Kunsthalle Fridericianum: Museum of Contemporary African Art & More
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Latifa Echakhch, Chambre, 2009
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Die französisch-marokkanische Künstlerin Latifa Echakhch thematisiert in ihren Installationen und Videoarbeiten Nationalität, Staat, Gesellschaft, Religion, Geschichte und kulturelles Erbe. Echakhchs Arbeiten sind formal und sehr vielschichtig konzipiert. Sie gebraucht häufig das Symbolische als Bedeutungsträger, so dass sich hinter ihrer formalen Erscheinung tiefer greifende politische, religiöse und soziale Auseinandersetzungen offenbaren.
Poetisch und politisch, delikat und gleichzeitig kritisch, intim aber öffentlich, entzieht Latifa Echakhch gewöhnlichen Gebrauchsgegenständen, kulturell definierten Objekten oder Nationalsymboliken ihren ursprünglichen Kontext. Ihr Material, wie marokkanische Teegläser und arabische Gebetsteppiche, Briefumschläge, Zuckerhüte und -würfel, Carbonpapier, aber auch juristische und politische Dokumente sind Gegenstand und Werkzeug ihrer Arbeiten und erfahren in Echakhchs künstlerischer Umsetzung eine neue, weitere Bedeutung.
http://www.fridericianum-kassel.de/echakhch.html
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Photo: Meschac Gaba, Summer Collection – Museum of Contemporary African Art
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Meschac Gaba arbeitet in seiner Kunst vornehmlich mit der Thematik des interkulturellen (Un)-Gleichgewichts. Seine Installationen beziehen sich auf Aspekte afrikanischer Lebenskultur, verweisen aber gleichzeitig durch den musealen Kontext auf eine westlich geprägte Kunstwelt. Museen erfüllen dabei aus seiner Sicht nicht nur eine Funktion als Ausstellungsort: “I believe that, above all, a museum is a place of study, of research.“ Separat wurden die eigenständigen Räume des Museum of Contemporary African Art seit 1997 bereits von unterschiedlichen Institutionen präsentiert: etwa der Museum Shop im SMAK in Gent (1999) und auf der 27. Biennale in São Paolo (2006), der Music Room im Bonnefantenmuseum in Maastricht (2000), der Marriage Room im Stedelijk Museum in Amsterdam (2000), die Library im Witte de With in Rotterdam (2001), der Humanist Space auf der documenta 11 in Kassel (2002) und der Salon im Palais de Tokyo in Paris (2002).
http://www.fridericianum-kassel.de/meschac_gaba.html
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| NL 9 24. August 2009(Please scroll down for the English version) |
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Ab dem 29. August 2009 markieren Meschac Gaba und Latifa Echakhch in der Kunsthalle Fridericianum globale und kulturelle Unterschiede. Mit der Ausstellung Museum of Contemporary African Art & More greift Meschac Gaba Momente afrikanischer Kultur auf und verweist durch die museale Präsentation zugleich auf eine westlich geprägte kommerzielle Kunst- und Warenwelt. Latifa Echakhch entwirft mit Les sanglots longs eine formale, aber sehr sinnliche Installation, in der sie sich kritisch mit Fragen zur Globalisierung sowie mit nationalen Unterschieden und kultureller Identität auseinander setzt. “Die politische Agenda von Gabas und Echakhchs Ouevre bleibt zwar jeweils im Halbverborgenen; ihr Werk markiert aber eindeutig und nachdrücklich die Notwendigkeit von weltpolitischen und interkulturellen Fragestellungen bei der Suche nach einer aktuellen Humanität.” (Rein Wolfs) Meschac Gaba Das Museum of Contemporary African Art besteht aus „Museumsräumen“ wie beispielsweise einer Bibliothek, einem Shop, einem Restaurant, einem Salon sowie einem Hochzeits- und einem Spieleraum. Diese insgesamt zwölf Installationen sind zwischen 1997 und 2002 entstanden und werden nach ihren weltweiten Einzelpräsentationen in der Kunsthalle Fridericianum nun zusammenhängend präsentiert. Speziell für die Kasseler Ausstellung produziert Gaba die Arbeit Lac de Sagesse, bestehend aus zwölf vergoldeten Gehirnen so benannter ,grandes maîtres’ – von Jesus Christus bis Harald Szeemann –, die durch postergroße Geldscheine mit Portraits von jenen Kurator/innen, die die einzelnen Räume des „Afrikanischen Museums“ zuvor ausgestellt haben, ergänzt werden. Zusätzlich ist die Arbeit Sweetness, ein rund 50 Quadratmeter messendes fiktives Stadtmodell aus Zucker, zu sehen. Die Ausstellung wurde initiiert von der Kunsthalle Fridericianum in Zusammenarbeit mit dem Museum De Paviljoens, Almere. Ein ausführlicher Katalog erscheint Ende 2009. Latifa Echakhch Für die Kunsthalle Fridericianum konzipiert Latifa Echakhch mit Les sanglots longs eine raumübergreifende Installation, die – obwohl streng konzeptuell entworfen – ästhetisch auf visuelle und akustische Erfahrbarkeit setzt. Den thematischen Schwerpunkt stellt das Phänomen Zeit und dessen inhärente Dauer dar. Eine große Wandarbeit aus mehreren hundert Ziffern, die auf die Auseinandersetzungen im israelisch-arabischen Konflikt referieren, ist zudem die Grundlage für eine Klavierpartitur, die Echakhch speziell für diese Ausstellung komponieren ließ. Im ersten Raum bilden große, zu mehreren Insellandschaften gruppierte Keile aus Dämmstoff und Beton einen Gegenpart zu dem Auditiven; sie scheinen den Ton aufzusaugen und auf Endlosigkeit zu verweisen – ein weiterer Aspekt des Phänomens Zeit und der Installation Les sanglots longs. Veranstaltungen und Vermittlung Mit Bassam Tibi und Chris Dercon beginnt im September das vielfältige Veranstaltungsprogramm. Bassam Tibi, Professor für Politikwissenschaften und internationale Beziehungen an den Universitäten Göttingen, Cornell und Yale, greift mit seinem Vortrag am Mittwoch 16. September das Thema der kulturell-pluralistischen Gesellschaft auf und spricht über die religiöse und kulturelle Vielfalt der islamischen Zivilisation. Am Mittwoch 30. September diskutieren Chris Dercon und Rein Wolfs über die künstlerischen Arbeiten von und das kuratorische Arbeiten mit Meschac Gaba. Dercon leitet das Haus der Kunst in München und hat ebenso wie Rein Wolfs bereits Ausstellungen von Meschac Gaba kuratiert.Möchten Sie mehr über unsere Ausstellungen erfahren? Jeden Sonntag um 15 Uhr findet eine Führung statt. Um sich intensiver mit einzelnen Aspekten der künstlerischen Positionen auseinander zu setzen, bieten wir jeden zweiten Mittwoch um 15 Uhr das Ausstellungsgespräch “Was soll das…?” an. Workshops und Führungen können Sie an einem Termin Ihrer Wahl buchen. . August So 30., 15h September Mi 9., 15 Uhr Mi 16., 18 Uhr Mi 23., 15 Uhr Mi 30., 18 Uhr Oktober Mi 14., 18 Uhr Mi 21. 15 Uhr Do 22., 15 – 17 Uhr Mi 28., 18 Uhr November So 15., 15 Uhr http://www.fridericianum-kassel.de/echakhch.html Kunsthalle Fridericianum Friedrichsplatz 18 D-34117 Kassel Tel. +49 561 707 27 20 Email: office@fridericianum-kassel.de www.fridericianum-kassel.de |
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