republic Windows and Doors Factory in Chicago occupied their plant to win some measure of their rights. One day after the workers victory in Chicago, the Smithfield meat processing workers in Tar Heel, North Carolina finally won their right to a union after a long and bitter struggle. These battles are part of the first chapter of the Fightback that must and will grow. How can we help the development of the Fightback?

There can be no honest discussion about fighting without posing the inevitable question–Is it not time to terminate the capitalist system that appears only capable of trapping the people of the world in a nightmare of endless chaos, violence, misery, suffering, inequality, oppression, environmental destruction and other crises all in the interests of the super rich? How can this question not become the burning question as the absurd rules of capitalism mandate that no effort can be spared to bailout the barons of capitalist finance even while much of the population is pushed into life-threatening poverty? No doubt this unavoidable question will be an essential and welcome part of our discussion during the conference. Even if the question is not openly addressed, it will be the subtext of our deliberations.

However, though its direction is most definitely radical, it is not the intention of this document to unite conference participants around a comprehensive ideological position. Nor does it attempt to analyze the capitalist crisis, or address many issues of importance to all of us. This document is a framework for planning action. read more

http://bailoutpeople.org/stopforeclosuresandevictions.html

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Written by medienwatch & metainfo

Januar 22, 2009 at 23:35

Veröffentlicht in Bail Out the People Movement

Neue Bücher: Erwin Panofsky | Ernst Cassirer | Michael Glasmeier

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Zwei neue Fundus Bände sind im Buchhandel erhältlich.

Michael Glasmeier setzt das Ganze der Kunstgeschichte in Bewegung, um damit der hysterischen Schnappatmung vorzubeugen die vor allem die Beurteilung und Betrachtung der Zeitgenössischen Kunst begleitet.

John Michael Krois ist Herausgeber der Doppelausgabe »Idea« und »Eidos und Eidolon«. Hier treten die Texte von Erwin Panofsky und Ernst Cassirer in einen philosophischen Dialog über die Grundlagen der Kunsttheorie.

Der Verlag Philo Fine Arts hat eine neue Adresse und in Kürze auch eine Website. Die in nächster Zukunft erscheinenden Titel der Fundus Bände lauten: »Ästhetik der Interpassivität« von Robert Pfaller, »Gegeben sei: die Gabe, Duchamps Flaschentrockner in der vierten Dimension« von Ursula Panhans Bühler und als Wiederauflage wird »Die Essenz der Moderne, Ausgewählte Essays und Kritiken« von Clement Greenberg erscheinen.

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Michael Glasmeier: »Das Ganze in Bewegung«
FUNDUS Band 171, 310 Seiten, ISBN: 978-3-86572-645-2, EUR 22,00
Was macht Thoreaus Hütte auf dem Potsdamer Platz? Inwiefern hilft die Kenntnis protestantischer Schriftaltäre beim Verstehen zeitgenössischer Kunst? Und welche Traditionen hat die Albernheit mit Methode? Michael Glasmeier, langjähriger Herausgeber der Fundus-Reihe, versucht auch in seinen so vergnüglichen wie präzisen Essays zur Kunstgeschichte des Gegenwärtigen immer wieder Rückkopplungen zwischen zeitgenössischer und alter Kunst. Der allgegenwärtigen Glorifizierung des Zeitgenössischen in der Kunst begegnet er mit einer Historisierung formaler und inhaltlicher Bezüge. Er setzt das Ganze der Kunstgeschichte in Bewegung, um den »Denkraum« (Aby Warburg), den die Kunstwerke bereithalten, zu erkunden. Dabei geht es um so unterschiedliche Künstler wie Samuel Beckett, Rodney Graham, Tobias Hauser, Yoyoi Kusama, Adolph Menzel, Roland Topor und Johannes Vermeer.

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Erwin Panofsky, Ernst Cassirer: »Idea«, »Eidos und Eidolon«
FUNDUS Band 172, Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von John Michael Krois, 350 Seiten, ISBN: 978-3-86572-646-9, EUR 22,00
Erwin Panofskys Studie zum ästhetischen Begriff der »Idea« gilt als »eines der hervorragenden Beispiele philosophisch geschulter Gelehrsamkeit in Deutschland zwischen 1920 und 1930« (G. R. Hocke). Sie entstand als Reaktion auf Ernst Cassirer, der in seinem Vortrag »Eidos und Eidolon« zeigt, dass die platonische Philosophie keinen Raum für eine philosophische Ästhetik lässt, zugleich aber die Grundlagen der künftigen Kunsttheorie legt.

Anknüpfend daran zeigt Panofsky, wie im 16. Jahrhundert die metaphysische Ideenlehre und die junge Disziplin der Kunsttheorie zusammenfinden. Angeregt durch den Neoplatonismus, entwickeln erst die Kunsttheoretiker der Hochrenaissance und des Manierismus die Vorstellung einer künstlerischen »Idee«, die Grundlage des Kunstwerks und seiner Betrachtung ist.

Diese Neukonzeption der platonischen »Idee des Schönen« ist ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis der Kunst der Renaissance, des Manierismus und des Klassizismus – und nicht zuletzt der Entstehung der modernen Kunsttheorie.
In einer Doppelausgabe treten die beiden Texte in einen philosophischen Dialog.

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Kontakt, Rezensionsexemplare und alle erdenklichen Informationen:

Nora Sdun, sdun(et)philo-fine-arts.de

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Philo Fine Arts, c/o Stiftung Falckenberg, Wilstorfer Straße 71, 21073 Hamburg

Philo Fine Arts, c/o Stiftung Falckenberg, Wilstorfer Straße 71, 21073 Hamburg. Kontakt: Nora Sdun, sdun(et)philo-fine-arts.de

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Januar 22, 2009 at 21:12

El Lissitzky: Kabinett der Abstrakten – Original and Facsimile

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++++++++++++Please scroll down for English Version++++++++++++

24. Januar bis 8. Maerz 2009
Eroeffnung 23. Januar 2009, 19h

Halle fuer Kunst Lueneburg eV, Reichenbachstr. 2, D-21335 Lueneburg

Halle fuer Kunst Lueneburg und das Museum of American Art Berlin freuen sich, die Ausstellung Kabinett der Abstrakten – Original and Facsimile zu praesentieren. Mit dem Nachbau des Kabinetts von El Lissitzky, das in den spaeten 1920er Jahren als Ausstellungsraum fuer abstrakte Kunst errichtet wurde, zeigt die Ausstellung „den ersten Versuch, die Bestaendigkeit des Ausstellungsdisplays und die Stasis epochaler Raeume zu ueberwinden“ in seinem rekonstruierten historischen und politischen Kontext.
Das Kabinett der Abstrakten entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Alexander Dorner, dem Direktor des Provinzialmuseums in Hannover der Jahre 1925-1937, und El Lissitzky, einem der wichtigsten sowjetischen Avantgardekuenstler. Bereits kurz nach seiner Eroeffnung 1928 wurde das Kabinett zu einem der bedeutendsten Exponate des Provinzialmuseums. Alfred Barr, Gruendungsdirektor des New Yorker Museum of Modern Art, merkte an, das Abstrakte Kabinett sei „vermutlich der weltweit bedeutendste Einzelraum der Kunst des 20. Jahrhunderts“ gewesen. Dies wurde vielfach aehnlich eingeschaetzt und setzte weltweit Impulse fuer die Revision musealer Ausstellungspraxen.
Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten in Deutschland wurde es fuer Alexander Dorner zunehmend schwieriger, das Kabinett der Abstrakten einer Oeffentlichkeit zu praesentieren. 1936 wurde es schließlich durch einen Regierungsbeschluss endgueltig demontiert. Zuletzt waren einige der einst im Kabinett gezeigten Arbeiten in der Ausstellung Entartete Kunst (1937) zu sehen, bevor sie konfisziert und zum großen Teil von den Nationalsozialisten zerstoert wurden. Zu dieser Zeit floh Alexander Dorner nach Amerika und der sich in Europa zunehmend ausbreitende Faschismus fuehrte das vorlaeufige Ende der Modernen Kunst in Europa herbei.

Nach Kriegsende musste ein Jahrzehnt vergehen, bevor die Aufarbeitung und Erinnerung an moderne Kunst und deren Narrative von europaeischer Seite erfolgte. In den USA, in die viele Protagonisten der Vorkriegsavantgarde immigrierten, erhielt sich das Bewusstsein fuer die Bedeutung von Arbeiten wie Lissitzkys Kabinett der Abstrakten. Mit Alfred Barr hatte sich der Kanon des MoMA etabliert, der auf dem Glauben an eine politische und kuenstlerische Ueberlegenheit von abstrakter Kunst gruendete. In Europa wurde das Kabinett erst im Jahre 1962 in der Ausstellung Die Zwanziger Jahre in Hannover im Kunstverein Hannover durch zwei große Fotografien prominent praesentiert. 1968 erfolgte die Rekonstruktion in dem Raum des Landesmuseums Hannover, in dem es 1928 entstanden war. Unterdessen wurde die Installation ins Sprengel Museum in Hannover ueberfuehrt, wo es noch heute besichtigt werden kann.

Die Ausstellung Kabinett der Abstrakten – Original and Facsimile ist als Versuch zu betrachten, das Kabinett der Abstrakten als eine der bedeutendsten Leistungen der Kunst des 20. Jahrhunderts innerhalb eines rekonstruierten Kontextes zu zeigen. Sie erinnert an den Raum und die historischen Rahmenbedingungen, unter denen es entstand und schließlich verschwand. Ueber die Verwendung von Kopien einst zerstoerter Bilder folgen wir sowohl den Ideen Dorners zu Originalen und deren Faksimiles, als auch Walter Benjamins Gedanken zu „Kopien als Erinnerungen“. Um einen komplexen Ort der Erinnerung zu erschaffen, werden in der Ausstellung verschiedene Arten von Referenzmaterial und Displaytechniken, darunter Malerei, Buecher, Kataloge, Filmmaterial und Sound, herangezogen. Um nochmals Walter Benjamin zu zitieren: „Die in dieser Ausstellung gezeigten Werke sind keine Kunstwerke. Vielmehr sind es Souvenirs, ausgewaehlte Exemplare unseres kollektiven
Gedaechtnisses.“

OFFEN
MI – SO / 14 – 18 Uhr

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Das Museum of American Art ist eine Bildungseinrichtung, die sich dem Sammeln, Erhalten und Zeigen von hauptsaechlich moderner amerikanischer und zu Zeiten des kalten Krieges in Europa ausgestellter Kunst verschrieben hat. Der Fokus liegt im speziellen auf solchen Ausstellungen, die zur Fundierung einer Nachkriegsidentitaet in Europa beigetragen haben, die auf Individualismus, Internationalismus und Modernismus gruendet.

Die Dauerausstellung des Museums in Berlin (Stalinallee 91) beinhaltet auch eine verkleinerte Version des Museum of Modern Art. Diese nimmt Bezug auf die legendaere Ausstellung „Cubism and Abstract Art“ von Alfred Barr in 1936, eine Ausstellung, die moderne Kunst erstmalig nicht nach nationalen Schulen, sondern internationalen Stroemungen historisierte. Das Kabinett der Abstrakten ist ein Neuzugang im Museum of American Art, der diese Sammlung von Werken der fruehen Moderne um eine der großen Errungenschaften der modernen Kunst erweitert.
Das Museum of American Art ist Mitglied der AMI.

Die Ausstellung in Halle fuer Kunst wird von einem Sonderbeitrag in der Publikationsreihe Displayer begleitet. Sie veroeffentlicht in ihrer naechsten Ausgabe die Ausstellung in Halle fuer Kunst in Druckformat. Wir danken Doreen Mende (Freie Kuratorin Berlin / Redaktion Displayer) fuer die Zusammenarbeit und die Initiierung des Projekts.

Displayer ist ein Magazin ueber Strategien und Politiken des Ausstellens, herausgegeben vom Studiengang Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis an der Hochschule fuer Gestaltung in Karlsruhe. Neben verschiedenen Kapiteln zum Ausstellen und zur Rekonstruktion von Raum, wird die kommende Ausgabe den Katalog zur Ausstellung Kabinett der Abstrakten – Original and Facsimile mit Beitraegen des Museum of American Art sowie von Ines Katenhusen (Historikerin, Leibniz Universitaet Hannover) umfassen.
www.displayer-hfg.de

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PROGRAMM
Vernissage, Freitag, 23. Januar 2009, 19 h
mit einer Eroeffnungsrede von Alexandre Kojève (IIPM, Berlin)
und einem Diavortrag von Alfred Barr (Verbuendeter des MoAA, New York).

Podium, Sonntag, 1. Februar 2009, 16 h
Abstract Cabinet & the Modern Art Narrative mit Alfred Barr (Verbuendeter des MoAA, New York), Ines Katenhusen (Historikerin, Leibniz Universitaet Hannover) und Doreen Mende (Freie Kuratorin Berlin / Redakteurin von Displayer).

Die Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt, Eintritt frei.

Dank an
das Land Niedersachsen, den Lueneburgischen Landschaftsverband, die Stadt Lueneburg, das Museum of American Art und Displayer.

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English Version

Halle fuer Kunst cordially invites you to

Exhibition #1

Kabinett der Abstrakten – Original and Facsimile

January 24th – March 8th, 2009
Opening: January 23th, 2009, 7 pm

Location: Halle fuer Kunst, Reichenbachstr. 2, D – 21335 Lueneburg
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Halle fuer Kunst Lueneburg and the Museum of American Art Berlin present the exhibition Kabinett der Abstrakten – Original and Facsimile. With the rebuilding of El Lissitzky´s Cabinet, which was once produced as a display room for abstract art, the exhibition presents “the first attempt to overcome the fixity of the gallery display and the semi-stasis of the period room” together with its reconstructed historical and political context.

The Abstract Cabinet emerged out of a close collaboration between the director of the Provinzialmuseum Hanover Alexander Dorner of the years 1925 to 1937 and the prominent Soviet Avant-garde artist El Lissitzky. Immediately after the opening in 1928 the cabinet became one of the most important exhibits of the Provinzialmuseum. Alfred Barr, the former director of the Museum of Modern Art in New York, stated that “The Gallery of abstract art in Hanover was probably the most famous single room of twentieth century art in the world.” He was not the only one to see it this way, moreover the Cabinet influenced the thinking on exhibiting practices among museum professionals worldwide.

With the rise of National Socialism in Germany, it became impossible for Alexander Dorner to keep the Abstract Cabinet open for the public. As a result of a governmental decision the Cabinet was finally dismantled in 1936. After the Entartete Kunst exhibition in 1937, which included pieces once displayed in the Cabinet, those artworks were confiscated and eventually destroyed, while Dorner fled to America. The spread of Fascism provoked a temporary end of modern art in Europe.

It was not until a decade after the war that the memories and the narratives on modern art began to be recovered in Europe. But in the US, to which central protagonists of the pre-war avant-garde had migrated, it was the MoMA canon established with Alfred Barr backing the belief in the political and artistic superiority of abstraction which kept the awareness of the importance of the Cabinet alive. Back in Europe, it was much later that the memory of the cabinet returned and it was not until 1962 that it was featured with two large photos in the exhibition Die Zwanziger Jahre in Hannover at the Kunstverein Hanover. In 1968 the Cabinet was reconstructed within its original space but without the original works. This installation was subsequently transferred to the Sprengel Museum in Hanover, where it can still be seen today.

The exhibition Kabinett der Abstrakten – Original and Facsimile is an attempt not to reconstruct, but to re-remember this important achievement of twentieth century modern art, including the broader context of its appearance and disappearance. By working with copies of the destroyed paintings, we are following Dorner’s idea on original and facsimile as well as Walter Benjamin’s thought that “copies are memories”. To create a complex space of memory, the exhibition works with various kinds of reference material and display techniques including paintings, books, catalogues, film footages, and sound. To quote again Walter Benjamin: “The artifacts at this exhibition are not works of art. These are rather souvenirs, selected specimens of our collective memory.”

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The Museum of American Art is an educational institution dedicated to assembling, preserving and exhibiting memories primarily on modern American art shown in Europe during the Cold War. The major focus is set especially on those exhibitions which contributed to establish a common cultural post-war identity in Europe based on individualism, internationalism and modernism.

The museums permanent exhibition in Berlin (Stalinallee 91) also includes a small size version of the Museum of Modern Art as an American invention. It is based on the legendary 1936 exhibition “Cubism and Abstract Art” by Alfred Barr, an exhibition that historicized modern art for the first time, not according to national schools but according to international movements. The Abstract Cabinet is a recent acquisition of the Museum of American Art, which extends its early modern collection with one of the most important achievements of modern art.
The Museum of American Art is a member of AMI.

The presentation at Halle fuer Kunst will be accompanied by a special feature in the publication series Displayer which dedicates a section of its coming up issue to the catalogue of the exhibition at Halle fuer Kunst. We thank Doreen Mende (Free curator Berlin / Editor-in-Chief Displayer) for this collaboration and for initiating the project.

Displayer is a magazine on strategies and politics of exhibiting published by the programme Exhibition Design and Curatorial Practice of the Hochschule fuer Gestaltung in Karlsruhe. Next to various chapters on exhibiting and the reconstruction of space, the forthcoming issue will host the catalogue of the exhibition Kabinett der Abstrakten –Original and Facsimile with contributions by The Museum of Amercian Art Berlin and Ines Katenhusen (Historian, Leibniz University Hanover).
www.displayer-hfg.de

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PROGRAMME
Vernissage, Friday, January 23rd 2009, 7 pm
with an opening speech by Alexandre Kojève (IIPM, Berlin)
and a slide-lecture by Alfred Barr (Associate of the MoAA, New York).

Podium, Sunday, February 1st 2009, 4 pm
Abstract Cabinet & the Modern Art Narrative with Alfred Barr (Associate of the MoAA, New York), Ines Katenhusen (Historian, Leibniz University Hanover) and Doreen Mende (Free curator Berlin / Editor-in-Chief Displayer).

The presentations will be in English / Free Entrance.

Thanks to
Land of Lower Saxony, Lueneburgischer Landschaftsverband, City of Lueneburg, Museum of American Art, Displayer Magazine.

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OPEN
WED – SUN / 2 – 6 pm

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Januar 22, 2009 at 20:25

Natogipfel Camp-Frage: Stadt Kehl will in sich gehen

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Kreativ gegen Krieg und Aufrüstung

Camp-Frage: Stadt Kehl will in sich gehen
Oberbürgermeister Petry befürchtet Camps als Ausgangsort von Gewalttaten

Nachdem sich die Camp-Gruppe vom lokalen Anti-NATO-Bündnis Resistance des deux rives schon mit Vertretern des Kehler Ordnungsamtes und mit dem
zuständigen Regierungspräsidium Karlsruhe getroffen hatte, um die Camp-Frage zu erörtern, kam sie heute mit dem Oberbürgermeister Kehls, Günter Petry, und drei weiteren städtischen Mitarbeitern zum selben Thema zusammen.

„Es war den Vertretern der Stadt nicht leicht klarzumachen, warum die internationale Protestbewegung gegen den NATO-Gipfel das angebotene Camp acht Kilometer vom Kehler Bahnhof entfernt nicht annehmen wird. Wir denken, dass wir das nun plausibel dargestellt haben“, hofft Thomas Becker, der an dem Treffen teilnahm.

Die Rückmeldungen aus der Protestbewegung auf das Camp-Angebot zeigten allesamt, dass dieses wegen der großen Entfernung zum Ort des Geschehens abgelehnt wird.

Petry bestand darauf, dass es kein Camp in der Stadt geben darf, da dies den Bürgern nicht zumutbar wäre. Er verwies mehrfach auf die immer wieder von der Polizei behaupteten Straftaten, die aus solchen Camps begangen würden. „Dabei gibt es keinen einzigen Beweis dafür, dass dem jemals so gewesen wäre. Hier übernimmt Herr Petry ungeprüft, wie seinerzeit die Medien, Behauptungen genau der Polizei, die während der Proteste gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm und Rostock bewusst Statistiken und Meldungen über verletzte Polizeibeamte und angebliche Straftaten von Demonstranten gefälscht hatte.“ kritisiert Evi Woisetschläger von Resistance des deux rives. „Dieses in der Öffentlichkeit gezeichnete Bild von kriminellen Camps macht rationale Verhandlungen unnötig schwer.
Ich würde mir mehr Sachlichkeit von Seiten der Behörden wünschen. Schließlich wirkt ein gut organisiertes Camp eher deeskalierend und schafft überschaubare Strukturen. „

Anschließend an praktische Erörterungen zur Finanzierung, Infrastruktur und rechtlichen Fragen, bot Petry an, was den Ort des Camps angeht, noch einmal „in sich zu gehen.“ Die Stadt will sich am zweiten Februar mit der Camp-Gruppe in Verbindung setzen, um sich über die weitere Vorgehensweise auszutauschen.

Die Camp-Gruppe hofft, dass die Stadt Kehl annehmbarere Plätze vorschlagen wird, die dann von den NATO-Gegnern auch akzeptiert werden können. „In vielen Rückmeldungen zur Camp-Frage wurde klargemacht, das die Leute ihr Kommen nicht vom Vorhandensein eines Camps abhängig machen, sondern sich zur Not selbst zu helfen wissen.“ erklärt Patric Lecomte vom Bündnis. 22.1.09

Franka Berger | Resistance des deux rives

 


Website: http://natogipfel2009.blogsport.de/

 

(Wasserwege) Kunstprojekt: Elisabeth Richnow

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Januar 22, 2009 at 19:54

Israels Phosphorgranaten im Gaza-Krieg

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„Mama, sie werfen Feuer auf uns“

Es gibt kaum Zweifel daran, dass Israel im Gaza-Krieg Phosphorgranaten eingesetzt hat. Ärzte behandelten Opfer, deren Verletzungen ihnen „völlig neu waren“. VON KARIM EL-GAWHARY

GAZA-STADT/ BEIT LAHIA taz In der Decke des ausgebrannten Hauses klafft ein großes Loch. Dort sei die israelische Phosphorgranate eingeschlagen, erzählt Ahmad Abu Halimeh. „Im nächsten Moment stand das ganze Haus in Flammen. Dann kam dieser starke Geruch. Man konnte nicht mehr atmen. Und es brannte in der Kehle. Und dann wurde mir schlecht“, erinnert er sich an den schicksalhaften Mittag des 4. Januar. „Mein Vater brannte sofort lichterloh“, führt er fort. „Wir haben versucht ihn zu retten, die Flammen auf ihm zu ersticken. Aber der Phosphor hat im Inneren seines Körpers gebrannt bis zu den Knochen hin. Das ist, wie wenn der Körper schmilzt“.

Ahmads Haus steht in Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen. Vom Balkon aus hat man einen guten Blick auf die israelische Stadt Aschkelon. Drinnen haben sie inzwischen einigermaßen aufgeräumt. Bis auf die beiden kohlgeschwärzten Räume. Der Phosphor hat ein paar bräunliche Flecken an der Wand hinterlassen. Und einen merkwürdigen Geruch, der bis heute in den Räumen hängt. In dem Zimmer liegen noch die Reste der Granate, die das tödliche Feuer in das Haus hineingetragen hat.  (…)

Bitte Link zum Weiterlesen

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http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/%5Cmama-sie-werfen-feuer-auf-uns%5C/

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Januar 22, 2009 at 16:51

Rede des Präsidenten: Wir versammeln uns heute hier, weil wir uns für Hoffnung anstelle von Angst entschieden haben

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• US-POLITIK (20. Januar 2009)


WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Amtsantrittsrede von US-Präsident Barack Obama vom 20. Januar 2009.

Meine amerikanischen Mitbürger,

ich stehe heute in tiefer Demut vor der uns bevorstehenden Aufgabe hier, dankbar für das Vertrauen, das Sie in mich setzen und eingedenk der Opfer, die unsere Vorfahren gebracht haben. Ich danke Präsident Bush für den Dienst an unserem Land und für seine Großzügigkeit und Zusammenarbeit während der gesamten Amtsübergabe.

44 Amerikaner haben jetzt den präsidialen Eid geleistet. Die Worte werden in Zeiten sich vermehrenden Wohlstands und in stillen Friedenszeiten gesprochen. Immer wieder wird der Eid aber auch inmitten von aufziehenden Wolken und tobenden Stürmen geleistet. In diesen Zeiten haben die Vereinigten Staaten weitergemacht, nicht einfach aufgrund der Fähigkeiten oder der Vision derer, die hohe Ämter bekleiden, sondern weil Wir, das Volk, den Idealen unserer Vorväter und den Buchstaben unserer Gründungsschriften treu geblieben sind.

So ist es gewesen. So muss es auch bei dieser Generation von Amerikanern sein.

Dass wir uns inmitten einer Krise befinden haben wir nun begriffen. Unsere Nation befindet sich im Krieg gegen ein weitreichendes Netzwerk der Gewalt und des Hasses. Unsere Wirtschaft ist stark geschwächt, eine Folge der Gier und Unverantwortlichkeit einiger weniger, aber auch unseres kollektiven Versäumnisses, schwerwiegende Entscheidungen zu treffen und das Land auf ein neues Zeitalter vorzubereiten. Eigenheime mussten versteigert werden, Arbeitsplätze gingen verloren, Unternehmen bankrott. Unsere Gesundheitsfürsorge ist zu teuer, unsere Schulen werden zu vielen nicht gerecht, und jeder Tag bringt weitere Belege, dass die Art und Weise, wie wir Energie nutzen, unsere Gegner stärkt und unseren Planeten bedroht.

Das sind die Indikatoren für eine Krise, die sich anhand von Zahlen und Statistiken darstellen lassen. Weniger messbar, aber nicht weniger tiefgreifend, ist der Verlust an Zuversicht in unserem Land, die nagende Angst, dass der Niedergang Amerikas unabwendbar ist und die nächste Generation ihre Erwartungen zurückschrauben muss.

Heute sage ich Ihnen, dass die Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen, real sind. Sie sind schwerwiegend und zahlreich. Sie werden nicht leicht und nicht in kurzer Zeit zu bewältigen sein. Aber lassen Sie mich Amerika sagen – sie werden bewältigt werden.

Wir haben uns heute zusammengefunden, weil wir uns für Hoffnung anstelle von Angst entschieden haben, für gemeinsame Ziele anstelle von Konflikt und Zwietracht.

An diesem Tag verkünden wir das Ende der kleinmütigen Klagen und falschen Versprechungen, der Vorwürfe und ausgedienten Glaubenssätze, die unserer Politik viel zu lange die Luft abgedrückt haben.

Wir sind immer noch eine junge Nation, aber, um mit den Worten der Heiligen Schrift zu sprechen, die Zeit ist gekommen, um abzulegen, was kindisch ist. Die Zeit ist gekommen, um uns auf unsere grundlegende Geisteshaltung zu besinnen, die bessere Seite unserer Geschichte zu wählen, dieses wertvolle Geschenk weiterzutragen, diese noble Idee, die von Generation an Generation weitergegeben wird: das gottgegebene Versprechen, dass alle Menschen gleich und frei geschaffen sind und dass alle eine Chance verdienen, nach ihrem vollen Maß an Glück zu streben.

Wenn wir die Größe unserer Nation bekräftigen, wird uns auch bewusst, dass Größe keine Selbstverständlichkeit ist. Sie muss verdient werden. Unsere Reise war nie eine der Abkürzungen, und wir haben uns nie mit weniger zufrieden gegeben. Sie war nie der Weg der Furchtsamen, derjenigen, die die Freizeit der Arbeit vorziehen oder nur die Freuden des Reichtums und des Ruhms anstreben. Es waren vielmehr diejenigen, die Risiken eingingen, die Macher, die Erfinder, die uns den langen, steinigen Weg zu Wohlstand und Freiheit gebracht haben. Einige von ihnen wurden dafür gewürdigt, aber viel öfter waren es Männer und Frauen, deren Arbeit nicht im Rampenlicht stand.

Für uns packten sie ihre wenigen Habseligkeiten zusammen und reisten auf der Suche nach einem neuen Leben über den Ozean.

Für uns schufteten sie in Fabriken und besiedelten den Westen, ertrugen den Hieb der Peitsche und pflügten die harte Erde.

Für uns kämpften und starben sie an Orten wie Concord und Gettysburg, in der Normandie und in Khe Sahn.

Immer wieder kämpften diese Männer und Frauen, sie brachten Opfer und arbeiteten sich die Hände wund, damit wir ein besseres Leben führen können. Sie sahen Amerika als etwas Größeres als die Summe unserer individuellen Ambitionen, größer als die Unterschiede der Geburt, des Vermögens oder der Herkunft.

Diese Reise setzen wir heute fort. Wir sind noch immer die wohlhabendste, mächtigste Nation der Welt. Unsere Arbeiter sind noch genauso produktiv wie zu Beginn dieser Krise. Unsere Köpfe sind nicht weniger erfindungsreich, unsere Güter und Dienstleistungen werden nicht weniger benötigt als vorige Woche oder vorigen Monat oder voriges Jahr. Unser Leistungsvermögen ist unvermindert. Aber die Zeit, in der wir uns Änderungen verweigerten, in der wir kleinliche Interessen verteidigten und unangenehme Entscheidungen aufschoben – diese Zeit ist mit Sicherheit vorbei. Ab heute müssen wir aufstehen, den Staub abklopfen und mit der Arbeit beginnen, Amerika zu erneuern.

Denn wo wir auch hinsehen, gibt es viel zu tun. Die Wirtschaftslage erfordert mutiges und rasches Handeln, und wir werden handeln – nicht nur, um neue Arbeitsplätze, sondern auch, um eine neue Wachstumsgrundlage zu schaffen. Wir werden die Straßen und Brücken bauen, die Stromnetze und die Datenkabel legen, von denen unseren Handel lebt und die uns miteinander verbinden. Wir werden der Wissenschaft wieder ihren rechtmäßigen Platz einräumen und die Wunder der Technologie einsetzen, um die Qualität unseres Gesundheitssystems zu verbessern und Kosten zu senken. Wir werden die Sonne, den Wind und die Erde nutzen, um unsere Autos zu betanken und unsere Fabriken zu betreiben. Und wir werden unsere Schulen, Colleges und Universitäten reformieren, um den Anforderungen einer neuen Zeit gerecht zu werden. All das können wir tun. Und all das werden wir tun.

Einige stellen nun das Ausmaß unserer Ambitionen infrage – sie meinen, unser System könne zu viele große Pläne nicht verkraften. Sie haben ein kurzes Gedächtnis. Sie haben vergessen, was dieses Land bereits geleistet hat, was freie Männer und Frauen erreichen können, wenn Vorstellungskraft mit gemeinsamen Zielen und Notwendigkeit mit Mut gepaart wird.

Was die Zyniker nicht begreifen ist, dass sich der Boden unter ihren Füßen bewegt hat – dass die abgedroschenen politischen Argumente, mit denen wir so lange unsere Zeit verschwendet haben, nicht mehr zutreffen. Die Frage, die wir heute stellen, lautet nicht, ob unser Staat zu sehr oder zu wenig reguliert, sondern ob er funktioniert – ob er Familien hilft, Arbeitsplätze mit angemessenem Lohn zu finden, eine Krankenversicherung, die sie sich leisten können, und eine Rente, mit der sie in Würde leben können. Wo die Antwort ja lautet, machen wir weiter. Wo die Antwort nein ist, werden Programme eingestellt. Diejenigen unter uns, die öffentliche Mittel verwalten, müssen Rechenschaft ablegen – ob sie Ausgaben klug tätigen, schlechte Angewohnheiten ablegen und unsere Geschäfte im Lichte der Öffentlichkeit tätigen – denn nur dann können wir das grundlegende Vertrauen zwischen den Bürgern und ihrer Regierung wiederherstellen.

Die sich uns stellende Frage lautet auch nicht, ob der Markt eine Kraft des Guten oder Bösen ist. Seine Fähigkeit, Vermögen zu schaffen und Freiheit zu verbreiten ist unübertroffen, aber diese Krise hat uns daran erinnert, dass der Markt ohne ein wachsames Auge außer Kontrolle geraten kann – dass der Wohlstand einer Nation nicht lange gemehrt werden kann, wenn sie nur die Wohlhabenden bedenkt. Der Erfolg unserer Wirtschaft hing nie nur von der Höhe unseres Bruttoinlandsprodukts ab, sondern immer auch von der Reichweite unseres Wohlstands, von der Fähigkeit, jedem, der willens ist, eine Chance einzuräumen – nicht aus Mildtätigkeit, sondern weil es der sicherste Weg zu unserem gemeinsamen Wohl ist.

Was unsere gemeinsame Verteidigung angeht, so lehnen wir die falsche Entscheidung zwischen unserer Sicherheit und unseren Idealen ab. Unsere Gründerväter, die sich Gefahren ausgesetzt sahen, die wir uns kaum vorstellen können, verfassten eine Charta zur Gewährleistung der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte, eine Charta, die mit dem Blut von Generationen erweitert wurde. Diese Ideale erhellen die Welt noch immer, und wir werden sie nicht aufgeben, weil es zweckdienlich erscheint. Daher sage ich allen anderen Staatsbürgern und Regierungen, die uns heute zusehen, von den größten Hauptstädten bis zu dem kleinen Dorf, in dem mein Vater geboren wurde: Die Vereinigten Staaten sind ein Freund jedes Landes, jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes, wenn sie eine Zukunft in Frieden und Würde möchten, und wir sind wieder bereit, die Führungsrolle zu übernehmen.

Rufen Sie sich in Erinnerung, dass frühere Generationen dem Faschismus und dem Kommunismus trotzten, nicht nur mit Raketen und Panzern, sondern mit starken Bündnissen und fortdauernden Überzeugungen. Sie wussten, dass unsere Macht alleine uns nicht schützen kann, und sie berechtigt uns auch nicht zu tun, was wir wollen. Sie wussten vielmehr, dass unsere Macht durch ihren umsichtigen Einsatz wächst, und unsere Sicherheit aus der Gerechtigkeit der Sache und kraft unseres Vorbilds entsteht, den mäßigenden Eigenschaften der Demut und der Zurückhaltung.

Wir sind die Hüter dieses Vermächtnisses. Wenn wir uns wieder von diesen Prinzipien leiten lassen, können wir den neuen Bedrohungen begegnen, die noch größere Anstrengungen erfordern – noch mehr Zusammenarbeit und Verständigung zwischen Nationen. Wir werden damit beginnen, den Irak verantwortungsvoll seinen Bürgern zu überlassen und einen schwer erarbeiteten Frieden in Afghanistan zu erwirken. Mit alten Freunden und ehemaligen Feinden werden wir unermüdlich daran arbeiten, die atomare Bedrohung zu verringern und das Schreckgespenst eines sich erwärmenden Planeten zu bekämpfen. Wir werden uns für unsere Art zu leben nicht entschuldigen, ebenso wenig werden wir zögern, wenn es darum geht, sie zu verteidigen. Jenen, die ihre Ziele verfolgen, indem sie Terror schüren und Unschuldige töten, sagen wir heute, dass unser Wille stärker ist und nicht gebrochen werden kann. Ihr werdet nicht länger durchhalten als wir, und wir werden euch besiegen.

Denn wir wissen, dass unser Erbe, das sich aus einer Vielzahl verschiedener Elemente zusammensetzt, eine Stärke ist, keine Schwäche. Wir sind eine Nation von Christen und Muslimen, Juden und Hindus – und nichtgläubiger Menschen. Jede Sprache und Kultur aus jedem Winkel dieser Erde hat uns geprägt, und weil wir Bürgerkrieg und Rassentrennung bitter auf unserer Zunge geschmeckt haben, und gestärkter und geeinter aus diesem dunklen Kapitel hervorgegangen sind, können wir nicht anders als zu glauben, dass der alte Hass eines Tages überwunden sein wird, dass sich die Trennlinien zwischen Volksgruppen bald auflösen werden, dass in einer kleiner werdenden Welt unsere gemeinsame Menschlichkeit zum Vorschein kommen wird, und dass die Vereinigten Staaten ihre Rolle darin spielen müssen, eine neue Zeit des Friedens einzuläuten.

An die muslimische Welt: Wir suchen nach einem neuen Weg in die Zukunft, der auf gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt aufbaut. An die Politiker auf der Welt, die Konflikt säen oder die Übel in ihrer Gesellschaft auf den Westen schieben wollen: Seien Sie versichert, dass Ihre Bürger Sie an dem messen werden, was sie aufbauen, nicht was sie zerstören. An jene, die sich durch Korruption und Betrug und die Unterdrückung von Andersdenkenden an die Macht klammern – seien Sie versichert, dass Sie sich auf der falschen Seite der Geschichte befinden, aber dass wir Ihnen die Hand reichen werden, wenn Sie bereit sind, Ihre Faust zu öffnen.

An die Menschen in armen Ländern: Wir versprechen, Ihnen zu helfen, Ihre Felder erblühen und sauberes Wasser fließen zu lassen, hungernden Bäuchen zu essen zu geben und hungrige Köpfe zu nähren. Und an die Länder wie unseres, die relativen Überfluss genießen: Wir können es uns nicht mehr leisten, dem Leid jenseits unserer Grenzen gleichgültig gegenüberzustehen, und genauso wenig können wir die Ressourcen der Welt verbrauchen, ohne uns für die Folgen zu interessieren. Denn die Welt hat sich verändert, und wir müssen uns mit ihr ändern.

Während wir den vor uns liegenden Weg betrachten, erinnern wir uns mit demütiger Dankbarkeit an die mutigen Amerikaner, die in dieser Stunde in abgelegenen Wüsten und fernen Gebirgen auf Patrouille gehen. Sie haben uns etwas zu sagen, genau wie die gefallenen Helden, die in Arlington liegen und deren Flüstern wir durch die Jahrhunderte hören. Wir ehren sie nicht nur, weil sie die Hüter unserer Freiheit sind, sondern weil sie den Geist des Dienstes verkörpern, eine Bereitschaft, in etwas Größerem als sich selbst Bedeutung zu finden. Und dennoch ist es genau dieser Geist, der uns in diesem Augenblick – einem Augenblick, der die Zukunft einer Generation bestimmen wird – erfüllen muss.

Denn so viel eine Regierung auch leisten kann und muss, ist es letztendlich der Glaube und die Entschlossenheit der amerikanischen Bürger, auf die sich diese Nation stützt. Es ist die Güte, einen Fremden aufzunehmen, wenn die Dämme brechen, und die Selbstlosigkeit von Arbeitern, die lieber Kurzarbeit in Kauf nehmen, als zuzusehen, wie ein Freund seine Arbeit verliert, die uns durch die dunkelsten Stunden führen. Es ist der Mut des Feuerwehrmannes, in ein mit Rauch gefülltes Treppenhaus zu stürmen, aber auch die Entscheidung einer Mutter oder eines Vaters, ein Kind aufzuziehen, die letzten Endes unser Schicksal entscheiden.

Unsere Herausforderungen mögen neu sein. Die Instrumente, die wir anwenden, um sie zu meistern, mögen neu sein. Aber die Werte, von denen unser Erfolg abhängt – Ehrlichkeit und harte Arbeit, Mut und Fairness, Toleranz und Neugier, Loyalität und Patriotismus – diese Dinge sind alt. Sie sind wahr. Sie waren während unserer ganzen Geschichte die leise Kraft für Fortschritt. Was wir also benötigen, ist eine Rückkehr zu diesen Wahrheiten. Was wir jetzt brauchen, ist eine neue Ära der Verantwortung – die Erkenntnis jedes Amerikaners, dass wir Pflichten vor uns selbst, unserer Nation und der Welt haben, Pflichten, die wir nicht zähneknirschend annehmen, sondern vielmehr mit Freude ergreifen, darauf vertrauend, dass es nichts Befriedigenderes für den Geist gibt, nichts Typischeres für unseren Charakter, als für die Lösung einer schwierigen Aufgabe alles zu geben.

Das ist der Preis und das Versprechen der Staatsbürgerschaft.

Das ist die Quelle unserer Zuversicht – das Wissen, das Gott uns aufgerufen hat, einem ungewissen Schicksal Gestalt zu verleihen.

Das ist die Bedeutung unserer Freiheit und unserer Überzeugung – der Grund dafür, dass Frauen und Männer und Kinder jeder Hautfarbe und jedes Glaubens an den Feierlichkeiten auf dieser Prachtmeile teilnehmen können, und dafür, dass ein Mann, dessen Vater vor weniger als sechzig Jahren möglicherweise in einem Restaurant hier nicht bedient worden wäre, heute vor Ihnen stehen und einen zutiefst heiligen Eid ablegen kann.

Lassen Sie uns diesen Tag also mit der Erinnerung daran begehen, wer wir sind, und wie weit wir gereist sind. Im Geburtsjahr der Vereinigten Staaten, im kältesten Monat des Winters, scharte sich eine kleine Gruppe von Patrioten am Ufer eines eiskalten Flusses um langsam erlöschende Lagerfeuer. Die Hauptstadt war verlassen. Der Feind rückte vor. Der Schnee war rot von Blut. In einem Augenblick, in dem der Ausgang unseres Unabhängigkeitskriegs überaus unsicher war, ordnete der Vater unserer Nation an, den Menschen diese Worte vorzulesen:

„Lasst es der künftigen Welt berichtet werden,… dass im tiefsten Winter, als nichts als die Hoffnung und die Tugend überleben konnten,… Stadt und Land, beunruhigt durch eine gemeinsame Gefahr, vortraten, um [ihr] zu begegnen.“

Amerika, lass uns im Angesicht der uns alle betreffenden Gefahren in diesem Winter unserer Not an diese zeitlosen Worte denken. Lass uns wieder mit Hoffnung und Tugend den eisigen Strömungen trotzen und durchhalten, welche Stürme auch aufziehen mögen. Die Kinder unserer Kinder sollen eines Tages sagen können, dass wir uns weigerten, diese Reise enden zu lassen, als wir auf die Probe gestellt wurden. Dass wir nicht umkehrten und auch nicht ins Stocken gerieten, dass wir, unsere Augen auf den Horizont gerichtet und mit Gottes Segen, dieses große Geschenk der Freiheit weiter getragen und es sicher an die zukünftigen Generationen übergeben haben.

Originaltext: President Obama’s Inaugural Address

siehe: http://www.america.gov/st/usg-english/2009/January/20090120

Written by medienwatch & metainfo

Januar 22, 2009 at 09:36

Wende in Palaestina mit Obama?

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Wende in Palaestina mit Obama?

[meta-info.de] Waehrend die bisherigen Personalien, mit denen die neue US-Regierung besetzt wird, den Eindruck vermittelten, statt „Change“ geben es ein „weiter so“ der US-Politik mit demokratischen Vorzeichen. gibt die nun erfolgte Ernennung des Nahost-Beauftragten Obama ’s Anlass zur Hoffnung auf eine Abkehr von der bisherigen Pro-Israel Politik.

Die erwartete Ernennung von George Mitchell zum Nahost-Sonderbotschafter der US-Regierung kann als Signal fuer einen Kurswechsel verstanden werden.

Der Name Mitchell – des frueheren Fraktionsfuehrers im Senat – erscheint auf den ersten Blick unspektakulaer.

Mitchell ist jedoch mit außenpolitischen Erfahrungen namhaft geworden, die ihn fuer die Regierung Obama ‚S offenbar qualifizieren: er wurde 1998 als Vermittler im Nordirland-Konflikt eingeschaltet und konnte in der Folge nach Jahrzehnten der Gewalt und der Unruhe friedlich beigelegt werden.

Spaeter, im Jahr 2001, wurde er entsandt mit einer „fact-finding-commission“ im Palaestinakonflikt, nach dem Scheitern der Verhandlungen von Camp David.

Er erklaerte als Ergebnis der Untersuchungen, dass der Bau israelischer Siedlungen ein entscheidendes Problem fuer Frieden und Entspannung sei. Obwohl er dafuer von israelischer Seite Anfeindungen erntete und sein Resultat in den amerikanischen Medien in Zweifel gezogen wurde, blieb er bei seiner Analyse.

Wenn seine Ernennung nun bereits am ersten Arbeitstag Obama ’s lanciert wird – zu einer Zeit, in der im Gaza-Krieg erst ein bruechiger Waffenstillstand erreicht wurde -dann kann dies als Absage an die bisherige, einseitig auf militaerische Gewalt fixierte, Politik Israels verstanden werden.

Die israelische Fuehrung mit Olmert, Livni und Barak duerfte sich damit vor ernste Probleme gestellt sehen:

sie steht aktuell unter massivem Druck, die Belagerung des Gaza-Streifens aufzuheben. Dieser Schritt wird mit Dringlichkeit von seiten der UN aber auch durch Politiker der EU eingefordert. Von Olmert und Livni wurde dies wuetend zurueckgewiesen.

Sollte ihre Weigerung zur Aufhebung der Blockade auch aus Washington keinen Rueckhalt mehr erfahren, dann haette die israelische Politik das Ende der Fahnenstange erreicht: sie hatte sich bisher auf die eingene, fast grenzenlos ueberlegene Militaermacht verlassen. Dadurch war ihr jeder Kompromiss, jede Verhandlungsloesung bisher erspart geblieben: die Ziele Israels wurden regelmaessig militaerisch durchgesetzt, unterstuetzt durch die Bush-Regierung.

Sollte Obama nun die Orientierung Mitchells uebernehmen, dessen Staerke in der Realisierung einer Verhandlungsloesung anstelle militaerischer Dominanz lag, dann steht die israelische Politik der letzten Jahrzehnte vor dem Konkurs.

In der fuehrenden israelischen Zeitung Haaretz, die ausfuehrlich ueber die ersten Schritte der Obama-Administration berichtete, fehlte der Hinweis auf Mitchell als Nahost-Botschafter. Stattdessen wurde ueber Telefonate Obamas mit Olmert und den Regierungschefs der arabischen Nachbarn berichtet.

In den israelischen Medien werden aktuell intensive Bemuehungen betrieben, das Ergebnis des Gaza-Kriegs in leuchtendsten Farben als Erfolg auszumalen – in Unterstuetzung der Regierungsmitglieder Livni und Barak, die im Wahlkampf stehen.

Der Name Mitchell koennte die erwuenschte Triumphstimmung durchkreuzen.

In dem fuehrenden amerikanischen Blogger Portal „Huffington Post“, das als Plattform der demokratischen Partei fuer die Debatte zentraler Themen dient, wurde ein demagogischer Artikel des franzoesischen Zionisten Bernard Henri Levy ueberlagert durch einen Beitrag von Nathan Gardels, Chefredakteur von NPQ und Global Services (ca. 35 Millionen Leser)..

Nardels erklaert fuer Obama bestehe nun die Gelegenheit, zu einer friedlichen Loesung zu kommen: er solle nun den Antiterrorkrieg beenden und Verhandlungen mit der Hamas und den Taliban aufnehmen.

Er zitiert aus Obama ’s Antrittsrede (gw) :

„Power alone cannot protect us, nor does it entitle us to do as we please; our power grows through its prudent use, our security emanates from the justness of our cause, the force of our example, the tempering qualities of humility and restraint.“

Macht allein kann uns nicht schützen, noch berechtigt sie uns , zu tun was wir wollen. Nur aus der umsichtigen Verwendung, wächst unsere Sicherheit aus der Richtigkeit unseres Anliegens, die Kraft geht von unseren Vorbildern aus, der beständigen Qualität von Demut und Zurückhaltung. (jst)

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hLEAaPkiLtigNnZFsPvEdyGBmFhA

http:///www.ftd.de/koepfe/whoiswho/%3AKopf-des-Tages-George-Mitchell-

http://www.huffingtonpost.com/nathan-gardels/obama-should-quit-war-on_b_159809.html

http://www.haaretz.com/hasen/spages/1057484.html

http://www.pbs.org/newshour/bb/middle_east/jan-june01/mitchell_5-7.html

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Link zum Beitrag / Hintergrundinfo, Quellen oder Pressehinweis:

www.meta-info.de?site=metainfo&lid=32917

Redaktionspool – metainfo hamburg – www.meta-info.de

Written by medienwatch & metainfo

Januar 22, 2009 at 08:00

Veröffentlicht in Wende in Palaestina mit Obama?