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Archive for Januar 18th, 2009

+++ WIR wählen für Sie – vertrauen Sie uns – Ihre Medien ! +++

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spiegel-wahl-hessen-500

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WAHLVERLIERER SPD

„Es hat uns mittendurch zerrissen“

Von Christian Teevs und Philipp Wittrock, Wiesbaden und Berlin

Thorsten Schäfer-Gümbel übernimmt von Andrea Ypsilanti einen Scherbenhaufen. Der Spitzenkandidat hat sich dank eines couragierten Wahlkampfes die Führung in der Hessen-SPD erkämpft – doch Aufbruchstimmung kommt auch mit ihm nicht auf: Der Frust in der Partei ist einfach zu groß. [::]

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Kein Kommentar: sehen und hören sie selbst !

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Januar 18, 2009 at 23:47

Skandal um Amtseinführungssegen: Evangelikaler segnet Obama

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„Unglaublich naiv oder unglaublich zynisch“ findet die „Huffington Post“ die Auswahl von Rick Warren für den Segen.

(taz) Von S. Moll | Abtreibungen vergleicht er mit dem Holocaust, Schwule mag er nicht: Der evangelikale Prediger Rick Warren darf Obama bei der Amtseinführung den Segen erteilen. Das empört viele Obama-Anhänger.

Die liberale Öffentlichkeit in den USA benimmt sich seit dem 4. November Barack Obama gegenüber wie eine Horde verliebter Teenies. Beinahe alles, was ihr Auserwählter tut und sagt, entfacht vorbehaltlos Begeisterung. Der kommende Präsident hat nahezu unbegrenzten politischen Kredit.

Wenn eine Entscheidung Obamas unter seinen schwärmerischen Anhängern vernehmbares Grummeln hervorruft, muss sie für seine Anhänger deshalb schon sehr unverständlich sein. Dass Obama den evangelikalen Prediger Rick Warren von der kalifornischen Megachurch „Saddleback“ darum gebeten hat, seiner Präsidentschaft bei den Inaugurationsfeierlichkeiten am kommenden Dienstag den Segen zu erteilen, hat jedoch nicht bloß ein Grummeln erzeugt, sondern regelrechte Empörung (…)

http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/fundamentalist-segnet-obama/

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fr-online 20.1 09

Ein evangelikaler Pastor, den auch Linke lieben können

VON DIETMAR OSTERMANN

en künftigen Präsidenten, der in beiden Fragen andere Überzeugungen vertritt, nennt Warren einen „Freund und Patrioten“. Mit ihrer öffentlich zelebrierten Freundschaft wollen beide ein Signal gegen altes Lagerdenken setzen. Dass auch Obama sich nicht so leicht vereinnahmen lässt, hat er inzwischen klar gestellt: Zu den Inaugurations-Feiern lud er auch Gene Robinson ein, den ersten offen homosexuellen Bischof der episkopalischen Kirche der USA. Und zum ersten Mal wird eine Frau das Abschlussgebet sprechen: die Pastorin Sharon Watson.
fr-online.de obama / Warren

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Januar 18, 2009 at 22:18

Aviv Geffen – Black & White = Rockmusiker aus Israel auf Deutschland-Tournee gegen Krieg & Terror

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[medienwatch] Der in Israel, von der jungen Generation geliebte Rockmusiker Aviv Geffen, steht als junger Mensch für „das andere Israel“, – für den Dialog und die friedliche Koexistenz der arabischen und israelischen Kultur. Seine Texte sind gesellschaftskritisch und klagen eine friedliche Politik ein, – mit der verinnerlichten Überzeugung, dass engagierte Musik etwas verändern kann! Er unterstützte Yitzhak Rabin, der unmittelbar (!) vor seiner Ermordung 1995 , mit ihm nach seinem Konzert, einen öffentlichen Auftritt vor Hunderttausen den Menschen hatte. Aviv war die letzte Nähe zu Rabin im Umfeld friedlicher Zeichensetzung… Der ehemalige Militarist Yitzhak Rabin, sprach von der realen Möglichkeit des Friedens zwischen Israel und Palestina -und wollte diesen Richtungswechsel umsetzen. Er wurde deshalb, im Anschluß seiner Rede von einem ultrarechten Täter erschossen. Wer annimmt alle orthodoxen Israelis seien für den Krieg im Gaza, irrt. Vorwiegend junge -aber auch ältere orthodoxe Juden, demonstrierten gegen die Regierung und forderten auf Schildern ein Ende des Bomben-Massaker, gegen unschuldige Zivilisten, Frauen und Kinder im Gazastreifen. Sie machen auf Protest-Tafeln, fundamentale Zionisten verantwortlich – für das, was in Gaza und darüber hinaus, durch illegale Besiedlung, Besatzung und Krieg völkerrechtswidrig geschieht. Das fundamentale Islamisten Auftrieb erhalten, ist das fatale, aber logische der Abfolge von Kriegshandlungen. Um den Fundamentalisten in beiden Lagern die Handlungshoheit zu entziehen, ist eine politische Lösung die unabdingbare Voraussetzung. Die Menschen auf beiden Seiten brauchen nach dieser grausamen Katastrophe, den sofortigen Waffenstillstand, und lebbare Verbindlichkeiten einer friedlichen Lebensperspektive, mit weiteren verbindlichen Schritten. Niemand darf dem anderen das Existenzrecht absprechen. Krieg forciert den Hass. Hass ist der irrationale Entwurf, der in der Folge auf den menschenverachtenden Abgrund zielt, dass ist ein ethisch-moralischer Kodex jedweder Religion und Philosophie. Das gilt für beide Seiten, das ist nicht nur ein Ergebnis der Aufklärung, dass stand bereits in den alten Schriften, die zur Bibel, Talmud oder dem Koran überleiteten: „Die Liebe ist stärker als die Vernunft“ oder: „Der Haß gegenüber einem Volk soll euch nicht zu Unrecht verleiten!“ Talmut: „Viel Streit im Hause des Menschen entsteht durch grundlosen Haß“. Die Kriegshandlungen des israelischen Militärs und der Regierung Israels stehen in keinem Verhältnis zur vorangegangenen Situation -es ist genug des ensetzlichen Leids und gegenwärtigen Schreckens !

Das entsetzliche Leid der Judenverfolgungen in der jüdischen Geschichte -Menschheitsgeschichte, darf nicht Anlass dafür sein, sich selbst ins Unrecht zu setzen.

Klimatisch passt es zeitlich nur zu gut, zur unsäglichen Kriegstreiberei, der nun an Macht einbüßenden Neocons in den USA, und stößt damit noch ins jetzige tödliche Vakuum – der künftig auf hoffentlich wirklichen „Dialog der Kulturen“ setzenden neuen US Aussenpolitik. Diese Hoffnung sollte nicht zuletzt auch noch sterben! Bomben überhaupt – in dieser Grössenordnung sind weder chirurgisch präzise – noch überhaupt ein probates Mittel, sie töten jedwede Ethik und Moral humanistisch ethischer Gesinnung und Aufklärung mit einem Schlag. Die unschuldigen Opfer zerreissen einem das Herz, in jedem gefühlten Moment des Seins -empfundenen Leids -und übersteigt, dass menschliche Vorstellungsvermögen – ist es aber erfahrene Wirklichkeit für die betroffenen Menschen, in ihrem Blut und unfassbarem Schmerz der Familien.

Die paralelle Ohnmacht des Wahrnehmenden, nicht mehr Einfluss auf die jetzige Situation zu haben, als zu schreiben und Druck auf die Verantwortlichen auszuüben ist eine geringe Leistung, der sich jeder Mensch überantworten sollte .

Der Weltenbrand wäre vorprogrammiert im Weiterso -lenkt ein… -verlasst die Logik des Krieges und damit des Tötens. Auch wenn es in euren Ohren naiv klingen mag -besinnt euch! -es gibt keine Alternative- zur Überwindung von Hass auf beiden Seiten, -weist die Kriegstreiber zurück in allen Lagern! Die ethisch vernachlässigte Verantwortbarkeit ist schon lange [überproporzional°]* entrückt! Zelebriert die Kunst des Friedens und versagt dem Krieg! Das sind wir alle unseren Kindern für ein Weiterleben schuldig, dass will eingelöst werden! Das gilt für alle Menschen -und das ist nicht naiv!!! Jörg Stange

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spiegel.de [fotostrecke: orthodoxe-demo-israel]

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*Proporz° [überproportional°]
aus Wikiquote, der freien Zitatsammlung
Wechseln zu: Navigation

Zitate

* „Heute sind Regierungen wie Parteien geschlossene Systeme. Posten werden zugeteilt, demokratische Auswahl ist zumeist fingiert, bloß formal legitimiert. Kabinette sind zusammengeflickt nach Koalitionsproporz, Parteibalance und regionaler Herkunft. Es zählt nicht, wer’s kann, sondern wer darf.“ – Hans-Ulrich Jörges, Stern Nr. 52/2008 vom 17. Dezember 2008, S. 32

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Januar 18, 2009 at 19:57

USA IM WANDEL: Wer ist Barack Obama?

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USA IM WANDEL
Wer ist Barack Obama?

Die Vereinigten Staaten hoffen auf einen Neuanfang. Kann und wird ihr neuer Präsident die Erwartungen erfüllen? Noam Chomsky, Weltstar der Sprachwissenschaft und Amerikas härtester Kritiker, ist skeptisch [..]

http://www.merkur.de/2009_03_geistesgegenwart

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medienwatch.wordpress.com

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Januar 18, 2009 at 18:30

Tonight in Georgetown = WHAT: War Crimes of the Bush Administration

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[Newsletter]

WHAT: War Crimes of the Bush Administration: Discussion with Ann Wright, David Swanson, Ray McGovern, and Jesselyn Raddack

Ann Wright is a retired Colonel in the U.S. Army and a career diplomat who resigned in protest the day before the war began. She is the author of „Dissent, Voices of Conscience.“

David Swanson, cofounder of AfterDowningStreet.org, is the author of the upcoming book „Daybreak: Undoing the Imperial Presidency and Forming a More Perfect Union“ by Seven Stories Press and of the introduction to „The 35 Articles of Impeachment and the Case for Prosecuting George W. Bush“ published by Feral House and available at Amazon.com.

Ray McGovern is Co-Founder of Veteran Intelligence Professionals for Sanity, and spent 27 years in the CIA with duties including presentation of presidential daily brief. He contributed chapters to Neo-CONNED! and Neo-CONNED! Again, from Light in the Darkness Publications.

Jesselyn Radack is a former U.S. Department of Justice ethics adviser who came to prominence as a whistleblower after she objected to the government’s treatment of John Walker Lindh (the „American Taliban“ captured during the 2001 invasion of Afghanistan), having argued that, since a lawyer had been retained to represent him, he could not be interrogated without that lawyer present. She is the author of „The Canary in the Coalmine, Blowing the Whistle in the Case of ‚American Taliban‘ John Walker Lindh.“

WHEN: 6 p.m. Sunday, January 18, 2009

WHERE: Peace Mural Gallery in Georgetown at 3336 M St Northwest, Washington, D.C.: http://www.peacemural.org

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Come early for candlelight vigil against torture:

ANTI-TORTURE CANDLELIGHT VIGIL

End torture & indefinite detention, and stop extraordinary rendition by the U.S. Government

KEY BRIDGE (Virginia Side)
SUNDAY, JANUARY 18, 2009
SUNSET (4:30 TO 6:00)

Sponsored by Northern Virginians for Peace & Justice, the Torture Abolition and Survivors Coalition and the Washington Peace Center. Vigil to be held in triangle park at the foot of Key Bridge, across from the Marriott. Handicapped accessible. Nearest Metro stop: Rosslyn, on the Orange/Blue line. Contact Moya Atkinson at 703-941-3707, moyaatk@att.net

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AND ON MONDAY:

1/19 SHOE BUSH! BOOT HIM OUT! People will converge at DuPont Circle at 11 a.m. for a rally. Speakers include author David Swanson, www.afterdowningstreet.org , Debra Sweet of the organization World Can’t Wait, www.worldcantwait.org , and Adam Kokesh of Iraq Veterans Against the War, ivaw.org . People will march to the White House and in the spirit of journalist Mutadhar Al-Zaidi, will hurl shoes at the White House. UPDATE: In addition to speakers David Swanson, Adam Kokesh, and Debra Sweet, we are including Tim Carpenter, Director of Progressive Democrats for America; Poet /Activist Lori Perdue from Indianapolis, Indiana; Ann Wright, retired U.S. Army Colonel; Gael Murphy, co-founder of Code Pink; and the „YES WE CAN CAN“ dancers. EMCEE- Jamilla El-Shafei, organizer from Kennebunk, Maine.
http://shoebush.org

Shoe Bush Flyer to print and distribute (PDF):
http://afterdowningstreet.org/downloads/shoebush.pdf

1/19 Union Station at 3 p.m. FREEZE action. Please wear black if possible, and join us. World Can’t Wait will be placing on the floor „shoe sole prints“ with the slogan Prosecute the War Criminals on them. What to wear:
http://www.wavelengthclothing.com/impeach_bush.html

1/19 Busboys and Poets at 14th and V Northwest, PDA gathering 10 p.m. to midnight: a Martin Luther King Day Pre-Inaugural Tribute. Gather and share intimate conversation with PDA Board Members and friends including Rep. Raul Grijalva, Rep. Jim McGovern, Tom Hayden, Medea Benjamin, Jodie Evans, John Nichols, Donna Smith and Thom Hartmann. With music by Dan Reed. $300 each, $500 per couple; Join our host committee for $1,000–receive 3 tickets. Tickets are available in limited quantities:
https://www.thedatabank.com/dpg/309/donate.asp?formid=meet&c=4891667

1/19 Busboys and Poets open 24 hours for food, open mikes, and readings.

AND TUESDAY
COME AT 3 A.M. OR AS SOON AS YOU CAN:

1/19-20 DON’T MISS THIS ONE: Pennsylvania Ave: Join us with your Arrest Bush & Cheney sweatshirt on the sidewalk in front of the FBI building where we have a permit for thousands and will have signs, food, blankets, and busses for a 24-hour vigil leading up to the inaugural parade. We’ll put the ARREST BUSH message front and center on the parade route:
http://www.arrestbush2009.com

Print an Arrest Bush sign from the website or make your own: it’s your free ticket to the parade!

1/19-20 Be prepared to react to Bush pardoning crimes that he himself authorized. This will be unprecedented and unConstitutional:
http://afterdowningstreet.org/node/37947

1/20 McPherson Square: rally for peace and justice sponsored by the Washington Peace Center and Peace Action:
http://inaugurationaction.blogspot.com

1/21 Bring the Guard Home: It’s the Law. Press Conference at National Press Club Zenger Room at 1:30 p.m., and Launch Party at Busboys and Poets at 14th and V Northwest at 6 p.m.:
http://guardhomelaunch.com

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Democrats.com

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Januar 18, 2009 at 13:58

Israel | Gaza : Operation Straffreiheit + Der Kern des Konfliktes liegt in der Blockadepolitik

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Operation Straffreiheit

Israel radiert Palästina Schritt für Schritt von der Landkarte: Zu seiner Rechtfertigung produziert der Staatsterrorismus Terroristen, sät Haß und erntet Alibis Von Eduardo Galeano |

Seit 1948 sind die Palästinenser zu einer lebenslangen würdelosen Unterwerfung verurteilt. Nicht einmal atmen dürfen sie ohne Genehmigung. Sie haben ihre Heimat verloren, ihr Land, ihr Wasser, ihre Freiheit, ihr alles. Ihnen wird nicht einmal zugestanden, die eigene Regierung zu wählen. Wenn sie diejenigen wählen, die sie nicht wählen dürfen, dann werden sie bestraft. Gaza wird bestraft. Der Landstreifen ist zu einer Mausefalle geworden, seitdem die Hamas in sauberer Weise die Wahlen im Jahr 2006 gewonnen hat. Etwas Ähnliches geschah 1932, als die kommunistische Partei die Wahlen in El Salvador gewonnen hatte. In ein Blutbad getaucht, so haben die Salvadorianer ihr ungehöriges Betragen sühnen und seitdem unter Militärdiktaturen leben müssen. Demokratie ist ein Luxus, den nicht alle verdienen.

Kinder der Ohnmacht (…)

Eduardo Galeano, uruguayischer Schriftsteller und Journalist, ist Autor von »Die offenen Adern Lateinamerikas«, »Erinnerungen des Feuers« und »Spiegel – fast eine universelle Geschichte«

junge Welt, 17. Januar 2009

hier bitte weiterlesen:

http://www.jungewelt.de/2009/01-17/035.php

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Eduardo Galeano

Eduardo Galeano auf der Feria del Libro in Madrid, 2008

Eduardo Hughes Galeano (* 3. September 1940 in Montevideo, Uruguay) ist ein Journalist, Essayist und Schriftsteller. Mit zwanzig Jahren wurde er stellvertretender Chefredakteur der MARCHA, einer Zeitschrift für Kultur und Politik in Montevideo. Später war er leitend bei mehreren linksgerichteten Zeitschriften tätig; 1976 ging er ins spanische Exil, wo er bis zum Ende von Uruguays Militärdiktatur 1985 verblieb. 1971 erschien die erste Fassung seines wichtigsten Werkes Las venas abiertas de América Latina (dt. Die offenen Adern Lateinamerikas), welches sich mit der Geschichte Lateinamerikas, insbesondere den Kolonialherrschaften alter und neuerer Prägung auseinandersetzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eduardo_Galeano

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Der Kern des Konfliktes liegt in der Blockadepolitik

Norman Paech
Liebe Freundinnen und Freunde,
Liebe palästinensische Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich kann mich kaum an einen derart schrecklichen Jahreswechsel wie diesen erinnern. Mit einem Krieg in Palästina, der ein Massaker unter der Bevölkerung des Gazastreifens angerichtet hat, ohne dass ein Ende dieses furchtbaren Gemetzels abzusehen ist. Schrecklich war dieser Jahreswechsel aber nicht nur für die Menschen im Gazastreifen. Er ist es auch schrecklich und beschämend für Israel, die ganze arabische Welt, die Europäer und die US-Amerikaner, denn sie haben seit Jahren – seit Jahrzehnten – keine ernsthaften Bemühungen unternommen, einen dauernden Frieden zwischen den beiden Völkern im Nahen Osten zu sichern.

Die Regierungen können sich nicht länger etwas vormachen. Die Wahrheit ist, dass die sog. Friedenskonferenzen von Madrid über Oslo, Camp David, Taba bis Annapolis zu nichts anderem geführt haben, als zu immer gewalttätigeren Konfrontationen zwischen Juden und Arabern und schließlich auch zwischen den Arabern selbst.

Der jüngste Luftkrieg gegen den Gazastreifen ist ein von langer Hand vorbereiteter Angriff, der nicht etwa eine spontane Reaktion auf die Raketen der Hamas ist. Der Zeitpunkt ist genau kalkuliert: es ist nicht das erste Mal, dass ein Krieg die Wahlchancen der härtesten Kriegstreiber verbessern sollen – und in Israel stehen Neuwahlen unmittelbar bevor. In den USA ist der alte Präsident auf dem Rückzug aus dem Amt und der neue Präsident Obama ist noch nicht im Amt. Der alte steht voll hinter dem israelischen Krieg und der neue ist ganz offensichtlich unentschlossen. Er vermeidet es, sein Wahlversprechen zu bekräftigen, dem Völkerrecht wieder den ihm zukommenden Platz in der US-Außenpolitik einzuräumen. Das ist kein gutes Zeichen für die zukünftige Nahost-Politik der Obama-Administration. Gerade jetzt ist es notwendig, das israelische Militär von weiteren massiven Völkerrechtsverstößen abzuhalten.

Die Politik der letzten Jahre hat nie ein ernsthaftes Anzeichen für einen wirklichen Friedenswillen erkennen lassen. Ja, sie ist kriminell, wenn wir die Folgen der Luftangriffe sehen, die zu einem Massaker unter der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen geführt haben. Sie sind durch kein Recht auf Selbstverteidigung oder Notwehr legitimiert, wie es Noch- Präsident Bush und Bundeskanzlerin Merkel behaupten. Das sind eindeutige Kriegsverbrechen, eine vollkommen unverhältnismäßige Reaktion auf die Raketen der Hamas. Der Gazastreifen ist mit 365 km² kaum halb so groß wie Hamburg mit 755 km². Er hat aber mit 1,5 Mio. Menschen fast so viele Einwohner wie Hamburg mit 1,7 Mio. Er ist das am dichtesten besiedelte Land der Welt. Kein Luftangriff kann die von dem Kriegsvölkerrecht geforderte Unterscheidung zwischen geschützten Zivilisten und legitimen Kampfgegnern gewährleisten. Der Vorwurf der israelischen Armee, die Hamas-Kämpfer würden sich hinter den Zivilisten verstecken und diese als Schilde missbrauchen, ist angesichts der Bevölkerungsdichte und der Unmöglichkeit, sich durch Flucht den Angriffen zu entziehen, nur zynisch. Es ist schon eine Verhöhnung des Rechts, wenn die Unzahl der zivilen Toten und Verletzten, die Zerstörung der Wohnungen und zivilen Einrichtungen mit der Selbstverteidigung gerechtfertigt werden. Und es ist eine zynische Haltung, gegen die Fortsetzung der Luftangriffe und die Weigerung der israelischen Regierung, mit der Hamas über einen Waffenstillstand zu sprechen, faktisch nichts zu unternehmen und stattdessen die Leistung von medizinischer und humanitärer Hilfe zu fordern.

Die Sicherheit Israels wird durch diesen barbarischen Akt der Bestrafung nicht gefördert sondern weiter gefährdet. Er provoziert die Radikalität des Gegners und heizt die Eskalation der Gewalt an. Vieles spricht dafür, dass dies auch so gewollt ist, weil die politisch Verantwortlichen in Israel den von ihnen in Friedensverhandlungen geforderten Abzug aus den besetzten Gebieten nicht akzeptieren wollen.

Betrachten wir die Realität: Seit 1967 hält Israel das Westjordanland und den Gazastreifen besetzt. Es hat zwar vor drei Jahren seine Truppen und Siedler aus dem Gazastreifen zurückgezogen, hat aber die volle Kontrolle über das kleine Territorium zu Wasser, in der Luft und zu Land behalten. Seit dem Wahlsieg der Hamas im Januar 2006 bestraft Israel mit der Unterstützung der EU und USA die Bevölkerung durch eine unmenschliche Abriegelung und wirtschaftliche Blockade des Gazastreifens. Die UNO spricht von einer „tiefen Krise der Menschenwürde“ und Uri Avnery bezeichnet die Blockade als einen Akt des Krieges, der das ganze Leben im Gazastreifen paralysiert hat: „Diejenigen, die die Grenzübergänge geschlossen haben – unter welchem Vorwand auch immer – wussten, dass es unter diesen Bedingungen keinen wirklichen Waffenstillstand geben kann.“ Seit dem Beginn der Blockade beklagt der UNMenschenrechtsausschuss immer gravierendere Verstöße der Abriegelungspolitik gegen die Menschenrechte. Das sind schwerwiegende Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das haben im Dezember vergangenen Jahres US-amerikanische Anwälte Ministerpräsident Ehud Olmert zu Recht in einer Strafanzeige beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag vorgeworfen.

Wie jedes Volk unter rechtswidriger Besatzung haben auch die Palästinenser ein Recht auf Widerstand. Für eine rechtswidrige Besatzung gibt es aber kein Recht auf Verteidigung, sondern nur die Verpflichtung, die Besatzung vollständig aufzuheben. Während der letzten sieben Jahre sind 14 Israelis zumeist durch Raketen vom Gazastreifen getötet worden. In der gleichen Zeit wurden mehr als 5000 Palästinenser mit Waffen getötet worden, die auch aus den modernsten Arsenalen der US-Armee stammen. Und während keine Raketen vom Westjordanland aus abgeschossen wurden, starben dort allein dieses Jahr 45 Palästinenser von israelischer Hand. Das ist die Realität der Besatzung, in der jede Art von Waffenstillstand nur dann einen Sinn macht, wenn die Besatzung selbst verschwindet.

Wer hingegen eine Politik der Strangulierung und Entwürdigung verfolgt, darf sich nicht wundern, wenn aus der Verzweiflung und Ohnmacht der Opfer Terrorakte entstehen, die die israelische Bevölkerung in der Nachbarschaft des Gazastreifens treffen. Hamas hat das Ruhen der Waffen angeboten. Die israelische Führung ist jedoch dazu nicht bereit. Es nutzen daher auch keine abgewogenen Appelle an beide Seiten, die Waffen ruhen zu lassen. Denn der Kern des Konfliktes liegt in der Blockadepolitik, die das Ergebnis der freien und fairen Wahlen von 2006 nicht akzeptieren will. Diese unverantwortliche Politik haben auch die Regierungen der EU und der USA im Widerspruch zu ihren eigenen Prinzipien zu vertreten. Es ist eine Schande, dass sie diese Politik immer noch nicht revidiert haben, sondern die Weigerung Israels zu jeglichem politischen Kontakt mit Hamas auch noch unterstützen. Damit sind auch sie für den militärischen Exzess der vergangenen Tage mit verantwortlich.

Wir fordern daher:

  • Sofortiger Stopp der Luftangriffe auf den Gazastreifen.
  • Verhinderung der angekündigten Bodenoffensive.
  • Aufgabe der Blockade und Abriegelung des Gazastreifens.
  • Sofortige Aufnahme von Verhandlungen mit Hamas, um den Raketenbeschuss einzustellen.
  • Beendigung der israelischen Besatzung.

Nur eine politische Lösung auf dem Weg der Verhandlungen vermag für beide Seiten die Sicherheit ihrer Existenz und einen dauerhaften Frieden zu schaffen.

* Rede auf der vom SCHURA Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V., SCHURA Islamische Religionsgemeinschaft Schleswig-Holstein e.V. und der Palästinensischen Vereinigung Hamburgs PHV e.V. veranstalteten Demonstration am Freitag, den 2. Januar 2009.


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http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Gaza/paech-ruf.html

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Januar 18, 2009 at 13:12

Joerg Zboralsk : DAS DING AN SICH | Ausstellung in Hamburg

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Ausstellung vom 25.01. bis 01.03.2009 | Eröffnung Samstag, den 24.01., 19 – 22 Uhr | Carsten-Rehder-Straße 45 | Hamburg

Joerg Zboralsk

DAS DING AN SICH
Der künstlerischen Arbeit Zboralskis liegt ein veränderter Begriff von
Autorenschaft zugrunde. Mit der Intention, die Kunst vom
Repräsentations- und Dekorationsbedürfnis der bürgerlichen Kultur zu
befreien, eignet sich Zboralski anti-auratisches Material an, legt
Dokumentensammlungen aus der Kunstwissenschaft (Konstruktivismus,
Conceptual Art, Minimal, Earth Art), Philosophie und esoterischen Grenz-
und Pseudobereichen (Ufologie, Science Fiction)an. Er bezieht
außerkünstlerische Materialisationen ein, um aus scheinbar disparaten
Welten ein neues geistiges System zu knüpfen.
Dabei greift er natur- wie auch geisteswissenschaftliche Methodologien
auf, weil sein Werk sich nicht als individualistische Selbstäußerung
entwickelt, sondern sich als Modell von Referenzen, Bezügen, Verweisen
und Konnotationen gewissermaßen selbst äußert.

Geistige Systeme sind über-individuell, und wie bei der
Weltraumforschung gibt es Abfallproduk­te, die sich im Alltag als
segensreich erweisen können.
Zboralskis Fehlersampling kompiliert aus mißglückten Dokumentationen
herausragender Werke zeitgenössischer Kunst neue, eigenständige Bilder.
Mit Hilfe extremer Detailvergrößerung behaupten diese eine ähnliche
anonyme Autonomie wie UFO-Fotografien: Es geht darum, etwas
Nichter­klärbares darzustellen, und das führt schließlich zu überhaupt
nichts, außer der Rückführung des Materials zu sich selbst — Das Ding
an sich?

Das *Ding an sich* ist bekanntermaßen eine Begriffsbildung Immanuel
Kants <http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant>, der damit ein
Seiendes <http://de.wikipedia.org/wiki/Seiendes> bezeichnet, welches
unabhängig von der Tatsache existiert, dass es durch ein Subjekt
<http://de.wikipedia.org/wiki/Subjekt_%28Philosophie%29> wahrgenommen
und somit für dieses zum Objekt <http://de.wikipedia.org/wiki/Objekt>
wird. Das Ding an sich existiert für uns nur als Erscheinung/Phänomen.
Die Kritik der reinen Vernunft. Wenn wir kein Etwas jenseits unserer
Erfahrung voraussetzen, ist alles nur unsere Erfahrung:
„..nirgend etwas sehen, als was mit dem einerlei ist, was sie schon
sonst irgendwo gesehen haben“ /(Immanuel Kant, Kritik der reinen
Vernunft, 1781)./
Weil aber dieses unerkennbare *Ding an sich* nach Kant unsere
Sinnlichkeit affiziert, muss es eine Kausalität zwischen „Ding an sich“
und unserer „Erfahrung“ geben.

Testen’S selbst. Wir würden uns freuen, Sie zur Eröffnung von Zboralskis
Versuchsreihe am 24. Januar begrüßen zu dürfen./
/

Joerg Zboralski, geboren im Ruhrgebiet. 1985 bis 1992 Studium an der
Staatl. Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler von Gerhard Richter.
Seitdem regelmäßige Ausstellungen im In- und Ausland und Teil des
Künstlerduos Janka/Zboralski Union. 2002 Förderpreis der Stadt
Düsseldorf, New York Stipendium. Lebt und arbeitet in Hamburg und im
Ruhrgebiet.

www.zboralski.com <http://www.zboralski.com/>

english version:*
Joerg Zboralski*

*/DAS DING AN SICH (/*“*/THE THING IN ITSELF“)/*

exhibition Jan 25 – Mar 01.2009
opening reception Sat, Jan 24, 7 – 10 pm

The artistic work of Zboralski finds its foundation in an altered
concept of authorship. With the intention of freeing art from the need
to represent and decorate civic, middle-class culture, Zboralski
appropriates anti-auratic materials and incorporates collections of
documents from the fields of aesthetics and art history (e.g.
constructionism, conceptual art, minimalism, earth art), philosophy and
esoteric borderline and pseudo areas of study (e.g. Ufology, science
fiction). He uses non-artistic materials in order to establish a new
mental system out of seemingly disparate worlds.
In his artistic pursuits, Zboralski makes use of methodologies from both
the natural sciences and the humanities, as his work develops not as a
means of individualistic self-expression but more asserts itself as a
model of references, interrelationships and connotations.

Mental systems go beyond the individual, and just like space research,
lead to waste products that can be proved beneficial; Zboralski’s
sampling of mistakes compiles unhappy documentations of prominent works
of contemporary art to produce works that stand on their own. With the
help of extremely enlarged details, the works take on an anonymous
autonomy similar to photographs of UFOs; seeking to display something
unexplainable, they lead to absolutely nothing in the end except to
bring the materials back to themselves — the thing in itself? The
„thing in itself“ is, as widely known, an aggregate of concepts by
Immanuel Kant characterizing an abstraction that is independent from
actuality, that is perceived through a subject and thus becomes an
object for this purpose. The critique of pure reason. The walls of a
healthy common sense laid waste. If we cannot presuppose Something
beyond our experience, everything is only our experience:
„…not see anything as something that is the same as what they have
already seen somewhere else“ /(Immanuel Kant, Critique of Pure Reason,
1781)/.
But because this unknowable *thing in itself* infects our sensuality,
according to Kant, there must be causality between „the thing itself“
and our „experience.


DURSTEWITZ SAPRE GALERIE
Galerie für zeitgenössische Kunst
Carsten-Rehder-Straße 45
22767 Hamburg

www.durstewitz-sapre.de

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Januar 18, 2009 at 10:51