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Phrygische Mütze & Midas

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Eine Phrygische Mütze, seltener auch Skythische Mütze genannt, ist eine Mützenart mit einer eigentümlichen Form, die ursprünglich von den antiken Phrygern getragen wurde. Ursprünglich war die Phrygische Mütze ein gegerbter Stier-Hodensack samt der umliegenden Fellpartie. Nach der mythischen Vorstellung der Griechen sollte ein solches Kleidungsstück die besonderen Fähigkeiten des Tieres auf seinen Träger übertragen.

Als Kleidungsstück besteht die Phrygische Mütze aus Stoff, Tuch, Wolle oder Leder und hat einen längeren runden Zipfel, der nach vorn geschlagen wird bzw. Richtung Stirn fällt. Das Aussehen dieser Mützenform dürfte heutzutage jedem bekannt sein von Trickfiguren wie den Schlümpfen oder den Mainzelmännchen. […]

[…] Ein Hut überhöht seinen Träger, lässt ihn sprichwörtlich größer werden. Als „Ritualhut” ist er ein Kennzeichen der Herren und Herrschenden. Eine Mütze dagegen signalisiert den niederen Stand. Eine ganz bestimmte Mützenform, die bis in die Gegenwart lebendig ist, hat eine Jahrhunderte lange, ungewöhnliche und nahezu unbekannte Karriere hinter sich: die phrygische Mütze (…)

[…] Von Leonardo bis Piranesi (Eselsohren = König Midas = Phrygische Mütze)

[…] Phrygische Mütze: Marianne

Allegorie der Republik Frankreich. Sie ist nicht identisch mit der weiblichen Symbolfigur der Freiheit, die nach der Französischen Revolution auf vielen republikanischen Franc- und Centime-Münzen dargestellt ist. „Marianne“ war die Bezeichnung einer revolutionären Geheimgesellschaft im Frankreich der Restauration und des Bürgerkönigtums und die weibliche Symbolfigur der revolutionären Freiheit in Frankreich. Später entwickelte sich die „Marianne“ schließlich zum Symbol für das republikanische Frankreich. Auf Münzen ist häufig das Kopfbild der Marianne mit phrygischer Mütze dargestellt. (…)

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Brockhaus: kegelförmige Zipfelmütze der Phryger und kleinasiatischen Griechen aus Stoff oder Leder. Die französischen …

(Revolutionär(e), Jacobiner) = Freiheitsmütze

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Italienische Zeichnungen von 1450 bis 1800

24. Oktober 2008 bis 18. Januar 2009 im Hubertus-Wald-Forum

Von Leonardo bis Piranesi bis 18. Januar 2009

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Midas

König Midas hatte einst einen trunkenen Begleiter des jugendlichen Gottes Dionysos vor dem Gespött der phrygischen Bauern bewahrt. „Ich gewähre dir einen Wunsch!“ sprach der Olympische, der als Gott der Reben auch Bakchos heißt, „denn ich will dir meinen Dank erweisen.“
König Midas überlegte nicht lange. „Erhabener Gott“, erwiderte er, „wenn ich wählen darf, so lass alles, was ich berühre, zu Gold werden.“
Nur ungern erfüllte Dionysos den Wunsch des habgierigen Königs. Midas aber eilte freudig davon und versuchte das Göttergeschenk, indem er einige Dinge berührte. Der Zweig, den er vom Baume brach, verwandelte sich in schimmerndes Gold; der Stein, den er aufhob, wurde zum Goldklumpen, Mehr: http://www.blikk.it/angebote/modellmathe/ma0230b.htm

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Midas

Einst schweifte der mächtige Weingott Dionysos mit seinen Bakchantinnen und Satyrn hinüber nach Kleinasien. Dort lustwandelte er an den rebenumrankten Höhen des Tmolosgebirges, von seinem Gefolge begleitet. Nur Silenos, der greise Zecher, ward vermißt. Dieser war, vom Weinrausch überwältigt, eingeschlafen und so zurückgeblieben. Den schlummernden Alten fanden phrygische Bauern; da fesselten sie ihn mit Blumenkränzen und führten ihn zu ihrem Könige Midas. Ehrfürchtig begrüßte derselbe den Freund des heiligen Gottes, nahm ihn wohl auf und bewirtete ihn mit fröhlichen Gelagen zehn Tage und Nächte lang. Am elften Morgen aber brachte der König seinen Gast auf die lydischen Gefilde, wo er ihn dem Bakchos übergab. Erfreut, seinen alten Genossen wiederzuhaben, forderte der Gott den König auf, sich eine Gabe von ihm zu erbitten. Da sprach Midas: »Darf ich wählen, großer Bakchos, so schaffe, daß alles, was mein Leib berührt, sich in glänzendes Gold verwandle.« Der Gott bedauerte, daß jener keine bessere Wahl getroffen, doch winkte er dem Wunsche Erfüllung. Des schlimmen Geschenkes froh, eilte Midas hinweg und versuchte sogleich, ob die Verheißung sich auch bewähre; und siehe, der grünende Zweig, den er von einer Eiche brach, verwandelte sich in Gold. Rasch erhob er einen Stein vom Boden, der Stein ward zum funkelnden Goldklumpen.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/sagen-des-klassischen-altertums-4962/226

 

 

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Written by medienwatch & metainfo

Dezember 20, 2008 um 22:22

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