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Autor-Archiv

puzzelink-evidenz: CARCERICITY = mit Peter Boue / Gunnar F. Gerlach / Ralf Jurszo

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Piranesi02

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CARCERICITY

Notizen zu Treppen, Kellern und Bunkern

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mit Peter Boue / Gunnar F. Gerlach / Ralf Jurszo

Ralf Jurszo bildet in seinen mit Neonfarben angereicherten Kreidezeichnungen vorwiegend Innenräume von Bahnhöfen und Bunkern ab. In den Fettstiftzeichnungen von Peter Boué werden Motive von Neubauten und Ruinen zu sehen sein. Das Motiv der Treppen wird von beiden bearbeitet – die Carceri von Piranesi sind hier Stachel und Anreiz genug. Gunnar F. Gerlach wird mit Bildern und Texten einen bis heute verborgenen, geheimnisumwitterten Weg rekonstruieren, der uns von Platons Höhlengleichnis über die Tonne des Diogenes und seiner Suche nach dem “wahren Menschen” zum Duchampschen Hochsoutterain als Urgrund aller Revolten (ver)führt. Vielleicht wird dort dann auch hö(h)llisch getanzt …

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Einladung zu Ausstellung:
am 21.August 09
um 19 Uhr

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puzzelink-evidenz.12
(parametrie … parodiese)
Markstrasse 6
Hamburg-Karolinenviertel

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http://www.puzzelink-evidenz.de/carcericity.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Battista_Piranesi

http://de.wikipedia.org/wiki/Eremo_delle_Carceri

Written by medienwatch

August 20, 2009 at 16:38

EU + Bundesregierung: Politischer PR Journalismus im Gesundheitswesen + mehr

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Tarnen & Täuschen

Produktlable Politik°

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Schlenker PR gewinnt Ausschreibung der Europäischen Kommission

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Pressemitteilung von: Schlenker public relations

(openPR) – Die Stuttgarter Hörfunk-Spezialisten von Schlenker public relations haben von der Europäischen Kommission den Zuschlag für die Kampagne „Leben in Europa“ bekommen. Ziel der Kampagne ist es, den Bürgern EU-Politik zu erklären und näher zu bringen. Berichtet wird über Themen, die die Bürger direkt betreffen, wie zum Beispiel die Kennzeichnungsverordnung von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln.
Das siegreiche Konzept der Stuttgarter sieht die Produktion und bundesweite Streuung von rund 270 formatgerechten Hörfunkbeiträgen zwischen dem 1. April und dem 31. Dezember 2006 vor. Die Produktionen werden auch auf den Web-Seiten zahlreicher Sender veröffentlicht.
Zusätzlich produziert Schlenker public relations einmal pro Monat einen ca. 15-minütigen Podcast (www.lebenineuropa.de). Die Ausschreibung wurde von der Generaldirektion Presse und Kommunikation der Europäischen Kommission unter dem Titel „Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Rundfunksendungen“, kurz APCAV 2005, durchgeführt. [::]

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Anzeige

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Endlich gut Zwischenlesen – mit Doppelgläser von D’Addario

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Schlenker Public Relations ist seit 15 Jahren einer der Marktführer im Bereich Radio PR mit gewachsenen Redaktionskontakten zu über 200 privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern. Die Agentur hat diese PR-Form maßgeblich entwickelt. Hier entstanden innovative below the line Maßnahmen wie Infomercials und Call in & Win-Aktionen.

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Was wir machen

Wir konzipieren und produzieren für unsere Kunden Sendebausteine, die von Hörfunk-Sendern bundesweit ausgestrahlt werden. Dabei können wir über Infomercials, interaktive Call In & Win-Aktionen und individuelle Senderkooperationen unterschiedlichste Zielgruppen direkt ansprechen. Und das Wichtigste: Die einzelnen Produktionen erreichen beim Hörer ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit. Oft sind unsere Kunden im Rahmen unserer Aktionen nicht nur on-air, sondern gleichzeitig auch auf der Homepage der Sender präsent. So können zusätzliche Informationen transportiert werden und für die Hörer besteht die Möglichkeit, über Links direkt zu den Online-Auftritten der Kunden zu gelangen.

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Radio kommt an

Radio ist das meist genutzte Medium in Deutschland – die meisten von uns hören im Schnitt über 3,5 Stunden pro Tag. Durch unsere PR-Maßnahmen sichern wir für unsere Kunden eine kontinuierliche Präsenz in den deutschen Hörfunkprogrammen: Über selektierte Verteiler werden im Durchschnitt bis zu 200 Redaktionen erreicht. Bei individuellen Senderkooperationen wählen wir die Partner nach Standort und Zielgruppe einzeln aus.

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Kontakt:

Schlenker public relations

http://www.schlenker-pr.de

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Kunden (Auswahl)

Aktion Mensch e.V.

Egmont Ehapa Verlag GmbH

Euro RSCG ABC Hamburg

Agentur für Kommunikation GmbH

Hamburg

HORNBACH

HORNBACH

Baumarkt-Aktengesellschaft

IBM Deutschland GmbH

Kodak GmbH

Kosmos Verlag

Krauts PR GmbH

Lenovo (Deutschland) GmbH

McDonald’s Deutschland

Melitta Haushaltsprodukte GmbH und Co. KG

Minden

MS&L Manning Selvage & Lee

Deutschland AG (diskret)

Adam Opel AG

Rüsselsheim

PLEON GmbH

Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH

Reader’s Digest Deutschland

Verband Chemischer Industrie e.V..

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Produktpromotion

Call In & Win ist eine unterhaltende Promotionaktion im Radio, bei der Hörer direkt mit eingebunden werden und gewinnen können. Das Call In & Win bietet sich besonders zur Steigerung der Bekanntheit von Markenprodukten an. Daneben können zum Beispiel Versicherungen, Finanzdienstleister oder Verbände ein Call In & Win auch sponsern und dabei auf sich und ihre Dienstleistungen aufmerksam machen. Ein Call In & Win ist immer mehrteilig angelegt und daher mehrfach on-air zu hören. [::]

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Interview und Kollegentalk

Die typischen Formen des Infomercials sind das Interview und der Kollegentalk. Sie eignen sich am besten, um Informationen und Neuigkeiten im Radio zu kommunizieren.

Wenn Sie eine Produktneuheit vorstellen oder die Ergebnisse einer Studie bekannt machen wollen, kommt das Infomercial in Frage. Und natürlich auch, wenn Sie Servicethemen aus Bereichen wie Gesundheit, Ernährung, Technik, Elektronik, Reise, Geld oder Versicherung umsetzen wollen.

Auch bei der Berichterstattung von Pressekonferenzen und zur Begleitung von Events kommen Infomercials zum Einsatz.

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Seite im Aufbau

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http://www.schlenker-pr.de/index.php?id=14

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta.info.de

Filmdokumentation befragt die Ursache von HIV + 1999 US Patent = Vaccine aus Affennieren | ARD/BBC Kinder als Versuchskaninchen

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Foto + Bildbearbeitung: Jörg Stange

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Die gängige Theorie behauptet, das HIV° Virus stamme vom Affen und würde über den direkten Kontakt zu Affen auf den Menschen übertragen. Doch das Virus existiert erst seit einigen Jahrzehnten. Eine akribische Recherche führt zu überzeugenden Indizienketten, Erkenntnissen und Dokumenten. Durch Zeit-Zeugenbefragungen (Labormitarbeiter, Virologen etc.) und anderen intern. Wissenschaftlern, wird die Therorie zur Ursache von HIV nachgezeichnet. Demnach ist es naheliegend, dass “SIV°- haltige Zellkulturen” aus Schimpansen-Nieren die Grundlage bildeten um die Lebendviren für den Impfstoff zu erhalten, die bei einer Massenschutzimpfung (unter +- Zwang) in Belgisch-Kongo 1 Million afrikanischer Kinder verabreicht wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass über die Polio(schluck)impfung, “HIV im Menschen kultivi(e)rt” wurde [SI/V S/H = Human = HIV°]. Ein Jahr nach der Massen-Polio(schutz)impfung traten die ersten AIDS-Fälle auf: Belgisch-Kongo war das Epizentrum für AIDS. Diese Filmdokumentation ist frei von Spekulationen – diese Doku zeichnet objektiv den egomanen und narzistischen Konkurrenzkampf zweier Wissenchaftler nach, die mit Rückendeckung der Pharmazie unterschiedliche Ergebnisse erzielten – mit offensichtlich dramatischen Folgen für die Menschheit . Die zusammengetragenen Fakten, Befragungen und Aufzeichnungen über/mit den verantwortlichen Virologen etc. sprechen eine seriöse und sachliche Sprache. Die WHO reagierte erst, als die Öffentlchkeit bzw. manche Medien, weitere Aufklärung verlangten und stellten die Massen-Impfungen ein. Diese filmische Dokumentation ist dringend zu empfehlen und gehört, neben weiteren Recherchen, in die rechtlich öffentlichen Sendeanstalten. (42 min.) Erweiterter Text (jst)


Beeindruckende Filmdokumentation befragt die Ursache von HIV

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http://www.youtube.com/watch?v=nQH3TrtsI9w

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[..] Die Art und Weise, wie HIV die T-Zellen tötet, ist immer noch nicht genau bekannt. Gallo und seine Kollegen haben wiederholt darauf hingewiesen, daß der Beweis, daß HIV AIDS verursache, erbracht worden sei, obwohl man die Mechanismen noch nicht kenne. Sie zitieren in erster Linie Beweismaterial aus der Epidemiologie, aus der Wissenschaft also, die sich mit der Verbreitung von Krankheiten befaßt. [..]

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Ist HIV wirklich die Ursache von AIDS?

Eine verrückte Frage? Ist denn nicht längst zweifelsfrei bewiesen, daß HIV die Ursache von AIDS ist? “Nein!” behaupten viele Wissenschaftler, Ärzte, Journalisten usw. Diese Kritiker glauben nicht an ein tödliches Virus namens HIV. Sie behaupten, daß das Virus in Wahrheit völlig harmlos ist. Die meisten von ihnen sind der Überzeugung, daß AIDS nicht sexuell übertragen wird. Außerdem würden viele AIDS-Patienten an den giftigen Wirkungen der Anti-Viren-Medikamente sterben. Ein Teil der Kritiker stellt sogar die Existenz von HIV in Frage. Einige Beispiele für diese Stimmen:

“Wenn es Beweise gibt, daß HIV die Ursache von Aids ist, dann müssen wissenschaftliche Dokumente vorhanden sein, die allein oder zusammen dieses Faktum belegen, zumindest mit einer hohen Wahrscheinlichkeit. Es gibt jedoch kein solches Dokument.”
(Dr. Kary Mullis, Biochemiker, Nobelpreis für Chemie 1993)

mehr

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Werden Virus Vaccine, als Grundlage für den Impfstoff, in Hühnereiern gezüchtet – oder doch (auch) noch über Affennieren? (Link unten US-Patent) = Bitte hierzu die Film-Dokumentation oben ansehen.

Schweinegrippe-Impfstoff wird aus erkrankten Affennieren hergestellt

19. August 2009 | Die Schweinegrippe-Hysterie nimmt zu – auch Deutschland steht eine Massenimpfung bevor. Wenn die Menschen aber wüssten, wie die Bestandteile der Impfstoffe in Wirklichkeit »hergestellt« werden, würden sie es sich vielleicht zweimal überlegen:

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/schweinegrippe-impfstoff-aus-erkrankten-affennieren

http://www.patentstorm.us/patents/5911998/claims.html

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Die Welt | 1. September 2009 | Diese Reaktionen treten allerdings nicht auf, wenn das Serum auf Zellkulturen gewonnen wurde – es sei völlig frei von Hühnereiweiß, so Zuberbier.

http://www.welt.de/news/article4438647/Bei-Schweinegrippe-Impfstoff-besteht-kein-erhoehtes-Allergierisiko.html

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uspatent vaccine affen-smallflashphoto zur besseren Lesbarkeit anklicken

5911998 Method of producing a virus vaccine from an African green monkey kidney cell line
A method for producing novel African Green Monkey Kidney (AGMK) cell lines is taught. These cell lines which are free of viable adventitious microbial agents are useful as substrates for viruses and for the preparation of viral vaccines….

http://www.patentstorm.us/patents-by-date/1999/0615/21.html

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Among primates known to be naturally infected with SIV° [SI/V S/H = Human = HIV°], African green monkeys are the most numerous, the most geographically dispersed, and the most commonly infected in the wild. There are four major types of African green monkeys which have been given species status, and these are commonly named vervet, grivet, sabaeus and tantalus monkeys. We and others have previously reported that each of these four species harbor their own SIVAGM subtype. Past studies, however, have been based on comparison of only small numbers of isolates and were further limited by the restricted geographic representation of some of the animal hosts. In particular vervet monkeys range from East to South Africa, but viruses were available from only five monkeys from Ethiopia and Kenya. To characterize geographically more diverse vervet viruses, we PCR amplified, cloned, and sequenced a 900 bp env gene fragment from eight additional strains, four of which were derived from wild-caught South African vervet monkeys. Phylogenetic analyses revealed that all newly identified viruses fell within the previously identified vervet cluster. Thus, vervet monkeys living more than 2,500 miles apart harbored the same SIVAGM subtype. These findings indicate that the African green monkey species and their viruses have co-evolved, implying that these monkeys have been host to SIV for a very long time.

http://gateway.nlm.nih.gov/MeetingAbstracts/ma?f=102213404.html

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ARD / BBC `Kinder als Versuchskaninchen` 1/3 HIV Tests etc.

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Teil I

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Teil II

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Teil III

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Weiteres umfangreiches Material über die Vogel und Schweinegrippe

http://medienwatch.wordpress.com/2009/07/29/schweinegrippe.

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Münchner klagt über Horror-Nebenwirkungen

Forscher weisen Vorwürfe zurück
Schweinegrippe-Impfung: Ein Testpatient packt aus

München – 21.08.09 | Ein harmloser Pieks – und damit vielleicht Tausende Menschen retten. Das dachten sich gleich mehrere hundert Freiwillige, die derzeit für eine Aufwandsentschädigung von 250 Euro an der Studie der Ludwig-Maximilians-Universität zur Schweinegrippe-Impfung teilnehmen:

Einer ist jetzt abgesprungen: Der Diplom-Kaufmann Axel Sch. (40). Er behauptet: „Die Impfung hat mich krank gemacht – der Test ist unverantwortlich:

http://www.merkur-online.de/nachrichten/muenchen/schweinegrippe-impfung-testpatient-packt-meta-451084.htm

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Foto | Bildarbeit: «SIV-VAC-CINE 09» Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Aktive Archiv(e)

Verbotene Wahrheiten: In China wurden elf Aktivisten verhaftet darunter der Künstler Ai Weiwei = Stand: 6-4-11

with one comment

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»Es versteht sich von selbst, dass das eigentliche Lebenselixier der Informationsgesellschaft die Freiheit ist. Erst durch diese Freiheit können Menschen in allen Teilen der Welt von Wissen profitieren, Journalisten ihre wertvolle Tätigkeit ausüben und Bürger ihre Regierungen zur Rechenschaft ziehen. Ohne das Recht, mittels Medien über Grenzen hinweg nach Informationen und Ideen zu suchen, sie zu empfangen und mit anderen zu teilen, wird sich die Informationsrevolution nicht entwickeln können. Und die angestrebte Informationsgesellschaft wird reines Wunschdenken bleiben.«

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Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Vationen von 1997 bis 2006

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Die Email funktioniert noch auf dem Blog von Ai Weiwei =

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http://www.aiweiwei.com/editorial/editframe.htm

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Ai-WeiWei-Die-Welle-700Ai Weiwei, ‘The Wave’, 2005, porselein / porcelain, Particuliere collectie / Private Collection, courtesy Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne =[::]=

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Der Ritterschlag

Der Künstler Ai Weiwei entlarvt mit klugen Aktionen den chinesischen Unrechtsstaat. Nun wurde er erstmals selbst von einem Polizisten geschlagen.

Ai Weiwei sieht nicht aus wie jemand, mit dem man sich auf eine Prügelei einlassen will. Man traut dem 52-Jährigen beinahe zu, dass er die tonnenschweren Skulpturen, auf denen sein Ruf als einer der bedeutendsten chinesischen Gegenwartskünstler beruht, ganz alleine stemmen kann. Aber dann diese Augen! Spätestens Ais Blick dürfte dem Polizisten, der ihn vergangene Woche in einem Hotelzimmer in Sichuans Provinzhauptstadt Chengdu verhörte, verraten haben, dass er bei aller Kraft nicht zu Gewalt fähig ist. Was der schmale Beamte als Einladung verstand, dem Künstler seinerseits einen ordentlichen Kinnhaken zu verpassen.

Hier bitte weiterlesen:

http://www.bernhardbartsch.de/archiv/der-ritterschlag/.

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weiwei-mapflashgrafik (anklicken)


Ai Weiwei (1957) ist eine der herausragendsten zeitgenössischen Personen der Kunstszene Chinas. Kürzlich war er als Berater am Entwurf des olympischen Stadions ins Peking beteiligt. Diese Solo-Werkschau ist sein Debut im Groninger Museum.

Das Werk von Ai Weiwei umfasst Performances, Installationen und Architektur. Seit 1978 etablierte Ai Weiwei sich als Mitglied er Künstlergruppe Xingxing (the Stars) in der Pekinger Kunstszene. Als diese sich 1983 auflöste, lies er sich in New York nieder. 1993 kehrte er nach Peking zurück, wo er anfing, chinesische Elemente in sein Werk einfließen zu lassen.
Hiermit untersucht er auf provozierende Weise den Mechanismus von traditioneller und politischer Symbolik. Für eines seiner Werke ließ er eine aus der Han-Dynastie stammende Urne auf dem Boden zerschmettern. Auch andere den Nationalstolz reflektierende Objekte vielen quasi als Statement aus seinen Händen. Alte Vasen bemalte er mit dem Coca-Cola-Logogramm oder mit fröhlichen Farben. Anschließend präsentierte er sie als billige Fälschungen. Im Jahr 1997 gründete er das China Arts Archives and Warehouse, ein Podium für junge und experimentelle Künstler.

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht Ai Weiweis Faszination für Keramik. Es ist ein Material, dass sich wie ein roter Leitfaden durch sein Œuvre zieht und stark verbunden ist mit der kulturellen Identität Chinas. Im Coop Himmelb(l)au Pavillon ist eines seiner neuesten Werke Pillars zu sehen. Dieses Werk ist ein lebensgroßer Vasen-Wald, in dem der Besucher sich frei umherbewegen kann. [::]

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Appeal to the Chinese Government
Please set the Artists and Activists free

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»Konfuzius teaches that only through the
Rules is about freedom for the people opened – including enlightenmentin current times«

Society for operative Arts

(jst)

Germany

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»Konfuzius had teached, that order is needed to build the freedom for the humans – - including enlightenment in current times«

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China, Ai Weiwei und die Aufklärung

Die Kritik der reinen Anti-Vernunft

Von Heiner Roetz
Selbstverliebte Exzentrik oder aufrechter Gang? Bemerkenswert, welchem Vorwurf der inhaftierte Künstler Ai Weiwei in China ausgesetzt ist. So gründlich kann man Konfuzius eigentlich nicht missverstehen. 08.04.2011, 18:14
http://www.sueddeutsche.de/kultur/china-ai-weiwei-und-die-aufklaerung-die-kritik-der-reinen-anti-vernunft-1.1083049

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Bloomberg Voices Dec. 2008 = Interview with Ai Weiwei

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Verbotene Wahrheiten

China: Aktivisten verhaftet

Von Alex Rühle

SZ 14.08.2009 | In China wurden elf Aktivisten verhaftet, darunter der Künstler Ai Weiwei. Er veröffentlichte Namen von Schülern, die bei einem Erdbeben starben, in seinem Blog.

Überrascht haben wird es ihn nicht, der Mann rechnet seit langem damit, verhaftet zu werden: Vor sechs Wochen, bei einem Besuch in seinem Beijinger Atelier, sagte Ai Weiwei auf die Frage, ob er seine Zukunft in China sehe, mit grimmigem Lachen: “Ich habe keine Zukunft. In dem Moment, in dem Sie diesen Raum verlassen, werde ich verschwinden.” Er spielte damit darauf an, dass er als international renommierter Künstler zwar unter einem gewissen Schutz stehe, dass ihn das aber letzten Endes genau so wenig schütze wie all die anderen Dissidenten, die in China verschwinden, verurteilt oder sonst wie schikaniert werden:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/777/484216/text/

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http://de.wikipedia.org/wiki/Ai_Weiwei

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http://www.flickr.com/photos/cozyroom_mimi/sets/72157622044013256/

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Ai Weiwei Four Movements

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http://www.groningermuseum.nl/index.php?id=3958

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http://www.aiweiwei.com/editorial/html/concept.htm.

Ai Weiwei sagt ab

Frankfurter Buchmesse

05.10.2009, 21:17

Von Stefan Kornelius und Henrik Bork
Der chinesische Künstler Ai Weiwei kommt nicht zur Frankfurter Buchmesse – offiziell aus gesundheitlichen Gründen.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/629/490010/text/

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12.01.2011

Kritischer chinesischer Künstler

Ai Weiweis Atelier abgerissen

Abriss im Morgengrauen: Am Dienstag haben die Behörden das Atelier des Regierungskritikers Ai Weiwei in Shanghai abreißen lassen.  Die Aktion war zwar angekündigt, überraschte den Künstler aber doch: “Ich hätte nicht erwartet, dass es so schnell geht.”
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,739030,00.html

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“My work is always dealing with real or fake, authenticity and value and how value relates to current political and social understandings and misunderstandings,”

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Guggenheim startet Petition für Ai Weiwei

New York (monopol) – Die amerikanische Solomon R. Guggenheim Foundation hat gemeinsam mit namhaften internationalen Museen eine Online-Petition für die Freilassung des von chinesischen Behörden verhafteten Künstlers Ai Weiwei gestartet. 08.04.2011

Zu den Erstunterzeichnern gehören neben Richard Armstrong, dem Direktor des Guggenheim-Museums auch Michael Govan, Leiter des Los Angeles County Museum of Art, Glenn Lowry, Direktor des New Yorker Museum of Modern Art, Nicholas Serota, Leiter der Londoner Tate, und Chris Dercon, der neue Direktor der Tate Modern.

„Wir, Mitglieder der internationalen Kunst-Community, drücken hiermit unsere Sorge um Ais Freiheit aus und unsere Enttäuschung über Chinas Weigerung, das Versprechen einzuhalten, Kreativität, und Gedankenfreiheit zu gewährleisten.“

Die Institutionen haben am Freitagabend eine Online-Petion freigeschaltet. „Mit der Verwendung von Ai Weiweis Lieblingsmedium zur Herstellung einer ‚sozialen Skulptur‘ hoffen wir, die Freilassung des visionären Künstlers und Freundes zu beschleunigen.“

Ai Weiwei war am Sonntag verhaftet worden. Ihm werden von den Behörden offiziell “Wirtschaftsverbrechen” vorgeworfen.

http://www.change.org/solomon_r_guggenheim_foundation
http://www.monopol-magazin.de/artikel/20102642/Guggenheim-startet-Petition-fuer-Ai-Weiwei.html

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On April 3, internationally acclaimed Chinese artist Ai Weiwei was detained at the Beijing airport while en route to Hong Kong, and his papers and computers were seized from his studio compound.   We members of the international arts community express our concern for Ai’s freedom and disappointment in China’s reluctance to live up to its promise to nurture creativity and independent thought, the keys to “soft power” and cultural influence.  Our institutions…

On April 3, internationally acclaimed Chinese artist Ai Weiwei was detained at the Beijing airport while en route to Hong Kong, and his papers and computers were seized from his studio compound.

We members of the international arts community express our concern for Ai’s freedom and disappointment in China’s reluctance to live up to its promise to nurture creativity and independent thought, the keys to “soft power” and cultural influence.

Our institutions have some of the largest online museum communities in the world. We have launched this online petition to our collective millions of Facebook fans and Twitter followers.  By using Ai Weiwei’s favored medium of “social sculpture,” we hope to hasten the release of our visionary friend.

Richard Armstrong, Director, Solomon R. Guggenheim Museum and Foundation and Alexandra Munroe, Samsung Senior Curator, Asian Art
Michael Govan, Director, Los Angeles County Museum of Art
Kaywin Feldman, President, Association of Art Museum Directors and Director and President, Minneapolis Institute of Arts
Glenn Lowry, Director, The Museum of Modern Art, New York
Yongwoo Lee, President, The Gwangju Biennale Foundation
Vishakha Desai, President and Melissa Chiu, Vice President of Global Arts, Asia Society
Sir Nicholas Serota, Director, Tate and Chris Dercon, Director, Tate Modern
Jim Cuno, President and Director of the Art Institute of Chicago
Ann Philbin, Director of the Hammer Museum
Julián Zugazagoitia, Director of the Nelson Atkins Museum

前言
享誉国际的艺术家艾未未于四月三日于北京国际机场,在乘机前往香港时遭受扣押。他位于北京住所的文件及电脑也遭查封。

我们身为国际艺术组织的成员,在此表达对艾未未的人身自由之强烈忧虑。同时,我们对于中国政府未能实现其对于培植创造力及自由思考─这些作为”软实力”及文化影响力的根本要件之承诺,感到十分失望。
我们的机构拥有全世界最大的博物馆线上社群。我们已经在网上发起请愿活动,将串联起在Facebook(脸书)及Twitter(推特)上的百万追随者。我们期望藉由艾未未深信能够实现”社会雕塑”的媒体-网络,来达成对释放这位拥有美好远景的艺术家及朋友之请求。

Richard Armstrong  古根汉姆美术馆 馆长
Alexandra Munroe   古根汉姆美术馆 资深策展人
Michael Govan 洛杉矶美术馆 馆长
Kaywin Feldman 美国博物馆协会暨明尼阿波利斯美术馆 总裁
Glenn Lowry 纽约当代美术馆 馆长
Yongwoo Lee 光州双年展基金会 总裁
Vishakha Desai 亚洲协会  总裁
Melissa Chiu 亚洲协会 全球艺术项目 副总裁
Sir Nicholas Serota 泰德美术馆  馆长
Jim Cuno, 芝加哥美术馆 馆长暨总裁
Ann Philbin, 汉默美术馆
Julián Zugazagoitia 纳尔逊·阿特金斯艺术博物馆Sir Nicholas Serota 泰德美术馆  馆长

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http://www.change.org/petitions/call-for-the-release-of-ai-weiwei#?opt_new=t&opt_fb=t&utm_source=hootsuite&utm_medium=sm&utm_campaign=twitter

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dradio: hören

Abriss des Ai Weiwei Ateliers in Shanghai

http://wissen.dradio.de/china-abriss-des-ai-weiwei-ateliers-in-shanghai.37.de.html?dram:article_id=7816&dram:audio_id=10088&dram:play=1

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* Sendungen A—Z
* ttt – titel thesen temperamente | VIDEO

* ‘Die Kunst der Aufklärung’ – Deutsche Ausstellung in Peking

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/431902_ttt—titel-thesen-temperamente/6868288_-die-kunst-der-aufkl-rung—-deutsche-ausstellung-i

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艾未未的自由 gfok

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Vernunft und Vorsicht

Kunst aus Dresden, Berlin und München soll den Chinesen die Ideen der Aufklärung nahebringen. Doch die opulente Schau wirkt dabei zu beschaulich. Von Heinrich Löbbers
http://www.sz-online.de/Nachrichten/Kultur/Vernunft_und_Vorsicht/
articleid-2729834

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Verschwundener Künstler Weiwei

Eine neue Stufe der Repression

Der Aufenthaltsort des chinesischen Künstlers Ai Weiwei ist noch immer unbekannt. Seine Frau und seine Freunde sind in großer Sorge. VON JUTTA LIETSCH
http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/eine-neue-stufe-der-repression/

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Factbox: Who is Ai Weiwei?

http://www.sbs.com.au/news/article/1513076/Factbox–Who-is-Ai-Weiwei-
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Kolumne
Ai Weiwei
Offenbar fürchtet auch der chinesische Despotismus, der am Sonntagmorgen den Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei verhaften und an einen unbekannten Ort verschleppen ließ, das Individuum als Ultima Ratio der Unabhängigkeit.
http://www.fr-online.de/kultur/spezials/times-mager/ai-weiwei/-/1838190/8299092/-/view/asFirstTeaser/-/index.html

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Chinesische Regierung verstärkt Schikanen gegen Künstler

Ai Weiwei festgenommen, Liao Yiwu an Ausreise gehindert
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1844242/Chinesische-Regierung-verstaerkt-Schikanen-gegen-Kuenstler.html

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Weitere Beiträge:

http://medienwatch.wordpress.com/who-is-ai-weiwei/

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Lassen Sie den chinesischen Künstler Ai Weiwei frei!

Die Fachgruppe Bildende Kunst in ver.di hat mit großem Erschrecken gelesen, dass der Künstler und Documentateilnehmer, Ai Weiwei in Peking verhaftet wurde, bisher ist sein Aufenthalt unbekannt. Kunst mag provozieren und ärgern, sie fordert zu Debatten und Auseinandersetzungen auf, aber sie ist menschlich und sorgsam, deshalb können wir es nicht zulassen und protestieren mit allem Nachdruck gegen die Verhaftung des Kollegen Weiwei, wir fordern von der chinesischen Regierung: Lassen Sie den Künstler Weiwei frei!

http://kunst.verdi.de/

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06. April 2011- 21:02 h
China reagiert auf Kritik wegen Ai Weiwei Festnahme
China hat auf die anhaltende Kritik wegen der Verhaftung des Künstlers Ai Weiwei reagiert. In der Staatszeitung «Global Times» beschrieb die Regierung Ai Weiwei als Außenseiter der chinesischen Gesellschaft. Die Forderungen von Menschenrechtsgruppen und ausländischen Regierungen den Künstler freizulassen, seien Ausdruck einer rücksichtslosen Missachtung der Souveränität des Landes.
http://www.kuvi.de/news/22263_china-reagiert-kritik-ai-weiwei-festnahme.html

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Künstler fordern die Freilassung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei + Kollegen = Stand 8-4-11

http://medienwatch.wordpress.com/ver-di-fordert-die-freilassung-des-chinesischen-kunstler-ai-weiwei/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach Gesellschaft für operative Kunst GfoK [Society of operative Arts]

Written by medienwatch

August 17, 2009 at 16:04

Hansa Stavanger | Somalia | Piraterie + Mehr

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Containerschiff 09 | Foto: medienwatch

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“Hansa Stavanger”

Piraten verschleppen Seeleute aufs Festland

ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, kg 17.4.2009 – 16:33 Uhr Fast die gesamte Mannschaft des gekaperten deutschen Frachters ist auf das somalische Festland gebracht worden. Die Seeräuber wollen damit einer Befreiungsaktion zuvorkommen.

20 der 24 Seeleute des Anfang April gekaperten deutschen Frachters “Hansa Stavanger” sind nach Informationen der NGO Ecoterra auf das somalische Festland verschleppt worden. Die Piraten taten dies offenbar aus Furcht vor einer Befreiungsaktion. Unklar ist allerdings, ob auch die fünf deutschen Besatzungsmitglieder unter den Verschleppten sind:

http://www.zeit.de/online/2009/17/seeleute-hansa-stavanger-verschleppt

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Schifffahrt

Rückblick: Vier Monate Todesangst

Von Helen Hoffmann, dpa | 8.8.2009 – 07:38 Uhr

Hamburg (dpa) – Als die 24 Crewmitglieder mit der «Hansa Stavanger» Anfang April auf dem Indischen Ozean unterwegs sind, ahnen sie nicht, was ihnen bevorsteht: Vier Monate in den Händen von Piraten, vier Monate in Todesangst =

http://www.zeit.de/newsticker/2009/8/8/iptc-bdt-20090807-256-22033768xml

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Bundeswehr

Das Ende der Terroristenjagd

Beim Truppenbesuch am Horn von Afrika trifft Minister Guttenberg auf verunsicherte Soldaten. Denn die Marine fürchtet seine Sparpläne.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-06/guttenberg-djibuti-enduring-freedom

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Freibeuter

Wer ist der Pirat?

Jack Sparrows (Johnny Depp) lässt die Herzen vieler Romantiker höher schlagen. -
Sie sind vielleicht Helden in Büchern und Filmen.

[..] Der Begriff „Piraten“ taucht zum ersten Mal beim römischen Geschichtsschreiber Polybius auf, schon in Ilias und Odyssee gibt es Seeräuber [..]

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/wer-ist-der-pirat/1378484.html

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Piraten zum Kegeln

Neues Werkbuch für junge Sägetalente: Ute und Tilman Michalski setzen Hölzer in Bewegung
http://www.zeit.de/2002/26/Piraten_zum_Kegeln

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Frampton Feldpost | Maersk und das Meer

http://medienwatch.wordpress.com/2009/06/29/peter-frampton/

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[Wasseraktie°] artbase-projekt: Wasser für Somalia

http://medienwatch.wordpress.com/2009/02/14/wasseraktie-kunstprojekt-wasser-fur-somalia/

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Seite im Aufbau

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | containerschiff 09 | foto: jörg stange, gunnar f. gerlach gfok: aktive archive

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August 12, 2009 at 18:29

Wanderausstellung “Kunst trotz(t) Armut” + Obdachlosigkeit

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underthebridge-hamburg-gfok-2009fotos: medienwatch

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Gegen die Versuchung, wegzuschauen

OFFENBURG. Die Wanderausstellung “Kunst trotz(t) Armut” macht derzeit in der evangelischen Stadtkirche Station: 27 Künstlerinnen und Künstler setzen sich auf vielfältige Weise mit Obdachlosigkeit und sozialer Ausgrenzung auseinander. “Die Schau soll helfen, das Fremdeln gegenüber Wohnungslosen abzubauen”, formuliert Pfarrer Peter Scherhans ein Ziel.

Ein reges Kommen und Gehen herrscht in dem Gotteshaus im Herzen der Stadt: Im Rahmen der dritten Offenen Sommerkirche sind sowohl die Türen des Haupteingangs an der Okenstraße als auch die des schmalen Nebeneingangs an der Hauptstraße von 11 bis 17 Uhr geöffnet. 150 bis 200 Besucher finden sich täglich hier ein, um sich die Skulpturen, Collagen, Fotografien und Gemälde anzuschauen. Die künstlerischen Positionen sind so unterschiedlich wie das Leben der Obdachlosen. “Auf Augenhöhe” nennt:

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http://www.badische-zeitung.de/offenburg/gegen-die-versuchung-wegzuschauen–18013533.html

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http://www.artnet.com/artwork/425679633/706/st-katharina-und-2-foto-efeu-st-katharina-and-2nd-photo-ivy.html

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Abschied vom Sozialstaat

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obdachloser-gfok-stange-grindelhochhaeuser1200flashphoto, um das soziale Elend deutlicher wahrzunehmen auf das Foto klicken.

http://medienwatch.wordpress.com/?s=casino

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medienwtach.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | fotos: jörg stange, Hamburg 2009 gfok gunnar f. gerlach aktive archive

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August 12, 2009 at 07:14

Der Mythos von der Demokratie

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Westerland (Sylt) 09 «Warten auf das nächste Konzert»

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Der Mythos von der Demokratie

In diesem Jahr standen und stehen in Deutschland mehrere Wahlen an, darunter noch im September auch die Bundestagswahl. Bekanntlich fragen sich seit vielen Jahren immer mehr Menschen, welche Partei sie wählen sollen oder ob sie überhaupt (noch) eine Partei wählen sollen, denn sie zweifeln an ihrem persönlichen Einfluss auf das gesellschaftspolitische Geschehen. Ich möchte zu diesem Problem hier eine grundlegendere Stellung beziehen, wie sie zumindest in den Mainstream-Medien bisher kaum jemals in Betracht gezogen wird. Als Kulturanthropologe, der die kulturelle Evolution insgesamt im Blick hat, habe ich mich auch mit der Entwicklung der verschiedenen Gemeinschaftsformen bis hin zu komplexeren Gesellschaften und damit zu sog. Staatengebilden befasst. Eines meiner Ergebnisse lautet: Es hat im Rahmen der Menschheitsgeschichte bisher noch nirgendwo auf der Erde jemals eine Demokratie gegeben. Das aber heißt, dass wie auch alle anderen geschichtlichen Staaten (etwa das antike Athen) auch die heutigen Staaten – somit auch die USA oder Deutschland – keine Demokratie darstellen. Jedes etwas komplexere Gesellschaftsgefüge und somit jeder Staat hat stets ein Herrschaftssystem ausgebildet, in dem nur bestimmte von egoistischen Privilegien- und Machtinteressen bestimmte, mehr oder weniger zynisch oder skrupellos werdende, Personengruppen – zumeist nicht einmal ganze gesellschaftliche Schichten oder „Klassen“ – die wesentlichen Geschicke der Gesamtgemeinschaft bestimmen. Stets bestimmt dabei eine kleine Gruppierung über die große Mehrheit der Bevölkerung und übt dabei bezogen auf deren existenzielle Bedingungen einen mehr oder weniger umfassenden Einfluss aus, der allenfalls bedingt mit der Interessenlage einzelner anderer Gesellschaftsschichten als den Herrschenden zusammenfällt, zumeist aber einen deutlich repressiven – sozialen und zumeist auch in vielfältiger anderer Hinsicht – Charakter besitzt. Hinzu kommt, dass der Mehrheit der Bevölkerung keine Möglichkeit gegeben wird, an dieser Struktur etwas grundlegend zu ändern; auch alle Revolutionen und Umstürze sind nach einer kurzen Zeit der Desorientierung oder des Chaos immer wieder in mehr oder weniger repressive bis diktatorische Herrschaftsformen eingemündet. Die Art und Weise, in der sich diese Herrschaftsausübung vollzieht, und damit die Ausprägung der jeweiligen Herrschaftsformen können sehr unterschiedlich sein. Auch das Ausmaß der Abhängigkeit(en) bis hin zur massiven Unterdrückung von Gruppen und Bevölkerungsschichten ist sehr unterschiedlich. Sowohl im historischen Kontext als auch im aktuellen politischen Bezug lassen sich daher sehr viele Klassifizierungen oder auch Einzeldefinitionen vornehmen. Um beim deutschen Staatsgefüge zu bleiben: Das deutsche Kaiserreich (1871-1918) unterschied sich von der „Weimarer Republik“ (1919-1933), diese wieder vom NS-Staat (1933-1945) und von diesen drei Vorgängern wiederum die alte BRD (1949-1990) einerseits und die DDR (1949-1990) andererseits sowie zum Teil von der alten BRD auch der gegenwärtige deutsche Staat ab Herbst 1990. Wichtige Kriterien von Herrschaftssystemen sind: Ein mehr oder weniger deutlich religiös (z.B. Gottesstaat) oder ideologisch (z.B. vermeintlicher Arbeiter- und Bauernstaat als Sozialismus bzw. Staaten mit faschistischer, rassistischer Ausrichtung) ausgeübtes repressives bis diktatorisches Herrschaftssystem. Ein mehr oder weniger repressiv bis diktatorisch ausgeübter Fürstenstaat (z.B. Feudalismus und andere Staaten mit Kaisern, Königen etc.). Ein Militärregime oder Polizeistaat unterschiedlichster Couleur. Ein Regime aus Warlords (zumeist in vom Zerfall begriffenen oder bereits zerfallenen Staatsgebilden). Verschiedene Formen von Oligarchien aus bestimmten Herrschaftsgruppen, mit zumeist wirtschaftlichem und/oder ideologischem (z.B. Nomenklatura im ehemaligen Ostblock) und/oder parteiprivilegienbezogener und/oder klerikaler Ausprägung. Die meisten heute existierenden sog. Demokratien gehören zu dieser letzteren Art von Herrschaftssystemen. Das gegenwärtige Herrschaftssystem in Deutschland stellt eine Oligarchie dar, in der wichtige Gruppierungen aus der Wirtschaft (Banken und Großindustrie bzw. deren Verbände), der jeweiligen Führungsriege der etablierten Parteien, die evangelische und vor allem die katholische Kirche (fast noch in der Form als Staatskirchen) und einige weitere privilegierte Gruppen bzw. Interessenvertreter (die meist mit den anderen Gruppierungen verbandelt sind) das politische Geschehen bestimmen, und zwar primär in ihrem eigenen Interesse und damit gegen das Gros der Bevölkerung gerichtet. Die sog. Lobbyarbeit stellt vor allem ein Gemisch der Einflussnahme dieser privilegierten und mit die Herrschaft ausübenden Gruppierungen/Personen durch Beratung der Exekutive und Legislative dar, wobei als Folge viele exekutive Schritte und Kabinettsbeschlüsse und zudem die allermeisten und letztlich alle entscheidenden Gesetzesvorlagen durch diese vorgenannten Gruppierungen, also durch diese Minderheit in der Bevölkerung, bestimmt werden. Die Ministerien sind besonders in ihren oberen wichtigen Ebenen zudem mehr oder weniger deutlich mit Gesinnungsleuten dieser Gruppierungen durchsetzt und viele Politiker stehen auf den Zahlungslisten dieser Gruppierungen und arbeiten mehr oder weniger deutlich in deren Interessen. Es ist zudem aussichtslos (außer durch einen staatlichen Umsturz, der dann aber höchstwahrscheinlich wieder ein neues Herrschaftssystem hervorbringen würde) dies zu ändern. Denn auch die Rekrutierung für höhere Parteiposten wird letztlich immer von den Privilegierten selbst kontrolliert und danach entsprechend gefiltert. Abweichler und Andersdenkende werden nach relativ kurzer Zeit kalt gestellt. Der APO-Schlachtruf aus dem Jahr 1968 von Rudi Dutschke und Co. „Marsch durch die Institutionen“, um ein neues Gesellschaftssystem zu bewirken, ist eine Illusion (bestes Beispiel die total angepassten GRÜNEN). Im Zeitalter der Aufklärung und im Rahmen der sog. demokratischen Reformbewegungen des 19. Jahrhunderts wurden als Garanten für eine Demokratie die Gewaltenteilung von Exekutive, Legislative und Judikative, die freie und geheime Wahl eines Parlaments (für eine sog. repräsentative Demokratie oder auch für eine Präsidialdemokratie) und die Meinungsfreiheit als Forderungen formuliert. Noch immer wird heute behauptet, dass ein in diesem Sinne ausgestatteter Staat eine Demokratie sei. Auch mir wurde nach der NS-Zeit in den 1950er Jahren bis Anfang der 1960er Jahre dieser Sachverhalt so im Gymnasium erzählt. Spätestens seit Mitte der 1960er Jahre begann ich dann jedoch zu begreifen, dass es sich dabei um einen Mythos oder sogar bloß um eine vorgeschobene Ideologie angesichts einer anderen Realität handelt. Denn zum Ersten bestimmt hier weitgehend die Exekutive das politische Geschehen, in Verbindung mit den anderen vorgenannten herrschenden und privilegierten Gruppierungen und damit ganz überwiegend in deren Interessen. Zum Zweiten kennen die meisten Abgeordneten gar nicht die Gesetze, über die sie – im vorgenannten inhaltlichen Sinne – abstimmen sollen, bzw. sind selbst mehr oder weniger stark in diese Interessenlage eingebunden. Zum Dritten ist auch die Justiz deutlich politisch bestimmt, weil alle wichtigen Posten in den einzelnen Rechtszügen nach parteipolitischen Kriterien besetzt werden, die Staatsanwälte gegenüber den Justizministern weisungsgebunden sind und die Politik auch immer wieder bei „heißen“ Sachen in das judikative Geschehen hineinregiert (Richter zum Beispiel auf einen anderen Posten wegen „Unbotmäßigkeit“ abgeschoben werden usw.). Relativ am besten bestellt ist es noch um die öffentliche Meinungsfreiheit, außerhalb der diesbezüglich zumeist vorhandenen deutlichen Einschränkungen am Arbeitsplatz, sofern dabei bestimmte Tabubereiche (Gotteslästerung, öffentliche Beleidigungen, Aufruf zum Staatsumsturz, rassistische Äußerungen, Holocaustleugnung und einiges mehr) nicht verletzt werden. Aber hier gilt das sog. Hydepark-Syndrom: Jeder kann kritische Äußerungen machen, aber außer einigen zufällig vorbeikommenden Menschen hört kein anderer hin; hier bedeutet das, die Massenmedien sind im Allgemeinen nicht bereit, fundamental kritische Meinungen zu unserem Gesellschaftssystem oder einigen ihrer Institutionen abzudrucken, weder als Artikel noch als Leserbrief (allenfalls dann, wenn es ihre Auflage fördert); denn sie stehen letztlich im Dienste des Herrschaftssystem, von dem sie ebenfalls wirtschaftlich profitieren (und oft genug auch noch von den Wirtschaftsmächtigen finanziell abhängig sind). Und die Herrschaftsgruppen lässt jede Kritik der „normalen“ Menschen ohnehin kalt, sofern es sich dabei nicht direkt bei einer bevorstehenden Wahl um ihr Wählerklientel handelt, das ihnen dann aber zumeist durch ins Leere gehende Wahlversprechen wiederum zu den gesellschaftlich privilegierten Posten verhilft, damit die Politiker dort dann wiederum ihre eigenen Interessen im Sinne des Großkapitals und einiger zugehöriger Gruppen und natürlich auch in ihrem eigenen Interesse durchzusetzen können. – Angesichts dieser historischen und gegenwärtigen Gegebenheiten, die ich hier in einem lediglich sehr kurzen Abriss darstellen konnte, wundert es nicht, dass es überall in der Welt ein großes Ausmaß an „Politikerverdrossenheit“ oder „Politikverdrossenheit“ jener gibt, die ohnehin in einer jeden Gesellschaft mehr oder weniger deutlich abgehängt werden. Aber das näher auszuführen, was das heißt und was dabei auch die beiden vorgenannten Begriffe eigentlich wirklich bedeuten, ist eine andere Geschichte.

Norbert Cobabus

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PARTEIEN-ZULASSUNG

OSZE schickt Wahlbeobachter nach Deutschland

Das gab es noch nie: Die europäische Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit wird zum ersten Mal Wahlbeobachter nach Deutschland entsenden – um den korrekten Ablauf der Bundestagswahl zu überprüfen. Auch die umstrittene Ablehnung mehrerer Kleinparteien:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,641353,00.html

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Foto: Jörg Stange

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August 9, 2009 at 15:12

Veröffentlicht in Der Mythos von der Demokratie

Blues-Rock-Legende Willy DeVille ist gestorben

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400px-2008-02-26_Willy_deVille

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US-Rocksänger Willy DeVille 58-jährig gestorben

Der Mann mit der Rauch-Stimme ist tot

Tagesschau | …Wenn Willy DeVille von “großer Musik” sprach, dann meinte er “Leute wie Buddy Holly, Edith Piaf oder Muddy Waters”, zu seinen Vorbildern zählte er Elvis Presley, James Brown und John Lee Hooker. In seine eigene Musik mischte der Musiker Doo-Wop-, Cajun-, Creole- und Mariachi-Elemente und verwendete zur klassischen Rockbesetzung auch Mundharmonika, Fiddle und Kuhglocken (…)

Charakteristisch war sein Gesangsstil: DeVille präsentierte seine ambitionierten Texte mit einer Stimme, die der deutsche Musikexpress Ende der Siebziger “rau, trocken, aufregend und dreckig” nannte:

http://www.tagesschau.de/kultur/willydeville100.html

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TRAUER UM WILLY DEVILLE

Südstaaten-Sinatra mit schwerer Seele

Von Andreas Borcholte

Er stammte aus der New Yorker Punk-Szene der späten Siebziger, wurde dann aber zum Latin-Pionier und großen Schmerzensmann der amerikanischen Soulmusik: Willy DeVille ist im Alter von 58 Jahren an Krebs gestorben.

spon | Von Andreas Borcholte | New York – Jimi Hendrix, dessen “Hey Joe” er immer wieder live coverte, Bob Dylan und der Bluesmusiker John Paul Hammond waren die Vorbilder, die der junge William Borsay in seinem Heimatort Stamford, Connecticut beharrlich hörte. Und irgendwann beschloss er, selbst Musiker zu werden, R&B-Sänger, Soul-Crooner, Virtuose =

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,641172,00.html

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Willy Deville – Storybook Love (Unplugged)

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Legende Willy Deville

Rocksänger mit 58 Jahren an Krebs gestorben

New York. Ein schwarzer Gehrock, verschmitztes Goldzähne- Lächeln und eine lange, dunkle Mähne – das waren die Markenzeichen von US-Rocksänger Willy DeVille. Mit seinen bitter-süßen Balladen und seiner rauchigen Stimme begeisterte der gebürtige Neuengländer 30 Jahre ein Publikum in aller Welt. In der Nacht zum Freitag starb er mit 58 Jahren in einem Krankenhaus in Manhattan an Krebs. „Er ist sehr friedlich verschieden. Ich war an seiner Seite“, sagte sein(e) Frau Nina der Deutschen Presse-Agentur dpa. =

http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1130722/Rocksaenger-mit-58-Jahren-an-Krebs-gestorben.html

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willy deville-mikro

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Hier eine “zarte” Interpretation des Jimmi Hendrix Songs “Hey Joe” – leider nicht embeddbar =

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http://www.youtube.com/watch?v=q3QO5TCS-hI&feature=related

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Willy Mink DeVille “Spanish Stroll”

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Willy Mink DeVille “Cadillac Walk”

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.willy deville augenklappe

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Willy DeVille Demasiado Corazón (Live)

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Willy DeVille Demasiado Corazón° (Studio)

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800px-Corazon.

Der Corazón° (span. für Herz) ist ein 4790 m hoher, leicht zu besteigender, nicht mehr aktiver Vulkan, der südwestlich von Quito am Westabhang der Anden Ecuadors liegt [::]

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.Willy Mink deville – Confidence To Kill

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Willy DeVille – Needles And Pins =

http://www.youtube.com/watch?v=EpYs9HARPBA&NR=1

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Willy DeVille – I’m Blue, So Blue =

http://www.youtube.com/watch?v=WRV9Co6fHeI&NR=1

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Willy DeVille – Empty Heart

http://www.youtube.com/watch?v=k_UKWyopxdM&feature=related

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WILLY DEVILLE- STAND BY ME° (cd hotel deville)


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Willy DeVille: Hey Joe in Haarlem

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Willy DeVille & Mink DeVille Band – Valencia 08

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Willy DeVille – I Call Your Name

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Willy DeVille: Hey Joe in Haarlem

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Willy-deVille-interv240

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Rock, Punk, Rhythmen & Blues Legende Willy DeVille

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Willy.
08.07.2009

It is with heavy hearts that we let you know that Willy passed away peacefully last night, August 6, 2009. His music and spirit will always be with us.

http://www.willydevillemusic.com/index.php?page=news&n_id=80

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Konzerte im Juli 2009:
Eines der letzten Fotos von Willy DeVille hier:
http://www.saarbrueckerzeitung2.de/geonews/show.phtml?nID=GDH1VAMHQ.1

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Leben

Willy DeVille kam 1950 als William Borsay in Stamford zur Welt. Anfang der 1960er Jahre verschlug es ihn nach New York. Die musikalischen Helden seiner Jugend waren Bob Dylan und Jimi Hendrix, von deren Einfluss sich DeVille nie lösen wollte. 1971 kehrte er nach einem mehrjährigen Aufenthalt in London nach New York zurück; reiste weiter an die Westküste und formierte in San Francisco die Band „Lazy Eights“.

1974 gründete er die Band Billy De Sade & The Marquis, die er 1975 in „Mink DeVille“ umbenannte. Gleichzeitig wurde aus William Borsay „Willy DeVille“. 1977 erschien deren Debütalbum in Europa unter dem Namen Cabretta und in den USA unter dem Namen Mink DeVille. Das Album wurde vom Rolling Stone zum „Best Album of Year“ gekürt. Der Musikexpress kommentierte: „Willy ist der Prototyp eines Rock’n’Roll-Menschen. Seine Stimme ist rau, trocken, aufregend und dreckig, und in ihr schwingt die sinnliche Anmache, die uns Hörer zittern lässt“. Im Oktober 1981 traten Mink de Ville bei der 9. Rockpalast Nacht in der Grugahalle Essen auf.

Sein Erscheinungsbild mit überlangem Jackett, einem verschmitztem Goldzähne-Lächeln mit im Schneidezahn eingefasstem Diamanten, zeitweise Menjou-Bärtchen und schulterlangem Haaren war ausgefallen. Der Verlauf seiner Karriere war wechselhaft: Mal zum besten Sänger des Jahres geehrt, dann wieder Streitigkeiten mit der Plattenfirma. Seine Single Storybook Love wurde als Soundtrack des Kinofilms Die Braut des Prinzen für den Oscar nominiert, dann wieder stand DeVille ohne Plattenvertrag da.

Der Song Loup Garou war 1996 Titelmusik des ZDF-Mehrteilers Der Schattenmann.

Zu seinem 25-jährigen Bühnenjubiläum kehrte Willy DeVille zu seinen Wurzeln zurück und ging 2002 mit dem Pianisten Seth Farber und dem Bassisten David Keyes auf die Suche nach seinen Ursprüngen. Das Blues-Album The Willy DeVille Acoustic Trio In Berlin wurde am 21. März 2002 in Berlin bei einem Konzert aufgezeichnet.

Sein Album Crow Jane Alley aus dem Jahr 2004 war die erste Studioveröffentlichung seit Horse Of A Different Color im Jahre 1999. Die Crow-Jane-Alley-Tour durch Europa fand vom 15. März – 18. April 2005 statt. In Amerika gab Willy DeVille ein Konzert: am 29. April 2005 im B.B.King Club in New York City. Mit Live In The Lowlands erschien zur entsprechenden Promotiontournee eine DVD, die im Herbst 2005 im Amsterdamer Paradiso aufgezeichnet wurde.

Vom 18. Oktober bis 18. November 2006 ging er mit dem Willy DeVille Acoustic Trio erneut auf Europatournee. Am Piano gab es dabei eine Umbesetzung. Für kurze Zeit gehörte Jeff Levine am Piano, der u.a. für Joe Cocker gespielt hat, zur Band.

2008 erschien mit Pistola ein weiteres Studioalbum, das erneut mit grundsolidem Songmaterial, gewohnt ambitionierten Texten und seinem unnachahmlichen Gesangsstil aufwarten konnte. DeVille setzte dabei seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Produzenten John Philip Shenale (The Bangles, Tori Amos, Robert Cray) fort.

Eine für 2009 geplante Tournee wurde aus gesundheitlichen Gründen abgesagt; es war bei ihm ein Pankreastumor diagnostiziert worden.[3] Am 6. August 2009 erlag er seinem Leiden in einem Krankenhaus in New York:

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weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_DeVille

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Seite in Arbeit

Stand by me° [::]

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Welcome to the official website of singer/songwriter Willy DeVille. From his legendary years fronting Mink DeVille to his critically-acclaimed solo career, Willy has been adding his own unique voice to the larger musical conversation for over three decades. Here you’ll find information on Willy’s career as well as the latest releases and merchandise in our online store = http://www.willydevillemusic.com/

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August 9, 2009 at 14:09

Dialektik der Aufklärung: Vor 40 Jahren starb der Philosoph Theodor W. Adorno

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Adornohorkhab-wikipedia1..….Theodor W. Adorno (rechts) zusammen mit Max Horkheimer (1965)


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So heißt es in der “Negativen Dialektik”: “Leicht bildet Denken tröstlich sich ein, an der Auflösung der Verdinglichung, des Warencharakters, den Stein der Weisen zu besitzen. Aber Verdinglichung ist die Reflexionsform der falschen Objektivität; die Theorie um sie, eine Gestalt des Bewußtseins zu zentrieren, macht dem herrschenden Bewußtsein und dem kollektiven Unbewußten die kritische Theorie idealistisch akzeptabel. [::]

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Über die Dialektik der Aufklärung

Vor 40 Jahren starb der Philosoph Theodor W. Adorno

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Von Hans-Martin Lohmann

dradio deutschlandfunk 06.08.2009 | Wie mit kaum einem anderen Namen verbindet sich mit Theodor W. Adorno die Wiedereinbürgerung der verfemten Aufklärung in der Bundesrepublik. Der deutsche Jude steht für ein Denken, das – gezeichnet durch den Nationalsozialismus – nicht auswich, sondern sich der Vergangenheit in philosophischer und gesellschaftskritischer Reflexion stellte (…)

“Wenn die Menschheit sich der Erinnerung entäußert und sich kurzatmig erschöpft in der Anpassung ans je Gegenwärtige, so spiegelt sie darin ein objektives Entwicklungsgesetz.”

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Seite in Bearbeitung

Ffm-adorno-denkmal002

Das „Adorno-Denkmal“ auf dem „Theodor-W.-Adorno-Platz“ nur eine Parallelstraße (westlich) vom Institut für Sozialforschung entfernt | flashphoto Wikipedia [::] Vadim Zakharov | Kunst im öffentlichen Raum 2003 | Zum 100. Geburtstag zum Gedenken an Theodor W. Adorno errichtetes Werk. GlasKubus, Installation im GlasKubus u.a.: ein Schreibtisch, ein Schreibtischstuhl, Buch “Negative Dialektik” und ein Metronom plus Hinweise auf das Wirken Adornos als Philosoph und Musikwissenschaftler.

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Theodor W. Adorno (eigentlich Theodor Ludwig Wiesengrund-Adorno; * 11. September 1903 in Frankfurt am Main; † 6. August 1969 in Visp, Schweiz) war ein deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist.

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Theodor W. Adorno

Leben und Werk

Adorno war, als akademischer Lehrer, Professor für Soziologie und Philosophie und darüber hinaus Musikkritiker und Komponist.

Wegen des gesellschaftskritischen Schwerpunkts seiner Philosophie gilt Adorno als Sozialphilosoph. Er sah in der „Identität“ von Subjekt und Objekt die „Urform von Ideologie“ und vertrat eine ideologiekritische Dialektik, die „auf der Vermittlung des scheinbar Unmittelbaren, und auf der auf allen Stufen sich entfaltenden Wechselseitigkeit von Unmittelbarkeit und Vermittlung insitieren“ sollte als „Versuch, durch immanente Kritik philosophische Standpunkte über sich und über die Willkür des Standpunktdenkens hinauszubringen“ (Wozu noch Philosophie? 1963). Als Intellektueller war Adorno für das Frankfurter Institut für Sozialforschung in den 1950er Jahren wegen seiner Forschungen zum „totalitären Antisemitismus“ und für die Studentenbewegung wegen seiner Kulturkritik zum Verblendungszusammenhang der bürgerlichen Gesellschaft wichtig.

Hauptwerke:

* Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente (1947, mit Max Horkheimer, enthält das Kapitel über Kulturindustrie);
* Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben (1951);
* Negative Dialektik (1966).
* Ästhetische Theorie (1970, posthum).

Frühe Frankfurter Jahre (1903–24)

Aufgewachsen ist Theodor Wiesengrund Adorno in derselben Straße, in der Arthur Schopenhauer lange lebte: der Schönen Aussicht. Sein Geburtshaus stand in der Nr. 9, in der Schönen Aussicht 7 betrieb sein Vater eine Weinhandlung.

Die Eltern des Einzelkindes Theodor („Teddie“) waren der Weingroßhändler Oscar Alexander Wiesengrund (1870–1946) und die Offizierstochter Maria Barbara Calvelli-Adorno (1865–1952), welche korsisch-italienischer Herkunft war und in Wien als ausgebildete Sängerin auch am kaiserlichen Hofe Erfolge hatte. Sein Vater stammte aus einer jüdischen Familie und trat später zum Protestantismus über, bevor er Maria Barbara heiratete, die katholisch war =

http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_W._Adorno

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Heute!

Zum 40. Todestag am 06.08. Adorno

Sendung am Donnerstag, 06.08.2009, 23.45 bis 1.35 Uhr

http://www.swr.de/kulturdoku/adorno-kluge-marxismus-philosoph/-/id=100882/nid=100882/did=5069632/5zckev/index.html

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Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug

„Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug“ ist ein Kapitel aus der „Dialektik der Aufklärung“ von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. In diesem Kapitel analysieren die Autoren die veränderte Produktion und Funktion von Kultur im Kapitalismus.

„Kulturindustrie“ ist ein komplexer und kein statischer Begriff und entzieht sich einer eindeutigen Definition. Mit dem Begriff Kulturindustrie werden meist die Kernthesen des Kapitels gemeint: Alle Kultur wird zur Ware; Kunst definiert sich über ihren ökonomischen Wert, nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten, die für die Analyse des autonomen Kunstwerks der bürgerlichen Gesellschaft eine Rolle spielen. So wird das Ästhetische selbst zu Funktion der Ware, indem es die Bilder der Reklame vorbestimmt.

Mit Kulturindustrie meint Adorno die gesellschaftliche Implikation von kulturellen Ereignissen und Erzeugnissen. Adorno beschreibt in ihr die Warenform und die Ideologie derselben als die beiden zentralen Momente kapitalistischer Vergesellschaftung. Kulturindustrie erscheint als Verblendungszusammenhang, der die gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse naturalisiert. Dieser „soziale Kitt“, wie Erich Fromm die Ideologie der Kulturindustrie nannte, agiert als Mittel von Herrschaft und Integration. Diese Integration durch die Kulturindustrie beruht auch auf der Feststellung, dass die Produktion immer auch den Konsum reguliert. Die Verwaltungsform von Kultur, die gerade auch den Intellektuellen nötigt, Wissen zu produzieren, das einer Nutzen-Relation unterworfen ist, zeichnet die Kulturindustrie als Herrschaft von oben aus = > [::]

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Waschhaus: Vortrag Gunnar F. Gerlach, bitte nicht waschen… (II Fragment) =[::]=[::]=[::]

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Zum 40. Todestag von Theodor W. Adorno

medienwatch | Adorno existiert literarisch und virtuell, vereinzelt, einsam im medialen “Gaga-Zitate-Dschungel”, als historisches Phänomen dialektischer Intervention weiter. Hier (Link) einige seltene diskursive Beispiele, der Durchdringend von Kunst und Wissenschaft, gegenwärtiger Diskurse aus nächster Nähe von Ersehenem, Erdachtem und Erfühltem, – aus Erkenntnis gespeistem:

http://medienwatch.wordpress.com/texte-diskurse-gunnar-f-gerlach/

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | jörg stange, gunnar f. gerlach gfok aktive archiv(e)

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August 6, 2009 at 08:45

Literaturkritik: Blut, Orden, Geld = Warum nennt die Bundesregierung den Krieg in Afghanistan „Stabilisierungseinsatz“?

with one comment

Testseitetestbild-sw-1970

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Blut, Orden, Geld

Warum nennt die Bundesregierung den Krieg in Afghanistan „Stabilisierungseinsatz“?

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Von Dirk Kaesler

In Afghanistan engagiert sich eine Internationale Schutztruppe in einem „Stabilisierungseinsatz“, sagt Franz Josef Jung (CDU), deutscher Verteidigungsminister. Nachdem bis Monatsmitte bereits 46 ausländische Soldaten am Hindukusch getötet wurden, rangierte der Juli 2009 als der bislang „verlustreichste“ Monat seit Beginn des Einsatzes vor acht Jahren. Am 29. April 2009 verstarb zum ersten Mal ein deutscher Soldat in einem Gefecht, bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Textes sind insgesamt 27 Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan zu Tode gekommen.

Am 6. Juli 2009 verlieh die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Dr. Angela Merkel, erstmals das neue „Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit“. Diese Ehrenkreuze werden verliehen an Soldaten, die etwas geleistet haben, das „weit über das erwartete Maß an Tapferkeit im Rahmen der Pflichterfüllung hinausgeht“. Die zuerst Ausgezeichneten sind vier Soldaten, die sich nach einem Selbstmordanschlag in Afghanistan um ihre verwundeten Kameraden unter Lebensgefahr gekümmert haben.

Die Diehl BGT Defence GmbH & Co. KG ist ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Verteidigung und mit seinen rund 1630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einem Jahresumsatz von ca. 420 Millionen Euro das größte Tochterunternehmen der Diehl-Gruppe. Hauptsitz des Unternehmens ist Überlingen am Bodensee. Das Produktportfolio der Firma wird vor allem durch suchkopfgelenkte Flugkörper, intelligente sowie konventionelle Munition und Trainingssysteme bestimmt.

Der Bund, also seine Steuerzahler, hat bisher in 21 Fällen Lebens- und Unfallsversicherungsleistungen für getötete Soldaten übernommen, weil die Versicherer die Zahlung verweigerten. Sie bezogen sich bei dieser Weigerung auf die so genannte „Kriegsklausel“, der zufolge Zahlungen der so genannten „Todesfallleistungen“ ausgeschlossen sind, wenn „die Schädigung unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht wird“. Das Verteidigungsministerium kritisiert die Diskrepanz zwischen dem versicherungsrechtlichen und dem völkerrechtlichen Verständnis des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Die Versicherungen behaupten, es sei Krieg in Afghanistan, und darum zahlen sie nicht. Die Bundesregierung sagt, es handele sich um einen Stabilisierungseinsatz, und darum müssten die Versicherungen eigentlich zahlen. Bis zur gerichtlichen Klärung jedoch „springen“ wir Steuerzahler „ein“, auf der Grundlage des Soldatenversorgungsgesetzes, das den Bund zu einem „angemessenen Schadensausgleich“ verpflichtet:

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13302

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Bitte beachten Sie, dass diese zum Teil erst im Rahmen einer der nächsten Ausgaben und dort in bestimmten thematischen Zusammenhängen veröffentlicht werden. Die zur Zeit neueste Ausgabe erreichen Sie unter der Adresse:
http://www.literaturkritik.de/public/welcome.php.

Stand: 03.08.2009

Buch 03.08.2009
Walter Delabar: Literaturwissenschaftliche Arbeitstechniken
Eine Einführung
WBG Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009
Rezension in literaturkritik.de Redaktion
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13291

Buch 03.08.2009
Walter Delabar; Dieter Heimböckel (Hg.): Walther Rathenau
Der Phänotyp der Moderne
Aisthesis Verlag, Bielefeld 2009
Rezension in literaturkritik.de von literaturkritik.de Redaktion
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13292

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Industrieller Walther Rathenau

Nach gescheiterten Versuchen, dem Berufsbereich des Vaters durch die Hinwendung zur Kunst oder einer Offiziers- und Diplomatenkarriere zu entgehen, fügte er sich und übernahm 1893–1898 den Aufbau der von der AEG gegründeten Elektrochemischen Werke in Bitterfeld und Rheinfelden. Seit 1899 war Rathenau in leitenden Positionen für die AEG tätig, zunächst im Vorstand, 1902–1907 als Geschäftsinhaber in der nahestehenden Berliner Handels-Gesellschaft (BHG), seit 1904 vom Aufsichtsrat der AEG aus, dessen Vorsitzender er 1912 wurde. Zugleich vereinigte er seit 1904 nach und nach mehr als 80 Aufsichtsratsposten auf sich. Seine führende Stellung in der deutschen Wirtschaft wurde auch durch seine Aufnahme in die Gesellschaft der Freunde deutlich. In der kritischen Rezessionszeit der deutschen Elektroindustrie setzte er sich erfolgreich für Konkurrenzverminderung durch Syndikate und Fusionen ein. Die erfolgreich von ihm betriebene Kartellpolitik ließen ihn ab 1914 als den geeigneten Mann für die Organisation der deutschen Kriegsrohstoffversorgung erscheinen. Er wurde engster Berater seines Vaters, aber dessen Nachfolger wurde 1915 Felix Deutsch, während Rathenau Sondervollmachten und den Titel „Präsident der AEG“ erhielt.
Portrait Rathenaus von Hermann Burte

Da die AEG stark an der deutschen Rüstungsproduktion im Ersten Weltkrieg beteiligt war, war Rathenau als ihr Aufsichtsratsvorsitzender auch in die Kriegsplanungen der Reichsregierung eingebunden. Am 16. September 1916 nahm er an einer Konferenz im preußischen Kriegsministerium teil, auf der Carl Duisberg und andere führende Industrielle angesichts des kriegsbedingten Arbeitskräftemangels die Deportation belgischer Zivilisten zur Zwangsarbeit nach Deutschland forderten. Rathenau unterstützte ihre Forderung in einem Brief an den OHL-General Erich Ludendorff, in dem er sich für scharfe Maßnahmen gegen die belgische Zivilbevölkerung aussprach. Die Deportationen wurden dann tatsächlich durchgeführt. Der Publizist Maximilian Harden, der sich mit seinem langjährigen Freund Walther Rathenau bereits 1913 zerstritten hatte, griff diesen später aufgrund seiner Verwicklung in die Deportationen scharf an. In Belgien wurde sogar überlegt, Rathenaus Auslieferung zu verlangen.

Schriftsteller

Die ausgedehnte berufliche Arbeit bildete nur einen Teil seiner Aktivitäten. Während er praktisch zur Fortführung des väterlichen Großunternehmens beitrug, wollte er theoretisch als Schriftsteller die moderne Welt des Kapitalismus und Materialismus kulturkritisch durchdringen und verbessern. Hier förderte ihn Maximilian Harden, in dessen Wochenzeitschrift Die Zukunft seine ersten Aufsätze erschienen, als erster 1897 „Höre, Israel!“, eine Polemik gegen das moderne Judentum. Politisch und ästhetisch gehörte Rathenau zur Opposition gegen den herrschenden Wilhelminismus. Durch die Freundschaft mit Gerhart Hauptmann kam er in den Autorenkreis des S. Fischer Verlags und veröffentlichte hier 1912 und 1913 seine Bücher „Zur Kritik der Zeit“ und „Zur Mechanik des Geistes“, in denen er die moderne „Mechanisierung der Welt“ beklagte und seine neuidealistische Weltanschauung vom „Reich der Seele“ darlegte. Politisch setzte er sich für eine stärkere Beteiligung des liberalen, industriell tätigen Bürgertums an der Außenpolitik ein und suchte selbst durch Mitwirkung in der Kolonialpolitik Einfluss zu gewinnen. Neben anderen Kontakten in die völkische Szene war Rathenau von 1913 bis zu seinem Tod mit dem rechtskonservativen Publizisten Wilhelm Schwaner befreundet, in dessen Zeitschrift Der Volkserzieher in dieser Zeit einige Aufsätze Rathenaus abgedruckt wurden, was zu erheblichem Unmut in nationalistischen Kreisen führte (…) Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Walther_Rathenau

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30.07.2009
Peter Mohr:
Antrieb durch seine Schüler:
Zum Tod des amerikanischen Star-Autors Frank McCourt
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13295

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„Literarische Grenzüberschreitungen“

Monika Stranakova betrachtet die Werke zeitgenössischer europäischer Autoren unter dem Aspekt der Interkulturalität

Die weltweite Zunahme der Migrationen brachte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine ungeahnte Vielfalt heterogener Lebensformen hervor und trug damit zur inneren Differenzierung der (west)europäischen Gesellschaften insbesondere in ihren urbanen Zentren bei. Der neue kulturelle Erfahrungshorizont findet seit den 1970er-Jahren auch in der deutschsprachigen Literatur seinen Niederschlag, wobei neben der bisher eher im überschaubaren Rahmen stattfindenden Internationalisierung der deutschen und österreichischen Gegenwartsliteratur eine aus der Arbeitsmigration hervorgegangene Literatur zunehmend eine Rolle spielt. Die in ihren Schreibweisen, ästhetischen Ansprüchen und Repräsentationen der eigenen Kultur(en) sehr unterschiedlichen Texte, für die sich in den letzten Jahren in der BRD die Bezeichnung „interkulturelle Literatur“ durchzusetzen scheint, sind Gegenstand eines wachsenden Interesses in der (deutschen und nordamerikanischen) Germanistik, Komparatistik und Interkulturellen Germanistik. Ihre vielfältigen Forschungsansätze bilden den theoretisch-methodischen Rahmen auch dieses Bandes:

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13296

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Buch 29.07.2009
Monika Stranakova: Literarische Grenzüberschreitungen
Fremdheits- und Europa-Diskurs in den Werken von Barbara Frischmuth, Devad Karahasan und Zafer Senocak
Stauffenburg Verlag, Tübingen 2009
Rezension in literaturkritik.de von literaturkritik.de Redaktion
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13296

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Gedächtnis und Epos

In seiner monumentalen Studie „Kulturelles Gedächtnis als epische Reflexion“ erörtert Michael Paaß das erinnerungskulturelle Wirkungspotenzial des Grass’schen Werkes

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Von Daniele Vecchiato
Besprochene Bücher / Literaturhinweise
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Seit Anbruch der 1990er-Jahre kennt die Literaturwissenschaft eine synergetische und ertragreiche – wenn auch mitunter riskante – Vernetzung mit unterschiedlichen kulturwissenschaftlichen Bereichen, so dass man mit Wilhelm Vosskamp von einer echten „kulturalistische[n] Wende“ in der Wahl der Themenschwerpunkte bei den jüngeren Generationen von Philologen sprechen kann. Termini wie gender und queer, New Historicism, biopouvoir oder Postcolonialism sind heute an der Tagesordnung für Literaturwissenschaftler, die neue Forschungsperspektiven für die Analyse und Deutung literarischer Texte anhand der Instrumente anderer Disziplinen eröffnen möchten:

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13297

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Buch 29.07.2009
Michael Paaß: Kulturelles Gedächtnis als epische Reflexion
Zum Werk Günter Grass
Aisthesis Verlag, Bielefeld 2009
Rezension in literaturkritik.de von Daniele Vecchiato
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13297

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Buch 29.07.2009
Peter Drehmanns: Immer nur begraben
Roman
Luchterhand Literaturverlag, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Thomas Neumann
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13299

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Buch 28.07.2009
Oliver Simons: Literaturtheorien
zur Einführung
Junius Verlag, Hamburg 2009
Rezension in literaturkritik.de von Susan Mahmody
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13270

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Buch 28.07.2009
Jürgen Trabant: Die Sprache
Verlag C. H. Beck, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Susan Mahmody
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13277

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Buch 28.07.2009
Johannes F. Evelein (Hg.): Exiles Traveling
Exploring Displacement, Crossing Boundaries in German Exile Arts and Writings 1933-1945
Rodopi Verlag, Amsterdam 2009
Rezension in literaturkritik.de von Susan Mahmody
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13278

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Buch 28.07.2009
Heimito von Doderer: Seraphica (Franziscus von Assisi). Montefal (Eine avanture)
Zwei Erzählungen aus dem Nachlaß
Verlag C. H. Beck, München 2009
Rezension in literaturkritik.de von Kai Köhler
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13285

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Gesteigerte Lust?

In „Jenseits des Unbehagens“ umkreist Eckart Goebel die Idee der Sublimierung

Von Franz Siepe
Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Ist es nicht eine herrliche Koinzidenz, dass dieses Buch des in den USA lehrenden Germanisten Eckart Goebel über die modernen Schicksale des Begriffs und der Idee der Sublimierung simultan mit dem von der Kulturwissenschaftlerin Mithu M. Sanyal intonierten und weithin vernommenen Hymnus auf die weibliche Vulva erscheint?

Um so delikater ist dieses Zusammentreffen zweier komplementärer Schriften über anthropologische und kulturtheoretische Essentialien, als der frühe Sigmund Freud in seinen „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“, in denen er den Terminus „Sublimierung“ erstmals in die psychoanalytische Theorie einführte, dekretiert hatte, „daß wir die Genitalien selbst, deren Anblick die stärkste sexuelle Erregung hervorruft, eigentlich niemals als ‚schön‘ empfinden können“. Und nur kraft und infolge der Ablenkung des animalisch auf das Anstarren und Beschnüffeln der Geschlechtsteile gerichteten Sexualtriebs auf den mit fortschreitender Kulturentwicklung zunehmend sich verhüllenden menschlichen Körper ist laut Freud unser Sinn für das optisch Schöne, fürs „Künstlerische“, für das kulturell Höhere überhaupt, erst entstanden – eine Ambiguität, deren Prämissen und Implikationen Goebel im einschlägigen Freud-Kapitel ausführlich erörtert:

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13294

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Buch 28.07.2009
Christian Niemeyer (Hg.): Nietzsche-Lexikon
WBG Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009
Rezension in literaturkritik.de von Franz Siepe
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13294

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Buch 28.07.2009
Ketil Bjørnstad: Der Fluß
Roman
Insel Verlag, Frankfurt a. M. 2009
Rezension in literaturkritik.de von Thomas Neumann
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13288

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Buch 28.07.2009
Mary Wollstonecraft: zur Verteidigung der Frauenrechte
ein-FACH Verlag, Aachen 2008
Rezension in literaturkritik.de von Rolf Löchel
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13289

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Buch 28.07.2009
Eckart Goebel: Jenseits des Unbehagens
“Sublimierung” von Goethe bis Lacan
Transcript Verlag, Bielefeld 2009
Rezension in literaturkritik.de von Franz Siepe
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13294

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28.07.2009
Rudi Schweikert:
Von Männern und Masken:
Zu Karl Mays Figurenzeichnung ,komischer Abnormer: Ein Überblick
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13257

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28.07.2009
Volker Strebel:
Ein Dissident der menschlichen Selbstverklärung:
Zum Tod von Leszek Kołakowski (1927-2009)
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13293

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sw-test-philipps-wikipedia-420-09

«Braunwerte oder Investitionsklima»

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medienwatch testsite in bearbeitung

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | GfoK Aktive Archiv(e)

Schweinegrippe: Strafanzeige gegen Pharma-Konzern Baxter, Behörden und Politiker + mehr

with 3 comments

kissen-stange-gfok-3-spritzen-700-09Foto(s) + Bildbearbeitung | Thema: Jörg Stange, GfoK Gunnar F. Gerlach Kunstarchiv

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Schweinegrippe

Böse Überraschung nach der Grippeimpfung

08:41 |  2010-04-07
Von Tina Baier
Macht die Impfung gegen die saisonale Grippe anfälliger für die Schweinegrippe? Gleich vier Studien deuten darauf hin.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/741/507893/text/

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Schweinegrippe: “Eine Milliarde durch den Schornstein gepfiffen”

[ Ulrich Keil ist Medizinprofessor an der Universität Münster und Leiter des dort angesiedelten "WHO Collaborating Centre for Epidemiology and Prevention of Cardiovascular and other Chronic Diseases". In einer Sitzung des Europarates kritisierte er das Vorgehen der WHO im Zusammenhang mit der Schweinegrippe scharf ]

Die Schweinegrippe ist vorbei und fast vergessen. Es gibt allerdings noch viel aufzuarbeiten, kritisiert der Epidemiologe Ulrich Keil. “Alle paar Jahre werden wir mit Epidemien geängstigt”, sagt er im stern.de-Interview. “Dabei sind die großen Killer andere.” =

http://www.stern.de/gesundheit/schweinegrippe-eine-milliarde-durch-den-schornstein-gepfiffen-1541954.html

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Diagnose: Fehlalarm

Experten: Schweinegrippe wurde unnötig zur Pandemie erklärt
Für Ulrich Keil ist die Sache klar. Der weltweit bekannte Epidemiologe von der Universität Münster wirft der UN-Weltgesundheitsorganisation WHO vor, die Erdbevölkerung im vergangenen Jahrzehnt durch „Angstkampagnen“ stark verunsichert zu haben. Erst kam die Infektionskrankheit Sars, dann die Vogelgrippe und jetzt die Schweinegrippe:

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Schweinegrippe;art123,3013333
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Anhörung der Verantwortlichen im Europarat

Schweinegrippe – ein großer Bluff?

Groß war die Sorge, als die WHO die Schweinegrippe zur Pandemie erklärte. Riesige Mengen Impfstoff wurden produziert. Doch bislang starben weit weniger Menschen als sonst in der Grippezeit. Der Europarat ging nun dem Verdacht nach, dass es ein enges Zusammenspiel zwischen WHO und Pharmaindustrie gab.

Von Martin Durm, ARD-Hörfunkstudio Straßburg

Die WHO-Experten in Straßburg: Aber hier, bei der Anhörung im Europarat, wirken sie mit einem mal wie zwei Männer auf der Anklagebank. Sie wurden gerade von Mitgliedern des Gesundheitsausschusses befragt. Wieso war es möglich, wegen eines offenkundig harmlosen Grippevirus die Weltbevölkerung in die größte Impfkampagne aller Zeiten zu schicken? “Wir machten nur, was man von uns verlangte”, sagte der Vertreter der europäischen Pharmakonzerne. “Es ist unmöglich vorauszusehen, wie sich eine Pandemie entwickelt”, sagte der WHO-Vertreter.
50 Millionen Impfstoffampullen – wozu? =

http://www.tagesschau.de/ausland/schweinegrippe730.html

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Anhörung

Europarat rügt Panikmache bei Schweinegrippe

Experten haben der Weltgesundheitsorganisation vorgeworfen, unnötig zur Aufregung um die Amerikagrippe beigetragen zu haben. Milliardenkosten waren die Folge.

[..] Der Münsteraner Medizinprofessor Keil berät die WHO seit 1973 – was ihn am Dienstag aber nicht daran hindert, bei der Anhörung in Straßburg wenig schmeichelhaft über die Genfer UN-Organisation zu reden. Der Gesundheitsausschuss der parlamentarischen Versammlung des Europarates will wissen, ob die WHO beim Umgang mit dem H1N1-Virus, das für die Schweinegrippe verantwortlich ist, auch wirklich ausreichend Transparenz an den Tag gelegt hat. Besonders umstritten ist die Entscheidung der WHO-Generaldirektorin Margaret Chan, die Schweinegrippe im vergangenen Juni zur Pandemie zu erklären. Weltweit traten anschließend die nationalen Pandemiepläne in Kraft, in Deutschland wurden 50 Millionen Impfdosen bestellt. Keil sagt im Rückblick: “Interessanterweise gab es da schon verbindliche Verträge mit Glaxo Smith Kline”, einem der Impfstoffhersteller. Bereits in den Jahren 2006 und 2007, sagt auch der Flensburger Arzt und Epidemiologe Wolfgang Wodarg, hätten die Staaten und die Pharmaindustrie vertragliche Festlegungen getroffen, “die Firmen warteten praktisch nur auf dieses Geschäft” [..]

http://www.zeit.de/politik/2010-01/europarat-panikmache-schweinegrippe

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Europarat zur Schweinegrippe WHO in der Kritik

26.01.2010, 11:59

Im Europarat ist harsche Kritik am Vorgehen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Umgang mit der Schweinegrippe laut geworden. Bei einer Anhörung warfen Experten und Abgeordnete der Organisation am Dienstag vor, die Schweinegrippe voreilig zur Pandemie erklärt zu haben. Dies habe zu “hysterischen Reaktionen” bei Regierungen und Medien geführt, sagte der Medizinprofessor Ulrich Keil von der Universität Münster =

[::] Er hat eingeräumt, dass “einzelne Personen” möglicherweise Interessenskonflikte mit der Pharmaindustrie verschwiegen haben: Keiji Fukuda, der WHO-Berater für Grippe-Pandemien, auf einem Archivfoto [::]

http://www.sueddeutsche.de/politik/82/501338/text/

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26. Januar 2010, Neue Zürcher Zeitung
Strassburg kritisiert die WHO

Das Vorgehen gegen die Schweinegrippe wird untersucht

Der Sozialausschuss der Parlamentarischen Versammlung des Europarats will die Weltgesundheitsorganisation zwingen, zur Behandlung der Schweinegrippe-Epidemie Stellung zu nehmen. Es ist eine lebhafte Debatte zu erwarten.

[..] Im Übrigen seien viele geimpfte Bürgerinnen und Bürger unkalkulierbaren Risiken ausgesetzt worden, da Nebenwirkungen der Impfstoffe nur ungenügend erforscht seien. Insofern habe man «Körperverletzung» in Kauf genommen. Die Definition einer bedrohlichen Pandemie dürfe nicht dem Einfluss von Medikamentenhändlern unterliegen, heisst es in dem Resolutionsentwurf [..}
Karl-Otto Sattler, Strassburg

http://www.nzz.ch/nachrichten/international/strassburg_kritisiert_die_who_1.4630153.html

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H1N1 und die Pharmariesen

Steuergeld für Impfstoff-Forschung

Der Bund hat die Entwicklung eines Pandemie-Serums bei GSK und Novartis gefördert – mit 10 Millionen Euro. Bereits 2002 tagte eine Expertengruppe zum Thema Pandemie. VON KATJA SCHMIDT

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/steuergeld-fuer-impfstoff-forschung/

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Späte (Teil-)Erkenntnis WHO macht(e) sich zum Büttel der Pharmalobby

Leitartikel: Warum hat uns die Schweinegrippe so geängstigt?

Die Pandemie, die keine war

Von Elke Bodderas 4. Januar 2010, 04:00 Uhr

Sie erinnern sich noch? Vor wenigen Wochen lag nur ein Wort auf unseren Lippen: Schweinegrippe.Und heute kräht kein Hahn danach.Was ist aus ihr geworden? Ein paar Krankheitsfälle wohl im Februar noch, und dann ist sie an uns vorbeigezogen. Eine Pandemie hat es nicht gegeben =

http://www.welt.de/die-welt/debatte/article5718705/Die-Pandemie-die-keine-war.html

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Bilanz der Schweinegrippe

Irgendwie unklar

07.01.2010 | Viel Hype um die Schweinegrippe: Es gibt zu viel Impfstoff und es gibt weniger Erkrankungen als befürchtet. Nur genaue Zahlen gibt es vorerst nicht. VON KATJA SCHMIDT

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/der-schweregrad-ist-unklar/

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Ethikdiskurs sollte endlich aufrichtig (!) geführt werden: Eid des Hippokrates [::] [::]

Ärzte wollen nicht mehr auf STIKO hören

Bei einer Spontanumfrage gaben nur drei von knapp 30 Ärzten im Saal offen an, dass sie sich selbst gegen Schweinegrippe impfen lassen wollen. Viele äußerten Zweifel, ob sie ihren Patienten zur Impfung raten sollten. Sie verwiesen unter anderem auf die fehlende Zulassung des Impfstoffes in den USA, mangelnde epidemiologische Daten und die in den Medien diskutierte “Verquickung der Ständigen Impfkommission mit der Pharmaindustrie”.

http://www.medicalblogs.de/2009/10/rzte-wollen-nicht-mehr-auf-stiko-hren/

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Vor dem Europarat

Schweinegrippe: Rolle der Pharmaindustrie im Visier

Der Europarat beschäftigt sich auf einen deutschen Antrag hin mit dem Einfluss der Pharmaindustrie auf Wissenschaftler und staatliche Behörden bei den Kampagnen gegen Vogel- und Schweinegrippe.

Von Rainer Woratschka
16.12.2009

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Schweinegrippe-Europarat;art123,2977106

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Gesundheit

Schweinerei mit der Grippe

Gesundheitsgefahr durch gefälschte Pandemien – unter diesem Motto beschäftigt sich der Europarat im Januar mit dem Einfluss der Pharmaindustrie auf die weltweiten Kampagnen gegen die Vogel- und Schweinegrippe.

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Schweinegrippe-Europarat;art123,2976433

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Für Mathegenies: Wieviel (Tonnen?) Quecksilber + Squalen werden über die “Schweinegrippe” in Europa und der Welt verspritzt und damit freigesetzt?
Im «Portal für Mütter» gefunden

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1 Million mal mehr Squalen in Pandremix als beim Auslöser des Golfsyndromes

Peine | Zitat: What’s the Danger of Swine Flu Vaccinations?

by Dr. Anders Bruun Laursen:

Maschienenübersetzung:

“Die Rolle von Squalens. Die durchschnittliche Quantität des Squalens welches den US-Soldaten im Anthraximpfstoff während und nach des Golfkriegs injeziert wurde war 34.2 Mikrogramme pro Milliarde Mikrogramm Wasser. Entsprechend einer Studie war dieses das Ursache des Golfkrieg Syndrom in 25% von 697.000 Fällen im In- und Ausland. (3). Sie können diese Tabelle der FDA-Analysen von den Golfkriegveteranen auf der militärischen Vaccine Hilfsmittel-Verzeichnisweb site (4) finden.
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a. AVA 020 – 11 ppb Squalen (die Teile pro Milliarde)
b. AVA 030 – 10 ppb Squalen
c. AVA 038 – 27 ppb Squalen

d. AVA 043 – 40 ppb Squalen

e. AVA 047 – 83 ppb Squalen
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Diese Werte wurden vom Prof R.F. Garry (5) vom Repräsentantenhaus bestätigt. Prof. Garry war der Mann, der den Zusammenhang zwischen dem Golfkriegsyndrom und dem Squalen entdeckte. Entsprechend seinen Entdeckungen wurde das Golfkriegsyndrom durch Squalen verursacht, welches dann von einem Bundesgerichtshof Richter 2004 verboten wurde. (6) Wie auf P. 6 dieses EMEA-Dokuments (7) zu lesen ist, enthält der Pandremix Impfstoff 10.68 mg des Squalens pro 0.5 ml. Dieses entspricht 2.136.0000 Mikrogramm pro Milliarde Mikrogramme Wasser, d.h. eine Millionmal mehr Squalen pro Dosis als in (4). Es gibt jeden möglichen Grund, zu glauben, dass dieses mehr Menschen in höheren Umfang als in 1990/91 krank machen wird. Dieses ist mörderisch.”

http://www.netmoms.de/gruppen/forumdetail/Impfen_Pro_und_Contra/g280/2479991

Original
“the role of squalene.

The average quantity of squalene injected into the US soldiers abroad and at home in the anthrax vaccine during and after the Gulf War was 34.2 micrograms per billion micrograms of water. According to one study, this was the cause othe Gulf War syndrom in 25% of 697.000 US personnel at home and abroad. (3). You can find this table of FDA analyses from the Gulf War lots on The Military Vaccine Resource Directory website (4)

a.. AVA 020 – 11 ppb squalene (parts per billion)

> b.. AVA 030 – 10 ppb squalene

> c.. AVA 038 – 27 ppb squalene

> d.. AVA 043 – 40 ppb squalene

> e.. AVA 047 – 83 ppb squalene

These values were confirmed by Prof. R. F. Garry (5) before the House of Representatives. Prof Garry was the man to discover the connection between the Gulf War syndrome and squalene.

According to his findings, the Gulf War syndrome was caused by squalene, which was banned by a Federal Court Judge in 2004 from the Pentagon´s use. (6)

As seen on p. 6 of this EMEA document (7), the Pandremix vaccine contains 10,68 mg of squalene per 0,5 ml. This corresponds to 2.136.0000 microgrammes pr. billion microgrammes of water, i.e. one million times more squalene per dose than in (4). There is any reason to believe that this will make people sick to a much higher extent than in 1990/91. This appears murderous to me. “

vollständiges Original und Quellen
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=14851

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http://de.wikipedia.org/wiki/Squalen

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Obama erklärt Schweinegrippe zu nationalem Notstand

25.10 2009 | Washington (dpa) – US-Präsident Barack Obama drückt im Kampf gegen die grassierende Schweinegrippe aufs Tempo und hat die Krankheit zum nationalen Notstand erklärt. Durch den Schritt könnten die Gesundheitsbehörden bei einem möglichen Ansturm von Patienten Regularien umgehen:

http://portal.gmx.net/de/themen/gesundheit/krankheiten/9177456-H1N1-Nationaler-Notstand-in-den-USA.html

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Schweinegrippe als Jahrtausend-Fake

Die Ausbreitung der Schweinegrippe, von Fachleuten auch Neue Grippe genannt, hat einen weltweit einmaligen Prozess in Gang gesetzt: Nie zuvor sind Medikamente in Form von Impfstoffen so schnell und mit so wenigen klinischen Langzeitdaten über mögliche Risiken und Nebenwirkungen vermarktet worden. Nur wenige Monate, nachdem Virologen den Erreger H1N1/A identifizierten, rief die in Genf ansässige Weltgesundheitsorganisation WHO den Pandemie-Status aus. Allein dieser Schritt erscheint aus zwei Gründen mehr als ungewohnt. Zum einen ist das Auftreten neuartiger Virenstämme keinesfalls neu. Zum anderen erwies sich die aufkeimende Schweinegrippe in Mexiko ebenso wie in allen anderen betroffenen Ländern als eher harmlose Variante eines neuen Influenzaerregers. Die Pandemie, das kann man heute mit Bestimmtheit sagen, entstand primär an Schreibtischen wichtiger Entscheidungsträger. Lesen Sie an dieser Stelle einen exklusiven Auszug der 2., überarbeiteten und erweiterten Ausgabe:

hier bitte weiterlesen

http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2009-12-04-5713&pc=s01

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Umstrittener H1N1-Impfstoff

Vier Tote nach Schweinegrippe-Impfung

Während Präsident Obama in den USA den Notstand ausruft, wächst in Schweden die Skepsis. Dort starben vier Risikopatienten kurz nach der Immunisierung. VON REINHRAD WOLFF

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/vier-tote-nach-schweinegrippe-impfung/

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Foto + Bildarbeit: Jörg Stange

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Mediziner warnen vor Risiko durch Zusatzstoffe

Neue Kritik an Schweinegrippe-Impfung

Ein Arzt spritzt einem Patienten ein Mittel gegen Grippe (Archivbild)  [Bildunterschrift: Mediziner halten die in den deutschen Impfseren enthaltenen Zusatzstoffe für potenziell gefährlich.]
An der geplanten Massenimpfung gegen die Schweinegrippe gibt es weiterhin Kritik von Medizinern. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, lehnt nach Angaben des Bielefelder “Westfalen-Blatts” eine solche Impfung ab, da der in Deutschland zugelassene Impfstoff Pandemrix aufgrund seiner Zusatzstoffe mit erheblichen Risiken behaftet sei.

hier bitte weiterlesen=

http://www.tagesschau.de/inland/schweinegrippe568.html

Schweinegrippe: Aktuelle Daten und Zahlen

[...] *** Die US-amerikanische Seuchenkontrollbehörde CDC hat eine neue Zählweise der Schweinegrippe-Toten eingeführt. Es werden jetzt auch Todesfälle durch Sekundär-Infektionen nach Schweinegrippe-Erkrankungen mitgezählt und solche, bei denen eine Infizierung mit dem H1N1-Virus nicht explizit nachgewiesen wurde. Dadurch hat sich die Zahl der Schweinegrippe-Toten in den USA sprunghaft erhöht. Das bedeutet jedoch nicht, dass dort aktuell mehr Menschen an der Schweinegrippe gestorben sind. [...]

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/schweinegrippe/article/549457/schweinegrippe-aktuelle-daten-zahlen.html

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Pandemrix (mit Adjuvantien) wurde in den USA durch die Arzmittelzulassungsbehörde nicht zugelassen, weil die Risiken und Nebenwirkungen und die damit verbundenen Gefahren, durch die enthaltenen Adjuvantien = enthalten Wirkverstärker wie Quecksilber, als zu groß eingestuft wurden. In Deutschland wird es aktuell injiziert !

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SCHWEINEGRIPPE

Tote nach Impfung in Schweden

Berlin – In Schweden sind im Zusammenhang mit der Impfung gegen die Schweinegrippe vier Todesfälle aufgetreten. Medienberichten zufolge starben drei Frauen und ein Mann – alle mit Vorerkrankungen – wenige Tage nach der Verabreichung des pandemischen Impfstoffes Pandemrix. Insgesamt wurden seit dem Start der Impfaktion am 12. Oktober eine Million Schweden immunisiert:
http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Panorama/8386.html

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Inkonsequent

Schweiz schränkt Schweinegrippe-Impfung ein

Kein Pandemrix für Junge und Alte

Der auch in Deutschland verwendete Schweinegrippe-Impfstoff darf in der Schweiz nicht mehr bei Menschen unter 18 und über 60 Jahren eingesetzt werden. Das entschied die Zulassungsbehörde:

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/kein-pandemrix-fuer-kinder-und-senioren/

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Hier sprrricht das VirusHauptquartier!

“Ab 5:45 Uhr wird zurrrückgeimpft!!!”

http://www.virushauptquartier.de/

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metainfo

Das Pharmakartell: «Selbstmord als Nebenwirkung»

z.B. Antidepressiva | Front 21
http://medienwatch.wordpress.com/das-pharmakartell-%c2%abselbstmord-als-nebenwirkung%c2%bb/

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Konjunkturspritze für die Pharmaindustrie

Schweinegrippe-Impfung

Ein Kommentar von W. Bartens

Die Impfung gegen das H1N1-Virus ist fragwürdig. Möglicherweise haben nicht nur medizinische Gründe zur Impfempfehlung geführt.

[...] Entweder muss die Bedrohung durch die zu verhindernde Krankheit als ausreichend groß erachtet werden oder das Risiko eines Schadens verschwindend gering erscheinen. Beides ist im Fall der Schweinegrippe derzeit nicht gegeben.
Zudem besteht der Verdacht, dass nicht nur medizinische Gründe zur Impfempfehlung geführt haben. Die europäische Zulassungsbehörde ist mehrheitlich von der Industrie finanziert, die meisten Mitglieder der deutschen Impfkommission standen auf der Honorarliste von Pharmafirmen [...]

http://www.sueddeutsche.de/wissen/680/491051/text/

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Schweinegrippe: Viele Ärzte stehen zwischen Verunsicherung und Impfskepsis

Die Haltung vieler Ärzte zur Schweinegrippe-Impfung scheint von den – bislang – milden Krankheitsverläufen geprägt zu sein. Aktiv empfohlen wird die Impfung kaum, sich selbst zu schützen, sehen Ärzte wenig Grund.

Von Hauke Gerlof

[...] Die Nachfrage der Patienten ist sehr gering

Er selbst wolle zunächst “abwarten, wie die Impfreaktionen ausfallen”, so die Stellungnahme von Dr. Hans-Georg Müller aus Feuchtwangen. Wenn möglich, wolle er einen Impfstoff ohne Adjuvantien beziehen. Er kläre die Patienten über die Impfung auf, aber “die Nachfrage ist gleich null”. In seiner ländlich geprägten Gemeinde habe es auch in den Vorjahren nur wenige echte Grippefälle gegeben. Zudem scheine von der aktuellen Form des Virus nur eine geringe Gefährdung auszugehen, so dass die Nutzen/Risiko Abwägung Zurückhaltung auferlege. Bei einer modifizierten, gefährlicheren Virusvariante sei es dagegen “fraglich, ob der Impfstoff noch hilft” [...]

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxisfuehrung/article/573426/schweinegrippe-viele-aerzte-stehen-zwischen-verunsicherung-impfskepsis.html

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Sammanställning av inrapporterade biverkningar av Pandemrix – vaccinet mot influensa A(H1N1)v

Übersetzung:

Zusammenfassung der Nebenwirkungen von Pandemrix – der Impfstoff gegen Influenza A (H1N1)

22 oktober 2009 | Schweden | Über fünf Fälle wird berichtet, in denen die Impfung als mögliche Ursache betrachtet wird, als wahrscheinlich: Bei Patienten mit einzelnen oder mehreren Symptome wie Schwindel, rotflammiger Hautausschlag, Juckreiz, Engegefühl in der Brust, Atemprobleme, geschwollene Zunge / Lippen / Wangen / Füße, und Kribbeln in Händen und Füßen, für alle wurde eine Behandlung im Krankenhaus notwendig. Die Behandlung erfolgte mit Cortison und / oder Adrenalin und Antihistaminika, bevor eine Besserung eingetreten ist:

[Nach neuesten Meldungen aus Schweden, mussten bisher ca. 200 Menschen stationär in Krankenhäusern behandelt werden. (Anm. d. Red. medienwatch) ]

http://www.lakemedelsverket.se/Alla-nyheter/NYHETER-2009/Sammanstallning-av-inrapporterade-biverkningar-av-Pandemrix/

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Doctor Admits Vaccine Is More Deadly Than Swine Flu Itself & Will Not Give It To His Kids

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US TV Fox News Channel

metainfo | Die Schweine-Grippe sei ein inszenierter Versuch, Angst und Chaos in der Bevölkerung zu verbreiten und zu versuchen, die Menschen im Grossversuch zu impfen. Der Imstoff enthält Quecksilber, welches akute Schäden am Nervensystem verursacht. Merkur (Quecksilber), ist einer der giftigsten Substanzen die dem menschlichen Organismus verabreicht werden kann. Es ist ein Schwermetall, das dafür bekannt ist, und einen wesentlichen Beitrag zu neurologischen Störungen, Lähmungen einschließlich Autismus, Demenz und auch Alzheimer leistet. Schon kleine Dosen Quecksilber bergen langfristige gesundheitliche Risiken und Gefahren. Quecksilber im Körper ist ursächlich für akute Störungen und die Zerstörung des Zell-Gewebes sowie des Nervensystems. Quecksilber reichert sich im Körper an und kann langfristig starke Schädigungen im Rückenmark etc. verursachen. Der Experte Dr. Admits warnt die US-Bevölkerung eindringlich vor dem Impfstoff. jst

Dr. med. Lindner über die Situation zum Risiko der Impfung zur Schweinegrippe

http://www.youtube.com/watch?v=1fcd5ESbsQc.

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Offener Brief:

Dr. med. Jürgen Seefeldt

Winfriedstr.7
Facharzt für Innere Medizin
33098 Paderborn

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Frau
Dr. Susanne Stöcker
Paul-Ehrlich-Institut
Paul-Ehrlich-Str. 51-59
63225 Langen

Offener Brief

Sehr geehrte Frau Dr. Stöcker,

Sie wurden im Westfalen-Blatt Nr. 230 vom 03.10.09 mit den Worten zitiert, *“die Schutzimpfung gegen die Neue Grippe ist unbedenklich…“*

Ich möchte Sie dringend ersuchen, diese infame Lüge zu unterlassen! Sie sind in dieser Aussage durch von mir unten genannte Medline-gelistete Aufsatz-Literatur inhaltlich damit einer Falschaussage überführt.

Alle deutschen Schweinegrippe-Impfstoffe, einschl. Pandemrix enthalten:

*1) Squalen*, ein sehr gefährliches Adjuvans, zu dem der Vizepräsident der Bundesärztekammer Dr. Montgomery sagt, er wolle niemanden Angst machen, aber das Adjuvans sei nicht ausreichend getestet. Squalen kann Autoimmunität induzieren. Autoimmunkrankheiten von Organen wie Herz, Lunge, Nieren enden auch heute letztendlich immer tödlich, sie sind unheilbar. Squalen steht wissenschaftlich in dringendem Verdacht, Mitursache oder sogar Ursache des „gulf war-syndromes“ zu sein.

Squalen induziert anti-squalen-Antikörper und als Konsequenz einer Impfung mit einem Impfstoff, der Squalen enthält, kann es zur Bildung von Anti-Squalen-Antikörpern kommen, die eng mit der Pathologie des Golf-Krieg-Syndroms assoziiert sind.
(Carlson, B.C. et al.: The endogenous adjuvant squalene can induce a chronic T-cell mediated arthritis in rats, American Journal of Pathology 2000; 156: 2057- 2065;
Asa, P.B. et al.: Antibodies to squalene in Gulf War syndrome, Exp. Mol.
Pathol. 2000 Feb; 68(1): 55-64; Asa, P.B. et al.: Antibodies to squalene in recipients of anthrax vaccine, Exp.Mol. Pathol. 2002 Aug; 73 (1): 19-27)

Zudem ist in diesem Zusammenhang mehr als beunruhigend, dass bei militärischem Personal, das am Golfkrieg teilnahm und zuvor für diese Teilnahme multiple Impfungen mit Squalen erhielt, die Inzidenz des Auftretens einer amyotrophen Lateralsklerose signifikant erhöht war im Vergleich zu US-Militärpersonal, das nicht im Golfkrieg war.
(Horner, R.D. et al.: Occurence of amyotrophic lateral sklerosis among Gulf war veterans, Neurology 2003 Sep 23;61(6): 742-749)

In allen deutschen Schweinegrippe-Impfstoffen ist Squalen, aber nicht in den amerikanischen, dort ist durch die FDA eine kritische Haltung zu Squalen.

*2.) Thiomersal = Thimerosal*, ein extrem toxisches und krebserregendes Konservierungsmittel, das zu 49,6% aus Quecksilber besteht ist in allen deutschen Schweinegrippe-Impfstoffen. Quecksilber als das giftigste nicht-radioaktive Element der Welt und schon in sehr geringen Mengen giftig.
(Mutter, J. et al: Comments on the article the toxicology of mercury and its chemical compounds by Clarkson and Magos, Crit. Rev. Toxicol. 2007 Jul; 37(6): 537-549)
Dieses giftigste nichtradioaktive Element der Welt (es gibt kein giftigeres nichtradioaktives Element!) ist das zentrale Atom im Thiomersal-Molekül.

Thiomersal sollte eigentlich ab 2004 in Impfstoffen nicht mehr verwendet werden, ist aber leider in allen in Deutschland zur Injektion vorgesehenen Schweinegrippe-Impfstoffen enthalten und ist zu 5 Mikrogramm in Pandemrix, dem Schweinegrippe-Impfstoff, der staatlich empfohlen der Bevölkerung in Kürze gegeben werden soll. Bei 2 Impfen sind es schon 2 x 5 = 10 Mikrogramm Thiomersal.
Quecksilber ist in der MAK-Kommissionsliste krebserregend Gruppe 3 b!
Ca. 50 Millionen Schweine-Grippe Einzelampullen in den USA, gedacht für Kinder aber auch Erwachsene sind Thiomersal-frei oder haben nur Spuren von Thiomersal.
Quecksilber ist karzinogen. Für karzinogene Stoffe gibt es keinen individuellen Schwellenwert und damit keine Unbedenklichkeitsdosis. Ein Schwellenwert in der Karzinogenese kann nicht aus stark S-förmig verlaufenden Kurven des Dosis-Karzinom-Inzidenzverhältnis aus experimentellen Bioassays auf den Menschen übertragen werden. Der „Schwellenwert“ in der Induktion bösartiger Tumore existiert, wenn überhaupt, individuell verschieden und ist durch genetische und lebensstil-bedingte Suszeptabilitätsunterschiede determiniert. Jeder Mensch hat in der Induktion eines Karzinoms einen individuellen „Schwellenwert“ und dieser kann in Betrachtung stochastischer Elemente im Prozess der Krebsentstehung als exakter Schwellenwert erst nach der Tumorinzidenz definiert werden und nicht vorhergesagt werden.
(Lutz, W.K.: A true threshold dose in chemical carcinogenesis cannot be defined for a population, irrespective of the mode of action, Hum. Exp. Toxicol. 2000, 19 (10):566-8;discussion 571-2)

Quecksilber ist hoch neurotoxisch, nephrotoxisch und hepatotoxisch und schädlich für alle menschlichen Gewebe. Quecksilber aus Thiomersal wird in Ethyl-Quecksilber metabolisiert und obwohl die HWZ von Ethyl-Quecksilber mit 7-10 Tagen relativ kurz ist, ist einmal ins Gehirn gelangtes Quecksilber praktisch nicht entfernbar, auch nicht mit DMSA.

Es ist unverantwortlich, Squalen und Quecksilberhaltige Grippe-Impfstoffe zu verwenden, zumal es technisch ohne Squalen und ohne Quecksilber geht. Dass es ohne Squalen geht, beweisen die Squalen-freien Impfstoffe gegen H1N1 in den USA und 2 verschiedene in Einzelampullen in den USA erhältliche Schweinegrippe-Impfstoffe sind zudem quecksilberfrei.

Auch ist Ihre „Argumentation“, durch Fischverzehr würde eine weit höhere Konzentration an Quecksilber aufgenommen, eine Unverschämtheit, denn erst durch die industrielle Produktion kommt Quecksilber in die Nahrungskette und damit auch in Fische. Quecksilber in jeder Form, anorganisch und organisch gebunden, ist karzinogen.

Es gibt für karzinogene Noxen keinen Schwellenwert, keinen Unbedenklichkeitswert. (Lutz, W.K.: A true threshold dose in chemical carcinogenesis cannot be defined for a population, irrespective of the mode of action, Hum. Exp. Toxicol. 2000, 19 (10): 566-8; discussion 571-2)

Im logischen Umkehrschluss ist es, da Menschen Quecksilber durch die Nahrungskette und u.a. auch durch Fische essen aufnehmen im Sinne des Minimierungsgebotes für krebserregende Stoffe erst recht wichtig, dass durch Impfstoffe nicht zusätzliches toxisches und karzinogenes Quecksilber zugeführt wird, weil selbst ein einzelnes Atom Hg in Verkettung unglücklicher Umstände zur Induktion eines Tumorgens führen kann, indem ein Tumor-Suppressor-Gen mutiert. Ich bin Lehrbuch-Autor eines Buches über Karzinogenese (in Bearbeitung) und darf Ihnen versichern, dass ich weiß, worüber ich schreibe. Ihr im Westfalen-Blatt abgedrucktes „Fisch-Argument“ ist in Wahrheit also sogar ein zusätzliches Argument gegen Quecksilber in Impfstoffen!

Sie sollten also im Interesse der Bevölkerung derartige Falschaussagen in Zukunft unterlassen und lieber Ihre Kraft und Energie darauf verwenden, Squalen- und Quecksilberfreie Schweinegrippe-Impfstoffe herzustellen. Das dies technisch möglich ist beweisen die USA, wo in Einzelampullen Fluzone 0,5 ml und Afluria 0,5 ml kein Thiomersal und damit kein Quecksilber enthalten ist und Squalen ist in den ganzen USA nicht in Schweinegrippe-Impfstoffen enthalten!

Hochachtungsvoll
Dr. med. Jürgen Seefeldt
Facharzt für Innere Medizin
Winfriedstr.7
33098 Paderborn

Quelle: http://www.toxcenter.de/artikel/Schweinegrippeimpfstoff-enthaelt-mysterioeses-Squalen.php

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http://detlefnolde.wordpress.com/2009/10/22/todesfaelle-und-erkrankungen-nach-schweingegrippe-impfung/

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blitz-a-t 25. September 2009
IMPFUNG GEGEN SCHWEINEGRIPPE: ALLES IM GRIFF? (II)
FEHLEINSCHÄTZUNGEN, HAFTUNGSFREISTELLUNG UND VIEL GELD.

pandemrix-etc.

http://www.arznei-telegramm.de/

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Schweinegrippe-Impfung

“Ein unhaltbarer Zustand”

20.10.2009, 8:15

Interview: Barbara Galaktionow

[SZ] Wenn die Behörden mit der Pharmaindustrie: Korruptionsexpertin Spelsberg über die Fehler der Bundesregierung und den fraglichen Nutzen der Impfung:

[...] sueddeutsche.de: Welche Verbindungen gibt es zwischen der Stiko und den Impfstoffherstellern?

Spelsberg: Zahlreiche. Die Mehrzahl der 16 Mitglieder hat Kontakte zu den wichtigsten Impfstoffherstellern. Es gibt Mitglieder, die in der Stiko sitzen und gleichzeitig Impfstoffe testen. Andere halten Vorträge für die Hersteller von Impfstoffen oder sind für das von Produzenten von Impfstoffen finanzierte “Forum Impfen” tätig. Und einige waren mal Mitglied der Stiko und sitzen jetzt in Pharmakonzernen.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/231/491596/text/

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Schweinegrippe und Pharmaindustrie

Verdacht, dass die H1N1-Grippewelle als Schweinegrippe-Pandemie von der Pharmaindustrie zur Vermarktung genutzt wird – Offenlegung von Interessenkonflikten, werden als nicht ausreichend angesehen Schweinegrippe-Impfung: Transparency kritisiert potenzielle Interessenkonflikte und intransparente Entscheidungsprozesse bei der ständigen Impfkommission “STIKO”
(17.09.09) – Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland spricht sich anlässlich der zunehmenden Verunsicherung in der Bevölkerung hinsichtlich der geplanten Impfungen gegen Schweinegrippe für eine Offenlegung der Entscheidungsprozesse der Ständigen Impfkommission (STIKO) aus.
Angela Spelsberg, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland: “Die jetzige öffentliche Debatte bestätigt unsere jahrelange Kritik: Intransparenz und potenzielle Interessenkonflikte unterminieren die Glaubwürdigkeit und nähren im aktuellen Fall den Verdacht, dass die H1N1-Grippewelle als Schweinegrippe-Pandemie von der Pharmaindustrie zur Vermarktung genutzt wird” (oder inzeniert wurde) =

http://www.compliancemagazin.de/markt/nachrichten/transparency170909.html

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Großauftrag für Pharmaindustrie

Schweinegrippe-Impfstoff steht unmittelbar vor der Zulassung
Von Anke Engelmann, Erfurt

Doch der Impfcocktail hat es in sich: Umstritten sind die in den Impfmitteln der Firmen Novartis und GlaxoSmithKline (GSK) enthaltenen Wirkstoffverstärker, die es erlauben, die Menge des H1N1-Antigens zu reduzieren. Pandemrix der Firma GSK enthält zudem eine quecksilberhaltige, organische Verbindung, die im Verdacht steht, besonders bei Föten Autismus oder das Asperger Syndrom auszulösen. Daten über mögliche Nebenwirkungen beruhen auf den Erfahrungen mit der Vogelgrippe. Das »Nebenwirkungsprofil« der H1N1-Impfung sei »nicht signifikant über dem der saisonalen Impfung«, beruhigt Pfleiderer auf Nachfrage. Negative Nebenwirkungen würden durch Reduktion des Antigengehalts ausgeglichen.

Den Pharmagiganten Baxter, Novartis-Behring und GSK hat das H1N1-Virus einen Großauftrag beschert. 50 Millionen Impfdosen für 25 Millionen Personen werden für Deutschland produziert – eine Dosis kostet laut Verordnung neun Euro, so das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Verträge mit zwei Herstellern sollen zudem garantieren, dass bei Bedarf die ganze Bevölkerung geimpft werden kann, heißt es beim BMG:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/156310.grossauftrag-fuer-pharmaindustrie.html

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Impfung
19.10.2009
SCHWEINEGRIPPE

Zweitklassige Impfung? Nein danke!
Die Empörung darüber, dass Politiker einen Spezial-Wirkstoff gegen Schweinegrippe verabreicht bekommen, ist groß. Auch kommen starke Zweifel am Nutzen der 600 Millionen Euro teuren Aktion. VON NINA GESSNER

[...] In den USA ist Pandemrix nicht zugelassen. Die dortige Arzneizulassungsbehörde schätzt die Gefahr einer abnormen Immunreaktion zu groß ein und setzt auf konventionelle Mittel [...]

http://www.mopo.de/2009/20091019/hamburg/panorama/zweitklassige_impfung_nein_danke.html

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“Das ist ein skandalöser Impfstoff”

Spritze gegen Schweinegrippe: Mediziner skeptisch: Nicht alle impfen – Warteliste in Zwiefalten

Der Impfstoff ist nun auf dem Markt – die Fachwelt streitet weiter. Ärzte können ihre Patienten ab sofort gegen die Schweinegrippe spritzen. Mediziner in der Region fürchten aber seltene Nebenwirkungen.

CHRISTINA HÖLZ

“Wir haben das Mittel gar nicht erst bestellt”, sagt Rapp. Er fürchtet vor allem seltene Nebenwirkungen des Pandemrix-Stoffes, und zwar nicht nur solche lokaler Art. Das es nach der Spitze vermehrt zu Schmerzen, Rötungen oder Allergien rund um die Einstichstelle kommen kann, sei zwar nicht zu verachten – aber noch kein ausreichender Grund zur Sorge. Als weitaus schlimmer erachtet der Mediziner sogenannte immunologische Reaktionen auf den Impfstoff: Dazu zählen etwa Nervenerkrankungen (Polyneuropathien) im Allgemeinen und Nervenentzündungen im Besonderen. Solche Fälle sind den Medizinern bekannt. “Und solange diese Dinge nicht ausgeräumt sind, können wir die Impfung nicht empfehlen”, erläutert Eberhard Rapp [...]

http://www.suedwest-aktiv.de/region/albbote/rundschau_von_der_alb/4691810/artikel.php

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grossbuerger (26.10.2009, 12:19 Uhr)

selbst denken

um sich für eine Impfung zu entscheiden benötigt man nur folgende Statistik, um selber logisch entscheiden zu können:

- jeden Tag sterben ca. 200 Menschen in Deutschland an den Nebenwirkungen von medikamenten

- jeden Tag sterben ca. 150 Menschen (+Dunkelziffer) in der BRD an Ärztepfusch

- jeden Tag sterben im deutschen Straßenverkehr 20 Menschen

Wieviel Schweinegrippetote gab es bisher in Deutschland ?

So, jetzt bitte % ausrechnen und der Statistik gegenüberstellen, na, wer möchte sich jetzt noch impfen lassen ???

Stern Leser Kommentar

http://www.stern.de/gesundheit/schweinegrippe-das-sollten-sie-ueber-die-impfung-wissen-1515621.html
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Fußball: Bundesliga-Mehrheit gegen Schweinegrippe-Impfung

Impfen oder nicht? Die Frage, die derzeit Millionen Menschen umtreibt, beschäftigt auch die Fußball-Bundesliga. Als einziger Erstligist hat Tabellen-Schlusslicht Hertha BSC seinen Profis empfohlen, sich gegen die Schweinegrippe immunisieren zu lassen. Die Bundesländer haben 50 Millionen Impfdosen Pandemrix bestellt. Das erst vor kurzem erweiterte Glaxo-Werk in Dresden läuft seit Wochen auf Hochtouren:

http://www.stern.de/sport/fussball/bundesliga-mehrheit-gegen-schweinegrippe-impfung-1517680.html
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Schweinegrippe

Ein Impfstoff für Millionen

29.10.2009, 7:40

Von Silke Bigalke

Die meisten Deutschen wollen sich nicht durch eine Impfung vor dem Schweinegrippe-Erreger schützen. Die Pharmakonzerne verdienen trotzdem prächtig.

In Deutschland wird bislang fast ausschließlich mit Pandemrix geimpft. 50 Millionen Dosen haben Bund und Länder bereits im Juli bestellt. Insgesamt haben 22 Staaten etwa 440 Millionen Dosen bei Glaxo geordert. Impfstoff im Wert von rund 3,5 Milliarden Dollar, schätzen Analysten der US-Bank JP Morgan.
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[...] Glaxo ist nicht der einzige Pharmakonzern, der von der Schweinegrippe profitiert. Laut JP Morgan haben allein die europäischen Hersteller bis Anfang Oktober Aufträge im Wert von 5,2 Milliarden Dollar erhalten (Grafik). Allein in den vergangen drei Monaten sei zusätzlicher Impfstoff im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar geordert worden.

Impfung gegen die Schweinegrippe Pest oder Cholera?
Und die Konzerne hätten nach Einschätzung der Analysten genug Kapazität, um weitere 1,2 Milliarden Dosen Impfstoff zu produzieren. Das entspräche einem Umsatz von rund 10,2 Milliarden Dollar [...]

http://www.sueddeutsche.de/wissen/281/492636/text/

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28.10.2009

Drohende Netzüberlastung

US-Behörde fürchtet Schweinegrippe im Internet

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,657894,00.html

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[ Doch bei Pandemrix übernehmen quasi die Bundesländer die Vermarktung° ]

Grippe-Impfung

Ein Geschäft ohne Risiko und Nebenwirkung

Der Pharmakonzern Glaxo verdient gut am Impfstoff gegen die Schweinegrippe – egal, wie viele Deutsche sich impfen lassen

[...] Leere Turnhallen, Amtsärzte, die gelangweilt Tee trinken: Die Impfaktion gegen die Schweinegrippe läuft fast überall in Deutschland nur schleppend an. Nur noch 13 Prozent der Deutschen wollen sich laut einer Umfrage impfen lassen, im Juli waren es noch 51 Prozent. Normalerweise werden Unternehmen unruhig, wenn das Interesse an ihrem Produkt so dramatisch sinkt. Doch die deutschen Manager bei Glaxo Smith Kline, Europas größtem Pharmakonzern, können ganz ruhig bleiben. Der Impfstoff Pandemrix wird ihnen ganz sicher ein glänzendes Geschäft bescheren [...]

http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-10/schweinegrippe-impfung-glaxo

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Medizin Professor: H1N1-Virus ist nur ein «Grippchen»
Aktualisiert am 26.07.2009

Der Pariser Medizin-Professor und Abgeordnete Bernard Debré hat sich in scharfer Form vom aktuellen Umgang mit der Schweinegrippe distanziert.

«Man muss jetzt mal einen Punkt machen»: Bernard Debré.

Der Virus-Typ A (H1N1) sei «nicht gefährlich», die Schweinegrippe «etwas weniger gefährlich» als die typische saisonale Grippe, die jedes Jahr zu erwarten sei, sagte Debré der Zeitung «Journal du Dimanche». «Deshalb muss man jetzt mal einen Punkt machen», forderte der Mediziner, der zugleich für die Regierungspartei UMP im Pariser Abgeordnetenhaus sitzt:

http://www.webnews.de/http://bazonline.ch/ausland/europa/Professor-H1N1Virus-ist-nur-ein-Grippchen/story/22773496

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| Meta-Info |

Homöopathie soll bei Schweinegrippe helfen

13. August 2009
Ärzte verweisen auf erfolgreiche Schweinegrippe-Behandlungen in Mexiko
Mumbai/Wien/Großlobming – Schweinegrippe kann auch mit homöopathischen Medikamenten behandelt werden. Das behauptet der indische Mediziner Mukesh Batra gegenüber der “Times of India”. Der Arzt empfiehlt zur Prävention und Behandlung die Mittel “Oscillococcinum 30″ und “Influenzium 200″, und verweist auf erfolgreiche Behandlungen anderer Viruserkrankungen bei Epidemien der Vergangenheit. Gloria Kozel, Allgemeinmedizinerin und Präsidentin der österreichischen Gesellschaft für Homöopathie, bestätigt die Aussage:

Hier bitte weiterlesen:

http://derstandard.at/1250003379816/Arzneimittel-Homoeopathie-soll-bei-Schweinegrippe-helfen#forumstart

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| Meta-Info |

Schweinegrippe

Krankenkassen sorgen für Empörung

zuletzt aktualisiert: 07.08.2009 – 07:53

Berlin/Hannover (RPO). Die Drohung der gesetzlichen Krankenkassen, wegen der Impfungen zur Schweinegrippe die Beiträge zu erhöhen, haben heftige Kritik ausgelöst. Die öffentliche Empörung zeigt offenbar Wirkung: Erste Krankenkassen rücken bereits von den für den Herbst angedrohten Beitragserhöhungen ab. Ein Arzt und SPD-Bundestagsabgeordneter hält die Angst vor der Pandemie sogar für eine Inszenierung, die nur der Pharmaindustrie nutze:

http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/742015/Krankenkassen-sorgen-fuer-Empoerung.html

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Schweinegrippe-WHO: Anschlag auf Schweiz?

mmnews | 3. Juli 2009 Im April ist in einem schweizer Zug ein Behälter mit Schweinegrippe-Viren explodiert. Die Behörden spielten den Vorfall runter: Angeblich harmlos. Doch nun ist Klage gegen die WHO und beteiligte Pharmaunternehmen erhoben worden. Der Vorwurf: Vorbereitung und Durchführung eines bio-terroristischen Anschlags in der Schweiz.

Die irisch-österreichische Journalistin Jane Bürgermeister hat der WHO und den mit der Organisation zusammenarbeitenden Pharmaunternehmen den Krieg erklärt. Nach langen Recherchen ist für Bürgermeister das Phänomen “Schweinegrippe” längst nicht irgendein Virus, dass zufällig in die Welt kam. Die Journalistin geht vielmehr davon aus, dass der Erreger künstlich hergestellt und bewußt verbreitet wurde:

http://www.mmnews.de/index.php/200907033218/MM-News/Schweinegrippe-WHO-Anschlag-auf-Schweiz.html

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criminal_charges_with_official_stamp-schweinegrippe

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Die Staatsanwaltschaft Wien hat den Eingang der Strafanzeige, der anzeigenden Journalistin Jane Bürgermeister (Guardian/Observer), auf telefonische Nachfrage am 27.07.09 seitens medienwatch bestätigt. Die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Wien erklärte, dass die Zuständigkeit jetzt bei der Staatsanwalt St. Pölten läge. Eine vorläufige Angabe bzw. Einschätzung über Hintergrund oder Wahrheitsgehalt der Anzeige-Begründung und ob das FBI involviert wäre, konnte der Presseprecher der StA nicht beantworten. Die Strafanzeige wurde der Staatsanwalt Kornneuburg in St. Pölten überstellt. Für alle weiteren Fragen ist die StA Kornneuburg zuständig. Angeblich so wurde kolportiert “gemeinsam mit dem FBI”, – bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass die beherzte Journalistin die Strafanzeige auch dem FBI überreichte. Inwieweit das FBI tatsächlich Ermittlungen führt, konnte bisher nicht geklärt werden. Wissenschaftler in den USA bekräftigen allerdings, dass das sogenannte “Schweinegrippevirus”, oder auch “mexikanische Virus”, sowie auch “amerikanische Virus” in einem Labor cultiviert wurde.

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Die Journalistin wäre sicher besser beraten gewesen, hätte sie zur Begründung ihrer Strafanzeige juristische Unterstützung beansprucht. So liesst sich der Anzeige-Text, in Teilen (auch Personen bezogen) wie ein “DaDaRem in Echtzeit”: Es scheinen verschiedene Fakten überzeugend recherchiert zu sein. Es ist daher völlig unverständlich, weshalb hier nicht kompetent, seitens der Medien und der Staatsanwaltschaften, und nicht im möglicherweise völlig überforderten St. Pölten, sondern in intensiver Zusammenarbeit mit unabhängigen Virologen, kriminologischer Forensik und weiteren Wissenschaftlern der Hauptstadt Wien, akribische Ermittlungen eingeleitet werden? St. Pölten erscheint wie ein Ort der Entsorgung, – wegducken und ein Abschieben in die Provinz? Bei dieser ungeheuerlichen Brisanz des Geschehens unglaublich! Der Verdacht, dass hier auf intern. Pharma-Politiker-Parkett ein Verbrechen ungeahnten Ausmaßes vollzogen wird, ist nach den in Teilen, erkenntnisreichen Recherchen ein tatsächlich vorstellbares erschreckendes Horrorszenario. (jst)
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Hier die Strafanzeige als PDF Datei zum Download!

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/jane-buergermeister-erhebt-weitere-anzeigen

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Vortrag von Jane Bürgermeister

Am 26. September 2009 hielt Jane Bürgermeister einen Vortrag über die Schweinegrippe im Volkshaus Zürich.

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/10/vortrag-von-jane-burgermeister.html.

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“Swine Flu was cultured in a Laboratory”, Dr. John Carlo, Dallas Co. Medical Director says:

“This strain of swine influenza that’s been cultured in a laboratoryis something that’s not been seen anywhere actually in the United States and the world, so this is actually a new strain of influenza that’s been identified,” said Dr. John Carlo, Dallas Co. Medical Director (video clip here).

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Dr. John Carlo, Dallas Co. Medical Director

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Schweinegrippe: Grosseinsatz in der Schweiz Behälter mit Grippe-Viren im Zug explodiert

http://www.bild.de/BILD/news/2009/04/28/schweinegrippe-zug-schweiz/behaelter-mit-viren-explodiert.html

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Behälter mit Schweinegrippe-Virus im Intercity geborsten.

28. April 2009 | Im Wagen eines Intercity-Zuges ist am Montagabend in der Schweiz ein Behälter mit dem Schweinegrippe-Virus geborsten. Laut Polizei besteht aber keine Ansteckungsgefahr; es handele sich um eine Variante des Krankheitserregers, die für den Menschen ungefährlich ist (???!!!):

Die Behörden leiteten dennoch umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen ein, an denen mehrere Dutzend Polizisten beteiligt waren. Die Viren gehören zwar zum Grippestamm H1N1, der die Schweinegrippe überträgt. Es handelte sich aber nichtum den mutierten Stamm, der in Mexiko bereits bei mindestens 20 von 149 Grippetoten nachgewiesen wurde.

Alarmstufe vier WHO warnt vor Schweinegrippe

Schweinegrippe Experten erwarten Virus auch in Deutschland

http://nachrichten.t-online.de/c/18/57/74/48/18577448.html

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Schweinegrippe – WHO: Anklage wegen Bioterror, versuchter Massenmord

mmnews | Montag, 29. Juni 2009 | Österreichische Journalistin erhebt gemeinsam mit FBI Anklage gegen die WHO und UN. Vorwurf: Bioterrorismus und versuchter Massenmord. Erwirkung einer einstweiligen Verfügung gegen Zwangsimpfung. “Komplex aus international agierenden Parma-Unternehmen und Regierungsstellen haben Seuchenmaterial entwickelt”.

Während für Juli ein Impfstoff der Firma Baxter gegen den A/H1N1-Erreger erwartet wird, warnt eine österreichische, investigative Journalistin vor dem größten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit.

Jane Bürgermeister formulierte gegen die Weltgesundheitsorganisation WHO, gegen die Vereinten Nationen (UN) , gegen hochrangige Politiker und gegen öffentliche Körperschaften. Die Anzeige beruht auf den Vorwurf des Bio-Terrorismus und versuchten Massenmord. Zugleich erwirkte sie eine einstweilige Verfügung gegen Zwangsimpfungen:

http://www.mmnews.de/index.php/200906293197/MM-News/WHO-Anklage-wegen-Bioterror-und-versuchten-Massenmord.html

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Die kritische Journalistin Jane Bürgermeister, welche eine Anzeige gegen die WHO, Firma Baxter und dem Nationalen Zentrum für Influenza in Genf bei der österreichischen Staatsanwaltschaft eingereicht hat, wurde von ihrer Stelle als europäische Korrespondentin der Renewable Energy World Webseite (REW)entlassen. [::]
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http://birdflu666.wordpress.com/2009/07/01/about-my-being-fired-yesterday/

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Antikorruptionsorganisation Transparency International: Schweinegrippe Pharmaindustrie + mehr

http://medienwatch.wordpress.com/2009/09/15/antikorruptionsorganisation-transparency-international-schweinegrippe-und-pharmaindustrie/

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SCHWEINEGRIPPE

Drei Schulen in New York wegen Infektionsgefahr geschlossen

15.05.2009 | Aus Sorge um einen Ausbruch der Schweinegrippe sind im New Yorker Stadtteil Queens drei Schulen geschlossen worden. In einem bemerkenswerten Statement schloss die WHO unterdessen aus, dass der neue Grippeerreger künstlich hergestellt wurde. (Die WHO kann nicht belegen, woher die Mixtur aus Schweine, Menschen und Vogel(grippe)viren (!) denn stammt. Das es seitens der WHO kategorisch ausgeschlossen wird – macht diese Frage, für kritische Köpfe, noch interessanter. Denn der Pharma Multi La Roche, [mit der Lizens des US Pharma Riesen GlaxoSmithKline, zur Produktion von Tamiflu] sind von Anfang an, so recherchierte (!) eine “Die Zeit” Journalistin in den Strategien der Öffentlichkeitsarbeit, Analysen etc. eingebunden! Wie von Medienwatch berichtet hat der US Virologe und Medical Director in Dallas, Dr. John Carlo festgestellt: “Swine Flu was cultured In a Laboratory” | Anm. jörg Stange, medienwatch )

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,625023,00.html

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Schulfrei wegen der Schweinegrippe?

Von Christian von Burg | 15.07.2009

Lässt sich die Ausbreitung der Pandemie mit Schulschliessungen verlangsamen – oder machen solche Massnahmen keinen Sinn mehr? Kantonsärzte sind sich uneinig.
Die Quarantäne brachte nicht den erwünschten Erfolg: Die Schweinegrippe breitet sich in der Schweiz kontinuierlich weiter aus, obwohl infizierte Urlauber aus Mexiko samt Bekanntschaft abgeschottet worden waren. Unterdessen rechnet man im Bundesamt für Gesundheit (BAG) damit, dass in diesem Herbst zwischen 500’000 und 1,5 Millionen Schweizerinnen und Schweizer an der Schweinegrippe erkranken werden – fünfmal mehr als an einer normalen, saisonalen Grippe. Was kann man da noch tun?:

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Schulfrei-wegen-der-Schweinegrippe/story/10241486

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Kontraste TV »Schweinegrippe + Tamiflu«

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Schweinegrippe wird kaltherzig ausgenutzt

Genf – standard.at | 09. Mai 2009

Jean Ziegler

(…)Für den Schweizer Professor ist es dabei erstaunlich, wie die Medien gelenkt würden. Ihn würde es nicht verwundern, wenn große internationale Pharmakonzerne “dabei als Steuermann tätig sind”, sagte Ziegler. Sie litten unter der Wirtschaftskrise und hätten die Patente auf Antigrippemittel, die allenthalben gehortet würden. Krankheiten wie Sars oder die Vogelgrippe, bei denen weltweite Epidemien befürchtet worden waren, hätten Pharmakonzernen Milliarden in die Kassen gespült (…)

http://derstandard.at/1241622332981/Jean-Ziegler-Schweinegrippe-wird-kaltherzig-ausgenutzt#forumstart

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Die Widersprüche einer “Seuche”

ht, 02.05.2009 | Eine neue Seuche beunruhigt derzeit unter den Namen “Schweinegrippe”, “Mexikanische Schweinegrippe” oder “Mexikanische Grippe” die Menschheit und verbreitet über die Medien Angst und Schrecken. Doch wie real ist die behauptete Gefahr wirklich? Die Widersprüche in den offiziellen Stellungnahmen der Weltgesundheitsbehörde WHO und der US-Seuchenbehörde (CDC) könnten kaum größer sein. Lernen Sie nachfolgend die wichtigsten Argumente dafür kennen, warum es diese angebliche neue und tödliche Seuche nur in den Köpfen der Virenstrategen beim CDC und der WHO gibt:

http://www.impfkritik.de/schweinegrippe

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Weitere Beiträge zur Schweinegrippe:

kleine-verschworungstheorie-von-grippen-und-anderen-viren%C2%B0-video-dr-ron-paul-klart-auf/

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pharmaspritze-Rot-09-stange-gfok-gerlach-700

Foto + Bildbearbeitung: Jörg Stange

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metainfo

Extreme Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen nach Verabreichung von Tamiflu:

London | Guardian Friday 31 July 2009 |Aktuelle wissenschaftliche Studie von Health Protection Agency (HPA) veröffentlicht in dem Medizin Journal Eurosurveillance: Akute Nebenwirkungen nach Einnahme von Tamiflu: Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Schlaflosigkeit, Konzentrationsprobleme, Alpträume etc.

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Half of children taking Tamiflu have side-effects

guardian Friday 31 July 2009 | Nausea, insomnia and nightmares reported after taking antiviral drug for swine flu, study finds. More than half the children in England taking the swine flu drug Tamiflu suffer side-effects such as nausea, insomnia and nightmares, researchers have found.
Two studies from the Health Protection Agency (HPA) show a high proportion of schoolchildren reporting problems after taking the antiviral drug:

http://www.guardian.co.uk/society/2009/jul/31/tamiflu-side-effects-children

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Schweinegrippe
Risiken mit Nebenwirkungen
Von Rainer Woratschka | ZEIT ONLINE, Tagesspiegel 1.8.2009
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Gegen Schweinegrippe sind keine Massenimpfungen nötig, Hausmittel reichen – sagen Fachleute

http://www.zeit.de/online/2009/32/schweinegrippe-impfstoffe

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Mexico Swine Flu………………….Foto: Huffingtonpost


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Die Frettchen-Frage:

siehe re:search = Baxter + Frettchen =>[::]
Im Februar 2009, wurden laut der kanadischen Zeitung Torontosun und dem US Nachrichtenmagazin Bloomberg unter ungeklärten Umständen, durch den Pharmakonzern Baxter “Vogelgrippe” mit Menschengrippeviren vermischte “Muster-Zuteilungen” an verschiedene Länder versandt. Durch einen unerwarteten Zwischenfall in einem Labor in Tschechien, bei Tierversuchen nach Impfung gestorbener Frettchen kam heraus, dass die erwarteten und von Baxter gelieferten vermeintlichen Menschengrippeviren “falsch deklariert” und mit den gefährlichen “Vogelgrippe-Viren” hochgradig kontaminiert waren. Die Wissenschaftler erwarteten eine Lieferung mit “normalen” menschlichen Grippeviren. Die Frettchen starben, und es wurde durch die Wissenschaftler nachgewiesen, dass sie unwissentlich mit hochgefährlichen Mixturen aus Menschen – und Vogelgrippeviren experimentierten und dadurch selbst dem Vogelgrippevirus ausgesetzt waren. Die Veterinäre und weitere Mitarbeiter mussten sich in Behandlung begeben. Heraus kam durch diesen Skandal, dass parallel weitere falsch deklarierte und kontaminierte Zuteilungen nach Slowenien und Deutschland gesandt wurden waren. Aber lesen sie bitte selbst:.

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Baxter: Product contained live bird flu virus

By Helen Branswell, THE CANADIAN PRESS
The company that released contaminated flu virus material from a plant in Austria confirmed Friday that the experimental product contained live H5N1 avian flu viruses(…)

…The contaminated product, a mix of H3N2 seasonal flu viruses and unlabelled H5N1 viruses, was supplied to an Austrian research company. The Austrian firm, Avir Green Hills Biotechnology, then sent portions of it to sub-contractors in the Czech Republic, Slovenia and Germany:

http://www.torontosun.com/news/canada/2009/02/27/8560781.html

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Baxter Sent Bird Flu Virus to European Labs by Error

By Michelle Fay Cortez and Jason Gale

Feb. 24 (Bloomberg) New York London Tokio

Baxter International Inc. in Austria unintentionally contaminated samples with the bird flu virus that were used in laboratories in three neighboring countries, raising concern about the potential spread of the deadly disease:

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=newsarchive&sid=aTo3LbhcA75I

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“Bereiten uns auf 100 000 Schweinegrippe-Fälle vor”

Gesundheitsminister Alois Stöger (S) setzt bei der Schweinegrippe auf Beruhigung. “Es gibt absolut keinen Grund, in Panik zu verfallen”, sagte Stöger im APA- Interview.

13.08.09 | Als eines von wenigen Ländern in Europa werde Österreich Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stellen. In einem Vorvertrag mit dem Pharmakonzern Baxter wurden bis zu 16 Millionen Dosen vorbestellt , pro Person sind je zwei Teilimpfungen nötig. Bestellt werde der Impfstoff aber erst nach der für September erwarteten Zulassung des Impfstoffes, es müsse vorher geklärt werden, wer für die Sicherheit der Vakzine verantwortlich ist, betonte Stöger (…)

“Wir bereiten uns auf 100 000 Fälle vor – 16 Millionen Dosen wurden vorbestellt”

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http://www.vol.at/news/politik/artikel/bereiten-uns-auf-100-000-schweinegrippe-faelle-vor/cn/news-20090813-11320373

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Maßnahmen
Baxter beginnt mit Impfstoff-Herstellung

Österreich hat Vorvertrag über Lieferung – Präparat könnte schon im Juli lieferbar sein – Gesundheitsministerium: “Es gibt keinen Auftrag zur Produktion”

Wien – 15. Juni 2009 | Der US-Pharma- und Biotech-Konzern Baxter hat mit der Produktion eines Impfstoffes gegen die Schweinegrippe, die neue A(H1N1)-Influenza, in Bohumil in Tschechien begonnen. Dies teilte das Unternehmen Montagnachmittag mit. Österreich hat mit dem Unternehmen einen Vorvertrag für rund 16 Millionen Dosen einer Pandemie-Vakzine abgeschlossen. Die Technik stammt aus Vorarbeiten, die bereits bei der Immuno AG abliefen. Dieses Unternehmen wurde vor Jahren von Baxter übernommen. Das Biotech-Zentrum steht in Orth/Donau in Niederösterreich:

http://derstandard.at/

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Schweinegrippe-Impfung

Kranke, Schwangere und Dicke kommen zuerst

Von FOCUS-Online-Autorin Monika Preuk

(…) „Es handelt sich um eine freiwillige Impfung – und zuerst sind die Risikogruppen an der Reihe“, sagt Thomas Schulz, Pressesprecher des Gesundheitsministeriums von Thüringen, das derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz der Länder übernommen hat. Logistisch sei es nicht möglich, alle gleichzeitig zu impfen, hier müssten die Gesunden Rücksicht auf die chronisch Kranken nehmen. Ausreichend Impfstoff sei bestellt, der, wenn alle Tests durchlaufen sind, wie geplant in etwa acht bis zehn Wochen in Deutschland zur Verfügung steht. „Dabei sehen wir die Situation relativ gelassen“, beschwichtigt Thomas Schulz und warnt vor Panik. Immerhin lassen sich gegen die saisonale Grippe, die mit 8000 bis 11 000 Toten jeden Winter wesentlich gefährlicher ist als A/H1N1, nur 22 Prozent der Deutschen impfen (…)

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/schweinegrippe/

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01.08.2009 | Der Tagesspiegel: SPD-Europaabgeordnete Roth-Behrendt warnt vor Panikmache bei Schweinegrippe

Kritik an Massenimpfung wird lauter

Berlin (ots) – Berlin – (…) Unterdessen warnten Arzneiexperten vor möglicherweise schwer wiegenden Nebenwirkungen bei der geplanten Massenimpfung gegen die Schweinegrippe. Der Virologe Alexander Kekulé sagte der Zeitung, man müsse angesichts der Erfahrung, dass die Erkrankung meist harmlos verlaufe, diskutieren, ob man bei der Zulassung von Impfstoffen “nun nicht noch ein paar zusätzliche Sicherheitsebenen einzieht”

Der Bremer Pharmakologe Peter Schönhöfer sagte dem “Tagesspiegel am Sonntag”, dass in den USA bereits in den Siebzigerjahren ein Impfstoff gegen Schweinegrippe zurückgezogen werden musste, da es dort bei Impfungen zu einer “auffälligen Häufung überschießender Immunreaktionen mit Nervenlähmungen” gekommen sei. Der Impfstoff, mit dem nun die neue Grippe bekämpft werden solle, sei “nach dem selben Strickmuster” gebaut. Schönhöfer kritisierte die Impfaktion auch aus Gründen der Verhältnismäßigkeit. Die Gefahr werde übertrieben dargestellt. Allerdings gehe es für die Pharmabranche um ein großes Geschäft, mit einer Impfkampagne könne man “viel Geld verdienen”.

Die Meldung steht Ihnen bei Nennung der Quelle “Tagesspiegel am Sonntag” ab sofort zur Verfügung. Chef vom Dienst Thomas Wurster
http://www.presseportal.de/pm/2790/1450110/der_tagesspiegel/rss

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Basler Zeitung

Experte warnt vor Schweinegrippe-Impfung

(…) 01.08.2009 | Bis auf etwa 150 weiter isolierte Menschen sei allen der Landgang gestattet worden, teilten die örtlichen Behörden im südfranzösischen Marseille mit. Dabei verwiesen sie darauf, dass bislang nur ein einziger Fall der Schweinegrippe bestätigt sei. Vorher war von insgesamt 64 Fällen die Rede, davon 60 unter der Besatzung (…)

http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Experte-warnt-vor-SchweinegrippeImpfung/story/26078791

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Die Lüge von der Pandemie bei der Schweinegrippe

Zum wiederholten Male wird seit Beginn des neuen Jahrhunderts, dieses Mal ab März dieses Jahres, die Bevölkerung in Panik versetzt: Seitens der internationalen Gesundheitsbehörden, dabei insbesondere seitens der EU, die aufs Engste mit allen Wirtschaftsmächtigen und insbesondere der Pharmaindustrie zusammenwirkt, seitens der deutschen Pharmaindustrie, seitens der Gesundheitsbehörden, die der Pharmaindustrie und der etablierten Ärztelobby hörig ist, seitens der etablierten mit der Pharmaindustrie kooperierenden Ärzteschaft, seitens des Robert-Koch-Instituts, das schon lange ein Büttel der Pharmaindustrie ist, und seitens der Politik, die skrupellos und zugleich unwissend-blöd wieder einmal alles von den vorgenannten Gruppen ungeprüft übernimmt. Wir kennen das Spiel in den letzten Jahren zum Beispiel im Zusammenhang mit SARS und der Vogelgrippe. Beide Male verpuffte die Sache dann bald wieder. Dieses Mal aber hat man die Kampagne höher gedreht, um insbesondere der Pharmaindustrie und der Ärzteschaft zu einem neuen größeren Gewinn auf Kosten der normalen, wenig verdienenden Bürger zu verhelfen, indem nun ein angeblich wirksamer Impfstoff gegen die Schweinegrippe hergestellt werden soll, deren Entwicklung und Anwendung dann von uns normalen wenig verdienenden Bürgern über Steuern bzw. direkt finanziert werden soll. Dieser Impfstoff ist so überflüssig und wirkungslos wie auch die Schweinegrippe keine besonders gefährliche Grippe darstellt und wie wir es tatsächlich mit keiner Pandemie zu tun haben. Alle gegenteiligen Behauptungen sind Lügengeschichten, nur um der Pharmaindustrie und einer Ärztelobby wieder einmal Geld – das vor allem die kleinen Leute zahlen müssen, in den Arsch zu blasen, um es deutlich zu sagen. Und die Mainstreammedien mit ihrer dekadenten und skrupellosen Journaille machen diesen Spiel seit den ersten Verlautbarungen dazu wieder einmal mit, und drönen diesen albernen Blödsinn (deutlicher gesagt: Scheiß) in die Welt hinaus.

Bei dem Virus der Schweinegrippe handelt es sich um einen ganz gewöhnlichen Grippevirus, wie die meisten dieser Viren. H1N1, wie es jetzt ständig in den Medien betont wurde, steht nämlich für Hämagglutinin (H) bzw. für Neuroaminidase (N) bzw. 1 für die Unterart des Virus. Die meisten Grippeviren sind diesen Merkmalen zuzuordnen. Und gesunde Menschen überstehen solche Grippen relativ leicht. Wer an einer solchen Grippe stirbt, was übrigens insgesamt auf der Welt gesehen bisher nur in sehr wenigen Fällen so gewesen war (im Verhältnis zu sonstigen allgemeinen Grippetoten), der ist schon gesundheitlich geschädigt gewesen. In Deutschland sterben im allgemeinen an Grippe (bei fast immer zusätzlich vorhandenen Erkrankungen) jährlich etwa 2000* Menschen; an der Schweinegrippe sind aber definitiv bewiesen(!) in Deutschland bisher noch keine Menschen gestorben. Alle haben die Grippe zumeist nach kurzer Zeit überwunden.

Zudem ist es Unsinn zu glauben, eine Grippeschutzimpfung mit ihrer ganz spezifischen Wirkung würde nun genau Immunität gegen diesen Schweinegrippevirus, der sich wie auch andere Grippeviren leicht verändern kann, verschaffen. Da außerdem die Impfungen erst im Spätherbst 2009 mit einem dann angeblich dafür bereit stehenden Impfstoff beginnen sollen, wird die Impfkampagne dann auch weitgehend allein schon deshalb überflüssig, weil die mit dem Virus zuvor infizierten Menschen, die Grippe schon längst hinter sich haben.

Hinzu kommt weiterhin, dass die von dem Robert-Koch-Institut täglich neu gemeldeten Grippefälle rein spekulativ sind, bewusst, um wieder einmal im Sinne der Pharmaindustrie zu arbeiten. Denn so schnell lassen sich heimkehrende Spanienurlauber, die man jetzt im Visier hat, gar nicht einer gründlichen Untersuchung mit Hinblick auf diesen Virus unterziehen. Aber es geht dabei ja auch um panikhafte Stimmungsmache, damit der Rubel (Euro) rollt. Von einer Pandemie kann daher keine Rede sein.

Wir haben es hierbei also insgesamt gesehen wieder einmal mit einer Mafia zu tun, die gegen die normale Bevölkerung arbeitet, um sich an ihr zu bereichern.
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Kommentar für Medienwatch von Norbert Cobabus | Kulturanthropologe

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Andere offizielle Studien gehen von 2000 bis 3000 Grippetote, bei der “normalen saisonalen Grippewelle” aus. Bei extremer Grippe-Welle (2005) bis zu 20.000 in Deutschland – weltweit statistisch belegt sind 250.000 bis zu 300.000 Grippetote zu beklagen. Es wurde in jahrzehntelanger Forschung kein wirklich wirksames Mittel (Impfstoff etc.) hergestellt. “Dritte Weltländer” sind am heftigsten betroffen. Naturvölker werden durch den eingeschleppten Virus-Kontakt mit der normalen Influenza “chronisch dezimiert”. (=> Friends of Nature) Jörg Stange

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Auf das es alle Schweine von den Dächern pfeifen: “Jetzt gibt es auch noch die Gi(e)raffengrippe”

Grüße von der Tasta-T(o)ur.

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Schweinegrippe

Was steckt dahinter ?

Die neue Mediensensation – Jede Zeitung, egal in welchem Land und zu welcher Zeit, brachte die Schlagzeilen auf der ersten Seite. Schweinegrippe in Mexiko ! Anscheinend Hunderte Tote und Fälle auch in USA, Spanien und auch in Österreich.
Die Agenturen senden Panik-Bilder mit maskentragenden Menschen, wie damals vor 3 Jahren in Asien. Die wenigen weltweit agierenden Nachrichtenagenturen (welche im Besitz von Wenigen sind) schalten alle Medien auf Gleichklang, und verkünden Hysterie.

Hier sieht man nur allzu deutlich die Tatsache, dass es offensichtlich KEINE freie Presse mehr zu geben scheint. Alle Medien und auch die Weltgesundheitsorganisation WHO stellen sich wieder einmal in den Dienst der Konzerne:
http://www.initiative.cc/Artikel/2009_05_01_schweinegrippe.htm

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Weitere Pharma-Skandal(e) + Betrachtungen = Zwischengelesen

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TROVAN-SKANDAL

Viagra Produzent Pfizer zahlt 74 Millionen Dollar an Nigeria für tote und kranke Kinder

Berlin – Mit außergerichtlichen Zahlungen von bis zu 75 Millionen US-Dollar legt der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer seinen Rechtsstreit mit dem nordnigerianischen Bundesstaat Kano bei. Im Prozess um die 1996 an nigerianischen Kindern durchgeführten Versuche mit dem damals noch nicht zugelassenen Antibiotikum Trovan lässt die Regierung sämtliche zivil- und strafrechtlichen Anklagepunkte fallen. Pfizer hält an seiner Version fest, nach der die Tests mit der nigerianischen Regierung und den Eltern oder Betreuern der Kinder abgesprochen waren, und geht mit weißer Weste aus dem Verfahren:

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http://apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Panorama/7189.html

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Pharmakonzern zahlt Millionenentschädigung für illegale Menschenversuche

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/pharmakonzern-pfizer-zahlt-75-millionen-entschaedigung

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Pharma-Konzern Baxter trotz “Frettchen-Skandal” (Tschechien) und explodierten Glasbehältnissen mit “Schweinegrippe-Viren” (Österreich-Schweiz) etc. weiterhin an der Viren-Front. [::]

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Maßnahmen
Baxter beginnt mit Impfstoff-Herstellung

Österreich hat Vorvertrag über Lieferung – Präparat könnte schon im Juli lieferbar sein – Gesundheitsministerium: “Es gibt keinen Auftrag zur Produktion”

Wien – 15. Juni 2009 | Der US-Pharma- und Biotech-Konzern Baxter hat mit der Produktion eines Impfstoffes gegen die Schweinegrippe, die neue A(H1N1)-Influenza, in Bohumil in Tschechien begonnen. Dies teilte das Unternehmen Montagnachmittag mit. Österreich hat mit dem Unternehmen einen Vorvertrag für rund 16 Millionen Dosen einer Pandemie-Vakzine abgeschlossen. Die Technik stammt aus Vorarbeiten, die bereits bei der Immuno AG abliefen. Dieses Unternehmen wurde vor Jahren von Baxter übernommen. Das Biotech-Zentrum steht in Orth/Donau in Niederösterreich:

http://derstandard.at/

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PR-Journalismus?

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Prüfung von Impfstoffen

Impfstoffe sicherer als “normale” Arzneimittel

04. Juni 2009 | Nach der Gabe von Impfstoffen treten seltener schwere Nebenwirkungen auf als bei synthetischen Arzneimitteln auf AGES-PharmMed-Spezialisten: Vakzine verursachen weniger schwerwiegende Nebenwirkungen als synthetische Arzneimittel:

Die AGES-PharmMed hat sich in den vergangenen Jahren laut ihrem Leiter Marcus Müllner auf dem Markt der Arzneimittelzulassungen in der EU gut etabliert: “Wir liegen an sechster Stelle.”

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http://derstandard.at/fs/1237228186137/Impfen-Oesterreicher-sind-keine-Impfgegner?sap=2&_pid=12496521

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zuletzt überarbeitet am 02.08.09 | Diese Seite wird ständig aktualsiert

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Weitere Beiträge zur Schweinegrippe:

kleine-verschworungstheorie-von-grippen-und-anderen-viren%C2%B0-video-dr-ron-paul-klart-auf/

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Vogelgrippe-Memo

“Der Lockruf der milliardenschweren Fördermittel ruft verantwortungslose und verbrecherische Opportunität plus Gier der Profiteure auf den Plan” ?

Indonesiens Exklusivvertrag mit Pharmafirma Vogelgrippe-Viren nur noch gegen Geld

Indonesien lieferte laut einem Bericht der Tagesschau 2007 keine weiteren Vogel(grippe)viren mehr an Baxter zur Entwicklung eines Imstoffes gegen (!?) die sogenannte Vogelgrippe für Pharma-Konzerne wie Baxter und andere große und kleine Laboratorien. Möglicherweise wurde damit die “Pandemie-Kette” unterbrochen? Wie sich später, aus einer gewissen Distanz herausstellte, hatte die sogenannte Vogelgrippe auch nichts mit dem Vogelflug gemein. Höckerschwäne, obwohl diese nicht in den Süden fliegen waren diese angeblich trotzdem verseucht, man munkelte das ein bekanntes Institut, dass auch jetzt wieder handverlesene Experten für die Medien bereitstellt, die Panik wohldosiert verbreitet(e). Wissenschaftler, steckten weltweit mit kleinen Fähnchen auf einer Weltkarte die aufgetretenen Fälle chronologisch ab – und nun konnte festgestellt werden, dass die Verseuchung offensichtlich durch verseuchtes Futtermittel in Massenzuchtstätten für Hühner etc. sich ausbreitete und seinen Anfang nahm. Angeblich von verseuchten Futtermitteln in “Massenzucht-Batterien” Chinas ausgehend. Nun mehren sich Stimmen, die behaupten Futtermittel in einem US geführten Grossmastbetrieb für Schweine in Mexiko sei der Auslöser. Andere Analysten gehen davon aus, dass unterschiedliche Virusstämme von verschiedenen Laboratorien entwickelt wurden, und dieses die Ursache für die zunehmende Verbreitung weltweit ist. Jörg Stange

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Indonesien: Ministerin = Wir liefern, profitieren aber nicht!

Medienwatch-Memo 08.02.2007 | Indonesien hatte gestern einen Vertrag mit dem US-Arzneimittelkonzern Baxter zur Entwicklung eines eigenen Vogelgrippe-Impfstoffes unterzeichnet. Viren-Proben würden künftig nur noch gegen Bezahlung weitergegeben, sagte die indonesische Gesundheitsministerin Siti Fadillah Supari. “Die Proben, die wir der WHO zur Verfügung gestellt haben, wurden in kommerzielle Forschungslabors weitergegeben”, begründete sie den Schritt. “Dort wurden sie für die Entwicklung von Impfstoffen verwendet und dann wurden die Impfstoffe an uns verkauft. Das ist nicht fair. Wir sind diejenigen, die krank werden, sie nehmen unsere Viren und dann produzieren sie Impfstoffe, an denen nur sie etwas verdienen (…)” Tagesschau

Der australische Arzneimittelkonzern CSL, zu dem auch die deutschen Behringwerke gehören, hatte vergangene Woche die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Vogelgrippe bekannt gegeben, der auf der Grundlage eines Virenstammes aus Indonesien produziert worden war.

http://www.tagesschau.de/ausland/meldung61134.html

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Medizin und Wahnsinn: Tamiflu und andere Amulette

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Tamiflu und andere Amulette

Medizin und Wahnsinn

09.05.2009, 12:24

Von Werner Bartens

“Was den einen ihr verdünntes Heilwässerchen, ist den anderen ihr Tamiflu. Vernunftbegabte Menschen horten die Tabletten und verfallen in Panik, weil in manchen Bundesländern nur für elf Prozent der Bevölkerung Vorräte an geheimen Orten eingelagert sind. Dabei gibt es nur allerzarteste Hinweise darauf, dass die Arznei die Symptome der Schweine-Vogel-Menschen-Grippe ein wenig lindern könnte. Das Fieber wird offenbar um einen Tag, von sechs auf fünf, verringert. Ob das Zeug hilft, wenn das Virus zum Killer-Virus mutiert und als Giraffen-Grippe um den Globus zieht, ist noch völlig unklar”

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http://www.sueddeutsche.de/,ra15m1/gesundheit/32/467603/text/

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“Von allein wächst kein Schwein” (Bayer Werbung 70ziger Jahre)

Boehringer darf Schweine impfen

“Zu beängstigend ist die Vorstellung, demnächst in unmittelbarer Nachbarschaft von mehr als 1.000 Schweinen leben zu müssen, die täglich mit unbekannten Krankheitserregern traktiert werden. Direkt um die Ecke liegen ein Therapiezentrum für autistische Kinder, ein soziales Wohnprojekt, ein Krankenhaus und ein Altersheim”

http://medienwatch.wordpress.com/boehringer-darf-schweine-impfen/

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Indikation zur Operation

Das offensichtlich, wie der US Kongressabgeordnete Ron Paul berichtet, bereits bei der “Schweinegrippe” 1976 und später bei der “Vogelgrippe” wie Wissenschaftler berichten, die Menschen erst durch die Behandlung mit hochdosierten Chemokeulen etc. in Asien und den USA ums Leben gebracht wurden, scheint nicht weiter von Belang … = Hier fehlt eine deutliche Diagnostik + Kontrolle der WHO durch Unabhängige (!) und die investigative (!) Recherche der Agenturen und ihrer kolportierenden Massenmedien. Jörg Stange

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Memo Vogelgrippe

Expertenstreit

Die Vogelgrippe fällt wohl nicht vom Himmel

Zweimal sind Millionen Zugvögel seit den letzten Vogelgrippefällen über Deutschland und Europa geflogen. Trotzdem gibt es keine neuen Infektionen, auch nicht am Bodensee. Während die Behörden dennoch an der Theorie festhalten, dass Wildvögel an der Verbreitung der Seuche schuld sind, fordern Tierschützer, den Stallzwang für Nutzgeflügel aufzuheben.

Über 25 000 Wildvögel wurden nach dem Höhepunkt der Seuchen-Hiobsbotschaften in den letzten Monaten bundesweit untersucht. Ergebnis: Kein einiger Nachweis des HPAI H5N1-Virus. Noch im ersten Halbjahr 2007 war der Erreger bei 326 Wildvögeln festgestellt worden. Baden-Württemberg ist sogar seit dem Mai 2006 ohne neue Vogelgrippefälle. In Bayern wurden seit August 2007 keine weiteren Wildtierinfektionen nachgewiesen. Zuletzt waren dort nicht Zugvögel, sondern zwei große Mastentenhöfe betroffen. Für Kritiker der amtlichen Schutzmaßnahmen sind solche Zahlen ein klarer Beweis dafür, dass die Gefahr von der Massengeflügelhaltung und vom früher wenig kontrollierten Welthandel mit Geflügelprodukten und Fleischabfällen oder gar Hühnermist ausgeht. Es sei deshalb Unsinn, die artgerechte Freilandhaltung von Geflügel weiter zu erschweren. | Schwäbische Zeitung 1. Mai 2008 | Redakteur Michael Lehner

Hier bitte weiterlesen (eingestellt am 16.08.09):

http://www.wai.netzwerk-phoenix.net/index.php?option=com_content&view=article&id=63:schwaebische-zeitung-vom-150508&catid=44:presseschau&Itemid=79

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Presse Information

11. Mai 2009

Rede in morgiger BAYER-Hauptversammlung in Düsseldorf

Pharma-Korruption: ehemaliger BAYER-Mitarbeiter packt aus

Alfredo Pequito arbeitete jahrelang als Pharmareferent für Bayer Portugal. Als er seine Arbeit aufnahm, wurde er von Bayer darauf aufmerksam gemacht, dass ihm zur „Verkaufsförderung“ hohe Summen zu Verfügung stünden. Hiermit sollten Urlaubsreisen, Elektrogeräte und Geldgeschenke finanziert werden, um das Verschreibungsverhalten von Ärzten zu beeinflussen.

“Eine Anzeige von Pequito führte zu umfangreichen Untersuchungen der portugiesischen Staatsanwaltschaft. Demnach verwandte Bayer zwischen fünf und zehn Prozent des Pharma-Umsatzes für korrupte Praktiken. Durch enge Verbindungen zur portugiesischen Politik gelang es BAYER jedoch, nur zu kleineren Geldstrafen verurteilt zu werden”

Hier bitte weiterlesen:

http://medienwatch.wordpress.com/2009/05/11/pharma-korruption-ehemaliger-bayer-mitarbeiter-packt-aus/

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Kleine Verschwörungstheorie: Von Grippen und anderen Viren° = Video | US Konkress Abgeordneter (aD) Dr. Ron Paul klärt auf

http://medienwatch.wordpress.com/2009/05/01/kleine-verschworungstheorie-schweinegrippe-und-andere-moglichkeiten-der-desorientierung/

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http://medienwatch.wordpress.com/2009/04/28/schweinegrippe-todliche-virusproben-verschwunden/

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Beeindruckende Filmdokumentation befragt die Ursache von HIV

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Die gängige Theorie behauptet, das HIV° Virus stamme vom Affen und würde über den direkten Kontakt zu Affen auf den Menschen übertragen. Doch das Virus existiert erst seit einigen Jahrzehnten. Eine akribische Recherche führt zu überzeugenden Indizienketten, Erkenntnissen und Dokumenten. Durch Zeit-Zeugenbefragungen (Labormitarbeiter, Virologen etc.) und anderen intern. Wissenschaftlern, wird die Therorie zur Ursache von HIV nachgezeichnet. Demnach ist es naheliegend, dass “SIV°- haltige Zellkulturen” aus Schimpansen-Nieren die Grundlage bildeten um die Lebendviren für den Impfstoff zu erhalten, die bei einer Massenschutzimpfung (unter +- Zwang) in Belgisch-Kongo 1 Million afrikanischer Kinder verabreicht wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass über die Polio(schluck)impfung, “HIV im Menschen kultivi(e)rt” wurde [SI/V S/H = Human = HIV°]. Ein Jahr nach der Massen-Polio(schutz)impfung traten die ersten AIDS-Fälle auf: Belgisch-Kongo war das Epizentrum für AIDS. Diese Filmdokumentation ist frei von Spekulationen – diese Doku zeichnet objektiv den egomanen und narzistischen Konkurrenzkampf zweier Wissenchaftler nach, die mit Rückendeckung der Pharmazie unterschiedliche Ergebnisse erzielten – mit offensichtlich dramatischen Folgen für die Menschheit . Die zusammengetragenen Fakten, Befragungen und Aufzeichnungen über/mit den verantwortlichen Virologen etc. sprechen eine seriöse und sachliche Sprache. Die WHO reagierte erst, als die Öffentlchkeit bzw. manche Medien weitere Aufklärung verlangten und stellten die Impfungen ein. Diese filmische Dokumentation ist dringend zu empfehlen und gehört, neben weiteren Recherchen, in die rechtlich öffentlichen Sendeanstalten !!! (42 min.) Erweiterter Text (jst)

http://www.youtube.com/watch?v=nQH3TrtsI9w

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Werden Virus Vaccine, als Grundlage für den Impfstoff, in Hühnereiern gezüchtet – oder doch (auch) noch über Affennieren? (Link unten US-Patent) = Bitte hierzu die Film-Dokumentation oben ansehen.

Schweinegrippe-Impfstoff wird aus erkrankten Affennieren hergestellt

19. August 2009 | Die Schweinegrippe-Hysterie nimmt zu – auch Deutschland steht eine Massenimpfung bevor. Wenn die Menschen aber wüssten, wie die Bestandteile der Impfstoffe in Wirklichkeit »hergestellt« werden, würden sie es sich vielleicht zweimal überlegen:

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/schweinegrippe-impfstoff-aus-erkrankten-affennieren

http://www.patentstorm.us/patents/5911998/claims.html

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uspatent vaccine affen-smallflashphoto zur besseren Lesbarkeit anklicken

5911998 Method of producing a virus vaccine from an African green monkey kidney cell line
A method for producing novel African Green Monkey Kidney (AGMK) cell lines is taught. These cell lines which are free of viable adventitious microbial agents are useful as substrates for viruses and for the preparation of viral vaccines….

http://www.patentstorm.us/patents-by-date/1999/0615/21.html

FIELD OF INVENTION

The invention relates to a novel African Green Monkey Kidney (AGMK) cell subtrate that supports the efficient replication of human and animal rotaviruses, astroviruses, enteroviruses including the Sabin live attenuated poliovirus vaccine strains, hepatitis A virus and respiratory viruses such as respiratory syncytial virus, parainfluenza viruses, and influenza A and B viruses.

The invention is also useful for the production of virus suspensions suitable for use in vaccines for immunization of humans.

BACKGROUND OF INVENTION =

http://www.patentstorm.us/patents/5911998/description.html

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Among primates known to be naturally infected with SIV° [SI/V S/H = Human = HIV°], African green monkeys are the most numerous, the most geographically dispersed, and the most commonly infected in the wild. There are four major types of African green monkeys which have been given species status, and these are commonly named vervet, grivet, sabaeus and tantalus monkeys. We and others have previously reported that each of these four species harbor their own SIVAGM subtype. Past studies, however, have been based on comparison of only small numbers of isolates and were further limited by the restricted geographic representation of some of the animal hosts. In particular vervet monkeys range from East to South Africa, but viruses were available from only five monkeys from Ethiopia and Kenya. To characterize geographically more diverse vervet viruses, we PCR amplified, cloned, and sequenced a 900 bp env gene fragment from eight additional strains, four of which were derived from wild-caught South African vervet monkeys. Phylogenetic analyses revealed that all newly identified viruses fell within the previously identified vervet cluster. Thus, vervet monkeys living more than 2,500 miles apart harbored the same SIVAGM subtype. These findings indicate that the African green monkey species and their viruses have co-evolved, implying that these monkeys have been host to SIV for a very long time.

http://gateway.nlm.nih.gov/MeetingAbstracts/ma?f=102213404.html

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ARD / BBC `Kinder als Versuchskaninchen` 1/3 HIV Tests etc.

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Teil I

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Teil II

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Teil III

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Weiteres umfangreiches Material über die Vogel und Schweinegrippe

http://medienwatch.wordpress.com/2009/07/29/schweinegrippe.

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Münchner klagt über Horror-Nebenwirkungen

Forscher weisen Vorwürfe zurück
Schweinegrippe-Impfung: Ein Testpatient packt aus

München – 21.08.09 | Ein harmloser Pieks – und damit vielleicht Tausende Menschen retten. Das dachten sich gleich mehrere hundert Freiwillige, die derzeit für eine Aufwandsentschädigung von 250 Euro an der Studie der Ludwig-Maximilians-Universität zur Schweinegrippe-Impfung teilnehmen:

Einer ist jetzt abgesprungen: Der Diplom-Kaufmann Axel Sch. (40). Er behauptet: „Die Impfung hat mich krank gemacht – der Test ist unverantwortlich:

http://www.merkur-online.de/nachrichten/muenchen/schweinegrippe-impfung-testpatient-packt-meta-451084.htm

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Spanische Grippe – Eine Jahrhundertlüge

Dieser Text wurde veröffentlicht am 14.11.2005 um 12:24 Uhr

In der aktuellen Pandemie-Diskussion wird auch die so genannte Spanische Grippe von 1918 als Beispiel dafür vorgebracht, welche Folgen die Mutation eines Grippevirus haben könne, und dass der Virus der so genannten “Schweinegrippe” im Jahr 2009 wieder eine solche Mutation sei. Da lohnt sich ein Blick zurück auf die Geschichte der Spanischen Grippe zur Zeit des ersten Weltkriegs ab 1918. Die Recherchen brachten Überraschendes. Irreführend ist nicht nur der Name der Seuche, sondern anscheinend auch Ernsteres:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-spanische-grippe.html

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Schweinegrippe – eine Lügenkampagne zur Einübung diktatorischer Maßnahmen

Schon des Öfteren haben wir in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland, sondern in allen „westlichen Industriestaaten“ zur gehorsamen Einbindung der Bevölkerung gerichtete Kampagnen erlebt – dies auch wegen bestimmter Grippeformen, dazu entwickelter Impfstoffe und sodann veranlasster Impfkampagnen, z.B. SARS und Vogelgrippe. Das Besondere bei der Schweingerippe ist jedoch, dass sie – zunächst im März 2009 in Mexiko entdeckt und mit medial weltweit verkündeten gefälschten 153 Todesfällen, die dann später auf maximal 7 reduziert werden mussten – zu einem noch wesentlich hartnäckigeren Lügengebäude hoch geputscht wurde und außerdem nun auch noch zu einer Umdeutung der Kriterien für eine Pandemie geführt hat: Nicht mehr die Todesrate, sondern lediglich noch die Fallrate der Erkrankungen sei nun maßgeblich, um eine Pandemie, z.B. der Stufe 6, auszurufen, das aber zudem auch noch mit herabgesetzten Falldaten. Mit im Spiel sind dieses Mal nicht nur in Deutschland die seit langem bekannten Lobbyisten der Pharmaindustrie wie das Gesundheitsministerium und damit per Weisungsbefugnis auch die Gesundheitsämter, dazu natürlich wiederum auch das Robert-Koch-Institut und ein großer Teil der mit der Pharmaindustrie zusammen arbeitenden Ärzteschaft, sondern nun auch noch der sog. Impfrat – ein Gegenstück zu den „Wirtschaftsweisen“, also eine weitere Gruppe unseriöser ideologischer Quacksalber –, und außerdem auch noch stärker als zuvor die EU und die WHO mit ihren dreisten Lügenkampagnen. Wenn man aber weiß, dass die entsprechenden Gremien der EU und die WHO inzwischen zu einem erheblichen Teil ebenfalls von Interessenvertretern der Pharmaindustrie bestimmt werden, wird die Sachlage klar.

Tatsächlich hat es bisher in bestimmten Ländern – nicht einmal weltweit – nicht mehr Schweinegrippefälle gegeben als bei anderen normalen Influenzaviren. Zudem sind die durch die Schweinegrippe hervorgerufenen Todesfälle bisher wesentlich niedriger als bei anderen normalen Grippefällen gewesen. Nichts spricht außerdem dafür, dass mit diesem Virus ein besonderes Gefährdungspotential verbunden ist. Schon lange ist bekannt, dass Grippeschutzimpfungen nur eine begrenzte Wirksamkeit haben, weil sich Influenzaviren leicht abwandeln, was auch mit dem Schweinegrippenvirus geschehen kann. Zudem reagiert, so belegen es zahlreiche durchgeführte Untersuchungen, bis zu einem Drittel der gegen Grippe Geimpften stark negativ, weil die Trägersubstanzen dieser Impfstoffe gesundheitlich nicht unproblematisch sind. Hinzu kommt, dass die nun im Eilverfahren entwickelten Impfstoffe – mit ihren ebenfalls problematischen Trägersubstanzen – gegen die Schweinegrippe nicht wirklich langfristig erprobt wurden und somit auf Grund der damit verbundenen Nebenwirkungen ein großes gesundheitliches Gefahrenpotential besteht. Verschwiegen wird auch, dass bei dem im Sommer durchgeführten Tests es bei einer ganzen Reihe der daran teilnehmenden Testpersonen zu erheblichen Beschwerden kam. Dennoch wird weiterhin behauptet, dass es sich hierbei um einen harmlosen Impfstoff handelt und dass die Schweinegrippe eine ganz besondere Gefährlichkeit besitzen würde. Und der Gipfel: Die Bundesregierung sowie die Bundesbeamten sollen einen offensichtlich weniger mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbundenen Impfstoff erhalten, als die übrige Bevölkerung. Das macht – neben der weiteren völlig berechtigten Spekulationen darüber, ob hier nicht doch bewusst zwischen Privilegierten und Unterprivilegierten getrennt werden soll – deutlich, dass, wie so oft im sog. Gesundheitsbereich, für bestimmte privilegierte Gruppen bessere Mittel und für das Gros nur die gefährlicheren zur Verfügung stehen sollen. Schließlich verdient die Pharmaindustrie ja an den von ihr gezüchteten Krankheiten, auf Grund der fast immer mit ihren Produkten verbundenen Nebenwirkungen. Offensichtlich ist auch das hier wiederum beabsichtigt.

Vordergründig geht es somit ganz eindeutig darum, dass der Pharmaindustrie wieder einmal zu einem großen Gewinn, finanziert mit unseren Steuergeldern, verholfen werden soll. Hintergründig scheint es dieses Mal aber auch noch um mehr zu gehen. So planen nämlich einige Länder, etwa Frankreich, die Schweinegrippeimpfung zur Pflicht zu machen und auch in Deutschland mehren sich angesichts der ablehnenden Haltung eines großen Teils der Bevölkerung die Stimmen, einen Impfzwang einzuführen, d.h. die Bevölkerung auch gegen ihren Willen impfen zu lassen. In den staatlichen Einrichtungen werden schon seit einigen Wochen Werbeinformationen verteilt, um die Beschäftigten und ihre Angehörigen willig für die Impfung zu machen. Abgesehen davon, dass auf Grund der medial verbreiteten Lügenkampagne um die Schweinegrippe kein Anlass für einen Impfzwang besteht und somit damit im Falle eines Zwangs eindeutig gegen die Menschenrechte verstoßen werden würde, soll nun offenbar die Bevölkerung auf ein bestimmtes Verhalten eingeübt werden, sich nämlich einem solchen Herrschaftssystem, das daher moralisch ein Verbrecher-Regime darstellt, zu unterwerfen. Die Herrschenden in den „westlichen“ Industriestaaten wissen, dass auf Grund der von Ihnen immer mehr weltweit geschaffenen Unterschiede zwischen Arm und Reich es irgendwann auch einmal in ihren eigenen Ländern zu einer sozialen Revolte kommen kann. Dem versuchen die Wirtschaftsmächtigen und die politischen Führungsriegen offensichtlich entgegenzusteuern: Ausbau des Überwachungsstaates, mehr Kompetenzen, polizeilich und militärisch innerstaatlich einzugreifen, und zunehmende – auch zwangsweise – ideologische Bevormundung und Steuerung der abhängigen Bevölkerung. Offenbar sollen also mit der Schweinegrippen-Lügenkampagne zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Wirtschaftlicher Gewinn und ideologisch gesteuerte Unterwerfung. Norbert Cobabus (19.10.2009)

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Foto | Bildarbeit: «Killing Softly ? Ja | Nein» Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Archiv(e)

Spirit: Krieg in Serie als american way of life°

with one comment

war-sea-stange-gfoktv-war-picture | Foto: jörg stange

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Krieg in Serie als american way of life

David Bromwich, Professor an der US-Elite Universitaet Yale und Blog-Autor der Huffington Post, befasst sich mit der Frage, wie das Initiieren und Fuehren von Kriegen zum modernen “american way of life” werden konnte. Es sei heute fuer keinen Praesidenten noch moeglich, einen Krieg zu beenden, ohne den naechsten anzufangen oder zu intensivieren.

Bromvich berichtet ueber die Bemuehungen des Militaerapparates, Kriege “auf Vorrat” zu planen, anstatt sich von ihnen ueberraschen zu lassen.

Bromwich setzt der amerikanischen Perspektive des permanenten Krieges die Vision der Gruendungsvaeter entgegen, deren Vorstellung darin bestand, dass ein souveraener demokratischer Staat keine Kriege fuer seine Eigeninteressen noetig habe, wie die derzeitigen Monarchien Europas.

In den vergangenen zwei Jahrhunderten sei es die ueberwiegende Einschaetzung gewesen, dass Krieg als Verirrung, als Perversion der Politik zu betrachten sei. Um so mehr die Vorstellung mehrerer gleichzeitig gefuehrter Kriege.

Nach dem zweiten Weltkrieg seien die Impulse stark gewesen, etwa im Zusammenhang der Gruendung der UN, die Perspektive eines dauerhaften Friedens zu erreichen. Dies sei damals noch Mainstream gewesen. Auch nach den Kriegen in Korea und Vietnam habe nie die Vorstellung geherrscht, man muesse, wenn man einen Krieg beende, mit einem anderen fortsetzen. Der Vietnamkrieg sei weitgehend verdraengt worden, als amerikanisches Trauma: die Rechten haetten den Schluss gezogen, man habe nur mit halber Kraft gekaempft und deshalb verloren. Die Liberalen wiederum uebertrugen die Verantwortung einem Schuldigen: dem Aussenminister McNamara. Alle uebrigen Beteiligten wuerden von ihnen außer Acht gelassen, auch Nixon und Kissinger, die die massive Ausweitung des Krieges in die Nachbarlaender betrieben.

Bromwich erinnert an die Anweisung Kissingers zum massiven Kriegsverbrechen: man beabsichtige gegenueber Kambodscha “a massive bombing campaign in Cambodia [using] anything that flies on anything that moves.”, die anschliessend durchgefuehrt wurde.

Auch die Liberalen haetten damals den Krieg in vollem Umfang unterstuetzt mit der Neigung, Kritiker als Landesverraeter zu betrachten.

Bromwich weist auf das Trauma der Demokraten hin: sie staenden in Gefahr, als “vaterlandslose Gesellen” gebrandmarkt zu werden, sobald sie sich nicht mit uneingeschraenkter Loyalitaet fuer einen Krieg engagierten.

Man habe die oeffentliche Wahrnehmung gezuechtet: Republikaner wuessten, wie man einen Krieg anfaengt und wie man ihn beendet. Demokraten gaelten diesbezueglich als unzuverlaessig. Bromwich weist auf die Kampagne des Senators Joe McCarthy in den 50er-Jahren hin, der die Demokraten des “20-jaehrigen Verrats” bezichtigte: sie haetten unter Roosevelt und Truman versaeumt, gegen den Kommunismus zu kaempfen.

Vor diesem Hintergrund sei es nachvollziehbar, dass demokratische Praesidenten die Neigung zeigten, Kriege zu beginnen oder auszuweiten, etwa unter Johnson, unter Clinton und nun unter Obama..

Clinton habe in Jugoslawien einen Test-Krieg gefuehrt – wie vor ihm Reagan in Grenada und G.H. Bush in Panama: um die Ausruestung des Militaers und die Funktion der Propaganda zu ueberpruefen.

In den 90er-Jahren habe man die Motivation der humanitaeren Kriegfuehrung entdeckt. Der Kosovo-Krieg sei deshalb mit Enthusiasmus gefuehrt worden.

Im Westen haetten sich alle mit Begeisterung dafuer engagiert und die Wohltaten des Bombenkrieges gefeiert, etwa durch Tony Blair. Damals sei die Grundlage zur serienweisen Kriegfuehrung gelegt worden.

Tatsaechlich sei damals jedoch der Bruch des Waffenstillstands durch die von westlicher Seite unterstuetzten UCK verursacht worden. Waehrend die NATO vorgab, Unheil von der bedrohten Bevoelkerung abwenden zu wollen, habe sich die Zahl der Opfer durch den Krieg vervielfacht.

Die weitere Entwicklung beschreibt Bromwich anhand eines Artikels der New York Times vom Januar 2003, “The American Empire: The Burden”, in der Michail Ignatieff den Krieg als Buergerpflicht beschreibt: die Amerikaner duerften nicht einer egoistischen Mentalitaet verfallen und sich damit begnuegen, dass sie Freiheit und Demokratie geniessen koennten, waehrend die Welt jenseits ihrer Landesgrenzen in Barbarei versinke. Man habe die Verpflichtung, sich auch um Bosnier, Kosovaren, Afghanen und unterdrueckte Iraker zu kuemmern.

“Regime change is an imperial task par excellence, since it assumes that the empire ‘s interest has a right to trump the sovereignty of a state… Regime change also raises the difficult question for Americans of whether their own freedom entails a duty to defend the freedom of others beyond their borders..(…)

“There are the Kosovars, who would still be imprisoned in Serbia if not for Gen. Wesley Clark and the Air Force. The list of people whose freedom depends on American air and ground power also includes the Afghans and, most inconveniently of all, the Iraqis”.

war-air-stange-099tv-war-picture | Foto: jörg stange

Im Ergebnis zitiert Bromwich die Unterstaatssekretaerin Flournoy im Pentagon unter der aktuellen Regierung bei der Entwicklung moderner Konzeptionen der Kriegfuehrung, deren Arbeit in einem Artikel der New York Times reflektiert wird:

“Already Ms. Flournoy is a driving force behind a new military strategy that will be a central premise of the Q.D.R., the concept of ‘hybrid ‘ war, which envisions the conflicts of tomorrow as a complex mix of conventional battles, insurgencies and cyber threats. ‘We ‘re trying to recognize that warfare may come in a lot of different flavors in the future, ‘ Ms. Flournoy said.”

Bromwich fragt sich, ob man sich bei “komplexen Mischungen” und “diversen Geschmacksnoten” nun im Bunker oder am Kuechentisch befinde.

Darueberhinaus fuehrt er Pentagonchef Robert Gates an, der im Fernsehinterview erklaerte:

“I wanted a department that frankly could walk and chew gum at the same time, that could wage war as we are doing now, at the same time we plan and prepare for tomorrow ‘s wars.” Sein Wunsch sei es, eine Militaerbehoerde zu fuehren, die gleichzeitig laufen und Kaugummi kauen koenne; die also in der Lage sei, einen Krieg zu fuehren, wie dies aktuell geschaehe, und GLEICHZEITIG die Kriege der Zukunft zu planen und vorzubereiten.

Bromwich vergleicht diese Perspektive mit der der US-Gruendervaeter: fuer diese war der einzige legitime Krieg der Krieg zur Verteidigung des eigenen Territoriums gegen einen angreifenden Feind. Ein solcher Feind sei fuer das heutige Amerika nicht mehr zu erkennen. Man muesse nun Tausende Kilometer jenseits des Horizonts und der Ozeane ueberwinden, um Feinde der USA anzutreffen.

Getrieben werde der militaerische Komplex heute nicht mehr nur durch das imperiale System mit Militaerbasen in jedem Teil der Erde und durch die Wirtschaftsinteressen der interessierten Konzerne: Lockheed, Halliburton, Blackwater und DynCorps.

Mit dem Militaer habe sich innerhalb der amerikanischen Gesellschaft auch eine Art Aristokratie herausgebildet, die ein priveligiertes Leben geniesse, der fuer die angehoerige Berufsgruppe die Wunschtraeume des Sozialismus erfuelle.

Den Kontrast zum Konzept der Gruendervaeter, die die Ambitionen eines Imperiums fuer unvereinbar mit der Idee der Republik hielten, koenne man heute vielleicht ignorieren. Man solle aber doch den Schluss beruecksichtigen, den diese zogen: Diejenigen, die die Fruechte des imperialistischen Systems genoessen, verwandelten sich letztendlich ebenfalls in Sklaven. gw

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http://www.huffingtonpost.com/david-bromwich/americas-wars-how-serial_b_242347.html

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A58802-2004May26.html

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Dokumente zum Afghanistan-Einsatz

Logbuch des Krieges

Die Militär-Dokumente belegen, dass es eine geheime US-Einheit in Afghanistan gibt, die Taliban gezielt jagt und tötet. Damit werden die PR-Strategen widerlegt. VON SVEN HANSEN
http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/logbuch-des-krieges/

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800px-B-2_Spirit.

No Limit: Die totale Offenbarung und Inkarnation einer den Tod bringenden Flug-Maschine – als gigantischer Todesengel ästhetisierend in den Himmel gerückt… Wer möchte beim Anblick dieser Form-Schöpfung noch eines natürlichen Todes sterben? “Die” Futuristen hätten allerdings kein Problem damit – nicht weil Marinetti von der Front aus Stalingrad schwerkrank heimkehrte – sondern weil er dem Futurismus abschwor… und nun im realen Leben den Krieg verherrlichte – sicher waren nicht alle “Futuras” so – aber ihr “abtrünniger” Kunst-Führer war nun auch noch tief von Blitz, Donner und Rauch verblendet und vernebelt – andere kamen “geheilt” zurück… Es geht eben auch ganz anders: Es gibt kein richtiges Leben im Falschen (Adorno sei Dank.)

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Die eigentliche Luftwaffe ist der Geist!, nur das ist Lufthoheit und sonst gar nichts!, – weder völkerrechtswidrige noch menschenverachtende Kriege, aus der Luft – oder überhaupt geführt, für welche “Wertschöpfung” auch immer, haben etwas mit “Spirit” zu tun – sondern mit martialischem Ungeist! siehe Krieg. (jst) => [::]

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B-2 Sp(i)rit

The Northrop Grumman B-2 Spirit (also known as the Stealth Bomber) is an American heavy bomber with “low observable” stealth technology designed to penetrate dense anti-aircraft defenses and deploy both conventional and nuclear weapons. Because of its considerable capital and operations costs, the project was controversial in Congress and among Pentagon brass. During the late 1980s and early 1990s, Congress slashed initial plans to purchase 132 bombers to just 21. = http://en.wikipedia.org/wiki/File:B-2_Spirit_original.jpg

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“SPIRIT” im Wörterbuch:
Nomen

1. Geist
2. Rasse
3. Sinn
4. Mut
5. Elan
6. Schwung
7. Laune
8. Stimmung
9. Spiritus

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Us-Soldaten Befreiung-stangeUS-Soldaten in Berlin »Tag der Befreiung« 1945 | TV-Foto: Jörg Stange

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Carl von Clausewitz (Kleine Schriften | Briefe Fichte)

[...] Eine einzelne Flöte senkt vom hohen Erker herab ihr zufriedenes Lied in die Wellen – eine allgemeinere Stimme dringt der schmetternde Ruf der Posaune vom Schloßturme herab an das Ohr von ganz Königsberg –, ich weiß nicht, ob jemand imstande ist, sich aus diesen Zügen ein Bild zusammenzustellen; aber wem diese ungleichartigen Dinge zugleich die Sinne treffen, in dessen Gemüte werden sie sich bald zu einem wunderbaren Eindrucke verschmelzen. [...]

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Den »Geist«, in den Mittelpunkt jeder Betrachtung über die Kriegführung zu rücken

[...] Um von einer solchen Ausartung der Kriegskunst in kleinliches Handwerkswesen, die, wie schon bemerkt, keineswegs bloß im Mittelalter stattgefunden hat, vielmehr in mancher Periode der spätern Jahrhunderte noch viel höher gestiegen ist, zurückzukehren, glaube ich, soll man nicht wie Machiavell an eine schon dagewesene bessere Manier sich halten und sich diesen oder jenen Formen wieder nähern, sondern einzig suchen, den wahren Geist des Kriegs wiederherzustellen. Man soll also nicht mit der Form, sondern mit dem Geiste anfangen und sicher erwarten, daß dieser die alten Formen selbst zerstören und in angemessenem wirken werde. Dieser wahre Geist des Krieges scheint mir darin zu bestehen, daß man die Kräfte eines jeden einzelnen im Heere so viel als möglich in Anspruch nimmt und ihm eine kriegerische Gesinnung einflößt, damit so das Kriegsfeuer alle Elemente des Heeres durchglühe und es nicht in der großen Masse eine Menge toter Kohlen gebe. Dies geschieht (so viel in der Kriegskunst liegt) durch die Art, wie man den einzelnen behandelt, noch mehr aber, wie man ihn gebraucht. Weit entfernt also, daß die Kriegskunst der Neuern die Tendenz haben sollte, die Menschen als bloße Maschinen zu gebrauchen, muß sie, so gut als jede andere, so weit es ihr die Natur ihrer Waffen erlaubt, die individuellen Kräfte beleben. Dies hat freilich seine Grenzen, denn eine unerläßliche Bedingung bei großen Streitmassen ist eine solche Einrichtung, daß sie ohne zu große Reibung von einem vernünftigen Willen geleitet werden können. Aber hier sollte man auch stehenbleiben und nicht, wie dies zumal im 18. Jahrhundert die Tendenz gewesen ist, das Ganze zu einer künstlichen Maschine bilden wollen, worin die moralischen Kräfte den mechanischen untergeordnet werden, die ihre Wirkung durch die bloße Einrichtung äußern, die den Feind durch bloße Formen besiegen soll, und in der dem einzelnen die möglichst kleinste Aufgabe zum Gebrauch seiner intellektuellen Kräfte gegeben ist. Daß man durch Belebung der individuellen Kräfte unendlich mehr gewinnt als durch künstliche Formen, zeigt die Geschichte fast aller bürgerlichen Kriege und vorzüglich der Unabhängigkeitskrieg der Schweizer und der französische Revolutionskrieg. Die Waffen der Neuern, weit entfernt, diesem Prinzip entgegen zu sein, begünstigen dasselbe vielmehr in einem hohen Grade. Die Alten konnten der Phalanx und der Legion nicht entbehren, und diese sind unstreitig viel künstlichere Formen als die einfache Stellungsart der Neuern in zwei- oder dreifachen Reihen. Bei den Alten fand das Gefecht mit Ausnahme der leichten Truppen nur immer in diesen im ganzen doch sehr unbehilflichen Massen statt. Bei den Neuern sind die Massen nur groß, wenn es der Zweck gerade erfordert; sie können aber bis zum Vereinzeln klein werden. Die Zahl der leichten Truppen, also derer, die einzeln fechten, ist jetzt im Verhältnis zum ganzen Heere viel größer als bei den Alten, und in mancher Art von Krieg, namentlich in dem schönsten aller Kriege, in dem, welchen ein Volk auf seinen eigenen Fluren um Freiheit und Unabhängigkeit führt, kann diese Zahl vielleicht um das Doppelte mit großem Vorteil steigen [...]

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[...] Und wenn bei den Neuern, neben diesen Gründen, der Mangel eines individuellen kriegerischen Sinnes noch durch die absichtliche Vernachlässigung des wahren Kriegsgeistes, durch eine falsche Tendenz der Kriegskunst nach toten Formen hervorgebracht worden ist, so kennen wir ja die beiden Hauptquellen, welche wir wieder zu eröffnen haben, damit uns der kriegerische Sinn wieder zuströme und uns unsern Nachbarn furchtbar mache. Jene, der bürgerliche Zustand, ist Sache der Verfassung und Erziehung, diese, der zweckmäßige Gebrauch des Kriegsstoffs, ist Sache der Kriegskunst.

Wenn also in dieser das obige Prinzip befolgt wird und man seinem Heer die höchste Einfachheit in der Zusammenstellung gibt, an die Spitze der einzelnen Abteilungen Männer von kriegerischem Sinn stellt, die also einen hohen Grad von Tätigkeit und Unternehmungsgeist haben; wenn der oberste Feldherr im Geiste des Vertrauens auf sie seine Unternehmungen einrichtet, wenn er selbst ein kühner kriegerischer Mann ist, der keinen andern als den kriegerischen Geist aufkommen läßt und durch Aufopferungen diesen hervorzubringen weiß; wenn also die Kräfte des ganzen Heeres mehr entwickelt werden, so wird bald von oben herab und durch die vollkommene stete Berührung mit der Gefahr die kriegerische Tugend sich bis in die Elemente des Heeres verbreiten; in jedem Fall wird der kriegerische Sinn, welcher aus andern, z. B. politischen Ursachen schon in einzelnen vorhanden war, nicht im Heere durch das Zusammentreffen in eine große Maschine erstickt werden, wie meistens bisher geschah. Dann werden Vorurteile in Rücksicht auf Waffen und allgemein auf Formen von selbst zugrunde gehen; denn in jeder Kunst ist ja der natürliche Feind aller Manier der Geist.

Ich bekenne, daß ich eine sehr hohe Vorstellung von der Überlegenheit einer solchen Kriegsart habe, in welcher kriegerische Tugend das ganze Heer in seinen kleinsten Teilen belebt und in der das Hauptbestreben der Kunst in der vollkommensten Benutzung dieser kriegerischen Tugend besteht, und daß ich glaube, sie werde jede andere Kriegskunst, ein wie vollkommenes Produkt des Verstandes sie auch wäre, überwältigen, nicht zu gedenken, daß sie ihrer Natur nach sich der vollkommensten Form am meisten nähern würde. Und wenn sich noch von selbst aufdringt, wie sehr sie im besonderen unserer gegenwärtigen Lage entsprechen würde, so glaube ich, daß wir nach ihr vorzüglich streben und von ihr unsere Rettung erwarten müssen.

Verzeihen Sie mir diese offenherzige Mitteilung, die ich in höchster Anspruchslosigkeit mache, und bloß aus dem heiligen Eifer, der uns jetzt alle enger vereint. Ist nur ein Funke Wahrheit darin enthalten, so wird sein schwacher Schimmer dem großen Philosophen, dem Priester dieser heiligen Flamme, nicht entgehen, dem durch ein schönes Vorrecht der Zutritt offen steht zu dem Innersten, zu dem Geiste jeder Kunst und Wissenschaft.

Königsberg, den 11. J. 1809.

http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=5043&kapitel=15&cHash=b121ff7d30chap014#gb_found

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Bertha von Suttner

Die Waffen nieder!

Epilog.
1889

Als ich zum erstenmal wieder zu Bewußtsein gelangte war der Friede geschlossen – die Kommune überstanden. Monatelang hatte ich – von meiner treuen Frau Anna gepflegt – in einer Krankheit dahingelebt, ohne zu wissen, daß ich lebe. Und was es für eine Krankheit war – ich weiß es heute noch nicht. Meine Umgebung nannte es zartsinnig: Typhus; ich glaube aber, daß es einfach – Wahnsinn war:
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http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=3651&kapitel=7&cHash=acb2a4ed0cchap007#gb_found
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…die weiße Fahne aufzupflanzen. Ihr Schlachtruf ist: »Krieg dem Kriege«, ihr Losungswort – das einzige Wort, welches noch imstande wäre, das dem Ruin entgegenrüstende Europa zu erlösen – heißt: »Die Waffen nieder!« – Allerorts – in England und Frankreich, in Italien, in den nordischen Ländern, in Deutschland, in der Schweiz, in Amerika – haben sich Vereinigungen gebildet, deren Zweck es ist, durch den Zwang der öffentlichen Meinung, durch den gebieterischen Druck des Volkswillens die Regierungen zu bewegen, ihre zukünftigen Streitigkeiten einem – durch sie selber vertretenen – internationalen Schiedsgericht zu übermitteln und so ein für allemal an Stelle der rohen Gewalt das Recht einzusetzen. Daß dies kein Traum, keine »Schwärmerei« ist, beweisen die Tatsachen: Alabama, die Karolineninseln und mehrere andere »Fragen« wurden auf diese Art schon beigelegt. Und nicht nur Leute ohne Macht und Stellung – wie einst der arme Grobschmied – sind es nunmehr, welche sich zu diesem Friedenswerk zusammentun, nein: Parlamentsmitglieder, Bischöfe, Gelehrte, Senatoren, Minister stehen auf den Listen. Dazu noch jene Partei, deren Anhänger schon nach Millionen zählen, die Partei der Arbeiter, des Volkes, auf deren Programm unter den wichtigsten Forderungen der »Völkerfrieden« obenansteht. – Mir ist das alles bekannt (die Mehrzahl der Leute erfährt es nicht), weil ich mit jenen Persönlichkeiten im Verkehr geblieben bin, mit welchen Friedrich im Hinblick auf sein edles Ziel Verbindungen angeknüpft hatte. Was ich durch diese über die Erfolge und Pläne der Friedensgesellschaften erfahren, das wird getreulich in das »Protokoll« eingetragen.

Die letzte dieser Eintragungen ist folgender Brief, den auf eine diesbezügliche Anfrage der Präsident der in London ihren Hauptsitz habenden Liga an mich geschrieben hat:

International Arbitration and Peace Association. London 41, Outer Temple July 1889.

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…Auch ein Fürstenmanifest findet sich in dem blauen Heft – datiert März 1888 – ein Manifest, aus welchem endlich – mit altem Herkommen brechend – statt des kriegerischen, ein friedlicher Geist hervorleuchtete. Aber der Edle, der jene Worte an sein Volk erlassen, der Sterbende, der mit dem Aufwand seiner letzten Kraft nach dem Szepter griff, das er handhaben wollte, als wär’s ein Palmenzweig – der blieb machtlos an das Schmerzenslager gefesselt, und nach kurzer Frist war alles vorbei …

Ob sein Nachfolger – der begeisterungsglühende, der Großes wollende – für das Friedensideal begeistern wird?? Nicht ist’s unmöglich.

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http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=3651&kapitel=7&cHash=acb2a4ed0cchap007#gb_found

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Bertha Sophia Felicita Baronin von Suttner (* 9. Juni 1843 in Prag, geborene Gräfin Kinsky von Chinic und Tettau; † 21. Juni 1914 in Wien) war eine österreichische Pazifistin und Schriftstellerin (Pseudonyme: B. Oulot, Jemand). Sie wurde 1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bertha_von_Suttner

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Krieg(s) + Geist

Tägliche Rundschau 25.06.1946

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Wolfgang Weyrauch

Von der “germanischen Unschuld” Ernst Jüngers

Neuerdings erheben sich hie und da Stimmen, die erstaunlicherweise das Kunststück fertig bringen, für den Erfinder des Begriffs der “totalen Mobilmachung”, den Dichter Ernst Jünger, eine Lanze zu brechen. Stimmen, die, bestochen vom Stil und Rang der Feder Jüngers und unter Hinweis auf seine angebliche Distanzierung zu Hitler, dafür plädieren, von seiner “Wandlung” Wesentlichen für die demokratische Kulturerneuerung zu erhoffen. Diese Leute scheinen vergessen zu haben, daß die Schriften Ernst Jüngers die Inkarnation des Kriegerischen schlechthin sind und daß Jünger es war, der den Krieger als Existenzform erfand. Angesichts dieser Grundthesen der Jüngerschen Schriften verblaßt jener mysteriöse Traktat des Dichters Über den “Frieden”, der gegenwärtig in Kreisen reaktionärer Stilakrobaten soviel Aufhebens von sich macht; denn auch dort, wo ein Mann wie Jünger vom Frieden redet, kann es sich nur um eine Variation der von ihm glorifizierten “Stahlgewitter” handeln. Der Dichter Wolfgang Weyrauch charakterisiert in nachfolgendem Artikel die “germanische Unschuld” Ernst Jüngers und seinen unheilvollen Einfluß auf die Jugend als das, was sie in Wahrheit sind: Verherrlichungen der Gewalt und Barbarei:

http://www.godenholm.de/3.Ebene/text/was%20hab%20ich%20gelacht.html

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Reflexion(en) | Ernst Jünger

http://www.godenholm.de/2.Ebene/reflex.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Weyrauch

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L’Express: Für Ihren Freund Konrad Lorenz haben die Konflikte und die Kriege ihren Ursprung in der menschlichen Aggressivität. Ist das auch Ihre Meinung?

Popper: Ich glaube, daß Lorenz ein sehr großer Denker ist, aber diese Idee scheint mir falsch zu sein. Sie wird widerlegt durch Friedenszeiten, die mehrere Generationen lang andauerten. Aber natürlich kann man alles durch den Aggressionstrieb oder seine Unterdrückung oder auch durch den Sexualtrieb erklären. Eine der Aufgaben einer Regierung ist es, die Staatsbürger zu schützen, und ich glaube, daß die Kriege oft deshalb entstehen, weil man befürchtet, daß die Verteidigungskräfte im Vergleich zu einem gut bewaffneten Aggressor zu schwach sein könnten. Das kann zu militärischer Konkurrenz und zum Krieg führen. Wenn es ein psychologisches Element gibt, das für Kriege verantwortlich ist, dann ist es eher die Angst vor dem Aggressor als der Wunsch, aggressiv zu sein. [...]

http://www.gkpn.de/popper.htm

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Lost & Found = »Fron(t)berichte % Feldpostbriefe« + mehr

/2009/06/27/lost-found-frontberichte-feldpostkarten/

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Irak: Geheimes Video

SZENEN EINES BLUTBADS

[sz] Das US-Militär wollte die Veröffentlichung eines Films verhindern, der tödliche Schüsse auf Zivilisten in Bagdad zeigt. Wikileaks  knackte das verschlüsselte Video und stellte es ins
Internet.
http://www.sueddeutsche.de/politik/718/507870/text/

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STREITKRÄFTE DER VEREINIGTEN STAATEN

21.02.2009
Selbstmordrate bei US-Soldaten erreicht eine Rekordmarke
http://archiv.c6-magazin.de/06/news/streitkraefte_der_vereinigten_staaten/002729.php

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Nirvana – Smells Like Teen Spirit

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Nirvana – Smells Like Teen Spirit live

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | TV-Fotos: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK [Aktive Archive]

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Juli 28, 2009 at 09:46

Freiheit und Demokratie im Sommer 2009 : Zeit der Travestie

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Freiheit und Demokratie im Sommer 2009

Zeit der Travestie

von Noam Chomsky | 07. 2009 — ZNet

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Dieser Juni war von einer Reihe wichtiger Ereignisse gekennzeichnet, unter anderem von zwei Wahlen im Mittleren Osten (Libanon und Iran). Es waren signifikante Ereignisse und die Reaktionen sehr aufschlussreich.

Die Wahlen im Libanon wurden euphorisch begrüßt. Der Kolumnist der New York Times, Thomas Friedman, tönte, er “labe sich an freien und fairen Wahlen” (1). “Es erwärmt mein Herz, zu sehen”, was sich im Libanon abspielt, bei Wahlen, die angeblich “wirklich frei und fair” gewesen seien, “anders als die Scheinwahlen, die Sie im Iran beobachten werden, wo nur Kandidaten antreten dürfen, denen der Höchste Führer seine Zustimmung erteilt hat. Nein, im Libanon war der Deal echt und die Ergebnisse fasznierend: Präsident Obama besiegte den iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad”. “Eine solide Mehrheit der Libanesen – Muslime, Christen und Drusen – stimmten für das Bündnis unter Führung von Saad Hariri, das seit dem 14. März besteht”. Hariri, Sohn des ermordeten ehemaligen libanesischen Premierministers Rafik Hariri, war der von den USA unterstützte Kandidat. “Das geht so weit”, schreibt Friedman, “dass jeder, der (siegreich) aus dieser Wahl hervorging, die moralische Autorität zur Führung der nächsten Regierung hat. Diese Koalition will, dass der Libanon durch Libanesen und für Libanesen gelenkt wird – nicht für Iran, nicht für Syrien und nicht für den Kampf gegen Israel”. Ehre, wem Ehre gebührt – für diesen Triumph der freien Wahlen (und Washingtons). Denn Friedman schreibt: “Hätte George Bush den Syrern 2005 nicht die Stirn geboten – und sie nach der Ermordung Hariris nicht zum Rückzug aus dem Libanon gezwungen -, es wäre nicht zu dieser freien Wahl gekommen. Mr. Bush hat geholfen, diesen Freiraum zu schaffen. Macht spielt eine Rolle. Mr. Obama hat geholfen, die Hoffnung zu entfachen. Auch Worte spielen eine Rolle”.

Zwei Tage später fanden Friedmans Ansichten Widerhall bei Eliott Abrams. Er ist Senior Fellow am Council of Foreign Relations. In der Zeit der Regierung Reagan und in der Zeit der Regierung Bush I hatte Abrams eine hochoffizielle Funktion inne. Unter der Überschrift: ‘Libanons Triumph, Irans Travestie-Show’ (“Lebanon’s Triumph, Iran’s Travesty’ (2)) vergleicht Abrams in einem Artikel den angeblichen “Zwillingstest für die (amerikanischen) Bemühungen zur Verbreitung der Demokratie in der muslimischen Welt”. Die Lektion fällt eindeutig aus: “Die USA sollten nicht Wahlen fördern vielmehr freie Wahlen”, so Abrams, “die Wahl im Libanon hat jeden realistischen Test bestanden… die Mehrheit der Libanesen hat die Behauptung der Hisbollah zurückgewiesen, sie sei keine Terrorgruppe sondern ‘nationaler Widerstand’… Die Libanesen hatten die Chance, gegen die Hisbollah zu stimmen und nutzten sie”.

Die Reaktionen in den Mainstream-Medien glichen sich. Doch auch ein paar Haare schwammen in der Suppe.

Das wichtigste Haar – auch wenn darüber in den USA offensichtlich nicht berichtet wurde -, ist die Wahl an sich. Das Bündnis, das die Hisbollah am 8. März schmiedete, siegte bei der Wahl im Libanon souverän. Das Zahlenverhältnis entspricht in etwa dem beim Sieg Obamas über McCain, im November 2008. Nach Angaben des Libanesischen Innenministeriums siegte das Bündnis mit rund 54% der abgegebenen Wählerstimmen. Unter Zugrundelegung der Argumentation von Friedman/Abrams müssten wir folglich den Sieg Ahmadinedschads über Präsident Obama bejammern, und die “moralische Autorität” läge bei der Hisbollah, da “die Mehrheit der Libanesen… die Chance” nutzten, um die Propaganda aus Washington zurückzuweisen, die Abrams in seinen Anschuldigungen wiedergab:

Hier bitte weiterlesen:

http://zmag.de/artikel/freiheit-und-demokratie-im-sommer-2009

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[...] Ende Juni wurde die westliche Hemisphäre Zeuge eines weiteren Verbrechens, das mit dem Thema ‘Wahlen’ in Zusammenhang steht. Der honduranische Präsident Manuel Zelaya wurde durch das Militär aus dem Amt geputscht und nach Costa Rica abgeschoben. Wie der Ökonom Mark Weisbrot – ein erfahrener Lateinamerika-Analyst – bemerkt, ist die soziale Struktur des Staatsstreiches eine “immer wiederkehrende lateinamerikanische Story”. Er zeigt Mitgefühl mit dem “Reformpräsidenten (Zelaya), der von den Arbeitergewerkschaften und Sozialorganisationen gegen eine mafiose, korrupte, drogenverseuchte, politische Elite, die es gewöhnt ist, nicht nur das Oberste Gericht und den Kongress sondern auch den Präsidenten zu bestimmen,” unterstützt wurde.

In den Mainstream-Medien wurde der Coup als unglückseliger Rückfall in jene bösen Zeiten beschrieben, die Jahrzehnte zurücklägen. Ein Trugschluss, denn dies war bereits der dritte Militärputsch innerhalb der letzten zehn Jahre – alle Drei in Übereinstimmung mit der “immer wiederkehrenden lateinamerikanischen Story”. Der erste Putsch fand 2002 in Venezuela statt und wurde durch die Bush-Administration unterstützt. Nachdem er in Lateinamerika scharfe Verurteilung ausgelöst hatte und ein Volksaufstand in Venezuela die gewählte Regierung wieder an die Macht brachte, gab die Bush-Regierung nach. Der zweite Putsch fand 2004 auf Haiti statt. Hier waren die traditionellen Folterer – Frankreich und Amerika – als Täter am Werk. Haitis gewählter Präsident Jean-Bertrand Aristide wurde nach Zentralafrika abgeschoben, wo ihn der Master der Hemisphäre in sicherem Abstand zu Haiti hält. Das Neue am Staatsstreich in Honduras ist die fehlende Unterstützung durch die USA. Die USA stellten sich auf die Seite der OAS und gegen den Coup. Allerdings verurteilten sie ihn nicht so heftig, wie es andere Staaten taten und unternahmen – im Gegensatz zu ihren Nachbarländern und einem Großteil Lateinamerikas – nichts gegen ihn. Die USA sind der einzige Staat in der Region, der seinen Botschafter nicht aus Honduras abgezogen hat. Frankreich, Spanien und Italien – und die lateinamerikanischen Staaten – zogen ihre Botschafter ab.

Es wird berichtet, Washington habe über Vorab-Informationen über einen möglichen Putsch verfügt und versucht, ihn abzuwenden. Kaum vorstellbar, dass Washington nicht genau wusste, was sich in Honduras anbahnte. Schließlich ist Honduras ein Land, das extrem von amerikanischer Hilfe abhängig ist. Die honduranische Armee wird von Washington beraten, trainiert und mit Waffen versorgt. Vor allem seit den 80ger Jahren sind die militärischen Beziehungen zwischen beiden Ländern sehr eng. Damals war Honduras die Basis für Ronald Reagans Terrorkrieg gegen Nicaragua.

Ob sich die Ereignisse zu einem weiteren Kapitel der “immer wiederkehrenden Story” entwickeln werden? Es bleibt abzuwarten. Die Reaktionen innerhalb der USA werden eine nicht unwesentliche Rolle spielen:

http://zmag.de/artikel/freiheit-und-demokratie-im-sommer-2009

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Verre irisées de Cognac | Bris de Lettre | Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Archiv(e)

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Juli 26, 2009 at 11:54

Stauffenbergs langer Weg in den Widerstand

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Militärhistoriker Wette

Stauffenbergs langer Weg in den Widerstand

WOLFRAM WETTE

Claus Schenk Graf von Stauffenberg? Ist über ihn nicht längst alles gesagt? Zuletzt durch den Film “Operation Walküre” mit dem umstrittenen Hollywood-Star Tom Cruise?

Das Drehbuch steigt ein mit einem Stauffenberg, der bereits widerständig ist. Dann zeigt er “action”, nämlich die Vorbereitung, die Durchführung und das Scheitern des Attentats auf Hitler:

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/doku_und_debatte/?em_cnt=1842594&em_comment=1

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Leserbrief zu Artikel vom 20.07.2009

Ich begrüße es, dass endlich einmal von einem Historiker aufgezeigt wird, wo Stauffenberg eigentlich hingehört. Alle jene, die ab Februar 1933 Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben, wurden lange Zeit in der offiziellen “staatstragenden” Geschichtsschreibung und noch mehr seitens der offiziellen Politik nahezu ganz und gar verschwiegen (lediglich auf den Widerstand der “Weiße Rose” ging man hin und wieder auch ein). Auch heute noch wollen viele offizielle Kreise und vor allem die konservativen Parteien und Gruppen in Deutschland davon immer noch nichts wissen. Hervorgehoben wurde lange Zeit als einziges “großes” Widerstandsereignis aus staatlicher Sicht ausschließlich der 20. Juli als angeblicher “Aufstand des Gewissens”. Dabei gehörte Stauffenberg und gehörten viele jener großbürgerlichen Schichten, die sich in der späten NS-Zeit endlich zum Widerstand entschlossen, zu jenen, die von Anfang an Hitler mit getragen hatten und zuvor als Antisemiten bekannt waren und die Vernichtung der Juden, der “Bolschwiken” in Deutschland und auch anderswo, sowie sonstiger “Minderwertiger“ und “Abtrünniger” lange Zeit oder bis zum Schluss stillschweigend hingenommen oder sogar zumeist befürwortet hatten. Ihnen ging es lediglich um eigene Interessen in einem zumeist konservativ ausgerichteten bürgerlichen Staatsgefüge und nicht um Menschenrechte und Ethik. Stauffenberg selbst ist das beste Beispiel dafür. Daher habe ich mich schon, seitdem ich mich in einer Jahresarbeit in der Schule (1962/1963) mit den Ursachen für die Entstehung des NS-Regimes beschäftigt habe, gegen die einseitige und unkritische Betrachtung des Stauffenberg-Attentats gewandt. Ich halte diese Feiern daher für verlogen, weil sie allen jenen nicht gerecht werden, die aus anderen und sehr viel mehr ethischen Prinzipien Widerstand geleistet und ihr Leben gelassen haben. Entsprechendes gilt auch für die medialen Darstellungen (Film, Fernsehen usw.). Die Frage des persönlichen Mutes, den zuletzt auch Stauffenberg und andere seiner Mitstreiter bewiesen haben, darf diese historische Realität nicht verschleiern. N. Cobabus

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Mappenwerk »Schreibtischtäter« + mehr:

http://medienwatch.wordpress.com/%c2%bb-schreibtischtater-%c2%ab/.

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de | Leserbrief: Kulturanthropologe N. Cobabus, autorisiert | Foto: Jörg Stange, Gunnar F. Gerlach GfoK Archiv(e)

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Juli 22, 2009 at 16:01

Textarchiv | Fragment: metasynapse.net = Hacket by

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Gerettete bzw. gefundene Archiv-Fragmente im Netz nach Hackerangriff vor nun bald 10 Jahren:

http://defaced.zone-h.net/defaced/2005/07/28/metasynapse.net/nuke/

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Meine sehr geehrten Damen und Herren, gemäß dem von mir gewählten Titel dieses Vortrages möchte im Folgenden ein Modell der Operativen Kunst in Theorie und Praxis für die gegenwärtige Lage in den bildenden Künsten und der Gesellschaft entwickeln. Neben einer Erläuterung der Begriffe und des Zusammenhanges von Avantgarde und Anarchismus werde ich versuchen meine Thesen zu begründen, was heute eine politische, soziale und revolutionäre Leistung der bildenden Kunst ist und sein könnte. Die Schlußfolgerungen vollziehen sich dann auf der Folie einer problematischen, gegenwärtigen Situation zwischen der Medien – Technologischen Gesellschaft und den Versuchen der Rest-Avantgarden in der bildenden Kunst mit ihnen subversiv umzugehen und zu argumentieren. Die Praxis schließlich unmittelbarer, eingreifender Kommunikations-Akte scheint mir auch zwei Jahre nach Hoyerswerda, Hünxe, Rostock, Lübeck, Magdeburg und Solingen eine adäquate Antwort zu sein, als jede hermetische Gralsuche nach einer wirklich endgültigen und erlösenden Faschismustheorie. In diesem Sinne ist auch eine “House-Aktie” zu verstehen und unterstützenswert: eine aktive Regulation verfehlter Sozial – Politik mit den Mitteln der künstlerischen Arbeit zu leisten.

Wenn über das Verhältnis von Kunst und Politik reflektiert wird, ist meist ein Problem schon übersehen worden: die künstlerische Tätigkeit ist seit der Renaissance auf individuelle Praxis ausgerichtet, die politische Arbeit orientiert sich an dem gesellschaftlichen Gefüge. Selbstdarstellungen und Narzißmen sind unleugbare Tatsachen auf beiden Seiten, haben aber mehr mit Psychologismen und den jeweiligen, medialen Verwertungs-Systemen und ökonomischen Interessen, Marktorientierungen zu tun. Ginge man davon aus, den Freiheitsbegriff ins Zentrum der Diskussionen zu stellen, ergäbe sich hier eine ganz andere, überraschende Verbindung: das historische Ringen um Freiheit markiert das Engagement von sehr vielen gesellschaftlichen Gruppen, aber ganz besonders jenes von Künstlern und politisch denkenden Menschen oder Politikern. So wird auch verständlich, warum in relevanten, künstlerischen und politischen Theorien, Äußerungen und Handlungen der Begriff Freiheit stehts zentral thematisiert wurde. Heinrich Böll formulierte das Problem bereits vor Jahren wie folgt: “Das ist es, was die Gesellschaft mit der Kunst macht: mit dem Markt erdrücken, Freiheiten in Freiheiten zerteilen.” Dahinter verbirgt sich auch latent die Kritik an einer historischen Konstruktion, die am Anfang mit dem schillernden Wort Freiheit lockt, um sie am Ende dem gesellschaftlichen Rahmen, dem Markt, als oberster Rationalität einzuverleiben.Bakunin erkannte dieses Dilemma: “Im System der Materialisten, das allein das Natürliche ist, schafft erst die Gesellschaft, weit entfernt davon, die Freiheit zu verringern und zu beschränken, die Freiheit der menschlichen Individuen.

Sie ist die Wurzel, der Baum der Freiheit und ihre Frucht. Deshalb hat der Mensch zu jeder Zeit seine Freiheit nicht am Anfang, sondern am Ende der Geschichte zu suchen, und man kann sagen, das die tatsächliche und vollständige Befreiung des Menschen das große Ziel, das erhabene Ende der Geschichte ist.” Diese Gegen-Konstruktion zur bürgerliche Logik hat zwei sehr elementare Metaphern bei sich: Wurzel, Baum und Frucht der Freiheit sind auf Natur hingedacht, und die lernende Praxis am Anfang ist Bedingung der Möglichkeit zur Freiheit am Ende zu gelangen. Nach Ernst Bloch ist Freiheit die Möglichkeit zur Auswahl, also zur distinkten und differenzierten Wahrnehmung, als Basis des individuellen Vernunft-, Geschmacks- und Werturteils. Die Wahrnehmung wird so über den Körper gedacht und vollzieht sich über die innere Formung und Vorstellungskraft:

http://metasynapse.net/nuke/modules.php?name=Encyclopedia&op=list_content&eid=18 (site wurde gehackt)

Hier gehts weiter Un/vollständig:

stammt von Platon und kein Philosoph hat den göttlichen Wahnsinn der dichterischen Eingebung- z.B. die Welt retten zu wollen – beredter gepriesen als er; und doch hat er ihn mit Argwohn verfolgt. Dahinter steht die Annahme, der Mensch könne durch seine Vorstellungsgebilde verwandelt werden. Und so sah Platon in der Kunst der Nachahmung ein gefährliches Spiel das zu verwerflichen Charakteren führt.

Goethes Aussage, daß, wer keine Religion habe, möge wenigstens Kunst haben, bezieht sich darauf: in Form gebrachte, gezügelte Vorstellungskraft aus dem Inneren für das Äußere als einem sozialen Raum.

Dies entsprach zudem nahezu prophetisch der Entwicklung in unserem Jahrhundert. Nachdem Nietzsche Gott sterben ließ, und damit unverschuldet der Einseitigkeit instrumentalisierter Vernunft das Begründungsfeld ebnete, ersetzte die Kunst die Kirche. Innerlichkeit als Freiheitsbegriff wurde sukzessive abgeschafft. Shaftesburys “inward form” beeinflußte die deutschen Geisteswissenschaftler und Künstler. Herder, Humboldt und Hegel folgten ihr genauso wie Caspar David Friedrich und Phillip Otto Runge. Der Rationalismus, besagte instrumentalisierte Vernunft, gegen die Adorno und Horkheimer mit ihrer kritischen Theorie u.a. ankämpften, führte nun in den Terror von Industrie, Technologie, der Kultur-Industrie und ihrer Agenten. Von ihnen leitet sich der gegenwärtige Verdummungs- und Abstumpfungsfeldzug in den Mediengesellschaften ab. Kultur-Technologie ersetzt die Reflexion über eine Korrelation und Relationalität von Form und Inhalt durch technologische Lösungen in einer Kommunikation, die den vom Inhalt befreiten Diskurs über abstrakte Zeichen produziert. Diese Art der instrumentalisierten Vernunft macht KZ´s erst denk- und vorstellbar; losgelöst von innerer Formung, Emotion und Reflexion wird alles einfacher. Technische Lösungen waren noch nie das Problem der Menschheit. Die ökonomischen, emotionalen, ethischen und ästhetischen Probleme sind jedoch bis heute einer Verflüssigung nicht viel näher gekommen. Und so, wie die in ein übergreifendes Herrschaftssystem eingebettete Religion als Kirche in ihr emotionales Gegenteil geführt wurde – von deren inneren Schau als Befreiung zur veräußerlichten, bloßen Form als Unterdrückungs- und Machtinstrument, hat sich auch die Funktion der Künste für die Gesellschaft gewandelt, Museen sind heute Staats- und Markt-Kathedralen ökonomischer, und damit politischer, Kräfte.

Mit ihnen schreibt man die Geschichte des Kapitals auf perfideste Weise fort. Sie repräsentieren nicht mehr Erkenntnisse der philosophischen, sozialen und ästhetischen Reflexion, sondern ein Wertesystem von Shareholder Values, und könnten auch “Dow Jones Memorials” oder “Gebäude zum Dax” genannt werden. D.h. auch: der Begriff postmoderne Willkür ist schon wieder ein Gespenst, denn willkürlich ist da nichts. Nur sind es nun die Werte des angeblich freien Marktes, die den Tausch eines vermeintlich bohemiantischen Lebensgefühls gegen Börsenaktien tauschen lassen. Abstraktionswert Geld gegen einen seiner Inhaltlichkeit, Geschichtlichkeit und Geistigkeit beraubten Geschmackswert. Aber über Geschmack läßt sich gerade deshalb köstlich streiten, weil Geschmacksurteile abhängig sind von der Freiheit zur Auswahl, und die ist nun einmal bis heute eine Frage der ökonomischen Möglichkeiten. Geschmacksfragen sind im heutigen Jargon Fragen der Schichten und Zielgruppen – Also doch: Klassenfragen. Aber die Hoffnung, die in der Kunst sich manifestiert, ist auf freie Entfaltung des frei entfalteten Individuums gerichtet, daß sich seiner gesellschaftlichen Bedingt- und Verhältnismäßigkeiten sensibel und intelligent bewußt ist. Freie Assoziation der frei Assoziierten, so hieß es bei Karl Marx immer so schön. Der Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler Aby Warburg hat nicht von ungefähr seinen berühmten Bilderatlas zum Fortleben der Antike “Mnemosyne” benannt. Mneme ist der aus dem griechischen stammende Terminus für Gedächtnis, Erinnerung. Die mythologische Gestalt der Mnemosyne, Tochter des Uranos und der Gäa, die von Zeus geschwängerte Mutter der Musen; der Künste also. Sie ist die Personifikation von Gedächtnis und Erinnerung. So wird die Betrachtung der Kunstentwicklung bei Warburg aus dem lebensnotwendigen “Zurückgebundensein” an Gedächtnis und Erinnerung gleichzeitig zur Dokumentation einer Leidgeschichte der Menschheit.

Es ist das Ringen um Freiheit und Ausdruck, daß in jeder Gesellschaft ständig bedroht ist. Besonders dann, wenn art bzw. kunstferne Kategorien ihre erkenntnistheoretischen und praktischen Ergebnisse negieren und als Frage von Angebot und Nachfrage in ein heuchlerisches System transformieren. Um Kunst als Basis, als geistige Ernährungsgrundlage verwirklichen zu können, bedarf es einer Gesellschaft, die eine auf historischer Wahrhaftigkeit basierende Ethik besitzt. Dann könnten nicht nur emotionale, ethische und ästhetische Konzeptionen zu Geschwistern werden. Gesellschaftliche Gestaltung könnte aus der Unmittelbarkeit individueller Formung und seinem Anrecht auf Ausdruck zu einem verwirklichten sozialen Körper wachsen. Der sich seiner Selbst- und Fremdverantwortung bewußte Mensch würde über seine innere Proportionierung im Multilog mit den Experiementen und Ergebnissen der Anderen Mitmenschen ins Offene und Freie aus Vertrauen gehen können. Die Entwicklung einer als Unterstützung für ein soziales Projekt gedachten “House-Aktie”(*) ist an dieser Stelle eine glückliche Übereinkunft von moralischer Phantasie, künstlerischer Innovation und konkreter Hilfeleistung vor Ort..

Gerettete Archiv-Text-Fragmente nach Hackerangriff

stammt von Platon und kein Philosoph hat den göttlichen Wahnsinn der dichterischen Eingebung- z.B. die Welt retten zu wollen – beredter gepriesen als er; und doch hat er ihn mit Argwohn verfolgt. Dahinter steht die Annahme, der Mensch könne durch seine Vorstellungsgebilde verwandelt werden. Und so sah Platon in der Kunst der Nachahmung ein gefährliches Spiel das zu verwerflichen Charakteren führt.

Goethes Aussage, daß, wer keine Religion habe, möge wenigstens Kunst haben, bezieht sich darauf: in Form gebrachte, gezügelte Vorstellungskraft aus dem Inneren für das Äußere als einem sozialen Raum.

Dies entsprach zudem nahezu prophetisch der Entwicklung in unserem Jahrhundert. Nachdem Nietzsche Gott sterben ließ, und damit unverschuldet der Einseitigkeit instrumentalisierter Vernunft das Begründungsfeld ebnete, ersetzte die Kunst die Kirche. Innerlichkeit als Freiheitsbegriff wurde sukzessive abgeschafft. Shaftesburys “inward form” beeinflußte die deutschen Geisteswissenschaftler und Künstler. Herder, Humboldt und Hegel folgten ihr genauso wie Caspar David Friedrich und Phillip Otto Runge. Der Rationalismus, besagte instrumentalisierte Vernunft, gegen die Adorno und Horkheimer mit ihrer kritischen Theorie u.a. ankämpften, führte nun in den Terror von Industrie, Technologie, der Kultur-Industrie und ihrer Agenten. Von ihnen leitet sich der gegenwärtige Verdummungs- und Abstumpfungsfeldzug in den Mediengesellschaften ab. Kultur-Technologie ersetzt die Reflexion über eine Korrelation und Relationalität von Form und Inhalt durch technologische Lösungen in einer Kommunikation, die den vom Inhalt befreiten Diskurs über abstrakte Zeichen produziert. Diese Art der instrumentalisierten Vernunft macht KZ´s erst denk- und vorstellbar; losgelöst von innerer Formung, Emotion und Reflexion wird alles einfacher. Technische Lösungen waren noch nie das Problem der Menschheit. Die ökonomischen, emotionalen, ethischen und ästhetischen Probleme sind jedoch bis heute einer Verflüssigung nicht viel näher gekommen. Und so, wie die in ein übergreifendes Herrschaftssystem eingebettete Religion als Kirche in ihr emotionales Gegenteil geführt wurde – von deren inneren Schau als Befreiung zur veräußerlichten, bloßen Form als Unterdrückungs- und Machtinstrument, hat sich auch die Funktion der Künste für die Gesellschaft gewandelt, Museen sind heute Staats- und Markt-Kathedralen ökonomischer, und damit politischer, Kräfte.

Mit ihnen schreibt man die Geschichte des Kapitals auf perfideste Weise fort. Sie repräsentieren nicht mehr Erkenntnisse der philosophischen, sozialen und ästhetischen Reflexion, sondern ein Wertesystem von Shareholder Values, und könnten auch “Dow Jones Memorials” oder “Gebäude zum Dax” genannt werden. D.h. auch: der Begriff postmoderne Willkür ist schon wieder ein Gespenst, denn willkürlich ist da nichts. Nur sind es nun die Werte des angeblich freien Marktes, die den Tausch eines vermeintlich bohemiantischen Lebensgefühls gegen Börsenaktien tauschen lassen. Abstraktionswert Geld gegen einen seiner Inhaltlichkeit, Geschichtlichkeit und Geistigkeit beraubten Geschmackswert. Aber über Geschmack läßt sich gerade deshalb köstlich streiten, weil Geschmacksurteile abhängig sind von der Freiheit zur Auswahl, und die ist nun einmal bis heute eine Frage der ökonomischen Möglichkeiten. Geschmacksfragen sind im heutigen Jargon Fragen der Schichten und Zielgruppen – Also doch: Klassenfragen. Aber die Hoffnung, die in der Kunst sich manifestiert, ist auf freie Entfaltung des frei entfalteten Individuums gerichtet, daß sich seiner gesellschaftlichen Bedingt- und Verhältnismäßigkeiten sensibel und intelligent bewußt ist. Freie Assoziation der frei Assoziierten, so hieß es bei Karl Marx immer so schön. Der Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler Aby Warburg hat nicht von ungefähr seinen berühmten Bilderatlas zum Fortleben der Antike “Mnemosyne” benannt. Mneme ist der aus dem griechischen stammende Terminus für Gedächtnis, Erinnerung. Die mythologische Gestalt der Mnemosyne, Tochter des Uranos und der Gäa, die von Zeus geschwängerte Mutter der Musen; der Künste also. Sie ist die Personifikation von Gedächtnis und Erinnerung. So wird die Betrachtung der Kunstentwicklung bei Warburg aus dem lebensnotwendigen “Zurückgebundensein” an Gedächtnis und Erinnerung gleichzeitig zur Dokumentation einer Leidgeschichte der Menschheit.

Es ist das Ringen um Freiheit und Ausdruck, daß in jeder Gesellschaft ständig bedroht ist. Besonders dann, wenn art bzw. kunstferne Kategorien ihre erkenntnistheoretischen und praktischen Ergebnisse negieren und als Frage von Angebot und Nachfrage in ein heuchlerisches System transformieren. Um Kunst als Basis, als geistige Ernährungsgrundlage verwirklichen zu können, bedarf es einer Gesellschaft, die eine auf historischer Wahrhaftigkeit basierende Ethik besitzt. Dann könnten nicht nur emotionale, ethische und ästhetische Konzeptionen zu Geschwistern werden. Gesellschaftliche Gestaltung könnte aus der Unmittelbarkeit individueller Formung und seinem Anrecht auf Ausdruck zu einem verwirklichten sozialen Körper wachsen. Der sich seiner Selbst- und Fremdverantwortung bewußte Mensch würde über seine innere Proportionierung im Multilog mit den Experiementen und Ergebnissen der Anderen Mitmenschen ins Offene und Freie aus Vertrauen gehen können. Die Entwicklung einer als Unterstützung für ein soziales Projekt gedachten “House-Aktie”(*) ist an dieser Stelle eine glückliche Übereinkunft von moralischer Phantasie, künstlerischer Innovation und konkreter Hilfeleistung vor Ort.

· Forum ::: Netzdraht-Thread = Fellgeschichten & Höh(l)enzeichen
Selbstverwaltetes Forum des Bürgernetz Hamburg (noch unbearbeitet=Fotos fehlen! etc.) Foren der Hamburger Bürger & Stadtteile FAQ Suchen Mitgliederliste Benutzergruppen Profil Du hast keine neuen Nachrichten Logout [ metasynapse ] Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen Selbstverwaltetes Forum des Bürgernetz Hamburg Foren-Übersicht -> Graffiti Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen Autor Nachricht metasynapse Anmeldungsdatum: 06.10.2003 Beiträge: 63 Wohnort: Hamburg Verfasst am: Do Okt 23, 2003 9:30 am Titel: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen ———————————————————————— (…) Mit Verlaub, Kolleginnen von Avanti: Das ist doch ein Trick, das sagt ihr doch nur, um gutwillige Männer an den Herd zu locken, damit ihre Gattinnen Zeit haben, Fußball zu spielen oder Wollnashörner zu jagen. Andererseits, so rätselhaft, wie Frauen sind, ist die aphrodisierende Wirkung eines Mannes in Küchenschürze nicht ausgeschlossen. Wer bisher mit Rosen und einer Flasche Barolo bei der Angebeteten erschien, ohne den erhofften Erfolg zu haben, tut gut daran, es mit dem Staubsauger zu probieren. Und was das Theater betrifft, so wäre der Fall Romeo und Julia glaubwürdiger, wenn der junge Mann, statt am Balkon Süßholz zu raspeln, mal ordentlich bei den Capulets durchgefegt hätte. „Das wilde Blut, das in den Wangen flattert“, seufzt Julia. Solche Leidenschaften kann nur ein Hausmann entfachen. http://www.sueddeutsche.de/sz/streiflicht/red-artikel1083/Nach oben spurensucher Gast Verfasst am: Do Okt 23, 2003 8:51 pm Titel: Re: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen ———————————————————————— höhlenmenschen dialogik! Zu Fellgeschichten fällt mir nur Brunner auf dem Bärenfell ein. Cyberpolitics begins @ Bits and Bytes!Nach oben CyberDschini Anmeldungsdatum: 17.10.2003 Beiträge: 16 Verfasst am: Fr Okt 24, 2003 6:02 pm Titel: Re: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen von “OZ” b ———————————————————————— OOPS! Das Hamburger Abendblatt http://www.abendblatt.de meldet im Ticker: “Hamburger Polizei nimmt Graffitisprayer «OZ» fest” Unter dem Bild ist von 120 000 “OZ”-Graffittis in Hamburg die Rede. http://www.abendblatt.de/z/newsticker/p/OZ_4977274.onlineBild.jpg Frage: Was bedeutet dieses “OZ” Zeichen an der betonierten Höhlenwand? Schon mal nachgedacht? OOPS! —————————————————– Sollten Lehrerinnen im Unterricht ein Kopftuch tragen? Natürlich! Gute Beispiele gibts von Maria bis Theresa http://www.graffiti.org/la/madreteresawall.jpg _________________ x oriente luxNach oben Enternetkonsument Gast Verfasst am: Do Okt 30, 2003 4:36 am Titel: Re: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen von “OZ” – ———————————————————————— CyberDschini hat folgendes geschrieben: OOPS! Das Hamburger Abendblatt http://www.abendblatt.de meldet im Ticker: “Hamburger Polizei nimmt Graffitisprayer «OZ» fest” Unter dem Bild ist von 120 000 “OZ”-Graffittis in Hamburg die Rede. Unser KNAST soll bunter werden! Für den Sprayer “OZ” gibts sicher “Drinnen” auch genug Wände. Klüger wäre es jedoch endlich großformatige Leinwand zu benutzen, um die Bilder auch auf dem Kunstmarkt anzubieten zu können “Der Zauberer von OZ” ?Nach oben stadt Gast Verfasst am: Do Okt 30, 2003 1:43 pm Titel: Na was gebs DA? ———————————————————————— Gute Malzeit! Habe gelauscht< ist die UNI< ist die UNIKunst< sanft ins Leben zurückholt” ———————————————————————— Streiflicht …) Eine schöne kleine Geschichte ist das, wie das Leben sie öfters schreiben sollte – weil sie die Kunst in eben dieses Leben sanft wieder zurückholt und die arbeitende Bevölkerung in die Kunstwelt einlässt. Und weil sie endlich einen Berufsstand rehabilitiert, der bislang vor allem mit einer Aura des Destruktiven assoziiert ist, der Verweigerung, der Verhinderung, der Ausschließung. Der große Kafka hat ihm den Zugang zur Liste der ehrenwerten Berufe gnadenlos verbaut, durch die tendenziöse Darstellung in seiner Erzählung „Vor dem Gesetz“. In ihr wird ein Bittsteller so lange hingehalten vor dem Zugang zum Gesetz, bis er schließlich kindisch wird, die Flöhe im Pelzkragen des Türhüters studiert, sie bittet, ihm zu helfen und den Türhüter umzustimmen. Auch Gil Perez wäre fast auf einer kafkaesken Kontorslaufbahn gelandet, hätte er nicht plötzlich den Drang an die Plaza gespürt, wo er nun Christie’s Türdrücker bedient. Am Dreh- und Angelpunkt der Kunstwelt, darüber entscheidend, wer drinnen ist und wer draußen. Was Power ist, darüber mag man ruhig weiter diskutieren – Glück aber ist eindeutig, wenn man von Gil Perez erkannt und beim Aufschwingen der Tür mit seinem Vornamen begrüßt wird. Bitte den vollständigen Artikel lesen http://www.sueddeutsche.de/sz/streiflicht/red-artikel337/Nach oben ohne (T)orte Gast Verfasst am: Do Nov 06, 2003 10:24 am Titel: Re: “wie die >Kunst< sanft ins Leben zurückholt&q ———————————————————————— Altonaer Museum (Quelle: x-cards http://www.altona-web.de ) Nach oben ?n Gast Verfasst am: Fr Nov 07, 2003 12:46 am Titel: Re: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen ———————————————————————— ?? Musik http://www.donga.com/music/korea/k_list.php ?n look http://www.dreamtouch.co.kr/manha/general/general-swf/0201001004.swfNach oben Radio Hel[l]sinki Gast Verfasst am: Fr Nov 07, 2003 10:29 am Titel: Re: [Tittitainment°] ———————————————————————— ?? hat folgendes geschrieben: ?? Musik http://www.donga.com/music/korea/k_list.php ?? look http://www.dreamtouch.co.kr/manha/general/general-swf/0201001004.swf Tittitainment-service http://mrs-lee.com/art/Radiotipp/radiotipp.htmlNach oben Trillerich Gast Verfasst am: Sa Nov 08, 2003 8:38 pm Titel: Tirilierende Teutonen (Vogel-Futter) ———————————————————————— …) Tirilierende Teutonen Deutschland, das Volk der Dichter und Denker? Von wegen. Es ist wohl eher das der kleinen Lichter und Autolenker. Zu dem Ergebnis muss man jedenfalls kommen, wenn man die „Liste der 100 besten Deutschen“ studiert, die Bild und ZDF stolz präsentieren. „Millionen von Lesern“ bestimmten „unsere Besten“, und siehe da: Brecht, Hölderlin, Grass, Hegel – alle nicht dabei. Dafür Solitäre des Geistes wie Dieter Bohlen, Michael Schumacher und Daniel Küblböck. Überhaupt die Musiker: Heino, Campino von den Toten Hosen und ein Kerl namens Wolle Mozart, von dem es aber schon lange keine neue Single mehr gab, gehören alle zu den Besten. (…) http://www.sueddeutsche.de/sz/feuilleton/red-artikel1062/Nach oben Sittich Gast Verfasst am: Sa Nov 08, 2003 10:55 pm Titel: Re: Tirilierende Teutonen (Vogel-Futter) ———————————————————————— Trillerich hat folgendes geschrieben: „Millionen von Lesern“ bestimmten „unsere Besten“, und siehe da: Brecht, Hölderlin, Grass, Hegel – alle nicht dabei. Dafür Solitäre des Geistes wie Dieter Bohlen, Michael Schumacher und Daniel Küblböck. http://www.sueddeutsche.de/sz/feuilleton/red-artikel1062/ E=mc Zitat: Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen ich sei Deutscher, und die Franzosen ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher und die Deutschen, ich sei Jude. Eine Stadt liest ein Buch! – “Die Entdeckung der Currywurst” http://www.hamburgliesteinbuch.de/Nach oben metasynapse Anmeldungsdatum: 06.10.2003 Beiträge: 63 Wohnort: Hamburg Verfasst am: Do Nov 13, 2003 1:37 pm Titel: Von Falten [Roll]-Möpsen und Vögeln… ———————————————————————— Vicco von Bülow alias Loriot wird achtzig: Alles hat sich so ergeben, unter der Hand gewissermaßen Unter Möpsen und Menschen Wenn im offiziell Nichtigen das Geltende und im offiziell Geltenden das Nichtige sichtbar wird – Besuch bei dem Schöpfer einer ganz speziellen Welt Von Hermann Unterstöger Münsing, 11. November – „Wenn Sie“, bittet mit leiser Stimme Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow, der von seinen Freunden Vicco genannt wird, von der fühlenden Menschheit aber Loriot, „wenn Sie einen lächerlichen Garderobefehler entdecken, dann sagen Sie es mir bitte.“ Es geht um ein Foto, und obwohl kein Garderobefehler, schon gar kein lächerlicher, an dem alten Herrn zu entdecken ist, streift ihm seine Frau Romi ebenso sorgsam wie resolut Hemdbrust und Haare glatt. Man müsse wissen, fährt Loriot fort, dass ihm, wann immer er für Filmaufnahmen in der Ecke des berühmten Sofas Platz nahm, das Jackett von hinten sechs- oder siebenfach mit Fäden festgezurrt wurde, damit es nur ja keine Falten warf. (…) Hier bitte hier entknöpfen= http://www.sueddeutsche.de/sz/seitedrei/red-artikel1557/ Gruß an runterhandeln auf 20 biß 40zig und an T-Höhle von Bad an klare Parabase -wie immer nichts… und an all die anderen investigativen -subversiv aufrichtigen Sagas und Sængers…= welche das Achten (?) achten in pfleglicher Distanz möglichst ohne Schleudertrauma falsch verorteter Vernunft = Slow slow am PI der EIN/AUSlaßstelle manches ist poröser -bei näherer Betrachtung der ER/SIEfühlBARkeiten in Hochzeiten des Augenblicks von Projektion und Utopi(e) beim Denken&Schreiben – hämmernd erlesend die Tasten des anderen ABC……. des schon wieder weg…. und des doch noch da?, in aller Parallelität des parablen SEINs -um ein Wort zu finden das dem “subversiv-anderen” Flügel verleiht im Wurzelstock entrückter Stockwerke mit Fenster ins Nichts -zu erarbeitender Hoffnung -des immer viel zu KURZ-LANG im JETZT des JETZT… und dann in aller Plötzlichkeit des Prozesses: was heißt eigentlich später?, wir warten?… oh oh = worauf warteten all die anderen= Sumserums??? substanziell sublimierende sub-Suppenhöfe verwarteter Wartung= warten gibts nicht ES tut immerfort im Über-Unterall… Da wo alle sagen: da geht nichts mehr -fängt die eigentliche Gestaltung erst an… das wußten schon die (jungen) ALTEN.. da muß keiner am ALT operieren… Dieser Erkenntnis-Gewinn ist schon paralell zu nehmen- der hat an Gültigkeit nichts eingebüßt… Da frohloggs unter der Hand immer wieder anders… Dafür lohnts sich dann auch >ALTER< zu sagen.. Da kommt Freude auf… Herzlichen Glückwunsch!, wider die Haartracht und dem falschen Faltenwurf willkürlicher Behauptungen und Rechtfertigungen in der Logistik des Gesamtmodell,s… Da bricht einems ja die Nagel ab.. _________________ signum signaleNach oben NeuBauten Gast Verfasst am: Mo Nov 17, 2003 10:58 am Titel: Sponsert from NICHTS ———————————————————————— Stubnitz info, Mon 20031117 For Your pleasure: Events on the MS Stubnitz. You have opted to recieve information 1 day in advance of events for your chosen styles. In addition you also recieve your weekly update today +++Wed 19.11 21:00 Y2003 Culture Club+++ +++Fri 21.11 23:00 Y2003 Bombus+++ The human beat machine! Vier Schlagzeuger der Einstürzenden Neubauten, Madonna Hip Hop Massaker, Sandow und der Weltrekordler Neugebauer bilden den Kern einer virtuosen Performance, die live durch Dj, Sängerin, Gastmusiker und weitere Schlagzeuger bereichert wird. Live-Drumming, -Programming und -Performing, Hände, Füße und Maschinen im Zusammenspiel. Extrem tanzbar! \nBOMBUS (Tinnitus aurium): störende, ton- oder geräuschartige endogene Schallempfindung, entweder als Wahrnehmung ohrnaher Muskel- u. Gelenkgeräusche, von Sekretknistern,Vibrationen etc. oder aber als rein subj. Empfindung (Brummen, Rauschen, Klingen, Pfeifen) infolge inadäquater Rezeptorenreizung. Vork. v. a. bei gestörter Schalleitung (Zerumen, Otitis, +++Sat 22.11 23:00 Y2003 POLVOROSA (HH, Barcelona) Elektro-Latino Live mit: Puente Daniel (lead voc, g), Trillian (back.voc), Jankowski Norman (dr) +++Sat 22.11 24:00 Y2003 Erobique (HH) Carsten Meyer aka EROBIQUE, Mitglied von INTERNATIONAL PONY, möchte sich nicht den Spaß nehmen lassen, weiterhin mit einem Fender Rhodes und einer Rhythmusbox voller betörender Discoloops die heißen Parties der Republiken zu beglücken. Sein Album „Erosound“ (Deck 8/Zomba) fand \nauch im Ausland Anerkennung –es wurde von Acid Jazz in England veröffentlicht, \njapanische Popsternchen forderten Remixe an, New Yorker DJ-Legenden wie \nRoger Sanchez spielten seine Maxis und er wurde eingeladen auf dem legendären \nJazzfestival in Montreux aufzutreten. +++Sun 23.11 22:00 Y2003 Blurt konzert: BLURT/Ted Milton \n \nTed Milton ist zurück mit seiner Band Blurt, die Anfang der 80er zerrissene hypnotische no wave-hymnen schrieb und Punk damit den Rückweg abschnitt. Für alle Fans von Tuxedomoon / Wire / o.ä ein Muss! \n \n +++Dada-Avan+++ http://www.stubnitz.comNach oben metasynapse Anmeldungsdatum: 06.10.2003 Beiträge: 63 Wohnort: Hamburg Verfasst am: Do Nov 20, 2003 1:39 pm Titel: >AltBauten< = “Die schönen Augen sinds” ———————————————————————— Die schönen Augen sind’s, die mir das Herz durchdringen… Wozu dient eine nachträgliche Verewigung der Vergangenheit? Bei Padua wurde das Grab Francesco Petrarcas geöffnet (…) Wir treten ein ins zweite Zeitalter der Reliquien: Knochen entfalten, jenseits der symbolischen Pietät, auf einmal wieder eine magische Wirksamkeit kraft ihrer materialen Gegenwart. Während in der Basilika von Padua noch die Pilger den Sarkophag des heiligen Antonius berühren, damit ihre Gebete in Erfüllung gehen, haben nun Wissenschaftler der Universität Padua die Gebeine Francesco Petrarcas, des ersten Poeten der Neuzeit, aus seinem Grab in Arquà Petrarca entnommen. Sie erhoffen sich Aufschluss darüber, wie sein Gesicht aussah und ob er wirklich, wie berichtet wird, die für seine Zeit phänomenale Höhe von 1,84 m erreichte. Es ist auf diese Weise bereits gelungen, die Gesichtszüge des Evangelisten Lukas zu rekonstruieren (wenn er es denn wirklich sein sollte). Computergestützte Methoden machen es möglich, einem altgehüteten Skelett ganz neue Aufschlüsse abzugewinnen. (…) (…) Ein zwiespältiges Gefühl bleibt doch zurück vor so viel nachträglich verewigter Vergangenheit. Wie wird die Computergrafik die Augen Petrarcas wiedergeben? Es wird ihr kaum mehr gelingen als eine starre Notlösung, eine schauerlich untote Totenmaske. Die Augen, knochenfrei, vergehen spurlos, sterblichster Teil des Menschen und Spiegel seines unsterblichen. Niemand wusste das besser als Francesco Petrarca, der schrieb: „Die schönen Augen sind’s, die allerwegen / Lassen, was da mein Herr beginnt, gelingen, / Vor allem, wenn es gilt, mein Herz zu brechen. / Die schönen Augen sind’s, die mir durchdringen / Allorts das Herz mit ihrer Flammen Segen, / Dass ich nie müde bin, davon zu sprechen.“ (…) http://www.sueddeutsche.de/sz/feuilleton/red-artikel565/ (*** SEITE DREI ***) BOWLING IN EIGENER SACHE (¿?) Er schmeichelt seinen Zuhörern, wird gefeiert für seine Attacken gegen Bush ˆ und versteht es wie kaum ein anderer, alles …= (Pommesfrites, Roland Barthes?¿ = (“Mythen des Alltags”= Politische-Pommes-Parameter= >:::< = ¡Bitte/Danke!)= >DaDaDrom Graffiti Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde Seite 1 von 1 Bei Antworten zu diesem Thema nicht mehr benachrichtigen Gehe zu: GoDu kannst Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum mitmachen. Impressum Powered by phpBB 2.0.6 © 2001, 2002 phpBB Group

· operative Probleme mit Beuys & kegeln bei Kant

http://www.oben.de/go/history/20j/stasi_14.htm

Im AffBau= Im Kegel des Kleinkarierten bis Pep-Pieta

(…) O b diese satyrische Ueberschrift auf dem Schilde jenes holländischen Gastwirths, worauf ein Kirchhof gemalt war, die M e n s ch e n überhaupt, oder besonders die Staatsoberhäupter, die des Krieges nie satt werden können, oder wohl gar nur die Philosophen gelte, die jenen süßen Traum träumen, mag dahin gestellt seyn. Das bedingt sich aber der Verfasser des Gegenwärtigen aus, daß, da der praktische Politiker mit dem theoretischen auf dem Fuß steht, mit großer Selbstgefälligkeit auf ihn als einen Schulweisen herabzusehen, der dem Staat, welcher von Erfahrungsgrundsätzen ausgehen müsse, mit seinen sachleeren Ideen keine Gefahr bringe, und den man immer seine eilf Kegel auf einmal werfen lassen kann, ohne, daß sich der [3/4] w e l t k u n d i g e Staatsmann daran kehren darf, dieser auch, im Fall eines Streits mit jenem sofern consequent verfahren müsse, hinter seinen auf gut Glück gewagten, und öffentlich geäußerten Meynungen nicht Gefahr für den Staat zu wittern; – durch welche C l a u s u l a s a l v a t o r i a der Verfasser dieses sich dann hiemit in der besten Form wider alle bösliche Auslegung ausdrücklich verwahrt wissen will. [4/5]

Erster Abschnitt,

welcher die Präliminarartikel zum ewigen Frieden unter Staaten enthält. (…)

Hier gehts weiter=

http://www.philosophiebuch.de/ewfried.htm

· Gemischte Gruppe Installation von Stilla Seis [Bürgerservice°]

http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/bezirke/eimsbuettel/aktuelles/termine-und-veranstaltungen/ausstellung-gemischte-gruppe/start.html

»gemischte Gruppe«

Installation von Stilla Seis im Bürgerservice / Bezirksamt Eimsbüttel

vom 20.11.03 bis 31.12.03 Eröffnung: Donnerstag, 20.11.03, 15.00 Uhr Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch 7.00-14.00 Uhr; Donnerstag 12.00-18.00 Uhr

Die Ausstellung ist im:

Raum des Bürgerservices im Bezirksamt Eimsbüttel, Eingang Grindelberg 66 (EG) in 20139 Hamburg zu sehen.

Aufbau:

Reihung von 14 Colorfotografien auf KodakDuratransmaterial im Format 20x30cm an den Innenseiten der Glaswände des Eckgebäudes; die Bildflächen sind auf den Innenraum ausgerichtet.

Titel:

»gemischte Gruppe«

Die Bilder sind aus Fotografien einer gemischten Gruppe – Frauen und Männern unterschiedlichen Alters – entstanden; vorerst ist keine Ursache für die Zusammensetzung der Gruppe zu sehen. Bildausschnitt und Vergrößerungsmaßstab lassen zunächst keine Identifizierung zu; lediglich die persönliche Bekanntschaft mit einer der Personen ermöglicht, aus der Kenntnis von streng persönlichen Details, ein Wiedererkennen.

Geschichte:

Betrachter, die sich im Raum aufhalten, mischen sich mit der sie umgebenden Schar. Die Zusammensetzung der Besucher des Bürgeservices, also der möglichen Betrachter, scheint ähnlich grundlos, wie die Zusammen-setzung der ursprünglich abgelichteten Personen. Darin verbirgt sich der grundsätzliche Unterschied: während jeder Besucher am Empfang ein persönliches Anliegen hat, verbindet die dargestellte Schar ein gemeinsames Ziel. Jeder Besucher wird angeregt, seine Wahrnehmung in Bezug auf bekannte und unbekannte Personen seines sichtbaren Alltags zu sensibilisieren. Es kann die Frage entstehen, mit wem wir es tagtäglich zu tun haben.

gemischte Gruppe

Installation von Stilla Seis im Bürgerservice vom 20.11. bis 31.12. 2003

Raum des Bürgerservices im

Bezirksamt Eimsbüttel, 20139 Hamburg, Eingang Grindelberg 66, EG, montags, dienstags, mittwochs 7.00 – 14.00 Uhr , donnerstags 12.00 – 18.00 Uhr. Telefon 040/42801-21.00

· Wasser-Rechte= Nestle,s Ice Mountain Bottling Operation

http://michiganimc.org/

News: [Water Rights°]

Judge Orders Halt to Nestlé’s Ice Mountain Bottling Operation by Lou Blouin Email: louie (at) waterissweet.org 25 Nov 2003 Modified: 02 Dec 2003 Michigan Citizens for Water Conservation’s landmark suit against Nestlé Waters North America has ended in a court order to halt all spring water withdrawals from a site in Mecosta County, Michigan. Judge Lawrence Root handed down the order for Nestlé to terminate its spring water withdrawals earlier today in a markedly personal 68-page written decision. “I am holding that Nestlé’s pumping operations at the Sanctuary Springs must stop entirely,” Root wrote. “Further, I am unable to find that a specific pumping rate lower than 400 gallons per minute, or any rate to date, will reduce the effects and impacts to a level that is not harmful.” [ Summary and Order by Judge Root ] Read the full article… (8 comments) http://michiganimc.org//

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^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ ………………………………………………………………………………….^…….. News: Civil Liberties Police repression in Miami; two Michigan IMC reporters arrested by FTAA-Miami IMC 26 Nov 2003 Modified: 05:31:46 PM On Friday, November 21, around 200 activists gathered at the Miami-Dade County Jail to hold a peaceful protest and demand the release of those who had been arrested the day before. In what has become a hallmark example of the extreme repression that global justice activists faced this past week, the police demanded that the protesters disperse. Those who had gathered began walking away and moving down the street, where they were surrounded by the over 500 riot police that had surrounded the protesters. The police then attacked the dispersing crowd, chasing about 30 people into a corner. They shoved them to the ground and beat them. They gassed them at close range. The police arrested around 60 people, including journalists, legal observers, and medics. Two Michigan IMC journalists were arrested while doing news coverage of this event for the FTAA-Miami IMC. Coverage of police repression in Miami:

· Vom [Scheitern im Scheitern°]
Diese Inhalte sind Auszüge aus dem Buch “sch”, das im Oktober 2003 erscheint. Die Kunst des Scheiterns “Mit jeder Erfindung, ist der Unfall, das Scheitern mit erfunden.” (Paul Virilio) von Nina Mayrhofer Kunst entzieht sich einer Definition. Das heißt einer einzigen Definition. Umso mehr entsteht hier ein Spannungsfeld zwischen dem so genannten Kunstmarkt und der Kommerzialisierung auf der einen und der „freien“ Hingabe des Künstlers aus Überzeugung an der Sache auf der anderen Seite. Kunst will Kunst und besteht auf ihrer Zweckfreiheit. Die Sinnhaftigkeit ergibt sich aus dem Werk und der Interaktion mit dem Betrachter. Oder auch nicht. Klare Abgrenzungen, wer denn nun ein Künstler sei, ist eben ein langes Kapitel einer unendlichen (Kunst-)geschichte. Das Klischee des frierenden Künstlers in der Dachkammer steht dem Bild eines Künstlers entgegen, der sich und seine Seele verkauft hat und dessen Werk der Kommerzialisierung anheim gefallen ist. Diese Schwarz-Weiß-Malerei ist aber im Grunde nicht mehr vorhanden. Fronten verschwimmen und Definitionen machen nur für ein begrenztes Publikum Sinn. Das Scheitern ist der Kunst implizit. Ein Künstler, der aus einem negativen Ereignis sein kreatives Potential schöpft, ist interessanter und griffiger als eine Person aus der „heilen Welt“, einer Kunstschule beispielsweise. Joseph Beuys Werk etwa lässt sich vielseitig durch seinen privaten Hintergrund erklären. Ein Flugzeugabsturz, die Rettung – Filz und Fett, das ihn vor dem Erfrierungstod bewahrte. Das Unglück, das Hinfallen mit Herzblut und scharfen Wunden ist nicht nur als Potential für produktive Kraft zu sehen. Das Scheitern, oder milder gesagt, das Misslingen im Prozess des Erschaffens liegt gerade in der Kunst auf dem Weg zu einem Ergebnis. Zehnmal schief gegangen, einmal Meisterwerk. „Solche Kunstwerke, wie sie heute üblich sind, kann ich gar nicht fertigstellen. Dazu fehlen mir Könnerschaft und Unverschämtheit. Ich beließ es daher besser bei gelegentlichen Bierdeckelskizzen und kletterte doch lieber wieder kunstlos durch die Irrenhäuser Hegels, anstatt im Kreis durch doofe Galerien.“ (Kapielski) Umsetzung seines Bildes im Kopf in ein für ihn gerechtes Medium. Dann das vollendete Werk. Das immer noch am Kunstmarkt an seiner Verkäuf-lichkeit scheitern kann. Ob van Gogh nur deswegen Berühmtheit erlangte, weil sich seine Bilder erst nach seinem Tode verkaufen ließen? Sozusagen das Ableben als Bedingung für das Aufstreben am Markt. Von diesem Erfolg konnte er nichts mehr mitbekommen und deswegen ist wohl sein Ziel ein ernst genommener Künstler zu werden fehlgeschlagen. Aus subjektiver Sicht. Das kann man heutzutage bestimmt nicht behaupten. Natürlich ist van Gogh erfolgreich. Das heißt, sowohl der Faktor Zeit als auch das individuelle Lebensziel und die Einstellung des Umfeldes gegenüber dem Produkt und dem Selbst sind die Kriterien für ein (erfolgreiches) Scheitern. Jedoch: Ist es mehr Misserfolg, wenn sich das Produkt verkaufen lässt, oder ist es dann ein wichtiges Werk einer Avantgardebewegung, die sich gegen die bis dahin geltenden Regeln und Gesetze sträubt? Nicht beantwortbar. Die Notwendigkeit des Scheiterns für eine Haltung abseits vom Main-stream gilt vielleicht als natürliche Ingredienz von Avantgarde bewegungen. Etwa der Dadaismus oder auch die Surrealisten waren zu ihrer Zeit nur für einen engeren ausgewählten interessierten Kreis zugänglich. Zugang im Sinne von Verständnis. Die konventionelle Sicht mag auch diese Kunstformen zu der Zeit als gescheitert angesehen haben. Vor allem was ihre tatsächliche Wirkung und ihren Einfluss auf sie umgebende Systeme – seien es politische oder gesellschaftliche – betrifft, mögen sie weitgehend ohne Erfolg gewesen sein. „Die Zeit heilt alle Wunden“ ist eine Floskel, die für das Scheitern im Bereich der Kunst eben die Rückkopplung eines Erfolges schaffen kann. Kunstgeschichte, und somit wohl eine Wertung des Erfolgspotentials eines Kunstschaffenden kann meist nur rückwirkend oder zeitverschoben passieren. Das bringt uns zurück von dem zu Lebzeiten wenig Geschätzten zu dem im Nachhinein hochgefeierten Kreativen. Die Bereiche der Kunst, die sich mit dem Scheitern schneiden, enthalten somit vielfältige Perspektiven. Einmal die erwähnte Spannung zwischen Künstler und seinem Produkt – das mehr oder weniger geschlossene System der Ideenfindung, Umsetzung oder Konzeption und des Schaf-fensprozesses. Andererseits die Sicht des Marktes auf Künstler und Produkt. „Unfertige“ Konzepte und Werke haben ihre Rechtfertigung selbst in diesem Stadium als Endprodukt und finden in eben diesem Kontext ihre eigenen Räume und Ausstellungen. Hier eröffnet sich die Möglichkeit der Offenheit des Kunstwerkes und des erweiterten Kunstbegriffes. Das Unvollendete bedeutet aber nicht zwingend ein Scheitern am Ausgangspunkt. Es gibt eine Transformation des Prozesses, die an einem selbstgewählten Punkt endet. Die Thematisierung des Scheiterns in der Kunst selbst liegt nahe an der Ebene des abgebrochenen Schaffens. Gerade aber das Unvollkommene erlangt das Interesse der Öffentlichkeit – etwa vor kurzem in der Ausstellung in Österreich „Fehlschläge? – Ein Exkurs über das Scheitern“ – und zeigt die mögliche Publizität des Unfertigen. Ein Blick auf Werke zwischen Gelingen und Misslingen und Misserfolg als Motor des Lernens. Der positive Auftrieb nach dem Fall als kreative Erweiterung und Lehre. Scheitern als „das große moderne Tabu“, wie der Soziologe Richard Sennett es beschreibt, ist hier wohl hinfällig. Die Thematik erfährt geradezu eine aufstrebende Popularität. Eben im Bereich der Kunst ist die Tragik von Geschichten und Leben hinter Werk und Künstler ein pushender Effekt. Die Ausweitung der persönlichen Geschichte des Künstlers, die Auslegen der Biografie auf seine Werke ist für ein Kunstverständnis problematisch. Durch Geschichten, Bilder in der Geschichte der Persönlichkeit, können sich Bilder im Kopf beim Betrachter und Rückschlüsse auf Intentionen des Künstlers ergeben. Interpretation eben. Das erleichtert das Verständnis ungemein, kann aber vielerseits zu groben Miss-interpretationen der tatsächlichen Intention führen. Und hier wird die Unvollkommenheit interessant. Perfektion ist zu glatt, zu einfach im Sinne von geradlinig. Daher sind „unvollkommene“ Werke auch so spannend. Sie scheinen Einblicke in die Arbeitsprozesse zu gewähren. Der Moment des Scheiterns liegt auf kurvigem Weg. Undefi-nierbarkeit macht vieles schwerer. Aber deshalb umso spannender. Definitionen sind Rettungsreifen. Kunst bezieht Definitionen. http://www.scheitern.de/

· Gunnar F. Gerlach >OHNE METAPHER< KP BREHMER
Gunnar F. Gerlach OHNE METAPHER – KP Brehmer, oder: Wie einer auszog “ein bißchen über das richtige Leben” zu lehren

“Es gibt keinen anderen Weg, den sinnlichen Menschen vernünftig zu machen, als daß man denselben zuvor ästhetisch macht.”

Friedrich Schiller

“Ein weiterer Aspekt des “Readymades” ist sein Mangel an Einmaligkeit weil die Replik eines “Readymades” die gleiche Botschaft übermittelt;…”

Marcel Duchamp

“Weiter vor allem wurde aus der modernen Technik die künstlerische Montage gezogen, als Hilfsmittel in einer keineswegs mehr fertig oder eindeutig ge- schichteten Welt. Es ist eine Auswechslung, die bisher nur in der Groteske bekannt war, nun aber reicht sie vom frühen Photoklebebild (…) bis in die jähsten Verfremdungs-Einsätze, aus scheinbar wo ganz anders her, bei Brecht.” Ernst Bloch

Worte können nur schwer das visuelle Werk eines Künstlers beschreiben der in visuellen und geistigen Zwischenreichen surreal agierte. (1) Wenn sie sich auch noch zu einer nachrufenden Erzählung über den Lehrer und die Lehre eines Künstlers verdichten sollen, der 21 Jahre – seit 1976 – an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg zwischen Künstler-Kollegen, Studenten, Kunstwissenschaftlern, Freunden (2) und der von ihm initiierten Galerie Vorsetzen kommunikative Netze knüpfte, können nur zentrale Aspekte Erwähnung finden.

Am 16. Dezember 1997 verstarb der Künstler und HfbK-Professor für Freie Kunst, KP Brehmer, plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Herz- und Hirnschlages. Geboren am 12. 9.1938 in Berlin, wurde er bereits in jungen Jahren bekannt und zu einem der wichtigsten Vertreter einer sich politisch artikulierenden Kunst. Als einer der Hauptvertreter der “Grafik des Kapitalistischen Realismus” neben Sigmar Polke und Gerhard Richter entwickelte der gerlernte Reprotechniker und Klischeeätzer nach weiteren Ausbildungen an der Kunstgewerbeschule in Krefeld und Kunstakademie Düsseldorf eine aus der dem Surrealismus von Max Ernst und der Pop Art á la Richard Hamilton entwickelte, ganz eigene Formensprache, die in dauernden Zwischenzuständen oszillierte. Er nahm den optischen Menschen ernst und entlarvte zugleich die Suche nach Sinn, in dem er mit Farbskalen und ihren vermeintlichen Bedeutungen surreales Spiel trieb: seine “Korrektur der Nationalfarben, gemessen an der Vermögensverteilung” legte bereits 197O frei, was jetzt globale Vernichtungs-Bedrohung ist: Das Großkapital in leuchtendem gold-gelb nimmt nimmt 7/8 der installierten Fahne ein. Spitzfindig wurde das dem alltäglichen Blick entgehende – z.B. die ideologische Bedeutung von Briefmarken als “Deutschen Werten” – mit visuellen Mitteln enttarnt, wie die “Braunwerte” am Beispiel des Testbildes im deutschen Fernsehen. KP Brehmer entsprach damit jenem von Herbert Read in seinem Buch “Erziehung durch Kunst” analysiertem “optischen Typus”, der dem einfühlenden und integrierten Typus gleichgestzt werden kann: “…;er geht von der Umwelt aus und baut aus seinen optischen Erfahrungen eine synthetische Darstellung seiner Einzelwahrnehmung auf”. Dabei arbeitete er immer wieder mit den Möglichkeiten medialer Transformationen um zwischen Museums-, Sammler- und Volks-Ausgaben zu differenzieren, denn das “sind verschiedene Wege, Vertriebswege in dem Medienkomplex, als den ich den ganzen Kunstbereich betrachte”, formulierte er bereits 1971 bei seiner ersten großen Einzel-Ausstellung im Hamburger Kunstverein weitsichtig. Das handwerklich und technisch erlernte muß in Beziehung stehen zu den jeweiligen gesellschaftlichen Produktionsverhältnissen, medialen Transformationen und der Notwendigkeit einer über alle Klassen und Schichten hinausweisenden Praxis.

Die verständnissinnigen Medienschichten zwischen Trivialität und Bedeutung, Schein und Tiefe, verwiesen bei ihm auf das zweigeteilte Goethesche Glück, wo die höchste Höhe einzig zu finden sei in der nächsten Nähe. Und dies wiederum fand seinen unmittelbaren Niederschlag im Umgang mit Menschen. Die Kunst reguliert und verbessert im Idealfall die gegebenen Bedingungen, hin zu intensiverer und genauerer Beobachtung in der eine innere und äußere qualitative Wahrnehmungssteigerung zu finden ist: Die “ideale Landschaft” meditiert sich jeder Betrachter selbst zusammen. Den Zustand einer die Natur nicht mehr intuitiv begreifenden Gesellschaft ironisierend, überließ, es KP Brehmer der Statistik, hieraus Schlüße zu ziehen: das auf Zahlen reduzierte Gefühl wird zum Emblem der Unfähigkeit die Sinne in einem auf die tatsächliche, dialektische Realität zu richten. In der provozierten Ironie des sich selbst auf statistische Werte reduzierenden Menschen erscheint zugleich ein Hoffnungsstrahl, der auf die Möglichkeiten der Künste zielt. Sie dürfen mit beiden Seiten spielerischen Umgang pflegen. Schiller ließ freundlich grüßen und Ernst Bloch, der deutsch-deutsch-wißbegierige und literarisch philosophierende Großgeist, interpretierte “Goethes Zeichnung > Ideallandschaft <” als einen Schriftzug Goethes im Geiste der “glücklichen Küsten mit feenhaften Bauten” von Claude Lorrain: ” Hier lernt man atmen. Dies Blatt wirkt körperlich ein. Nur einer mit breiter Brust konnte das hinsetzen. Die Sonne, der Tempel bedienen sich des Raums….Im Bild ist etwas gut geworden.” Geprägte Form, die lebend sich entwickelt, verweist hier auf jene wohl überlegte Mitte, über die Bloch sagt: “Das Bild lehrt viel, nicht zuviel.” Hierin ist der von seiner Kriegs- und Nachkriegs-Erfahrung geprägte, strebende und lebende Mensch, Freund und Lehrer KP Brehmer wiederzuerkennen.

Am Naturmaß, am Umgang mit dem in seinen Widersprüchen und im Kapitalismus zum Überleben notwendigen Schizophrenien, wie Deleuze und Guattari dies analysierten, zeigt sich der Mensch genauer und tiefer – zwischen der Intuition zur Natur, dem analytischen Verstand (erlernbarem Wissen) zur Technik und der synthetischen Leistung, die für die Kunst als Erfindung von spezifischen Form-Inhalts-Korrelationen unabdingbar ist. In die Kurve gehen wie ein junger Hirsch, sagt der Volksmund. Zwischen den Extremen ein “bißchen das richtige Leben” spüren und stiften. Dies vermittelte er stets mit großem Einfühlungsvermögen für die jeweils herauszuarbeitenden Qualitäten von Studenten und Freunden. Kleine Hinweise, ein kurzes, fast beiläufiges Herüberschieben einer Literatur, eines Kataloges, einer Abbildung oder eines musikalischen Werkes, trafen zumeist zielsicher das Interesse des Adressaten. Ohne jegliche Besserwisserei, als Gleicher unter Gleichen, war damit ein Rat gegeben, womit sich das Gegenüber beschäftigen sollte, um dem individuell erwünschten Ergebnis näher zu kommen. Hierin wurde KP Brehmer die Möglichkeit einer sozial gelingenden, intensiveren Kommunikationsebene in den letzten Jahren zunehmend wichtiger, als die letztlich doch nur auf Ding- und Warenfetischismus, Machtkampf und Eitelkeit hinauslaufende, individuelle Kunstproduktion.

“3o Jahre Arbeit in Kunst” und “Schamanismus mit Klangbeispielen” waren in den frühen 90er Jahren zwei von ihm gewählte Ausstellungstitel in der Galerie Vorsetzen in Hamburg mit programmatischem Charakter. Die Kunst als Arbeit definiert, entzerrt sie von hierarchischen und auf Ausgrenzungen abzielenden, bürgerlichen Bestimmungen. Die Natur des Klanges, kombiniert mit der Erinnerung an sozial notwendige Rituale für Auge und Ohr, wird zu einer Heilungsmetapher. Idealistisch und realistisch in Einem, drückte sich darin ein praktischer Eingriff ins Leben aus: die Realität des Scheiterns erkennen, aber nicht darin (selbst-) verliebt sein, sondern auf Veränderung setzen. Die Dinge der Welt sind von Menschenhand gemacht, also kann die Handlung mit Herz und Hirn positiv verändernd einwirken. Das erinnerte stets an die Überlegungen des sowjetischen Revolutionärs Sergej Tretjakov und seine Überlegungen zu einer operativen Kunst: “Wir haben keine Veranlassung, die Erzeugnisse der Kunst trotz all ihrer Verschiedenartigkeit und ihres spezifischen Charakters aus der Reihe der Dinge herauszugreifen. Die Erzeugnisse der Kunst sind die Instrumente zur Bearbeitung der menschlichen Emotionen. Das Erzeugnis der Kunst ist das Werkzeug für die direkte oder indirekte soziale Handlung.”

Die indirekte soziale und kommunikative Handlung drückte sich bei KP Brehmer als eine Art Lehre in und an der Natur aus. Die Einladungen an Studenten und Freunde aufs Land in seine Datscha in Vietze (Landkreis Lüchow-Dannenberg) dienten dazu in entspannter Atmosphäre das Wahrnehmen wieder ernst zu nehmen: als ein Wahrnehmen des wahrnehmens ohne normative Vorgaben. Der Moment des individuellen Entscheidens kreiert das Ich und gebiert durch repressionslose, freiwillige Auswahl den auch sinnlich vernünftigen Menschen. Hierin war KP Brehmer Rationalist. Angemessenes Verhalten und Handeln bis hin zum Kleiden verlangen ein Höchstmaß an präziser Wahrnehmung. Toleranz genüber dem anderen und fremden wird dann ein Gebot der Vernunft. Gleichermaßen muß zur Regulierung und Herstellung “des richtigen Lebens”, über das man “ein bißchen reden” kann und muß, Einfühlungsvermögen und Intuition mit in den Hauptstrom einfließen. Ohne Sinnlichkeit, verstanden als aktive Arbeit an der für die Erkenntnis notwendigen Naivität und Sentimentalität (Friedrich Schiller!), kommen Mensch, Ding und Kunst nicht in ein ausgewogenes Maß. Die Liebe zur Natur, zu Pflanze, Kreatur und Mensch, ist dabei ein Glück des Empfangens. Deshalb muß die Freude des Gebens und Abgeben könnens dem Nehmen zur Seite gestellt werden. Die KP Brehmer auszeichnende Großzügigkeit im materiellen und immateriellen basierte damit stets auf dem Vertrauen und dem Wissen um die im Individuum ruhenden Selbstheilungskräfte, die durch soziale Handlungen in Bewegung gebracht werden müßen.

Der als Gärtner verkleidete Künstler hegt und pflegt sich selbst und die anderen. Und dazu gehörten wie selbstverständlich auch die berauschenden, die Sinne anregenden, Stoffe der Natur: “KP Brehmer ohne vin rouge gibt es nicht!” Einer dieser klassischen, mit Augenzwinkern ausgesprochenen Sätze eines Künstler, der mit Aby Warburg – dessen Bilderatlas “Mnemosyne” er bewunderte – um die Notwendigkeit des situationistischen Ein- und Ausschwingens wußte. Die Herstellung einer Atmosphäre bestimmt das Klima in dem sich etwas entwickelt. In diesem Sinne ist Klimaforschung Kunstwissenschaft.

Das Vetrauen in Menschen, denen er stets mit Neugier, Wärme, Verständnis und Solidarität begegnete, charakterisierte seine Lehre. Nur in der Transformation des Scheins erscheint die subversive Energie der Kunst: zwischen Subjektivität und Objektivität steht der noch erst werdende Mensch. Zwischen diesen Zeilen ist das “Leben ein bißchen zu lesen”. Dieses sich scheinbar einer objektiven Beschreibung entziehende “Gefühl” ist jenes “zwischen den Fingerkuppen”, wie einer seiner berühmten Aufsteller (Nr.25, 1967) auf orale und taktile sexuelle Bedürfnisse aufmerksam machte. Das Freilegen von Stoff und Medienschichten animierte ihn auch dazu seine Aktivitäten auf das Reisen und Sammeln von chinesischer und afrikanischer Kunst zu lenken, denn für ihn gab es genauso wie für Johann Gottfried von Herder keine unterdrückenden Hierarchien in den Künsten, sondern historisch-gesellschaftliche Bedingtheit und Gleichzeitigkeit ästhetischer Erfahrungen. Dabei ist der eigentliche Mutterboden aller Kunst das Volk und Volksnähe ist ein künstlerisches Wertekriterium. Alle Völker sind künstlerischer Leistungen von Weltrang fähig und die Theorie von der linearen Abkunft der europäischen Hochkultur Versailler Prägung ist eine teleologische, volks- und kunstfeindliche Vergewaltigung der Geschichte. Kunst ist ein Welt- und Menschenphänomen, das wir in wechselseitiger Achtung, Verantwortung und Verpflichtung uns selbst und dann den anderen gegenüber leben lernen können. Die Märchenerzähler in Afrika sagen über eine Geschichte, die etwas ist, das sie allen gehört. Und so ist eine Erzählung von KP Brehmer, dem Menschen, Freund, Künstler und Lehrer vielleicht bezeichnend für seine Auffassung von den künstlerischen Räumen zwischen und über der Realität.

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in einem Doppelröhren-Bunker aus dem II. Weltkrieg in Hamburg-Eppendorf (Mai 1995), der “Sub-Bühne”, erzählte er unter dem Titel “Braunkohlen in Berlin” die Geschichte seiner Rettung aus dem Keller des Hauses, in dem er als Kind wohnte. 1945 sollte das Haus durch sowjetische Soldaten gesprengt werden. Seine Mutter suchte verzweifelt ihren kleinen Sohn, und erinnerte sich daran, daß sich der kleine KP eine Höhle in den Braunkohlen gebaut hatte. Als sie im Keller ankam, wollte ein Soldat das Haus schon sprengen. Die Mutter erinnerte (!) plötzlich – und wie von Geisterhand gelenkt – ein paar polnische Worte ein, die sie selbst von ihrer Großmutter kannte und die nun in dieser panischen Situation wieder aufschienen. Der russische Soldat verstand glücklicherweise die polnischen Wort-Brocken, erkannte die Situation und half beim Suchen des kleinen Kindes. Sie fanden den kleinen KP hinter den Braunkohlen schlafend, dort, wo er so gerne spielte und konnten ihn rechtzeitig retten. In dem Moment, da der Soldat aus seiner eigenen Realität heraustrat und durch menschliches Verständnis, Mitleidsfähigkeit und Vetrauen in einen Zwischenraum über der Realität hineintrat, war eine Rettung möglich. So erst versteht man den von KP Brehmer noch acht Tage vor seinem Tod ausgesprochenen Satz: “Eigentlich bin ich ein Surrealist:” Diese Energie wird über den Tod hinaus bei Kollegen, Studenten und Freunden im Gedächtnis bleiben.

Anmerkungen

1) KP Brehmer liebte das übermäßige zitieren und die daraus resultierenden Anmerkungen in Texten nicht, deshalb verzichte ich hier darauf. 1994 sagte er einmal zu mir:”Laß das doch lieber mit dem zitieren Deiner Lieblinge Adorno und Bloch. Du brauchst das gar nicht. Wenn ich die lesen will, verdiene ich genug Geld, um mir deren Zeugs zu kaufen. Ich will Dich lesen. Denk´mal drüber nach.”

2) Mein Dank geht an jene Freundinnen und Freunde, mit denen ich bis heute über den von mir als sehr schmerzhaft empfundenen Tod des Freundes KP sprechen konnte und die mir geholfen haben, die Dinge angemessen zu sehen: Anna Brenken, Claus Böhmler, Bogomir Ecker, Achim Hoops, Ernst Kretzer, Shan Fan, Jörg Stange, Julia Sudeck, Maria Tokyo und Chrisdian Wittenburg.

http://www.fridericianum-kassel.de/ausst/bremer-gerlach.html

· Prof. Sauerbier KP BREHMER
“Sicht-Agitation!” Schlüsselbilder und Bilderschlüssel Die Reproduktion ist das Original ist die Reproduktion Von S. D. Sauerbier

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Die Nationalfarben gehören zu gesellschaftlich verbindlichen Zeichen, ihre Codierung ist konventionalisiert, historisch tradiert und formalisiert. Da man vor dem Staat nun mal nicht strammstehen kann, ist ein ‘Unterpfand’, ein Medium, ein magisches Objekt vonnöten. Ehrbezeugung gegenüber der Flagge, das Hissen bei Trauer und Gedenken sind ritualisierte Handlungen und damit auch gesellschaftlich vereinbarte und überkommene Verhaltensweisen, deren regelhaft wiederholte Ausführung in gleicher Form obligatorisch ist.

Seinen Korrekturen der Nationalfarben wie anderen Arbeiten (Braunwerte oder Investitionsklima) hat Brehmer Legenden hinzugefügt, bekannt aus der graphischen Semiologie von Landkarten, Diagrammen, Schaubildern … Als Voraussetzung erforderlich ist, daß das Bild (und selbstverständlich die zu übertragende Botschaft) schon einmal codiert und daß Codes als Zuordnungsvorschriften ebenso wie Botschaft bekannt sind, sowohl als codierte wie als umcodierte Informationen. Als Code verstehen wir die “Vorschrift für die Zuordnung der Zeichen zi eines Zeichenvorrats, zu den Zeichen zj eines anderen Vorrats, mit dem dieselben Informationen wiedergegeben werden können” .

Die frühere, von ihm interpretierte und die neue Botschaft Brehmers in seiner Korrektur der Nationalfarben gehören unterschiedlichen Bezugssystemen der Repräsentation an — und Repräsentation hat dabei unterschiedliche Bedeutungen: — Staat / Frankfurter Nationalversammlung — Weimarer Republik — BRD — DDR , — Politische Ökonomie / Klassen — Schichten …

Auch mit den Farbengeographien (1969-71) liegen mehrfach codierte Bilder vor. Entsprechend der Botschaft aus dem früheren Bezugssystem — von Brehmer verändert und umgedeutet, alsdann in ein Bild übertragen —, sind neue Anleitungen und Vorschriften gegeben, die als zweiter Code zur Verknüpfung der vorhandenen Elemente zugeordnet werden. Mitunter kombinierte Brehmer (um-)codierte Bilder und Texte mit Dingen des Alltags, etwa in seinen Aufstellern oder Schachteln. Wird die Codierung von Botschaften vermindert oder aufgelöst, so gehen Betrachter mehr und mehr von bloßer Wahrnehmung ‘unmittelbar’ zu Benutzung oder Verarbeitung über — und bei zunehmender Unbestimmtheit ist mehr und mehr die Phantasietätigkeit des Betrachters gefragt. Der jeweilige Schüssel der Codierung von Farben ist von der vermittelten Information zu unterscheiden. Zudem müssen unterschiedliche historische Kenntnisse und heraldisches Wissen vom Betrachter ins Bewußtsein gerufen werden, selbst wenn es sich um so bekannte Sujets wie Briefmarken handelt — notwendig besonders bei subversiver Agitation, etwa im 3. Reich, für die oftmals Briefmarken benutzt wurden. Für gewöhnlich erscheinen Briefmarken in der Funktion von Geld, als Belege für entrichtetes Beförderungsentgelt. Ein anderer Aspekt: Briefmarken sind heutzutage wohl die beliebtesten Sammelobjekte, darin ähneln sie Kunstwerken. Ästhetischer und ökonomischer Wert haben in unserer Gesellschaft tatsächlich so gut wie nichts gemein — sie korrelieren allein durch Knappheit als Waren und ihrer Nachfrage. Briefmarken sind öffentliche, allgemein bekannte, konventionalisierte Zeichen. Werden sie zu Sujets von Kunstwerken und mit Kunstwerken verglichen, ist der Witz: sie unterscheiden sich dabei in ökonomischer Hinsicht überhaupt nicht von Kunst. Womöglich waren aus solchen Erwägungen gerade Briefmarken ein so beliebtes Motiv bei Fluxus-Leuten.

Kunst als Speicher — sinnliches Geschichtsbewußtsein Brehmer verglich die Aufbrüche der ‘Antikunst’ mit ihrer späteren Nobilitierung. “Betrachte ich die Gegenwart und rufe mir die Lage vor 20 Jahren ins Gedächtnis, dann kann ich feststellen: Musealisierung hat oft Zerstörung bedeutet. — Kunst als gesellschaftliches Gedächtnis darf aber nicht verscherbelt oder mumifiziert werden.” “Viele der kritischen Erzeugnisse sind historisch geworden und haben dokumentarischen Wert bekommen und behalten. Aber die Entfernung aus der Geschichte nimmt zu.” Brehmer war sich über die restaurativen Momente in der BRD seit den 70er Jahren im klaren; das begann nicht erst mit dem Radikalenerlaß und reichte über den Deutschen Herbst bis zum Verteufeln und ‘Totbeten’ alles Linken nach dem Fall der Mauer. Bürokratismus und Imperialismus sind zumindest zu Teilen erledigt, abgehakt — sind sie auch von der Linken bewältigt? Müßte nicht gerade jetzt eine Basis gegeben sein, um wenigstens einen Rest von dem durchzusetzen, was seit der Großen Französischen Revolution noch immer nicht verwirklicht ist und linke Intellektuelle wie KP Brehmer ertrotzen wollten?! “Gewiß ist man in der Minorität. Die gemeinsamen Ausgangspunkt und Ziele sind längst aus den Augen verloren, man hat sich auseinanderdividiert.” Nach dem Untergang der DDR wurde endlich alles Linke in einen Sack gesteckt — und hohnlachend der DDR hinterhergeworfen. Alle Kritik der Linken am staatsbürokratischen Sozialismus schien vergessen, als hätte es je ‘real existierender Sozialismus’ gegeben — schon in der Bezeichnung ist der Widerspruch frappant; die Behauptung zeigt gerade die Irrealität an.

Wahrnehmung und Aufbewahrung Von Interessen — wie wahr “Künstler werden zur Herrschaftsverstärkung heute nicht mehr oder noch nicht wieder gebraucht. Aber Kunst ist doch auch Aufbereitung kollektiven sinnlichen Gedächtnisses.” Selbstverständlich war Brehmer Ideologe — nämlich Ideenforscher. Und ebenso selbstverständlich hat es Kunst nach Brehmers Auffassungen mit Fragen der Wahrheit zu tun. Das sagt sein schön paradoxer Satz “Alle Künstler lügen.” Kunst gehörte für Brehmer unbedingt zum ideellen gesellschaftlichen Reichtum. Aufbewahrung — wahr ist darin nicht zufällig enthalten. Wenn der historische Prozeß auf eine veränderte Stufe gestellt wurde, so hieß das auch: jene Forderungen wachzuhalten, die historisch nicht eingelöst worden sind — und solche Forderungen betreffen die sozialen, ökonomischen und politischen Verhältnisse ebenso wie die ideologischen Entsprechungen. Bei unserem letzten Gespräch ging es um solche Fragen, Brehmer konnte in Rage geraten: “Jeder Künstler muß ein Funktionär sein und dem Volke dienen” — für mich schon lange nicht mehr gehörte Worte. Sozialistischer Realismus war Brehmer verabscheuenswert. “Die DDR erreichte Weltniveau im Abmalen. Aber einen gesellschaftlichen Auftrag, eine gesellschaftliche Verpflichtung verspürt doch ein jeder Künstler!” Was aber Graphiker wie Staeck und Brehmer als Künstler unterscheidet: Brehmers ästhetische Strategie war nicht bloß Instrumentalisierung von ‘populären’ Formen der Bildsprache, dem politischen Künstler ging es immer auch um die Thematisierung der Mittel und Medien, der Kommunikationsformen und Aneignungsweisen. In dieser Hinsicht betrieb Brehmer gleicherweise Kunst für Künstler — nach Walter Benjamins Devise: “Wer seine Kollegen nichts lehrt, lehrt niemanden etwas.” Leicht einzusehen auch aus anderen Gründen: Brehmer kam als Reprotechniker selbst aus der Produktion — insofern immer ein Zunftgenosse aus der ‘schwarzen Kunst’ der Druckerei. Aus der druckgraphischen Produktion übernahm er technisch bestimmte Formen: Proben oder Raster, sogenannte Passer und — wie selbstverständlich — Farbskalen oder Farbtafeln Bemerkenswert ist hier desgleichen der Wechsel von Mittel und Gegenstand. Keinesfalls sind daher die Werke, die sich auf Landkarten, Schaubilder, Bilder-Statistiken beziehen, bloß didaktisch. Nicht wenige von Brehmers ‘Botschaften’ erscheinen vorerst unausgesprochen. Und gar nicht selten ist Ironie im Spiel, wo Brehmer das Gegenteil dessen sagt, was er meint. Was bei Satirikern und Karikaturisten nur Mittel zum Zweck ist, hat Brehmer zudem als Gegenstand bearbeitet; betrieb er doch zugleich Information über das Medium und Aufklärung des Mediums. Aus den nämlichen Gründen hat Brehmer Rezeptionshandlungen zum Sujet gemacht, Aktivitäten, die mit Wahrnehmen, Ausdeuten und Schlußfolgern verbunden sind — der Künstler ist letztlich ja der erste Rezipient seiner Arbeit und Stellvertreter aller folgenden Rezipienten, wie andererseits wir an seine Stelle treten. Aufmerksamkeit und Wahrnehmung — Augenmerk — sind in etlichen Werken ein Thema für sich: etwa das Sehen anhand des Motivs Auge in Eye-Cream oder Augenfilm, aufblasbar (beide 1967) bis hin zu den Malereien Wie mich die Schlange sieht / Wie ich die Schlange sehe (1985). Mit den Aquarellen Mona für Paul (1985) nahm Brehmer Bezug auf die Ambivalenz der Rasterung von Bild-Schemata und -Mustern, wie sie inzwischen zum Medienalltag gehören. Solche Rasterung dient entgegengesetzten Zwecken: sowohl dem schnellen Wiedererkennen von ferne wie dem Unkenntlich-Machen, zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten — zudem als Experimentier-Material, um unser Vermögen zu untersuchen und zu erproben, ob mit gröbster Rasterung und Musterbildung wiedergegebene Objekte noch zu identifizieren sind. Mischung der Nationalfarben (1971) — ja was ergibt die Mischung wohl? Probleme der Wahrnehmung zeigen sich an der Doppeldeutigkeit und Mehrwertigkeit von Rastern; sie sind nicht nur für den Reprotechniker ein vertrautes Mittel — doch wird es für sich kaum in Betracht gezogen: in Farbmuster (Visualisierung politischer Tendenzen) (1971), auch Visualisierung politischer Tendenzen (Farbwerte) genannt. Kurzgeschlossen werden zwei Kontexte des Alltags — einerseits Exempel der Produktionssphäre, andererseits der Ideologie und Politik. Farbmuster und Farbwerte sind noch keine Bilder — und politische Tendenzen sind für sich noch keine Bildgegenstände, sie können nur übertragen ins Bild gesetzt werden. Beide Bereiche kommen zusammen in dem Aspekt der Werte; ironisiert und in Frage gestellt wird damit gleichfalls die vorgebliche Neutralität von Begriffen — hier in mehrfacher Bedeutung von ‘Werten’: TV-Braunwerte bzw. Testbild II (TV-Braunwert) (1970). Werteverlust und Werteverschiebung ist anhaltend Thema der Erörterung. Nicht nur mit Blick auf Brehmers Trivialgrafik — allgemeiner mit Blick auf das Verhältnis der Künste und ihrer ‘Werte’ — fragt sich: wie es bestellt ist mit dem Verhältnis von ‘High and Low’, von Erhabenheit und Trivialität. Ästhetik hatte für Brehmer Bedeutung und Geltung als Lehre vom Wahrnehmen — aber eben auch Wahrnehmen von Interessen. Er nahm bildnerisch Bezug auf inner-ästhetische Widersprüche zwischen unterschiedlichen Disziplinen, Medien und Sinnen: zwischen Musik, Sprache und Bildender Kunst, zwischen auditiver, verbaler und visueller Kommunikation. Bilder einer (anderen) Ausstellung Bezeichnend erscheint, daß Brehmer sich lange Zeit mit Bilder einer Ausstellung befaßte, einer bedeutenden Komposition der Programmusik. Die Auseinandersetzung mit Modest Mussorgski markiert die Position KP Brehmers zu grundsätzlichen Fragen von Darstellung, Wiederholung und Nachahmung, von Reproduktion und Übertragung in der Kunst der Gegenwart — und zum Verhältnis der Künste. Zu seinem vielteiligen Werk in mehreren Versionen schreibt Brehmer: “Vorlage: 1874 vertonte Mussorgski zehn Bilder seines Freundes Viktor Hartmann. Die ‘Tongemälde’ beruhen auf der sehr einfachen Fünftontechnik. Für jedes der zehn Bilder hat Mussorgski ein typisches musikalisches Motiv verwendet. Die einzelnen ‘Bilder’ sind teilweise durch sogenannte Promenaden verbunden, die den Weg des Betrachters durch die Ausstellung schildern. Ausführung: 1. Version 1972/75 realisiert in New York 1975 (durch höhere Gewalt zerstört) 10 Tongemälde und akustische Installation Für dieses Projekt wurden Mussorgskis ‘Bilder’ mittels elektronischer Verfahren (Sonagramme) ins Visuelle rückversetzt. Diese ‘Vorbilder’ wurden die Vorlage für eine zehnteilige Malerei. Die Promenaden behielten ihre musikalische Form und wurden über Kassettenrekorder, die auf Sockeln entsprechend plaziert waren, reproduziert. Im idealen Fall sollte das Ausstellungspublikum durch die Promenaden durch die Ausstellung geführt werden. 2. Version 1976 graphische Blattfolge in Mappenform Die ‘Vorbilder’ (Sonagramme) wurden nach graphischen Prinzipien als Radierungen umgesetzt. Die zehn Radierungen haben den New Yorker Komponisten Phil Corner zu einer erneuten musikalischen Umsetzung der ‘Bilder’ angeregt. 3. Version 1979 Hier wurden für die Herstellung der ‘Vorbilder’ neuere Techniken verwendet. Mittels Bildschirmwandler wurden konstruktive Formen entwickelt, die sich von der ersten, etwas expressiven Version wesentlich unterscheiden. Die akustische Installation ist mit der ersten identisch. Die elektronische Umsetzung der musikalischen Motive erfolgte unter der Mithilfe von Prof. Krause, TU Berlin.” ‘Man muß nicht heiter gestimmt sein, um ein Scherzo zu komponieren.’ “Der schöpferische Geist des verstorbenen Hartmann führt mich zu den Schädeln und ruft sie an: die Schädel leuchten sanft auf” — so wird Mussorgski heute um des Schauders willen zitiert. Nicht nur naive Gemüter sind auf Nachahmung kapriziert, jeden Tag erwarten wir Wiederholungen von Bekanntem, wir suchen geradezu das vorgeblich Wiedererkennbare. Und diese Erwartungen konterkariert Brehmer mit Bilder einer Ausstellung. In der Programmusik kommt das sogenannte Bekannte aus anderen Medien und entstammt anderen Sinneswahrnehmungen, aber schließlich auch aus der Musik selbst als ‘Musik über Musik’. Nach traditioneller Auffassung ahmen Programmusiker alles nur Mögliche im Bereich der Klänge und Geräusche nach: Olivier Messiaen den Vogelgesang, Claude Debussy das Meer oder Ludwig van Beethoven den Kriegslärm in “Wellingtons Sieg. Die Schlacht bei Vittoria”. Neben dem Hörbaren bezieht sich Programmusik in Analogie auf Sichtbares: Licht, Dunkelheit und Farbe und alle Arten und Grade von Bewegung. Doch ahmt Programmusik nicht nur außenweltliche Objekte oder Ereignisse nach, sondern ebenso innerseelische Realität; Programmusik ‘beschreibt’ nicht nur Sinneseindrücke von Sachen und Vorgängen, sie drückt gleichfalls Empfindungen, Gefühle und Gedanken aus (zu Beginn dieses Jahrhunderts wird sie mit ‘Seelenmalerei’ sowie mit ‘Körpermalerei’ gleichgesetzt). All dies kommt in Mussorgskis Komposition vor: Geräusche und Klänge aus der Natur; Klänge aus der Außenwelt oder aber Schilderung von Bildern (sie haben diese ‘Außenwelt’ bereits zum Gegenstand); schließlich Eindrücke Mussorgskis beim Betrachten der Bilder Viktor Hartmanns respektive die Empfindungen und Gefühle bei der Erinnerung an den verstorbenen Künstlerfreund und dessen Werke. Bilder einer Ausstellung entstand 1874, ein Jahr nach dem Tode seines Freundes Hartmann, nach dem Besuch einer Gedächtnisausstellung. Wie Mussorgski auf Bilder, so haben viele Maler dann wiederum auf seine Musikstücke Bezug genommen. Etliche Arbeiten Wassily Kandinskys, wie z. B. Der gelbe Klang befassen sich mit Problemen der Synästhesie. Und Kandinsky hat 1928 Mussorgskis Komposition in Dessau als szenische Aufführung interpretiert. Unter den Orchestrierungen des Werks gilt die Maurice Ravels als Meisterwerk nach einem Meisterwerk. Die Rockmusiker Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer machten zu Beginn der 70er Jahre Mussorgskis Komposition als Unterhaltungskunst populär; neben anderen Adaptionen gibt es eine ‘elektronische Version’ der Komposition Mussorgskis von Isao Tomita. Musikgeschichtler nennen das Werk “gleichsam ‘vertonte Bilder’”, zehn Teile “programmatisch-deskriptiven Inhalts”, die Mussorgski “in musikalische Ausdrucksbereiche übertrug”. Die eingefügten ‘Promenaden’ sind anscheinend die intimsten Teile der Komposition und stellen Empfindungen Mussorgskis beim Betrachten der Bilder Hartmanns dar, Gefühle bei der Erinnerung an den verstorbenen Künstlerfreund und dessen Bilder. Die ‘Promenaden’ Mussorgskis gelten als “Selbstporträt, wie er in (hörbar) wechselnden Stimmungen die Ausstellung durchschreitet” . Mussorgski selbst schrieb sogar, daß in ihnen “mein geistiges Abbild erscheint”. Daß er die ‘Promenaden’ für den geneigten Betrachter beibehält, wirft ein Licht auf KP Brehmer. Bilder einer Ausstellung weisen vielfältige Wechsel von Medien, Funktionen und Strukturen auf. Wiederholt lösen die Autoren bzw. Produzenten einander ab. Der Bilderzyklus selbst läßt eine Kette von Interpretationen erkennen. Mehrmals gibt es einen Austausch von Stoffen, Inhalten und künstlerischen Medien. Auch ein mehrfacher Wechsel der Funktion von Gegenstand und Mittel der unterschiedlichen Werke tritt klar zutage. Und es gibt Austausch und Übergänge zwischen verschiedenen künstlerischen Disziplinen oder Teil-Systemen des ‘Kommunikationssystems Kunst’. Mit Blick auf die verschiedenen Systeme von Zeichenträgern ist der Wechsel von artistischem und technischem Medium zu konstatieren. Schließlich läßt sich die Alternation von unterschiedlichen Sinneskanälen feststellen. Von Interesse sind dabei die Übergänge zwischen homogenen resp. heterogenen Medien. Beethovens Schlacht bei Vittoria zeigt innerhalb homogener Medien den Austausch von Hörbarem mit Hörbarem auf. Mussorgski wechselt von Sichtbarem zu Hörbarem, zwischen heterogenen Medien. Bei Brehmer findet mehrfacher Transfer zwischen heterogenen Medien statt: von Sichtbarem ® Hörbarem ® Sichtbarem ® Sichtbarem. Visuelle Vorlagen Mussorgskis sind die Bilder von Viktor Hartmann — Mussorgskis Klaviersuite, orchestriert von Ravel, ist auditive Grundlage für die Sonagramme, Gegenstände von Brehmers Aneignung. Brehmer malt nicht ‘nach’ Musik, sondern überträgt technische Aufzeichnungen von Musik in Malerei; die Musik bleibt ‘indirekter’ Gegenstand der Interpretation durch Brehmer. Modest Mussorgski war mit Fragen der Synästhesie und der ‘Chronoästhesie’ befaßt, Synästhesie als Verknüpfung oder Übergang zwischen unterschiedlichen Sphären der Sinne und der Medien. Gleichzeitigkeit und ‘Nachzeitigkeit’ oder Abfolge von Sinnesreizen, die zueinander in Beziehung treten, beschäftigten Komponisten in seiner Nachfolge. Programmusik vermittelt zwischen unterschiedlichen Realitäten. Ist schon bei Mussorgski der Grad der Vermittlung hoch, so nimmt sie graduell mit Brehmers Interpretation rapide zu. Will man von der Natur als einer ‘Stufe 0′ ausgehen, so erscheint am Ende die Natur, wenn überhaupt, nur äußerst vermittelt: Mussorgski: Kunst ® Kunst ® Natur KP Brehmer: Kunst ® Technik ® Kunst ® Kunst ® Natur. Medien als Trägersysteme von / für Zeichen sind zu unterscheiden in — natürliche Zeichenträger; zumeist einseitig, nur vom Wahrnehmenden als Zeichen interpretiert, nicht mit der Absicht der Mitteilung gesetzt, — technische Zeichenträger auf naturwissenschaftlicher Basis, zunächst nur Signale, — und artistische Zeichenträger, insbesondere der Künste. Es seien einige Stufen beim Wechsel, Austausch und Übergang von Medien, Funktionen und Strukturen benannt: — Skizzen zu den Bildern, denen Hartmann nachgearbeitet hat, — die realen Bilder Hartmanns, die Mussorgski vor sich hatte, — mögliche Sujets für den Komponisten sind Reproduktionen nach Gemälden. — Zu den Bildern lassen sich mögliche schriftliche Kommentare annehmen. Weitere Stufen der Interpretation: — die Musik, ihre Notationen und ihre Wiedergaben — ebenfalls in Stufen der Interpretation, — Mussorgskis Partitur, Ravels Orchestrierung als weitere Interpretation, — Aufführungen von Mussorgskis Stücken, — technische Aufnahme von Stücken des Komponisten. Die ‘Vorlagen’ für die Bilder von Brehmer waren Standbilder von Sonagrammen zu Mussorgskis Musik — und damit bereits Umcodierungen von einem auditiven in ein visuelles Medium. Brehmers Gemälde nach den technischen Re-/Produktionen sind selbst wiederum Gegenstand von technischen Reproduktionen von Bildern; am Ende stehen die technischen Reproduktionen nach Brehmers Gemälden hier im Katalog der Ausstellung … Interpretation ist immer auch Zeichenersetzung — das aktuell ap/perzipierte Zeichen wird in unserem Geist durch ein Zeichen entsprechend unseren Kenntnissen und Erfahrungen abgelöst. Im einzelnen mag der Betrachter die Äquivalente beim Übergang bestimmen: Ist es bei Mussorgski ein buchstäblicher, wortwörtlicher Übergang oder eine Art Metaphorisierung? Wie hat er seine Eindrücke im Ausdruck des Eindrucks von der Malerei ‘wiedergegeben’? Etwa jeweils seinen Eindruck vom Ausdruck der Malerei? Kunst-Druck: Die Kunst unter Druck gesetzt Was seine Stellung zu Bestrebungen angeht, die Kunst zu bekämpfen, so entwickelte KP Brehmer in den 60er Jahren eine Haltung “aus taktischen Gründen” : er wollte indes die Kunst nicht “entmythologisieren”: “Wir sind zur Zeit darauf angewiesen, die vorgegebenen Institutionen — Kunstvereine, Museen, Galerien usw. — zu benutzen.” Als Parole hatte er ein schönes Wort gewählt: “Sichtagitation!” Kein ‘Marsch durch die Institutionen’ schwebte ihm vor — er setzte auf Unterwanderung. Sollte die Wirkung “vom Inhalt her passieren”, so war er doch der festen Überzeugung: “Die Wirkung einer Botschaft wird immer von der Qualität des Transportes bestimmt sein.” Hatte er bei Versuchen, massenwirksame Kunst zu schaffen, bei der massenhaften Vervielfältigung angesetzt, um “mit Massenauflagen so etwas wie Volkstümlichkeit” erreichen zu können, so nahm er diese Auffassung Anfang der 70er Jahre zurück: “Ich habe am Anfang hauptsächlich Klischeedrucke gemacht, die absolut authentisch reproduzierbar waren.” Und er beschloß dann: “Rückzug; diese ganze Geschichte mit der absoluten Reproduzierbarkeit liegen lassen …” Schließlich schien ihm “die Sache mit der Massenauflage, eigentlich ein Witz, eine Utopie”. Seine Stellung zu Fragen von Darstellung, Abbildung oder Zurschaustellung und Demonstration verallgemeinerte Brehmer zu “Visualisierungsproblemen”: “zum Beispiel das Problem, ästhetische Prozesse analog realen Prozessen darzustellen”. Entscheidend war für ihn dabei “der Symbolwert, nicht der psychologische; und die Darstellung eines Prozesses. Die Skala ist eine gute Möglichkeit, um Bewegung zu demonstrieren. Das Bild hat ja einen Nachteil: Es kann nur eine bestimmte Situation abbilden. Wenn ich verschiedene Dinge anbiete, indem ich sie nebeneinander stelle, kann ich zum Beispiel durch die verschiedenen Farbsprünge, indem ich Symbolwerte durch die ästhetische Veränderung präsentiere, Tendenzen und Prozesse visualisieren”. “Entpersonalisierung, Anonymisierung, Entsubjektivierung!” forderten in den 60er Jahre nicht wenige Künstler, und sie verlangten, sich nicht als Künstlergenie zu gebärden, sondern sich möglichst unkenntlich zu machen. Wie weit sind diese Ideen von denen der heutigen gernegroßen ‘Malerfürsten’ entfernt, den ‘Herren der Ringe’?! “Eigentlich habe ich sehr selten eine Sache ganz allein gemacht; es sind meistens Dinge, die übernommen wurden. Ich versuche, die Dinge möglichst objektiv zu machen und mich selbst rauszuhalten. Das andere bleibt nachher beim Betrachter.” — “Ich kann ihm nur Material liefern. … und im Idealfall wird er sich äußern oder er wird selber aktiv werden.” Zunächst sind es buchstäbliche Handlungen, die er mit seinen Aktionsgrafiken vorsieht. Alsbald reduziert er sie allerdings auf ‘ideelle Handlungen’ — Meditationswand ist ein Beispiel aus der Reihe der Idealen Landschaften. Brehmer propagierte keineswegs, sich in Beschaulichkeit zu versenken, kein In-sich-Kehren, keine Kontemplation, die Benjamin dem ‘auratischen Kunstwerk’ zugeschrieben hatte — im Gegensatz zur ‘Zerstreuung’, die dem “Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit” angemessen sei. Dergestalt dargestellt. Fragen der Darstellung Brehmer stellt fest, Brehmer verdoppelt, Brehmer hält dem Betrachter den Spiegel vor — zur Reflexion, Brehmer dokumentiert, Brehmer untersucht, Brehmer interpretiert, Brehmer deutet, Brehmer kritisiert, Brehmer verstärkt, Brehmer karikiert — aber eben immer in einem anderen Kommunikationssystem. Gegenstand oder Objekt von Darstellung sind Dinge, Menschen und Ereignisse — ebenso Situationen und Beziehungen usw., es sind vergangene, gegenwärtige und zukünftige, mögliche und irreale Gegenstände. Brehmers Position kann mit einem Begriff von Darstellung ermittelt werden, der sich an Hans Heinz Holz orientiert. Daraus geht hervor, daß Gegenstand von Darstellung nicht bloß das abgebildete / wiedergegebene Objekt, und zudem nicht nur der Eindruck von diesem Objekt, sondern daß Gegenstand von Darstellung die Stellungnahme des Darstellenden zu seinem Eindruck von diesem Objekt ist. Schon die abgebildeten ‘Objekte’ bei Brehmer sind vielfach gar keine Dinge / Menschen / Situationen / Ereignisse in der Außenwelt, sondern in der ‘Welt der Zeichen’: bereits abgebildete Dinge / wiedergegebene Menschen / schon aufgezeichnete Situationen / längst geschilderte Ereignisse … Auch ist Brehmer keinesfalls mit der Nachahmung eines Eindrucks von einem Objekt befaßt — vielmehr sind die Aufzeichnungen von solchen Eindrücken, Empfindungen oder Gefühlen seine Gegenstände, Sujets, Motive. Und vielfach ist er gar nicht mit der Nachahmung einer Stellungnahme zu einem Eindruck von einem Objekt selbst beschäftigt — statt dessen eröffnet er oftmals den Betrachtern erst Möglichkeiten zur eigenen Stellungnahme. Brehmer überschreitet einerseits Darstellung, besonders mit seinen Verweisungen, Legenden und Anweisungen — andererseits unterbietet er Darstellung mit dem Zurschaustellen von bloßen Sachen, insbesondere mit den Aufstellern und den Aktionsgrafiken. Farbmusterbuch oder Druckfarbenmuster — schon die Bezeichnungen Brehmers verweisen auf eine Haltung, Kunstwerke als brauchbare / nützliche / zweckgemäße Mittel aufzufassen. Nicht die Attitüde des Antiprofessionalismus eines George Maciunas findet hier Ausdruck, sondern eher die Auffassung, dem Rezipienten selbst auf Grund der eigenen Erfahrung die Kompetenz zur Begutachtung zuzugestehen und die Dignität des ‘Experten’ in Frage zu stellen. Gründlich ändern sollte sich die Haltung des Rezipienten. TV-Braunwerte (1970), auch Testbild II (TV-Braunwert) genannt, weist auf solche Intentionen hin. Die Probe aufs Exempel machen …, den alltäglichen Faschismus ermitteln … Aus dem inzwischen nicht mehr gesendeten Fernseh-Testbild-Muster war ohne große Mühe ein Hakenkreuz ‘herauszulesen’. Die Haltung des Betrachters gegenüber dem reproduzierbaren Kunstwerk ist, Walter Benjamin zufolge, die des Testenden — und nicht mehr die kontemplative Haltung des Sich-Versenkenden, sondern des Begutachtenden. Dementsprechend dienen einzelne Felder zum Eintragen durch die Betrachter. Interpretation kann man — vor jeder Ausdeutung und Bewertung — zunächst als Ersetzen und Austauschen von Zeichen auffassen. Damit wir überhaupt etwas wahrnehmen und verstehen können, müssen wir die außenweltlichen Signale in bewußtseinsinterne überführen; jede Wahrnehmung ist insofern bereits ein Ersetzen und Austauschen — umso mehr ist das Aufnehmen und Verarbeiten von Zeichen Interpretation. Brehmer machte diese Problematik exemplarisch zu seinem Thema, er führte Wechsel und Austausch von Medien durch, demonstrierte Übergang und Ablösung von Zeichensystemen, bildnerisch und sprachlich Verschlüsselung und Umcodierung. Mit einfacher Nebeneinanderstellung oder ‘Juxtaposition’ (Susan Sontag), mit kruden Dingen und Ereignissen oder aber mit bloßen Ideen waren viele der gleichzeitig arbeitenden Fluxus-Leute befaßt. Bei ihnen war der Aufbau von Zeichen zu beobachten, wenn etwa bloße Sachen zu Bildzeichen oder Sprachtexten werden, und andererseits die Verminderung von Bildern oder Sprache auf einfache Dinge und Handlungen, vor allem aufs Bild als Objekt: er dagegen führt vor — Mittel sind ihm dabei etwa Löcher in der Bildoberfläche wie in Klassische Skala, Farbmuster (1969), die Durchblick auf die Wand des Ausstellungsraumes bieten; oder er präsentiert Arbeiten als Boden-Stücke wie Braunwerte 68-73 (1969) oder Briefmarken-Bögen (1967). Über die Bilder. (Bilder ansehen; Über Bilder reden; Über Bilder mit Händen und Füßen reden) (1979) vermindern die Bilder um Sprache — Brehmer zeigt Gemälde nach gerasterten Aufnahmen von Hirnaktivitäten beim Sprechen über diese Bilder: Reduzieren von Metasprache bei gleichzeitigem Medienwechsel. Die verschiedenen Medienübergänge in den Werken Brehmers verlaufen aufsteigend oder absteigend: auch läßt sich der Aufbau von Zeichen, die Generierung feststellen ebenso wie der Abbau, die Degenerierung von Zeichen. Er führte sie gleichsam auf einer mittleren Ebene durch: vorgefundene ideologische Codes, gegebene Zeichensysteme, im gesellschaftlichen Alltag verbreitete Muster der Aufmerksamkeit und Notiznahme, alltägliche Modelle der Wahrnehmung (im engeren Sinne des Identifizierens und Vergleichens) und oftmals triviale Schemata der Interpretation (bis hin zu Bewertung und Übergang zu Handlungen). Brehmer wechselt die Bezugnahme von Bild- oder Sprachzeichen: tauscht Referenz-Objekte und -Aspekte aus. Er setzte zunächst an bei Übergängen zwischen homogenen Medien, z.B. Bild ® Bild oder Sprache ® Sprache; und er gelangte zu Austausch, Transfer und Ablösung zwischen heterogenen Medien, z.B. zwischen Sprache, Bildern und Dingen, Handlungen und Ereignissen, schließlich zu Übergängen von natürlichen über artistische zu technischen Medien. So findet schließlich die wechselseitige Thematisierung von Medien selbst statt, und Brehmer setzt Medien in Verhältnisse von Gegenstand und Mittel, von Objekt- und Metazeichen.

Der obige Text ist nur ein Fragment bitte hier weiter lesen= http://www.fridericianum-kassel.de/ausst/bremer-sauer.html

· Umberto Eco [Die Kunst der Provokation] Kauft das Kauf
Titel: Umberto Eco+[kauft das kaufen°]+Die Kunst der Provokation+

———————————————————————— Ein genialer Verkäufer

Das System Berlusconi funktioniert in Italien perfekt – und ist nur mit den eigenen Waffen zu schlagen / Von Umberto Eco

(…) Wenn es wahr ist, dass die noch nicht von Berlusconi kontrollierten Medien nur die sowieso schon Überzeugten erreichen und der größte Teil der Öffentlichkeit den ihm hörigen Medien ausgesetzt ist, bleibt nichts anderes übrig, als diese Medien zu ignorieren. Auf ihre Art waren die girotondi bereits ein Element einer neuen Strategie, aber wenn ein oder zwei Umkreisungen von Parlaments- oder Gerichtsgebäuden Aufsehen erregen, wecken tausend Demonstrationen dieser Art nur noch Überdruss. Wenn ich sagen soll, dass die Tagesschau eine Nachricht unterdrückt hat, kann ich das nicht in der Tagesschau sagen. Ich muss auf Taktiken wie das Verteilen von Flugblättern oder Videokassetten zurückgreifen, auf Straßentheater, Tamtam im Internet, Kommunikation über mobile Bildschirme, die an verschiedenen Punkten der Stadt aufgestellt werden, und was sonst noch alles die neue Phantasie des Virtuellen ersinnen mag. Da man die desinformierten Wähler nicht durch die herkömmlichen Medien ansprechen kann, muss man eben neue erfinden. (…)

Bitte den vollständigen Text lesen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/240/20220/

· Max Jacob [Gedichte = "Ein Dichter-Vordenker der Surrealisten"]
Max Jacob

Einige Gedichte aus Le cornet à dés

Deutsch von Johannes Beilharz Die Bettlerin von Neapel

Als ich in Neapel lebte, stand an der Tür meines Palastes eine Bettlerin, der ich stets vor dem Einsteigen in den Wagen Kleingeld zuwarf. Erstaunt, weil nie ein Dank kam, schaute ich die Bettlerin eines Tages an. Als ich sie so betrachtete, sah ich, daß das, was ich für eine Bettlerin gehalten hatte, ein grün angestrichener Holzkasten war, der rote Erde und einige halb verfaulte Bananen enthielt.

(La mendiante de Naples)

Das Opfer Abrahams

Zur Zeit der Hungersnot in Irland sagte ein Anbeter leidenschaftlich zu einer Witwe: »Ein Schnitzel von Euch, meine Göttin!« – »Nein!« sagte die Witwe, »ich möchte diesen Körper, den zu bewundern Sie die Gnade haben, nicht verunstalten.« Aber sie ließ ihren Sohn kommen und schnitt ihm ein schönes blutiges Stück aus der Schnitzelgegend heraus. Behielt der Junge eine Narbe zurück? Ich weiß es nicht; er heulte biblisch, als er ins Schnitzel geschnitten wurde.

(Le sacrifice d’Abraham)

http://www.jbeilharz.de/jacob/cornet.html

· Verteidigung der Gegenwart >DIE ZEIT< Nr.48 (metasynapse im Kontext)
Selbstversöhnung

Verteidigung der Gegenwart

Auch im Internet streiten Deutsche über ihre Vergangenheit. Mit Möllemann und Walser kämpfen sie gegen die Political Correctness der 68er

Von Christian Staas

Ob sich die Deutschen nun tatsächlich mit sich selbst versöhnen, sei dahingestellt – debattenmüde sind sie jedenfalls nicht. In den Online-Foren von Spiegel, Tagesschau und Süddeutscher Zeitung, auf unabhängigen Web-Seiten und bei Anbietern wie freenet.de diskutieren sie über den Umgang mit der deutschen Geschichte, als hätten sie das Thema gerade erst entdeckt. Da geht es um Hohmanns „Tätervolk“-Rede, um das Holocaust-Mahnmal in Berlin und um das geplante Zentrum gegen Vertreibungen. Selbstversöhnung wird, je nach Standpunkt, entweder herbeigewünscht oder befürchtet; die Auseinandersetzung selbst ist unversöhnlich: „Wenn ich Lust auf Diskussionen mit Fundis habe, dann fliege ich zu den Originalschauplätzen in Kandahar.“ – „Ihre Argumentation pegelt sich immer mehr auf Streetgang-Niveau ein.“ – „Lernen Sie erst mal lesen!“

Anhand von zufällig ausgewählten Netzdebatten auf „die Deutschen“ zu schließen, ist natürlich ein Problem. Die wenigen, denen man im Internet beim Streiten zusehen kann, bilden ein undurchschaubares Kollektiv: Sie nennen sich „Baguette“, „metasynapse“ oder „Walhalla2“, sind wahrscheinlich überdurchschnittlich informiert, in der Regel männlich, zwischen 25 und 40 Jahre alt und mitteilungsbedürftiger als der Rest. Repräsentativ sind ihre Gespräche mit Sicherheit nicht. Immerhin aber geben sie einen groben Einblick in den deutschen Selbstfindungsdiskurs, wie er, so oder so ähnlich, auch in WG-Küchen, Kneipen oder zu Hause am Esstisch geführt wird.

(…) Hier bitte weiterlesen:

http://www.zeit.de/2003/48/Internet

DIE ZEIT 20.11.2003 Nr.48

· Selbstbeschränkung – eine unmögliche Notwendigkeit? [Peter Dürr]
Selbstbeschränkung – eine unmögliche Notwendigkeit?

Ökologische Herausforderungen an die Berliner Republik Hans-Peter Dürr

Auftaktveranstaltung der Projektgruppe “Grüne Akademie” in der Heinrich-Böll-Stiftung am 16./17. Juni in Berlin

(,,,,,,) Die Lebendigkeit auf dem untersten Niveau wird auf Ebene unserer Lebenswelt nicht mehr sichtbar, weil sie ausgemittelt ist. Das ist ungefähr so, wie wenn Sie einen Ameisenhaufen aus großer Entfernung ansehen. Er sieht dann wie ein starrer Kegel aus. Aber wenn Sie näher herangehen, dann sehen Sie, da ist ein Haufen Leben. Doch so genau schauen Sie gar nicht hin. Oder wenn Sie das Leben einer Stadt statistisch betrachten, dann entgeht Ihnen, was mit dem Leben der einzelnen Individuen zu tun hat. Wenn wir also eine große Ansammlung von diesen Wesenheiten (ich will sie absichtlich nicht Teilchen nennen) haben, kommt diese Determiniertheit heraus, die wir aus der “klassischen Physik” kennen – aber nur im statistischen Mittel. Alles muß dabei gut durchgemischt sein, damit es zu dieser Konsequenz führt. (……..)

http://oeko-net.de/kommune/kommune10-98/b-duerr.htm

· Graffiti-Kongress [Peter Gorson]
Peter Gorsen:

“Graffiti und Art Brut”

(;;;;) Es geht im folgenden nicht darum, Graffiti durch einen Vergleich mit der Kunst der Irren oder der Bildnerei der Geisteskranken zu pathologisieren. Dies wäre heute schon wegen der stattgefundenen Integration des Graffito in die nicht mehr schönen Künste und ihre ästhetischen Grenzüberschreitungen, wie Arbeiten von Fautrier, Mathieu, Wols, Dubuffet, Tapies, Twombly, Penck, Vautier zeigen können, völlig absurd. Außerdem ist das Graffito aus der Vor- und Frühgeschichte der bildenden Kunst nicht wegdenkbar. Es geht im folgenden auch nicht darum, dass eingekerkerte oder hospitalisierte psychotische Menschen in ihrer visuellen Umgebung gelegentlich Graffiti hinterlassen haben und dies bis heute illegal oder legal in eigens vorgesehenen Ateliers und auf kontrollierten Flächen tun. Spontane Kratz- und Kritzel-Graffiti sind in der Art Brut von Gaston Chaissac bis August Walla häufig anzutreffen. Hier wie dort geht es um Direktheit und Schnelligkeit der Ausdrucksübertragung ohne komplizierte, technische Präparation des Untergrundes. Zur Kultur der Grundierung trugen eher ungewollt die Ordnungsbehörden mit ihren Reinigungsprozeduren bei. Viel mehr interessiert uns, ob und wie Graffitisten und Artbrutisten in einer vergleichbaren Position der kulturellen Ausgegrenztheit wirken und kreativ werden. Beide, Graffitisten und Artbrutisten, arbeiten nicht in der Konvention der Stilkunst. Ihre Stiladaptionen sind selektiv und transformativ, wenn man beispielsweise an die Einflüsse der Pop Art denkt, die mehr aus der Ästhetik des Alltagslebens als aus der Kunstgeschichte schöpfte. Graffitisten und Artbrutisten sind durch keinen Kunststil gebunden. Diese Unabhängigkeit und dieses Außenseitertum gilt es zu beleuchten. Jean Dubuffet hat erstmals 1947 zwei Ordnungen in der Kunst festgestellt: Es gibt die gewohnte Kunst (oder die geschliffene) (oder die vollkommene) (sie wurde, je nach der Mode der Zeit, klassische, romantische, barocke Kunst oder wie auch immer getauft, aber es ist immer die gleiche, und es gibt Art Brut, Kunst in der Rohform (die ungezähmt und flüchtig ist wie ein Reh). Verstanden werden darunter Werke von Personen, die unberührt von der kulturellen Kunst geblieben sind, bei denen also Anpassung und Nachahmung gegenüber den Traditionen von Stil und Volkskunst gleichermaßen kaum eine oder gar keine Rolle spielen. Die Autoren dieser Kunst beziehen also alles (Themen, Auswahl der verwendeten Materialien, Mittel der Umsetzung, Rhythmik, zeichnerische Handschrift usw.) aus ihrem eigenen Inneren und nicht aus den Klischees der klassischen Kunst oder der gerade aktuellen Kunstströmung.”

Dubuffet hatte seine intensive Sammeltätigkeit der für Art Brut erkannten Werke in den folgenden Jahren zu einer Kritik am damals inflationären Informell und Tachismus erweitert. Es kam darüber hinaus zu einer prinzipiellen Verurteilung aller institutionalisierten Formen der Kunst und der Kunstmarkt-Kunst, denen er die aus eigenem Antrieb entstandene Art Brut, ein subversives Potential kulturell unabhängiger Phantasien gegenüberstellte. Dubuffet hielt dieses Potential wie überhaupt die Antriebe zum künstlerischen Schaffen nicht für ein Privileg außergewöhnlicher Individuen, sondern sie seien in allen Menschen reichlich vorhanden. Die herrschende Kunstszene sei von anerkannten Mythen, sozialen und kulturellen Leitbildern viel zu sehr konditioniert und verunstaltet. Ziel unseres Unternehmens ist die Suche nach Werken, die dieser Konditionierung so weit wie möglich entgangen sind und aus denen wirklich neue geistige Auffassungen hervorgehen, grundsätzlich verschieden von dem, was wir gewohnt sind. So avancierte die Art Brut zum Modellfall und Vorbild einer gesellschaftlich unangepassten, kulturkritischen bis kulturfeindlichen Einstellung. Dubuffet verbindet mit seinem Playdoyer für die Unangepasstheit ein echtes schöpferisches Bedürfnis (in das sich kein Konkurrenzdenken, kein Streben nach Applaus und sozialem Fortkommen mischt) und das insofern wertvoller erscheint als die Werke von professionellen Künstlern. Die Artbrutisten werden zu Meister(n) der Nichtanpassung par excellence, zu Bannerträger(n) des persönlichen und nicht konditionierten Denkens stilisiert. Die Quelle ihrer Inspirationen, zunächst noch das eigene Innere, wird nun lebensphilosophisch für alle potentiell kreativen Menschen verallgemeinert und Dubuffet macht sich zu ihrem Sprecher: Ich sehne mich nach einer Kunst, die direkt aus unserem gewöhnlichen Leben wächst, einer Kunst, die von diesem gewohnten Leben ausgeht und unmittelbar aus unserem wirklichen Leben und unseren wirklichen Stimmungen strömt.

(:::)

Bitte hier weiterlesen= http://graffiti.netbase.org/kongress/gorsen.htm

· Gesellschaft für operative Kunst [Einführung]
Gesellschaft für operative Kunst

- Zur Einführung -

„Wir haben keine Veranlassung, die Erzeugnisse der Kunst trotz all ihrer Verschiedenartigkeit und ihres spezifischen Charakters aus der Reihe der Dinge herauszugreifen. Die Erzeugnisse der Kunst sind die Instrumente zur Bearbeitung der menschlichen Emotionen. Das Erzeugnis der Kunst ist das Werkzeug für die direkte oder indirekte soziale Handlung.“

Sergej Tretjakov

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Die Gesellschaft für operative Kunst ist ein freier, assoziativer Zusammenschluß von geistigen und gestalterischen Energien und Kräften, denen die Kunst als Präsenten an der Wand und im definierten Kunstraum zu sehr die doppel-moralisch bildungsbürgerliche Attitüde der missverstandenen Macht repräsentiert und ihr desavouierender Nährboden geworden ist. Die eingreifende, operierende künstlerische Erkenntnis und Handlung hingegen in tatsächlichen individuellen und gesellschaftlichen Systemen und Fiktionen ist experimentell eher geeignet gestalterische und reflexive Tätigkeiten zwischen Sinnlichkeit und Reflexion ( die Künste, die Philosophie, der Schamanismus) als konkret heilende Bewußtwerd ung und Konstruktive Vergessens-Seinsweise gleichgewichtig zu integrieren. Das zur Tat gewordene Wort und Bild versucht dabei alle möglichen, un-möglichen und para-möglichen Erkenntnisse sinnlicher und theoreischer Differenzierungen sensibel , sensitiv und surreal in einen Prozeß zu überführen, der in den flutenden und fruchtbaren Strom von realistischen und DaDa-istischen Haltungen mündet. Die Operationen sind dabei Ausdruck, Denk- und Sinnbild eines Dreistromlandes von Theorie, Praxis und Traum, die gemeinsam im Fluß sind – fluktuierende Dialektik. In diesem Zusammenhang beruft sich die „operative Kunst“ auf eine wissenschaftliche, historische, philosophische, anthropologiache und kunstwissenschaftliche Verknüpfung und Assoziation, die u. a. von Goya, Courbet und Morris über Tretjakov, Benjamin, Brecht und Breton zu Duchamp, Beuys, Böhmler, Brehmer und Hiltmann führt ( um hier nur einige Namen anzuführen die in dem von Gunnar F. Gerlach (kunst)historisch, wissenschaftlich-philosophischen Diskurs betont werden). Die Gesellschaft für operative Kunst wurde von Gunnar F. Gerlach als Ergebnis seiner philosophischen und Kunstwissenschaftlichen Arbeiten als Dozent, Kurator, Kritiker, Autor und Performer ( u.a. SOFI) 1998 gegründet. Durch das Zusammentreffen und wirken mit Jörg Stange (artbase, Kunst-Notdienst), dem 1997 verstorbenen Documenta-Künstler und Professors KP Brehmer, sowie die Zusammenarbeit mit dem Beuys-“Bruder“ Henning Christiansen und dem „SPUREN“-Herausgeber (initiiert von Ernst und Carola Bloch; Joseph Beuys), Schanmanismus-Forscher und Filmkünstler Jochen Hiltmann (Prof an der HfbK Hamburg; Vize-Präsident) formte sich der Gedanke einer geistigen und gestalterischen Mobilen-Eingreif-Truppe (MET) . Die konstruktiven Diskussionen und wechselseitigen Anregungen mit dem Philosophen und Musiker Roger Behrens, sowie Gerlachs und Behrens Philosophie-Lehrer , dem Cassirer-Spezialisten Heinz Paetzold, sorgten dann für die offizielle und inoffizielle ( zum Teil auch namenlose) Konkretion der Aktion. Mittlerweile sind die Generationen übergreifenden Kräfte aus Musik, Kunst, Philosophie, Sozialwissenschaft, Film, Theater, Bühnenbild, Design und Literatur in China, Korea, Japan, Frankreich, Island, Österreich, Schweiz, Dänemark, England, Schweden, Bulgarien, Rußland, Nicaragua und den USA als Operateure auf dem Spielfeld (s. „Mash“ von Robert Altman):

„Erwacht das Erz als Posaune, so liegt die Schuld keineswegs an ihm“ Arthur Rimbaud

„Eigentlich bin ich Surrealist“ KP Brehmer“

„Zeichen brauchen Austausch und Austausch braucht Zeichen“

Gunnar F. Gerlach

http://www.operative-kunst.de/einf.html

· “Aufatmen” -aber: die Verzweiflungen wechseln [Presseerklärung]
Presseerklärung Kultur-/Feuilleton-Redaktion,

Zur Ausstellung mit Performance-Aktionen “Aufatmen – Die Verzweiflungen wechseln…” laden wir Sie herzlich ein zum Schauen, mit uns sprechen und vielleicht in Ihrem Medium zu berichten.

Die Eröffnung ist am Samstag, den 24. Januar 2004 um 18.00 Uhr im ArToll Kunstlabor, Haus 6 der Rheinischen Kliniken in Bedburg-Hau.

Einführende Worte zum Thema “Identität – Globalisierung – Wahnsinn?” spricht Herr Gunnar F. Gerlach (Prof. f. philosoph. Ästhetik und Kunstwissenschaft Hamburg), der das themen- gebundene Künstler-Symposium aktiv begleitet (Performance; Katalog).

Der Ausstellungstitel stammt von dem Initiator des Projektes, dem Künstler Uwe Schloen (Wangersen) und bezieht sich auf das mögliche, kurzweilige Glück des Sysiphos im Sinne des französischen Existentialisten Albert Camus. Wennder stetig wieder auf den Berggipfel geschobene Stein wieder zurückrollt:

“Aufatmen” – aber: die Verzweiflungen wechseln nur, denn wir wissen mit Theodor W. Adorno, daß es kein richtiges Leben im Falschen gibt. Aber auch ein “richtiges Leben” setzt verbindliche Werte und Normen für die Entscheidungs- und Differenzierungs- fähigkeit voraus. Und so ist der Ort derAusstellung im Rahmen der psychiatrischen Anstalt der Rheinischen Kliniken (Haus 6, ArToll) Herausforderung und Anschauung genug, um mit künstlerischen, musikalischen und philosophisch-literarischen Mitteln nach den Grenzlinien von Richtig und Falsch, Normal und Anormal, Innen und Außen zu forschen. Dies zumal in einer wertelosen (bzw. wertefreien) Zeit des neo-liberalisierten Globalismus (Totalitarismus?).

Geistig krank oder gesund als Entscheidung zu markieren wird zu einer paradoxen Reflektion auf dieser Folie. So rollen die beteiligten Künstler der Stein der Verzweflung als verdrahtete Käfig-Zelle durch den offenen Raum (Dini Thomsen, Anja Middelkoop; beide Holland) oder nehmen ihre tierische Ursprungs-Identität wieder an und reflektieren ihre Geschichte (Corinna Korth, Hamburg in ihrer Mischwesen-Erscheinung zwischen Wolf und Mensch). Erschrecken vor dem eigenen Antlitz und seinen Gesten zwischen Clown und Wahn thematisiert Uwe Schloen: des Menschen Tragik liegt u.a. in der Erkenntnis, daß er sich immer nur “falsch” herum im Spiegel sehen kann, wie der französische Psychologe und Philosoph Jacques Lacan feststellte. Die Problematisierung der trennenden Linien, Mauern und Grenzen zwischen den Extremen erkunden die malerischen, fotografischen und plastischen Arbeiten von Georg Janthur (Wuppertal), Frank Röseler (Hamburg), Ralf Timm (Hamburg)

und Gudrun Schuster (Bad Kreuznach). Die ästhetisch-psychotische Auslotung des Raumes der Ideen, der Glücksmomente und Verzweiflungen zwischen Wahnwitz und Wahnsinn betreiben Toon Elfrink (Holland) und Gunnar F. Gerlach (Hamburg).

Das Kunst- und Wissenschaftslabor “Aufatmen” ist für Sie vom 25.-28. 1. zwischen 14.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Bei Nachfragen und Interview- od. Material-Wünschen wenden Sie sich bitte an Herrn Schloen (0160/ 72 00 973) od. Herrn Gerlach (0171/ 6476758) bzw. Frau Thomsen(02821/ 811 500). Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns auf Ihren Besuch.

· Wasserturm 25.01 2004

http://www.netzdraht.de/bhh/forum/viewtopic.php?p=2886#2886

· MenschenRechtWasser – Newsletter vom 12.02.04
MenschenRechtWasser – Newsletter vom 12.02.04 ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, herzlich willkommen zu unserem ersten Newsletter im Jahr 2004. Wir möchten Sie besonders auf die Gottesdienstaktion am 21. März 2004 sowie auf die Indienberichte hinweisen. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen, das Team der Wasserkampagne Danuta Sacher und Bernhard Wiesmeier

Die Themen

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: (1) Aktionstag zum Tag des Wassers (2) Weltsozialforum in Mumbai (3) Peoples World Water Movement gegründet (4) In Indien wird das Menschenrecht auf Wasser verletzt (5) Wasser-Tagung von “Brot für die Welt” mit der Heinrich-Böll-Stiftung (6) Ratzeburger Erklärung zum Umgang mit Wasser (7) Aktuelles JEP-Wasserheft (8) Neue Wasserstudie über RWE (9) Film “Kampf ums Wasser”

Den Newsletter mit allen Beiträgen in voller Länge können Sie sich auch als PDF (50 KB) downloaden:

http://www.menschenrechtwasser.de/downloads/newsletter/newsletter_februar_2004.pdf (1) Aktionstag zum Tag des Wassers ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Die Wasserkampagne von “Brot für die Welt” hat angeregt, anlässlich des Weltwassertags am 22. März Gottesdienste zum Thema Wasser am Sonntag davor (21. März) durchzuführen. Der Vorschlag ist, in möglichst vielen Kirchengemeinden Wassergottesdienste zu feiern, um auf die zentrale Bedeutung des Wassers in unser aller Leben aufmerksam zu machen und die Forderung nach dem Menschenrecht auf Wasser zu unterstützen. Selbstverständlich sollen auch nochmal viele Postkarten für die Flaschenpost an den Bundeskanzler gesammelt werden. Die Flasche wird rund um Pfingsten 2004 an die Bundesregierung übergeben. Kirchengemeinden und Pfarrer, die einen solchen Gottesdienst planen, können sich bei “Brot für die Welt” das aktuelle Werkheft Gottesdienste sowie die Texte zur Meditationsfahne “Dürsten nach Gerechtigkeit” bestellen oder hier weitere Informationen abrufen:

http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18085 (2) Weltsozialforum in Mumbai ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

100.000 Menschen kamen in der indischen Metropole zum Weltsozialforum zusammen, um gemeinsam nach Alternativen für die neoliberale Globalisierung zu suchen. Eines der wichtigsten Themen war dabei das Wasser. “Brot für die Welt” veranstaltete gemeinsam mit FIAN International, dem Council of Canadians und der indischen Partnerorganisation Vikas Adhyayan Kendra einen zweiteiligen Workshop zum Thema Menschenrecht Wasser. Unter anderem äußerte sich der UN-Special Rapporteur for Housing optimistisch, dass der General Comment Nr. 15 (Recht auf Wasser) für viele Menschen von großer Bedeutung sein werde. Mehr Informationen dazu unter= http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=17888

(3) Peoples World Water Movement gegründet

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Im Vorfeld des Weltsozialforums fand in New Delhi vom 12. bis 14. Januar 2004 das erste People’s World Water Forum statt. Rund 300 WasseraktivistInnen aus über 60 Ländern berieten dort auf Einladung und unter Mitwirkung namhafter WasseraktivistInnen wie Vandana Shiva, Maude Barlowe und Riccardo Petrella über indigene Wasserrechte, das Menschenrechtskonzept und ökologische und gemeindegestützte Alternativen zur Privatisierung. Die Konferenz konstituierte sich als Peoples World Water Movement und beschloss, den Austausch untereinander künftig zu intensivieren. Ausserdem wurde eine internationale Kampagne gegen den französischen Wasserkonzern Suez und Coca-Cola vereinbart. Als nächster internationaler Höhepunkt sind Aktivitäten im Umfeld desWeltwasserforums in Mexiko 2006 angedacht.

(4) In Indien wird das Menschenrecht auf Wasser verletzt

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Gemeinsam mit FIAN International führte “Brot für die Welt” im Vorfeld des Weltsozialforums eine Fact Finding Mission in Indien durch. Insgesamt drei internationale Teams waren im Einsatz, um Fälle zu dokumentieren, bei denen das Menschenrecht auf Wasser verletzt wird oder bedroht ist. Dabei waren die Teams in den Bundesländern Delhi, Uttar Pradesh, Uttaranchal, Orissa, Tamil Nadu und Kerala im Einsatz. Alle Teams mussten in ihren vorläufigen Berichten feststellen, dass das Menschenrecht auf Wasser auf vielfältige Weise verletzt wurde. In fast allen Fällen fehlte die angemessene Partizipation der Bevölkerung sowie die Transparenz in der Wasserpolitik, wie sie in dem General Comment Nr. 15 vorgesehen ist (vgl. dazu: http://www.menschen-recht-wasser.de/downloads/4_2_un_comment.pdf).

Die Ergebnisse der Mission werden in einem Bericht dokumentiert, der bei der kommenden Sitzung der Menschenrechtskommission in Genf vorgestellt werden soll.

(5) Wasser-Tagung von “Brot für die Welt” mit der

Heinrich-Böll-Stiftung

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Am 26./27. März 2004 findet das Dritte Forum über globale Entwicklungspolitik statt. Veranstalter sind “Brot für die Welt” und die Heinrich-Böll-Stiftung. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Frage “Wasser – Menschenrecht oder Ware?”. Zu der zweitägigen Veranstaltung werden Beiträge von UN-Experten, Weltbank-Funktionären und VertreterInnen von Partnerorganisationen aus dem Süden erwartet. Die TeilnehmerInnen werden gemeinsam mit den ReferentInnen darüber diskutieren, wie die weltweite Wasserkrise gelöst werden kann und wie dem Menschenrecht auf Wasser weltweit Geltung verschafft werden kann. Nähere Informationen dazu unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18159

(6) Ratzeburger Erklärung zum Umgang mit Wasser

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Auf der letztjährigen Sommeruniversität in Ratzeburg haben die TeilnehmerInnen eine Erklärung zum Schutz der Wasserresourcen verabschiedet. So fordert das “Ratzeburger Manifest”, dass das Gemeingut Wasser ein Gemeingut bleiben muss und wünscht mehr Respekt und Sensibilität für die Welt. Konkret mahnen die Unterzeichner mehr Anstrengungen in der Umweltpädagogik an, um ein vernetzteres und ökologisches Denken zu verbessern. Zu den Unterzeichnern des Manifestes gehören Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Professor Udo E. Simonis sowie Professor Hans-Rudolf Bork vom Ökologie-Zentrum der Universität Kiel. Nähere Informationen zur Sommeruniversität unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=17896

(7) Aktuelles JEP-Wasserheft

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Das Journal für Entwicklungspolitik (JEP) hat seine Ausgabe 19 (4) 2003 dem Wasser gewidmet. Darin finden sich Beiträge zur Situation in Afrika, ein Bericht über den Widerstand gegen die Wasserprivatisierung in Cochabamba sowie eine Analyse indigener Rechte im Zusammenhang mit der Wasserprivatisierung. Das Heft kann für 9,80 Euro bezogen werden bei GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung

Postfach 2021, 37010 Göttingen (e-mail: krause@gva-verlage.de)

(8) Neue Wasserstudie über RWE

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Frank Kürschner Pelkmann und KOSA haben eine neue 72-seitige Broschüre über die Rolle der RWE auf dem internationalen Wassermarkt herausgegeben. “Imagine…sauberes Trinkwasser für alle?” heißt die Publikation, die die Aktivitäten des deutschen Konzerns vornehmlich im Wasserbereich unter die Lupe nimmt. ISBN 3-934645-09-7, Preis 3,50 Euro zzgl. Versandkosten.

KOSA (Koordination Südliches Afrika) hat dazu noch zwei weitere Publikationen zum Thema Wasser und Privatisierung herausgebracht: “Vulamanzi! Beteiligungen privater Unternehmen an öffentlichen Wasserwerken und die Rechte armer Verbraucher” untersucht die Bezahlbarkeit von Wasserdienstleistungen insbesondere der armen Haushalte und “Das Gold der Zukunft? Nachhaltige Wassernutzung im Südlichen Afrika und in Deutschland” fasst die Ergebnisse zweier Seminare zum Thema Wasserversorgung zusammen. Nähere Informationen zu diesen Publikationen findens Sie unter

http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18086 (9) Film “Kampf ums Wasser” :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Der Film “Kampf ums Wasser” zeigt am Beispiel einer Familie in Mozambique , unter welch schwierigen Bedingungen der Alltag gemeistert werden muss, wenn das Wasser knapp wird. Der Film begleitet die Frau auf ihrem verzweifelten Weg, die Wasserversorgung für sich und ihre Familie sicherzustellen, wobei Konflikte nicht ausbleiben. Der Film kann beim evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Bildungsarbeit (EZEF) in Stuttgart ausgeliehen werden: EZEF Kniebisstraße 29 70188 Stuttgart Nähere Informationen zu diesem und anderen Wasser-Filmen finden Sie unter

http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18087 Den Newsletter mit allen Beiträgen in voller Länge können Sie sich auch als PDF (50 KB) downloaden: http://www.menschenrechtwasser.de/downloads/newsletter/newsletter_februar_2004.pdf

© “Brot für die Welt” 2003 http://www.brot-fuer-die-welt.de http://www.menschenrechtwasser.de

MenschenRechtWasser – Newsletter vom 12.02.04 :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, herzlich willkommen zu unserem ersten Newsletter im Jahr 2004. Wir möchten Sie besonders auf die Gottesdienstaktion am 21. März 2004 sowie auf die Indienberichte hinweisen. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen, das Team der Wasserkampagne Danuta Sacher und Bernhard Wiesmeier

Die Themen

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: (1) Aktionstag zum Tag des Wassers (2) Weltsozialforum in Mumbai (3) Peoples World Water Movement gegründet (4) In Indien wird das Menschenrecht auf Wasser verletzt (5) Wasser-Tagung von “Brot für die Welt” mit der Heinrich-Böll-Stiftung (6) Ratzeburger Erklärung zum Umgang mit Wasser (7) Aktuelles JEP-Wasserheft (8) Neue Wasserstudie über RWE (9) Film “Kampf ums Wasser”

Den Newsletter mit allen Beiträgen in voller Länge können Sie sich auch als PDF (50 KB) downloaden: http://www.menschenrechtwasser.de/downloads/newsletter/newsletter_februar_2004.pdf (1) Aktionstag zum Tag des Wassers :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Die Wasserkampagne von “Brot für die Welt” hat angeregt, anlässlich des Weltwassertags am 22. März Gottesdienste zum Thema Wasser am Sonntag davor (21. März) durchzuführen. Der Vorschlag ist, in möglichst vielen Kirchengemeinden Wassergottesdienste zu feiern, um auf die zentrale Bedeutung des Wassers in unser aller Leben aufmerksam zu machen und die Forderung nach dem Menschenrecht auf Wasser zu unterstützen. Selbstverständlich sollen auch nochmal viele Postkarten für die Flaschenpost an den Bundeskanzler gesammelt werden. Die Flasche wird rund um Pfingsten 2004 an die Bundesregierung übergeben. Kirchengemeinden und Pfarrer, die einen solchen Gottesdienst planen, können sich bei “Brot für die Welt” das aktuelle Werkheft Gottesdienste sowie die Texte zur Meditationsfahne “Dürsten nach Gerechtigkeit” bestellen oder hier weitere Informationen abrufen: http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18085 (2) Weltsozialforum in Mumbai :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: 100.000 Menschen kamen in der indischen Metropole zum Weltsozialforum zusammen, um gemeinsam nach Alternativen für die neoliberale Globalisierung zu suchen. Eines der wichtigsten Themen war dabei das Wasser. “Brot für die Welt” veranstaltete gemeinsam mit FIAN International, dem Council of Canadians und der indischen Partnerorganisation Vikas Adhyayan Kendra einen zweiteiligen Workshop zum Thema Menschenrecht Wasser. Unter anderem äußerte sich der UN-Special Rapporteur for Housing optimistisch, dass der General Comment Nr. 15 (Recht auf Wasser) für viele Menschen von großer Bedeutung sein werde. Mehr Informationen dazu unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=17888 (3) Peoples World Water Movement gegründet :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Im Vorfeld des Weltsozialforums fand in New Delhi vom 12. bis 14. Januar 2004 das erste People’s World Water Forum statt. Rund 300 WasseraktivistInnen aus über 60 Ländern berieten dort auf Einladung und unter Mitwirkung namhafter WasseraktivistInnen wie Vandana Shiva, Maude Barlowe und Riccardo Petrella über indigene Wasserrechte, das Menschenrechtskonzept und ökologische und gemeindegestützte Alternativen zur Privatisierung. Die Konferenz konstituierte sich als Peoples World Water Movement und beschloss, den Austausch untereinander künftig zu intensivieren. Ausserdem wurde eine internationale Kampagne gegen den französischen Wasserkonzern Suez und Coca-Cola vereinbart. Als nächster internationaler Höhepunkt sind Aktivitäten im Umfeld des Weltwasserforums in Mexiko 2006 angedacht. (4) In Indien wird das Menschenrecht auf Wasser verletzt :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Gemeinsam mit FIAN International führte “Brot für die Welt” im Vorfeld des Weltsozialforums eine Fact Finding Mission in Indien durch. Insgesamt drei internationale Teams waren im Einsatz, um Fälle zu dokumentieren, bei denen das Menschenrecht auf Wasser verletzt wird oder bedroht ist. Dabei waren die Teams in den Bundesländern Delhi, Uttar Pradesh, Uttaranchal, Orissa, Tamil Nadu und Kerala im Einsatz. Alle Teams mussten in ihren vorläufigen Berichten feststellen, dass das Menschenrecht auf Wasser auf vielfältige Weise verletzt wurde. In fast allen Fällen fehlte die angemessene Partizipation der Bevölkerung sowie die Transparenz in der Wasserpolitik, wie sie in dem General Comment Nr. 15 vorgesehen ist (vgl. dazu: http://www.menschen-recht-wasser.de/downloads/4_2_un_comment.pdf). Die Ergebnisse der Mission werden in einem Bericht dokumentiert, der bei der kommenden Sitzung der Menschenrechtskommission in Genf vorgestellt werden soll. (5) Wasser-Tagung von “Brot für die Welt” mit der Heinrich-Böll-Stiftung :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Am 26./27. März 2004 findet das Dritte Forum über globale Entwicklungspolitik statt. Veranstalter sind “Brot für die Welt” und die Heinrich-Böll-Stiftung. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Frage “Wasser – Menschenrecht oder Ware?”. Zu der zweitägigen Veranstaltung werden Beiträge von UN-Experten, Weltbank-Funktionären und VertreterInnen von Partnerorganisationen aus dem Süden erwartet. Die TeilnehmerInnen werden gemeinsam mit den ReferentInnen darüber diskutieren, wie die weltweite Wasserkrise gelöst werden kann und wie dem Menschenrecht auf Wasser weltweit Geltung verschafft werden kann. Nähere Informationen dazu unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18159 (6) Ratzeburger Erklärung zum Umgang mit Wasser :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Auf der letztjährigen Sommeruniversität in Ratzeburg haben die TeilnehmerInnen eine Erklärung zum Schutz der Wasserresourcen verabschiedet. So fordert das “Ratzeburger Manifest”, dass das Gemeingut Wasser ein Gemeingut bleiben muss und wünscht mehr Respekt und Sensibilität für die Welt. Konkret mahnen die Unterzeichner mehr Anstrengungen in der Umweltpädagogik an, um ein vernetzteres und ökologisches Denken zu verbessern. Zu den Unterzeichnern des Manifestes gehören Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Professor Udo E. Simonis sowie Professor Hans-Rudolf Bork vom Ökologie-Zentrum der Universität Kiel. Nähere Informationen zur Sommeruniversität unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=17896 (7) Aktuelles JEP-Wasserheft :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Das Journal für Entwicklungspolitik (JEP) hat seine Ausgabe 19 (4) 2003 dem Wasser gewidmet. Darin finden sich Beiträge zur Situation in Afrika, ein Bericht über den Widerstand gegen die Wasserprivatisierung in Cochabamba sowie eine Analyse indigener Rechte im Zusammenhang mit der Wasserprivatisierung. Das Heft kann für 9,80 Euro bezogen werden bei GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung Postfach 2021, 37010 Göttingen (e-mail: krause@gva-verlage.de) (8) Neue Wasserstudie über RWE :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Frank Kürschner Pelkmann und KOSA haben eine neue 72-seitige Broschüre über die Rolle der RWE auf dem internationalen Wassermarkt herausgegeben. “Imagine…sauberes Trinkwasser für alle?” heißt die Publikation, die die Aktivitäten des deutschen Konzerns vornehmlich im Wasserbereich unter die Lupe nimmt. ISBN 3-934645-09-7, Preis 3,50 Euro zzgl. Versandkosten. KOSA (Koordination Südliches Afrika) hat dazu noch zwei weitere Publikationen zum Thema Wasser und Privatisierung herausgebracht: “Vulamanzi! Beteiligungen privater Unternehmen an öffentlichen Wasserwerken und die Rechte armer Verbraucher” untersucht die Bezahlbarkeit von Wasserdienstleistungen insbesondere der armen Haushalte und “Das Gold der Zukunft? Nachhaltige Wassernutzung im Südlichen Afrika und in Deutschland” fasst die Ergebnisse zweier Seminare zum Thema Wasserversorgung zusammen. Nähere Informationen zu diesen Publikationen findens Sie unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18086 (9) Film “Kampf ums Wasser” :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Der Film “Kampf ums Wasser” zeigt am Beispiel einer Familie in Mozambique , unter welch schwierigen Bedingungen der Alltag gemeistert werden muss, wenn das Wasser knapp wird. Der Film begleitet die Frau auf ihrem verzweifelten Weg, die Wasserversorgung für sich und ihre Familie sicherzustellen, wobei Konflikte nicht ausbleiben. Der Film kann beim evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Bildungsarbeit (EZEF) in Stuttgart ausgeliehen werden: EZEF Kniebisstraße 29 70188 Stuttgart Nähere Informationen zu diesem und anderen Wasser-Filmen finden Sie unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18087 Den Newsletter mit allen Beiträgen in voller Länge können Sie sich auch als PDF (50 KB) downloaden: http://www.menschenrechtwasser.de/downloads/newsletter/newsletter_februar_2004.pdf Datenschutz und Abmelden :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Datenschutz und Abmelden: © “Brot für die Welt” 2003 http://www.brot-fuer-die-welt.de http://www.menschenrechtwasser.de

· 3. Subversive Utopien, gebrochene Fluchtlinien (Foucault) =Kollektiv-Maske Anonymität
3. Subversive Utopien, gebrochene Fluchtlinien

(…)

Wenn die Anzahl der Entsprechungen zwischen theoretischer und praktischer Auseinandersetzung mit Herrschaftsverhältnissen das verifikative Gewicht einer Analyse ausmacht, so kann das Verschwinden von Künstlerinnen als Potenzial sozialen Wandels angesehen werden. Ästhetische Widerstandsformen reterritorialisieren auf soziale Gefüge, um der Selbstreferentialität zu entfliehen und über ihr Kunst-Sein hinaus zu gehen, und so tendenziell ihre eigene Abschaffung zu betreiben.

Aber Kunst ist nie ein Ziel, sie ist nur ein Mittel, um Lebenslinien zu ziehen, das heißt, all jene Arten des wirklichen Werdens, die nicht einfach in der Kunst zustandekommen, all die aktiven Fluchtbewegungen, die nicht darin bestehen, in die Kunst zu flüchten, sich in die Kunst zurückzuziehen. [166]

Diese Funktion, von Deleuze / Guattari der Kunst als solche zugeschrieben, tritt in ihrer Verbindung mit Wunschmaschinen des sozialen Wandels deutlich hervor, und wird genutzt von der ‘Verschwindenden Meute’ im Spät-Kapitalismus. Die Mannigfaltigkeit der Meute, so hat Kapitel 2 gezeigt, verfügt über ein hohes affektives Potenzial, welches die Kollektivierung und Anonymisierung durch das Wachstum der Meute voran treibt. Ihre tendenzielle Opposition zu dem in Kapitel 0 geschilderten Stand der Pop-Plateaus beruht auf ihrem grundsätzlich als Störung empfundenen Verhältnis zur Ordnung (sozialer, ökonomischer, ästhetischer et. al.). [167] Ihr Potenzial zur Störung und Opposition liegt in ihrer Entstehung aus der Mitte der Ordnungsgefüge, aus dem stillen Auge ‘Pop’ des Hurricanes Gesellschaft begründet, und erst in dem Wunsch nach Entgrenzung dieser Ordnungen finden sie ihre oppositionelle Realität und bilden einfache Maschinen aus. (Die Begriffsentlehnung ‘Meute’ aus der Fauna muss kritisch gesehen um die emotionalen und sozialen Fähigkeiten, welche den Menschen unterscheiden, erweitert werden, um in diesem stark verkürzenden Gebrauch den Irrwegen des biologistischen Determinismus vorzubeugen.)

Deleuze / Guattaris Maschinen der Tausend Plateaus lassen sich an den Rändern sozialer und ästhetischer Schichten finden, an welchen sie aus den Grenzen der Herrschaft ausbrechen, und wo die Spuren ihrer Bewegungen Fluchtlinien erkennen lassen, aber auch deren Auseinanderdriften, Brüche und ihre Richtungswechsel. Es handelt sich bei ihnen um einfache Wunschmaschinen, aus Wunschströmen hervor gegangen, und in der Synthese von Wünschen produziert. Im Falle der Residents und GYBE! wurden und werden sie vorläufig geformt aus Dividuen und Relationen und oszillieren zwischen den Aggregatzuständen Macht und Ohnmacht. Sie lassen die Intensitäten des Ästhetischen strömen, um in verschiedenen Akten des sensorischen und emotionalen overload immer neue Territorien zu erschließen und zu besiedeln, ohne genaue Vorgaben über die Richtungen zu machen, weder durch ihre symbolische Repräsentanz in den kapitalistischen Verwertungszusammenhängen noch in der Konzertsituation.

————————————————————————

Der vorliegende Text kann als Kupplungsversuch angesehen werden, sich dem Strömen auszusetzen und treiben zu lassen, zu testen, ob man in der Tat nicht zweimal in den selben Fluss / Strom steigen kann . . . für kurze Zeit Anteil zu nehmen und zu haben an der Produktion und Gestaltung eigener Wunsch-Räume; kann als Bericht angesehen werden; für eine kurze Strecke auf eine der Maschinen aufgesprungen, sich an den Richtungs- und Geschwindigkeitsreglern zu schaffen gemacht, einen neugierigen Blick in das Logbuch geworfen, von den Bauplänen lediglich das Titelblatt verstanden, und schließlich durch diverse Kollisionen aus der Kanzel geschleudert worden, um die Maschine weiter vorwärts stolpern zu sehen. Staub aus der zerrissenen Hose klopfen, Gedächtnisprotokoll anfertigen. Das Strömen suchen . . .

————————————————————————

Die Erkenntnis, dass die Verlockungen dieser allegorischen Metadiskursivität erst in dem zu analysierenden semantischen quasi-Vakuum entstanden sind trägt dazu bei, beiden Band-Konzepten eine Wirkungsmächtigkeit zuzuschreiben, welche ihre Protagonisten unter Umständen vehement ablehnen würden. Entgegen einer Ablehnung aus Furcht vor der Verantwortung gegenüber möglichen Ergebnissen handelt es sich um den Wunsch, nicht als zentrale Institution definiert zu werden, sondern sich die Flexibilität und nomadische Freiheit der Divergenz zu bewahren, wobei die Vehemenz, mit welcher diese Freiheit eingeklagt wird, zu einem determinierenden Muster verkürzt werden könnte. Die Selbstreferentialität der GYBE!-Interviews als Diskursmuster birgt daher die Prinzipien des Zweifels und des Scheiterns in sich, und legt die daraus entstehenden Dilemmas offen, doch ‘No Logo’ und ‘no easy call to arms’ werden in einer von widerständigen Bewegungen getragenen Umgebung schnell zu Slogans stilisiert und als verkürzende Sicherungen und Beschreibungen der eigenen Positionen genutzt, ohne jenen diskursinhärenten Selbstzweifel zu übernehmen. Um der Starre einer solchen unerwünschten, da als unproduktiv erachteten, Aneignung vorzubeugen scheint es angebracht, die Fluchtlinien auf die Schichten der dominanten Kultur und der Pop-Plateaus zu richten, um deren divergente Energien frei zu setzen. Dort zeichnen sich die deutlichsten Überlagerungen mit den Schichten der Neuen Sozialen Bewegungen der 1980er und 1990er Jahre ab.

Bei den vorgefundenen Referenzen zur dominanten Kultur handelt es sich in ihren kritischen Varianten um Ablehnungen jener kulturellen und ökonomischen Praxen, welche mit der Sicherung und Forcierung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen ineinsgesetzt werden. Die Nähe zu Foucaults Macht-Diskurs wird weiter unten analysiert, doch zuvor seien verschiedene kritische Interventionen der Cultural Studies erwähnt.

Zu berücksichtigen ist, dass jeder Deterritorialisierung immer eine Reterritorialisierung auf die attackierten oder bereits überwunden geglaubten Verhältnisse innewohnt. (…)

http://www.glocalweb.de/joerg/html/mag/sub1.htm

HauptSeite= http://www.glocalweb.de/joerg/index.htm

Text abgleichen

Weidenallee 10b Der nach Huntington so benannte “Kampf der Kulturen” (eigentlich “clash of civilizations”) und die bis jetzt undefinierte “Globalisierung” sind die wohl meist zitierten Termini der Gegenwart. Diesem Thema stellt sich ein bewusst collagierter und gesampelter Abend mit bekannten und honorigen Gestalten der Freunde des Künstlerhauses: der “Kampf der Hoch-Koch-Kulturen” spielt – den 70er Jahren und unserem Jubiläum gemäß – mit dem Umkehrschlußmodell von Begriff und Gegenwart zwischen “Hochkultur”, “Kochkunst” (als Medien-Ereignis) und “hochkochen” als Provokation. Der von Gunnar F.Gerlach und Peter Boué konzipierte Abend ist eine Huldigung an interkulturelle Missverständnisse, Analogien und Möglichkeiten zugleich. Aufgeführt (performed) werden: ein spielerischer DaDalog in Würdigung der bedeutenden geisteswissenschaftlichen Leistungen der Augsburger Puppenkiste, ein brandheisses Video der Hamburger Künstlerin Corinna Korth, z.Zt. Sipendiatin in Frankfurt, zum Thema “Nahrungskonkurrenz” in Natur und Kultur. Ferner treffen noch einmal der Neutral-Sprecher und Riesling-Promoter Alfred Biolek mit dem Kopf der “Einstürzenden Neubauten” und Neusprecher einer dunkeltönenden Ästhetik der Gegenwart Blixa Bargeld aufeinander. Durchrissen werden die Lücken des Abends mit der Musik der Gruppe MAO/AM (Multiples Anästesie Orchester / Anarchistisch Martialisch). Die Zusammensetzung wird diesmal sein: neben Gunnar Gerlach selbst (guitar, harm., voc.) die Mehrfachtalente in Kunst und Musik Ferdinand Fux (piano, Technik) und Thomas Rieck (background, indisches Dunkeltuten). Der Titel ihrer Video-Clip-Performance ist schlicht “Der vierte Ton muß weg!”. Dieses wie auch einiges andere an diesem Abend sind Erstaufführungen. http://www.kuenstlerhaushamburg.de

“menage à Trois”
JURO GRAU, SYLVIE RÉNO & SABINE MOHR a disignated heart-head project Teil 1 Hamburg – Berlin – Marseille ERÖFFNUNG Mittwoch, den 14 August 2002, um 19.00 Uhr AUSSTELLUNG vom 15.8-31.8.2002 geöffnet: Mi – Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr art agents gallery Klopstockplatz 9-11 22765 Hamburg gefördert vom Kunstfons Bonn e.V. und der Kulturbehörde Hamburg http://www.heart-head.cu-ba.de

IN GOD WE TRUST – Peter Boué
AUSSTELLUNGSRAUM TAUBENSTRASSE 13 HAMBURG – ST.PAULI http://www.taubenstrasse13.com PRESSEMITTEILLUNG IN GOD WE TRUST Zeichnungen und Schreibmaschinenarbeiten Eröffnung am Donnerstag, den 7. November 2002 um 19 Uhr auch geöffnet: SA und SO, 9. und 10.11. von 15 – 18 Uhr Das LCD-Laufband, auch im Kunstkontext hinlänglich bekannt, dient hier als Matrix für die aktuellen Schreibmaschinenarbeiten. Apodiktisch knapp gehaltene Formulierungen, kurze Sätze und Parolen bilden die Basis einer Ausstellung, in der die ebenfalls präsentierten Zeichnungen zwischen die Zuordnungen flottieren – eine eigene Art Laufband möglicherweise, in der es keinen Anfang und kein Ende zu geben scheint. Zitat: NO RETURN TO LEVEL 1 THRU THIS ACCESS. Zur Ausstellung ist eine Edition geplant.

Kuenstlerhaus
KuenstlerHaus (25) WEIDENALLEE 10 B 20357 HAMBURG TEL 040-4108593 FAX 040-4107112 http://www.kuenstlerhaushamburg.de info@kuenstlerhaushamburg.de PRESSEMITTEILLUNG >1977< Plakate und Einladungskarten zusammengestellt von Jochen Lempert Eröffnung am Freitag, den 8. November 2002 um 20 Uhr Ausstellung 09.11. – 23.11.02 Öffnungszeiten MI – FR 18-20 Uhr / SA – SO 16-18 Uhr Im November 1977 wurde der Grundstein dazu gelegt, was fortan unter “Künstlerhaus Weidenallee” firmierte. Das jährt sich heute zum 25. Mal, und damit könnte man es Mutter aller Künstlerhäuser nennen, zumindest über alle jene, die heute noch existieren. Das Künstlerhaus als Spezies bezeichnete damals vorrangig die Tatsache, daß künstlerische Arbeit und das Leben mit ihr in einen kommunikativen Zusammenhang gerückt wurden – das sieht heute natürlich etwas anders aus, weil der Luxus der verfügbaren Zeit dahin ist, aber die gemeinsame Arbeit – unbezahlt weil ehrenamtlich – vermittelt sich nach wie vor über die Aktivität des Ausstellungsraumes. Dieser Raum, nunmehr auf ein Drittel der originalen Fläche geschrumpft, ist die spezifische Besonderheit der Weidenallee: von Beginn an finanziert von der Kulturbehörde hat er – mit bis zu zehn Ausstellungen exklusive anderer Veranstaltungen pro Jahr – rückblickend gesehen den gesamten Kosmos zeitgenössischer Kunst gezeigt. Anlaß genug, um jetzt selbst historisch zu werden: >1977< zeigt, zusammengestellt von Jochen Lempert, vorrangig Künstlerplakate aus diesem Jahr. Dieses war auch eine Zeit des Umbruchs: Minimal Art hatte sich durchgesetzt, die Hybride aus Konkreter Kunst und Pop hatten sich erschöpft, Beuys war hochaktuell und andere wie Polke verheissungsvoll, die Wiederkehr der Malerei in den aktuellen Diskurs noch nicht absehbar – und Punk in Deutschland noch nicht recht angekommen. Weiteres originales Material wie Einladungskarten ergänzen die Verortung des Künstlerhauses in diese Zeit wie auch in den Kontext der damals aktuellen Ansprüche an die Kunst. Künstlerhaus-Edition: Innerhalb der Ausstellung wird erstmalig die neue 10-teilige Plakatedition >25 Jahre Künstlerhaus Hamburg< vorgestellt. Die Plakate sind von Peter Boué, Juro Grau, Ole Hagen, Jochen Lempert, Sabine Mohr, Peter Piller, Daniel Richter, Thomas Rieck, Eva Riekehof und Doris Schneider. Wir laden zur Eröffnung herzlich ein.

Harakiri Bonbon
HARAKIRI BONBON 25 Jahre Künstlerhaus Hamburg 25.März – 4.Mai 2003 Kunsthaus Hamburg Eröffnung der Ausstellung am Montag 24.März 2003, um 19.00 Uhr, Kunsthaus Hamburg Begrüßung: Claus Mewes Einführung: Prof. Dr. Uwe M. Schneede http://www.kuenstlerhaushamburg.de

dear sir

DEAR SIR…

I’M SORRY

HACKED

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cr0ss(X)b0y

FUCK ISRAEL N USA !!!

.::NEVER ENDING WAR TILL THE END OF THE DAY::.

ALLAHU AKBAR

Dedicated To: All My Brothers In Palestine

.::Here I’m Trying a Little Bit Thing To Amuse Your Heart::.

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Rettungsversuch PräOP=+++Wasserturm-Telegramm:: VORruf vorm NACHruf ¡!+++ Gibt es noch Hoffnung ?=Taz vom 11.09.03+++ Die bevorstehende Entkernung des Wasserturms, könnte laut Experten den Einsturz des denkmalgeschützten Gebäudes zur Folge haben+++ +++Die Kritiker des Entkernungsvorhabens versuchen verzweifelt, auf diese realexistierende Gefahr hinzuweisen+++Der zuständige Bezirksamtsleiter, Herr Mantell geht davon aus, das die Bauprüfabtlg. diese Frage geprüft hat, -konnte aber auf Anfrage nicht bestätigen, das das Prozedere auch wirklich geschehen ist+++ Eigentlich ist durch so exponierte unter Denkmalschutz stehende Bauten, wie dieser “historische Wasserturm” mit seinen “gigantischen Wasser-Tanks” inkl. Eisenkonstruktion im umbauten Raum, auch der INNERE (!) Bereich, zwingend denkmalgeschützt.+++Für den Bürger ist es völlig intransparent wie diese unzweideutige gesetzliche Festschreibung ausgehebelt werden konnte- bzw. ob es diesbezüglich überhaupt ein Feststellungsverfahren gegeben hat+++Auch die Frage steht im Raum, in wieweit der Denkmalschutz mit dem Bauherren und dem Eigentümer, sich an dieser Stelle als auffällig kooperativ erwiesen hat, bzw. die Denkmalpflege unabhängig, gegengeprüft hat?+++ Eigentlich hätte diese spezielle Frage, auf Senatsebene behandelt werden -dann auch begründet werden müssen+++ Die Frage steht im Raum, ob die Einsturzgefahr (seitens der Behörden und des Investors), aufgrund der fragilen Statik, nach Entkernung des >Eisen-Kerns< billigend in Kauf genommen wird?+++ Der Eigentümer hätte demzufolge ein Gründstück zum “Schnäppchenpreis” auf dem er NEU (!) bauen könnte?+++ Laut HA vom 11.09.03 käme der Neubau um ein vielfaches günstiger! jst

(…der obere Text, sowie die Bild-Montage=(J. Stange) können unter Nennung des Quell-Codes frei verbreitet werden !)

28.11.2003= +++Aktuell!+++ Dringend !, es werden vorab 2000 Unterschriften gebraucht! Bitte untersützt(en) Sie diesen Rettungsversuch! Hier PDF-Bürgerbegehren mit Unterschriftenliste downloaden= http://www.metasynapse.net (*MöwenPick/Nestle, Meta-Nuke)

Hotelturm umstimmen

Initiative sammelt Unterschriften für Bürgerbegehren gegen Grundstücksverkauf im Schanzen-Park

Eine Bürgerinitiative will in letzter Minute verhindern, dass der Wasserturm im Sternschanzen-Park zu einem Hotel* umgebaut wird. Im Eiltempo will sie 2.000 Unterschriften sammeln, um einen Aufschub für die Hotelpläne zu erwirken. Rund 6.000 Unterschriften sind erforderlich, damit es später zu einem Bürgerbegehren kommen kann.

Zu den Vertrauensleuten des Bürgerbegehrens gehört die Designerin Inga Di Mar, die gleich nach Bekanntwerden des aktuellen Hotel-Plans warnte, die Fassade des Turmes werde einstürzen, wenn die Wasserbecken entfernt würden.

Die Ini, die auch das Innere des Turmes erhalten will, wendet sich speziell gegen den Verkauf von Grundstücken im und am Sternschanzenpark – aus Misstrauen gegen die Investoren und weil das Hotel ohne diese Grundstücke nicht gebaut werden kann. Sie sollen aufgegraben werden, um einen Zugang vom Schanzen-Bahnhof zum Hotel zu schaffen (taz berichtete).

Bedenken, die Investoren könnten den Wasserturm absichtlich einstürzen lassen, um ungehindert bauen zu können, wies Bezirksamtsleiter Jürgen Mantell (SPD) zurück. “Wenn der in sich zusammenfällt, gibt es keine neue Baugenehmigung”, sagte Mantell der taz. Das Park-Grundstück werde nach den Bauarbeiten zugeschüttet und als öffentlicher Park genutzt.

Befürchtungen, der geplante Restaurantanbau innerhalb der Umzäunung des Wasserturms könnte Park-Besucherinnen unverschämten Blicken aussetzen, hält Mantell für unbegründet. Der Anbau werde ebenfalls Richtung Bahngelände weisen. Unterschriftenlisten beim Luna-Teeladen, Bornstr. 20 (beim Abaton) und unter http://www.metasynapse.net

knö
taz Hamburg Nr. 7223 vom 2.12.2003, Seite 22, 57 Zeilen (TAZ-Bericht), knö

http://www.taz.de/pt/2003/12/02/a0251.nf/tex

“unter uns gesagt” = MöwenPick eine Tochter von Nestle= “und kreischend dreht die Möwe ab”¿?

[Mars und Meer°]+++++

[G8-Proteste] Vevey: Kundgebung der Velokaravane vor Néstle von me – 30.05.2003 17:00

Die Velokaravane aus Bern hat um 14.00 Uhr Vevey erreicht. Zusammen mit einer Velodemo von Lausanne aus haben sie gegen die Machenschaften von Nestlé protestiert. 220 VelofahrerInnen und einige andere Gerährte aus Bern sind um 14.00 Uhr mit den VelofahrerInnen, die von Lausanne her kamen zusammengetroffen. Rund 300 bis 500 Personen haben daraufhin die grosse Kreuzung vor dem Nestlégebäude besetzt und interessanten und aufschlussreichen Reden über die Machenschaften von Nestlé zugehört. Es gab Reden zu Nestlé und den abgelaufenen Nahrungsmittel, die Nestlé neuverpackt in Columbien wiederverkauft hat, zu Mexico, Handel von Kaffee und anderen Lebensmitteln.(siehe z.B. http://www.switzerland.indymedia.org/de/2003/04/7567.shtml – Wie macht Nestlé ihre Milliarden-Gewinne?) Freude bereitete die Info, dass es einigen DemonstrantInnen in Genf gelungen ist, das Gitter an der WTO nieder zu rütteln. Die Kundgebung lief glimpflich ab, Nestlé war gut bewacht. Per Zufall wohl war der Zaun aus schallbretter mit Papier geschützt. Jetzt ist es voller Sprayereien. Wenn der Papierschutz aus ästhetischen Gründen angebracht worden ist, so hat das Ganze nun zudem auch noch an Gehalt gewonnen. Wie alle Aktionen in den letzten Tagen, so war auch diese von einer Unmenge Presse begleitet. ^von Möwen und mehr=

http://lists.indymedia.org/pipermail/imc-germany-print/2003-May/000261.html

Manager-Magazin=

A U G U S T V O N F I N C K Edelmann ohne Fortune (2)

Von Christian Keun

Der freie Bürger und sein Edelmann

(…)So servierte er etwa bei seinem Einstieg in die Schweizer Gastronomie- und Hotelkette Mövenpick kurzerhand das Management ab und bescherte dem Konzern damit eine handfeste Krise. Ähnlich rücksichtslos verfuhr der hochgewachsene Edelmann, den einstige Gefährten als höflich und charmant, aber auch verschroben und zuweilen bösartig charakterisieren, beim endgültigen Abschied vom familiären Bankgeschäft.

Nach anfänglicher Begeisterung ermattete das Interesse des Barons an Merck Finck & Co. zusehends. Immer öfter mied er die mühevolle Kernerarbeit des Tagesgeschäfts. Stattdessen schlich er lieber mit der Flinte durchs Unterholz und inspizierte nach der Jagd die hauseigene Forellenzucht. Mehr und mehr trieb ihn aber auch die Angst vor Fehlentscheidungen um, die ihn als persönlich Haftendem im schlimmsten Fall das gesamte Privatvermögen kosten konnten.

In einer beispiellosen Nacht-und-Nebel-Aktion verscherbelte er schließlich sein Geldhaus im Herbst 1990 für rund 300 Millionen Euro an die britische Barclays Bank. Seinen mithaftenden Gesellschafter Adolf Kracht überging von Finck dabei schlicht: Über so eine Sache könne er doch unmöglich vorher mit dem Portier oder einem Herrn Kracht reden.

Mit dem Geldsack über die Alpen

Mit dem Verkauf habe August von Finck ein für alle Mal aus dem überlangen Schatten seines Vaters heraustreten wollen, vermuten Beobachter das nahe Liegende. Nicht zuletzt aber bildete dieser Schritt den Auftakt für eine gezielte Absetzbewegung in Richtung Schweiz. Nach und nach trennte sich von Finck vom meisten, was hier zu Lande von Wert war: Beteiligungen an der Allianz und der Münchener Rück, der DSK-Bank, dem Stromversorger Isar-Amperwerke, am Ende auch von Löwenbräu.

Die Erlöse investierte er jenseits der Alpen, etwa bei dem Maschinenbauer von Roll, in Alusuisse-Lonza und dem Mischkonzern Oerlikon-Bührle. Dabei trieben ihn eine geradezu krankhafte Furcht vor der “konfiskatorischen Erbschaftsteuer” wie auch eine wachsende Unzufriedenheit mit der deutschen Politik, die er seit dem Tod seines Freundes Franz Josef Strauß ihres letzten Hoffnungsträgers beraubt sah. Man könne machen, was man wolle, lamentierte der Milliardär einst im kleinen Kreis, wenn der Staat so weitermache, werde er uns alle zum Schluss noch vernichten.

Bitte hier weiterlesen:

http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,280631,00.html

http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,280631-2,00.html

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Brief an den Ersten Bürgermeister=

http://www.netzdraht.de/bhh/forum/viewtopic.php?t=77

aktuell +++ aktuell +++ aktuell +++ = als Wählergemeinschaft bestätigt=

aktuelle Zusammenfassung 25.01 2004 siehe netzdraht=

http://www.netzdraht.de/bhh/forum/viewtopic.php?p=2886#2886

http://www.soswasserturm.de

· Optimale Objekte & Schauen & Kaufen (David Sorgenfrei)

Schauen & Kaufen Neue Arbeiten auf Holz von David Sorgenfrei

am Freitag, 5. Dezember 2003, 20 Uhr

Macher ………… David Sorgenfrei

Verkäufer …….. u.a. D.Sorgenfrei

Beschauer …………………. Sie

Käufer ……………………. Sie

Gast ……………………… Sie

im KÜNSTLERHAUS e i n s e i n s 22549 Hamburg, Lübbersmeyerweg 11 Bus 37 > Joachim Sahling Weg > Bus 1,22,21 > Knabeweg S-Bahn > Klein Flottbek > Bus 21

Ausstellung bis zum 21.Dezember 2003 Öffnung nach Vereinbarung: Gabi Hermsdorf 040- 439 47 51 oder D. Sorgenfrei 040- 69 45 64 37

Im Foyer:David Sorgenfrei

(digitale Bearbeitung=Objekt/Foto (oben): Stilla Seis, Udo Herzog, jst) +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

…………………………………………………………………………………….

Lieber Peter, (Peter Boue, Künstlerhaus Weidenalle) David Sorgenfrei hat mal mit Horst Papenhausen bei Euch in der Weidenallee (unten rechts) im Haus ein Atelier gehabt. Während er früher großformatige Arbeiten gemacht hat – beschäftigt er sich heute mit kleinen “skulpturalen Arbeiten”: als Zeichnung als (auch gemaltes) Bild und Objekt etc…

“Optimale Objekte” von David Sorgenfrei Zeichnungen, Bilder, Skulpturen, Es sprechen, Eröffnung: Jörg Stange, am 10.10.03 20.oo Uhr, Finissage: Natias Neutert Ausstellung bis 24.10.03 Atelier 50, (G. von Wedingstein), tägl. 16.oo Uhr Samstag 11-14 Uhr, Geschwister-Schollstr. 8a (Hamburg-Eppendorf) Sorgenfrei hat 8 Jahre auf einer spanischen Insel gelebt. Nun lebt David Sorgenfrei wieder in Hamburg. Bekannt wurde seine Arbeit durch die Galerie Barlach und Galerie Stange in den achtziger Jahren… “seine Arbeiten sind heute ganz anders”

***(scans von Zeichnungen folgen) Über einen Freund zu sprechen fällt mir nicht schwer… Auch wenn Jahre getrennter “geosynaptischer Erfahrung” dazwischen liegen.. Hierdurch gibt es zwar eine Lücke- durch seine Zeit auf der „Insel“ -diese “Lücke” werden wir noch weiter -durch Gespräche in die Nähe rücken und zu überbrücken suchen Wir sind ja noch…

… Optimale Objekte Der ungemalte Hintergrund in der Zeichnung und Malerei David Sorgenfreis wirkt wie befreit oder imaginär ersetzt durch etwas Unbestimmbares (?) = durch einen Blick hinter die Malerei und ihren reflexiven Raumbegriff?, möglicherweise- an dieser Stelle von der Erfahrung eines Miros geleitet – geht, wie Sorgenfrei in etwa selbst sagt: „eine ambivalente Raumerfahrung aus“ -schon auf der Einladungskarte wird sichtbar, das der beflügelte Eindruck des scheinbar tragenden -durch >ETWAS< überwunden werden will.. Sich so die Zeichnung widerum dem >NICHTS< zu entziehen scheint und als Produkt sich selbst befragt oder genügt? Ja/Nein ? Räume des ANDEREN wovon wir nichts wissen- wo wir nicht wirklich waren? Splitter und Fraktale FORMEN gesprengt durch einen >ZWISCHENFALL< -die nun nach einer anderen – neuen Ordnung streben? Seine Objekte aus bemaltem Styropor besetzen einen anderen Architekturbegriff = und verweisen auf eine Bauweise -wie sie auch als Bauweise in microcosmischen Räumen -in unseren Blutbahnen z.B.-als neu erfundene Krankheit in geheimen Labors entwickelt -oder auch das „wünschenswertere“ -als Heilungsmittel zum genesungsvollen andocken-:: In der Quintessenz= Um zu zerstören oder heilend zu konvertieren- beides ist möglich und wird gemacht… (*mit endogenen Endungen wie künstlich gewachsene Karpilar-Systeme im “Zweiten fluoreszierendem Stadium”, die in den Raum zu fingern scheinen…) Genmaterial mutiert zu kaffkaesten Gesten geronnenen Materials irreversibel einmal in die Welt gesetzt?! Der Künstler als unüberhörbar warnende Kassandrastimme ?, Im Raum ohne Echo… [WIR gestalten ihre Zukunft°] !!!, ein Werbeslogan der Firma Thyssen= ob die Gegenwart & Zukunft so bestellt wurde -danach wird Mensch nicht gefragt.. „Wir machen die Zukunft“… klingt klinisch und zynisch- ganz ohne indikativen Spaß!

Obwohl ja eigentlich die Kunst die Kathedrale ist- sein sollte…oder besser ihre verschiedenen Gattungen: nachdem die Erkenntnis sich durchgesetzt hat -das Gott nur aus Riss und Lücke besteht…. An diese “Leerstelle” hat man die Technologiegläubigkeit und den Turbokapitalismus gesetzt.. >Wer kauft -ist.<, -also kauft die „operative Kunst“ im Sinne Walter Benjamins, das kaufen……..

Die [FREIHEIT°] ein Mißverständnis- der falsche Schnitt- im Dauerkoma verordneter Willkür -einer scheinbar unentrinnbaren Wirklichkeit= als Regelwerk eines übergeordneten Tittitainement-Injekterats und ihrer politischen u. medialen Erfüllungsgehilfen…

Die [Einladungskarte°] Ein Flügel -assoziativ ein Verweis auf die Nike von Samothrak (?), oder der biblisch gefallene (schwarze) Engel? -erzeichnet im „kryptologischen Restraum“ von Wahrnehmung und einer Fragestellung- die sich dem normatierten Wertekatalog des globalisierten Wahnsinns definitiv entzieht -und verweigert. Um auf metaebenen trinitärer Reflexion und dualistischer Fragestellung- Sinnstiftung sichtbar zu machen ?..

Eigentlich eine Kriminalgeschichte: denkt man an Aristophanis und seine Vögel.. Die >b< [PARABASE°] >/b< die Kegel-Bühne der schon damals anderen ART… die erste politische Bühne in der Theaterlandschaft gewinnt durch philosophische Dialektik und dichterische Hinterfragung der Bauweise -für eine gerechtere lebbarere Welt…,, -mit den Mitteln der Demaskierung von Dummheit, Narzismus, Arroganz, Willkür und Beliebigkeit..

Eine Bühne auch im Heute, die in ihren Grundzügen bestehende Normen der Gleichschaltung und Beliebigkeit aus den Angeln zu heben -als Anspruch auch behaupten darf !.. Ihr IMPETUS:: – als Weg und polivalenter Zielsetzung: eine befreite Wertescala in ethisch und sozial geklärten Bezügen, eine Bühne mit transformierbarer Gestaltungshoheit für alle Bereiche- für ein mehr an Geist und Leben, scheint das treibende, auch im Leben von David Sorgenfrei -seines Kunstbegriffs zu sein… Die Grundfarben Sorgenfrei,s als immerwährende Metapher zu klärender Zustände und Unstand- für einen Ästhetik- und Gesellschaftsbegriff in dem es sich zu leben lohnt…

Der Duktus seines >DENKENS & FÜHLENS< wird zum Surrogat oder besser Transmitterstoff zeichnerischer Bewegung -bis in die Malerei hinein übersetzt -oszilliert weiterhin subtil sichtbar, seine Malweise der achtziger Jahre: die Farbsetzung ist nun radikal reduktioniert und anders -auch flächig eingebracht, – das Pastose abgelöst- durch eine “andere Schrägheit” in der Feinheit von Bearbeitung. Der Charakter seiner Zeichnungen und Formensprache skulptural transformiert und erweitert durch Schnitt(t)echniken des Scheerenschnitts- für die Gewinnung erweiterter Wahrnehmung: ist erweiterter Raum!, der Dialog zwischen Herz und Hirn scheint im Gleichgewicht stärker akzentuiert.. Die Variablität intuitiv und intellektuell virtuos durchkomponiert::

Eine Zäsur in der Methode:: „Es kommt von hinten nach vorne raus“… wie David sagt.. und …“sein Kopf würde malend in den Fingerspitzen sitzen“….

Ein Widerspruch ?, eher nicht! Eher erotisch im Sinne Andre Bretons.. …“Seinen Intellekt gibt Sorgenfrei nicht vor dem Pinsel ab- sondern er malt ihn mit“… Vor dem Hintergrund des Blauen und des Grauen – im Restgedanken eines revolutionären Nietzsche….

Kopf und Herz sind literarisch und metaphernreich – nicht pragmatisch nur besetzt.. Wer Ihn näher kennt- wird von Beidem in ihm finden- aber nicht im Sinne einer beliebigen l’art pour l’art Auffassung und Haltung- sondern auch von der Erkenntnis getragen- das sich ethisch und sozial etwas bewegen muß… In diesem Zusammenhang möchte ich meinen Freund Gunnar F. Gerlach erwähnen: der mir persönlich nicht nur die Schule von Barbizon, am Beispiel Courbet aufklärerisch in einen anderen und vor allem deutlicheren (kunst)historischen Kontext setzte -der noch heute Gültigkeit und frische besitzt. …

Die Vehemenz seiner früheren Bilder und Haltung, wird eher abgelöst -durch eine Raumauffassung die transformierbar -auch auf andere Gattungen der Künste angelegt ist.. -so mein Eindruck… Der [ungemalte Hintergrund°] ist kein Grund ohne Grund -in gewöhnlichem Sinne, sondern läßt zumindest für mich -unter anderem, unverstellt den Blick frei -auf sein eigenes engagiertes Leben -im zumeist fremdbestimmten Raum.. Als Stichworte seien die berühmte Haynstr. 1 und die „anderen Häuser“ genannt -die er mit Freunden und Freundinnen in vehementer und sugsessiver Gestaltungskraft -der Gewinnsucht und damit der sozialen Kälte abtrotzte – damit es ein bißchen wärmer wurde/wird -näher am richtigen Leben eben..

Im allgemeinen werden Ausstellungen in der Besprechung auf die Farbe, Form und Komposition beschränkt.. das konnte hier kein Anliegen sein… Alle weiteren Einlassungen hier im Raum, -will ich mit einem Zitat von Marcel Duchamp ansprechen: „Die Kunst findet im Kopf des Betrachters statt“….

(Hätte ich diese „Installations-Einstellung“- bereits vorher gesehen- als sozusagen fertiges Produkt, -hätte ich auch den Begriff „skulpturale Feldforschung“ eingebracht oder extra erfunden um näher besprechen zu können…)

In diesem Sinne einen operativen Abend… und Gedankenreichtum und eine „eingreifende Sinnlichkeit“, -wider die Täuschung —ohne Ende…

…“Die Zeichnung befindet sich oben, Malerei befindet sich im Keller …die Bar ist oben geöffnet“ Bitte bedienen sie sich… :: (Rioja) :: Wein aus E und Wasser aus D

(*) Textstelle in der bei der Rede (vor Ort)- improvisierte Gedanken eingewebt wurden -welche bei in Netzstellung unberüchtigt geblieben sind.

Jörg Stange g.f.o.k. © 2003

· Diskurs: Didaktischer Kegel © Dr. Ferdinand Herget 2003
© Dr. Ferdinand Herget 2003

Der folgende Text ist das unkorrigierte Manuskript des Vortrages. Zitation nur mit Quellenangabe erlaubt. Einsichtiges Lernen und Unterrichtsmethoden Einleitung Seit gut 80 Jahren belegen viele empirische Untersuchungen, daß Schülerinnen und Schüler sehr häufig träges Wissen erwerben. Sie lernen die Inhalte nur auswendig und scheitern beim Transfer des Wissens auf neue Situationen. Sie kennen die Regel, aber verstehen nicht, was sie bedeutet: Ihr Wissen ist nicht lebendig. Warum ist das so? Wessels schreibt dazu: In der Didaktik »… ist ein überaus wichtiger Aspekt von Unterricht außer Acht gelassen worden, nämlich der des Lernens. … Es soll gelernt werden, aber wie das Lernen im Unterricht stattfindet, das wird in keiner Didaktik ausgeführt.« Werden reale Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern nur am Rande berücksichtigt, eröffnen sich jeder pädagogisch-didaktischen oder methodischen Planung unbegrenzte Horizonte und zwar unabhängig davon, was im Kopf des Schülers tatsächlich passiert.(1) Wer nicht blind planen will, sollte wissen 1. wie Schüler und Schülerinnen lebendiges, also einsichtiges Wissen erwerben und 2. wie der Unterricht den Erwerb lebendigen Wissens anregen und fördern kann. Hierzu kann die Gestaltpsychologie m.E. wichtige Beiträge liefern. Im ersten Teil stelle ich das derzeit übliche Unterrichtsverfahren des gelenkten Unterrichts dar. Der zweite Teil entfaltet die gestaltpsychologischen Prinzipien des produktiven Denkens, soweit sie für die Unterrichtspraxis bedeutsam sind. Im dritten Teil stelle ich die Folgen für die Organisation des Unterrichts dar. Im vierten Teil formuliere ich einige weiterführende Forschungsfragen. Ich beginne den Gepflogenheiten folgend mit Teil 1: 1. Der ‘gelenkte Unterricht’ als Standardmethode Der ‘gelenkte Unterricht’ ist das noch heute weithin gebräuchliche Unterrichtsverfahren, auch wenn sein Gewand moderner geworden ist. Sein Kennzeichen ist der anweisungsgesteuerte Dreischritt »Vormachen – Nachmachen – Wiederholen«. Er geht wesentlich auf den Lernbegriff Johann Friedrich Herbarts (+1841) und die daraus abgeleitete Formalstufenlehre zurück. Herbart erklärt Lernen als das assoziative Verknüpfen von Elementen auf Grund oftmaliger Wiederholung. Das Unterrichten ist daher ein vom Lehrer gesteuerten Verknüpfungsprozeß von Wissenselementen. Dabei gibt der Lehrer zuerst die neuen Elemente anschaulich vor, damit sie im Bewußtsein des Schülers präsent sind. Dann hält der Lehrer die Elemente so lange im Schülerbewußtsein, bis die Elemente sich verknüpft haben. Schließlich festigt der Lehrer die Verknüpfung, indem er die Schüler mehrere Aufgaben gleichen Typs bearbeiten läßt. Der Unterricht verläuft linear in zeitlich und inhaltlich fest definierten Schritten ab. Max Wertheimer hat im produktiven Denken dieses Verfahrens dokumentiert und seine Auswirkungen auf Schüler dargestellt. Kritisch ist zum gelenkten Unterricht zu sagen: 1. Die drillmäßige Gewöhnung an ein Lösungsverfahren führt zur Rigidisierung des Denkens, also zu trägem Wissen. 2. Die Konzentration auf Elemente stört das Erfassen von Sinnzusammenhängen und behindert so das Gewinnen von Einsichten. 3. Die weitgehende Abhängigkeit von den Anweisungen des Lehrers blockiert das eigenverantwortliche Arbeiten der Schülerinnen und Schüler. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der nahezu vollkommenen organisatorischen Beherrschbarkeit des Unterrichts und der generalstabsmäßigen Planbarkeit der Vermittlungsdauer des Stoffes. Ein solches Modell entspricht daher vor allem den Bedürfnissen einer planwirtschaftlich denkenden Schulverwaltung. 1. Die gestaltpsychologische Lehre vom produktiven Denken Aus gestaltpsychologischer Sicht ist Lernen ein Sonderfall des produktiven Denkens. Sowohl das produktive Denken wie das Lernen bezwecken den Erwerb lebendigen oder einsichtigen Wissens. Im Unterschied zum produktiven Denken ist Lernen das individuelle Nacherfinden bereits gewonnener Erkenntnisse. Produktives Denken ist ein Problemlöseprozeß, bei dem der Denkende 1. wesentliche strukturelle Zusammenhänge erstmals entdeckt und 2. weiß, warum dies die wesentlichen sachlichen Bezüge sind, also Einsichten gewinnt. Im folgenden skizziere ich einige für die Unterrichtsorganisation wichtige Komponenten des produktiven Denkens, nämlich 1. die dynamisch wirksamen Faktoren, die 2. Operationen des Denkens und 3. die heuristischen Methoden Dunckers als Strategien zur Durchdringung von Problemsituationen. 1. Ziel/Aufgabe, Material und Lösungsablauf als dynamisch wirksame Faktoren in Problemlöseprozessen Das produktive Denken bewegt sich im allgemeinen um die drei Pole Ziel/Aufgabe, Material und Lösungsablauf: 1. das Ziel und die Aufgabe: Das Ziel ist, was man erkennen, erreichen, wissen oder verwirklichen will. Die Aufgabe oder das Aufgabenspektrum sind die aus dem Ziel abgeleiteten Forderungen, die aufzeigen, was zu tun ist, um das Ziel zu erreichen. 2. das Material: Das Material ist alles, was Gegenstand des Tuns aufgrund der Forderungen der Aufgabe werden muß. 3. der Lösungsablauf: Beim Lösungsablauf werden Inhalt und Abfolge der einzelnen Lösungsschritte geplant, realisiert und mit der Aufgabe abgeglichen. Zentral für das produktive Denken ist seine aufgaben- und problembezogene Arbeitsweise. Es bewegt sich nichtlinear und dynamisch zwischen Aufgabe, Material und Lösungsablauf hin und her. Das Denken schreitet von oben nach unten, von der Klärung der Aufgabe, des Materials und des Lösungsablaufs die einzelnen Stufen bis zur Lösung hinab. Aber auf jeder Stufe kann sich ein Problem auftun: Das Verständnis der Aufgabe, des Materials oder des Lösungsablaufs kann unzureichend sein. Dann wechselt das Denken nach oben zur Aufgabe zurück und versucht unter erneuter Abklärung ihrer Forderungen, das Problem zu bewältigen. Das Denken verändert so beim Lösen von Problemen häufig die Richtung, um die Forderungen der Aufgabe an das Material, die Eigenschaften der Mittel und Verfahren und den Ablauf des Lösungsprozesses wiederholt zu kontrollieren. 1. Die Operationen des Denkens als strukturelle Veränderungen des Gegebenen Beim Problemlösen vollziehen sich strukturelle Änderungen am Gegebenen, die sogenannten Operationen des Denkens. Diese phänomenalen Eigenbewegungen der Sache sind nicht vom Denkenden machbar. Ich nenne hier nur zwei, die Zentrierung/Umzentrierung und den Funktionswechsel: – Zentrierung/Umzentrierung: Zentrierung bezeichnet die Auffassung einer Gesamtlage nach bestimmten Schwerpunkten. Die Zentrierung bestimmt das Eigenschaftsrelief einer Situation. Bei der Umzentrierung wird die Sachlage unter einem neuen Gesichtspunkt ins Auge gefaßt. Meist wandelt sich dabei das Eigenschaftsprofil der Sachlage grundlegend. Beispiele für Umzentrierungen sind — der Wechsel vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild. — der Wechsel von der DM zum Euro. – Funktionswechsel: Teile üben in einem Ganzen und für das Ganze bestimmte Funktionen (Aufgaben) aus. Gehen Teile in ein neues Ganzes ein, übernehmen sie oftmals völlig neue Funktionen. Das Umfunktionieren findet sich in unterschiedlichsten Bereichen: Z.B. beim Gebrauch eines Buches als Briefbeschwerer oder beim Wort »persona« vom bühnentechnischen (Maske) zum philosophisch-theologischen terminus technicus (Person). 1. Problemelösetechniken: Die ‘heuristischen Methoden’ Dunckers als Strategien zur Durchdringung von Problemsituationen Das Problemlösen kann durch sogenannte ‘heuristische Methoden’, wie sie etwa Karl Duncker beschrieben hat, unterstützt werden. Die heuristischen Methoden befreien den Denkenden von Fixierungen auf die Sachlage und erleichtern ihm u.U., Lösungswege zu finden. Der Denkende versucht sich gewissermaßen einen neuen Überblick über die Sachlage zu verschaffen. Duncker unterscheidet die Zielanalyse, die der Klärung der Aufgabe dient, und die Situationsanalyse, die – als Konfliktanalyse fragt, warum eine Lösung derzeit unmöglich ist, – als Materialanalyse nach geeigneten Mitteln zur Lösung sucht und – als Verfahrensanalyse die Abfolge der Lösungsschritte klären will. Zusammenfassung: Vor allem drei Merkmale des Problemlösens sind bedeutsam 1. die zielbezogene, dynamische und variable Arbeitsweise des Denkens 2. die phänomenale Eigenbewegung der Sache und 3. die Förderung des Problemlösens durch den aktiven Umgang mit dem Problem. Alle drei Aspekte sind für die Organisation des Unterrichts maßgeblich. 1. Einsichtiges Lernen und die Organisation des Unterrichts Aufgabe der Organisation des Unterrichts ist es, Schülerinnen und Schüler zum einsichtigen Lernen anzuregen. »Organisation des Unterrichts« bezeichnet die Gestaltung der Lehr/Lernprozesse durch die Strukturierung des Lernstoffes, durch die Verwendung von Erarbeitungs- und von Interaktionsformen. Auf gestaltpsychologischer Grundlage erwächst – im Vergleich zum gelenkten Unterricht – daraus ein völlig neues Verständnis der Unterrichtsorganisation. Sie soll Verstehensprozesse anregen und fördern und nicht lenken oder gar machen. Daher determinieren die Denkprozesse der Schülerinnen und Schüler die Organisation des Unterrichts und nicht umgekehrt. Im folgenden werde ich zuerst wesentliche Komponenten des Unterrichts darstellen und dann im didaktischen Kegel den Zusammenhang zwischen diesen Komponenten und den genannten Komponenten des Problemlösens aufzeigen. Generell sind drei Komponenten für die Unterrichtsorganisation wesentlich: 1. der Lerninhalt 2. der Stundenverlauf und 3. die die Erarbeitung und die Interaktion organisierenden Maßnahmen. 1. Der Lerninhalt und seine Strukturierung Die inhaltliche Gestaltung umfaßt vor allem die Auswahl und Strukturierung des Lernstoffs. Ihre Ziele sind u.a. den Stoff für den Schüler geistig faßbar zu machen und den Stoff so zu gestalten, daß Schüler darin eine Aufgabe entdecken können. 1. Die Auswahl des Stoffes ist in der Regel durch den Lehrplan festgelegt. 2. Die Strukturierung des Lernstoffes dagegen liegt in der Hand des Lehrers. Die Strukturierung umfaßt u.a. die Aspekte der Komplexität, des Abstraktionsgrades und der Anmutungsweise des Inhalts: – Komplexität bezeichnet die strukturelle Dimensionalität des Stoffes, also die Vielfalt der Hierarchieebenen, der Teile und ihrer Funktionen. Je mehr Gesichtspunkte miteinander verwoben sind, desto komplexer ist der Lernstoff. Beispielsweise stellen moralische Dilemma-Aufgaben sehr komplexe Gebilde dar, weil sie sich unter sich ausschließenden Strukturgesetzen ordnen lassen. – Abstraktionsgrad meint das graduelle Absehen von Besonderem und Hinwenden zu Allgemeinerem. So kann die Frage nach dem Verbot des Lügens anhand eines konkreten Beispiels oder anhand des kategorischen Imperativs von Kant behandelt werden. – Anmutungsweise bezeichnet die Wirkung eines Inhalts auf den Schüler. Ein Sachverhalt kann als interessant, abstoßend, langweilig, bereits bekannt usw. erlebt werden. Die Anmutungsweise stellt für einen Schüler oft ein bedeutendes Hindernis dar, sich mit der wirklichen Struktur der Sache zu beschäftigen. 3. Variabilität-Konstanz: Die Umwandlung eines problemarmen in ein problemhaltiges Feld, das Schüler zum Mitdenken anregt, basiert im allgemeinen auf dem Erfassen einer Abweichung (Variabilität) von einer Konstanten. Sie ermöglicht den für jedes Denken grundlegenden Vorgang des Vergleichens und des Feststellens einer bislang unerklärten Veränderung. Das Vorbereiten einer Variabilität-Konstanz-Situation ist heikel, weil die Lehrkraft – in gestaltpsychologischer Diktion – das Nullniveau des Bezugssystems des Schülers vorwegnehmen muß, um von dorther eine Variation festzulegen. (Beispiel) 1. Der Stundenverlauf und der Denkfortschritt der Schüler Die geistige Auseinandersetzung mit dem Lernstoff bestimmt den Verlauf einer Unterrichtsstunde. Die Fragen und Probleme der Schüler und ihre Zugangsweise zum Lerninhalt bestimmen, was in einer Schulstunde geschieht. Deshalb ist der Stundenablauf variabel und nicht völlig planbar. Um die Denkprozesse trotzdem sachgerecht anzuregen, muß die Lehrkraft den aktuellen Verlauf der Denkprozesse der Schüler anhand ihrer Äußerungen und Handlungen beobachten und beschreiben können. Heuristisches Mittel dafür können die Komponenten eines Problemlöseprozesses sein. Der Unterrichtsverlauf kann so unter den Gesichtspunkten – der dynamischen Komponenten, also Ziel/Aufgabe, Material, Lösungsablauf – der Operationen des Denkens, also des strukturellen Gegebenseins der Inhalte beim Schüler und – der heuristischen Methoden analysiert und geklärt werden. 1. Die organisierenden Mittel: Sozial- und Handlungsformen Die dritte Komponente des Unterrichts sind die organisierenden Mittel, die die Erarbeitung der Inhalte und die Interaktion der am Unterricht beteiligten Personen regeln. Dazu zählen die sogenannten Sozial- und Handlungsformen: – Sozialformen bezeichnen die Interaktionsformen zwischen Lehrern und Schülern und Schülern untereinander. Dazu zählen z.B. der Frontalunterricht, die Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit oder das Unterrichtsgespräch. – Handlungsformen heißen nach bestimmten Regeln durchgeführte Lernsequenzen im Unterricht. Sie beschreiben die Art und Weise, wie die Inhalte erarbeitet werden. Dazu zählen Vortrag, Diskurs, Problemerarbeitung, Aufgabenformulierung usw. Eine Lehrkraft hat im Sinne des demokratischen Verfahrens von Kurt Lewin vor allem beratende Funktion. Die Art und Weise der Beratung wirkt sich auch auf die Denkprozesse von Schülern aus. So können Fragen die Aufmerksamkeit von Schülern in angemessener oder unangemessener Form lenken. Ähnliches gilt für die Organisation der Zusammenarbeit der Schüler. Wie lassen sich die genannten Komponenten des produktiven Denkens und die Komponenten des Unterrichts miteinander verbinden? 1. Der ‘didaktische Kegel’: Zur Koordination von Lernprozessen und Organisation des Unterrichts Im folgenden wird der Zusammenhang zwischen einsichtigem Lernen und didaktischer Organisation formalisiert und im didaktischen Kegel dargestellt. Zweck dieser Formalisierung ist einerseits, auf weiterführende denkpsychologische und unterrichtsmethodische Forschungsfragen aufmerksam zu machen. Andererseits kann dies ein Instrument für die Hand des Lehrers sein, das ihm eine präzisere Beurteilung der Denkfortschritte eines Schülers ermöglicht. Die aus der gestalttheoretischen Analyse produktiven Denkens und der didaktischen Beschreibung der Organisation des Unterrichts gewonnenen Faktoren sind hierarchisch und funktional aufeinander bezogen. Sie werden hier in einem siebenstufigen didaktischen Kegel angeordnet (s.Abb.: 2): 1. Denkinhalt: Der Denkinhalt ist das, was Gegenstand des Denkens ist, also die Ziel/Aufgabe, das Material und der Lösungsverlauf. 2. Denkziel: Das Denkziel ist das, was im Hinblick auf den Denkinhalt erreicht werden soll, nämlich das Erfassen des Strukturgesetzes (des Sinnes eines Ganzen), das Analysieren der Struktur (Teil-Teil-und Teil-Ganzes-Beziehungen), der Vergleich mit einer anderen Struktur oder das Erzeugen einer neuer Struktur. 3. Operationen des Denkens: Die Denkoperationen sind Wandlungen am Gegebenen, also die phänomenalen Veränderungen des Denkinhaltes, z.B. das Umzentrieren. 4. Heuristische Fragen: Der eben genannte Wandlungsprozeß kann durch Problemlösetechniken unterstützt werden. 5. Handlungsformen: Die Handlungsformen legen fest, wie der Stoff erarbeitet wird. 6. Sozialformen: Die Sozialformen bestimmen die Zusammenarbeit zwischen Schülern oder zwischen Schülern und Lehrern. 7. Strukturierung des Stoffes: Der Lernstoff ist so zu gestalten, daß er das produktive Denken anregt. Dazu sind Komplexität, Abstraktionsgrad und Anmutungsweise zu berücksichtigen. Jede Stufe ist horizontal in verschiedene, inhaltlich definierte Komponenten eingeteilt (s.Abb.: 3). Zwischen den Stufen des Kegels herrscht ein dynamisch-hierarchisches Verhältnis im Sinne von Forderung und Erfüllung. Die Stufen des Denkinhalts, der Denkziele und der Denkoperationen laufen im Schüler ab und sind nur erkennbar, wenn ein Schüler sie benennt oder darstellt. Daraus, wie der Denkinhalt gegeben ist, etwa das Verständnis der Aufgabe, leiten sich Forderungen an die Denkziele ab im Hinblick auf das präzisere Erfassen der Struktur oder das bessere Erfassen des Strukturgesetzes. Diesem sind Denkoperationen zugeordnet, also jene Veränderungen, die der Gegenstand im Laufe seiner geistigen Durchdringung erfährt. Das Eindringen in den Sachverhalt, das Erfassen des Strukturgesetzes und der Struktur kann durch heuristische gefördert werden. Hat ein Schüler das Lernen gelernt, wird er mit diesen Fragen selbständig arbeiten. Sie können auch vom Lehrer gestellt werden. Den jeweiligen Denkzielen können entweder vom Lehrer oder Schüler spezifische Handlungsformen zugeordnet werden. Dazu zählen u.a. das Erzählen, das Vortragen, der Diskurs, aber auch die Meditation oder das Spielen. Muß sich der Schüler in seinem Denken auf den Sachverhalt einspielen, können meditative Verfahren oder Formen der Bildbetrachtung wichtig sein. Ist die Struktur zu klären, werden Handlungsformen gewählt, die das Strukturieren in den Mittelpunkt stellen, etwa der Diskurs, der Vortrag oder das Erzählen. Sind Schüler geübt, können sie die Handlungsformen selbständig wählen. Den Handlungsformen können nun sachlich gebotene Sozialformen zugeordnet werden: Es ist klar, daß die meditative Betrachtung vor allem eine Aufgabe des Einzelnen ist, während der Diskurs eine Gruppe voraussetzt. Die Strukturierung des Stoffes hinsichtlich seiner Komplexität, etwa der Anzahl der Hierarchieebenen, oder seines Abstraktionsgrades, z.B. lebenspraktische Problemdarstellung, ist im Hinblick z.B. auf die Forderungen der Analyse des Materials vorzunehmen. Sind Schüler in der Materialanalyse geübter, kann z.B. die Komplexität des Materials erhöht werden, sind sie weniger geübt, dann kann sie verringert werden. Jeder Ebene des didaktischen Kegels können Leitfragen zugeordnet werden, die der Analyse der Denkergebnisse und Denkschwierigkeiten dienen (s. Tabelle I). Ebene Leitfrage Denkinhalt Was bedenkt der Schüler gerade? Erarbeitet er die Aufgabe, das Material oder den Lösungsablauf? Denkziel Was muß er im Hinblick auf den Denkinhalt leisten? Ist ihm die Aufgabe klar? Hat er deren Sinn erfaßt? Stimmt die von ihm beschriebene Struktur mit der Struktur der Sache überein? Muß er eine neue Zielstruktur entwickeln? Kann er die Zielstruktur mit der Materialstruktur vergleichen und so mögliche Lücken entdecken? Operationen des Denkens Wie strukturiert er den Denkinhalt? Wie zentriert, gliedert usw. er die Sachlage? Heuristische Fragen Welche Problemlösetechniken setzt er ein, welche sollte er einsetzen? Sozialformen Welche Formen der Zusammen- oder Einzelarbeit sind jetzt angemessen. Wie sollten Schüler und Lehrer jetzt zusammenarbeiten? Ist z.B. ein Klassengespräch besser, um eine Aufgabenstellung zu entdecken? Handlungsformen Welche Handlungsformen können die Klärung der Denkinhalte unterstützen? Ist z.B. eine fragende oder darbietende Arbeitsphase notwendig. Strukturierung des Stoffes Wie komplex ist der Stoff? Welche Teile und Funktionen erfaßt ein Schüler, welche Hierarchieebenen? Wie wirkt der Stoff auf den Schüler? Der Zusammenhang zwischen den Leitfragen und den Ebenen des didaktischen Kegels verdeutlicht, daß auch intrapsychische Prozesse durch genaue Beobachtung der Schüleräußerungen und des Schülerverhaltens hinreichend genau erschlossen werden können, um den Unterricht schüler- und sachangemessen organisieren zu können. 1. Ausblick: Forschungsfragen Der hier vorgestellte didaktische Kegel ist bislang nur ein heuristisches Modell, das den Zusammenhang zwischen Unterrichtsorganisation und den Prozessen des einsichtigen Lernens zu formalisieren versucht. Er kann verdeutlichen, daß die Anregung einsichtigen Lernens eine komplexere Aufgabe ist als es das bloße Vermitteln von Merkstoff darstellt. Ich bin mir bewußt, daß bislang emotionale und volitonale Faktoren hier noch nicht integriert wurden. Das ist weiterer Forschungsarbeit vorbehalten. Erlauben Sie mir die Formulierung einiger künftiger Aufgaben und Forschungsfragen. – Lehrer sollten befähigt werden, die Gesetzmäßigkeiten des produktiven Denkens auf die Unterrichtsplanung anzuwenden. Das setzt die systematische Ausbildung von Lehramtsanwärtern in den Bereichen des Problemlösens, der Problemlösetechniken und der Analyse von Denkprozessen voraus. Dafür wären Curricula zu entwickeln. – Die Beobachtung und Analyse der Denkprozesse von Schülerinnen und Schüler gehört zu den wesentlichen Aufgaben eines Lehrers. Besonders schwierig ist dabei die Unterscheidung von Gesagtem und Gemeintem. Schüler behelfen sich oft mit ungenauen Umschreibungen, weil ihnen die Fachsprache fehlt. Das macht es schwierig, den sachlichen Gehalt ihrer Aussagen richtig zu beurteilen. Das richtige Deuten von Schüleräußerungen wird bislang in der Lehrerbildung nur sporadisch geübt. Dafür Kriterien und Techniken zu entwickeln, wäre eine wichtige Aufgabe der Unterrichtsforschung und der Psychologie. Nur hinzuweisen ist hier darauf, daß bislang das Verhalten von Schülern beobachtet wird, um Rückschlüsse auf Denkprozesse zu ziehen. — Hier kann vor allem die Erforschung von Bezugssystemen besondere Bedeutung erlangen. Sinnvoll wäre es unter formaler Perspektive, die Lehre von den Bezugssystemen unter dem Aspekt der kognitiven Entwicklung auszubauen und zu vertiefen. In gleicher Weise verdiente die materiale, also inhaltliche Erforschung der Bezugssysteme von Kindern und Jugendlichen besondere Aufmerksamkeit. Die bislang aus dem Bereich der Strukturtheorie vorgelegten Stufenmodelle scheinen – wenn man z.B. die Bereiche der Moralentwicklung oder der religiösen Entwicklung anschaut – weniger von den inneren Möglichkeiten des Heranwachsenden gedacht als von der Norm eines augenblicklich vorherrschenden Menschenbildes. – Eine wesentliche Aufgabe einer Lehrkraft ist es, das Interesse von Schülern für eine Sache zu wecken, also »Varibilität-Konstanz-Situationen« zu erzeugen bzw. ein problemarmes in ein problemhaltiges Feld zu verwandeln. Bislang gibt es dafür vor allem die pädagogischen Experten geläufigen Vorschläge wie die von Martin Wagenschein, Friedrich Copei oder Maria Montessori. Im Grunde haben ihre Hinweise die universitäre Lehrerbildung nur begrenzt erreicht. Das liegt einerseits daran, daß eine Systematisierung und Erforschung der hier zugrundeliegenden psychischen Gesetzmäßigkeiten und ihre Beziehungen zur Organisation des Stoffes nocht nicht hinreichend geklärt sind. Andererseits befassen sich diese Vorschläge mit wenigen Ausnahmen mit naturwissenschaftlichen Fächern. Vergleichbare Überlegungen sollten für geisteswissenschaftliche Fächer wie Deutsch, Geschichte, Religion oder Philosophie oder für berufspraktische Fächer an beruflichen Schulen erstellt werden. Die Gestaltpsychologie kann m.E. wichtige Beiträge zur Verbesserung der Lehr/Lernprozesse liefern. Vor allem die Befunde ihres ureigensten Gebietes, der Erforschung des produktiven Denkens, könnten helfen, die Lernprozesse bei Schülern besser zu verstehen. Das scheint mir unverzichtbar, um das bei uns derzeit so heftig kritisierte Lernen in der Schule auf einer substantiellen Ebene zu verbessern. Sie darauf hinzuweisen und anzuregen, Forschungskapazitäten dafür zur Verfügung zu stellen, wäre eine der schönsten Früchte meines Vortrags. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. Einsichtiges Lernen und Unterrichtsmethoden 1 Einleitung 1 1 Der ‘gelenkte Unterricht’ als Standardmethode 2 2 Die gestaltpsychologische Lehre vom produktiven Denken 3 2.1 Ziel/Aufgabe, Material und Lösungsablauf als dynamisch wirksame Faktoren in Problemlöseprozessen 3 2.2 Die Operationen des Denkens als strukturelle Veränderungen des Gegebenen 4 2.3 Problemelösetechniken: Die ‘heuristischen Methoden’ Dunckers als Strategien zur Durchdringung von Problemsituationen 5 3 Einsichtiges Lernen und die Organisation des Unterrichts 6 3.1 Der Lerninhalt und seine Strukturierung 6 3.2 Der Stundenverlauf und der Denkfortschritt der Schüler 7 3.3 Die organisierenden Mittel: Sozial- und Handlungsformen 8 3.4 Der ‘didaktische Kegel’: Zur Koordination von Lernprozessen und Organisation des Unterrichts 8 4 Ausblick: Forschungsfragen 12 1. Man wäre fast versucht zu sagen: »Die Schule würde wunderbar funktionieren, wenn es bloß die Schüler nicht gäbe.« Vollständiger Text= http://www.einsichtiges-lernen.de/x3.htm

· Kunst-Platzen
.. und vor allem für Menschen die nicht unbedingt “KÜNSTLER,s°” -werden wollen, sondern auch Gesellschaft&Kunst hinterfragen bzw. immer schon eine weitereichende SICHT zum Kunst-Begriff (Künstler etc.) hatten:: l’art pour l’art ist heute eher was für “ästhetisierende Zwangsjacken” -ohne Verbindung zum wirklichen Leben… Zumindest sollte der Impetus dann doch soviel SPUREN in der Gesellschaft hinterlassen bzw. einleiten: das das “Schöne” nicht nur im Museum getötet und zur geschmäcklerischen Kontemplation sprich zur “WohlfühlKrankheit” mißbraucht wird: und die konnten noch malen etc…. und sich der BETRACHTER doppelt aus der gesellschaftlichen Verantwortung stehlen kann -in aller Eitelkeit und Selbstbezüglichkeit der doch armen verkannten Genies der Vergangenheit und posthum geheuchelter Betroffenheit.. Der Genie-Begriff scheint mit Picasso gestorben.. – aus dem Begriff und seinem klischeehaften -im Widerhall von beliebiger Ausdeutung, auf das vermeintlich schöne reduziert… da gibt es eine Menge interessanter Beispiele… (Bei allen GROßEN wie KLEINEN K,s) siehe unter anderm Hans Platschek: ich kenne keine STARS – nur den GRÜNEN und den GRAUEN!!! (“Engel bringt das gewünschte”, – oder Maler wie Courbet und Constable:: (die Schule von Barbizon) :: …”Die Verherrlichung der Natur und des einfachen ländlichen Lebens hatte einen sozialkritischen Unterton, der sich gegen die Moderne industrielle Entwicklung und das künstliche, hektische Leben der Großstädte richtete. Ihre republikanischen Sympathien zeichneten einen gewissen ERfolg nach der Revolution von 1848 als der REalismus die romantischen Sujets verdrängte”… (Zitat Ende) -für ein “anderes” ARKADIEN:: reflexive des “Erfinders” des Surrealismus= Andre Breton, Max Ernst, Mondrian, Malewitsch, Duchamp da fängt die Fragestellung doch erst an..etc.pp) was sich daran nicht reflektiert – ist eigentlich Pille Palle = K-P Brehmer :: …”eigentlich bin ich Surrealist”… © 2003 Jörg Stange

· BaliSOS (Harry Bleckert u.a.)
Om Swastiastu, For the 2nd time now BaliSOS’ “authority to request public financial reports from all Bali Recovery Groups” was questioned in public. This is a saddening experience, since the answer is simple: The authority to request financial reports for publishing, or to receive information where to find these reports published on the Web, the authority to ask for reviewing accounts of social aid groups and Bali related NGOs is nothing but what you consider the authority implied by universal Ethics and the authority of the general public and of myself as being part of the Community on Bali. If one does not consider public interest in the finances of social aid organisations justified, then BaliSOS has no right to request any financial reports. It must be assumed that those organizations who refuse publishing detailed reports have reason to hide financial facts. Indonesia and hence Bali is regarded as Top Ten in globalk corruption. Many people do not trust social organisations and assume corruption and misuse. Hence it is not sufficient to pay auditors (they maybe corrupt or not), publish 20 big numbers in print media and invite top players to 5-star hotel buffets. Transparency, detailed public reports and open accounting is required to deserve trust! In the midst of pain, grief and destaster following the Kuta bombings we shared a wonderful experience: Thousands of individuals here on Bali, native Balinese, indonesian transmigrants and foreigners living here alike, rushed to Kuta bomb site or to Sanglah hospital because they felt an urge to help the wounded and to care for the families of the murdered, felt obliged to do whatever they could to help. Thousands were refused as helpers, more than 1,000 volunteers where accepted by their acts or by “coordinators” and helped for many days. In the beginning it was mainly individuals, not groups and organizations, who donated their time and energy, who suffered in the morgue and at the bomb site, who donated food to victims and volunteers. It was some NGOs and other social aid organizations, some diplomats and corporate executives, who made sure their contributions were registered by media and praised in public. Most of the volunteers were not aware of any of these organizations being as such actively helping immediately after the bombing. It was organizations who received donations and funding, much of it being sent from or raised outside of Bali. Everyone should praise non-profit social organizations who often do not pay salaries but rather depend on volunteer work. They assessed and organized medium and long term aid to bomb victims. They supported and continue to support victims untill today and continue to do so many beneficial things for the people of Bali. All NGOs who joined under the umbrella of the Bali Recovery Group in October 2002, agreed to provide complete transparency and publish reports. The public is waiting for these reports! Non-profit organizations should never ever question anybody’s authority to request their financial reports or to review their accounts. Lawyers who do not understand “What type of legal capacity/position/authority that BALI SOS has, that enable it to request such a “financial report” from all Bali Recovery groups” should according to their religion seek spiritual guidance and need to open dictionaries to read about ethics and morals. Please proof me wrong or support the cause of transparency and help block corruption and misuse! Contact responsible persons in social aid organizations and pledge them to open their accounting to the public! Help NGOs to eradicate any possibility of misuse or corruption and unjust considerations by urging them to publish detailed reports! Last not least: GUS supplied financial reports yesterday. Thanks Norm! That raises the number of reports to be published on BaliSOS website to 4. Yayasan Ibu Peduli’s request regarding BaliSOS’ financial reports: BaliSOS received donations only for the period from Oct. 16 – Oct. 22, 2002, when BaliSOS guranteed Food, beverages and uitilities for all victims, families and volunteers in Sanglah hospital. The financial report October 2002 covers this period. The complete accounting was published on http://www.BaliSOS.com on Nov. 1, 2002 and shows that donations did not cover expenses. Other than that, BaliSOS is, was and shall be 100% self funded. Publishing financial reports for other periods would only explain BaliSOS self sponsored total expenses. BaliSOS will not spent anything on advertisement, auditors and hotel buffets to prove BaliSOS’ accounting right. Everyone with doubts is invited to review receipts in our office. Ibu Lala from Yayasan Ibu Peduli reviewed all receipts of BaliSOS already in October 2002, received a copy of the report and collected copies of all purchase receipts. Question to Ibu Peduli: May BaliSOS publish Ibu Peduli’s report as received here on November 3, 2002 ? Greetings Made Sambu (Harry Bleckert) PS: Please see some related mail messages as pasted below in chronological order This mailing list includes about 500 mail addresses of responsible individuals, non-profit organizations, diplomatic agencies, government departments and journalists. Please click here if you want to be removed from this list  Coordinator BaliSOS Group Please visit BaliSOS.com frequently Jl. Raya Seminyak 14, Seminyak, Kuta, 80361 Bali Phone Hotline: +62 (361) 731-130 or +62 (818) 357-726  —– Original Message —– From: BaliSOS To: Norm van’tHoff Sent: Wednesday, October 08, 2003 17:41 Subject: Re: Request for Financial Reports Om Swastiastu Norm, Thanks again for sending your reports and supporting the cause of transparency and honesty. I just opened the files you attached. We shall publish them on the respective section of http://www.BaliSOS.com Later today BaliSOS will send another mail to the big recovery group mailing list. Some basic considerations about financial reports will be outlined there. There are absolutely no limits on size of documents or other content on BaliSOS website. Please do provide more detailed information. Complete lists of donors (name, date, purpose, amount) seem to be most important, as they enable every single donor to validate contributions hence make it clear that the published amount of donations is not missing anything. Complete accounting details would also be helpful, at least on some exemplary accounts. We will publish updates on BaliSOS after October 12, whereafter BaliSOS will be supported by two additional very motivated fulltime balinese members. Greetings I Made Sambu (Harry) for BaliSOS Group —– Original Message —– From: Norm van’tHoff To: BaliSOS Sent: Wednesday, October 08, 2003 13:44 Subject: Re: Request for Financial Reports Hello Harry, I’ve attached some more financial reports – not too detailed, but still usefull I hope. Complete financial records contain a lot of information, so perhaps we should focus on those pieces of information most frequently sought. I’ve been thinking about it, and it occurs to me that one of the things people might like to know, is what % of aid grants have gone to administration ie to GUS. With this in mind, I’ll get our book-keepers to put together some information showing exactly what has gone where. Give me a couple of days for this, we’re really busy right now with new AUSaid projects, our regular programs and the Kuta Karnival. I’m interested in your suggestions on this subject (publishing financial reports on the internet)… what are we trying to achieve, and how do we best achieve it? For eg, I could do a brief story on each major project, with a photo (?), and a brief breakdown of the total grant from (say) USaid, with how much went to admin, how much to capitol works, materials etc etc. I assume however, that there’s a limit on the ammount of information we can post on (your site), so perhaps you could give me some guidance on this. tks and regards Norm  —– Original Message —– From: Norm van’tHoff (on behalf of GUS) To: BaliSOS Sent: Tuesday, October 07, 2003 15:23 Subject: Re: Request for Financial Reports Dear Harry, I’m embarrassed that I didn’t follow up on this a long time ago. I think it’s proper for all of us (NGO’s, LSM’s) to be fully accountable, and anything we can do to encourage transparency is worth doing. I have a lot of respect for Bali Hati, and Viebeke from Parum Samigita also advised me, some time ago, that this is an appropriate thing to do. Our policy in GUS is one of complete transparency – and we are building an accounting system, and a culture which supports this principle. Please find attached, an ‘at a glance’ summary of our finances plus a brief summary of our projects and programs. I had a more complete financial summary prepared for you, but it’s (temporarily) dissappeared into computer-land. We’ll get it back, and send it to later today or tomorrow at the latest. Thank you for providing this service, as far as I can see, it can only help us build trust with potential supporters and donors, in the future. yours, Norm – on behalf of GUS  Subject: Fwd: Re Wanted: Financial Reports for publishing on the Web Dear All, A Lawyer friend of mine saw this e mail, A question arised; What type of legal capacity/position/authority that BALI SOS has, that enable it to request such a “financial report” from all Bali Recovery groups? Did all groups give a legal authority to Bali SOS? If that’s what happened, than it is true that all groups are obliged to give their financial report to BALI SOS. If that’s not the case, then we may perceive Bali SOS’s request as a reminder for all parties, including BALI SOS, to publish a full financial report (verified by a chartered public accountant) in a national/international printed media. Regards Ibu Peduli Bali Note: forwarded message attached.  —– Original Message —– From: Geoff Thwaites (zero-to-one foundation) To: BaliSOS Sent: Sunday, October 05, 2003 14:35 Subject: Re: Financial Reports ???? Hi Made, I undestand your good intentions. By what authority do you assume review of accounts. I understand that the authority for this matter is the DEPSOS. Sri advised me that she had made monthly and sometimes weekly reports to DEPSOS. The other authorities relating to Zero to One Foundation are, The Australian Tax Office, Sate charity registration offices. Internaly, Zero to One Foundation reports to a Board of Directors who are responsible for its activities. Auditors for this foundation are KPMG who report to the Australian Government. Regards Geoff  —– Original Message —– From: Tropical Building Systems (Mark Keatinge for YKIP) To: BaliSOS Cc: YKIP ; Ian White Sent: Sunday, October 05, 2003 01:15 Subject: Re: Wanted: Financial Reports for publishing on the Web Dear Harry, You obviously didn’t look very hard…….. what a pity. Please re examine YKIPS website and you will see the following auditors report and financial statements for YKIP for the previous financial year clearly available. Go to the drop down box at the top marked donations and you will find: http://www.ykip.org/dnt_acc_auditorsreport.asp and http://www.ykip.org/dnt_acc_finstatements.asp which have been there for some months Not only are these reports very complete and up to date to June 30, 2003, but they also are backed by a registered auditors report for the financial year ending 31 December, 2002. What more do you want????? It is certainly far more complete than your own financial report at Bali SOS Group and compares favourably with Bali Hati’s published report. To avoid any unwarranted criticisms of YKIP, I believe that it would be appropriate for you to re send your email to all the original recipients identifying this oversight of yours in your original criticism. regards Mark Keatinge YKIP KIDS  —– Original Message —– From: BaliSOS To: Bali Recovery Group Sent: Saturday, October 04, 2003 01:12 Subject: Wanted: Financial Reports for publishing on the Web Subject: Financial Reports for Publishing on the Web Om Swastiastu Dear Friends of Bali, We would appreciate your assistance with NGOs and foundations being active on Bali, to help them understand the importance of transparency and of publishing detailed financial reports. Here on Bali, part of Indonesia, known to be top ranking in global coruption statistics, we must insist on a maximum of transparency and openess. Where can we find your financial reports for 2002 and if possible some reporting for this year ? To our best knowledge, Bali Hati Foundation and BaliSOS Group are the only NGOs who already published detailed Financial Reports. We failed to find any financial reports of NGOs being active on Bali at other websites. The reports should at least specify total amount of donations or other funds received and total spendings, with separate section for administrative and operative spendings (Cash Flow Report). Your reports will be linked to or published on BaliSOS.com . Greetings Made Sambu (Harry Bleckert)  Coordinator BaliSOS Group Please visit BaliSOS.com frequently Jl. Raya Seminyak 14, Seminyak, Kuta, 80361 Bali Phone Hotline: +62 (361) 731-130 or +62 (818) 357-726  —– Original Message —– From: BaliSOS To: Bali Recovery Group Sent: Thursday, May 22, 2003 00:29 Subject: Request for Financial Reports To all Organisations engaged in Bomb Victim Care or other Bali Recovery Activities: Please let us have your Financial Reports for Publication on http://www.BaliSOS.com . BaliSOS is dedicated to help make all recovery related activities more transparent thus preventing any potential for missuse of donated funds. Please email reports to: admin@BaliSOS.com Greetings Made Sambu (Harry Bleckert) Coordinator Bali SOS Group

· Ist Hopi drin?
Die Re:ANIMA des PARAprinzips: nicht nur bei den HOPI auch über den Peyote-Kult =”Artaud,s Reise zu den Mayas”= (Als Regisseur und Autor Anschluß an die Surrealisten) http://www.kokhavivpublications.com/kuckuck/review/kkk1314_33.html Aby Warburg,s: Mnemosyme= Hopi-Kult= HeilungsTanz wurden über den Philosophen und Kunstwissenschaftler Gunnar F. Gerlach durch VORuptexte in den >SPUREN< u.a (Verlag in Regensburg Produktion Hfbk Hamburg) aufgearbeitet und als mediale SteilVORlage transformiert (eine gewisse mediale Diskurshoheit ist hier (WOHL) zu vermelden und NESS als BOHREN.de ..:: Alles muß sich ändern” zwischen “ALLES und NICHTS” = und was ist das eigentlich das NICHTS?…(UNIversal-Diskurs durch Universal-Skulptur (Cone a Kegel)= denken zwischen RIß & LÜCKE etc. pp) Ausstellung nein eher Einstellung im Westwerk etc, des letzten Monats- und in den letzten Jahren im WOANDERS: wo wars denn noch(?) aber leeesBAR: LESBAR als TRANS und Transzendens geistiger Stringenz der ANIMA.. Ein MorseMet der anderen Art, wider entleerter Konzeptkastenkunst sozusagen und wenn Intuition im Sinne Joseph Beuys,sens Intuitions-Kasten- des erweiterten und nun auch noch mal extra gesprengten traditionellen Kunstbegriffs-:: Die reanimierte und in ihren Kontexten übergreifend iin Reminizenz an Serge Tretjakovs und Walter Benjamin, Brecht etc… “operative Kunst” wider dem eingefahrenen Produktionsbegriff und ihrer Mittel der Hinterfragung von umbettet People vorm Hintergrund gleichgeschalteter “lullischer sensorischer Deprivation”: geleitet zu einem anderen Gestaltungsbegriff -als KonterGarant sozusagen wider des Maut u. Mainstream des “KAUFT MICH” =es den Menschen vorzugaukeln suchen…:: “Also kaufen wir uns das KAUFEN” und nehmen gleich das ganze Kaufhaus als Ready-Made in der ANDEREN Abfrage (Marcel Duchamp: siehe Duchamp und Gerlach im Internet)= ist alles eine Frage der ÜBERSETZUNG und vieles mehr Meer… Die “Kunst als alchemistische und (schamanistische) Kathedrale” und eingreifendes Zeichenbrett der Wahrnehmung… Puh… kann man so sagen, oder? Wie kommst du eigentlich zu den Hopi? Über Kinder- und JugendAugen? Die Gefahr besteht ja auch immer das um den eigenen Bauchnabel kreisende “Esoteriker” -wie im Gästebuch (der HopI ) mitschwingt eine völlig irrige Sicht von indianischen Kulturen oder anderen (REST)-Kulturvölkern bräsig vermischen und verklären- da wird KAKTUS zum Weichei und Kupfer zur falschen Kegelschnecke… und zum falschen DOPPEL(T)… Und ein “mythischer STEIN” zum Well-NESS-Gipfel verklärter Sinnlichkeit?¿… (Die Wohl-Fühl-Krankheit: Roy Lichtenstein=Spiegel-Titel) Hoffe!-habe Dich/Euch damit nicht gelangweilt… und pssst!!! nicht weitersagen… es sein denn gegen Beliebigkeit und WILLKÜR in Amt und Pseudo-WÜRDEn politischer DEKADENZ und ARROGANZ.. ©° ist 2003

· Ist Hopi drin ? (II)
Imaginäre Welten im virtuellen Ge(h)flirre… ist ::? hi jor, > natürlich hast du recht, ein gästebuch beeinflusst die homepage, und es sollte > in der westlichen welt erlernbar sein zwischen den zeilen zu lesen / hören. > die tatsache ist jedoch das in unserer kultur das alles schnee von gestern > ist. > meine seite soll den betrachter dahingehend zurückführen, sich zu erinnern was > einst mal da gewesen war, weil ich der meinung bin das uns ein grosser teil > an intuition verloren gegangen ist. > die lebensweise der indianer scheint mir dafür genau die richtige zu sein. > meine site ist bestimmt nicht das richtige für rationalisten – bin der meinung > das man solchen menschen, die kultur und auch die anderer völker, für > spinnerrei halten, auf solchem wege nicht zu helfen ist. aber schau dich mal > in deutschland um — > viele rennen in die kirche, ihren glauben zu bezeugen, -manche tuns nur um ein > akzeptabeler teil der gesellschaft zu werden / bleiben. und würde vor der > kirche ein obdachloser sitzen, so würde bestimmt mehr als deei hälfte der > gläubigen an ihm vorbeilaufen – die armut in deutschland wächt aus einem > missstand heraus – wir haben nicht begriffen wie weit die > zwischenmenschlichen beziehungen gehen können / dürfen, aber wir denken, wir > seien fertig mit diesem thema. > deutschlands motto. “machst geld – biste wer ” / “haste keins – gibts dich > nicht” angespornt von der “reichen überheblichkeit” sind wir nicht anderes > als nachahmungstäter. > das herz ist lediglich noch das organ was uns am leben hält. es regiert der > kopf. > gruß stefan Hi Stefan, der globalisierte Wahnsinn – die kapitale Indoktrination als Krankheit- und signifikantes Lügen-Gebäude ?, verschleierter Hintergründe in Unterschlagung eigentlicher ABsichten.. (u.a. Profit over Poeple= Noam Chomsky: auch auf Deutsch) durch Narzismus, Gleichschaltung und Beliebigkeit, Egomanie und Ausbeutung als ERgebnis= sind Grundbegriffe dieses Zustandes… (Händler der Armut, Buchtitel 80ziger Jahre) Der gegenwärtige DIsKURS ausgehend von “frei assoziierten Kräften” in Wissenschaft, (Film)-Kunst, Theater, die “operative Oper”, Literatur, (politischer) Philosophie, (-verstärkt durch >operativ-investigativer Gestaltungskraft in allen Kategorien<, um diesen Begriff des investigativen an dieser Stelle mal genannt zu haben= als multinationale Restbewegung eines “ethischen Auftrags” (!)-versuchen -subversiv (im Sinne von Aufklärung ! übers Vor&Zurück) …ein bißchen mehr “fürs wirkliche LEBEN eben”, zu leisten – zu ÄNDERN -.. medial über erweiterte Zeichensysteme (semantisch-semiotisch) mit verknüpften (sinnstiftenden) Inhalten (in allen Formaten incl. “operativ-mediale Einsprengsel” bis in die TAlk Show u. der “Berliner Puppenkiste” in ECHTZEIT.. möglichyxst produktiv am Thema bleibend, Hintergründe auslotend- mit Wiedererkennungszeichen als transformierte “DoppelHelix” als Meta-Billard von der “TORTE bis zur TINTE” von der ROSE bis zum RÜSSEL etc. (Was verstanden?, oder immer doch NICHTS verstanden?¿) Was hat der Kölner Dom mit der ägyptischen Pyramide zu tun?,- mit dem KIliMAnscharo; mit Pinokio, mit der Büroklammer, der SicherHeitsNadel auf/am DAch der WElt im Keller der Kelten, des Kaspars Tassen und Flaschen-Sammlung?¿ ParziWahl als PutzMittel und SPRUNG der Geschichte? Der SPINNER mit SEidenstraße- Baumwolle mit (FUß)-BALL …der Hutmacher mit POlitik am böhmischen BECKEN?= ,, -Es kommt (fern&nah) immer auf die SCHNITTMENGE an- fürs deutlichere des (temporären) Abgrunds und seiner ERhebung im VORwege … (Austausch braucht Zeichen- Zeichen brauchen Austausch= eingreifende Zeichensysterne) z.B. in der Moderation Fußball: “die Vorbereitung zum TOR war krumm und kriminell wie eine Banane” etc -wird sozusagen als (KUNST)-Banane verbal gedrechselt -über “Bande” gespielt.. die Werbung mit AMBIVALeNTEN Slogans unterlaufen..Die WErbung als Transportmittel= manchmal etwas schräger “zwischenzwinkernd” und GEKLAMMERT -aus der “Kegel-Perspektive” der “anderen GipfelDeutung” und “DOPPEL-ÖHRIGKEIT” erst auf den zweiten BLick oder der zweiten HASENNASE (MÖHRENbewußstein ist auch KLIMaforschung) …. War da was??:…”Nö! Bin schon Blöd merk nichts mehr”…. Frag DU mal den Architekten am Bau von EIGENzeit?… Dora Doris Dorie= Mensch&Landschaft mal anders: über das Leben abgefragt….: z.B. Max Liebermann mit seinen Netzflickerinnen nicht nun mal mehr einfach über Komposition und Farbe abhaken : sondern wie gings ihm politisch vor dem Hintergrund seines LEBENS&FREUNDESKREISkreis. Was hatte seine Kunst mit POlitik zu tun ??? als ein Beispiel etc.pp =Bei einer TASSE Kaffee oder Tee jeweils eine völlig andere VORaussetzung : im osszilieren der unterschiedlichen Stimmungs und Schwingungszustände= verwandter Büschelkiemer der SPRACHE und ihr AusDruck der Polivalenz an Gerinnungskraft?¿ …”Mein SteckenPferd heißt= DIES&DAS im Namen aller HÖRNER – zum TEUFEL noch mal- eh Nein ! eh BUDDHa eh oh oo “KUnzZT” Und manchmal ein Häuptling ein Medizinmann und hält sich mit zwei Fingern die Ohren zu ZU -und das ElfenBein und die Form ?, Hörner? ists ein Elfer im “politischen Fußball” -was sind Elfen für Geister -oder die ELF oder sowas mal sowas, etymologisch(?) in der Wortwanderung von da nach da durch das wo des AlpHorn-Blues? was?Was=Wasser.. Wase(r) tatsächlich nicht nur möglicherweise.. Als GESTALTUNGSKRAFT: Etymos Amen! Aber mal ehrlich, wer denkt schon darüber nach (VOR)- das die Klapperschlange als ero(T)ikatoxicologisches Wesen auch ein mediales Zeichenspiel sein könnte? Mit kooperierenden Textstellen? Als GLASperlenSPIEl (Hermann hESSE) =”Man versucht,s auch da wo sie nicht weglaufen wollen- können”: in der SeifenOPER.. ist “(H)Opi” drin ?¿… © ist 2003

· ..schwarzsauer auf sülze
Fragen wir die “Toilettenfrau/Mann” (?) der Hausherren latente Frauenbordell- weil Er/Sie sich nicht beteiligt hat -und das für die Stadt und seine BürgerInnen geborene Kind so einfach im Stich gelassen hat? So funkt in aller Trägheit oder eben seltenst in aller Aufrichtigkeit >die andere Befragung< -manchmal Platt manchmal dokumentarisch oder surmediAll- manchmal wird auch ein FUßFILM daraus.. An das Protokollrad: sammelts doch einfach mal die Gründe und auffälligen Abfälligkeiten punktuell und fragt übers NetzRad die Rechtsabteilung DIREKT der Senatskanzlei – die arbeitet doch auch für Hamburg.de (Sparkasse) wider die Beschleunigung im Interessenkonflikt?! und der Vor(lese)verzögerung ohne Verlagswesen -aber als indifferentes Korsett (?) mit falschen KuhTipps und TippExe- VORschlägen wegen u.a. “flätiger Begriffswelten” an der HochGlanz-Fassade? Sorry! mußte mal raus als FraGen… Nur Sechzig Fragen -mehr oder weniger (!) sind doch bei eurer Agronomie leicht zu händeln, oder? Damit dieses leidige Thema sich auflöst -oder endlich relative Bewältigung erfährt und mehr Raum fürs eigentliche DENKEN FÜHLEN und HANDELN läßt… Als LEXIKON un/verbesserlicher Krnakheiten im Optimaten-Gehege… Ists heute Mittwoch? Nein ! Bits Bytes Geh-Triebe der Uneigentlichkeit mit VORverlegter Deprivation… schon eher wesentlich -im Möglicherweise der Mikrowelle.. Damit die Pharmacie (italienisch gesprochen!) noch Krankheit mehr katalogisieren kann … Das “Bits and Bytes Syndrom” leicht gemacht schwerlich zu entsorgen- auch kaufen leicht gemacht -bevor wirs euch selber tun in diskreter DIStanz… Schon der Lehrer Schieles (Gustave Moreau) hat durch seinen ehemaligen Schüler (zum Thema) akribischer Detailtreue erkannt : …”hätte ich weniger die Details obsessioniert -wäre ich weiter gekommen”… Juristen lernen auch in der Hauptsache von ihren Probanten -überlassen wir ihnen die Detailtreue?… : Hätte Moreau Mondrian oder Malewitsch mitreflektieren können -hätte die Erkenntnis auch noch gestimmt…. Malewitsch ist ganz nah : Die Schweriner Sammlung im Schweriner Schloß: http://www.museum-schwerin.de das schwarze und das weiße Quadrat war auch in der Hamburger Kunsthalle und der Revolutionsturm von Tatlin in Museum für Kunst und Gewerbe politischer Billard incl…. nicht all zu weit vom PC entfernt: Bewegungsfreiheiten erfordern alle Gliedmaßen…. Ist manchmal so… sollte öfter sein- ab ins Theater in die engaierte OPER u.s.w. Der Kopf wird freier und das HERZ wird weiter… Wiiirklich!!! Ein Plädoyier für eine “Lebens-Versicherung” Bewegungsgebeutelter User wäre sonst Fazit:- eine neue Krankheit? Pharma erfindet Krankheit und die passende UserPille?!- jedes Detail ein/kein Delikt? Erst süchtig machen lassen und dann keine alternativen Hostessen im Park-nur Porn.O auf 0190: “Gebt Leben zurück”? Das Leben am Haken der Garderobe aus Bits und Bytes- aber weiter kommt KEINER (!) -virtuelle Bannmeile..STOP STOP und dann der tiefe Fall- weil sich in Wirklichkeit nichts bewegt- bis auf den Verlust des Sinnlichen in der VirulentenSuppe… (Comik)-Pausen sind Abstände sind Freiräume–Nichts im Anderenräume= sollte so?! Inhaltlich und konstruktiv auch poetisch (kommt ja vor) gibt es doch wirklich ab und an- vielleicht doch noch was EXTRA tun – ein BRIEF als kritisches Gestalt-SuPPen(e)strata? könnte immer öfter? von den “RICHTIGEN” also aufrichtigen (Journalisten) gelesen= Aber die werden ja auch gekürzt in der URsprünglichen Fassung! Dennoch bleibt etwas hängen und mäandert sich mit auch mehr oder minder in dem Summserum-möglicherweise- doch auch tatsächlich!!!…. In der Quote als Quinte denn auch leider in der Regel: für den ZeitWolf und als AUSBEUTUNG des medial-strategischen-pseudo-Diskurses -eher als Lästig neben dem Mautstream (?) ein bißchen Schwimmen-von allen Ungereimtheiten ablenkendes(?) weil uns nichts mehr einfällt? Stimmt das? Ein bißchen RE:volvolution spielen?! Was ist eigentlich EIGENZEIT???… Was ist was? für die meisten ein unlesbares Zeichenbrett… für angehauchte FREIDENKER: aber auch paralell mindestens doppelt lesbar bei den zwischen den Zeilen-lesern…. DA gibt ES auch Gewandgewundenes und die wabernde Wabe und gültig Honig(Bier) auch MET genannt als multiples EingreifTruppen-Gehtränk als substanzielles durch u.a. DIE Band verflüssigt für den TRANSport und den GerinnungsGrad im Bau -wider die Beliebigkeit und Stupidität am P(O)OL (Willy Nelson und Jonny Cash,s= >one million dollars<= für die Wunde am Arm in Vietnam RE: 19967-1997-2003 TV) -manchmal schon ein bißchen Licht und Wärme hinter der WegBiegung des was siehst du-(?)-NICHTS beim (neuen) wiederhören… ALLES Täuschung?, ja/nein alles Täuschung???!!! beim flanieren -durchs Flanell gebrochen- PREISelBeeren im Dutzend billiger!! PREIset Preiset lieber Riß & Lücke -und reintun= das andere TORE schießen!!!….. Meinungen oder Behauptungen etc. retten nichts… Wer hat eigentlich das Schwarz geboren? FrustFaktor: Warum überhaupt ? Für WEN ? für WAS? Wofür? ist doch sowieso alles BELIEBIG: wachsene Stadt ?für WEN? etc. :Zweifelorden? Keiner DA? Unterlassungsorden? ethisch religiös im höheren Sinne ? Fehlanzeige! -in Politik und (BLUT) saugend-gängelder Wirtschaft??? Aber Empfind- und Befindlichkeiten pseudosozial egomanisch über die Bande gelogen : Taschenbillard für geadelte Doppel-Namen und eigentlicher oportuner Heimzöglinge auf den Hauptseiten einer geistig zunehmend verwaisenden MetroMegaPole des organisierten WAHnSINNS?.. Was ist das ? Bei Dudel geh Daddel geht nach 20zig Minuten der ganz normale TÜR-Fenster-Film los -repräsantativ für den Rest des Landes? … Bei KuhTipp Nietzsche fragen!!! sagt keiner mit geltungssüchtigem Doppel-Syndrom und Profil-Neu_ROSE: Einerseits Lügen Andererseits Immobilien sammeln in den VORstandsetagen? Was ist noch unschärfer oder undeutlicher an plakativer Verhonepeopelung??? übers merz.com unlauterer Frohlockungen der KONZERNE.. Im MÄRZEN die Bauern…-wir warten sind ja noch jung im MerzZoo… aber mittlerweile Schwarz-Sauer auf Sülze © ist 2003

· MENSCHENBILDER aus dem >clair-obscur< Birgit Dunkel
* EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG *

MENSCHENBILDER aus dem >clair-obscur< von Birgit Dunkel Fotografien und Zeichnungen aus 2 Jahrzehnten

*** ERÖFFNUNG am FREITAG, den 17. OKTOBER ab 19 Uhr *** Die Ausstellung findet in meinem bisherigen Atelier statt: Weidenallee 10 b (III.Stock) Künstlerhaus Hamburg, 20357 Hamburg Die künstlerische Produktion verläuft nicht linear, es gibt konzentrische Kreise, Überlagerungen, plötzliche Eruptionen und lange Schleifen. “Das Dunkle hellt sich auf, das Helle wird fleckig. Die Wirklichkeit ist gemischt, helldunkel.” (Hannes Böhringer)

Die Ausstellung umfasst Arbeiten von 1983 – 2003, das sind frühe, z.T. nie gezeigte Zeichnungen und Fotografien, sowie Arbeiten aus den großen Zyklen “Blanche” und”Madonnen”. Ein großer Querschnitt in einem kleinen Raum …

· GEDENK-BETON IN BERLIN [ST. DEGUSSA°]
“Gedenk-Beton in Berlin” [ST. DEGUSSA°] Zum einen =Tradition ist älter als man selber ist! (man beachte hierzu den DEGUSSA Werbe-Slogan -benannt in der sueddeutschen Zeitung. dort gibt es im Archiv einen bemerkenswerten Artikel von Hans Leyendecker) Zum anderen gibt es keine positiven Belege darüber das sich die DEGUSSA in der “Verhältnismäßigkeit dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit” adäquat auffällig zB. kulturfördernd in den gesellschaftspolitischen Kontext oder besser „sinnstiftenden Gestaltungsprozeß“ in nachvollziehbarer Kontinuität eingebracht hätte? Gewinnmaximierung heißt das Allheilmittel oder eher Gewaltenmittel…

Der systematisierte Massenmord an 6 Millionen Menschen in pervertierter Gleichschaltung des gesamten NS-Systems von massenhaft funktionierenden Funktionsträgern und ihren Erfüllungsgehilfen als Mittäter ist so ohne Beispiel..

Angesichts dieser barbarischen “Mitschuld“ am dahin Morden von massenweise Menschen einschließlich Kinder -um eiskalten Profit zu machen, -ist es doch wohl heute klar, vor dem “SPIEGEL der WELT” sozusagen, das das mindeste was die DEGUSSA in der Moralität von „Vergangenheitsbewältigung“ tun konnte -in eine Stiftung einzuzahlen! Die Idee wurde nicht von der DEGUSSA geboren und das Geld auch nicht, das wurde “erarbeitet”! Das muß von dem Architekten nicht gefeiert werden! Die “political correctness” als Waffe zur Relativierung oder als “Schlußstrichmöglichkeit” oder nunmehr als “anders Behandlung” weil das ein neoliberaler Diskurs mit Tittitanment-Injekterat als “PresetPoeple” im Hintergrund des Mainstreams mitverlangt? (siehe “Postmoderne Strategien des Vergessens”= Burkhard Schmid) Das Herr Eisenman sich für die Firma so ins Zeug legt- macht ihn eher fragwürdig- als Architekt- für einen derartigen Auftrag? Ist dieser deshalb gescheitert? Die Degussa wird nicht nur heute -wohl auch in nachfolgenden Generationen daran gemessen werden müssen- was die FIRMA für die Gesellschaft tut bzw. umweltpolitisch betrachtet gegen/für sie tut- und das Erste nicht nur Imagemäßig und das Zweite wirklich anders weltweit….

Die “Kriegsverlierer” toppten den “Verlust ohne Reue” auf den Verlust: den (Angriffs)-KRIEG, „ja leider verloren zu haben“, das war immer der Tenor!… Der verblendeten angepassten und sich selbst bedauernden „Altgedienten“ im soldatischen Ehrenkodex… Bis hin zum zusammenknüppeln „68 ziger Schüler und Studenten“, da gehört auch die POlizei in diesen KOntext…..

Wer will oder kann denn auch schon Angesichts einer solchen mitinzenierten Tragödie von Schuld und Verdrängung vor ein „weltliches“ oder sonstwie Gericht weiterarbeiten als wäre nichts geschehen? Verdrängung und Überlebenskampf waren “Bindemittel” und ist es bei einigen noch Heute… Diese Frage ist prinzipiell nicht zu überwinden indem man auf Zahlungen verweist! Die moralische Immanenz von zu rettender Rest-Moralität für die Gegenwart und Zukunft lassen diesen „Schutz“ so nicht zu!: (“Die UN/Fähigkeit zu Trauern”, Alexander Mitscherlich)

Einige Verantwortliche haben sich durch Suizit der ungeheuren uneinlösbaren Verantwortung und ihrem „Restgewissen“ gegenüber der Verantwortlichkeit entzogen.. Eigentlich durchgängig wurden Firmen einfach nur umbenannt- (incl. Atomschlüssel) aber die Köpfe waren in der Regel die Alten… Mental konnte sich von der ignoranten Einstellung her betrachtet- der Virus durch Verdrängung über Jahrzehnte sublimieren und in seiner ursprünglichen Rigorosität auf Gewinnsucht transformieren bzw. extrahieren… (MetaMaske) Alte Liegenschaften weltweit operierend sich ausdehnend mit dem Impetus auf Gewinnmaximierung und Ausbeutung von Landschaft auf Bodenschätze (Strabag u.a. im Konsens = Zertörung des Regenwalds=Vertreibung der Ureinwohner=Aluminium etc.) ohne die nötigen Umwelt-Standarts erfüllen zu müssen ?…

Eindeutig, die Menschen die heute bei DEGUSSA beschäftig sind, tragen keine Verantwortung an dem was ihre Väter oder die seinerzeit Verantwortlichen an Schuld auf sich geladen haben.. Aber die Verantwortung dazu das so etwas nicht in Vergessenheit gerät, die reicht in der LOgistik vom Zulieferer (als Tochter) und dem Pförtner der die Tür auf und zu macht!

Wenn Mensch denn auch “nur” ins Familien oder Firmen ALBUM guckt, würde dem ein oder anderen nicht auch heute noch schlecht und würde sich nicht alles in ihm aufbäumen?, – hätte er die gleiche “präpositionierte Anlage” -möglicherweise, dass er auch so hätte funktionieren können?, die Gefahr bestünde bei Verdrängung und Ignoranz.. Und wo guckt er Heute weg- und will nichts wissen?! Nun verdrängt soll ja offensichtlich hier nicht werden, aber die Art und Weise scheint schon NS-Kitsch und Beliebigkeit zuzulassen.. „Oh das war aber eine schicke Uniform und diese Abzeichen-Auszeichnungen” ..und ich hab da noch nen echten Kompass (mit präjustierter OST-Nadel etc.pp)…

Das DEGUSSA-Buch ist als Buch allein geduldig- und wo ist es überhaupt? einen Werbefeldzug zur Aufklärung und billigen Erwerb ist mir nicht aufgefallen?! Wenn nicht auch Innere & Äußere Bearbeitung anders noch erfahrbar gemacht würde: “Ob die Aufsichtsräte in der Vergangenheit und Gegenwart, die Orte des Verbrechens aufgesucht haben -ist auch eine interessante Frage”.= Der “BETRIEBSAUSFLUG”…? Vielleicht ist das geschehen?

Die 540 000 Euro als “Vorzugspreis” -dann als Sponsering zu verkaufen allerdings, wer will das verstehen?- da stößts einem komisch auf? Da kann man auch nicht mehr von „Fingerspitzengefühl“ sprechen, dass ist ein kapitales Possenspiel der besonderen Art? 540 000 Euro für einen Anti-Graffitty Schutz als Sponsering scheinen wie eine posthume Verhonepoepelung, in dieser FRagestellung überhaupt.. Die haben nichts verstanden, ist ein mögliches Fazit?! Das die DEGUSSA sich nun zurückziehen- hätte doch im VORWEGE Gegenstand der inneren Verfassung und Diskussion sein müssen- um „Schaden von der Firma“ abzuwenden?

Die Berliner Senatsverwaltung und andere Verantwortliche in dieser Sache sind in ihrer geistig verkrümmten Hornhaut auch nicht zu überbieten, da weis der eine nicht wie er hätte Denken & Handeln sollen? Freiwillige Ethik plus Geschichts-Seminare, sind tatsächlich mal anzudenken. Weiter sollte geprüft werden, an welcher Stelle die Beamten schon in der Vergangenheit “auffällig/abfällig” oder einfach nur ignorant agiert haben… Wer prüft so was mal sowas und prüft das Prüfen überhaupt? Ein Petitionsausschuß ist damit überfordert… Das ist doch eigentlich symptomatisch für fast alle Verwaltungen!

Warum hat man nicht eine Farben-Firma beauftragt die im Sinne “heutiger MOralität”, ausschließlich umweltverträgliche Farben produziert??? Wäre das nicht auch ein Zeichen zum Zeichen des Zeichens?

Der Architekt ist in seiner „Sensibilität“ auch nicht zu überbieten, wenn das so stimmt- was an der medialen Oberfläche von ihm transportiert wird… Wenn das stimmt !, ist seine architektonische Sensibilität auf das Projekt bezogen und was die Stelen und “seine Kunst” betrifft – offensichtlich schon im KERN des Betons gescheitert?, und er sollte sich seine 1000 BETON-Beton in seinen eigenen Vorgarten stellen? Da kann er dann Agent-Orange (heute unter anderm Namen getarnt, der neue Titel fällt mir im Moment nicht ein) gegen wildwucherndes EFEU einsetzen.. (Sorry, Herr Eisenman -aber das kam mir assoziativ-reflexiv in Anbetracht des „political correctness“ Einwurfes so in den Sinn! Alles so schön beliebig und dann aufgelöst?) Das wäre dann aber auch nicht ihre Sache, sondern ein Fall für die UMweltbehörde= apropo Eine Umweltbehörde der geistigen Planung als Gestaltungsfrage?.. Aber das der Stiftungsrat hier auch derart versagt hat -irretiert den Leser… Warum wurden solche „Details” nicht im Vorwege geklärt? Materialität und Produktionsbedingungen gehören hier doch wirklich mit rein! Versiegelte Landschaft gibt es auch genug!! Ist das -Oberflächlichkeit oder darf der Paranoiker einen anderen Verdacht ergründen? Im LOch der Löcher im Laken? Auch dieser viele BETON-Beton? oh, Oh…

Fragt man die Überlebenden sind alle eindeutig gegen diese Definition von Umgang und Material-Einsatz zur Aufarbeitung von Geschichte – an solch expliziter Stelle Berlins als ein „Zeichen“ gegen dieses gigantische Verbrechen gegen die Menschlichkeit -an einer zentralen symbolischen Stelle als „sinnliches Zeichen“ und Signal für die Welt.. Gedenk-Beton und Degussa= schöne Material- und Erinnerungskunde! (siehe “Haus des Widerstands”= “Aktives Museum” 1991, Kampnagel 24 Seiten= “Aktive Archive” mit engagierten Menschen= Theater und “KUNST” Philosophie und Schule- für eine sinnstiftende Transformation für die Gegenwart, blieb unerhört! (artbase-Projekt-Labor in Kooperation mit Philosophie, Politik und Kunst & Literatur 91) An diesem ORT es dann auch nicht nur symbolisch sondern auch inhaltlich feinfühlig und reflexiv in Gemahnung und Aufklärung als ein aufrichtiges Implizit und Prozedere zu gehen muß… Das kann und will ich Ihnen nicht absprechen.. Vielleicht haben sie sich das auch gefragt?, und schlaflose Nächte und Albträume bezüglich des Materials gehabt?

Zyankali (Zyklon B=Zyankali) wird übrigens immer noch von DEGUSSA eingesetzt = zB. bei der “Goldwäsche” und der TRennung nicht nur in sogenannten Scheideanstalten sondern auch in der „freien Natur“ mittelbar mit unmittelbaren Folgen!!!

Unlängst ist eine deutsche Großbank- auf massiven Protest der einheimischen Bevölkerung und aufgrund aufklärender Berichterstattung -von einem der vielen “Zyankalieinsätze” weltweit, bei einem industriellem Vorhaben der „ST. DEGUSSA“ in der Türkei als Geldgeber und Teilhaber zur Ausbeutung der Landschaft auf Bodenschätze, zurückgetreten.. In der Gegend um Bergamont und drumherum soll sich eine “große Goldader” befinden… Die weltweiten Proteste konnten zumindest bis jetzt- soweit mir bekannt ist- das vergiften der Flüsse und die Zerstörung einer ganzen Infrastruktur -die vom Tourismus lebt- bisher zumindest immerhin verhindern, aber noch nicht wirklich stoppen?

Als es in den 90 zigern darum ging eine Mahnplatte am Gebäude der Zyankaliproduzierenden Tochter DEGUSSAs anzubringen, konnte die öffentliche Entrüstung darüber verhindern, -dass dieses “versteckt” geschah… Die “Gedenk-Tafel” sollte nicht für vorübergehende Passanten sichtbar sein…

ist ©2003 (dieser Text kann unter Bennung der Urheberschaft verwendet werden)

_________________ signum signale

Protest von Architekt Eisenman Das Mahnmal als “Geisel der political correctness“ Im Streit um den Ausschluss des Chemieunternehmens Degussa vom Bau des berliner Holocaust-Mahnmals hat sich nun dessen Architekt Peter Eisenman mit einer erstaunlichen Bemerkung zu Wort gemeldet: “Wäre das Projekt schon im Geist der `Correctness` begonnen worden, hätte ich nie mitgewirkt.” http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/551/20531/

bearbeiteter Brief & määär(z) =

Hier weitere Beiträge zum Thema=

http://www.netzdraht.de/bhh/forum/viewtopic.php?t=265

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Original-Fundstück= (by “RubberStone”-Dadadrom inc.)

RSN-Antigraffiti ist eine gebrauchsfertige selbstgrundierende Opferschicht die als vorbeugender Graffiti-Schutz verwendet wird; für alle saugfähigen mineralischen Baustoffe wie Beton, Ziegel, Kalksandstein, Natur-u. Kunststein obiger Text ist ein Zitat::Original-Fundsache auf der Homepage von= http://www.ruberstein.de Ruberstein erscheint im “Zusammenhang” mit Degussa als Fördermitlied einer Sanierungsfirma (Mörtel/Putz sowie auch- so die Firma: “Injektionen” bei historischem Gemäuer u. Gebäuden) ev. in Potsdam in der Suchmaschine Google.. Man wird den “Verdacht” nicht los, das nicht Degussa (wie von Degussa medial verbreitet!) dieses Mittel im “Sponseringsgebrauchsgedanken” entwickelte sondern die internat. operierende (u.a. Brasilien) Firma Ruberstein GmbH aus Lichtenstein/ BRD?

(“aus der Liebe zur Landschaft umz Lichtenstein”) Nach oben

· >EBENHOLZTRÄNEN< Heiner Blumenthal / Peter Boué / Michael Deistler
EBENHOLZTRÄNEN Heiner Blumenthal / Peter Boué / Michael Deistler Eröffnung am Donnerstag, den 6.November um 19 Uhr Ausstellung 7. – 16.11.2003 Öffnungszeiten täglich von 18 – 20 Uhr, SA und SO 13 – 17 Uhr

Die Ausstellung EBENHOLZTRÄNEN präsentiert ausschliesslich Zeichnungen. Die Arbeitsweisen der beteiligten Künstler sind jedoch höchst unterschiedlich. Ihnen gemeinsam ist jedoch, dass in ihren Arbeiten das Wahrnehmbare reduziert ist auf den Restbestand von Darstellung, ohne dass man hier von dem alten Gegensatzpaar abstrakt – gegenständlich reden wollte. Alle entscheiden sich hier gegen die Farbe – Beschränkung lässt sich das nicht nennen, denn schwarz-weiss ist reichhaltig genug – und werden in ihrer Ausstellung ein Geflecht von möglichen Verbindungen zeigen, ohne dass die individuelle Position damit zurückgehalten wird. Sie arbeiten alle basic; das bedeutet am Nachbild der Erscheinungen:

Heiner Blumenthal, der mit sparsam umrissener, aber dennoch sehr grossformatiger Malerei bekannt geworden ist, zeigt seine auf kleinem Format minimal anmutenden Zeichnungen. Sie kommen Chiffren von reduzierter Bewegung auf engstem Raum gleich, gerade noch Form wie die Spur einer Monade. Peter Boué setzt dem mit seinen formatfüllenden Fettstiftzeichnungen das erkennbar Gegenständliche gegenüber. Seine dunklen Landschaften im Zeitalter ihrer Observation zeigen ein medial vermitteltes Bild des Gesehenen. Michael Deistler präsentiert schliesslich seine durch viele Überarbeitungen gegangenen Kugelschreiberzeichnungen. Sie basieren zwar auf einer rationalen Gitterstruktur, haben jedoch mit Stilübungen konkreter Kunst nichts zu tun, sie erscheinen im Gegenteil wie filmische Sequenzen – ihre Raster sind expressiv und funktionieren dazu als ihr eigener Kommentar.

WESTWERK. Admiralitätstrasse 74 20459 Hamburg

Abbildungen unter: http://www.westwerk-hamburg.de

· NO!-ON SHOW (BERLINER KUNSTPROJEKT)
Here are two items we are presenting in Berlin this month. See attached announcement of our newest and second space in Berlin which will be inaugurated this week November 8th. Thanks for all your support. Abraham Lubelski (www.nyartsmagazine.com) PRESS INFORMATION

———————- NO!-ON SHOW @ Gallery BERLINER KUNSTPROJEKT

Gneisenaustr. 33, 10961 Berlin, 1. yard/ 3. floor Phone 030-69 56 57 50 # berliner-kunst@t-online.de from November 8th till 29th, 2003 Opening on Friday November 7th at 6 p.m. Film screening from November 8th til 12th, 7 to 9 p.m. Finissage on Saturday November 29, 2003 at 6 p.m. Open: Wednesday till Saturday, 1 to 6 p.m. ————————————

Next Friday November 7th, 2003 there will be the opening of the first NO!-ON SHOW of the NO!art movement in Berlin in the space of the gallery BERLINER KUNSTPROJEKT. The following artists are in the show: Boris Lurie (New York), Clayton Patterson (New York), Seth Tobocman (New York), Aldo Tambellini (Cambridge), Amikam Goldman (Tel Aviv), Jean-Jacques Lebel (Paris), Frank-Kirk Ehm-Marks (Berlin), Blalla W. Hallmann (Windsbach), Hansk (Berlin), Harry Hass (Berlin), Dietmar Kirves (Berlin), Enzo Mastrangelo (Berlin), Stu Mead (Berlin), Peter Meseck (Berlin), Bruno S. (Berlin), Naomi T. Salmon Salmon (Weimar), Reinhard Scheibner (Berlin), Lars Schubert (Berlin), Klaus Theuerkauf (Berlin), Friedrich Wall (Freienbrink), Mathilda Wolf (Berlin), Natalia E. Woytasik (Berlin), Miron Zownir (Berlin).

NO!art occupies the strategic juncture where artistic production and socio-cultural action meet. The NO!art movement was created in New York in 1959 by Boris Lurie, Sam Goodman and Stanley Fisher. NO!art is based on the historical experiences of the Second World War and struck root in the early sixties, as a product of armies, concentration camps and lumpenproletariat artists. It’s targets are the hypocritical intelligentsia, capitalist culture manipulation, consumerism and their Moloch’s. Aim of the NO!art is total unabashed self-expression in art leading to social involvement. Collective confrontation artists, no lighthearted Duchampesque, Dadaists, Neodadaists, or”pop-artists,” no consumerism’s middleclass nor Noveau Riche Liberals background makers. But believers in the unfashionable notion of the Art. NO!-ON SHOW asks to have the courage to change the course of the steering wheel into the essential progressive direction of humanity and amental-spiritual future.

more informations > http://www.no-art.net

Curator: Dietmar Kirves, Berlin > no-art@on-art.de

· Stubnitz-info (welcome on Board)
Stubnitz info, Mon 20031103

For Your pleasure: Events on the MS Stubnitz.

You have opted to recieve information 1 day in advance of events for your chosen styles.

In addition you also recieve your weekly update today +++Wed 05.11 21:00 Y2003 Culture Club Eintritt Frei !

+++Wed 05.11 22:00 Y2003 Los Natas(Arg) + Coogans Bluff(HRO) Los Natas: Argentinische Stoner rock, Coogans Bluff(HRO) Heavy Rock ‘n roll \nEintritt Frei !

+++Thu 06.11 21:00 Y2003 Semestereinstandsparty +++Fri 07.11 0: Y2003 Ship Rock Kersosin (Berlin): kerosin.org \nFamous Black House (Rostock) \nFreakore (Rostock): freakore.de

+++Fri 07.11 21:00 Y2003 Kerosin KEROSIN \n„Musik ist für mich Berufung und die schönste aller Künste“ sagt Maks, der eher introvertierte Singer/Songwriter und Gitarrist von Kerosin, der Band, die 2002 im Spaziergang den 1. Platz des Emergenza-Finales in Berlin und den 2. Platz beim Europafinale belegte. Zuschauer und Jury waren sich mehr als einig, diese Jungs bestechen durch Charakter und eine abgedrehte

+++Sat 08.11 23:00 Y2003 Technology Control Laderaum4: (Techno/Elektro) Live: Christian Gleinser (Lasergun/Pocketgame, Friedrichshafen) Roman Fischer (pchfrequenz/Funkraum Plau, Schwerin) M:SX (Electric Underground, Hamburg) Vince NT (Electric Underground, Rostock) Pult (fallen beatz/tonfall, Rostock)

Vorschiff: (Techno) STR vs. Tim Tycoon (Pocketgame, Rostock) Oliver Herzig (fallen beatz/tonfall, Rostock) A-Core (Electric Underground, Rostock) S.E.T.I. (Electric Underground, Rostock)

http://www.stubnitz.com

All the best and welcome on board.

· [Soziologie der Soziologie°] (Re:Kurs=Bourdieu)
Text-Fragment=

Soziologie der Soziologie

Es wäre nun fahrlässig, die Gemeinsamkeiten der beiden Theorieanlagen zu übertreiben, aber auf gleicher Augenhöhe treffen sie sich zumindest dort, wo sie sich selbst in ihrem Gegenstandsbereich vorfinden. Beide Theorien zwingen zu einem soziologischen Verständnis von Soziologie: Soziologie als gesellschaftliche Selbstbeschreibung der modernen Gesellschaft, die zugleich Fremdbeschreibungen anderer Funktionssysteme oder Felder anfertigt, die sich selbst ganz anders beschreiben. Wie Luhmanns Systemtheorie legt Bourdieus Theorie der Praxis eine multizentrische Gesellschaft nahe, deren zentrale – etwa: politische – Repräsentation ausgeschlossen ist und deren Dynamik und Gleichzeitigkeit sich intervenierender Steuerung im klassischen Sinne weitgehend entzieht. Beide Theorien sind in diesem Sinne entzaubernd, desillusionierend, enttäuschend.

Aber wiewohl sich Bourdieu selbst bisweilen als Entzauberer und Enttäuschender stilisiert hat, hat er selbst und mit ihm seine Theorie diese Selbststilisierung immer wieder konterkariert. Wo die Leistungsfähigkeit der Luhmannschen Theorieanlage in der Verfremdung und abstrakten Kälte liegt, kommt Bourdieu mit erheblich eingängigerem Charme daher. Denn Bourdieus Verfremdung mutet nicht fremd an. Wir kennen das Schema alle: Es geht um den alltäglichen Kampf um knappe Güter, Chancen und Möglichkeiten. Bourdieus kontraintuitive Idee der ökonomischen Verfremdung ist letztlich nicht kontraintuitiv. Und sie enthält nach wie vor einen kämpferischen Stachel. Sie vermag ihre Diagnosen zu skandalisieren, sie kann eine Idee der Unangemessenheit für angemessen halten und damit das ökonomische Begriffsschema noch antikapitalistisch wenden.

Von dieser Möglichkeit hat Bourdieu in seinen letzten Lebensjahren zunehmend Gebrauch gemacht. Seine große Arbeit “Das Elend der Welt”, in der er Betroffene sprechen lässt, ebenso wie sein Engagement als Globalisierungskritiker und seine Versuche der Mobilisierung Intellektueller haben seine wissenschaftliche Diagnose der multizentrischen Gesellschaft konterkariert. Letztlich tut Bourdieu etwas, das der Logik der Felder zuwiderläuft, er bemüht sich um Repräsentation des Ganzen, er will Gesellschaft als Gesellschaft adressierbar machen und die Politisierung der Felder vorantreiben. Es ist vielleicht dies die illusio Bourdieus, der Soziologie doch so etwas wie eine privilegierte Position zuschreiben zu wollen, eine Beobachterin zu sein, die vielleicht als Einzige von ihren Restriktionen weiß und ihnen gerade deshalb auf den Leim geht. (…)

Bitte hier den vollständigen Beitrag lesen (ursprünglich erschienen in der TAZ) = http://www.homme-moderne.org/societe/socio/bourdieu/mort/taz2601.html

· Modelle operativer Kunst zwischen Avantgarde und Anarchismus. (Gunnar F. Gerlach)
Auszug aus einem Vortrag von Gunnar F. Gerlach Ort: Gustav Heinemann – Bildungsstätte; Vortrag gehalten im Rahmen einer Tagung der “Erich Mühsam Gesellschaft” (Lübeck) 1996

Gunnar F. Gerlach

Modelle operativer Kunst zwischen Avantgarde und Anarchismus Überlegungen zum Verhältnis von Kunst und Politik.

“Wie lange wollen Sie noch beim ersten Schritt bleiben?” (Joseph Beuys)

Meine sehr geehrten Damen und Herren, gemäß dem von mir gewählten Titel dieses Vortrages möchte im Folgenden ein Modell der Operativen Kunst in Theorie und Praxis für die gegenwärtige Lage in den bildenden Künsten und der Gesellschaft entwickeln. Neben einer Erläuterung der Begriffe und des Zusammenhanges von Avantgarde und Anarchismus werde ich versuchen meine Thesen zu begründen, was heute eine politische, soziale und revolutionäre Leistung der bildenden Kunst ist und sein könnte. Die Schlußfolgerungen vollziehen sich dann auf der Folie einer problematischen, gegenwärtigen Situation zwischen der Medien – Technologischen Gesellschaft und den Versuchen der Rest-Avantgarden in der bildenden Kunst mit ihnen subversiv umzugehen und zu argumentieren. Die Praxis schließlich unmittelbarer, eingreifender Kommunikations-Akte scheint mir auch zwei Jahre nach Hoyerswerda, Hünxe, Rostock, Lübeck, Magdeburg und Solingen eine adäquate Antwort zu sein, als jede hermetische Gralsuche nach einer wirklich endgültigen und erlösenden Faschismustheorie. In diesem Sinne ist auch eine “House-Aktie” zu verstehen und unterstützenswert: eine aktive Regulation verfehlter Sozial – Politik mit den Mitteln der künstlerischen Arbeit zu leisten.

Wenn über das Verhältnis von Kunst und Politik reflektiert wird, ist meist ein Problem schon übersehen worden: die künstlerische Tätigkeit ist seit der Renaissance auf individuelle Praxis ausgerichtet, die politische Arbeit orientiert sich an dem gesellschaftlichen Gefüge. Selbstdarstellungen und Narzißmen sind unleugbare Tatsachen auf beiden Seiten, haben aber mehr mit Psychologismen und den jeweiligen, medialen Verwertungs-Systemen und ökonomischen Interessen, Marktorientierungen zu tun. Ginge man davon aus, den Freiheitsbegriff ins Zentrum der Diskussionen zu stellen, ergäbe sich hier eine ganz andere, überraschende Verbindung: das historische Ringen um Freiheit markiert das Engagement von sehr vielen gesellschaftlichen Gruppen, aber ganz besonders jenes von Künstlern und politisch denkenden Menschen oder Politikern. So wird auch verständlich, warum in relevanten, künstlerischen und politischen Theorien, Äußerungen und Handlungen der Begriff Freiheit stehts zentral thematisiert wurde. Heinrich Böll formulierte das Problem bereits vor Jahren wie folgt: “Das ist es, was die Gesellschaft mit der Kunst macht: mit dem Markt erdrücken, Freiheiten in Freiheiten zerteilen.” Dahinter verbirgt sich auch latent die Kritik an einer historischen Konstruktion, die am Anfang mit dem schillernden Wort Freiheit lockt, um sie am Ende dem gesellschaftlichen Rahmen, dem Markt, als oberster Rationalität einzuverleiben.Bakunin erkannte dieses Dilemma: “Im System der Materialisten, das allein das Natürliche ist, schafft erst die Gesellschaft, weit entfernt davon, die Freiheit zu verringern und zu beschränken, die Freiheit der menschlichen Individuen.

Sie ist die Wurzel, der Baum der Freiheit und ihre Frucht. Deshalb hat der Mensch zu jeder Zeit seine Freiheit nicht am Anfang, sondern am Ende der Geschichte zu suchen, und man kann sagen, das die tatsächliche und vollständige Befreiung des Menschen das große Ziel, das erhabene Ende der Geschichte ist.” Diese Gegen-Konstruktion zur bürgerliche Logik hat zwei sehr elementare Metaphern bei sich: Wurzel, Baum und Frucht der Freiheit sind auf Natur hingedacht, und die lernende Praxis am Anfang ist Bedingung der Möglichkeit zur Freiheit am Ende zu gelangen. Nach Ernst Bloch ist Freiheit die Möglichkeit zur Auswahl, also zur distinkten und differenzierten Wahrnehmung, als Basis des individuellen Vernunft-, Geschmacks- und Werturteils. Die Wahrnehmung wird so über den Körper gedacht und vollzieht sich über die innere Formung und Vorstellungskraft: Mit dem Körper Sehen, heißt es z.B. für den anderen offenen Werkbegriff bei Franz Erhard Walther. Hand führt zur Handlung. Auch in den Künsten ist es möglich über ein breitgefächertes Handwerk zu verfügen, um sich dem Urteil einseitig klassen- und gruppenspezifischer Geschmacksurteile zu entziehen. Erst der nach Schiller im Spiel zu sich und seiner Freiheit gelangene Mensch, kann mit der Kunst angemessen und frei seine Mittel und Wirkung erzielen. So werden Hand und Handlung zu einer auf Freiheit und Offenheit gerichteten Haltung – politisch wie künstlerisch. Zwei Künstler, haben in Theorie und Praxis in unserem Jahrhundert am deutlichsten und intelligentesten eine Verbindung von sensiblem, künstlerisch-philosophischem Bewußtsein mit politischer Wirkkraft verbunden und gelebt; André Breton, der Kopf der surrealistischen Bewegung, und Joseph Beuys, der erst die Republik und dann die halbe Welt mit seinen Aktionen und Statements herausforderte.

Breton Satz: “Einzig das Wort ist die Freiheit vermag mich noch zu begeistern”, zieht die Konsequenz aus künstlerischer und politischer Theorie und Praxis, Joseph Beuys erkennt das Freiheitsprinzip generell in Akten der formenden und gestaltenden Tätigkeit und thematisiert hier vollkommen logisch gedacht das schöpferische in jedem Menschen als zentrale Frage aller individuellen und gesellschaftlichen Handlungen und Veränderungen: “… denn Kreativität, das heißt Schöpferkraft, die unfrei wäre, wäre ein Widerspruch in sich selbst. Also ist wahre Wissenschaft der Kreativität prinzipiell Freiheitswissenschaft.” Dieser Gedanke führt konsequent zur Vorstellung einer “Sozialen Plastik” der Gesellschaft als einer gestaltbaren Form, als einen in sich arbeitenden, energiegeladenen Organismus. Der schöpferische Widerspruch selbst liegt nach Hegels Dialektik natürlich auch darin, denn nach ihm bewegt sich nur, hat Trieb und Tätigkeit, was “in sich selbst einen Widerspruch hat”. Dieser Widerspruch ist die Kunst selbst; individuelle Obsession und soziale Wirksamkeit unter einen Hut zu bringen; das ist unlogisch, aber wem es gelingt, der macht wirksame Kunst. Denn Kunst, Können kommt aus dem altmittelhochdeutschen und heißt der Trick oder der Dreh etwas darzustellen. Als eine Spielart der Zauberei galt das Bild oder das Abbild also nicht umsonst als magisch aufgeladen und hatte rituellen Charakter. Mit dem Wandel der Zeiten, wandeln sich die Materialien, Techniken und Wertsysteme und ihre “kommunizierenden Röhren”. Es ist eine historische Tatsache, daß der Kampf um und für Freiheit und Gerechtigkeit eine Leidensgeschichte ist. Hier begegnen sich künstlerisches Bewußtsein und politische Utopie erneut – im inneren und äußeren kreativen Umgang mit dem Leid.

Hier begegnen sich künstlerisches Bewußtsein und politische Utopie erneut – im inneren und äußeren kreativen Umgang mit dem Leid. Religion, von lateinisch religio, bedeutet das “Zurückgebundensein” in frommer Scheu. Was bedeutet dies anderes, als sich seiner eigenen Ein-Gebundenheit im gesamten Netz der Vielheiten in Natur und Kultur bewußt zu sein, die Anderen und Fremden Mitmenschen in ihrem spezifischen So-Sein erkennen und achten zu lernen. Die fromme oder heilige Scheu vor den schöpferischen Möglichkeiten der Anderen ist Bedingung für Dialog und Multilog. Edgar Wind, Kulturhistoriker aus dem Panofsky-Kreis bezieht sich in seinem Aufsatz und gleichnamigen Buch “Kunst und Anarchie” nicht umsonst auf den Begriff der “heiligen Scheu”: “Im allgemeinen fürchten Künstler nicht so sehr den Verlust der Phantasie als ihr Übermaß…/… und doch mit gleicher Stärke, eine heilige Scheu vor der Phantasie, die ihrer Dichtung leben verlieh.” Wind bezieht sich hier auf Goethe und Baudelaires Praxis der innneren Disziplin. Der Begriff der heiligen Scheu stammt von Platon und kein Philosoph hat den göttlichen Wahnsinn der dichterischen Eingebung- z.B. die Welt retten zu wollen – beredter gepriesen als er; und doch hat er ihn mit Argwohn verfolgt. Dahinter steht die Annahme, der Mensch könne durch seine Vorstellungsgebilde verwandelt werden. Und so sah Platon in der Kunst der Nachahmung ein gefährliches Spiel das zu verwerflichen Charakteren führt.

Goethes Aussage, daß, wer keine Religion habe, möge wenigstens Kunst haben, bezieht sich darauf: in Form gebrachte, gezügelte Vorstellungskraft aus dem Inneren für das Äußere als einem sozialen Raum.

Dies entsprach zudem nahezu prophetisch der Entwicklung in unserem Jahrhundert. Nachdem Nietzsche Gott sterben ließ, und damit unverschuldet der Einseitigkeit instrumentalisierter Vernunft das Begründungsfeld ebnete, ersetzte die Kunst die Kirche. Innerlichkeit als Freiheitsbegriff wurde sukzessive abgeschafft. Shaftesburys “inward form” beeinflußte die deutschen Geisteswissenschaftler und Künstler. Herder, Humboldt und Hegel folgten ihr genauso wie Caspar David Friedrich und Phillip Otto Runge. Der Rationalismus, besagte instrumentalisierte Vernunft, gegen die Adorno und Horkheimer mit ihrer kritischen Theorie u.a. ankämpften, führte nun in den Terror von Industrie, Technologie, der Kultur-Industrie und ihrer Agenten. Von ihnen leitet sich der gegenwärtige Verdummungs- und Abstumpfungsfeldzug in den Mediengesellschaften ab. Kultur-Technologie ersetzt die Reflexion über eine Korrelation und Relationalität von Form und Inhalt durch technologische Lösungen in einer Kommunikation, die den vom Inhalt befreiten Diskurs über abstrakte Zeichen produziert. Diese Art der instrumentalisierten Vernunft macht KZ´s erst denk- und vorstellbar; losgelöst von innerer Formung, Emotion und Reflexion wird alles einfacher. Technische Lösungen waren noch nie das Problem der Menschheit. Die ökonomischen, emotionalen, ethischen und ästhetischen Probleme sind jedoch bis heute einer Verflüssigung nicht viel näher gekommen. Und so, wie die in ein übergreifendes Herrschaftssystem eingebettete Religion als Kirche in ihr emotionales Gegenteil geführt wurde – von deren inneren Schau als Befreiung zur veräußerlichten, bloßen Form als Unterdrückungs- und Machtinstrument, hat sich auch die Funktion der Künste für die Gesellschaft gewandelt, Museen sind heute Staats- und Markt-Kathedralen ökonomischer, und damit politischer, Kräfte.

Mit ihnen schreibt man die Geschichte des Kapitals auf perfideste Weise fort. Sie repräsentieren nicht mehr Erkenntnisse der philosophischen, sozialen und ästhetischen Reflexion, sondern ein Wertesystem von Shareholder Values, und könnten auch “Dow Jones Memorials” oder “Gebäude zum Dax” genannt werden. D.h. auch: der Begriff postmoderne Willkür ist schon wieder ein Gespenst, denn willkürlich ist da nichts. Nur sind es nun die Werte des angeblich freien Marktes, die den Tausch eines vermeintlich bohemiantischen Lebensgefühls gegen Börsenaktien tauschen lassen. Abstraktionswert Geld gegen einen seiner Inhaltlichkeit, Geschichtlichkeit und Geistigkeit beraubten Geschmackswert. Aber über Geschmack läßt sich gerade deshalb köstlich streiten, weil Geschmacksurteile abhängig sind von der Freiheit zur Auswahl, und die ist nun einmal bis heute eine Frage der ökonomischen Möglichkeiten. Geschmacksfragen sind im heutigen Jargon Fragen der Schichten und Zielgruppen – Also doch: Klassenfragen. Aber die Hoffnung, die in der Kunst sich manifestiert, ist auf freie Entfaltung des frei entfalteten Individuums gerichtet, daß sich seiner gesellschaftlichen Bedingt- und Verhältnismäßigkeiten sensibel und intelligent bewußt ist. Freie Assoziation der frei Assoziierten, so hieß es bei Karl Marx immer so schön. Der Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler Aby Warburg hat nicht von ungefähr seinen berühmten Bilderatlas zum Fortleben der Antike “Mnemosyne” benannt. Mneme ist der aus dem griechischen stammende Terminus für Gedächtnis, Erinnerung. Die mythologische Gestalt der Mnemosyne, Tochter des Uranos und der Gäa, die von Zeus geschwängerte Mutter der Musen; der Künste also. Sie ist die Personifikation von Gedächtnis und Erinnerung. So wird die Betrachtung der Kunstentwicklung bei Warburg aus dem lebensnotwendigen “Zurückgebundensein” an Gedächtnis und Erinnerung gleichzeitig zur Dokumentation einer Leidgeschichte der Menschheit.

Es ist das Ringen um Freiheit und Ausdruck, daß in jeder Gesellschaft ständig bedroht ist. Besonders dann, wenn art bzw. kunstferne Kategorien ihre erkenntnistheoretischen und praktischen Ergebnisse negieren und als Frage von Angebot und Nachfrage in ein heuchlerisches System transformieren. Um Kunst als Basis, als geistige Ernährungsgrundlage verwirklichen zu können, bedarf es einer Gesellschaft, die eine auf historischer Wahrhaftigkeit basierende Ethik besitzt. Dann könnten nicht nur emotionale, ethische und ästhetische Konzeptionen zu Geschwistern werden. Gesellschaftliche Gestaltung könnte aus der Unmittelbarkeit individueller Formung und seinem Anrecht auf Ausdruck zu einem verwirklichten sozialen Körper wachsen. Der sich seiner Selbst- und Fremdverantwortung bewußte Mensch würde über seine innere Proportionierung im Multilog mit den Experiementen und Ergebnissen der Anderen Mitmenschen ins Offene und Freie aus Vertrauen gehen können. Die Entwicklung einer als Unterstützung für ein soziales Projekt gedachten “House-Aktie”(*) ist an dieser Stelle eine glückliche Übereinkunft von moralischer Phantasie, künstlerischer Innovation und konkreter Hilfeleistung vor Ort.

· Forum ::: Netzdraht-Thread = Fellgeschichten & Höh(l)enzeichen
Selbstverwaltetes Forum des Bürgernetz Hamburg (noch unbearbeitet=Fotos fehlen! etc.) Foren der Hamburger Bürger & Stadtteile FAQ Suchen Mitgliederliste Benutzergruppen Profil Du hast keine neuen Nachrichten Logout [ metasynapse ] Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen Selbstverwaltetes Forum des Bürgernetz Hamburg Foren-Übersicht -> Graffiti Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen Autor Nachricht metasynapse Anmeldungsdatum: 06.10.2003 Beiträge: 63 Wohnort: Hamburg Verfasst am: Do Okt 23, 2003 9:30 am Titel: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen ———————————————————————— (…) Mit Verlaub, Kolleginnen von Avanti: Das ist doch ein Trick, das sagt ihr doch nur, um gutwillige Männer an den Herd zu locken, damit ihre Gattinnen Zeit haben, Fußball zu spielen oder Wollnashörner zu jagen. Andererseits, so rätselhaft, wie Frauen sind, ist die aphrodisierende Wirkung eines Mannes in Küchenschürze nicht ausgeschlossen. Wer bisher mit Rosen und einer Flasche Barolo bei der Angebeteten erschien, ohne den erhofften Erfolg zu haben, tut gut daran, es mit dem Staubsauger zu probieren. Und was das Theater betrifft, so wäre der Fall Romeo und Julia glaubwürdiger, wenn der junge Mann, statt am Balkon Süßholz zu raspeln, mal ordentlich bei den Capulets durchgefegt hätte. „Das wilde Blut, das in den Wangen flattert“, seufzt Julia. Solche Leidenschaften kann nur ein Hausmann entfachen. http://www.sueddeutsche.de/sz/streiflicht/red-artikel1083/Nach oben spurensucher Gast Verfasst am: Do Okt 23, 2003 8:51 pm Titel: Re: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen ———————————————————————— höhlenmenschen dialogik! Zu Fellgeschichten fällt mir nur Brunner auf dem Bärenfell ein. Cyberpolitics begins @ Bits and Bytes!Nach oben CyberDschini Anmeldungsdatum: 17.10.2003 Beiträge: 16 Verfasst am: Fr Okt 24, 2003 6:02 pm Titel: Re: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen von “OZ” b ———————————————————————— OOPS! Das Hamburger Abendblatt http://www.abendblatt.de meldet im Ticker: “Hamburger Polizei nimmt Graffitisprayer «OZ» fest” Unter dem Bild ist von 120 000 “OZ”-Graffittis in Hamburg die Rede. http://www.abendblatt.de/z/newsticker/p/OZ_4977274.onlineBild.jpg Frage: Was bedeutet dieses “OZ” Zeichen an der betonierten Höhlenwand? Schon mal nachgedacht? OOPS! —————————————————– Sollten Lehrerinnen im Unterricht ein Kopftuch tragen? Natürlich! Gute Beispiele gibts von Maria bis Theresa http://www.graffiti.org/la/madreteresawall.jpg _________________ x oriente luxNach oben Enternetkonsument Gast Verfasst am: Do Okt 30, 2003 4:36 am Titel: Re: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen von “OZ” – ———————————————————————— CyberDschini hat folgendes geschrieben: OOPS! Das Hamburger Abendblatt http://www.abendblatt.de meldet im Ticker: “Hamburger Polizei nimmt Graffitisprayer «OZ» fest” Unter dem Bild ist von 120 000 “OZ”-Graffittis in Hamburg die Rede. Unser KNAST soll bunter werden! Für den Sprayer “OZ” gibts sicher “Drinnen” auch genug Wände. Klüger wäre es jedoch endlich großformatige Leinwand zu benutzen, um die Bilder auch auf dem Kunstmarkt anzubieten zu können “Der Zauberer von OZ” ?Nach oben stadt Gast Verfasst am: Do Okt 30, 2003 1:43 pm Titel: Na was gebs DA? ———————————————————————— Gute Malzeit! Habe gelauscht< ist die UNI< ist die UNIKunst< sanft ins Leben zurückholt” ———————————————————————— Streiflicht …) Eine schöne kleine Geschichte ist das, wie das Leben sie öfters schreiben sollte – weil sie die Kunst in eben dieses Leben sanft wieder zurückholt und die arbeitende Bevölkerung in die Kunstwelt einlässt. Und weil sie endlich einen Berufsstand rehabilitiert, der bislang vor allem mit einer Aura des Destruktiven assoziiert ist, der Verweigerung, der Verhinderung, der Ausschließung. Der große Kafka hat ihm den Zugang zur Liste der ehrenwerten Berufe gnadenlos verbaut, durch die tendenziöse Darstellung in seiner Erzählung „Vor dem Gesetz“. In ihr wird ein Bittsteller so lange hingehalten vor dem Zugang zum Gesetz, bis er schließlich kindisch wird, die Flöhe im Pelzkragen des Türhüters studiert, sie bittet, ihm zu helfen und den Türhüter umzustimmen. Auch Gil Perez wäre fast auf einer kafkaesken Kontorslaufbahn gelandet, hätte er nicht plötzlich den Drang an die Plaza gespürt, wo er nun Christie’s Türdrücker bedient. Am Dreh- und Angelpunkt der Kunstwelt, darüber entscheidend, wer drinnen ist und wer draußen. Was Power ist, darüber mag man ruhig weiter diskutieren – Glück aber ist eindeutig, wenn man von Gil Perez erkannt und beim Aufschwingen der Tür mit seinem Vornamen begrüßt wird. Bitte den vollständigen Artikel lesen http://www.sueddeutsche.de/sz/streiflicht/red-artikel337/Nach oben ohne (T)orte Gast Verfasst am: Do Nov 06, 2003 10:24 am Titel: Re: “wie die >Kunst< sanft ins Leben zurückholt&q ———————————————————————— Altonaer Museum (Quelle: x-cards http://www.altona-web.de ) Nach oben ?n Gast Verfasst am: Fr Nov 07, 2003 12:46 am Titel: Re: Fellgeschichten und Höh(l)enzeichen ———————————————————————— ?? Musik http://www.donga.com/music/korea/k_list.php ?n look http://www.dreamtouch.co.kr/manha/general/general-swf/0201001004.swfNach oben Radio Hel[l]sinki Gast Verfasst am: Fr Nov 07, 2003 10:29 am Titel: Re: [Tittitainment°] ———————————————————————— ?? hat folgendes geschrieben: ?? Musik http://www.donga.com/music/korea/k_list.php ?? look http://www.dreamtouch.co.kr/manha/general/general-swf/0201001004.swf Tittitainment-service http://mrs-lee.com/art/Radiotipp/radiotipp.htmlNach oben Trillerich Gast Verfasst am: Sa Nov 08, 2003 8:38 pm Titel: Tirilierende Teutonen (Vogel-Futter) ———————————————————————— …) Tirilierende Teutonen Deutschland, das Volk der Dichter und Denker? Von wegen. Es ist wohl eher das der kleinen Lichter und Autolenker. Zu dem Ergebnis muss man jedenfalls kommen, wenn man die „Liste der 100 besten Deutschen“ studiert, die Bild und ZDF stolz präsentieren. „Millionen von Lesern“ bestimmten „unsere Besten“, und siehe da: Brecht, Hölderlin, Grass, Hegel – alle nicht dabei. Dafür Solitäre des Geistes wie Dieter Bohlen, Michael Schumacher und Daniel Küblböck. Überhaupt die Musiker: Heino, Campino von den Toten Hosen und ein Kerl namens Wolle Mozart, von dem es aber schon lange keine neue Single mehr gab, gehören alle zu den Besten. (…) http://www.sueddeutsche.de/sz/feuilleton/red-artikel1062/Nach oben Sittich Gast Verfasst am: Sa Nov 08, 2003 10:55 pm Titel: Re: Tirilierende Teutonen (Vogel-Futter) ———————————————————————— Trillerich hat folgendes geschrieben: „Millionen von Lesern“ bestimmten „unsere Besten“, und siehe da: Brecht, Hölderlin, Grass, Hegel – alle nicht dabei. Dafür Solitäre des Geistes wie Dieter Bohlen, Michael Schumacher und Daniel Küblböck. http://www.sueddeutsche.de/sz/feuilleton/red-artikel1062/ E=mc Zitat: Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen ich sei Deutscher, und die Franzosen ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher und die Deutschen, ich sei Jude. Eine Stadt liest ein Buch! – “Die Entdeckung der Currywurst” http://www.hamburgliesteinbuch.de/Nach oben metasynapse Anmeldungsdatum: 06.10.2003 Beiträge: 63 Wohnort: Hamburg Verfasst am: Do Nov 13, 2003 1:37 pm Titel: Von Falten [Roll]-Möpsen und Vögeln… ———————————————————————— Vicco von Bülow alias Loriot wird achtzig: Alles hat sich so ergeben, unter der Hand gewissermaßen Unter Möpsen und Menschen Wenn im offiziell Nichtigen das Geltende und im offiziell Geltenden das Nichtige sichtbar wird – Besuch bei dem Schöpfer einer ganz speziellen Welt Von Hermann Unterstöger Münsing, 11. November – „Wenn Sie“, bittet mit leiser Stimme Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow, der von seinen Freunden Vicco genannt wird, von der fühlenden Menschheit aber Loriot, „wenn Sie einen lächerlichen Garderobefehler entdecken, dann sagen Sie es mir bitte.“ Es geht um ein Foto, und obwohl kein Garderobefehler, schon gar kein lächerlicher, an dem alten Herrn zu entdecken ist, streift ihm seine Frau Romi ebenso sorgsam wie resolut Hemdbrust und Haare glatt. Man müsse wissen, fährt Loriot fort, dass ihm, wann immer er für Filmaufnahmen in der Ecke des berühmten Sofas Platz nahm, das Jackett von hinten sechs- oder siebenfach mit Fäden festgezurrt wurde, damit es nur ja keine Falten warf. (…) Hier bitte hier entknöpfen= http://www.sueddeutsche.de/sz/seitedrei/red-artikel1557/ Gruß an runterhandeln auf 20 biß 40zig und an T-Höhle von Bad an klare Parabase -wie immer nichts… und an all die anderen investigativen -subversiv aufrichtigen Sagas und Sængers…= welche das Achten (?) achten in pfleglicher Distanz möglichst ohne Schleudertrauma falsch verorteter Vernunft = Slow slow am PI der EIN/AUSlaßstelle manches ist poröser -bei näherer Betrachtung der ER/SIEfühlBARkeiten in Hochzeiten des Augenblicks von Projektion und Utopi(e) beim Denken&Schreiben – hämmernd erlesend die Tasten des anderen ABC……. des schon wieder weg…. und des doch noch da?, in aller Parallelität des parablen SEINs -um ein Wort zu finden das dem “subversiv-anderen” Flügel verleiht im Wurzelstock entrückter Stockwerke mit Fenster ins Nichts -zu erarbeitender Hoffnung -des immer viel zu KURZ-LANG im JETZT des JETZT… und dann in aller Plötzlichkeit des Prozesses: was heißt eigentlich später?, wir warten?… oh oh = worauf warteten all die anderen= Sumserums??? substanziell sublimierende sub-Suppenhöfe verwarteter Wartung= warten gibts nicht ES tut immerfort im Über-Unterall… Da wo alle sagen: da geht nichts mehr -fängt die eigentliche Gestaltung erst an… das wußten schon die (jungen) ALTEN.. da muß keiner am ALT operieren… Dieser Erkenntnis-Gewinn ist schon paralell zu nehmen- der hat an Gültigkeit nichts eingebüßt… Da frohloggs unter der Hand immer wieder anders… Dafür lohnts sich dann auch >ALTER< zu sagen.. Da kommt Freude auf… Herzlichen Glückwunsch!, wider die Haartracht und dem falschen Faltenwurf willkürlicher Behauptungen und Rechtfertigungen in der Logistik des Gesamtmodell,s… Da bricht einems ja die Nagel ab.. _________________ signum signaleNach oben NeuBauten Gast Verfasst am: Mo Nov 17, 2003 10:58 am Titel: Sponsert from NICHTS ———————————————————————— Stubnitz info, Mon 20031117 For Your pleasure: Events on the MS Stubnitz. You have opted to recieve information 1 day in advance of events for your chosen styles. In addition you also recieve your weekly update today +++Wed 19.11 21:00 Y2003 Culture Club+++ +++Fri 21.11 23:00 Y2003 Bombus+++ The human beat machine! Vier Schlagzeuger der Einstürzenden Neubauten, Madonna Hip Hop Massaker, Sandow und der Weltrekordler Neugebauer bilden den Kern einer virtuosen Performance, die live durch Dj, Sängerin, Gastmusiker und weitere Schlagzeuger bereichert wird. Live-Drumming, -Programming und -Performing, Hände, Füße und Maschinen im Zusammenspiel. Extrem tanzbar! \nBOMBUS (Tinnitus aurium): störende, ton- oder geräuschartige endogene Schallempfindung, entweder als Wahrnehmung ohrnaher Muskel- u. Gelenkgeräusche, von Sekretknistern,Vibrationen etc. oder aber als rein subj. Empfindung (Brummen, Rauschen, Klingen, Pfeifen) infolge inadäquater Rezeptorenreizung. Vork. v. a. bei gestörter Schalleitung (Zerumen, Otitis, +++Sat 22.11 23:00 Y2003 POLVOROSA (HH, Barcelona) Elektro-Latino Live mit: Puente Daniel (lead voc, g), Trillian (back.voc), Jankowski Norman (dr) +++Sat 22.11 24:00 Y2003 Erobique (HH) Carsten Meyer aka EROBIQUE, Mitglied von INTERNATIONAL PONY, möchte sich nicht den Spaß nehmen lassen, weiterhin mit einem Fender Rhodes und einer Rhythmusbox voller betörender Discoloops die heißen Parties der Republiken zu beglücken. Sein Album „Erosound“ (Deck 8/Zomba) fand \nauch im Ausland Anerkennung –es wurde von Acid Jazz in England veröffentlicht, \njapanische Popsternchen forderten Remixe an, New Yorker DJ-Legenden wie \nRoger Sanchez spielten seine Maxis und er wurde eingeladen auf dem legendären \nJazzfestival in Montreux aufzutreten. +++Sun 23.11 22:00 Y2003 Blurt konzert: BLURT/Ted Milton \n \nTed Milton ist zurück mit seiner Band Blurt, die Anfang der 80er zerrissene hypnotische no wave-hymnen schrieb und Punk damit den Rückweg abschnitt. Für alle Fans von Tuxedomoon / Wire / o.ä ein Muss! \n \n +++Dada-Avan+++ http://www.stubnitz.comNach oben metasynapse Anmeldungsdatum: 06.10.2003 Beiträge: 63 Wohnort: Hamburg Verfasst am: Do Nov 20, 2003 1:39 pm Titel: >AltBauten< = “Die schönen Augen sinds” ———————————————————————— Die schönen Augen sind’s, die mir das Herz durchdringen… Wozu dient eine nachträgliche Verewigung der Vergangenheit? Bei Padua wurde das Grab Francesco Petrarcas geöffnet (…) Wir treten ein ins zweite Zeitalter der Reliquien: Knochen entfalten, jenseits der symbolischen Pietät, auf einmal wieder eine magische Wirksamkeit kraft ihrer materialen Gegenwart. Während in der Basilika von Padua noch die Pilger den Sarkophag des heiligen Antonius berühren, damit ihre Gebete in Erfüllung gehen, haben nun Wissenschaftler der Universität Padua die Gebeine Francesco Petrarcas, des ersten Poeten der Neuzeit, aus seinem Grab in Arquà Petrarca entnommen. Sie erhoffen sich Aufschluss darüber, wie sein Gesicht aussah und ob er wirklich, wie berichtet wird, die für seine Zeit phänomenale Höhe von 1,84 m erreichte. Es ist auf diese Weise bereits gelungen, die Gesichtszüge des Evangelisten Lukas zu rekonstruieren (wenn er es denn wirklich sein sollte). Computergestützte Methoden machen es möglich, einem altgehüteten Skelett ganz neue Aufschlüsse abzugewinnen. (…) (…) Ein zwiespältiges Gefühl bleibt doch zurück vor so viel nachträglich verewigter Vergangenheit. Wie wird die Computergrafik die Augen Petrarcas wiedergeben? Es wird ihr kaum mehr gelingen als eine starre Notlösung, eine schauerlich untote Totenmaske. Die Augen, knochenfrei, vergehen spurlos, sterblichster Teil des Menschen und Spiegel seines unsterblichen. Niemand wusste das besser als Francesco Petrarca, der schrieb: „Die schönen Augen sind’s, die allerwegen / Lassen, was da mein Herr beginnt, gelingen, / Vor allem, wenn es gilt, mein Herz zu brechen. / Die schönen Augen sind’s, die mir durchdringen / Allorts das Herz mit ihrer Flammen Segen, / Dass ich nie müde bin, davon zu sprechen.“ (…) http://www.sueddeutsche.de/sz/feuilleton/red-artikel565/ (*** SEITE DREI ***) BOWLING IN EIGENER SACHE (¿?) Er schmeichelt seinen Zuhörern, wird gefeiert für seine Attacken gegen Bush ˆ und versteht es wie kaum ein anderer, alles …= (Pommesfrites, Roland Barthes?¿ = (“Mythen des Alltags”= Politische-Pommes-Parameter= >:::< = ¡Bitte/Danke!)= >DaDaDrom Graffiti Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde Seite 1 von 1 Bei Antworten zu diesem Thema nicht mehr benachrichtigen Gehe zu: GoDu kannst Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum mitmachen. Impressum Powered by phpBB 2.0.6 © 2001, 2002 phpBB Group

· operative Probleme mit Beuys & kegeln bei Kant

http://www.oben.de/go/history/20j/stasi_14.htm

Im AffBau= Im Kegel des Kleinkarierten bis Pep-Pieta

(…) O b diese satyrische Ueberschrift auf dem Schilde jenes holländischen Gastwirths, worauf ein Kirchhof gemalt war, die M e n s ch e n überhaupt, oder besonders die Staatsoberhäupter, die des Krieges nie satt werden können, oder wohl gar nur die Philosophen gelte, die jenen süßen Traum träumen, mag dahin gestellt seyn. Das bedingt sich aber der Verfasser des Gegenwärtigen aus, daß, da der praktische Politiker mit dem theoretischen auf dem Fuß steht, mit großer Selbstgefälligkeit auf ihn als einen Schulweisen herabzusehen, der dem Staat, welcher von Erfahrungsgrundsätzen ausgehen müsse, mit seinen sachleeren Ideen keine Gefahr bringe, und den man immer seine eilf Kegel auf einmal werfen lassen kann, ohne, daß sich der [3/4] w e l t k u n d i g e Staatsmann daran kehren darf, dieser auch, im Fall eines Streits mit jenem sofern consequent verfahren müsse, hinter seinen auf gut Glück gewagten, und öffentlich geäußerten Meynungen nicht Gefahr für den Staat zu wittern; – durch welche C l a u s u l a s a l v a t o r i a der Verfasser dieses sich dann hiemit in der besten Form wider alle bösliche Auslegung ausdrücklich verwahrt wissen will. [4/5]

Erster Abschnitt,

welcher die Präliminarartikel zum ewigen Frieden unter Staaten enthält. (…)

Hier gehts weiter=

http://www.philosophiebuch.de/ewfried.htm

· Gemischte Gruppe Installation von Stilla Seis [Bürgerservice°]

http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/bezirke/eimsbuettel/aktuelles/termine-und-veranstaltungen/ausstellung-gemischte-gruppe/start.html

»gemischte Gruppe«

Installation von Stilla Seis im Bürgerservice / Bezirksamt Eimsbüttel

vom 20.11.03 bis 31.12.03 Eröffnung: Donnerstag, 20.11.03, 15.00 Uhr Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch 7.00-14.00 Uhr; Donnerstag 12.00-18.00 Uhr

Die Ausstellung ist im:

Raum des Bürgerservices im Bezirksamt Eimsbüttel, Eingang Grindelberg 66 (EG) in 20139 Hamburg zu sehen.

Aufbau:

Reihung von 14 Colorfotografien auf KodakDuratransmaterial im Format 20x30cm an den Innenseiten der Glaswände des Eckgebäudes; die Bildflächen sind auf den Innenraum ausgerichtet.

Titel:

»gemischte Gruppe«

Die Bilder sind aus Fotografien einer gemischten Gruppe – Frauen und Männern unterschiedlichen Alters – entstanden; vorerst ist keine Ursache für die Zusammensetzung der Gruppe zu sehen. Bildausschnitt und Vergrößerungsmaßstab lassen zunächst keine Identifizierung zu; lediglich die persönliche Bekanntschaft mit einer der Personen ermöglicht, aus der Kenntnis von streng persönlichen Details, ein Wiedererkennen.

Geschichte:

Betrachter, die sich im Raum aufhalten, mischen sich mit der sie umgebenden Schar. Die Zusammensetzung der Besucher des Bürgeservices, also der möglichen Betrachter, scheint ähnlich grundlos, wie die Zusammen-setzung der ursprünglich abgelichteten Personen. Darin verbirgt sich der grundsätzliche Unterschied: während jeder Besucher am Empfang ein persönliches Anliegen hat, verbindet die dargestellte Schar ein gemeinsames Ziel. Jeder Besucher wird angeregt, seine Wahrnehmung in Bezug auf bekannte und unbekannte Personen seines sichtbaren Alltags zu sensibilisieren. Es kann die Frage entstehen, mit wem wir es tagtäglich zu tun haben.

gemischte Gruppe

Installation von Stilla Seis im Bürgerservice vom 20.11. bis 31.12. 2003

Raum des Bürgerservices im

Bezirksamt Eimsbüttel, 20139 Hamburg, Eingang Grindelberg 66, EG, montags, dienstags, mittwochs 7.00 – 14.00 Uhr , donnerstags 12.00 – 18.00 Uhr. Telefon 040/42801-21.00

· Wasser-Rechte= Nestle,s Ice Mountain Bottling Operation

http://michiganimc.org/

News: [Water Rights°]

Judge Orders Halt to Nestlé’s Ice Mountain Bottling Operation by Lou Blouin Email: louie (at) waterissweet.org 25 Nov 2003 Modified: 02 Dec 2003 Michigan Citizens for Water Conservation’s landmark suit against Nestlé Waters North America has ended in a court order to halt all spring water withdrawals from a site in Mecosta County, Michigan. Judge Lawrence Root handed down the order for Nestlé to terminate its spring water withdrawals earlier today in a markedly personal 68-page written decision. “I am holding that Nestlé’s pumping operations at the Sanctuary Springs must stop entirely,” Root wrote. “Further, I am unable to find that a specific pumping rate lower than 400 gallons per minute, or any rate to date, will reduce the effects and impacts to a level that is not harmful.” [ Summary and Order by Judge Root ] Read the full article… (8 comments) http://michiganimc.org//

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^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ ………………………………………………………………………………….^…….. News: Civil Liberties Police repression in Miami; two Michigan IMC reporters arrested by FTAA-Miami IMC 26 Nov 2003 Modified: 05:31:46 PM On Friday, November 21, around 200 activists gathered at the Miami-Dade County Jail to hold a peaceful protest and demand the release of those who had been arrested the day before. In what has become a hallmark example of the extreme repression that global justice activists faced this past week, the police demanded that the protesters disperse. Those who had gathered began walking away and moving down the street, where they were surrounded by the over 500 riot police that had surrounded the protesters. The police then attacked the dispersing crowd, chasing about 30 people into a corner. They shoved them to the ground and beat them. They gassed them at close range. The police arrested around 60 people, including journalists, legal observers, and medics. Two Michigan IMC journalists were arrested while doing news coverage of this event for the FTAA-Miami IMC. Coverage of police repression in Miami:

· Vom [Scheitern im Scheitern°]
Diese Inhalte sind Auszüge aus dem Buch “sch”, das im Oktober 2003 erscheint. Die Kunst des Scheiterns “Mit jeder Erfindung, ist der Unfall, das Scheitern mit erfunden.” (Paul Virilio) von Nina Mayrhofer Kunst entzieht sich einer Definition. Das heißt einer einzigen Definition. Umso mehr entsteht hier ein Spannungsfeld zwischen dem so genannten Kunstmarkt und der Kommerzialisierung auf der einen und der „freien“ Hingabe des Künstlers aus Überzeugung an der Sache auf der anderen Seite. Kunst will Kunst und besteht auf ihrer Zweckfreiheit. Die Sinnhaftigkeit ergibt sich aus dem Werk und der Interaktion mit dem Betrachter. Oder auch nicht. Klare Abgrenzungen, wer denn nun ein Künstler sei, ist eben ein langes Kapitel einer unendlichen (Kunst-)geschichte. Das Klischee des frierenden Künstlers in der Dachkammer steht dem Bild eines Künstlers entgegen, der sich und seine Seele verkauft hat und dessen Werk der Kommerzialisierung anheim gefallen ist. Diese Schwarz-Weiß-Malerei ist aber im Grunde nicht mehr vorhanden. Fronten verschwimmen und Definitionen machen nur für ein begrenztes Publikum Sinn. Das Scheitern ist der Kunst implizit. Ein Künstler, der aus einem negativen Ereignis sein kreatives Potential schöpft, ist interessanter und griffiger als eine Person aus der „heilen Welt“, einer Kunstschule beispielsweise. Joseph Beuys Werk etwa lässt sich vielseitig durch seinen privaten Hintergrund erklären. Ein Flugzeugabsturz, die Rettung – Filz und Fett, das ihn vor dem Erfrierungstod bewahrte. Das Unglück, das Hinfallen mit Herzblut und scharfen Wunden ist nicht nur als Potential für produktive Kraft zu sehen. Das Scheitern, oder milder gesagt, das Misslingen im Prozess des Erschaffens liegt gerade in der Kunst auf dem Weg zu einem Ergebnis. Zehnmal schief gegangen, einmal Meisterwerk. „Solche Kunstwerke, wie sie heute üblich sind, kann ich gar nicht fertigstellen. Dazu fehlen mir Könnerschaft und Unverschämtheit. Ich beließ es daher besser bei gelegentlichen Bierdeckelskizzen und kletterte doch lieber wieder kunstlos durch die Irrenhäuser Hegels, anstatt im Kreis durch doofe Galerien.“ (Kapielski) Umsetzung seines Bildes im Kopf in ein für ihn gerechtes Medium. Dann das vollendete Werk. Das immer noch am Kunstmarkt an seiner Verkäuf-lichkeit scheitern kann. Ob van Gogh nur deswegen Berühmtheit erlangte, weil sich seine Bilder erst nach seinem Tode verkaufen ließen? Sozusagen das Ableben als Bedingung für das Aufstreben am Markt. Von diesem Erfolg konnte er nichts mehr mitbekommen und deswegen ist wohl sein Ziel ein ernst genommener Künstler zu werden fehlgeschlagen. Aus subjektiver Sicht. Das kann man heutzutage bestimmt nicht behaupten. Natürlich ist van Gogh erfolgreich. Das heißt, sowohl der Faktor Zeit als auch das individuelle Lebensziel und die Einstellung des Umfeldes gegenüber dem Produkt und dem Selbst sind die Kriterien für ein (erfolgreiches) Scheitern. Jedoch: Ist es mehr Misserfolg, wenn sich das Produkt verkaufen lässt, oder ist es dann ein wichtiges Werk einer Avantgardebewegung, die sich gegen die bis dahin geltenden Regeln und Gesetze sträubt? Nicht beantwortbar. Die Notwendigkeit des Scheiterns für eine Haltung abseits vom Main-stream gilt vielleicht als natürliche Ingredienz von Avantgarde bewegungen. Etwa der Dadaismus oder auch die Surrealisten waren zu ihrer Zeit nur für einen engeren ausgewählten interessierten Kreis zugänglich. Zugang im Sinne von Verständnis. Die konventionelle Sicht mag auch diese Kunstformen zu der Zeit als gescheitert angesehen haben. Vor allem was ihre tatsächliche Wirkung und ihren Einfluss auf sie umgebende Systeme – seien es politische oder gesellschaftliche – betrifft, mögen sie weitgehend ohne Erfolg gewesen sein. „Die Zeit heilt alle Wunden“ ist eine Floskel, die für das Scheitern im Bereich der Kunst eben die Rückkopplung eines Erfolges schaffen kann. Kunstgeschichte, und somit wohl eine Wertung des Erfolgspotentials eines Kunstschaffenden kann meist nur rückwirkend oder zeitverschoben passieren. Das bringt uns zurück von dem zu Lebzeiten wenig Geschätzten zu dem im Nachhinein hochgefeierten Kreativen. Die Bereiche der Kunst, die sich mit dem Scheitern schneiden, enthalten somit vielfältige Perspektiven. Einmal die erwähnte Spannung zwischen Künstler und seinem Produkt – das mehr oder weniger geschlossene System der Ideenfindung, Umsetzung oder Konzeption und des Schaf-fensprozesses. Andererseits die Sicht des Marktes auf Künstler und Produkt. „Unfertige“ Konzepte und Werke haben ihre Rechtfertigung selbst in diesem Stadium als Endprodukt und finden in eben diesem Kontext ihre eigenen Räume und Ausstellungen. Hier eröffnet sich die Möglichkeit der Offenheit des Kunstwerkes und des erweiterten Kunstbegriffes. Das Unvollendete bedeutet aber nicht zwingend ein Scheitern am Ausgangspunkt. Es gibt eine Transformation des Prozesses, die an einem selbstgewählten Punkt endet. Die Thematisierung des Scheiterns in der Kunst selbst liegt nahe an der Ebene des abgebrochenen Schaffens. Gerade aber das Unvollkommene erlangt das Interesse der Öffentlichkeit – etwa vor kurzem in der Ausstellung in Österreich „Fehlschläge? – Ein Exkurs über das Scheitern“ – und zeigt die mögliche Publizität des Unfertigen. Ein Blick auf Werke zwischen Gelingen und Misslingen und Misserfolg als Motor des Lernens. Der positive Auftrieb nach dem Fall als kreative Erweiterung und Lehre. Scheitern als „das große moderne Tabu“, wie der Soziologe Richard Sennett es beschreibt, ist hier wohl hinfällig. Die Thematik erfährt geradezu eine aufstrebende Popularität. Eben im Bereich der Kunst ist die Tragik von Geschichten und Leben hinter Werk und Künstler ein pushender Effekt. Die Ausweitung der persönlichen Geschichte des Künstlers, die Auslegen der Biografie auf seine Werke ist für ein Kunstverständnis problematisch. Durch Geschichten, Bilder in der Geschichte der Persönlichkeit, können sich Bilder im Kopf beim Betrachter und Rückschlüsse auf Intentionen des Künstlers ergeben. Interpretation eben. Das erleichtert das Verständnis ungemein, kann aber vielerseits zu groben Miss-interpretationen der tatsächlichen Intention führen. Und hier wird die Unvollkommenheit interessant. Perfektion ist zu glatt, zu einfach im Sinne von geradlinig. Daher sind „unvollkommene“ Werke auch so spannend. Sie scheinen Einblicke in die Arbeitsprozesse zu gewähren. Der Moment des Scheiterns liegt auf kurvigem Weg. Undefi-nierbarkeit macht vieles schwerer. Aber deshalb umso spannender. Definitionen sind Rettungsreifen. Kunst bezieht Definitionen. http://www.scheitern.de/

· Gunnar F. Gerlach >OHNE METAPHER< KP BREHMER
Gunnar F. Gerlach OHNE METAPHER – KP Brehmer, oder: Wie einer auszog “ein bißchen über das richtige Leben” zu lehren

“Es gibt keinen anderen Weg, den sinnlichen Menschen vernünftig zu machen, als daß man denselben zuvor ästhetisch macht.”

Friedrich Schiller

“Ein weiterer Aspekt des “Readymades” ist sein Mangel an Einmaligkeit weil die Replik eines “Readymades” die gleiche Botschaft übermittelt;…”

Marcel Duchamp

“Weiter vor allem wurde aus der modernen Technik die künstlerische Montage gezogen, als Hilfsmittel in einer keineswegs mehr fertig oder eindeutig ge- schichteten Welt. Es ist eine Auswechslung, die bisher nur in der Groteske bekannt war, nun aber reicht sie vom frühen Photoklebebild (…) bis in die jähsten Verfremdungs-Einsätze, aus scheinbar wo ganz anders her, bei Brecht.” Ernst Bloch

Worte können nur schwer das visuelle Werk eines Künstlers beschreiben der in visuellen und geistigen Zwischenreichen surreal agierte. (1) Wenn sie sich auch noch zu einer nachrufenden Erzählung über den Lehrer und die Lehre eines Künstlers verdichten sollen, der 21 Jahre – seit 1976 – an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg zwischen Künstler-Kollegen, Studenten, Kunstwissenschaftlern, Freunden (2) und der von ihm initiierten Galerie Vorsetzen kommunikative Netze knüpfte, können nur zentrale Aspekte Erwähnung finden.

Am 16. Dezember 1997 verstarb der Künstler und HfbK-Professor für Freie Kunst, KP Brehmer, plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Herz- und Hirnschlages. Geboren am 12. 9.1938 in Berlin, wurde er bereits in jungen Jahren bekannt und zu einem der wichtigsten Vertreter einer sich politisch artikulierenden Kunst. Als einer der Hauptvertreter der “Grafik des Kapitalistischen Realismus” neben Sigmar Polke und Gerhard Richter entwickelte der gerlernte Reprotechniker und Klischeeätzer nach weiteren Ausbildungen an der Kunstgewerbeschule in Krefeld und Kunstakademie Düsseldorf eine aus der dem Surrealismus von Max Ernst und der Pop Art á la Richard Hamilton entwickelte, ganz eigene Formensprache, die in dauernden Zwischenzuständen oszillierte. Er nahm den optischen Menschen ernst und entlarvte zugleich die Suche nach Sinn, in dem er mit Farbskalen und ihren vermeintlichen Bedeutungen surreales Spiel trieb: seine “Korrektur der Nationalfarben, gemessen an der Vermögensverteilung” legte bereits 197O frei, was jetzt globale Vernichtungs-Bedrohung ist: Das Großkapital in leuchtendem gold-gelb nimmt nimmt 7/8 der installierten Fahne ein. Spitzfindig wurde das dem alltäglichen Blick entgehende – z.B. die ideologische Bedeutung von Briefmarken als “Deutschen Werten” – mit visuellen Mitteln enttarnt, wie die “Braunwerte” am Beispiel des Testbildes im deutschen Fernsehen. KP Brehmer entsprach damit jenem von Herbert Read in seinem Buch “Erziehung durch Kunst” analysiertem “optischen Typus”, der dem einfühlenden und integrierten Typus gleichgestzt werden kann: “…;er geht von der Umwelt aus und baut aus seinen optischen Erfahrungen eine synthetische Darstellung seiner Einzelwahrnehmung auf”. Dabei arbeitete er immer wieder mit den Möglichkeiten medialer Transformationen um zwischen Museums-, Sammler- und Volks-Ausgaben zu differenzieren, denn das “sind verschiedene Wege, Vertriebswege in dem Medienkomplex, als den ich den ganzen Kunstbereich betrachte”, formulierte er bereits 1971 bei seiner ersten großen Einzel-Ausstellung im Hamburger Kunstverein weitsichtig. Das handwerklich und technisch erlernte muß in Beziehung stehen zu den jeweiligen gesellschaftlichen Produktionsverhältnissen, medialen Transformationen und der Notwendigkeit einer über alle Klassen und Schichten hinausweisenden Praxis.

Die verständnissinnigen Medienschichten zwischen Trivialität und Bedeutung, Schein und Tiefe, verwiesen bei ihm auf das zweigeteilte Goethesche Glück, wo die höchste Höhe einzig zu finden sei in der nächsten Nähe. Und dies wiederum fand seinen unmittelbaren Niederschlag im Umgang mit Menschen. Die Kunst reguliert und verbessert im Idealfall die gegebenen Bedingungen, hin zu intensiverer und genauerer Beobachtung in der eine innere und äußere qualitative Wahrnehmungssteigerung zu finden ist: Die “ideale Landschaft” meditiert sich jeder Betrachter selbst zusammen. Den Zustand einer die Natur nicht mehr intuitiv begreifenden Gesellschaft ironisierend, überließ, es KP Brehmer der Statistik, hieraus Schlüße zu ziehen: das auf Zahlen reduzierte Gefühl wird zum Emblem der Unfähigkeit die Sinne in einem auf die tatsächliche, dialektische Realität zu richten. In der provozierten Ironie des sich selbst auf statistische Werte reduzierenden Menschen erscheint zugleich ein Hoffnungsstrahl, der auf die Möglichkeiten der Künste zielt. Sie dürfen mit beiden Seiten spielerischen Umgang pflegen. Schiller ließ freundlich grüßen und Ernst Bloch, der deutsch-deutsch-wißbegierige und literarisch philosophierende Großgeist, interpretierte “Goethes Zeichnung > Ideallandschaft <” als einen Schriftzug Goethes im Geiste der “glücklichen Küsten mit feenhaften Bauten” von Claude Lorrain: ” Hier lernt man atmen. Dies Blatt wirkt körperlich ein. Nur einer mit breiter Brust konnte das hinsetzen. Die Sonne, der Tempel bedienen sich des Raums….Im Bild ist etwas gut geworden.” Geprägte Form, die lebend sich entwickelt, verweist hier auf jene wohl überlegte Mitte, über die Bloch sagt: “Das Bild lehrt viel, nicht zuviel.” Hierin ist der von seiner Kriegs- und Nachkriegs-Erfahrung geprägte, strebende und lebende Mensch, Freund und Lehrer KP Brehmer wiederzuerkennen.

Am Naturmaß, am Umgang mit dem in seinen Widersprüchen und im Kapitalismus zum Überleben notwendigen Schizophrenien, wie Deleuze und Guattari dies analysierten, zeigt sich der Mensch genauer und tiefer – zwischen der Intuition zur Natur, dem analytischen Verstand (erlernbarem Wissen) zur Technik und der synthetischen Leistung, die für die Kunst als Erfindung von spezifischen Form-Inhalts-Korrelationen unabdingbar ist. In die Kurve gehen wie ein junger Hirsch, sagt der Volksmund. Zwischen den Extremen ein “bißchen das richtige Leben” spüren und stiften. Dies vermittelte er stets mit großem Einfühlungsvermögen für die jeweils herauszuarbeitenden Qualitäten von Studenten und Freunden. Kleine Hinweise, ein kurzes, fast beiläufiges Herüberschieben einer Literatur, eines Kataloges, einer Abbildung oder eines musikalischen Werkes, trafen zumeist zielsicher das Interesse des Adressaten. Ohne jegliche Besserwisserei, als Gleicher unter Gleichen, war damit ein Rat gegeben, womit sich das Gegenüber beschäftigen sollte, um dem individuell erwünschten Ergebnis näher zu kommen. Hierin wurde KP Brehmer die Möglichkeit einer sozial gelingenden, intensiveren Kommunikationsebene in den letzten Jahren zunehmend wichtiger, als die letztlich doch nur auf Ding- und Warenfetischismus, Machtkampf und Eitelkeit hinauslaufende, individuelle Kunstproduktion.

“3o Jahre Arbeit in Kunst” und “Schamanismus mit Klangbeispielen” waren in den frühen 90er Jahren zwei von ihm gewählte Ausstellungstitel in der Galerie Vorsetzen in Hamburg mit programmatischem Charakter. Die Kunst als Arbeit definiert, entzerrt sie von hierarchischen und auf Ausgrenzungen abzielenden, bürgerlichen Bestimmungen. Die Natur des Klanges, kombiniert mit der Erinnerung an sozial notwendige Rituale für Auge und Ohr, wird zu einer Heilungsmetapher. Idealistisch und realistisch in Einem, drückte sich darin ein praktischer Eingriff ins Leben aus: die Realität des Scheiterns erkennen, aber nicht darin (selbst-) verliebt sein, sondern auf Veränderung setzen. Die Dinge der Welt sind von Menschenhand gemacht, also kann die Handlung mit Herz und Hirn positiv verändernd einwirken. Das erinnerte stets an die Überlegungen des sowjetischen Revolutionärs Sergej Tretjakov und seine Überlegungen zu einer operativen Kunst: “Wir haben keine Veranlassung, die Erzeugnisse der Kunst trotz all ihrer Verschiedenartigkeit und ihres spezifischen Charakters aus der Reihe der Dinge herauszugreifen. Die Erzeugnisse der Kunst sind die Instrumente zur Bearbeitung der menschlichen Emotionen. Das Erzeugnis der Kunst ist das Werkzeug für die direkte oder indirekte soziale Handlung.”

Die indirekte soziale und kommunikative Handlung drückte sich bei KP Brehmer als eine Art Lehre in und an der Natur aus. Die Einladungen an Studenten und Freunde aufs Land in seine Datscha in Vietze (Landkreis Lüchow-Dannenberg) dienten dazu in entspannter Atmosphäre das Wahrnehmen wieder ernst zu nehmen: als ein Wahrnehmen des wahrnehmens ohne normative Vorgaben. Der Moment des individuellen Entscheidens kreiert das Ich und gebiert durch repressionslose, freiwillige Auswahl den auch sinnlich vernünftigen Menschen. Hierin war KP Brehmer Rationalist. Angemessenes Verhalten und Handeln bis hin zum Kleiden verlangen ein Höchstmaß an präziser Wahrnehmung. Toleranz genüber dem anderen und fremden wird dann ein Gebot der Vernunft. Gleichermaßen muß zur Regulierung und Herstellung “des richtigen Lebens”, über das man “ein bißchen reden” kann und muß, Einfühlungsvermögen und Intuition mit in den Hauptstrom einfließen. Ohne Sinnlichkeit, verstanden als aktive Arbeit an der für die Erkenntnis notwendigen Naivität und Sentimentalität (Friedrich Schiller!), kommen Mensch, Ding und Kunst nicht in ein ausgewogenes Maß. Die Liebe zur Natur, zu Pflanze, Kreatur und Mensch, ist dabei ein Glück des Empfangens. Deshalb muß die Freude des Gebens und Abgeben könnens dem Nehmen zur Seite gestellt werden. Die KP Brehmer auszeichnende Großzügigkeit im materiellen und immateriellen basierte damit stets auf dem Vertrauen und dem Wissen um die im Individuum ruhenden Selbstheilungskräfte, die durch soziale Handlungen in Bewegung gebracht werden müßen.

Der als Gärtner verkleidete Künstler hegt und pflegt sich selbst und die anderen. Und dazu gehörten wie selbstverständlich auch die berauschenden, die Sinne anregenden, Stoffe der Natur: “KP Brehmer ohne vin rouge gibt es nicht!” Einer dieser klassischen, mit Augenzwinkern ausgesprochenen Sätze eines Künstler, der mit Aby Warburg – dessen Bilderatlas “Mnemosyne” er bewunderte – um die Notwendigkeit des situationistischen Ein- und Ausschwingens wußte. Die Herstellung einer Atmosphäre bestimmt das Klima in dem sich etwas entwickelt. In diesem Sinne ist Klimaforschung Kunstwissenschaft.

Das Vetrauen in Menschen, denen er stets mit Neugier, Wärme, Verständnis und Solidarität begegnete, charakterisierte seine Lehre. Nur in der Transformation des Scheins erscheint die subversive Energie der Kunst: zwischen Subjektivität und Objektivität steht der noch erst werdende Mensch. Zwischen diesen Zeilen ist das “Leben ein bißchen zu lesen”. Dieses sich scheinbar einer objektiven Beschreibung entziehende “Gefühl” ist jenes “zwischen den Fingerkuppen”, wie einer seiner berühmten Aufsteller (Nr.25, 1967) auf orale und taktile sexuelle Bedürfnisse aufmerksam machte. Das Freilegen von Stoff und Medienschichten animierte ihn auch dazu seine Aktivitäten auf das Reisen und Sammeln von chinesischer und afrikanischer Kunst zu lenken, denn für ihn gab es genauso wie für Johann Gottfried von Herder keine unterdrückenden Hierarchien in den Künsten, sondern historisch-gesellschaftliche Bedingtheit und Gleichzeitigkeit ästhetischer Erfahrungen. Dabei ist der eigentliche Mutterboden aller Kunst das Volk und Volksnähe ist ein künstlerisches Wertekriterium. Alle Völker sind künstlerischer Leistungen von Weltrang fähig und die Theorie von der linearen Abkunft der europäischen Hochkultur Versailler Prägung ist eine teleologische, volks- und kunstfeindliche Vergewaltigung der Geschichte. Kunst ist ein Welt- und Menschenphänomen, das wir in wechselseitiger Achtung, Verantwortung und Verpflichtung uns selbst und dann den anderen gegenüber leben lernen können. Die Märchenerzähler in Afrika sagen über eine Geschichte, die etwas ist, das sie allen gehört. Und so ist eine Erzählung von KP Brehmer, dem Menschen, Freund, Künstler und Lehrer vielleicht bezeichnend für seine Auffassung von den künstlerischen Räumen zwischen und über der Realität.

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in einem Doppelröhren-Bunker aus dem II. Weltkrieg in Hamburg-Eppendorf (Mai 1995), der “Sub-Bühne”, erzählte er unter dem Titel “Braunkohlen in Berlin” die Geschichte seiner Rettung aus dem Keller des Hauses, in dem er als Kind wohnte. 1945 sollte das Haus durch sowjetische Soldaten gesprengt werden. Seine Mutter suchte verzweifelt ihren kleinen Sohn, und erinnerte sich daran, daß sich der kleine KP eine Höhle in den Braunkohlen gebaut hatte. Als sie im Keller ankam, wollte ein Soldat das Haus schon sprengen. Die Mutter erinnerte (!) plötzlich – und wie von Geisterhand gelenkt – ein paar polnische Worte ein, die sie selbst von ihrer Großmutter kannte und die nun in dieser panischen Situation wieder aufschienen. Der russische Soldat verstand glücklicherweise die polnischen Wort-Brocken, erkannte die Situation und half beim Suchen des kleinen Kindes. Sie fanden den kleinen KP hinter den Braunkohlen schlafend, dort, wo er so gerne spielte und konnten ihn rechtzeitig retten. In dem Moment, da der Soldat aus seiner eigenen Realität heraustrat und durch menschliches Verständnis, Mitleidsfähigkeit und Vetrauen in einen Zwischenraum über der Realität hineintrat, war eine Rettung möglich. So erst versteht man den von KP Brehmer noch acht Tage vor seinem Tod ausgesprochenen Satz: “Eigentlich bin ich ein Surrealist:” Diese Energie wird über den Tod hinaus bei Kollegen, Studenten und Freunden im Gedächtnis bleiben.

Anmerkungen

1) KP Brehmer liebte das übermäßige zitieren und die daraus resultierenden Anmerkungen in Texten nicht, deshalb verzichte ich hier darauf. 1994 sagte er einmal zu mir:”Laß das doch lieber mit dem zitieren Deiner Lieblinge Adorno und Bloch. Du brauchst das gar nicht. Wenn ich die lesen will, verdiene ich genug Geld, um mir deren Zeugs zu kaufen. Ich will Dich lesen. Denk´mal drüber nach.”

2) Mein Dank geht an jene Freundinnen und Freunde, mit denen ich bis heute über den von mir als sehr schmerzhaft empfundenen Tod des Freundes KP sprechen konnte und die mir geholfen haben, die Dinge angemessen zu sehen: Anna Brenken, Claus Böhmler, Bogomir Ecker, Achim Hoops, Ernst Kretzer, Shan Fan, Jörg Stange, Julia Sudeck, Maria Tokyo und Chrisdian Wittenburg.

http://www.fridericianum-kassel.de/ausst/bremer-gerlach.html

· Prof. Sauerbier KP BREHMER
“Sicht-Agitation!” Schlüsselbilder und Bilderschlüssel Die Reproduktion ist das Original ist die Reproduktion Von S. D. Sauerbier

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Die Nationalfarben gehören zu gesellschaftlich verbindlichen Zeichen, ihre Codierung ist konventionalisiert, historisch tradiert und formalisiert. Da man vor dem Staat nun mal nicht strammstehen kann, ist ein ‘Unterpfand’, ein Medium, ein magisches Objekt vonnöten. Ehrbezeugung gegenüber der Flagge, das Hissen bei Trauer und Gedenken sind ritualisierte Handlungen und damit auch gesellschaftlich vereinbarte und überkommene Verhaltensweisen, deren regelhaft wiederholte Ausführung in gleicher Form obligatorisch ist.

Seinen Korrekturen der Nationalfarben wie anderen Arbeiten (Braunwerte oder Investitionsklima) hat Brehmer Legenden hinzugefügt, bekannt aus der graphischen Semiologie von Landkarten, Diagrammen, Schaubildern … Als Voraussetzung erforderlich ist, daß das Bild (und selbstverständlich die zu übertragende Botschaft) schon einmal codiert und daß Codes als Zuordnungsvorschriften ebenso wie Botschaft bekannt sind, sowohl als codierte wie als umcodierte Informationen. Als Code verstehen wir die “Vorschrift für die Zuordnung der Zeichen zi eines Zeichenvorrats, zu den Zeichen zj eines anderen Vorrats, mit dem dieselben Informationen wiedergegeben werden können” .

Die frühere, von ihm interpretierte und die neue Botschaft Brehmers in seiner Korrektur der Nationalfarben gehören unterschiedlichen Bezugssystemen der Repräsentation an — und Repräsentation hat dabei unterschiedliche Bedeutungen: — Staat / Frankfurter Nationalversammlung — Weimarer Republik — BRD — DDR , — Politische Ökonomie / Klassen — Schichten …

Auch mit den Farbengeographien (1969-71) liegen mehrfach codierte Bilder vor. Entsprechend der Botschaft aus dem früheren Bezugssystem — von Brehmer verändert und umgedeutet, alsdann in ein Bild übertragen —, sind neue Anleitungen und Vorschriften gegeben, die als zweiter Code zur Verknüpfung der vorhandenen Elemente zugeordnet werden. Mitunter kombinierte Brehmer (um-)codierte Bilder und Texte mit Dingen des Alltags, etwa in seinen Aufstellern oder Schachteln. Wird die Codierung von Botschaften vermindert oder aufgelöst, so gehen Betrachter mehr und mehr von bloßer Wahrnehmung ‘unmittelbar’ zu Benutzung oder Verarbeitung über — und bei zunehmender Unbestimmtheit ist mehr und mehr die Phantasietätigkeit des Betrachters gefragt. Der jeweilige Schüssel der Codierung von Farben ist von der vermittelten Information zu unterscheiden. Zudem müssen unterschiedliche historische Kenntnisse und heraldisches Wissen vom Betrachter ins Bewußtsein gerufen werden, selbst wenn es sich um so bekannte Sujets wie Briefmarken handelt — notwendig besonders bei subversiver Agitation, etwa im 3. Reich, für die oftmals Briefmarken benutzt wurden. Für gewöhnlich erscheinen Briefmarken in der Funktion von Geld, als Belege für entrichtetes Beförderungsentgelt. Ein anderer Aspekt: Briefmarken sind heutzutage wohl die beliebtesten Sammelobjekte, darin ähneln sie Kunstwerken. Ästhetischer und ökonomischer Wert haben in unserer Gesellschaft tatsächlich so gut wie nichts gemein — sie korrelieren allein durch Knappheit als Waren und ihrer Nachfrage. Briefmarken sind öffentliche, allgemein bekannte, konventionalisierte Zeichen. Werden sie zu Sujets von Kunstwerken und mit Kunstwerken verglichen, ist der Witz: sie unterscheiden sich dabei in ökonomischer Hinsicht überhaupt nicht von Kunst. Womöglich waren aus solchen Erwägungen gerade Briefmarken ein so beliebtes Motiv bei Fluxus-Leuten.

Kunst als Speicher — sinnliches Geschichtsbewußtsein Brehmer verglich die Aufbrüche der ‘Antikunst’ mit ihrer späteren Nobilitierung. “Betrachte ich die Gegenwart und rufe mir die Lage vor 20 Jahren ins Gedächtnis, dann kann ich feststellen: Musealisierung hat oft Zerstörung bedeutet. — Kunst als gesellschaftliches Gedächtnis darf aber nicht verscherbelt oder mumifiziert werden.” “Viele der kritischen Erzeugnisse sind historisch geworden und haben dokumentarischen Wert bekommen und behalten. Aber die Entfernung aus der Geschichte nimmt zu.” Brehmer war sich über die restaurativen Momente in der BRD seit den 70er Jahren im klaren; das begann nicht erst mit dem Radikalenerlaß und reichte über den Deutschen Herbst bis zum Verteufeln und ‘Totbeten’ alles Linken nach dem Fall der Mauer. Bürokratismus und Imperialismus sind zumindest zu Teilen erledigt, abgehakt — sind sie auch von der Linken bewältigt? Müßte nicht gerade jetzt eine Basis gegeben sein, um wenigstens einen Rest von dem durchzusetzen, was seit der Großen Französischen Revolution noch immer nicht verwirklicht ist und linke Intellektuelle wie KP Brehmer ertrotzen wollten?! “Gewiß ist man in der Minorität. Die gemeinsamen Ausgangspunkt und Ziele sind längst aus den Augen verloren, man hat sich auseinanderdividiert.” Nach dem Untergang der DDR wurde endlich alles Linke in einen Sack gesteckt — und hohnlachend der DDR hinterhergeworfen. Alle Kritik der Linken am staatsbürokratischen Sozialismus schien vergessen, als hätte es je ‘real existierender Sozialismus’ gegeben — schon in der Bezeichnung ist der Widerspruch frappant; die Behauptung zeigt gerade die Irrealität an.

Wahrnehmung und Aufbewahrung Von Interessen — wie wahr “Künstler werden zur Herrschaftsverstärkung heute nicht mehr oder noch nicht wieder gebraucht. Aber Kunst ist doch auch Aufbereitung kollektiven sinnlichen Gedächtnisses.” Selbstverständlich war Brehmer Ideologe — nämlich Ideenforscher. Und ebenso selbstverständlich hat es Kunst nach Brehmers Auffassungen mit Fragen der Wahrheit zu tun. Das sagt sein schön paradoxer Satz “Alle Künstler lügen.” Kunst gehörte für Brehmer unbedingt zum ideellen gesellschaftlichen Reichtum. Aufbewahrung — wahr ist darin nicht zufällig enthalten. Wenn der historische Prozeß auf eine veränderte Stufe gestellt wurde, so hieß das auch: jene Forderungen wachzuhalten, die historisch nicht eingelöst worden sind — und solche Forderungen betreffen die sozialen, ökonomischen und politischen Verhältnisse ebenso wie die ideologischen Entsprechungen. Bei unserem letzten Gespräch ging es um solche Fragen, Brehmer konnte in Rage geraten: “Jeder Künstler muß ein Funktionär sein und dem Volke dienen” — für mich schon lange nicht mehr gehörte Worte. Sozialistischer Realismus war Brehmer verabscheuenswert. “Die DDR erreichte Weltniveau im Abmalen. Aber einen gesellschaftlichen Auftrag, eine gesellschaftliche Verpflichtung verspürt doch ein jeder Künstler!” Was aber Graphiker wie Staeck und Brehmer als Künstler unterscheidet: Brehmers ästhetische Strategie war nicht bloß Instrumentalisierung von ‘populären’ Formen der Bildsprache, dem politischen Künstler ging es immer auch um die Thematisierung der Mittel und Medien, der Kommunikationsformen und Aneignungsweisen. In dieser Hinsicht betrieb Brehmer gleicherweise Kunst für Künstler — nach Walter Benjamins Devise: “Wer seine Kollegen nichts lehrt, lehrt niemanden etwas.” Leicht einzusehen auch aus anderen Gründen: Brehmer kam als Reprotechniker selbst aus der Produktion — insofern immer ein Zunftgenosse aus der ‘schwarzen Kunst’ der Druckerei. Aus der druckgraphischen Produktion übernahm er technisch bestimmte Formen: Proben oder Raster, sogenannte Passer und — wie selbstverständlich — Farbskalen oder Farbtafeln Bemerkenswert ist hier desgleichen der Wechsel von Mittel und Gegenstand. Keinesfalls sind daher die Werke, die sich auf Landkarten, Schaubilder, Bilder-Statistiken beziehen, bloß didaktisch. Nicht wenige von Brehmers ‘Botschaften’ erscheinen vorerst unausgesprochen. Und gar nicht selten ist Ironie im Spiel, wo Brehmer das Gegenteil dessen sagt, was er meint. Was bei Satirikern und Karikaturisten nur Mittel zum Zweck ist, hat Brehmer zudem als Gegenstand bearbeitet; betrieb er doch zugleich Information über das Medium und Aufklärung des Mediums. Aus den nämlichen Gründen hat Brehmer Rezeptionshandlungen zum Sujet gemacht, Aktivitäten, die mit Wahrnehmen, Ausdeuten und Schlußfolgern verbunden sind — der Künstler ist letztlich ja der erste Rezipient seiner Arbeit und Stellvertreter aller folgenden Rezipienten, wie andererseits wir an seine Stelle treten. Aufmerksamkeit und Wahrnehmung — Augenmerk — sind in etlichen Werken ein Thema für sich: etwa das Sehen anhand des Motivs Auge in Eye-Cream oder Augenfilm, aufblasbar (beide 1967) bis hin zu den Malereien Wie mich die Schlange sieht / Wie ich die Schlange sehe (1985). Mit den Aquarellen Mona für Paul (1985) nahm Brehmer Bezug auf die Ambivalenz der Rasterung von Bild-Schemata und -Mustern, wie sie inzwischen zum Medienalltag gehören. Solche Rasterung dient entgegengesetzten Zwecken: sowohl dem schnellen Wiedererkennen von ferne wie dem Unkenntlich-Machen, zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten — zudem als Experimentier-Material, um unser Vermögen zu untersuchen und zu erproben, ob mit gröbster Rasterung und Musterbildung wiedergegebene Objekte noch zu identifizieren sind. Mischung der Nationalfarben (1971) — ja was ergibt die Mischung wohl? Probleme der Wahrnehmung zeigen sich an der Doppeldeutigkeit und Mehrwertigkeit von Rastern; sie sind nicht nur für den Reprotechniker ein vertrautes Mittel — doch wird es für sich kaum in Betracht gezogen: in Farbmuster (Visualisierung politischer Tendenzen) (1971), auch Visualisierung politischer Tendenzen (Farbwerte) genannt. Kurzgeschlossen werden zwei Kontexte des Alltags — einerseits Exempel der Produktionssphäre, andererseits der Ideologie und Politik. Farbmuster und Farbwerte sind noch keine Bilder — und politische Tendenzen sind für sich noch keine Bildgegenstände, sie können nur übertragen ins Bild gesetzt werden. Beide Bereiche kommen zusammen in dem Aspekt der Werte; ironisiert und in Frage gestellt wird damit gleichfalls die vorgebliche Neutralität von Begriffen — hier in mehrfacher Bedeutung von ‘Werten’: TV-Braunwerte bzw. Testbild II (TV-Braunwert) (1970). Werteverlust und Werteverschiebung ist anhaltend Thema der Erörterung. Nicht nur mit Blick auf Brehmers Trivialgrafik — allgemeiner mit Blick auf das Verhältnis der Künste und ihrer ‘Werte’ — fragt sich: wie es bestellt ist mit dem Verhältnis von ‘High and Low’, von Erhabenheit und Trivialität. Ästhetik hatte für Brehmer Bedeutung und Geltung als Lehre vom Wahrnehmen — aber eben auch Wahrnehmen von Interessen. Er nahm bildnerisch Bezug auf inner-ästhetische Widersprüche zwischen unterschiedlichen Disziplinen, Medien und Sinnen: zwischen Musik, Sprache und Bildender Kunst, zwischen auditiver, verbaler und visueller Kommunikation. Bilder einer (anderen) Ausstellung Bezeichnend erscheint, daß Brehmer sich lange Zeit mit Bilder einer Ausstellung befaßte, einer bedeutenden Komposition der Programmusik. Die Auseinandersetzung mit Modest Mussorgski markiert die Position KP Brehmers zu grundsätzlichen Fragen von Darstellung, Wiederholung und Nachahmung, von Reproduktion und Übertragung in der Kunst der Gegenwart — und zum Verhältnis der Künste. Zu seinem vielteiligen Werk in mehreren Versionen schreibt Brehmer: “Vorlage: 1874 vertonte Mussorgski zehn Bilder seines Freundes Viktor Hartmann. Die ‘Tongemälde’ beruhen auf der sehr einfachen Fünftontechnik. Für jedes der zehn Bilder hat Mussorgski ein typisches musikalisches Motiv verwendet. Die einzelnen ‘Bilder’ sind teilweise durch sogenannte Promenaden verbunden, die den Weg des Betrachters durch die Ausstellung schildern. Ausführung: 1. Version 1972/75 realisiert in New York 1975 (durch höhere Gewalt zerstört) 10 Tongemälde und akustische Installation Für dieses Projekt wurden Mussorgskis ‘Bilder’ mittels elektronischer Verfahren (Sonagramme) ins Visuelle rückversetzt. Diese ‘Vorbilder’ wurden die Vorlage für eine zehnteilige Malerei. Die Promenaden behielten ihre musikalische Form und wurden über Kassettenrekorder, die auf Sockeln entsprechend plaziert waren, reproduziert. Im idealen Fall sollte das Ausstellungspublikum durch die Promenaden durch die Ausstellung geführt werden. 2. Version 1976 graphische Blattfolge in Mappenform Die ‘Vorbilder’ (Sonagramme) wurden nach graphischen Prinzipien als Radierungen umgesetzt. Die zehn Radierungen haben den New Yorker Komponisten Phil Corner zu einer erneuten musikalischen Umsetzung der ‘Bilder’ angeregt. 3. Version 1979 Hier wurden für die Herstellung der ‘Vorbilder’ neuere Techniken verwendet. Mittels Bildschirmwandler wurden konstruktive Formen entwickelt, die sich von der ersten, etwas expressiven Version wesentlich unterscheiden. Die akustische Installation ist mit der ersten identisch. Die elektronische Umsetzung der musikalischen Motive erfolgte unter der Mithilfe von Prof. Krause, TU Berlin.” ‘Man muß nicht heiter gestimmt sein, um ein Scherzo zu komponieren.’ “Der schöpferische Geist des verstorbenen Hartmann führt mich zu den Schädeln und ruft sie an: die Schädel leuchten sanft auf” — so wird Mussorgski heute um des Schauders willen zitiert. Nicht nur naive Gemüter sind auf Nachahmung kapriziert, jeden Tag erwarten wir Wiederholungen von Bekanntem, wir suchen geradezu das vorgeblich Wiedererkennbare. Und diese Erwartungen konterkariert Brehmer mit Bilder einer Ausstellung. In der Programmusik kommt das sogenannte Bekannte aus anderen Medien und entstammt anderen Sinneswahrnehmungen, aber schließlich auch aus der Musik selbst als ‘Musik über Musik’. Nach traditioneller Auffassung ahmen Programmusiker alles nur Mögliche im Bereich der Klänge und Geräusche nach: Olivier Messiaen den Vogelgesang, Claude Debussy das Meer oder Ludwig van Beethoven den Kriegslärm in “Wellingtons Sieg. Die Schlacht bei Vittoria”. Neben dem Hörbaren bezieht sich Programmusik in Analogie auf Sichtbares: Licht, Dunkelheit und Farbe und alle Arten und Grade von Bewegung. Doch ahmt Programmusik nicht nur außenweltliche Objekte oder Ereignisse nach, sondern ebenso innerseelische Realität; Programmusik ‘beschreibt’ nicht nur Sinneseindrücke von Sachen und Vorgängen, sie drückt gleichfalls Empfindungen, Gefühle und Gedanken aus (zu Beginn dieses Jahrhunderts wird sie mit ‘Seelenmalerei’ sowie mit ‘Körpermalerei’ gleichgesetzt). All dies kommt in Mussorgskis Komposition vor: Geräusche und Klänge aus der Natur; Klänge aus der Außenwelt oder aber Schilderung von Bildern (sie haben diese ‘Außenwelt’ bereits zum Gegenstand); schließlich Eindrücke Mussorgskis beim Betrachten der Bilder Viktor Hartmanns respektive die Empfindungen und Gefühle bei der Erinnerung an den verstorbenen Künstlerfreund und dessen Werke. Bilder einer Ausstellung entstand 1874, ein Jahr nach dem Tode seines Freundes Hartmann, nach dem Besuch einer Gedächtnisausstellung. Wie Mussorgski auf Bilder, so haben viele Maler dann wiederum auf seine Musikstücke Bezug genommen. Etliche Arbeiten Wassily Kandinskys, wie z. B. Der gelbe Klang befassen sich mit Problemen der Synästhesie. Und Kandinsky hat 1928 Mussorgskis Komposition in Dessau als szenische Aufführung interpretiert. Unter den Orchestrierungen des Werks gilt die Maurice Ravels als Meisterwerk nach einem Meisterwerk. Die Rockmusiker Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer machten zu Beginn der 70er Jahre Mussorgskis Komposition als Unterhaltungskunst populär; neben anderen Adaptionen gibt es eine ‘elektronische Version’ der Komposition Mussorgskis von Isao Tomita. Musikgeschichtler nennen das Werk “gleichsam ‘vertonte Bilder’”, zehn Teile “programmatisch-deskriptiven Inhalts”, die Mussorgski “in musikalische Ausdrucksbereiche übertrug”. Die eingefügten ‘Promenaden’ sind anscheinend die intimsten Teile der Komposition und stellen Empfindungen Mussorgskis beim Betrachten der Bilder Hartmanns dar, Gefühle bei der Erinnerung an den verstorbenen Künstlerfreund und dessen Bilder. Die ‘Promenaden’ Mussorgskis gelten als “Selbstporträt, wie er in (hörbar) wechselnden Stimmungen die Ausstellung durchschreitet” . Mussorgski selbst schrieb sogar, daß in ihnen “mein geistiges Abbild erscheint”. Daß er die ‘Promenaden’ für den geneigten Betrachter beibehält, wirft ein Licht auf KP Brehmer. Bilder einer Ausstellung weisen vielfältige Wechsel von Medien, Funktionen und Strukturen auf. Wiederholt lösen die Autoren bzw. Produzenten einander ab. Der Bilderzyklus selbst läßt eine Kette von Interpretationen erkennen. Mehrmals gibt es einen Austausch von Stoffen, Inhalten und künstlerischen Medien. Auch ein mehrfacher Wechsel der Funktion von Gegenstand und Mittel der unterschiedlichen Werke tritt klar zutage. Und es gibt Austausch und Übergänge zwischen verschiedenen künstlerischen Disziplinen oder Teil-Systemen des ‘Kommunikationssystems Kunst’. Mit Blick auf die verschiedenen Systeme von Zeichenträgern ist der Wechsel von artistischem und technischem Medium zu konstatieren. Schließlich läßt sich die Alternation von unterschiedlichen Sinneskanälen feststellen. Von Interesse sind dabei die Übergänge zwischen homogenen resp. heterogenen Medien. Beethovens Schlacht bei Vittoria zeigt innerhalb homogener Medien den Austausch von Hörbarem mit Hörbarem auf. Mussorgski wechselt von Sichtbarem zu Hörbarem, zwischen heterogenen Medien. Bei Brehmer findet mehrfacher Transfer zwischen heterogenen Medien statt: von Sichtbarem ® Hörbarem ® Sichtbarem ® Sichtbarem. Visuelle Vorlagen Mussorgskis sind die Bilder von Viktor Hartmann — Mussorgskis Klaviersuite, orchestriert von Ravel, ist auditive Grundlage für die Sonagramme, Gegenstände von Brehmers Aneignung. Brehmer malt nicht ‘nach’ Musik, sondern überträgt technische Aufzeichnungen von Musik in Malerei; die Musik bleibt ‘indirekter’ Gegenstand der Interpretation durch Brehmer. Modest Mussorgski war mit Fragen der Synästhesie und der ‘Chronoästhesie’ befaßt, Synästhesie als Verknüpfung oder Übergang zwischen unterschiedlichen Sphären der Sinne und der Medien. Gleichzeitigkeit und ‘Nachzeitigkeit’ oder Abfolge von Sinnesreizen, die zueinander in Beziehung treten, beschäftigten Komponisten in seiner Nachfolge. Programmusik vermittelt zwischen unterschiedlichen Realitäten. Ist schon bei Mussorgski der Grad der Vermittlung hoch, so nimmt sie graduell mit Brehmers Interpretation rapide zu. Will man von der Natur als einer ‘Stufe 0′ ausgehen, so erscheint am Ende die Natur, wenn überhaupt, nur äußerst vermittelt: Mussorgski: Kunst ® Kunst ® Natur KP Brehmer: Kunst ® Technik ® Kunst ® Kunst ® Natur. Medien als Trägersysteme von / für Zeichen sind zu unterscheiden in — natürliche Zeichenträger; zumeist einseitig, nur vom Wahrnehmenden als Zeichen interpretiert, nicht mit der Absicht der Mitteilung gesetzt, — technische Zeichenträger auf naturwissenschaftlicher Basis, zunächst nur Signale, — und artistische Zeichenträger, insbesondere der Künste. Es seien einige Stufen beim Wechsel, Austausch und Übergang von Medien, Funktionen und Strukturen benannt: — Skizzen zu den Bildern, denen Hartmann nachgearbeitet hat, — die realen Bilder Hartmanns, die Mussorgski vor sich hatte, — mögliche Sujets für den Komponisten sind Reproduktionen nach Gemälden. — Zu den Bildern lassen sich mögliche schriftliche Kommentare annehmen. Weitere Stufen der Interpretation: — die Musik, ihre Notationen und ihre Wiedergaben — ebenfalls in Stufen der Interpretation, — Mussorgskis Partitur, Ravels Orchestrierung als weitere Interpretation, — Aufführungen von Mussorgskis Stücken, — technische Aufnahme von Stücken des Komponisten. Die ‘Vorlagen’ für die Bilder von Brehmer waren Standbilder von Sonagrammen zu Mussorgskis Musik — und damit bereits Umcodierungen von einem auditiven in ein visuelles Medium. Brehmers Gemälde nach den technischen Re-/Produktionen sind selbst wiederum Gegenstand von technischen Reproduktionen von Bildern; am Ende stehen die technischen Reproduktionen nach Brehmers Gemälden hier im Katalog der Ausstellung … Interpretation ist immer auch Zeichenersetzung — das aktuell ap/perzipierte Zeichen wird in unserem Geist durch ein Zeichen entsprechend unseren Kenntnissen und Erfahrungen abgelöst. Im einzelnen mag der Betrachter die Äquivalente beim Übergang bestimmen: Ist es bei Mussorgski ein buchstäblicher, wortwörtlicher Übergang oder eine Art Metaphorisierung? Wie hat er seine Eindrücke im Ausdruck des Eindrucks von der Malerei ‘wiedergegeben’? Etwa jeweils seinen Eindruck vom Ausdruck der Malerei? Kunst-Druck: Die Kunst unter Druck gesetzt Was seine Stellung zu Bestrebungen angeht, die Kunst zu bekämpfen, so entwickelte KP Brehmer in den 60er Jahren eine Haltung “aus taktischen Gründen” : er wollte indes die Kunst nicht “entmythologisieren”: “Wir sind zur Zeit darauf angewiesen, die vorgegebenen Institutionen — Kunstvereine, Museen, Galerien usw. — zu benutzen.” Als Parole hatte er ein schönes Wort gewählt: “Sichtagitation!” Kein ‘Marsch durch die Institutionen’ schwebte ihm vor — er setzte auf Unterwanderung. Sollte die Wirkung “vom Inhalt her passieren”, so war er doch der festen Überzeugung: “Die Wirkung einer Botschaft wird immer von der Qualität des Transportes bestimmt sein.” Hatte er bei Versuchen, massenwirksame Kunst zu schaffen, bei der massenhaften Vervielfältigung angesetzt, um “mit Massenauflagen so etwas wie Volkstümlichkeit” erreichen zu können, so nahm er diese Auffassung Anfang der 70er Jahre zurück: “Ich habe am Anfang hauptsächlich Klischeedrucke gemacht, die absolut authentisch reproduzierbar waren.” Und er beschloß dann: “Rückzug; diese ganze Geschichte mit der absoluten Reproduzierbarkeit liegen lassen …” Schließlich schien ihm “die Sache mit der Massenauflage, eigentlich ein Witz, eine Utopie”. Seine Stellung zu Fragen von Darstellung, Abbildung oder Zurschaustellung und Demonstration verallgemeinerte Brehmer zu “Visualisierungsproblemen”: “zum Beispiel das Problem, ästhetische Prozesse analog realen Prozessen darzustellen”. Entscheidend war für ihn dabei “der Symbolwert, nicht der psychologische; und die Darstellung eines Prozesses. Die Skala ist eine gute Möglichkeit, um Bewegung zu demonstrieren. Das Bild hat ja einen Nachteil: Es kann nur eine bestimmte Situation abbilden. Wenn ich verschiedene Dinge anbiete, indem ich sie nebeneinander stelle, kann ich zum Beispiel durch die verschiedenen Farbsprünge, indem ich Symbolwerte durch die ästhetische Veränderung präsentiere, Tendenzen und Prozesse visualisieren”. “Entpersonalisierung, Anonymisierung, Entsubjektivierung!” forderten in den 60er Jahre nicht wenige Künstler, und sie verlangten, sich nicht als Künstlergenie zu gebärden, sondern sich möglichst unkenntlich zu machen. Wie weit sind diese Ideen von denen der heutigen gernegroßen ‘Malerfürsten’ entfernt, den ‘Herren der Ringe’?! “Eigentlich habe ich sehr selten eine Sache ganz allein gemacht; es sind meistens Dinge, die übernommen wurden. Ich versuche, die Dinge möglichst objektiv zu machen und mich selbst rauszuhalten. Das andere bleibt nachher beim Betrachter.” — “Ich kann ihm nur Material liefern. … und im Idealfall wird er sich äußern oder er wird selber aktiv werden.” Zunächst sind es buchstäbliche Handlungen, die er mit seinen Aktionsgrafiken vorsieht. Alsbald reduziert er sie allerdings auf ‘ideelle Handlungen’ — Meditationswand ist ein Beispiel aus der Reihe der Idealen Landschaften. Brehmer propagierte keineswegs, sich in Beschaulichkeit zu versenken, kein In-sich-Kehren, keine Kontemplation, die Benjamin dem ‘auratischen Kunstwerk’ zugeschrieben hatte — im Gegensatz zur ‘Zerstreuung’, die dem “Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit” angemessen sei. Dergestalt dargestellt. Fragen der Darstellung Brehmer stellt fest, Brehmer verdoppelt, Brehmer hält dem Betrachter den Spiegel vor — zur Reflexion, Brehmer dokumentiert, Brehmer untersucht, Brehmer interpretiert, Brehmer deutet, Brehmer kritisiert, Brehmer verstärkt, Brehmer karikiert — aber eben immer in einem anderen Kommunikationssystem. Gegenstand oder Objekt von Darstellung sind Dinge, Menschen und Ereignisse — ebenso Situationen und Beziehungen usw., es sind vergangene, gegenwärtige und zukünftige, mögliche und irreale Gegenstände. Brehmers Position kann mit einem Begriff von Darstellung ermittelt werden, der sich an Hans Heinz Holz orientiert. Daraus geht hervor, daß Gegenstand von Darstellung nicht bloß das abgebildete / wiedergegebene Objekt, und zudem nicht nur der Eindruck von diesem Objekt, sondern daß Gegenstand von Darstellung die Stellungnahme des Darstellenden zu seinem Eindruck von diesem Objekt ist. Schon die abgebildeten ‘Objekte’ bei Brehmer sind vielfach gar keine Dinge / Menschen / Situationen / Ereignisse in der Außenwelt, sondern in der ‘Welt der Zeichen’: bereits abgebildete Dinge / wiedergegebene Menschen / schon aufgezeichnete Situationen / längst geschilderte Ereignisse … Auch ist Brehmer keinesfalls mit der Nachahmung eines Eindrucks von einem Objekt befaßt — vielmehr sind die Aufzeichnungen von solchen Eindrücken, Empfindungen oder Gefühlen seine Gegenstände, Sujets, Motive. Und vielfach ist er gar nicht mit der Nachahmung einer Stellungnahme zu einem Eindruck von einem Objekt selbst beschäftigt — statt dessen eröffnet er oftmals den Betrachtern erst Möglichkeiten zur eigenen Stellungnahme. Brehmer überschreitet einerseits Darstellung, besonders mit seinen Verweisungen, Legenden und Anweisungen — andererseits unterbietet er Darstellung mit dem Zurschaustellen von bloßen Sachen, insbesondere mit den Aufstellern und den Aktionsgrafiken. Farbmusterbuch oder Druckfarbenmuster — schon die Bezeichnungen Brehmers verweisen auf eine Haltung, Kunstwerke als brauchbare / nützliche / zweckgemäße Mittel aufzufassen. Nicht die Attitüde des Antiprofessionalismus eines George Maciunas findet hier Ausdruck, sondern eher die Auffassung, dem Rezipienten selbst auf Grund der eigenen Erfahrung die Kompetenz zur Begutachtung zuzugestehen und die Dignität des ‘Experten’ in Frage zu stellen. Gründlich ändern sollte sich die Haltung des Rezipienten. TV-Braunwerte (1970), auch Testbild II (TV-Braunwert) genannt, weist auf solche Intentionen hin. Die Probe aufs Exempel machen …, den alltäglichen Faschismus ermitteln … Aus dem inzwischen nicht mehr gesendeten Fernseh-Testbild-Muster war ohne große Mühe ein Hakenkreuz ‘herauszulesen’. Die Haltung des Betrachters gegenüber dem reproduzierbaren Kunstwerk ist, Walter Benjamin zufolge, die des Testenden — und nicht mehr die kontemplative Haltung des Sich-Versenkenden, sondern des Begutachtenden. Dementsprechend dienen einzelne Felder zum Eintragen durch die Betrachter. Interpretation kann man — vor jeder Ausdeutung und Bewertung — zunächst als Ersetzen und Austauschen von Zeichen auffassen. Damit wir überhaupt etwas wahrnehmen und verstehen können, müssen wir die außenweltlichen Signale in bewußtseinsinterne überführen; jede Wahrnehmung ist insofern bereits ein Ersetzen und Austauschen — umso mehr ist das Aufnehmen und Verarbeiten von Zeichen Interpretation. Brehmer machte diese Problematik exemplarisch zu seinem Thema, er führte Wechsel und Austausch von Medien durch, demonstrierte Übergang und Ablösung von Zeichensystemen, bildnerisch und sprachlich Verschlüsselung und Umcodierung. Mit einfacher Nebeneinanderstellung oder ‘Juxtaposition’ (Susan Sontag), mit kruden Dingen und Ereignissen oder aber mit bloßen Ideen waren viele der gleichzeitig arbeitenden Fluxus-Leute befaßt. Bei ihnen war der Aufbau von Zeichen zu beobachten, wenn etwa bloße Sachen zu Bildzeichen oder Sprachtexten werden, und andererseits die Verminderung von Bildern oder Sprache auf einfache Dinge und Handlungen, vor allem aufs Bild als Objekt: er dagegen führt vor — Mittel sind ihm dabei etwa Löcher in der Bildoberfläche wie in Klassische Skala, Farbmuster (1969), die Durchblick auf die Wand des Ausstellungsraumes bieten; oder er präsentiert Arbeiten als Boden-Stücke wie Braunwerte 68-73 (1969) oder Briefmarken-Bögen (1967). Über die Bilder. (Bilder ansehen; Über Bilder reden; Über Bilder mit Händen und Füßen reden) (1979) vermindern die Bilder um Sprache — Brehmer zeigt Gemälde nach gerasterten Aufnahmen von Hirnaktivitäten beim Sprechen über diese Bilder: Reduzieren von Metasprache bei gleichzeitigem Medienwechsel. Die verschiedenen Medienübergänge in den Werken Brehmers verlaufen aufsteigend oder absteigend: auch läßt sich der Aufbau von Zeichen, die Generierung feststellen ebenso wie der Abbau, die Degenerierung von Zeichen. Er führte sie gleichsam auf einer mittleren Ebene durch: vorgefundene ideologische Codes, gegebene Zeichensysteme, im gesellschaftlichen Alltag verbreitete Muster der Aufmerksamkeit und Notiznahme, alltägliche Modelle der Wahrnehmung (im engeren Sinne des Identifizierens und Vergleichens) und oftmals triviale Schemata der Interpretation (bis hin zu Bewertung und Übergang zu Handlungen). Brehmer wechselt die Bezugnahme von Bild- oder Sprachzeichen: tauscht Referenz-Objekte und -Aspekte aus. Er setzte zunächst an bei Übergängen zwischen homogenen Medien, z.B. Bild ® Bild oder Sprache ® Sprache; und er gelangte zu Austausch, Transfer und Ablösung zwischen heterogenen Medien, z.B. zwischen Sprache, Bildern und Dingen, Handlungen und Ereignissen, schließlich zu Übergängen von natürlichen über artistische zu technischen Medien. So findet schließlich die wechselseitige Thematisierung von Medien selbst statt, und Brehmer setzt Medien in Verhältnisse von Gegenstand und Mittel, von Objekt- und Metazeichen.

Der obige Text ist nur ein Fragment bitte hier weiter lesen= http://www.fridericianum-kassel.de/ausst/bremer-sauer.html

· Umberto Eco [Die Kunst der Provokation] Kauft das Kauf
Titel: Umberto Eco+[kauft das kaufen°]+Die Kunst der Provokation+

———————————————————————— Ein genialer Verkäufer

Das System Berlusconi funktioniert in Italien perfekt – und ist nur mit den eigenen Waffen zu schlagen / Von Umberto Eco

(…) Wenn es wahr ist, dass die noch nicht von Berlusconi kontrollierten Medien nur die sowieso schon Überzeugten erreichen und der größte Teil der Öffentlichkeit den ihm hörigen Medien ausgesetzt ist, bleibt nichts anderes übrig, als diese Medien zu ignorieren. Auf ihre Art waren die girotondi bereits ein Element einer neuen Strategie, aber wenn ein oder zwei Umkreisungen von Parlaments- oder Gerichtsgebäuden Aufsehen erregen, wecken tausend Demonstrationen dieser Art nur noch Überdruss. Wenn ich sagen soll, dass die Tagesschau eine Nachricht unterdrückt hat, kann ich das nicht in der Tagesschau sagen. Ich muss auf Taktiken wie das Verteilen von Flugblättern oder Videokassetten zurückgreifen, auf Straßentheater, Tamtam im Internet, Kommunikation über mobile Bildschirme, die an verschiedenen Punkten der Stadt aufgestellt werden, und was sonst noch alles die neue Phantasie des Virtuellen ersinnen mag. Da man die desinformierten Wähler nicht durch die herkömmlichen Medien ansprechen kann, muss man eben neue erfinden. (…)

Bitte den vollständigen Text lesen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/240/20220/

· Max Jacob [Gedichte = "Ein Dichter-Vordenker der Surrealisten"]
Max Jacob

Einige Gedichte aus Le cornet à dés

Deutsch von Johannes Beilharz Die Bettlerin von Neapel

Als ich in Neapel lebte, stand an der Tür meines Palastes eine Bettlerin, der ich stets vor dem Einsteigen in den Wagen Kleingeld zuwarf. Erstaunt, weil nie ein Dank kam, schaute ich die Bettlerin eines Tages an. Als ich sie so betrachtete, sah ich, daß das, was ich für eine Bettlerin gehalten hatte, ein grün angestrichener Holzkasten war, der rote Erde und einige halb verfaulte Bananen enthielt.

(La mendiante de Naples)

Das Opfer Abrahams

Zur Zeit der Hungersnot in Irland sagte ein Anbeter leidenschaftlich zu einer Witwe: »Ein Schnitzel von Euch, meine Göttin!« – »Nein!« sagte die Witwe, »ich möchte diesen Körper, den zu bewundern Sie die Gnade haben, nicht verunstalten.« Aber sie ließ ihren Sohn kommen und schnitt ihm ein schönes blutiges Stück aus der Schnitzelgegend heraus. Behielt der Junge eine Narbe zurück? Ich weiß es nicht; er heulte biblisch, als er ins Schnitzel geschnitten wurde.

(Le sacrifice d’Abraham)

http://www.jbeilharz.de/jacob/cornet.html

· Verteidigung der Gegenwart >DIE ZEIT< Nr.48 (metasynapse im Kontext)
Selbstversöhnung

Verteidigung der Gegenwart

Auch im Internet streiten Deutsche über ihre Vergangenheit. Mit Möllemann und Walser kämpfen sie gegen die Political Correctness der 68er

Von Christian Staas

Ob sich die Deutschen nun tatsächlich mit sich selbst versöhnen, sei dahingestellt – debattenmüde sind sie jedenfalls nicht. In den Online-Foren von Spiegel, Tagesschau und Süddeutscher Zeitung, auf unabhängigen Web-Seiten und bei Anbietern wie freenet.de diskutieren sie über den Umgang mit der deutschen Geschichte, als hätten sie das Thema gerade erst entdeckt. Da geht es um Hohmanns „Tätervolk“-Rede, um das Holocaust-Mahnmal in Berlin und um das geplante Zentrum gegen Vertreibungen. Selbstversöhnung wird, je nach Standpunkt, entweder herbeigewünscht oder befürchtet; die Auseinandersetzung selbst ist unversöhnlich: „Wenn ich Lust auf Diskussionen mit Fundis habe, dann fliege ich zu den Originalschauplätzen in Kandahar.“ – „Ihre Argumentation pegelt sich immer mehr auf Streetgang-Niveau ein.“ – „Lernen Sie erst mal lesen!“

Anhand von zufällig ausgewählten Netzdebatten auf „die Deutschen“ zu schließen, ist natürlich ein Problem. Die wenigen, denen man im Internet beim Streiten zusehen kann, bilden ein undurchschaubares Kollektiv: Sie nennen sich „Baguette“, „metasynapse“ oder „Walhalla2“, sind wahrscheinlich überdurchschnittlich informiert, in der Regel männlich, zwischen 25 und 40 Jahre alt und mitteilungsbedürftiger als der Rest. Repräsentativ sind ihre Gespräche mit Sicherheit nicht. Immerhin aber geben sie einen groben Einblick in den deutschen Selbstfindungsdiskurs, wie er, so oder so ähnlich, auch in WG-Küchen, Kneipen oder zu Hause am Esstisch geführt wird.

(…) Hier bitte weiterlesen:

http://www.zeit.de/2003/48/Internet

DIE ZEIT 20.11.2003 Nr.48

· Selbstbeschränkung – eine unmögliche Notwendigkeit? [Peter Dürr]
Selbstbeschränkung – eine unmögliche Notwendigkeit?

Ökologische Herausforderungen an die Berliner Republik Hans-Peter Dürr

Auftaktveranstaltung der Projektgruppe “Grüne Akademie” in der Heinrich-Böll-Stiftung am 16./17. Juni in Berlin

(,,,,,,) Die Lebendigkeit auf dem untersten Niveau wird auf Ebene unserer Lebenswelt nicht mehr sichtbar, weil sie ausgemittelt ist. Das ist ungefähr so, wie wenn Sie einen Ameisenhaufen aus großer Entfernung ansehen. Er sieht dann wie ein starrer Kegel aus. Aber wenn Sie näher herangehen, dann sehen Sie, da ist ein Haufen Leben. Doch so genau schauen Sie gar nicht hin. Oder wenn Sie das Leben einer Stadt statistisch betrachten, dann entgeht Ihnen, was mit dem Leben der einzelnen Individuen zu tun hat. Wenn wir also eine große Ansammlung von diesen Wesenheiten (ich will sie absichtlich nicht Teilchen nennen) haben, kommt diese Determiniertheit heraus, die wir aus der “klassischen Physik” kennen – aber nur im statistischen Mittel. Alles muß dabei gut durchgemischt sein, damit es zu dieser Konsequenz führt. (……..)

http://oeko-net.de/kommune/kommune10-98/b-duerr.htm

· Graffiti-Kongress [Peter Gorson]
Peter Gorsen:

“Graffiti und Art Brut”

(;;;;) Es geht im folgenden nicht darum, Graffiti durch einen Vergleich mit der Kunst der Irren oder der Bildnerei der Geisteskranken zu pathologisieren. Dies wäre heute schon wegen der stattgefundenen Integration des Graffito in die nicht mehr schönen Künste und ihre ästhetischen Grenzüberschreitungen, wie Arbeiten von Fautrier, Mathieu, Wols, Dubuffet, Tapies, Twombly, Penck, Vautier zeigen können, völlig absurd. Außerdem ist das Graffito aus der Vor- und Frühgeschichte der bildenden Kunst nicht wegdenkbar. Es geht im folgenden auch nicht darum, dass eingekerkerte oder hospitalisierte psychotische Menschen in ihrer visuellen Umgebung gelegentlich Graffiti hinterlassen haben und dies bis heute illegal oder legal in eigens vorgesehenen Ateliers und auf kontrollierten Flächen tun. Spontane Kratz- und Kritzel-Graffiti sind in der Art Brut von Gaston Chaissac bis August Walla häufig anzutreffen. Hier wie dort geht es um Direktheit und Schnelligkeit der Ausdrucksübertragung ohne komplizierte, technische Präparation des Untergrundes. Zur Kultur der Grundierung trugen eher ungewollt die Ordnungsbehörden mit ihren Reinigungsprozeduren bei. Viel mehr interessiert uns, ob und wie Graffitisten und Artbrutisten in einer vergleichbaren Position der kulturellen Ausgegrenztheit wirken und kreativ werden. Beide, Graffitisten und Artbrutisten, arbeiten nicht in der Konvention der Stilkunst. Ihre Stiladaptionen sind selektiv und transformativ, wenn man beispielsweise an die Einflüsse der Pop Art denkt, die mehr aus der Ästhetik des Alltagslebens als aus der Kunstgeschichte schöpfte. Graffitisten und Artbrutisten sind durch keinen Kunststil gebunden. Diese Unabhängigkeit und dieses Außenseitertum gilt es zu beleuchten. Jean Dubuffet hat erstmals 1947 zwei Ordnungen in der Kunst festgestellt: Es gibt die gewohnte Kunst (oder die geschliffene) (oder die vollkommene) (sie wurde, je nach der Mode der Zeit, klassische, romantische, barocke Kunst oder wie auch immer getauft, aber es ist immer die gleiche, und es gibt Art Brut, Kunst in der Rohform (die ungezähmt und flüchtig ist wie ein Reh). Verstanden werden darunter Werke von Personen, die unberührt von der kulturellen Kunst geblieben sind, bei denen also Anpassung und Nachahmung gegenüber den Traditionen von Stil und Volkskunst gleichermaßen kaum eine oder gar keine Rolle spielen. Die Autoren dieser Kunst beziehen also alles (Themen, Auswahl der verwendeten Materialien, Mittel der Umsetzung, Rhythmik, zeichnerische Handschrift usw.) aus ihrem eigenen Inneren und nicht aus den Klischees der klassischen Kunst oder der gerade aktuellen Kunstströmung.”

Dubuffet hatte seine intensive Sammeltätigkeit der für Art Brut erkannten Werke in den folgenden Jahren zu einer Kritik am damals inflationären Informell und Tachismus erweitert. Es kam darüber hinaus zu einer prinzipiellen Verurteilung aller institutionalisierten Formen der Kunst und der Kunstmarkt-Kunst, denen er die aus eigenem Antrieb entstandene Art Brut, ein subversives Potential kulturell unabhängiger Phantasien gegenüberstellte. Dubuffet hielt dieses Potential wie überhaupt die Antriebe zum künstlerischen Schaffen nicht für ein Privileg außergewöhnlicher Individuen, sondern sie seien in allen Menschen reichlich vorhanden. Die herrschende Kunstszene sei von anerkannten Mythen, sozialen und kulturellen Leitbildern viel zu sehr konditioniert und verunstaltet. Ziel unseres Unternehmens ist die Suche nach Werken, die dieser Konditionierung so weit wie möglich entgangen sind und aus denen wirklich neue geistige Auffassungen hervorgehen, grundsätzlich verschieden von dem, was wir gewohnt sind. So avancierte die Art Brut zum Modellfall und Vorbild einer gesellschaftlich unangepassten, kulturkritischen bis kulturfeindlichen Einstellung. Dubuffet verbindet mit seinem Playdoyer für die Unangepasstheit ein echtes schöpferisches Bedürfnis (in das sich kein Konkurrenzdenken, kein Streben nach Applaus und sozialem Fortkommen mischt) und das insofern wertvoller erscheint als die Werke von professionellen Künstlern. Die Artbrutisten werden zu Meister(n) der Nichtanpassung par excellence, zu Bannerträger(n) des persönlichen und nicht konditionierten Denkens stilisiert. Die Quelle ihrer Inspirationen, zunächst noch das eigene Innere, wird nun lebensphilosophisch für alle potentiell kreativen Menschen verallgemeinert und Dubuffet macht sich zu ihrem Sprecher: Ich sehne mich nach einer Kunst, die direkt aus unserem gewöhnlichen Leben wächst, einer Kunst, die von diesem gewohnten Leben ausgeht und unmittelbar aus unserem wirklichen Leben und unseren wirklichen Stimmungen strömt.

(:::)

Bitte hier weiterlesen= http://graffiti.netbase.org/kongress/gorsen.htm

· Gesellschaft für operative Kunst [Einführung]
Gesellschaft für operative Kunst

- Zur Einführung -

„Wir haben keine Veranlassung, die Erzeugnisse der Kunst trotz all ihrer Verschiedenartigkeit und ihres spezifischen Charakters aus der Reihe der Dinge herauszugreifen. Die Erzeugnisse der Kunst sind die Instrumente zur Bearbeitung der menschlichen Emotionen. Das Erzeugnis der Kunst ist das Werkzeug für die direkte oder indirekte soziale Handlung.“

Sergej Tretjakov

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Die Gesellschaft für operative Kunst ist ein freier, assoziativer Zusammenschluß von geistigen und gestalterischen Energien und Kräften, denen die Kunst als Präsenten an der Wand und im definierten Kunstraum zu sehr die doppel-moralisch bildungsbürgerliche Attitüde der missverstandenen Macht repräsentiert und ihr desavouierender Nährboden geworden ist. Die eingreifende, operierende künstlerische Erkenntnis und Handlung hingegen in tatsächlichen individuellen und gesellschaftlichen Systemen und Fiktionen ist experimentell eher geeignet gestalterische und reflexive Tätigkeiten zwischen Sinnlichkeit und Reflexion ( die Künste, die Philosophie, der Schamanismus) als konkret heilende Bewußtwerd ung und Konstruktive Vergessens-Seinsweise gleichgewichtig zu integrieren. Das zur Tat gewordene Wort und Bild versucht dabei alle möglichen, un-möglichen und para-möglichen Erkenntnisse sinnlicher und theoreischer Differenzierungen sensibel , sensitiv und surreal in einen Prozeß zu überführen, der in den flutenden und fruchtbaren Strom von realistischen und DaDa-istischen Haltungen mündet. Die Operationen sind dabei Ausdruck, Denk- und Sinnbild eines Dreistromlandes von Theorie, Praxis und Traum, die gemeinsam im Fluß sind – fluktuierende Dialektik. In diesem Zusammenhang beruft sich die „operative Kunst“ auf eine wissenschaftliche, historische, philosophische, anthropologiache und kunstwissenschaftliche Verknüpfung und Assoziation, die u. a. von Goya, Courbet und Morris über Tretjakov, Benjamin, Brecht und Breton zu Duchamp, Beuys, Böhmler, Brehmer und Hiltmann führt ( um hier nur einige Namen anzuführen die in dem von Gunnar F. Gerlach (kunst)historisch, wissenschaftlich-philosophischen Diskurs betont werden). Die Gesellschaft für operative Kunst wurde von Gunnar F. Gerlach als Ergebnis seiner philosophischen und Kunstwissenschaftlichen Arbeiten als Dozent, Kurator, Kritiker, Autor und Performer ( u.a. SOFI) 1998 gegründet. Durch das Zusammentreffen und wirken mit Jörg Stange (artbase, Kunst-Notdienst), dem 1997 verstorbenen Documenta-Künstler und Professors KP Brehmer, sowie die Zusammenarbeit mit dem Beuys-“Bruder“ Henning Christiansen und dem „SPUREN“-Herausgeber (initiiert von Ernst und Carola Bloch; Joseph Beuys), Schanmanismus-Forscher und Filmkünstler Jochen Hiltmann (Prof an der HfbK Hamburg; Vize-Präsident) formte sich der Gedanke einer geistigen und gestalterischen Mobilen-Eingreif-Truppe (MET) . Die konstruktiven Diskussionen und wechselseitigen Anregungen mit dem Philosophen und Musiker Roger Behrens, sowie Gerlachs und Behrens Philosophie-Lehrer , dem Cassirer-Spezialisten Heinz Paetzold, sorgten dann für die offizielle und inoffizielle ( zum Teil auch namenlose) Konkretion der Aktion. Mittlerweile sind die Generationen übergreifenden Kräfte aus Musik, Kunst, Philosophie, Sozialwissenschaft, Film, Theater, Bühnenbild, Design und Literatur in China, Korea, Japan, Frankreich, Island, Österreich, Schweiz, Dänemark, England, Schweden, Bulgarien, Rußland, Nicaragua und den USA als Operateure auf dem Spielfeld (s. „Mash“ von Robert Altman):

„Erwacht das Erz als Posaune, so liegt die Schuld keineswegs an ihm“ Arthur Rimbaud

„Eigentlich bin ich Surrealist“ KP Brehmer“

„Zeichen brauchen Austausch und Austausch braucht Zeichen“

Gunnar F. Gerlach

http://www.operative-kunst.de/einf.html

· “Aufatmen” -aber: die Verzweiflungen wechseln [Presseerklärung]
Presseerklärung Kultur-/Feuilleton-Redaktion,

Zur Ausstellung mit Performance-Aktionen “Aufatmen – Die Verzweiflungen wechseln…” laden wir Sie herzlich ein zum Schauen, mit uns sprechen und vielleicht in Ihrem Medium zu berichten.

Die Eröffnung ist am Samstag, den 24. Januar 2004 um 18.00 Uhr im ArToll Kunstlabor, Haus 6 der Rheinischen Kliniken in Bedburg-Hau.

Einführende Worte zum Thema “Identität – Globalisierung – Wahnsinn?” spricht Herr Gunnar F. Gerlach (Prof. f. philosoph. Ästhetik und Kunstwissenschaft Hamburg), der das themen- gebundene Künstler-Symposium aktiv begleitet (Performance; Katalog).

Der Ausstellungstitel stammt von dem Initiator des Projektes, dem Künstler Uwe Schloen (Wangersen) und bezieht sich auf das mögliche, kurzweilige Glück des Sysiphos im Sinne des französischen Existentialisten Albert Camus. Wennder stetig wieder auf den Berggipfel geschobene Stein wieder zurückrollt:

“Aufatmen” – aber: die Verzweiflungen wechseln nur, denn wir wissen mit Theodor W. Adorno, daß es kein richtiges Leben im Falschen gibt. Aber auch ein “richtiges Leben” setzt verbindliche Werte und Normen für die Entscheidungs- und Differenzierungs- fähigkeit voraus. Und so ist der Ort derAusstellung im Rahmen der psychiatrischen Anstalt der Rheinischen Kliniken (Haus 6, ArToll) Herausforderung und Anschauung genug, um mit künstlerischen, musikalischen und philosophisch-literarischen Mitteln nach den Grenzlinien von Richtig und Falsch, Normal und Anormal, Innen und Außen zu forschen. Dies zumal in einer wertelosen (bzw. wertefreien) Zeit des neo-liberalisierten Globalismus (Totalitarismus?).

Geistig krank oder gesund als Entscheidung zu markieren wird zu einer paradoxen Reflektion auf dieser Folie. So rollen die beteiligten Künstler der Stein der Verzweflung als verdrahtete Käfig-Zelle durch den offenen Raum (Dini Thomsen, Anja Middelkoop; beide Holland) oder nehmen ihre tierische Ursprungs-Identität wieder an und reflektieren ihre Geschichte (Corinna Korth, Hamburg in ihrer Mischwesen-Erscheinung zwischen Wolf und Mensch). Erschrecken vor dem eigenen Antlitz und seinen Gesten zwischen Clown und Wahn thematisiert Uwe Schloen: des Menschen Tragik liegt u.a. in der Erkenntnis, daß er sich immer nur “falsch” herum im Spiegel sehen kann, wie der französische Psychologe und Philosoph Jacques Lacan feststellte. Die Problematisierung der trennenden Linien, Mauern und Grenzen zwischen den Extremen erkunden die malerischen, fotografischen und plastischen Arbeiten von Georg Janthur (Wuppertal), Frank Röseler (Hamburg), Ralf Timm (Hamburg)

und Gudrun Schuster (Bad Kreuznach). Die ästhetisch-psychotische Auslotung des Raumes der Ideen, der Glücksmomente und Verzweiflungen zwischen Wahnwitz und Wahnsinn betreiben Toon Elfrink (Holland) und Gunnar F. Gerlach (Hamburg).

Das Kunst- und Wissenschaftslabor “Aufatmen” ist für Sie vom 25.-28. 1. zwischen 14.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Bei Nachfragen und Interview- od. Material-Wünschen wenden Sie sich bitte an Herrn Schloen (0160/ 72 00 973) od. Herrn Gerlach (0171/ 6476758) bzw. Frau Thomsen(02821/ 811 500). Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns auf Ihren Besuch.

· Wasserturm 25.01 2004

http://www.netzdraht.de/bhh/forum/viewtopic.php?p=2886#2886

· MenschenRechtWasser – Newsletter vom 12.02.04
MenschenRechtWasser – Newsletter vom 12.02.04 ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, herzlich willkommen zu unserem ersten Newsletter im Jahr 2004. Wir möchten Sie besonders auf die Gottesdienstaktion am 21. März 2004 sowie auf die Indienberichte hinweisen. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen, das Team der Wasserkampagne Danuta Sacher und Bernhard Wiesmeier

Die Themen

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: (1) Aktionstag zum Tag des Wassers (2) Weltsozialforum in Mumbai (3) Peoples World Water Movement gegründet (4) In Indien wird das Menschenrecht auf Wasser verletzt (5) Wasser-Tagung von “Brot für die Welt” mit der Heinrich-Böll-Stiftung (6) Ratzeburger Erklärung zum Umgang mit Wasser (7) Aktuelles JEP-Wasserheft (8) Neue Wasserstudie über RWE (9) Film “Kampf ums Wasser”

Den Newsletter mit allen Beiträgen in voller Länge können Sie sich auch als PDF (50 KB) downloaden:

http://www.menschenrechtwasser.de/downloads/newsletter/newsletter_februar_2004.pdf (1) Aktionstag zum Tag des Wassers ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Die Wasserkampagne von “Brot für die Welt” hat angeregt, anlässlich des Weltwassertags am 22. März Gottesdienste zum Thema Wasser am Sonntag davor (21. März) durchzuführen. Der Vorschlag ist, in möglichst vielen Kirchengemeinden Wassergottesdienste zu feiern, um auf die zentrale Bedeutung des Wassers in unser aller Leben aufmerksam zu machen und die Forderung nach dem Menschenrecht auf Wasser zu unterstützen. Selbstverständlich sollen auch nochmal viele Postkarten für die Flaschenpost an den Bundeskanzler gesammelt werden. Die Flasche wird rund um Pfingsten 2004 an die Bundesregierung übergeben. Kirchengemeinden und Pfarrer, die einen solchen Gottesdienst planen, können sich bei “Brot für die Welt” das aktuelle Werkheft Gottesdienste sowie die Texte zur Meditationsfahne “Dürsten nach Gerechtigkeit” bestellen oder hier weitere Informationen abrufen:

http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18085 (2) Weltsozialforum in Mumbai ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

100.000 Menschen kamen in der indischen Metropole zum Weltsozialforum zusammen, um gemeinsam nach Alternativen für die neoliberale Globalisierung zu suchen. Eines der wichtigsten Themen war dabei das Wasser. “Brot für die Welt” veranstaltete gemeinsam mit FIAN International, dem Council of Canadians und der indischen Partnerorganisation Vikas Adhyayan Kendra einen zweiteiligen Workshop zum Thema Menschenrecht Wasser. Unter anderem äußerte sich der UN-Special Rapporteur for Housing optimistisch, dass der General Comment Nr. 15 (Recht auf Wasser) für viele Menschen von großer Bedeutung sein werde. Mehr Informationen dazu unter= http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=17888

(3) Peoples World Water Movement gegründet

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Im Vorfeld des Weltsozialforums fand in New Delhi vom 12. bis 14. Januar 2004 das erste People’s World Water Forum statt. Rund 300 WasseraktivistInnen aus über 60 Ländern berieten dort auf Einladung und unter Mitwirkung namhafter WasseraktivistInnen wie Vandana Shiva, Maude Barlowe und Riccardo Petrella über indigene Wasserrechte, das Menschenrechtskonzept und ökologische und gemeindegestützte Alternativen zur Privatisierung. Die Konferenz konstituierte sich als Peoples World Water Movement und beschloss, den Austausch untereinander künftig zu intensivieren. Ausserdem wurde eine internationale Kampagne gegen den französischen Wasserkonzern Suez und Coca-Cola vereinbart. Als nächster internationaler Höhepunkt sind Aktivitäten im Umfeld desWeltwasserforums in Mexiko 2006 angedacht.

(4) In Indien wird das Menschenrecht auf Wasser verletzt

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Gemeinsam mit FIAN International führte “Brot für die Welt” im Vorfeld des Weltsozialforums eine Fact Finding Mission in Indien durch. Insgesamt drei internationale Teams waren im Einsatz, um Fälle zu dokumentieren, bei denen das Menschenrecht auf Wasser verletzt wird oder bedroht ist. Dabei waren die Teams in den Bundesländern Delhi, Uttar Pradesh, Uttaranchal, Orissa, Tamil Nadu und Kerala im Einsatz. Alle Teams mussten in ihren vorläufigen Berichten feststellen, dass das Menschenrecht auf Wasser auf vielfältige Weise verletzt wurde. In fast allen Fällen fehlte die angemessene Partizipation der Bevölkerung sowie die Transparenz in der Wasserpolitik, wie sie in dem General Comment Nr. 15 vorgesehen ist (vgl. dazu: http://www.menschen-recht-wasser.de/downloads/4_2_un_comment.pdf).

Die Ergebnisse der Mission werden in einem Bericht dokumentiert, der bei der kommenden Sitzung der Menschenrechtskommission in Genf vorgestellt werden soll.

(5) Wasser-Tagung von “Brot für die Welt” mit der

Heinrich-Böll-Stiftung

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Am 26./27. März 2004 findet das Dritte Forum über globale Entwicklungspolitik statt. Veranstalter sind “Brot für die Welt” und die Heinrich-Böll-Stiftung. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Frage “Wasser – Menschenrecht oder Ware?”. Zu der zweitägigen Veranstaltung werden Beiträge von UN-Experten, Weltbank-Funktionären und VertreterInnen von Partnerorganisationen aus dem Süden erwartet. Die TeilnehmerInnen werden gemeinsam mit den ReferentInnen darüber diskutieren, wie die weltweite Wasserkrise gelöst werden kann und wie dem Menschenrecht auf Wasser weltweit Geltung verschafft werden kann. Nähere Informationen dazu unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18159

(6) Ratzeburger Erklärung zum Umgang mit Wasser

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Auf der letztjährigen Sommeruniversität in Ratzeburg haben die TeilnehmerInnen eine Erklärung zum Schutz der Wasserresourcen verabschiedet. So fordert das “Ratzeburger Manifest”, dass das Gemeingut Wasser ein Gemeingut bleiben muss und wünscht mehr Respekt und Sensibilität für die Welt. Konkret mahnen die Unterzeichner mehr Anstrengungen in der Umweltpädagogik an, um ein vernetzteres und ökologisches Denken zu verbessern. Zu den Unterzeichnern des Manifestes gehören Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Professor Udo E. Simonis sowie Professor Hans-Rudolf Bork vom Ökologie-Zentrum der Universität Kiel. Nähere Informationen zur Sommeruniversität unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=17896

(7) Aktuelles JEP-Wasserheft

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Das Journal für Entwicklungspolitik (JEP) hat seine Ausgabe 19 (4) 2003 dem Wasser gewidmet. Darin finden sich Beiträge zur Situation in Afrika, ein Bericht über den Widerstand gegen die Wasserprivatisierung in Cochabamba sowie eine Analyse indigener Rechte im Zusammenhang mit der Wasserprivatisierung. Das Heft kann für 9,80 Euro bezogen werden bei GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung

Postfach 2021, 37010 Göttingen (e-mail: krause@gva-verlage.de)

(8) Neue Wasserstudie über RWE

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Frank Kürschner Pelkmann und KOSA haben eine neue 72-seitige Broschüre über die Rolle der RWE auf dem internationalen Wassermarkt herausgegeben. “Imagine…sauberes Trinkwasser für alle?” heißt die Publikation, die die Aktivitäten des deutschen Konzerns vornehmlich im Wasserbereich unter die Lupe nimmt. ISBN 3-934645-09-7, Preis 3,50 Euro zzgl. Versandkosten.

KOSA (Koordination Südliches Afrika) hat dazu noch zwei weitere Publikationen zum Thema Wasser und Privatisierung herausgebracht: “Vulamanzi! Beteiligungen privater Unternehmen an öffentlichen Wasserwerken und die Rechte armer Verbraucher” untersucht die Bezahlbarkeit von Wasserdienstleistungen insbesondere der armen Haushalte und “Das Gold der Zukunft? Nachhaltige Wassernutzung im Südlichen Afrika und in Deutschland” fasst die Ergebnisse zweier Seminare zum Thema Wasserversorgung zusammen. Nähere Informationen zu diesen Publikationen findens Sie unter

http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18086 (9) Film “Kampf ums Wasser” :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Der Film “Kampf ums Wasser” zeigt am Beispiel einer Familie in Mozambique , unter welch schwierigen Bedingungen der Alltag gemeistert werden muss, wenn das Wasser knapp wird. Der Film begleitet die Frau auf ihrem verzweifelten Weg, die Wasserversorgung für sich und ihre Familie sicherzustellen, wobei Konflikte nicht ausbleiben. Der Film kann beim evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Bildungsarbeit (EZEF) in Stuttgart ausgeliehen werden: EZEF Kniebisstraße 29 70188 Stuttgart Nähere Informationen zu diesem und anderen Wasser-Filmen finden Sie unter

http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18087 Den Newsletter mit allen Beiträgen in voller Länge können Sie sich auch als PDF (50 KB) downloaden: http://www.menschenrechtwasser.de/downloads/newsletter/newsletter_februar_2004.pdf

© “Brot für die Welt” 2003 http://www.brot-fuer-die-welt.de http://www.menschenrechtwasser.de

MenschenRechtWasser – Newsletter vom 12.02.04 :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, herzlich willkommen zu unserem ersten Newsletter im Jahr 2004. Wir möchten Sie besonders auf die Gottesdienstaktion am 21. März 2004 sowie auf die Indienberichte hinweisen. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen, das Team der Wasserkampagne Danuta Sacher und Bernhard Wiesmeier

Die Themen

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: (1) Aktionstag zum Tag des Wassers (2) Weltsozialforum in Mumbai (3) Peoples World Water Movement gegründet (4) In Indien wird das Menschenrecht auf Wasser verletzt (5) Wasser-Tagung von “Brot für die Welt” mit der Heinrich-Böll-Stiftung (6) Ratzeburger Erklärung zum Umgang mit Wasser (7) Aktuelles JEP-Wasserheft (8) Neue Wasserstudie über RWE (9) Film “Kampf ums Wasser”

Den Newsletter mit allen Beiträgen in voller Länge können Sie sich auch als PDF (50 KB) downloaden: http://www.menschenrechtwasser.de/downloads/newsletter/newsletter_februar_2004.pdf (1) Aktionstag zum Tag des Wassers :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Die Wasserkampagne von “Brot für die Welt” hat angeregt, anlässlich des Weltwassertags am 22. März Gottesdienste zum Thema Wasser am Sonntag davor (21. März) durchzuführen. Der Vorschlag ist, in möglichst vielen Kirchengemeinden Wassergottesdienste zu feiern, um auf die zentrale Bedeutung des Wassers in unser aller Leben aufmerksam zu machen und die Forderung nach dem Menschenrecht auf Wasser zu unterstützen. Selbstverständlich sollen auch nochmal viele Postkarten für die Flaschenpost an den Bundeskanzler gesammelt werden. Die Flasche wird rund um Pfingsten 2004 an die Bundesregierung übergeben. Kirchengemeinden und Pfarrer, die einen solchen Gottesdienst planen, können sich bei “Brot für die Welt” das aktuelle Werkheft Gottesdienste sowie die Texte zur Meditationsfahne “Dürsten nach Gerechtigkeit” bestellen oder hier weitere Informationen abrufen: http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18085 (2) Weltsozialforum in Mumbai :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: 100.000 Menschen kamen in der indischen Metropole zum Weltsozialforum zusammen, um gemeinsam nach Alternativen für die neoliberale Globalisierung zu suchen. Eines der wichtigsten Themen war dabei das Wasser. “Brot für die Welt” veranstaltete gemeinsam mit FIAN International, dem Council of Canadians und der indischen Partnerorganisation Vikas Adhyayan Kendra einen zweiteiligen Workshop zum Thema Menschenrecht Wasser. Unter anderem äußerte sich der UN-Special Rapporteur for Housing optimistisch, dass der General Comment Nr. 15 (Recht auf Wasser) für viele Menschen von großer Bedeutung sein werde. Mehr Informationen dazu unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=17888 (3) Peoples World Water Movement gegründet :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Im Vorfeld des Weltsozialforums fand in New Delhi vom 12. bis 14. Januar 2004 das erste People’s World Water Forum statt. Rund 300 WasseraktivistInnen aus über 60 Ländern berieten dort auf Einladung und unter Mitwirkung namhafter WasseraktivistInnen wie Vandana Shiva, Maude Barlowe und Riccardo Petrella über indigene Wasserrechte, das Menschenrechtskonzept und ökologische und gemeindegestützte Alternativen zur Privatisierung. Die Konferenz konstituierte sich als Peoples World Water Movement und beschloss, den Austausch untereinander künftig zu intensivieren. Ausserdem wurde eine internationale Kampagne gegen den französischen Wasserkonzern Suez und Coca-Cola vereinbart. Als nächster internationaler Höhepunkt sind Aktivitäten im Umfeld des Weltwasserforums in Mexiko 2006 angedacht. (4) In Indien wird das Menschenrecht auf Wasser verletzt :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Gemeinsam mit FIAN International führte “Brot für die Welt” im Vorfeld des Weltsozialforums eine Fact Finding Mission in Indien durch. Insgesamt drei internationale Teams waren im Einsatz, um Fälle zu dokumentieren, bei denen das Menschenrecht auf Wasser verletzt wird oder bedroht ist. Dabei waren die Teams in den Bundesländern Delhi, Uttar Pradesh, Uttaranchal, Orissa, Tamil Nadu und Kerala im Einsatz. Alle Teams mussten in ihren vorläufigen Berichten feststellen, dass das Menschenrecht auf Wasser auf vielfältige Weise verletzt wurde. In fast allen Fällen fehlte die angemessene Partizipation der Bevölkerung sowie die Transparenz in der Wasserpolitik, wie sie in dem General Comment Nr. 15 vorgesehen ist (vgl. dazu: http://www.menschen-recht-wasser.de/downloads/4_2_un_comment.pdf). Die Ergebnisse der Mission werden in einem Bericht dokumentiert, der bei der kommenden Sitzung der Menschenrechtskommission in Genf vorgestellt werden soll. (5) Wasser-Tagung von “Brot für die Welt” mit der Heinrich-Böll-Stiftung :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Am 26./27. März 2004 findet das Dritte Forum über globale Entwicklungspolitik statt. Veranstalter sind “Brot für die Welt” und die Heinrich-Böll-Stiftung. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Frage “Wasser – Menschenrecht oder Ware?”. Zu der zweitägigen Veranstaltung werden Beiträge von UN-Experten, Weltbank-Funktionären und VertreterInnen von Partnerorganisationen aus dem Süden erwartet. Die TeilnehmerInnen werden gemeinsam mit den ReferentInnen darüber diskutieren, wie die weltweite Wasserkrise gelöst werden kann und wie dem Menschenrecht auf Wasser weltweit Geltung verschafft werden kann. Nähere Informationen dazu unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18159 (6) Ratzeburger Erklärung zum Umgang mit Wasser :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Auf der letztjährigen Sommeruniversität in Ratzeburg haben die TeilnehmerInnen eine Erklärung zum Schutz der Wasserresourcen verabschiedet. So fordert das “Ratzeburger Manifest”, dass das Gemeingut Wasser ein Gemeingut bleiben muss und wünscht mehr Respekt und Sensibilität für die Welt. Konkret mahnen die Unterzeichner mehr Anstrengungen in der Umweltpädagogik an, um ein vernetzteres und ökologisches Denken zu verbessern. Zu den Unterzeichnern des Manifestes gehören Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Professor Udo E. Simonis sowie Professor Hans-Rudolf Bork vom Ökologie-Zentrum der Universität Kiel. Nähere Informationen zur Sommeruniversität unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=17896 (7) Aktuelles JEP-Wasserheft :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Das Journal für Entwicklungspolitik (JEP) hat seine Ausgabe 19 (4) 2003 dem Wasser gewidmet. Darin finden sich Beiträge zur Situation in Afrika, ein Bericht über den Widerstand gegen die Wasserprivatisierung in Cochabamba sowie eine Analyse indigener Rechte im Zusammenhang mit der Wasserprivatisierung. Das Heft kann für 9,80 Euro bezogen werden bei GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung Postfach 2021, 37010 Göttingen (e-mail: krause@gva-verlage.de) (8) Neue Wasserstudie über RWE :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Frank Kürschner Pelkmann und KOSA haben eine neue 72-seitige Broschüre über die Rolle der RWE auf dem internationalen Wassermarkt herausgegeben. “Imagine…sauberes Trinkwasser für alle?” heißt die Publikation, die die Aktivitäten des deutschen Konzerns vornehmlich im Wasserbereich unter die Lupe nimmt. ISBN 3-934645-09-7, Preis 3,50 Euro zzgl. Versandkosten. KOSA (Koordination Südliches Afrika) hat dazu noch zwei weitere Publikationen zum Thema Wasser und Privatisierung herausgebracht: “Vulamanzi! Beteiligungen privater Unternehmen an öffentlichen Wasserwerken und die Rechte armer Verbraucher” untersucht die Bezahlbarkeit von Wasserdienstleistungen insbesondere der armen Haushalte und “Das Gold der Zukunft? Nachhaltige Wassernutzung im Südlichen Afrika und in Deutschland” fasst die Ergebnisse zweier Seminare zum Thema Wasserversorgung zusammen. Nähere Informationen zu diesen Publikationen findens Sie unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18086 (9) Film “Kampf ums Wasser” :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Der Film “Kampf ums Wasser” zeigt am Beispiel einer Familie in Mozambique , unter welch schwierigen Bedingungen der Alltag gemeistert werden muss, wenn das Wasser knapp wird. Der Film begleitet die Frau auf ihrem verzweifelten Weg, die Wasserversorgung für sich und ihre Familie sicherzustellen, wobei Konflikte nicht ausbleiben. Der Film kann beim evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Bildungsarbeit (EZEF) in Stuttgart ausgeliehen werden: EZEF Kniebisstraße 29 70188 Stuttgart Nähere Informationen zu diesem und anderen Wasser-Filmen finden Sie unter http://asp.isprit2.de/ff/ch.php?cmd=go21236174&vas=18087 Den Newsletter mit allen Beiträgen in voller Länge können Sie sich auch als PDF (50 KB) downloaden: http://www.menschenrechtwasser.de/downloads/newsletter/newsletter_februar_2004.pdf Datenschutz und Abmelden :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Datenschutz und Abmelden: © “Brot für die Welt” 2003 http://www.brot-fuer-die-welt.de http://www.menschenrechtwasser.de

· 3. Subversive Utopien, gebrochene Fluchtlinien (Foucault) =Kollektiv-Maske Anonymität
3. Subversive Utopien, gebrochene Fluchtlinien

(…)

Wenn die Anzahl der Entsprechungen zwischen theoretischer und praktischer Auseinandersetzung mit Herrschaftsverhältnissen das verifikative Gewicht einer Analyse ausmacht, so kann das Verschwinden von Künstlerinnen als Potenzial sozialen Wandels angesehen werden. Ästhetische Widerstandsformen reterritorialisieren auf soziale Gefüge, um der Selbstreferentialität zu entfliehen und über ihr Kunst-Sein hinaus zu gehen, und so tendenziell ihre eigene Abschaffung zu betreiben.

Aber Kunst ist nie ein Ziel, sie ist nur ein Mittel, um Lebenslinien zu ziehen, das heißt, all jene Arten des wirklichen Werdens, die nicht einfach in der Kunst zustandekommen, all die aktiven Fluchtbewegungen, die nicht darin bestehen, in die Kunst zu flüchten, sich in die Kunst zurückzuziehen. [166]

Diese Funktion, von Deleuze / Guattari der Kunst als solche zugeschrieben, tritt in ihrer Verbindung mit Wunschmaschinen des sozialen Wandels deutlich hervor, und wird genutzt von der ‘Verschwindenden Meute’ im Spät-Kapitalismus. Die Mannigfaltigkeit der Meute, so hat Kapitel 2 gezeigt, verfügt über ein hohes affektives Potenzial, welches die Kollektivierung und Anonymisierung durch das Wachstum der Meute voran treibt. Ihre tendenzielle Opposition zu dem in Kapitel 0 geschilderten Stand der Pop-Plateaus beruht auf ihrem grundsätzlich als Störung empfundenen Verhältnis zur Ordnung (sozialer, ökonomischer, ästhetischer et. al.). [167] Ihr Potenzial zur Störung und Opposition liegt in ihrer Entstehung aus der Mitte der Ordnungsgefüge, aus dem stillen Auge ‘Pop’ des Hurricanes Gesellschaft begründet, und erst in dem Wunsch nach Entgrenzung dieser Ordnungen finden sie ihre oppositionelle Realität und bilden einfache Maschinen aus. (Die Begriffsentlehnung ‘Meute’ aus der Fauna muss kritisch gesehen um die emotionalen und sozialen Fähigkeiten, welche den Menschen unterscheiden, erweitert werden, um in diesem stark verkürzenden Gebrauch den Irrwegen des biologistischen Determinismus vorzubeugen.)

Deleuze / Guattaris Maschinen der Tausend Plateaus lassen sich an den Rändern sozialer und ästhetischer Schichten finden, an welchen sie aus den Grenzen der Herrschaft ausbrechen, und wo die Spuren ihrer Bewegungen Fluchtlinien erkennen lassen, aber auch deren Auseinanderdriften, Brüche und ihre Richtungswechsel. Es handelt sich bei ihnen um einfache Wunschmaschinen, aus Wunschströmen hervor gegangen, und in der Synthese von Wünschen produziert. Im Falle der Residents und GYBE! wurden und werden sie vorläufig geformt aus Dividuen und Relationen und oszillieren zwischen den Aggregatzuständen Macht und Ohnmacht. Sie lassen die Intensitäten des Ästhetischen strömen, um in verschiedenen Akten des sensorischen und emotionalen overload immer neue Territorien zu erschließen und zu besiedeln, ohne genaue Vorgaben über die Richtungen zu machen, weder durch ihre symbolische Repräsentanz in den kapitalistischen Verwertungszusammenhängen noch in der Konzertsituation.

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Der vorliegende Text kann als Kupplungsversuch angesehen werden, sich dem Strömen auszusetzen und treiben zu lassen, zu testen, ob man in der Tat nicht zweimal in den selben Fluss / Strom steigen kann . . . für kurze Zeit Anteil zu nehmen und zu haben an der Produktion und Gestaltung eigener Wunsch-Räume; kann als Bericht angesehen werden; für eine kurze Strecke auf eine der Maschinen aufgesprungen, sich an den Richtungs- und Geschwindigkeitsreglern zu schaffen gemacht, einen neugierigen Blick in das Logbuch geworfen, von den Bauplänen lediglich das Titelblatt verstanden, und schließlich durch diverse Kollisionen aus der Kanzel geschleudert worden, um die Maschine weiter vorwärts stolpern zu sehen. Staub aus der zerrissenen Hose klopfen, Gedächtnisprotokoll anfertigen. Das Strömen suchen . . .

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Die Erkenntnis, dass die Verlockungen dieser allegorischen Metadiskursivität erst in dem zu analysierenden semantischen quasi-Vakuum entstanden sind trägt dazu bei, beiden Band-Konzepten eine Wirkungsmächtigkeit zuzuschreiben, welche ihre Protagonisten unter Umständen vehement ablehnen würden. Entgegen einer Ablehnung aus Furcht vor der Verantwortung gegenüber möglichen Ergebnissen handelt es sich um den Wunsch, nicht als zentrale Institution definiert zu werden, sondern sich die Flexibilität und nomadische Freiheit der Divergenz zu bewahren, wobei die Vehemenz, mit welcher diese Freiheit eingeklagt wird, zu einem determinierenden Muster verkürzt werden könnte. Die Selbstreferentialität der GYBE!-Interviews als Diskursmuster birgt daher die Prinzipien des Zweifels und des Scheiterns in sich, und legt die daraus entstehenden Dilemmas offen, doch ‘No Logo’ und ‘no easy call to arms’ werden in einer von widerständigen Bewegungen getragenen Umgebung schnell zu Slogans stilisiert und als verkürzende Sicherungen und Beschreibungen der eigenen Positionen genutzt, ohne jenen diskursinhärenten Selbstzweifel zu übernehmen. Um der Starre einer solchen unerwünschten, da als unproduktiv erachteten, Aneignung vorzubeugen scheint es angebracht, die Fluchtlinien auf die Schichten der dominanten Kultur und der Pop-Plateaus zu richten, um deren divergente Energien frei zu setzen. Dort zeichnen sich die deutlichsten Überlagerungen mit den Schichten der Neuen Sozialen Bewegungen der 1980er und 1990er Jahre ab.

Bei den vorgefundenen Referenzen zur dominanten Kultur handelt es sich in ihren kritischen Varianten um Ablehnungen jener kulturellen und ökonomischen Praxen, welche mit der Sicherung und Forcierung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen ineinsgesetzt werden. Die Nähe zu Foucaults Macht-Diskurs wird weiter unten analysiert, doch zuvor seien verschiedene kritische Interventionen der Cultural Studies erwähnt.

Zu berücksichtigen ist, dass jeder Deterritorialisierung immer eine Reterritorialisierung auf die attackierten oder bereits überwunden geglaubten Verhältnisse innewohnt. (…)

http://www.glocalweb.de/joerg/html/mag/sub1.htm

HauptSeite= http://www.glocalweb.de/joerg/index.htm

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Modelle operativer Kunst zwischen Avantgarde und Anarchismus. (Gunnar F. Gerlach)
Auszug aus einem Vortrag von Gunnar F. Gerlach Ort: Gustav Heinemann – Bildungsstätte; Vortrag gehalten im Rahmen einer Tagung der “Erich Mühsam Gesellschaft” (Lübeck) 1996

Gunnar F. Gerlach

Modelle operativer Kunst zwischen Avantgarde und Anarchismus Überlegungen zum Verhältnis von Kunst und Politik.

“Wie lange wollen Sie noch beim ersten Schritt bleiben?” (Joseph Beuys)

Meine sehr geehrten Damen und Herren, gemäß dem von mir gewählten Titel dieses Vortrages möchte im Folgenden ein Modell der Operativen Kunst in Theorie und Praxis für die gegenwärtige Lage in den bildenden Künsten und der Gesellschaft entwickeln. Neben einer Erläuterung der Begriffe und des Zusammenhanges von Avantgarde und Anarchismus werde ich versuchen meine Thesen zu begründen, was heute eine politische, soziale und revolutionäre Leistung der bildenden Kunst ist und sein könnte. Die Schlußfolgerungen vollziehen sich dann auf der Folie einer problematischen, gegenwärtigen Situation zwischen der Medien – Technologischen Gesellschaft und den Versuchen der Rest-Avantgarden in der bildenden Kunst mit ihnen subversiv umzugehen und zu argumentieren. Die Praxis schließlich unmittelbarer, eingreifender Kommunikations-Akte scheint mir auch zwei Jahre nach Hoyerswerda, Hünxe, Rostock, Lübeck, Magdeburg und Solingen eine adäquate Antwort zu sein, als jede hermetische Gralsuche nach einer wirklich endgültigen und erlösenden Faschismustheorie. In diesem Sinne ist auch eine “House-Aktie” zu verstehen und unterstützenswert: eine aktive Regulation verfehlter Sozial – Politik mit den Mitteln der künstlerischen Arbeit zu leisten.

Wenn über das Verhältnis von Kunst und Politik reflektiert wird, ist meist ein Problem schon übersehen worden: die künstlerische Tätigkeit ist seit der Renaissance auf individuelle Praxis ausgerichtet, die politische Arbeit orientiert sich an dem gesellschaftlichen Gefüge. Selbstdarstellungen und Narzißmen sind unleugbare Tatsachen auf beiden Seiten, haben aber mehr mit Psychologismen und den jeweiligen, medialen Verwertungs-Systemen und ökonomischen Interessen, Marktorientierungen zu tun. Ginge man davon aus, den Freiheitsbegriff ins Zentrum der Diskussionen zu stellen, ergäbe sich hier eine ganz andere, überraschende Verbindung: das historische Ringen um Freiheit markiert das Engagement von sehr vielen gesellschaftlichen Gruppen, aber ganz besonders jenes von Künstlern und politisch denkenden Menschen oder Politikern. So wird auch verständlich, warum in relevanten, künstlerischen und politischen Theorien, Äußerungen und Handlungen der Begriff Freiheit stehts zentral thematisiert wurde. Heinrich Böll formulierte das Problem bereits vor Jahren wie folgt: “Das ist es, was die Gesellschaft mit der Kunst macht: mit dem Markt erdrücken, Freiheiten in Freiheiten zerteilen.” Dahinter verbirgt sich auch latent die Kritik an einer historischen Konstruktion, die am Anfang mit dem schillernden Wort Freiheit lockt, um sie am Ende dem gesellschaftlichen Rahmen, dem Markt, als oberster Rationalität einzuverleiben.Bakunin erkannte dieses Dilemma: “Im System der Materialisten, das allein das Natürliche ist, schafft erst die Gesellschaft, weit entfernt davon, die Freiheit zu verringern und zu beschränken, die Freiheit der menschlichen Individuen.

Sie ist die Wurzel, der Baum der Freiheit und ihre Frucht. Deshalb hat der Mensch zu jeder Zeit seine Freiheit nicht am Anfang, sondern am Ende der Geschichte zu suchen, und man kann sagen, das die tatsächliche und vollständige Befreiung des Menschen das große Ziel, das erhabene Ende der Geschichte ist.” Diese Gegen-Konstruktion zur bürgerliche Logik hat zwei sehr elementare Metaphern bei sich: Wurzel, Baum und Frucht der Freiheit sind auf Natur hingedacht, und die lernende Praxis am Anfang ist Bedingung der Möglichkeit zur Freiheit am Ende zu gelangen. Nach Ernst Bloch ist Freiheit die Möglichkeit zur Auswahl, also zur distinkten und differenzierten Wahrnehmung, als Basis des individuellen Vernunft-, Geschmacks- und Werturteils. Die Wahrnehmung wird so über den Körper gedacht und vollzieht sich über die innere Formung und Vorstellungskraft: Mit dem Körper Sehen, heißt es z.B. für den anderen offenen Werkbegriff bei Franz Erhard Walther. Hand führt zur Handlung. Auch in den Künsten ist es möglich über ein breitgefächertes Handwerk zu verfügen, um sich dem Urteil einseitig klassen- und gruppenspezifischer Geschmacksurteile zu entziehen. Erst der nach Schiller im Spiel zu sich und seiner Freiheit gelangene Mensch, kann mit der Kunst angemessen und frei seine Mittel und Wirkung erzielen. So werden Hand und Handlung zu einer auf Freiheit und Offenheit gerichteten Haltung – politisch wie künstlerisch. Zwei Künstler, haben in Theorie und Praxis in unserem Jahrhundert am deutlichsten und intelligentesten eine Verbindung von sensiblem, künstlerisch-philosophischem Bewußtsein mit politischer Wirkkraft verbunden und gelebt; André Breton, der Kopf der surrealistischen Bewegung, und Joseph Beuys, der erst die Republik und dann die halbe Welt mit seinen Aktionen und Statements herausforderte.

Breton Satz: “Einzig das Wort ist die Freiheit vermag mich noch zu begeistern”, zieht die Konsequenz aus künstlerischer und politischer Theorie und Praxis, Joseph Beuys erkennt das Freiheitsprinzip generell in Akten der formenden und gestaltenden Tätigkeit und thematisiert hier vollkommen logisch gedacht das schöpferische in jedem Menschen als zentrale Frage aller individuellen und gesellschaftlichen Handlungen und Veränderungen: “… denn Kreativität, das heißt Schöpferkraft, die unfrei wäre, wäre ein Widerspruch in sich selbst. Also ist wahre Wissenschaft der Kreativität prinzipiell Freiheitswissenschaft.” Dieser Gedanke führt konsequent zur Vorstellung einer “Sozialen Plastik” der Gesellschaft als einer gestaltbaren Form, als einen in sich arbeitenden, energiegeladenen Organismus. Der schöpferische Widerspruch selbst liegt nach Hegels Dialektik natürlich auch darin, denn nach ihm bewegt sich nur, hat Trieb und Tätigkeit, was “in sich selbst einen Widerspruch hat”. Dieser Widerspruch ist die Kunst selbst; individuelle Obsession und soziale Wirksamkeit unter einen Hut zu bringen; das ist unlogisch, aber wem es gelingt, der macht wirksame Kunst. Denn Kunst, Können kommt aus dem altmittelhochdeutschen und heißt der Trick oder der Dreh etwas darzustellen. Als eine Spielart der Zauberei galt das Bild oder das Abbild also nicht umsonst als magisch aufgeladen und hatte rituellen Charakter. Mit dem Wandel der Zeiten, wandeln sich die Materialien, Techniken und Wertsysteme und ihre “kommunizierenden Röhren”. Es ist eine historische Tatsache, daß der Kampf um und für Freiheit und Gerechtigkeit eine Leidensgeschichte ist. Hier begegnen sich künstlerisches Bewußtsein und politische Utopie erneut – im inneren und äußeren kreativen Umgang mit dem Leid.

Hier begegnen sich künstlerisches Bewußtsein und politische Utopie erneut – im inneren und äußeren kreativen Umgang mit dem Leid. Religion, von lateinisch religio, bedeutet das “Zurückgebundensein” in frommer Scheu. Was bedeutet dies anderes, als sich seiner eigenen Ein-Gebundenheit im gesamten Netz der Vielheiten in Natur und Kultur bewußt zu sein, die Anderen und Fremden Mitmenschen in ihrem spezifischen So-Sein erkennen und achten zu lernen. Die fromme oder heilige Scheu vor den schöpferischen Möglichkeiten der Anderen ist Bedingung für Dialog und Multilog. Edgar Wind, Kulturhistoriker aus dem Panofsky-Kreis bezieht sich in seinem Aufsatz und gleichnamigen Buch “Kunst und Anarchie” nicht umsonst auf den Begriff der “heiligen Scheu”: “Im allgemeinen fürchten Künstler nicht so sehr den Verlust der Phantasie als ihr Übermaß…/… und doch mit gleicher Stärke, eine heilige Scheu vor der Phantasie, die ihrer Dichtung leben verlieh.” Wind bezieht sich hier auf Goethe und Baudelaires Praxis der innneren Disziplin. Der Begriff der heiligen Scheu stammt von Platon und kein Philosoph hat den göttlichen Wahnsinn der dichterischen Eingebung- z.B. die Welt retten zu wollen – beredter gepriesen als er; und doch hat er ihn mit Argwohn verfolgt. Dahinter steht die Annahme, der Mensch könne durch seine Vorstellungsgebilde verwandelt werden. Und so sah Platon in der Kunst der Nachahmung ein gefährliches Spiel das zu verwerflichen Charakteren führt.

Goethes Aussage, daß, wer keine Religion habe, möge wenigstens Kunst haben, bezieht sich darauf: in Form gebrachte, gezügelte Vorstellungskraft aus dem Inneren für das Äußere als einem sozialen Raum.

Dies entsprach zudem nahezu prophetisch der Entwicklung in unserem Jahrhundert. Nachdem Nietzsche Gott sterben ließ, und damit unverschuldet der Einseitigkeit instrumentalisierter Vernunft das Begründungsfeld ebnete, ersetzte die Kunst die Kirche. Innerlichkeit als Freiheitsbegriff wurde sukzessive abgeschafft. Shaftesburys “inward form” beeinflußte die deutschen Geisteswissenschaftler und Künstler. Herder, Humboldt und Hegel folgten ihr genauso wie Caspar David Friedrich und Phillip Otto Runge. Der Rationalismus, besagte instrumentalisierte Vernunft, gegen die Adorno und Horkheimer mit ihrer kritischen Theorie u.a. ankämpften, führte nun in den Terror von Industrie, Technologie, der Kultur-Industrie und ihrer Agenten. Von ihnen leitet sich der gegenwärtige Verdummungs- und Abstumpfungsfeldzug in den Mediengesellschaften ab. Kultur-Technologie ersetzt die Reflexion über eine Korrelation und Relationalität von Form und Inhalt durch technologische Lösungen in einer Kommunikation, die den vom Inhalt befreiten Diskurs über abstrakte Zeichen produziert. Diese Art der instrumentalisierten Vernunft macht KZ´s erst denk- und vorstellbar; losgelöst von innerer Formung, Emotion und Reflexion wird alles einfacher. Technische Lösungen waren noch nie das Problem der Menschheit. Die ökonomischen, emotionalen, ethischen und ästhetischen Probleme sind jedoch bis heute einer Verflüssigung nicht viel näher gekommen. Und so, wie die in ein übergreifendes Herrschaftssystem eingebettete Religion als Kirche in ihr emotionales Gegenteil geführt wurde – von deren inneren Schau als Befreiung zur veräußerlichten, bloßen Form als Unterdrückungs- und Machtinstrument, hat sich auch die Funktion der Künste für die Gesellschaft gewandelt, Museen sind heute Staats- und Markt-Kathedralen ökonomischer, und damit politischer, Kräfte.

Mit ihnen schreibt man die Geschichte des Kapitals auf perfideste Weise fort. Sie repräsentieren nicht mehr Erkenntnisse der philosophischen, sozialen und ästhetischen Reflexion, sondern ein Wertesystem von Shareholder Values, und könnten auch “Dow Jones Memorials” oder “Gebäude zum Dax” genannt werden. D.h. auch: der Begriff postmoderne Willkür ist schon wieder ein Gespenst, denn willkürlich ist da nichts. Nur sind es nun die Werte des angeblich freien Marktes, die den Tausch eines vermeintlich bohemiantischen Lebensgefühls gegen Börsenaktien tauschen lassen. Abstraktionswert Geld gegen einen seiner Inhaltlichkeit, Geschichtlichkeit und Geistigkeit beraubten Geschmackswert. Aber über Geschmack läßt sich gerade deshalb köstlich streiten, weil Geschmacksurteile abhängig sind von der Freiheit zur Auswahl, und die ist nun einmal bis heute eine Frage der ökonomischen Möglichkeiten. Geschmacksfragen sind im heutigen Jargon Fragen der Schichten und Zielgruppen – Also doch: Klassenfragen. Aber die Hoffnung, die in der Kunst sich manifestiert, ist auf freie Entfaltung des frei entfalteten Individuums gerichtet, daß sich seiner gesellschaftlichen Bedingt- und Verhältnismäßigkeiten sensibel und intelligent bewußt ist. Freie Assoziation der frei Assoziierten, so hieß es bei Karl Marx immer so schön. Der Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler Aby Warburg hat nicht von ungefähr seinen berühmten Bilderatlas zum Fortleben der Antike “Mnemosyne” benannt. Mneme ist der aus dem griechischen stammende Terminus für Gedächtnis, Erinnerung. Die mythologische Gestalt der Mnemosyne, Tochter des Uranos und der Gäa, die von Zeus geschwängerte Mutter der Musen; der Künste also. Sie ist die Personifikation von Gedächtnis und Erinnerung. So wird die Betrachtung der Kunstentwicklung bei Warburg aus dem lebensnotwendigen “Zurückgebundensein” an Gedächtnis und Erinnerung gleichzeitig zur Dokumentation einer Leidgeschichte der Menschheit.

Es ist das Ringen um Freiheit und Ausdruck, daß in jeder Gesellschaft ständig bedroht ist. Besonders dann, wenn art bzw. kunstferne Kategorien ihre erkenntnistheoretischen und praktischen Ergebnisse negieren und als Frage von Angebot und Nachfrage in ein heuchlerisches System transformieren. Um Kunst als Basis, als geistige Ernährungsgrundlage verwirklichen zu können, bedarf es einer Gesellschaft, die eine auf historischer Wahrhaftigkeit basierende Ethik besitzt. Dann könnten nicht nur emotionale, ethische und ästhetische Konzeptionen zu Geschwistern werden. Gesellschaftliche Gestaltung könnte aus der Unmittelbarkeit individueller Formung und seinem Anrecht auf Ausdruck zu einem verwirklichten sozialen Körper wachsen. Der sich seiner Selbst- und Fremdverantwortung bewußte Mensch würde über seine innere Proportionierung im Multilog mit den Experiementen und Ergebnissen der Anderen Mitmenschen ins Offene und Freie aus Vertrauen gehen können. Die Entwicklung einer als Unterstützung für ein soziales Projekt gedachten “House-Aktie”(*) ist an dieser Stelle eine glückliche Übereinkunft von moralischer Phantasie, künstlerischer Innovation und konkreter Hilfeleistung vor Ort. Gunnar F. Gerlach

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interessanter Link im Con(e)text:

3. Subversive Utopien, gebrochene Fluchtlinien

Wenn die Anzahl der Entsprechungen zwischen theoretischer und praktischer Auseinandersetzung mit Herrschaftsverhältnissen das verifikative Gewicht einer Analyse ausmacht, so kann das Verschwinden von Künstlerinnen als Potenzial sozialen Wandels angesehen werden. Ästhetische Widerstandsformen reterritorialisieren auf soziale Gefüge, um der Selbstreferentialität zu entfliehen und über ihr Kunst-Sein hinaus zu gehen, und so tendenziell ihre eigene Abschaffung zu betreiben.

Aber Kunst ist nie ein Ziel, sie ist nur ein Mittel, um Lebenslinien zu ziehen, das heißt, all jene Arten des wirklichen Werdens, die nicht einfach in der Kunst zustandekommen, all die aktiven Fluchtbewegungen, die nicht darin bestehen, in die Kunst zu flüchten, sich in die Kunst zurückzuziehen. [166]

Diese Funktion, von Deleuze / Guattari der Kunst als solche zugeschrieben, tritt in ihrer Verbindung mit Wunschmaschinen des sozialen Wandels deutlich hervor, und wird genutzt von der ‘Verschwindenden Meute’ im Spät-Kapitalismus. Die Mannigfaltigkeit der Meute, so hat Kapitel 2 gezeigt, verfügt über ein hohes affektives Potenzial, welches die Kollektivierung und Anonymisierung durch das Wachstum der Meute voran treibt. Ihre tendenzielle Opposition zu dem in Kapitel 0 geschilderten Stand der Pop-Plateaus beruht auf ihrem grundsätzlich als Störung empfundenen Verhältnis zur Ordnung (sozialer, ökonomischer, ästhetischer et. al.). [167] Ihr Potenzial zur Störung und Opposition liegt in ihrer Entstehung aus der Mitte der Ordnungsgefüge, aus dem stillen Auge ‘Pop’ des Hurricanes Gesellschaft begründet, und erst in dem Wunsch nach Entgrenzung dieser Ordnungen finden sie ihre oppositionelle Realität und bilden einfache Maschinen aus. (Die Begriffsentlehnung ‘Meute’ aus der Fauna muss kritisch gesehen um die emotionalen und sozialen Fähigkeiten, welche den Menschen unterscheiden, erweitert werden, um in diesem stark verkürzenden Gebrauch den Irrwegen des biologistischen Determinismus vorzubeugen.)

http://www.glocalzine.de/joerg/html/mag/sub1.htm

Written by medienwatch

Juli 22, 2009 at 10:36