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Archive for November 2008

100 Jahre BLAU | BLAU – Zimmer für Kunst und andere

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Mi | 03.12.08 | 19 h

BLAU – Zimmer für Kunst und andere
zu Gast in der Westwerk-Bar:

100 Jahre BLAU

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Selbstgebastelte Karriere in der Sackgasse? – Off-Räume zwischen Autonomie und Autismus, zwischen Vereinsmeierei und Vereinahmung, zwischen Party und Politik.

Zum Jubiläum von »BLAU – Zimmer für Kunst und andere« diskutieren die Kunstschreiber und Kunstwissenschaftler Gunnar Gerlach, Wolf Jahn, Julia Mummenhoff, Hajo Schiff, Nora Sdun und Ludwig Seyfarth über die grundlegende Idee, die aktuelle Lage und die Zukunft der Künstlerinitiativen. Es moderieren Veronika Schöne und Michael Dörner.

In Paris bauten Gustave Courbet und Edouard Manet auf eigene Kosten je einen Pavillon, um bei der Weltausstellung von 1867 dabei zu sein. In solcher Eigeninitiative kann eine Frühform von Sezessionen, Produzentengalerien und alternativen Ausstellungsprojekten gesehen werden, wie sie in großem Ausmaß hundert Jahre später auch in Deutschland zu sprießen begannen. Ein erstes Resümee dessen, was die Kunstszene da leistete, zog mit starkem Hamburg-Bezug 1998 Buch und Ausstellung »Dagegen-Dabei« von Hans-Christian Dany, Ulrich Dörrie und Bettina Sefkow. Inzwischen brüstet sich selbst der Kulturwirtschaftsbericht des Senats: »Hamburg verfügt über eine sehr lebendige Szene der sogenannten Off-Galerien. Diese genießt inzwischen auch überregional ein herausragendes Ansehen und gibt Hamburg ein attraktives Trend-Image.« Doch das nützt den Künstlern wenig und ändert nichts an der sehr schlechten finanziellen Lage der Szene. Im Vergleich zur Macht der institutionellen Kuratoren, der Galeristen und der Sammler, scheinen manche »Artist-run-Spaces« bloß der Karriere nicht förderliche Party-Locations oder gar Kuschelnischen für arme, edle und wirkungslose Idealisten. Immerhin: Letztere hat der Bürger seit Spitzwegs Zeiten ja gern.

Als 100ste Veranstaltung von BLAU wollen wir die selbstgesetzte Aufgabe noch einmal reflektieren und mit einigen Kritikern über die Mediensicht diskutieren, ohne die Freude über das selbstbestimmt Erreichte zu vernachlässigen.

Anschließend Party mit dem DJ: International Idiot

http://www.westwerk.org/

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Veronika Schöne | Gunnar F. Gerlach | Michael Doerner | Fr. Grau

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Hajo Schiff | Wolf Jahn

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Veronika Schöne | Gunnar Gerlach | Michael Doerner

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Julia Mummenhoff | Ludwig Seyfarth | Nora Sdun

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Gunnar F. Gerlach | Michael Dörner

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Julia Mummenhoff | Ludwig Seyfarth | Nora Sdun

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100 Jahre Blau Zimmer für Kunst und andere  100Jahre_BLAU100Jahre_BLAU100Jahre_BLAU

medienwatch.de | meta-info.de | medienwatch.wordpress.com | Fotos + Bildbearbeitung: Jörg Stange, Gfok Archiv(e)

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November 16, 2008 at 21:40

Paris: Zu Ehren der Résistance-Kämpferin France Bloch-Sérazin

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[meta-info.de] In Paris wird am 4. Dezember 2008 zu Ehren der Résistance-Kämpferin France Bloch-Sérazin gegen die Nazi-Occupation gedacht. Die engagierte Lehrerin Catherine Vieu-Charier ist Sprecherin für das «Chargee du Monte Combattant» („Weltarchiv für Freiheitskämpfer“) und politisch Verfolgter. Sie tritt u.a. für die Erleichterung von Haftbedingungen politischer Gefangener ein.

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Roland Sérazin und Überlebende der Résistance

Anwesende und Initiatoren der Gedenkveranstaltung:
Catherine Vieu-Charier ist die Erinnerungvertreterin des
Bürgermeister Bertrand Delanoë von Paris
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Roger Madec Bürgermeister für den 19. Bezirk in Paris.
Francoise Soignon Schulleiterin der France
Bloch-Sérazin Hauptschule in Poitiers. Irene Dallez
Schulleiterin des Victor Hugo Gymnasium in Poitiers (France: Abitur)

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Die obige Gedenktafel, wurde* an einer Mauer unterhalb des Laboratoriums angebracht, in der France Bloch-Sérazin ihre Sprengsätze gegen die Transportwege der Nazis herstellte. Gleisanlagen wurden dadurch unpassierbar gemacht. Der Bürgermeister von Paris Bertrand Delanoë (Er wird bereits als künftiger sozialistischer Kandidat des Präsidentenamtes 2012 betrachtet). Und der Senator des 19. Arrondissement Roger Madec, unterstützen dieses Erinnerungsprojekt, im Gedenken an France Bloch-Sérazin. France Bloch-Sérazin war Chemikerin und Schülerin der Atom-Physikerin und Nobelpreisträgerin Marie Curie. France Bloch-Serazin wurde 1943 nach ihrer Verhaftung in einer sogenannten NN = Nacht + Nebel Deportation ins Hamburger Holstenglacis Gefängnis gebracht und durch die NS-Justiz mit dem Fallbeil hingerichtet. Hintergrundtexte -über das Leben und Wirken von France Bloch-Sérazin sowie ihr Umfeld, bitte die meta-info-links über vorangegangene Beiträge lesen. Grundbuchhalle-Filmveranstaltung: Metropolis | 3001 Kino ).

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Die Autorin Gerda Zorn („Auf den Spuren einer mutigen Frau“ = Film von Loretta Walz :: Drehbuch Gerda Zorn), weist auf France Bloch-Sérazin im neu gestalteten „Plattenhaus“. Eine aufgearbeitete Gedenkstätte in Hamburg-Poppenbüttel. Das „Plattenhaus-Poppenbüttel“ wurde mit einer Daueraustellung 2008 neu installiert und internationalisiert (Garbe) – in der nun auch France Bloch-Sérazin gewürdigt wird. Hätte es das Engagement der Autoren Gerda und Hans Zorn nicht gegeben – gäbe es auch kein Gedenken an France Bloch-Sérazin in Hamburg. Gedenktafeln am Holstenglacis-Gefängnis aufgrund der Initiative von Gerda u. Hans Zorn.

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(Vordere Reihe: v.l.n.r.) Prof. Dr. Ulrich Bauche (Historiker), Dr h.c. Lucille Eichengreen (Zeitzeugin USA), Christa Goetsch (Grüne), Dr. Detlef Garbe u. Herbert Dierks (Dokumentenhaus / KZ Gedenkstätte Neuengamme) Die Einweihung des „Plattenhauses“, mit anschließender Begehung, fand im Forum Poppenbüttel statt. Plattenhaus: http://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/index.php?id=518

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* wird/wurde = geändert am 26. jan. 2009

http://www.metasynapse.de/stange/projekte/Album3/index.html http://www.exil-archiv.de/html/biografien/bloch-serazin.htm

weitere Beiträge:

http://www.meta-info.de/index.php?newsfull=1&lid=32855&rubrik=politik

Fotos oben (Privat): Roland Sérazin u.a. | Text | Fotos: Jörg Stange

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medienwatch.wordpress.com | meta-info.de | medienwatch.de

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November 16, 2008 at 15:10

Anderswo: Kimberly Horton, Alexander Raymond und Silke Silkeborg

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14 Dioptrien und Trio Hair & Company stellen ihr Kooperationsprojekt Kontemporär vor: Ein Ausstellungsraum in der Hamburger Innenstadt, Ferdinand Strasse 47, nahe der Binnen-Alster. Der von Trio Hair & Company zur Verfügung gestellte und direkt über dem Frisörsalon befindliche Projektraum wird ab dem 29.Mai 2008 von 14Dioptrien mit kuratierten Ausstellungen bespielt.

Das gängige Modell von synergetischen Zusammenschlüssen zweier Unternehmen zur Förderung junger Kunst wird durch dieses Kooperationsprojekt um eine viel versprechende und unkonventionelle Variante erweitert.
FINISSAGE ZU DER AUSSTELLUNG: ANDERSWO DONNERSTAG 4. Dezember AB 19: 30 UHR

Gezeigt werden junge Nachwuchskünstler/Innen und international renommierte Künstler/Innen im Rahmen einer Gruppenausstellung.

Das Ziel der Ausstellungsreihe ist, eine gezielte Förderung von Nachwuchskünstlern/Innen in Hamburg zu schaffen und aktuelle künstlerische Positionen in Hamburg vorzustellen.

In der vierten Ausstellung Anderswo werden Arbeiten von Kimberly Horton, Alexander Raymond und Silke Silkeborg gezeigt.

Fragen und Anregungen weiterhin an
info(at)14dioptrien.de
Kontemporär

http://www.14dioptrien.de/

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November 15, 2008 at 23:33

Veröffentlicht in Off-Räume

Der Untertassentheoretiker: In Deutschland bisher einmalige Studienrichtung ›Investment Banking‹

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Bildarbeit: V & B Villeroy & B(l)och | | Kill(er)roy 44 Weissware 2008 | Abtreten, wegtreten: „Weg-Tretminen versus Tellerminen“ (V & B = Tellerminen aus Porzellan im „Zweiten Weltkrieg“ produziert) | Jörg Stange | Investmentbanker Thießen: „Tellerminen“ gegen Hartz IV EmpfängerInnen)

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In Deutschland bisher einmalige Studienrichtung ›Investment Banking‹

[jw] Friedrich Thießen von der TU Chemnitz phantasierte kürzlich über einen Hartz-IV-Regelsatz von 132 Euro. Kein Wunder – seine Professur wird von der Commerzbank finanziert. Diese macht sich auch Gedanken über einen Bundeswehreinsatz in der Finanzkrise | Von Otto Köhler |

Nein, Trost, Erlösung gar, wird der Chemnitzer Lehrstuhlbesitzer Friedrich Thießen nicht finden, wenn er kommenden Mittwoch um 21.00 Uhr ins Café Weltecho an der Annaberger Straße 24 in der ehemaligen Karl-Marx-Stadt stürmt. Den aus dem hessischen Dreieich importierten Professor erwartet dort die böse Botschaft: »Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen.« So heißt das ursprünglich nicht für Thießen geschriebene Kabarettprogramm mit Marc-Uwe Kling, das an diesem Abend gegeben wird. Es ist ohnedies die Frage, ob sich Professor Thießen noch den Eintrittspreis erlauben kann. Ermäßigt, für Hartz-IV-Bezieher, beträgt er immer noch fünf Euro – das ist das Fünffache des monatlichen Kulturbudgets, das er selbst für derlei Menschen berechnet hat. Und ach, die Wissenschaft des Professors – sie heißt Investmentbanking – ist so pleite, daß Friedrich Thießen von Rechts wegen devaluiert, abgewickelt, arbeitslos sein muß. […] »

http://www.meta-info.de/index.php?newsfull=1&lid=32786&rubrik=medienwatch

Maßgeblich beteiligt am „Hartz IV-Modell“ und an der Einführung bzw. Entwicklung von Studiengebühren war die Bertelsmannstiftung und deren Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Medienwatch.de & Meta-info.de waren beim (Anti-)Bertelsmannkongress an der Uni-Hamburg und im Curio Haus involviert. Medienwissenschaftler, Soziologen, Politologen, die GEW etc. sowie Journalisten berichten seither zunehmend kritischer über „Die Krake Bertelsmann“. Hier ein weiterführender Link, über die politische und militaristische Einflussnahme des weltweit operierenden Bertelsmannimperiums, als globaler Think-Tank und neoliberaler Tonangeber.

Die Tonangeber = Prof. Rudolph Bauer:

http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-tonangeber

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Auch Otto Köhler berichtete:

Otto Köhler
„Wir sind Deutschland und Du bist Bertelsmann“
KOMMANDANTUR IN BERLIN […]

Tagesspiegel (Berlin)

Macht ohne Mandat

Die Experten der Bertelsmann-Stiftung sind in der deutschen Politik allgegenwärtig: Von den Kommunen bis zum Kanzleramt, von den Hochschulen bis zur Sozialhilfe. Die entscheidende Frage: Beraten sie die Politiker nur – oder machen sie selbst Politik? Harald Schumann

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/macht-ohne-mandat/755580.html

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Zitat: “Die Hühner fühlten sich plötzlich verpflichtet, statt Eier Apfeltörtchen zu legen.”  von Erich Kästner

https://medienwatch.wordpress.com/2011/10/19/munchen-unternehmen-universitat-bertelsmann-macht-hochschule/

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Broschüre gegen Ökonomisierung und Bertelsmann
https://medienwatch.wordpress.com/2009/08/23/broschure-gegen-okonomisierung-und-bertelsmann/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de


THE YES MEN Trailer

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November 15, 2008 at 16:49

Veröffentlicht in operative kunst

Yes Men II

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November 15, 2008 at 16:45

Veröffentlicht in operative kunst

„Nationale Notfälle“ und „Staatsfeinde“

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Wie die US-amerikanische Regierung ihre Bevölkerung überwacht

Im Mai dieses Jahres erschien in der von einem ehemaligen Mitarbeiter der „New York Times“ gegründeten Zeitschrift „Radar Magazine“ ein aufschlussreicher Artikel unter der Überschrift [extern] „The Last Roundup“ Gestützt auf Aussagen einer Reihe von aktiven und ehemaligen Regierungsmitarbeitern und Militärangehörigen, beleuchtet der Autor ein Beispiel des Machtmissbrauchs der Regierung Bush, welches einen kurzen Blick in die finsteren Abgründe polizeistaatlicher Maßnahmen in den USA ermöglicht.

Christopher Ketcham, ein freier Journalist aus New York, der u.a. für die Zeitschriften „Harper’s“ und „Mother Jones“ arbeitet, beginnt seinen Artikel mit der Beschreibung eines Zwischenfalls, der sich im März 2004 ereignete. Der derzeitige Justizminister John Ashcroft lag mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung im Krankenhaus, als zwei damalige Mitarbeiter Präsident Bushs, sein Rechtsberater (und späterer Justizminister) Alberto Gonzales und der Stabschef des Weißen Hauses, Andrew Card, versuchten, den geschwächten und unter Medikamenteneinfluss stehenden Ashcroft zur Unterzeichung eines Dokumentes zu bewegen.

Ashcrofts Stellvertreter James Comey, der im Vorfeld davon unterrichtet wurde, eilte mitten in der Nacht, begleitet von einem Trupp Personenschützer des Secret Service, ins Krankenhaus, in dem Ashcroft gegenüber Gonzales und Card durchblicken ließ, dass er nicht gewillt sei, in seinem Zustand irgendwelche Dokumente zu unterschreiben. Er verwies beide an seinen Stellvertreter Comey, woraufhin Gonzales und Card ohne weitere Kommentare davon stürmten […]

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28910/1.html

Fotografie | Bildarbeit: Jörg Stange | 2007 Kiel-Heiligendamm-Rostock 2007 | KunsttrifftG8

Originalartikel bzw. ergänzende Info hier
weitere Artikel:
US-Heimatschutz-Behördensprecher geht Ermittlerin in die Falle
(SPON) US-HEIMATSCHUTZ
Ministeriumssprecher wegen Kinder-Sex-Affäre verhaftet

Er war einer der höchsten Beamten der Superbehörde, die Amerika vor Terror und organisierter Kriminalität schützen soll. Gestern wurde Brian Doyle, stellvertretenden Sprecher des US-Heimatschutzministeriums verhaftet.

Written by medienwatch & metainfo

November 15, 2008 at 16:20

Veröffentlicht in Operativer Journalismus