Archiv für die Kategorie ‘Zukunft des Journalismus: Zeitung in der Todesspirale’
Zukunft des Journalismus: Zeitung in der Todesspirale
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Zeitung in der Todesspirale
sueddeutsche.de: Mr. Fisher, ein Ende der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise ist noch lange nicht in Sicht. Wie ernst sollten Journalisten die gegenwärtige Situation nehmen?
Marc Fisher: Sehr ernst, weil sie auch eine nie da gewesene Krise unseres Berufsstandes bedeutet. Derzeit ist die berufliche Existenz einer ganzen Journalistengeneration bedroht. Und selbst diejenigen, die ihre Jobs behalten dürfen, verlieren zunehmend an Einfluss. Sie mühen sich mehr ab als je zuvor und haben dadurch weniger Zeit für Qualitätsarbeit. Der Zusammenbruch des klassischen Geschäftsmodells journalistischer Arbeit hat letztlich dazu geführt, dass wir in einer Welt leben, in der zwar immer mehr Informationen verfügbar sind, sich die professionellen Berichterstatter aber um ihre Zukunft sorgen müssen. Auf diese Weise nimmt die Qualität der gesamten Medienberichterstattung stetig ab. Das sollte nicht nur Journalisten Sorgenfalten auf die Stirn treiben, sondern allen Bürgern. (…)
http://www.sueddeutsche.de/kultur/495/457156/text/
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