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NS: Oradour und die Erhängungen von Tulle.

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Die Waffen-SS-Division “Das Reich” war in den Ort Oradour-sur-Glane eingefallen

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[ VVN | medienwatch | wikipedia | spiegel ] Dokumentation 1957: Massaker von Oradour-sur-Glane 1944

[…] Bekannt wurde der Ort durch das Massaker von Oradour am 10. Juni 1944, bei dem während eines Einsatzes der 3. Kompanie des I. Bataillons des zur SS-Panzer-Division „Das Reich“ gehörenden Panzergrenadier-Regiments „Der Führer“ im Zuge befohlener Partisanenbekämpfung der ganze Ort zerstört und fast alle Einwohner ermordet wurden.

Unmittelbar nach der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 erhielt die in Südwestfrankreich stationierte 2. SS-Panzer-Division Das Reich unter General Heinz Lammerding (1905–1971) den Marschbefehl zur Invasionsfront nach Norden. Auf ihrem Weg dorthin verübte sie massive Vergeltung für den wachsenden französischen Widerstand gegen die deutschen Besatzer. So erhängten am 9. Juni 1944 Mitglieder der 2. SS-Panzer-Division 99 Geiseln in Tulle. (wikipedia)

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Foto: Luzien Lavaux 1945 | Oradour-Edition 1000 Expl. by Charles-Lauvauelle & Co 1957 | Guy Pauchou (Sous-préfet de Rochechouart), Dr. Pierre Masfrand (Conservateur des ruines d’Oradour-sur-Glane) «Vision d’ Epouvante»

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Spiegel … Eine Kompanie der Waffen-SS-Division “Das Reich” war an diesem Nachmittag in den Ort Oradour-sur-Glane nahe der französischen Stadt Limoges eingefallen. Ihre Suche nach angeblichen Waffenlagern der Widerstandsbewegung artete rasch zu einem Massaker an den Dorfbewohner aus. Am Ende waren 642 Menschen tot, der Name Oradour wurde zum Fanal und zum Symbol für die Menschenverachtung der von Hitler auf Europa losgelassenen deutschen Soldateska. Und das Massaker hatte ein Nachspiel, das bis heute nur wenigen bekannt ist.

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Zweiter Weltkrieg

Kopfschuss in der Dämmerung

Ein Nazi-General kommt in alliierter Gefangenschaft um – und Hitler fordert Rache. Also macht sich die NS-Bürokratie daran, den „Führerbefehl“ umzusetzen. Am Ende liegt ein französischer General erschossen im Schnee am Straßenrand bei Dresden. Anatomie eines angekündigten Kriegsverbrechens.  hier

Oradour:

http://www.vvn.telebus.de/anachric/2004/02/02k.htm

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Die Erhängungen von Tulle. Ein ungesühntes Verbrechen

Das Buch schildert zunächst das Ende der Besatzung in der Corrèze. Nach den Ereignissen von Tulle und Oradour verstärkt sich die Tätigkeit des Widerstandes ,die deutschen Truppen sind überfordert. Brive wird zum Schauplatz seltsamer Kulissenspiele zwischen Deutschen und AS-Widerständlern. Die alliierte Landung in der Provence veranlasst Obst. Böhmer zu kapitulieren. Walter Schmald wird hingerichtet. Die Corrèze feiert ihre Befreiung. Eine Müllhalde am Straßenrand, hoch über dem Wasserlauf der Corrèze, war der erste Bestattungsort der 99 Erhängten von Tulle am 9. Juni 1944. Unmittelbar nach der Befreiung begann die Suche nach den Verantwortlichen und Schuldigen, unter denen Brigadeführer Heinz Lammerding, der Kommandeur der SS-Panzerdivision Das Reich, herausragt. Bis zu seinem Tod 1971 verlief die gerichtliche Ahndung der Ereignisse von Tulle im Sande, ungeachtet der Prozesse in Frankreich und der neuen Ermittlungen in Deutschland. Das Ereignis war schließlich nur noch ein lästiges Hindernis beim Aufbau des Staatsprogramms der „deutsch-französischen Freundschaft“. Die Wehrmacht wurde freigesprochen. Der SS-Führer Lammerding wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt und blieb unbehelligt bis zu seinem Ende. Der KdS August Meier wurde in Bordeaux zu 20 Jahren verurteilt und nach dreieinhalb Jahren entlassen. Als seine Vergangenheit als Kommandoführer der Einsatzgruppe C mit einer Mordbilanz von über 30.000 Opfern ins Visier der Ermittler geriet, beging er 1960 Selbstmord im Gefängnis. Den Opfern von Tulle hatte man bei der Befreiung feierlich gelobt: „Die Nation wird euch nicht vergessen. Euch wird Gerechtigkeit widerfahren.“ Das Versprechen wurde nicht eingelöst. Eine äußerst gründliche und spannende Recherche von mehr als zehn Jahren, unter Einbeziehung zahlreicher Zeugen und durch weitreichende Archivforschungen in Frankreich und Deutschland erhärtet.

http://shop.vvn-bda.de/product_info.php?info=p220_die-erhaengungen-von-tulle–ein-ungesuehntes-verbrechen.html

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Besprechung im Spiegel, Buchtitel: „Braune Diplomaten“  hier

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de |

Fotos 2008: Jörg Stange, GfoK Bibliothek: aktive archive° = Gerda Zorn, “Frauen gegen Hitler” etc.

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Written by medienwatch & metainfo

Dezember 24, 2008 um 00:32

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