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Israel: Zwei Kriegsdienstverweigerinnen inhaftiert

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Pressemitteilung vom 16. Januar 2009

Vor zwei Tagen wurden die Kriegsdienstverweigerinnen Raz Bar-David Varon und Maya Yekhieli-Wind zu jeweils 14 Tagen Militärarrest verurteilt. Beide weigern sich, den Militärdienst abzuleisten. Für Raz Bar-David Varon ist dies bereits die vierte Haftstrafe. Das teilte die Gruppe der Shministim gestern gegenüber Connection e.V. mit. „Die gegenwärtige Gewalt ist ein Ergebnis jahrzehntelanger Besatzung sowie einer Abriegelung des Gaza seit dem Rückzug aus diesen Gebieten“, erklärte Maya Yekhieli-Wind vor ihrer Inhaftierung angesichts des aktuellen Krieges in Gaza. „Die sinnlose Besatzung von Millionen führt nur zu einer Radikalisierung ihrer Positionen, zu Hass und der Eskalation der Gewalt. Gewalt ist ein Kreislauf, der sich selbst nährt. Dieser Kreislauf wird nicht enden, bis jemand aufsteht und sich ohne Kompromisse weigert, daran teilzunehmen. Das ist es, was ich heute tue.“ In Israel sind alle jüdischen Frauen und Männer wehrpflichtig und werden mit 18 Jahren einberufen. Die Dauer des Militärdienstes beträgt für Männer drei Jahre, für Frauen 20 Monate. Nach Ablauf des regulären Militärdienstes leisten Männer bis zu ihrem 50. Lebensjahr mindestens einmal jährlich für etwa 30 Tage einen Reservedienst ab. Ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung wird praktisch nicht gewährt. Anfang der Woche wurde der erste Reservist zu 14 Tagen Arreststrafe verurteilt, nachdem er sich dem Kriegseinsatz im Gazastreifen verweigert hatte. Raz Bar-David Varon und Maya Yekhieli-Wind gehören einer Gruppe von 60 Abiturientinnen und Abiturienten an, die sich im Sommer 2008 als Shministim zusammengeschlossen haben. Gemeinsam hatten sie, Frauen und Männer, gegenüber dem israelischen Verteidigungsminister erklärt, dass sie sich gegen die „Besatzungs- und Unterdrückungspolitik der israelischen Regierung“ wenden. „Wir werden uns deshalb weigern, an den Aktionen teilzunehmen, die vom israelischen Militär in unserem Namen durchgeführt werden.“ Bislang wurden acht von ihnen zumeist mehrfach inhaftiert. Connection e.V. ruft zur Unterstützung der israelischen Verweigerer auf. Über die Website http://december18th.org/ der Shministim können Protestschreiben an den israelischen Verteidigungsminister gesandt werden.

http://www.connection-ev.de/

http://www.facebook.com/group.php?gid=25987424652&ref=ts

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Reservisten verweigern Einsatz im Gazastreifen

Die israelische Organisation Courage to Refuse (Mut zum Verweigern) rief gestern mit einer Anzeige in der Tageszeitung Ha’aretz zur Verweigerung des Einsatzes im Gazastreifen auf: „Wir, Offiziere und Kampfsoldaten der israelischen Armee, rufen die Soldaten dazu auf, sich zu weigern, auf Gaza zu schießen. Der Beschuss und die Bombardierung dicht besiedelter Wohngebiete ist ein Kriegsverbrechen und setzt Israels Moral und Sicherheit aufs Spiel. Nichts wurde erreicht, außer einer Zunahme der Zahl der Raketen, die aus Gaza auf den Süden Israels abgeschossen werden – und eine Steigerung des Hasses und der Gewalt der Palästinenser gegenüber Israel. Es ist das Recht und die Pflicht jedes Soldaten, sich zu weigern, das Blut unschuldiger Zivilisten zu vergießen.“ Ein weiterer Aufruf von „Jüdinnen und Juden aus der ganzen Welt“ fordert israelische Soldaten und Soldatinnen ebenfalls zur Verweigerung auf: „Die ein Gewissen haben, müssen die israelische Kriegsmaschinerie stoppen. Das könnt nur Ihr tun – und Ihr müsst es tun.“ Courage to Refuse berichtete zugleich, es gebe erste Verweigerer des Kriegseinsatzes in Gaza. Etwa ein Dutzend Reservisten hätten sich bislang der Einberufung verweigert. Mit der Anzeige in Ha’aretz riskiert Courage to Refuse strafrechtliche Verfolgung. So wurde bereits gegen die Organisation New Profile, die in Israel KriegsdienstverweigerInnen berät, ein Strafverfahren eröffnet mit dem Vorwurf der „Anstiftung zur Militärdienstentziehung“. Kriegsdienstverweigerin heute aus der Haft entlassen – weitere Inhaftierung befürchtet Schon seit einigen Monaten werden junge Männer und Frauen, die sich in der Gruppe der Shministim (AbiturientInnen) zusammengeschlossen haben, wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung verfolgt. Heute endet die dritte Arreststrafe von Raz Bar-David Varon. Insgesamt war sie bislang 43 Tage in Haft. In Israel sind alle jüdischen Frauen und Männer wehrpflichtig und werden mit 18 Jahren einberufen. Die Dauer des Militärdienstes beträgt für Männer drei Jahre, für Frauen 20 Monate. Nach Ablauf des regulären Militärdienstes leisten Männer bis zu ihrem 50. Lebensjahr mindestens einmal jährlich für etwa 30 Tage einen Reservedienst ab. Ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung wird praktisch nicht gewährt. Raz Bar-David Varon droht, wie allen anderen VerweigerInnen, erneute Inhaftierung. Dennoch bleibt sie ihrer Überzeugung treu: „Ich wurde nicht geboren, um als Soldatin zu dienen, die ein anderes Land besetzt, und der Kampf gegen die Besatzung ist auch mein Kampf. Es ist ein Kampf für Hoffnung, für eine Zukunft, die manchmal so weit weg zu sein scheint. Ich habe eine Verantwortung für diese Gesellschaft. Meine Verantwortung ist es, zu verweigern.“

http://www.koeln.paxchristi.de/new/index.html

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Newesletter 0ct. 2009

For three weeks, Maya Wind and Netta Mishly, both from Israel, have been explaining to audiences across the country why they refuse. They refuse to rule over an occupied people. They refuse to detain Palestinians without charge. They refuse to guard checkpoints, to enforce a siege, to usher in a humanitarian disaster.

Speaking to hundreds of students at the University of Arizona, these two women reminded them, „Your tax dollars are going toward our Occupation!“ They gave their personal accounts of how they came to be Shministim – Israeli youth who have signed a letter stating their refusal to join the Israeli army. This was not a decision they came to lightly as they knew they would pay a price – military prison.

You can learn why they paid that price, because they will be speaking at several locations in the DC area starting Thursday, October 8!

Help us publicize these events by forwarding this e-mail widely; you can also visit our tour website at www.WhyWeRefuse.org where you can find out when the Shministim will be in other cities. Don’t forget to pass the site along to your friends, family, coworkers, e-mail lists, and affiliated organizations.

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Shministim in Greater DC


Thursday, October 8

►American University, Main Campus
2 PM ♦ Butler Boardroom ♦ 4400 Massachusetts Ave. NW, DC

►University of Maryland, College Park
6 PM ♦ Jimenez Hall 0220 ♦ Click here for directions


Friday, October 9

►Howard University
5
PM ♦ Blackburn Building – Digital Auditorium ♦ 2400 Sixth St. NW, DC


Saturday, October 10

►Busboys and Poets
5 PM ♦ 14th and V St. NW, DC ♦ $10 suggested donation; no one turned away for lack of funds.


Sunday, October 11

►Greenfestival
11 AM ♦ Washington Convention Center ♦ 801 Mount Vernon Pl. NW, DC


Got Facebook? Join the Cause


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Jewish Voice for Peace

The Why We Refuse Tour is a joint project of Jewish Voice for Peace and CODEPINK

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

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