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Archive for Dezember 2008

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung: Freiheit statt Angst

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Bundesgerichte kritisieren Vorratsdatenspeicherung – Aufruf zu Protest im Internet 29.12.2008

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Samstag, 9. September 2017, ab 12 Uhr, Berlin Gendarmenmarkt

…und in Karlsruhe.

https://freiheitstattangst.de/

https://shop.digitalcourage.de/ak-vorrat/materialien-freiheit-40-rettet-

Mehr als Überwachung

https://netzpolitik.org/2017/samstag-in-berlin-demonstrieren-gegen-ueberwachung-feiern-fuer-grundrechte/

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Nach einem Gesetz, das CDU, CSU und SPD am 9. November 2007 gegen die Stimmen von FDP, Grüne und Linke beschlossen haben, ist seit 2008 nachvollziehbar, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS wird auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten. Entgeltliche Anonymisierungsdienste sind verboten.

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Fotos: Jörg Stange, gfok

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Mit Hilfe der über die gesamte Bevölkerung gespeicherten Daten können Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche Kontakte rekonstruiert und Freundschaftsbeziehungen identifiziert werden. Auch Rückschlüsse auf den Inhalt der Kommunikation, auf persönliche Interessen und die Lebenssituation der Kommunizierenden werden möglich. Zugriff auf die Daten haben Polizei, Staatsanwaltschaft und ausländische Staaten, die sich davon eine verbesserte Strafverfolgung versprechen.

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Bis 2007 durften Telekommunikationsanbieter nur die zur Abrechnung erforderlichen Verbindungsdaten speichern. Dazu gehörten Standortdaten, Internetkennungen und Email-Verbindungsdaten nicht. Der Kunde konnte verlangen, dass Abrechnungsdaten mit Rechnungsversand gelöscht werden. Durch die Benutzung von Pauschaltarifen konnte eine Speicherung zudem gänzlich vermieden werden, was etwa für Journalisten und Beratungsstellen wichtig sein kann. All diese Mechanismen zum Schutz sensibler Kontakte und Aktivitäten beseitigt die Vorratsdatenspeicherung.

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Wo liegt das Problem?

Die Aufzeichnung von Informationen über die Kommunikation, Bewegung und Mediennutzung jedes Bürgers stellt die bislang größte Gefahr für unser Recht auf ein selbstbestimmtes und privates Leben dar.

Unter der Vorratsdatenspeicherung leiden wir alle:

  • Die Vorratsdatenspeicherung greift unverhältnismäßig in die persönliche Privatsphäre ein.
  • Die Vorratsdatenspeicherung beeinträchtigt berufliche Aktivitäten (z.B. in den Bereichen Medizin, Recht, Kirche, Journalismus) ebenso wie politische und unternehmerische Aktivitäten, die Vertraulichkeit voraussetzen. Dadurch schadet sie letztlich unserer freiheitlichen Gesellschaft insgesamt.
  • Die Vorratsdatenspeicherung verhindert Terrorismus oder Kriminalität nicht. Sie ist unnötig und kann von Kriminellen leicht umgangen werden.
  • Die Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen das Menschenrecht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung.
  • Die Vorratsdatenspeicherung ist teuer und belastet Wirtschaft und Verbraucher.
  • Die Vorratsdatenspeicherung diskriminiert Nutzer von Telefon, Mobiltelefon und Internet gegenüber anderen Kommunikationsformen.

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Stand der Dinge

Das von CDU/CSU und SPD beschlossene Gesetz zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland ist seit 1. Januar 2008 in Kraft. Am 31. Dezember 2007 haben wir Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz eingereicht.

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„Schäuble hat ungeheure Angst“

Datenschutz

17.10.2009, 14:04

Interview: Johannes Kuhn

Anti-Schäuble-Transparent bei einer Demonstration: „Er weicht aus.“

Einmal im Jahr wird Bielefeld zur Hauptstadt der Datenschützer: Wenn der Bürgerrechtsverein FoeBuD die Big Brother Awards Deutschland verleiht, ist mediale Aufmerksamkeit gewiss, werden doch Firmen, Organisationen und Personen verliehen, die „nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen“, wie es auf der Seite des Vereins heißt. Am Freitag gehörten mit Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble zwei prominente CDU-Politiker zu den Preisträgern:

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http://www.sueddeutsche.de/computer/761/491131/text/

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Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Bürgerrechtlern, Datenschützern und Internet-Nutzern, der die Arbeit gegen die Vollprotokollierung der Telekommunikation koordiniert.

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist politisch unabhängig und überparteilich. Wir distanzieren uns jedoch ausdrücklich von menschenverachtenden, gewaltbereiten und demokratiefeindlichen Positionen. Externe Verweise auf unsere Webseite unterliegen nicht unserer Kontrolle.

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Gemeinsame Erklärung zum Gesetzentwurf über die Vorratsdatenspeicherung Drucken E-Mail
Gemeinsame Erklärung zum Gesetzentwurf über die Vorratsdatenspeicherung

Der Gesetzentwurf zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung sieht vor, Telekommunikationsunternehmen ab 2008 zu verpflichten, Daten über die Kommunikation ihrer Kunden auf Vorrat zu speichern. Zur verbesserten Strafverfolgung soll nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Bis spätestens 2009 soll zudem die Nutzung des Internet nachvollziehbar werden.

Eine derart weitreichende Registrierung des Verhaltens der Menschen in Deutschland halten wir für inakzeptabel. Ohne jeden Verdacht einer Straftat sollen sensible Informationen über die sozialen Beziehungen (einschließlich Geschäftsbeziehungen), die Bewegungen und die individuelle Lebenssituation (z.B. Kontakte mit Ärzten, Rechtsanwälten, Psychologen, Beratungsstellen) von über 80 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern gesammelt werden. Damit höhlt eine Vorratsdatenspeicherung Anwalts-, Arzt-, Seelsorge-, Beratungs- und andere Berufsgeheimnisse aus und begünstigt Wirtschaftsspionage. Sie untergräbt den Schutz journalistischer Quellen und beschädigt damit die Pressefreiheit im Kern. Die enormen Kosten einer Vorratsdatenspeicherung sind von den Telekommunikationsunternehmen zu tragen. Dies wird Preiserhöhungen nach sich ziehen, zur Einstellung von Angeboten führen und mittelbar auch die Verbraucher belasten.

Untersuchungen zeigen, dass bereits die gegenwärtig verfügbaren Kommunikationsdaten ganz regelmäßig zur effektiven Aufklärung von Straftaten ausreichen. Es ist nicht nachgewiesen, dass eine Vorratsdatenspeicherung besser vor Kriminalität schützen würde. Dagegen würde sie Millionen von Euro kosten, die Privatsphäre Unschuldiger gefährden, vertrauliche Kommunikation beeinträchtigen und den Weg in eine immer weiter reichende Massenansammlung von Informationen über die gesamte Bevölkerung ebnen.

Rechtsexperten erwarten, dass das Bundesverfassungsgericht eine Pflicht zur verdachtslosen Vorratsspeicherung von Kommunikationsdaten für verfassungswidrig erklären wird. Außerdem wird erwartet, dass die EG-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung vor dem Europäische Gerichtshof keinen Bestand haben wird. Die Richtlinie verstößt gegen die im Europarecht verankerten Grundrechte und ist in vertragsverletzender Weise zustandegekommen. Irland hat bereits Klage gegen die Richtlinie erhoben. Der Ausgang dieser Klage sollte zumindest abgewartet werden.

Als Vertreter der Bürgerinnen und Bürger, der Medien, der freien Berufe und der Wirtschaft lehnen wir das Vorhaben einer Vorratsdatenspeicherung geschlossen ab. Wir appellieren an die Politik, sich grundsätzlich von dem Vorhaben der umfassenden und verdachtsunabhängigen Speicherung von Daten zu distanzieren.

Unterzeichner am 22.01.2007:

  • Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
  • Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV)
  • Chaos Computer Club e.V. (CCC)
  • Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di
  • Deutsche Liga für Menschenrechte e.V.
  • Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD) e.V.
  • Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
  • Deutscher Presserat
  • eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.
  • Evangelische Konferenz für Telefonseelsorge und Offene Tür e.V.
  • Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V. (FFII Deutschland)
  • Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF)
  • Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherung e.V. (GDD)
  • Gustav Heinemann-Initiative (GHI)
  • Humanistische Union e.V.
  • Internationale Liga für Menschenrechte (ILMR)
  • Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.
  • Netzwerk Neue Medien e.V.
  • netzwerk recherche e.V.
  • Neue Richtervereinigung e.V. (NRV)
  • no abuse in internet e.V. (naiin)
  • Organisationsbüro der Strafverteidigervereinigungen
  • Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. (RAV)
  • STOP1984
  • Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ)
  • Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
  • Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. (VDJ)

Weitere Unterzeichner:

  • Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)
  • Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi)
  • Bundeskoordination Internationalismus (BUKO)
  • Bundesverband deutscher Pressesprecher e.V. (BdP)
  • Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW)
  • Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff)
  • Bundesverband junger Autorinnen und Autoren (BVjA)
  • Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker e.V. (BUH)
  • Deutsche AIDS-Hilfe e.V. (DAH)
  • Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) e.V.
  • Deutscher Anwaltverein e.V. (DAV)
  • Deutscher Fachjournalisten-Verband (DFJV)
  • FREELENS e.V. – Verband der Fotojournalisten
  • German Unix User Group e.V. (GUUG)
  • Initiative Bayerischer Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger e.V.
  • Katholische Glaubensinformation e.V.
  • Reporter ohne Grenzen e.V
  • Verband der Internet-Cafes Deutschland e.V. (VICD)
  • Verband Freier Lektorinnen und Lektoren (VFLL) e.V.
  • Verein zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs e.V. (SuMa-eV)
  • Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V. (FoeBuD)
  • Verein zur Politischen Jugendpartizipation e.V. (VPJ)

Nähere Informationen:

Direkter Link zu dieser Seite

http://erklaerung.vorratsdatenspeicherung.de

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http://www.vorratsdatenspeicherung.de/

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https://medienwatch.wordpress.com/2009/01/27/vorratsdatenspeicherung-aktionsbundnis-freiheit-statt-angst-ladt-ein-zum-filmfestival-ueber-macht/

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Dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz freigegeben.

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Samstag, 9. September 2017, ab 12 Uhr, Berlin Gendarmenmarkt

…und in Karlsruhe.

https://freiheitstattangst.de/

https://shop.digitalcourage.de/ak-vorrat/materialien-freiheit-40-rettet-

Mehr als Überwachung

https://netzpolitik.org/2017/samstag-in-berlin-demonstrieren-gegen-ueberwachung-feiern-fuer-grundrechte/

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Dezember 31, 2008 at 19:35

Le Monde + Taz : Philosoph Badiou = Das Reale dieses Krisenspektakels

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KP Brehmer | 1970 »Korrektur der Nationalfarben, gemessen an der Vermögensverteilung« Foto: jst|08 Museum-Fridericianum Kassel: Ktlg. 1998, Schwarz = Mittelstand | Rot = restl. Haushalte | Gold = Grosskapital

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„Totaler Bruch mit dem Kapital-Parlamentarismus, nah am Realen der Völker erfundene Politik, Souveränität der Idee: alles ist da, das uns vom Krisenfilm freimacht und uns der Fusion lebendigen Denkens und organisierter Aktion übergibt“

Das Reale dieses Krisenspektakels

Der französische Philosoph Alain Badiou polemisiert gegen die Moral des Kapitalismus: Manager müssten sich wie „Raubtiere“ benehmen, die jetzige Ordnung basiere auf „Banditentum“. VON ALAIN BADIOU

Der Kapitalismus-Kreuzer versinkt: Spektakel oder Wirklichkeit?

So wie man sie uns präsentiert, ähnelt die globale Finanzkrise einem dieser schlechten stereotypen Filme, der von der Erfolgsfabrik ausgeheckt wurde, die man heute das „Kino“ nennt. Nichts fehlt, inklusive der überraschenden Wendungen, die für Angst und Schrecken sorgen: Unmöglich ist es, den Schwarzen Freitag aufzuhalten , alles bricht zusammen, alles wird zusammenbrechen? Aber die Hoffnung bleibt. Im Vordergrund, verstört und zusammengedrängt wie in einem Katastrophenfilm, die Schar der Mächtigen, die Feuerwehrmänner des Finanzbrands – Sarkozy, Paulson, Merkel, Brown, Trichet und andere -, die tausende Milliarden in das Loch stecken. „Rettet die Banken!“ Dieser edle, humanistische und demokratische Ruf schallt aus der Brust jedes Politikers und Journalisten. Ein Happy End, ich glaube und fühle es, ist für die direkten Akteure des Films, das heißt für die Reichen, ihre Dienerschaft, ihre Parasiten, für diejenigen, die sie beneiden, und für diejenigen, die sie beweihräuchern, sowohl in Anbetracht der Welt als auch der Politiken, die sich in ihr entfalten, unausweichlich.
Wenden wir uns vielmehr den Zuschauern dieser Show zu, der sprachlosen Masse, die das Halali der in Bedrängnis geratenen Banken wie einen weit entfernten Lärm vernimmt, die von den wirklich ermüdenden Wochenenden der kleinen glorreichen Truppe der Regierungschefs eine bloße Ahnung hat. Sie sieht die astronomischen und unverständlichen Summen an sich vorbeiziehen und vergleicht sie automatisch mit den eigenen Ressourcen, oder sogar, bei einem sehr beachtlichen Teil der Menschheit, mit der eindeutigen Nichtressource, die den bitteren und zugleich tapferen Boden ihres Lebens ausmacht. Ich behaupte, dass dort das Reale ist und dass wir zu ihm nur Zugang haben werden, wenn wir uns von der Leinwand des Spektakels abwenden, um die Masse jener zu berücksichtigen, für die der Katastrophenfilm samt seinem kitschigen Ausgang (Sarkozy küsst Merkel und alle Welt weint vor Glück) niemals etwas anderes als ein Schattenspiel war. (…)
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Bitte LInk benutzen

http://www.taz.de/1/archiv/dossier-finanzkrise

Aus dem Französischen von Frank Ruda.

Der Text erschien ursprünglich in der Tageszeitung „Le Monde“.

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medienwatch.wordpress.com | Gesellschaft für operative Kunst (gfok)

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Dezember 31, 2008 at 09:41

Linda: »Havanna – Eine kubanische Reise«

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»Havanna – Eine kubanische Reise«

von Reinhard Kleist

In den ersten Januartagen 2009 jährt sich die Kubanische Revolution zum 50.
Mal. Anlässlich dieses Jahrestages zeigt der Kunst- und Kulturverein Linda in
Hamburg vom 09. bis 18. Januar eine grosse Auswahl an Originalen sowie Skizzen und Recherchematerial zu „Havanna – Eine kubanische Reise“ von Reinhard Kleist.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 09. Januar 2009 um 20 Uhr.

Zum Buch

Der Berliner Künstler Reinhard Kleist brach im März 2008 auf nach Havanna. Während seiner Reise traf er Menschen, hörte deren Geschichten und hielt diese Eindrücke auf seinem Zeichenblock fest. Kleist hat die Schicksale, Gedanken und Geschichten dieser Menschen in stimmungsvollen Bildern eingefangen und diese mit kurzen Texten begleitet. In Comicsequenzen führt er seine Leser zu den Stationen seiner Reise. So entstand ein einmaliges, wunderschön illustriertes Reisejournal in Bildern, voller Leben und ganz unterschiedlicher Stimmungen.

Der Autor

Geboren wurde Reinhard Kleist 1970 in der Nähe von Köln. Er studierte Grafik und Design in Münster und zog 1996 nach Berlin, wo er seitdem lebt und sich heute mit den Comic-Zeichnern Fil, Mawil und Andreas Michalke ein Atelier teilt. Er veröffentlichte zahlreiche Comics, unter anderem bei den Verlagen Ehapa, Landpresse, Reprodukt, Edition 52 und Carlsen. Neben seinen Comicarbeiten schuf Reinhard Kleist Illustrationen für Bücher von H.C. Artmann und J.G. Ballard und für Plattencover von Terrorgruppe und Bear Family Records. Darüber hinaus verschönerte er diverse Hausfassaden in Berlin und war als Artdirector für Trickfilme tätig. Reinhard Kleist erhielt für seine Comics bereits mehrere Preise, darunter 1996 den Max-und-Moritz-Preis für „Dorian“ (Ehapa). 2007 wurde er mit dem PENG-Preis sowie dem Sondermann-Preis für „Cash – I see a darkness“ ausgezeichnet, der 2008 mit dem Max-und-Moritz-Preis als „Bester deutschsprachiger Comic“ gekürt wurde.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/Reinhard-Kleist-Havanna-Kuba-Comics;art18281,2695852
http://www.zoomer.de/news/topthema/kuba/ausstellung/artikel/kuba-comic-streitgespraeche-mit-fidel
http://www.carlsen.de/blog/reinhard-kleist

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Allen Linda-Lovers ein gesunde und kreative neue Runde.
Linda freut sich mit Euch auf ein ein weiteres spannendes Kulturjahr.
Herzlich Willkommen zur 1. von 23 Linda-Ausstellungen im Jahr 2009.

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Vernissage:
Freitag, 09. Januar 2008 | 20 Uhr

Ausstellungsdauer:
09. – 18. Januar 2008

Folgende Ausstellung im Januar: »Die gefährdete Moderne und der Verfall
gesellschaftlicher Substanz« Fotografie und Installation Daniel Schaub
Vernissage: Freitag, 23. Januar 2009 | 20 Uhr | 23.01.-01.02.2009

Öffnungszeiten:
Freitag 09.01. 20:00 – 02:00 (Vernissage)
Sonntag 11.01. 15:00 – 19:00
Sonntag 18.01. 15:00 – 19:00

Linda | Hein-Hoyer-Str.13 | 20359 Hamburg | www.chezlinda.de

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medienwatch.wordpress.com

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Dezember 30, 2008 at 20:27

IPPNW fordern den sofortigen Stopp der Militärangriffe

Seiner Exzellenz
dem Botschafter des Staates Israel
Yoram Ben-Zeev
Auguste-Viktoria-Str. 74-76
14193 Berlin

Per Fax: 030/8904 5409

Berlin, 29. Dezember 2008

Sehr geehrter Herr Botschafter Ben-Zeev,

die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) fordern den sofortigen Stopp der israelischen Militärangriffe im Gazastreifen und verurteilen die palästinensischen Raketenangriffe auf Israel. Seit dem israelischen Militärangriff auf den Gazastreifen am Sonntag gibt es laut Aussage der Physicians for Human Rights Israel, dem Al-Mezan Center (Gaza) und dem Palestinian Medical Relief Society, Ramallah, 282 Tote (einschließlich 20 Kindern und 9 Frauen), über 700 verwundete Menschen (darunter 130 Kinder und 28 Frauen), davon mehr als 100 schwer Verwundete. (Stand vom 28.12.2008, 17.57 Uhr).

Das Gesundheitssystem im Gazastreifen befände sich kurz vor dem Kollaps, da es einer derartigen Zahl von Verwundeten nicht gewachsen sei. Die von Israel veranlasste Schließung des Übergangs bei Erez seit Freitag verhindere die Evakuierung der Patienten und verwundeten Personen und verstärke die humanitäre Tragödie im Gazastreifen.

Die Krankenhäuser seien vollkommen überfüllt. Es gebe nicht genug Betten für die Patienten. Der nicht abreißende Strom von Verwundeten habe dazu geführt, dass andere Patienten, inklusive Krebspatienten, Herzpatienten und andere chronische Kranke nicht mehr ausreichend versorgt werden könnten. Auch sei am 28. Dezember das größte medizinische Depot des Gesundheitsministerium in Gaza bombardiert worden. Das Depot, das in der Nähe des Falastin Fußballstadiums liegt, sei komplett zerstört worden inklusive einer großen Zahl von Medikamenten und medizinischem Gerät.

Das medizinische Gesundheitssystem im Gazastreifen stand bereits während der israelischen Blockade kurz vor dem Zusammenbruch. Diese Blockade ebenso wie die Bombardierung ziviler Ziele und medizinischer Einrichtungen ist ein klarer Bruch des internationalen Völkerrechts. Als Ärzte und Ärztinnen appellieren wir dringend an Sie, sich für einen sofortigen Stopp der Militärangriffe einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Claußen Matthias Jochheim
IPPNW-Vorsitzende IPPNW-Vorstandsmitglied

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Dezember 29, 2008 at 18:00

Veröffentlicht in IPPNW

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„Salafistische Al Qaida-Kämpfer“ aus dem Irak nun in Palästina ?

[meta-info.de] Michael Scheuer, früher Leiter der CIA-Ermittlungen gegen Osama bin Laden, berichtet nun, dass Al Qaida-Kämpfer, die bisher vorwiegend im Irak aktiv waren, sich nun vermehrt Palästina und Israel zugewandt haben. Insbesondere bemühen sie sich offenbar darum, Friedensgespräche zwischen israelischen Regierungsvertretern und der Hamas zu unterminieren. Durch Recherchen Seymour Hersh’s war bekannt geworden, dass die radikalen salafistischen Kämpfer verdeckte Unterstützung durch US-Vizepräsident Cheney in Zusammenarbeit mit dem saudischen Prinzen Bandar erhielten. http://www.meta-info.de/index.php?newsfull=1&lid=32873&rubrik=-

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Dezember 27, 2008 at 20:43

Memo: Existenzieller Marx

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Existenzieller Marx

Heinz Bude eröffnet eine Vortragsreihe des Hamburger Instituts für Sozialforschung: „Wie weiter mit Marx?“

„Bei uns in Russland interessiert sich man sich nicht so für Marx“, sagt eine schmale Studentin am Eingang des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS). In Hamburg tun es so viele, dass ganze Gruppen vor der Tür bleiben müssen. „Wie weiter mit Karl Marx?“, so fragte am Montag der Soziologe Heinz Bude als Erster in der Reihe „Wie weiter mit …?“. Sie soll klären, inwieweit der Blick der großen sozialwissenschaftlichen Theoretiker (und einer Theoretikerin) des 19. und 20. Jahrhunderts noch unserer sein kann.

„Teilweise“, so antwortet Bude an diesem Abend für die Marxsche Perspektive und dieses „teilweise“ war interessant, weil es ein emphatisches war. Marx, so sagt Bude, habe bereits 1848 Strukturen einer globalisierten Welt mit „ungeheurer spontaner Evidenz“ beschrieben: Die Gier des Kapitalismus und die wechselseitige Abhängigkeit der Volkswirtschaften, die an die Stelle der alten, nationalen Selbstgenügsamkeit tritt und immer neue Bedürfnisse produziert. Und eine Überproduktion, die zum Kampf zwischen Ausgebeuteten und Profiteuren führt FRIEDERIKE GRÄFF […]

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http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2007/02/07/a0213

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Dezember 24, 2008 at 09:00

Veröffentlicht in Memo: Existenzieller Marx

NS: Oradour und die Erhängungen von Tulle.

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Die Waffen-SS-Division “Das Reich” war in den Ort Oradour-sur-Glane eingefallen

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[ VVN | medienwatch | wikipedia | spiegel ] Dokumentation 1957: Massaker von Oradour-sur-Glane 1944

[…] Bekannt wurde der Ort durch das Massaker von Oradour am 10. Juni 1944, bei dem während eines Einsatzes der 3. Kompanie des I. Bataillons des zur SS-Panzer-Division „Das Reich“ gehörenden Panzergrenadier-Regiments „Der Führer“ im Zuge befohlener Partisanenbekämpfung der ganze Ort zerstört und fast alle Einwohner ermordet wurden.

Unmittelbar nach der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 erhielt die in Südwestfrankreich stationierte 2. SS-Panzer-Division Das Reich unter General Heinz Lammerding (1905–1971) den Marschbefehl zur Invasionsfront nach Norden. Auf ihrem Weg dorthin verübte sie massive Vergeltung für den wachsenden französischen Widerstand gegen die deutschen Besatzer. So erhängten am 9. Juni 1944 Mitglieder der 2. SS-Panzer-Division 99 Geiseln in Tulle. (wikipedia)

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oradour-gaulle-lavaux1945.

Foto: Luzien Lavaux 1945 | Oradour-Edition 1000 Expl. by Charles-Lauvauelle & Co 1957 | Guy Pauchou (Sous-préfet de Rochechouart), Dr. Pierre Masfrand (Conservateur des ruines d’Oradour-sur-Glane) «Vision d’ Epouvante»

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Spiegel … Eine Kompanie der Waffen-SS-Division “Das Reich” war an diesem Nachmittag in den Ort Oradour-sur-Glane nahe der französischen Stadt Limoges eingefallen. Ihre Suche nach angeblichen Waffenlagern der Widerstandsbewegung artete rasch zu einem Massaker an den Dorfbewohner aus. Am Ende waren 642 Menschen tot, der Name Oradour wurde zum Fanal und zum Symbol für die Menschenverachtung der von Hitler auf Europa losgelassenen deutschen Soldateska. Und das Massaker hatte ein Nachspiel, das bis heute nur wenigen bekannt ist.

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Zweiter Weltkrieg

Kopfschuss in der Dämmerung

Ein Nazi-General kommt in alliierter Gefangenschaft um – und Hitler fordert Rache. Also macht sich die NS-Bürokratie daran, den „Führerbefehl“ umzusetzen. Am Ende liegt ein französischer General erschossen im Schnee am Straßenrand bei Dresden. Anatomie eines angekündigten Kriegsverbrechens.  hier

Oradour:

http://www.vvn.telebus.de/anachric/2004/02/02k.htm

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Die Erhängungen von Tulle. Ein ungesühntes Verbrechen

Das Buch schildert zunächst das Ende der Besatzung in der Corrèze. Nach den Ereignissen von Tulle und Oradour verstärkt sich die Tätigkeit des Widerstandes ,die deutschen Truppen sind überfordert. Brive wird zum Schauplatz seltsamer Kulissenspiele zwischen Deutschen und AS-Widerständlern. Die alliierte Landung in der Provence veranlasst Obst. Böhmer zu kapitulieren. Walter Schmald wird hingerichtet. Die Corrèze feiert ihre Befreiung. Eine Müllhalde am Straßenrand, hoch über dem Wasserlauf der Corrèze, war der erste Bestattungsort der 99 Erhängten von Tulle am 9. Juni 1944. Unmittelbar nach der Befreiung begann die Suche nach den Verantwortlichen und Schuldigen, unter denen Brigadeführer Heinz Lammerding, der Kommandeur der SS-Panzerdivision Das Reich, herausragt. Bis zu seinem Tod 1971 verlief die gerichtliche Ahndung der Ereignisse von Tulle im Sande, ungeachtet der Prozesse in Frankreich und der neuen Ermittlungen in Deutschland. Das Ereignis war schließlich nur noch ein lästiges Hindernis beim Aufbau des Staatsprogramms der „deutsch-französischen Freundschaft“. Die Wehrmacht wurde freigesprochen. Der SS-Führer Lammerding wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt und blieb unbehelligt bis zu seinem Ende. Der KdS August Meier wurde in Bordeaux zu 20 Jahren verurteilt und nach dreieinhalb Jahren entlassen. Als seine Vergangenheit als Kommandoführer der Einsatzgruppe C mit einer Mordbilanz von über 30.000 Opfern ins Visier der Ermittler geriet, beging er 1960 Selbstmord im Gefängnis. Den Opfern von Tulle hatte man bei der Befreiung feierlich gelobt: „Die Nation wird euch nicht vergessen. Euch wird Gerechtigkeit widerfahren.“ Das Versprechen wurde nicht eingelöst. Eine äußerst gründliche und spannende Recherche von mehr als zehn Jahren, unter Einbeziehung zahlreicher Zeugen und durch weitreichende Archivforschungen in Frankreich und Deutschland erhärtet.

http://shop.vvn-bda.de/product_info.php?info=p220_die-erhaengungen-von-tulle–ein-ungesuehntes-verbrechen.html

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Besprechung im Spiegel, Buchtitel: „Braune Diplomaten“  hier

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de |

Fotos 2008: Jörg Stange, GfoK Bibliothek: aktive archive° = Gerda Zorn, “Frauen gegen Hitler” etc.

Written by medienwatch & metainfo

Dezember 24, 2008 at 00:32