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Widerstand gegen Atommüll-Endlager in Gorleben: Beuys-Plakat

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Memo: Bundesweiter Aufruf zur Demo in Gorleben 2008 + 2010

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„Menschengemässe Kunst muss 1. die Zerstörung des Menschengemässen verhindern und 2. das Menschengemässe aufbauen“ nur das ist KUNST und sonst gar nichts Joseph Beuys 1985 | Foto/Objekt; Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK-Kunstarchiv

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08.11.2010

Debatte
Der verletzte Stolz

Von Peter Sloterdijk

Über die Ausschaltung der Bürger in Demokratien

Wann immer Politiker und Politologen sich über den Zustand einer modernen res publica Gedanken machen, drängen Reminiszenzen an das alte Rom sich auf. Das widerfuhr auch jüngst dem glücklosen deutschen Außenminister, als er, um den in seinen Augen allzu üppigen Sozialstaat unseres Landes zu kritisieren, auf den Gedanken verfiel, die heutigen Verhältnisse mit den Niederungen der römischen Dekadenz zu vergleichen:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,727904,00.html

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Anwalt über Polizeigewalt bei Castor-Protest

„Schlagstöcke ohne Vorwarnung“

Bereits als Demonstranten noch weit von den Schienen des Castor-Transports weg waren, setzte die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke ein – ohne Ankündigung, kritisiert Anwalt Stolle * 16.11.2010
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/schlagstoecke-ohne-vorwarnung/

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Charlotte Roche gibt Castor-Protest ein neues Gesicht

Demonstranten schicken Merkel aufs Atomklo
http://www.welt.de/politik/deutschland/article10773000/Charlotte-Roche-gibt-Castor-Protest-ein-neues-Gesicht.html

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Video zeigt brutalen Polizeieinsatz

Der Castor-Zug nähert sich Dannenberg. Jetzt heißt es für die Gleisblockierer ausharren und sich nicht vertreiben lassen. Ein Video zeigt, wie ein Polizist auf einen Demonstranten einschlägt:
http://taz.de/1/zukunft/castor-ticker/artikel/1/live-ticker-castor/

Der Castor rückt näher
Polizei geht gegen Demonstranten im Wendland vor

Entlang der Strecke des Castor-Transports nach Gorleben hat es weitere Blockade-Aktionen gegeben. Im Wendland, wo der Zug mit dem Atommüll im Laufe des Tages erwartet wird, ging die Polizei mit Reizgas und Schlagstöcken gegen Demonstranten vor.
http://www.dradio.de/aktuell/1312872/

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Ein Fotoprojekt gegen die deutsche Atompolitik von Andreas Herzau, Christian Jungeblodt, Michael Meyborg, Daniel Rosenthal, Lukas Thiele und der Fotoagentur LAIF – das taz.de nutzen kann

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http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/bundestagsprotest.html.

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Widerstand gegen Atommüll-Endlager in Gorleben

mopo: +++ Atomkraftgegner haben sich gestern von drei Bahnbrücken bei Lüneburg abgeseilt und die Regionalbahnstrecke nach Dannenberg fünf Stunden lang blockiert. Die Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood wollten gegen den am Wochenende erwarteten Atommüll-Transport nach Gorleben protestieren. Polizisten mit Bergsteigerausrüstungen holten die Kletterer aus den Seilen. +++
Auch die 82-jährige Lilo Wollny. Sie ist eine Ikone des Atomwiderstands – und gleichzeitig Oberhaupt der schrägsten Demo-Familie des Wendlands, wie die Gegend hier heißt. Während sie Widerstand organisierte, heirateten ihre Töchter Soldaten. Ein Sohn schuftete kurze Zeit in einer Uranmine und für den 12-jährigen Enkel sind Großdemonstrationen das Normalste von der Welt. Gemeinsam geht die ganze Familie heute auf die Straße – als Zeichen, dass der Atom-Protest die Generationen vereint. +++

Also las Wollny alles über Kernkraft und gelangte zur Erkenntnis: „In diesem Punkt gibt es keine Neutralität. Wer sich nicht wehrt, ist mitverantwortlich.“

Lilos Tochter Carmen (42) erinnert sich noch genau an die Zeit, als sie zur „Aussätzigen“ wurde. Schuld war ihre Mutter – oder, je nach Sichtweise, die Atomindustrie. Letztere plante 1977 ein Endlager für Atommüll, quasi um die Ecke. „Gibt es noch ein anderes Gorleben außer unserem?“, fragten sich die Wollnys damals. Gab es nicht. Und über Nacht wurde aus der unbedarften Hausfrau Lilo die erbittertste Gegnerin der Atomlobby. „So eine gigantische Anlage in unserem Paradies, das war ein Schock.“ Seit ihrer Kriegskindheit im bombengeplagten Hamburg-Wilhelmsburg war das Wendland für Wollny der Himmel auf Erden. Der vollständige Beitrag : […] >
http://www.mopo.de/2008/20081107/hamburg/panorama/zu_besuch_bei_familie_widerstand.html

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Erinnerung an den engagierten Atomkraftgegner und Pflegedienstleiter Joachim Täubler, der vom Verfassungschutz (Taz) in seiner Wohnung bis ins Schlafzimmer hinein verwanzt wurde. taz=[]>

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129a-Verfahren

Operation Stasi-West

Die Ermittlungsverfahren gegen G 8-Gipfel-Gegner nach dem Terrorparagrafen 129 a sind eingestellt worden. Dennoch ist das Ziel der Durchforschung der linken Szene erreicht worden VON KAI VON APPEN
https://www.taz.de/1/nord/artikel/1/operation-stasi-west/

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[..] So sind nach Aktenlage Berichte des Bundesamtes für Verfassungsschutz in die polizeilichen Ermittlungen des Bundeskriminalamts eingeflossen und unhinterfragt verwendet worden. Das führte dazu, dass besonders der Hamburger Physiker Fritz Storim, der für die Messstelle für Arbeit und Umwelt der Universität Bremen (MAUS) arbeitet, als auch der Leiter einer ambulanten Pflegedienststelle Joachim Täubler überwacht wurden. Täublers Wohnung wurde systematisch verwanzt. Jeder Mucks – auch im intimsten Bereich im Schlafzimmer – wurde aufgenommen. Die Telefone seiner Dienststelle wurden angezapft und die Kollegengespräche mit Patienten abgehört. „Er war der staatlichen Überwachung wie Verwanzung der Wohnung und Videoüberwachung des Hauseingangs besonders stark ausgesetzt“, sagt Fritz Storim. Täubler starb, bevor das Verfahren eingestellt wurde [..]
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=na&dig=2008%2F10%2F06%2Fa0150&cHash=a9d79ac1cb

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Protest gegen Gorleben wieder auf der Straße

Der Streit ums Endlager Gorleben geht weiter. Nächstes Wochenende will die Anti-AKW-Bewegung im Wendland zu alter Form auflaufen. Auch Grüne und Linke wollen Castor blockieren. [Taz]

„Widerstand auf hohem Niveau“
Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg rechnet damit, dass die Castor-Proteste am kommenden Wochenende mehr Zulauf haben werden als in den vergangenen Jahren [Taz]

Soziologe zu Castor-Protesten „Die Situation ist günstig“
taz.de – 31. Okt. 2008
… plötzlich alle Atomkraftgegner nach Gorleben fahren.“ Foto: dpa taz: Herr Rucht, um die Castor-Transporte ist es in den letzten Jahren ruhiger geworden. [Taz]

dradio: 7.11.08 […] >

Demoaufruf PDF = http://www.castor.de/diskus/flugbl/2008/demo08.pdf

Weitere Hintergrundinformationen zum Beuys Plakat […] >

http://www.castor.de/material/gorlebenrundschau/2004/quartal4/ausg09.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Atomm%C3%BClllager_Gorleben

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Gorleben/Wendland Memo: TAG X = „Menschengemässe Kunst muss 1. die Zerstörung des Menschengemässen verhindern und 2. das Menschengemässe aufbauen“ nur das ist KUNST und sonst gar nichts Joseph Beuys 1985 | Bildbearbeitung / Fotografie, Klammer-Objekt: Jörg Stange | Plakat 1985 Joseph Beuys GfoK-Kunstarchiv Gunnar F. Gerlach / Stange | medienwatch.de | meta-info.de | metasynapse.de

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Originalartikel bzw. ergänzende Info hier

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Written by medienwatch & metainfo

November 1, 2008 um 12:45

3 Antworten

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