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Klaus Staeck im Interview/Gespräch mit dem Kunstwissenschaftler Gunnar F. Gerlach u. Jörg Stange für „Spuren in Kunst und Gesellschaft“ (Film/Fotos: Udo Herzog)

Akademie dokumentiert «Kunst und Revolte ‘89» + «60 Jahre 60 Werke» im Berliner Martin-Gropius-Bau (°)

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Tödliche Doris: “Da ist nichts gewachsen” – in Wolfsburg°

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Gunnar F. Gerlach (Prof. für philosophische Ästhetik, Kunstwissenschaft) Mojib Latif (Prof. für Klimatologie, Meeresforschung etc.) Fotos: Jörg Stange, gfok

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„Der andere Alchemiebegriff“

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Arkadien II: »Der etwas andere Spaziergang«

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Angst in Peru = Diskussion
Regisseurin Claudia Llosa zeigt uns die Auswirkungen der bedrückenden Vergangenheit von Peru

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„Der wahre Bankier ist Anarchist“

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Paris 18.02 2009, LEAP/E2020 Prognose(n) :

+++ Die Welt tritt in die Dekantierungsphase der umfassenden weltweiten Krise ein. Die öffentliche Ordnung zerfällt +++

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KunstHasserStammtisch der Noroomgallery: Vortrag von Bazon Brock im Panoptikum

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Kleine Verschwörungstheorie: Von Grippen und anderen Viren° = Video
US Kongressabgeordneter Dr. Ron Paul klärt auf

Eine Betrachtung zur Schweineverunglimpfung: Kleine surreale Verschwörungstheorie zur hyperrealen Hybris

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Die Theorie von einer Verschwörung ist keine Verschwörung

Es leitet sich die Frage ab, ob hier eine gigantisch lanzierte PR Kampagne in rezeptiv-operativ “multipler Indikation”, die eigentliche Injektion ist: Mit Angst & Schrecken, als probates Transportmittel, zur Gewinnmaximierung, mit einem pharmalogistischen unsichtbaren Reklame-Hyp einerseits Profit zu machen, andererseits in politischer Verschränkung – in Doppelbesetzung, mit dem kompatiblen Sprachrohr WHO eine opportune Stimmung zu erzeugen. Um parallel milliardenschwere Gewinne einzufahren. Geld und Macht zu sichern etc.: Der Markt ist unten, Tamiflu liegt auf Halde – der Virus unbekannter Herkunft, ist in Wahrheit resistent gegen Tamiflu, die Werbetrommel funktioniert trotzdem weltweit? Alles ist möglich: Die hochbezahlte Wissenschaft, weiss nicht ob das Virus tatsächlich vom Schwein ausgeht – oder aus ethischen Gesichtspunkten betrachtet aus “Schweinelaboratorien” entwichen ist. Biologische Kampfstoffe sind geächtet laut Genfer Konvention: Die Medien, ergehen sich, im Reißverschlussverfahren in ein kollektives “investigatives Abtauchen” und bedienen ungeachtet von Zweifeln, den Mainstream-Container der Agenturen: Das wird bezahlt:

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Medienwatch hatte Besuch von Medienbeobachtung

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Rudolph Bauer: Bürgergesellschaft als Bertelsmann-Projekt

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Ist die Bertelsmann Stiftung gemeinnützig? Bertelsmann steht für Privatisierung + Militarisierung

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[meta-info.de] Nachrichtenagentur Associated Press (AP) Tom Curley erklärte aktuell, dass die Bush-Regierung mit ihrem Militärapparat eine globale Propagandamaschine etabliert habe mit einem Budget von 4,7 Milliarden $ und 27.000 Mitarbeitern. Seine Agentur sei von hohen Militärs bedroht worden: man würde AP vernichten, wenn man dort an den journalistischen Grundsätzen festhalten würde. Journalisten, die versuchten, wahrheitsgemäss über Irak und Afghanistan zu berichten, seien schweren Repressionen unterworfen worden.

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Der Philosoph von Eduard Manet:
Radierungen in der Hamburger Kunsthalle
[Text+Fotos Jörg Stange]

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Galerie der Gegenwart | Hamburger Kunsthalle

Man Son 1969. Vom Schrecken der Situation

30. Januar bis 26. April 2009

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Gunnar F. Gerlach

1969: Die erneute Erwartung des eingeborenen Menschensohnes

Ein Versuch über Erfindung und Realität von Mythen und Missverständnissen in Pop, Kultur und Politik zwischen Hoffnung und Horror

„Man beginnt allmählich einzusehen, daß zur künstlerischen Vollendung einer Mordtat doch etwas mehr gehört als zwei Dummköpfe, einer, der tötet, und einer, der getötet wird, ein Messer, eine Brieftasche und eine dunkle Gasse. Formgebung, meine Herren, Sinn für Gruppierung und Beleuchtung, poetisches Empfinden und Zartgefühl werden heute zu einer solchen Tat verlangt.“

Thomas De Quincey [1827/1854] „Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet“. Bereits das Aufschreiben des von Legenden umwobenen Jahres 1969

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gleicht mittlerweile der Erwähnung eines Mythos aus bedeutender Zeit zwischen Schauen und Schaudern: befangen in emotionalen Zwillingspaaren von „Euphorie und Exzess“, „Pop und Politik“, „Aufbruch und Untergang“, „Hoffnung und Horror“. In der Tat gehören die nur im fließenden Übergang zu begreifenden Jahre 1968/69 in den Bereich jener historisch-wissenschaftlichen Kategorie der „Schwellenzeit“, die durch ein Höchstmaß irritierender Vorgänge, Prozesse und Realitäten in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen gekennzeichnet ist und evidente Aus- und Nachwirkungen bis in die aktuelle Gegenwart zeitigt. Wer denkt schon an eigene, erinnernde Zusammenhänge zwischen dem „White Album“ der Beatles und dem kongenialen Künstler Richard Hamilton als Gestalter von Cover und Poster dieser Inkunabel, der psychedelisch-konzeptuell werdenden Musik der scheinbar so heiter surfenden Beach Boys, dem Altamont-Debakel der Rolling Stones während der Live-Performance von „Under my Thumb“ und der Parallelität von ‘Love, Peace and Happiness’ während des Woodstock-Festivals mit der begleitenden Realität einer Mordserie, die Charles Manson in Los Angeles mit seiner „Family“ inszenierte und realisierte? Alles dies geschieht in weniger als einem Jahr, und ist auf reale bis surreale Art und Weise miteinander verstrickt . Wer registriert schon mit Bewusstsein die in den letzten 30 Jahren entstandenen (Pop-)Kulte und Manson bezogene Medien: T-Shirts, Poster, Anstecker, Aufnäher und Bücher, die Internetpräsenz neben Publikationen im Audio- und Video-Bereich, und weiß darum, dass Charles Manson den Rekord als Strafgefangener mit den meisten E-Mails, Briefen und Grußkarten hält? Dieser Komplexität der parallelen Ereignisse gerecht werden zu wollen, kann im folgenden nur als Versuch begriffen werden, einzelne Segmente zu betrachten, um sie in einer oszillierenden Horizontlinie begreifen zu lernen (…)

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[ „Ja, ja, ja, ja, nee, nee, nee, nee“ ]

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Katalogtext (Gunnar F. Gerlach) hier bitte weiterlesen => [::]

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Deutsche Rebe Schüttelfrost

Morsegrund

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Llaura I. Sünner: Pendel, Filz, 2009, o. Größenangabe

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Gottlieb Daimler nannte seinen ersten Motor “Standuhr”.
Dieser hatte von außen gesehen die Form eines aufgehängten Pendels, welches Gottllieb wahrscheinlich aus seinem Elternhaus kannte. Bezeichnenderweise heißen die vier Phasen des Funktionsablaufs im Motor ja immer noch “Takte”.
Diese “Standuhr” war mitten in einer Kutsche fixiert, die sich nun ihrerseits bewegte, allerdings nicht mehr oben aufgehängt.Llaura I. Sünners Protektionsinstallation erinnert an den Anfang unserer kollektiven Raserei, die ja, wie könnt es anders sein, nun zum “rasenden Stillstand” gekommen ist.
Llaura I. Sünner arbeitet mit Pendeln, die den Raum durchkreuzen, ihn dabei teilen, um nicht zu sagen, durchschneiden, bzw. sektorieren. Der Betrachter/Passant muss sehen, wo er als warmer, weicher Körper dabei bleibt.
Genau dies ist das Problem, das im europaweit geförderten Verkehrsprojekt shared space gemeinschaftlich zu lösen ist:
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Einstellungsraum | Dialektik der Entsteuerung

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“Der Wagenlenker von Delphi”

Von Gunnar F. Gerlach

Es gibt sozusagen zwei Motive, die ich der Dialektik der Entsteuerung voranstellen möchte und zwar den kleinen Versuch, die scheinbare Ordnung der verordneten Diskurse mit konstruktiver Störarbeit in kritischer Idylle gegenzuverwirren.

Ich beginne mit drei Zitaten:

1. Johann W. v. Goethe
2. André Breton
3. Theodor W. Adorno

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http://www.democrats.com/special-prosecutor-for-bush-war-crimes

http://www.docudharma.com/showDiary.do?diaryId=10988

Signed : It is extremely important(e) to enlighten the background. The flagrant violations of international law and lies have the reputation of the United States massive damage. That should should not be ousted. America needs at least his reputation by providing information and gaining new suksessive build-in all frankness, the Human Rights and the Constitution of the United States require that …

best regards (jst)

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President Franklin D. Roosevelt 1941 => [::] | [::] <= meta-foto: jst 08 arte-tv

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memo: Die Bush-Familie und der Cocktailputsch

Peter Mühlbauer

1934 untersuchte ein Regierungsausschuss einen Geheimplan einflussreicher amerikanischer Industrieller, Präsident Roosevelt zu entmachten und eine Diktatur nach italienischem Vorbild zu errichten. Unter den Hintermännern war möglicherweise auch der Großvater des jetzigen Präsidenten

Aufgedeckt wurde das Vorhaben ausgerechnet von der Vorläuferorganisation des Ausschusses für un-amerikanische Umtriebe, dem McCormack-Dickstein-Committee. Bei dem hatte sich der Ex-Marine Major General Smedley Butler gemeldet, an den die Gruppe über Gerald MacGuire herangetreten war. Der New Yorker Broker hatte Butler im Verlauf mehrerer Treffen zwischen Juli und November 1933 nach und nach die Pläne einer Gruppe von Industriellen und Bankiers enthüllte, in deren Auftrag er handelte (…)

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25856/1.html

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Prescott Bush und die Nazis

Ein gern verschwiegener Teil der Bush-Geschichte ist die Tatsache, dass Prescott Bush, der Großvater des heutigen Präsidenten, die Familie durch Geschäfte mit den Nazis zu erheblichem Reichtum geführt hat.

http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-a/g-ss/AmericanEmpire/nazis.htm

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» Schreibtischtäter «
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Israel | Gaza : Alles auf A wie Avnery & Alles auf Z wie Zuckermann

Israel: Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer (Goya)

goral-palestina-medienwatch-stadt-120Von Jörg Stange | Entgegen jüngster Verlautbarungen, dass nur die Falken “im Tausch gegen Land” einen Friedensprozess einleiten können, vertritt der international geachtete israelische Philosoph und Historiker Moshe Zuckermann, eine diametral andere Auffassung- zeigt aber ein gewisses Verständnis für diese Einschätzung°. Auch Uri Avnery sieht den Friedensprozess eher blockiert nach der aktuellen Wahl, als positive Signale daraus erkennen zu können. Auch er baut wie Zuckermann auf die USA: „Die US-Politik wird sich langsam ändern. Ich erwarte nichts dramatisches: Wenn sich ein riesiges Schiff wie Amerika dreht, braucht es einen großen Bogen“.. Die Hoffnung liegt auch hier auf einen Paradigmenwechsel in der Nahostpolitik der USA, die hier nachhaltigen Einfluss geltend machen könnte. Sollte es die politische Konstellation, im Machtzirkel, perspektivisch wirklich möglich machen… => [::] <= (Erweitert 22.02 2009, Moshe Zuckermann u.a.)

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Memo: Vietnam Krieg

[Vietnam Kongress-Button 1969 von Arie Goral-Sternheim, Objekt Jörg Stange]

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Der Untertassentheoretiker

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Die Welt neu ordnen

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Richard Hamilton u. Gunnar F. Gerlach, Foto: Jörg Stange

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Aufgedeckt: Regierung und Medien verschleiern wahres Ausmaß der Finanzkrise

[meta-info.de] Es gibt offenbar koordinierte Bemühungen, das wahre Ausmaß der Finanzkrise zu verbergen: nach einem Artikel der „Zeit“ sind am 8.10.08 die Chefredakteure der führenden deutschen Medien zu einer Konferenz der Bundesregierung eingeladen worden. Bundeskanzlerin und Finanzminister Steinbrück forderten bei dieser Gelegenheit die Medienmacher dazu auf, in ihrer Berichterstattung darauf zu achten, dass sie keine nachteilige Stimmung verursache.

Das bewährte Konzept, den Bürgern Scheuklappen anzulegen, sie patriarchalisch zu bevormunden sollte helfen, die Krise zu bewältigen, für die man noch keine Lösung kannte.

Die Strategie der Bevormundung kam nicht erstmalig zum Einsatz: früher war bereits etwa in der EU-Politik offensichtlich, dass Bundeskanzlerin Merkel darauf setzte, die Zahl der an wesentlichen Entscheidungen Beteiligten auf das absolute Minimum zu reduzieren: man scheute demokratische Verfahren wie der Teufel das Weihwasser.

Nun werden diese Bemühungen der Bundesregierung um Manipulation der Berichterstattung offenbar von der „Zeit“ infrage gestellt.

Unserer Redaktion ist das Blatt dafür bekannt, bei Gelegenheit konsequent Partei zu ergreifen, sich ausschließlich auf die Sichtweise einer Konfliktpartei zu konzentrieren und es bei diesen Gelegenheiten es mit der journalistischen Neutralität nicht sonderlich genau zu nehmen.

Vor diesem Hintergrund ist der gegenwärtige Schritt bemerkenswert: es wird gegen die Politik der Bevormundung argumentiert. In einer Situation, in der keiner eine Antwort zur Lösung der Krise in der Hand hätte, helfe es nicht, die Bevölkerung von den Vorgängen auszuschließen.

Hingewiesen wird auch auf US-Präsident Obama, der in seiner Antrittsrede davon sprach, die Zeit der Kindereien sei vorbei.

Sein Vorgänger Bush und Vize Cheney hatten in nie gekanntem Ausmaß auf Geheimhaltung, Undurchsichtigkeit und Bevormundung gesetzt.

Ob nun das deutsche Publikum gefasst ist auf die Zumutungen, die aus dem Ende der Gouvernantenfunktion der Regierung resultieren, ob die Deutschen tatsächlich bereit sind, selbstständig zu denken und sich zu verhalten, bleibt eine ungeklärte Frage: bisher scheinen die Wenigsten bereit, ihr politisches Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

Auch von Ex-Präsident Bush gab es in seiner Abschiedsrede den Hinweis auf die Bevormundung der Bevölkerung: im Herbst 2008, als die US-Regierung noch nicht zuzugeben bereit war, dass sich das Land in einer Rezession befand, lag der Regierung offenbar eine in Auftrag gegebene Analyse vor, die Aufschluss gab über die Schwere der bevorstehenden Krise. Bush erklärte in seiner Abschiedsrede, er hätte nie gedacht, dass seine Amtszeit in den Beginn einer Krise hineinreichen werde, die schwerer sei, als die Weltwirtschaftskrise der Großen Rezession in den 30er-Jahren.

Nach dem Artikel der „Zeit“ herrscht bei der Bundesregierung offensichtlich Ratlosigkeit bei der Bewältigung der Krise. Sachkundige Analysten ergab sich dieser Eindruck bereits seit längerer Zeit:

Die MetaInfo-Redaktion sah sich bisher nicht in der Lage, eine zielführende Struktur in den eingeleiteten Massnahmen zu erkennen, die mehr bezweckten, als die Betroffenheiten der Verursacher aus der Finanzindustrie zu lindern – Massnahmen, die von uns eher als gravierend kontraproduktiv und schädlich für das Gemeinwesens identifiziert wurden.

Bisher jedoch scheint die Bevölkerung in Deutschland zufrieden damit zu sein, keine Kenntnis zu haben, von den ausserordentlich gravierenden ökonomischen und finanziellen Vorgängen, die sie betreffen: man zieht es vor, sich mit den Ergebnissen der Fußballbundesliga zu befassen oder mit den letzten Fettnäpfchen, die ein Talkmaster oder eine andere Figur der Unterhaltungsbranche frequentierte.

Den Kopf in den Sand gesteckt zu halten scheint eine Mehrheit der Bundesbürger bisher als natürliches und angemessenes Verhalten zu empfinden in einer Situation der existenziellen Bedrohung. gw

Quelle

http://images.zeit.de/text/2009/06/Ratlosigkeit

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Kapitalismuskongress in Berlin

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medienwatch.wordpress.com | medienwatch.de | meta-info.de

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| Dirigent Daniel Barenboim | Randvoll mit Wut und Zweifeln |

[SZ] In Zeiten des Krieges geht Daniel Barenboim mit seinem israelisch-arabischen Orchester auf Tournee. Er hat eine Botschaft, die sonst im Schlachtenlärm fast untergeht.

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Wenn das Diwan-Orchester am lautesten bejubelt wird, geht es dem Nahen Osten besonders dreckig. In Berlin haben die Musiker gerade in Ovationen gebadet, das Konzert in Moskau ist so gut wie ausverkauft. In Gaza sind in drei Wochen 1000 Menschen gestorben.

Dieser Zusammenhang ist einerseits furchtbar, andererseits eine logische Folge des Unternehmens, denn ohne Nahost-Konflikt gäbe es das Orchester nicht. Vor zehn Jahren schufen Daniel Barenboim und der arabische Literaturwissenschaftler Edward Said ein Forum für junge Juden, Christen und Muslime. Daraus entstand das West-Östliche-Diwan-Orchester, ein Modell für das Zusammenspiel von Gleichen, eine Utopie für einen anderen Nahen Osten, naiv und voller Pathos, aber unwiderstehlich. Barenboim nennt es „unsere unabhängige Republik“. Von Sonja Zekri | 16-01-2009 =>[::]

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TV Daniel Barenboims Western-Eastern Orchestra gegen den Krieg Israels

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BBC Video: Israel bombardiert UN-Gebäude in Gaza | Mütter mit Kindern laufen in Panik hin und her, sie wissen nicht wohin : bbc.co.uk

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Israel: Zwei Kriegsdienstverweigerinnen inhaftiert

| Shministim = Abiturient |

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Israel: Zwei Kriegsdienstverweigerinnen inhaftiert

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Falt-Flyer und Text „G(ebt) 8(cht) zum Segeln & Kegeln“

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»Die Wasseraktie«

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1984 – 2006

Wahrung versus Währung

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Gaza: Das Ende eines unnötigen Krieges
Daniel Levy, Insider der israelischen Politik, früherer Berater des Regierungschefs und israelisches Mitglied von Verhandlungsteams im Osloer Friedensprozess erklärt die voraussichtlichen Ergebnisse des Kriegs: sie hätten auch ohne Militäreinsatz erreicht werden können, wenn der Wahlkampf diesen nicht nahegelegt hätte.

weiter | Link

Weihnachtsstimmung 2008
Gaza: Englische Juden fühlen sich an Warschauer Ghetto erinnert
Umfrage: Stimmung für Israel bricht ein
Israel auf dem Weg in die Eiszeit?
Israel bombardiert UN-Zentrale mit Phosphor
Gaza: Israelische Armee erschießt flüchtende Zivilisten
Westliche Diplomaten zu Israel: rote Linie überschritten
Obama: Change für Israel angedeutet
EU-Kommissar: Israel verletzt Völkerrecht
Israel bombardiert UN-Zentrale mit Phosphor
Nach Berichten von UN-Mitarbeitern ist die UN-Zentrale der Hilfsorganisationen in Gaza vom israelischen Militär mit Phosphor bombardiert worden ind steht nun in Flammen. Bombardiert wurde auch das Pressezentrum, in dem die Büros der Nachrichtenagentur Reuters untergebracht sind. Unter Beschuss steht auch ein Krankenhaus der Stadt. Die Bewohner der Stadt versuchen vielfach in Panik zu fliehen, rufen von den Balkonen ihrer Häuser um Hilfe, verlassen ihre beschossenen Häuser in Schlafanzügen.

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Israel auf dem Weg in die Eiszeit?

Wie bereits von uns berichtet, bricht die Akzeptanz fuer Israels Vorgehen gegenueber seinen palaestinensischen Nachbarn in diplomatischen Kreisen massiv ein. Die zustaendige EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner erklaerte, Israel habe durch das Vorgehen in Gaza sein Ansehen ruiniert. Dies hatte aktuell bereits zur Konsequenz, dass die vorgesehene Anhebung der Beziehungen zwischen der EU und Israel im EU-Parlament scheiterte. Stattdessen wird nun eine Wende fuer wahrscheinlich gehalten mit einer deutlichen Abkuehlung der gegenseitigen Beziehungen.

In einer Analyse der EU-Außenpolitik der zurueckliegenden Zeit kommt der fruehere EU-Unterhaendler Alistair Crooke zu dem Ergebnis, dass der israelische Angriff auf Gaza in der Verantwortung der EU-Politiker liegt und auf die neokonservativen Strategien, die massgeblich von Tony Blair gestaltet wurden, zurueckzufuehren ist.

Zugrunde liegt danach das bereits in einer Reihe von Faellen vorgesehene bzw. angewandte Konzept, eine gegnerische Regierung oder politisch fuehrende Gruppierung mit allen Mitteln in die Enge zu treiben, um die Bevoelkerung zu Distanzierung und Rebellion veranlassen.

Dies Konzept war mit dem Irak-Krieg verfolgt worden und aehnlich im Libanonkrieg, als die israelische Strategie darauf setzte, dass die massiven Zerstoerungen im Libanon eine Rebellion gegenueber der Hisbollah ausloesen wuerde.

In entsprechender Weise sollte nun ein Keil zwischen die Bevoelkerung Gaza ’s und die Hamas getrieben werden.

Diese Politik war unter Tony Blair ’s Federfuehrung seit der Wahl der Hamas in Gaza betrieben worden.

Nach Jim Lobe war es Blair, der die EU-Politik motivierte zusammen mit Israel die Blockade Gaza ’s zu betreiben, um so die politische Fuehrung von der Bevoelkerung zu isolieren.

Als Juniorpartner der Bush-Regierung hatte Blair die auf Konfrontation und militaerischer Durchsetzung basierende neokonservative Politik kongenial mitgetragen. Diese Funktion haette er damit als federfuehrender Beauftragter des Nahost-Quartetts und Koordinator der EU-Blockadepolitik gegenueber Gaza fortgefuehrt.

Diese Politik der (voelkerrechtlich unzulaessigen) Belagerung war gleichzeitig die Ursache fuer die Nichtverlaengerung des Waffenstillstands durch die Hamas, die zur Vorbedingung die Aufhebung der Belagerung machte.

Die gegenwaertige Situation deutet nun auf einen massiven Kurswechsel: in Washington erklaerte Hillary Clinton, die zukuenftige Aussenpolitik setze auf „smart power“: eine deutliche Distanzierung vom bisherigen konfrontativen Kurs. Entsprechend sickerte auch durch, dass Gespraeche mit der Hamas gefuehrt werden sollen.

Auch der englische Außenminister Miliband distanziert sich nun vom bisherigen konfrontativen Leitmotiv der neokonservatven Politik: er erklaert, der „war on terror“ sei falsch und als Herangehensweise destruktiv.

Nach der Uebermittlung aus dem Umfeld Obama ’s, zukuenftig solle es mit allen Seiten – also auch der Hamas – Gespraeche geben, richten sich offenbar die Außenpolitiker der EU auf einen entsprechenden Kurswechsel ein.

Das ruecksichtslose Vorgehen der israelischen Armee in Gaza beschleunigt offenbar nun diesen Kurswechsel: die Tage der neokonservativen Fuehrungsfiguren, ob Tony Blair, G.W. Bush oder Ehud Olmert sind offenbar gezaehlt, waehrend gleichzeitig Anklagen Israels wegen der Veruebung von Kriegsverbrechen oeffentlich diskutiert werden.

Der langjaehrige Stratege und aussenpolitische Berater Obama ’s Brzezinski hatte bereits Israels Verhalten als exzessiv und außenpolitisch destruktiv

bezeichnet, wie von uns berichtet. Darueberhinaus ist zu beobachten, dass in den amerikanischen Medien, die bisher nahezu konsistent israelfreundlich berichteten, immer mehr kritische Stimmen und Meldungen veroeffentlicht werden. Insbesondere findet die Politik Israels keine Zustimmung mehr bei den amerikanischen Juden, die die israelische Kriegspolitik in deutlicher Mehrheit ablehnen. Besonders juengere Juden sehen sich heute nicht mehr in einer Solidaritaet mit dem Staat Israel und juedische Organisationen, die seiner Politik widersprechen, wie u.a. JStreet gewinnen zunehmend an Staerke.

Nachdem damit insgesamt auch in der amerikanischen Oeffentlichkeit das Verhalten der Israelis zunehmend kritisch gesehen wird, koennten fuer die Hardliner, die bisher mit breitem Konsens die israelische Politik dominieren, bald schwere Zeiten anbrechen.

http://www.guardian.co.uk/world/2009/jan/14/europe-israel-diplomacy-gaza-protest

http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/KA14Ak02.html

Fuer vollständige Info / Quellen / Bildmaterial / Videos usw. den nachfolgenden angegebenen Link zum Beitrag aufrufen!

globalisierungskritische Nachrichten WWW.Meta-Info.De

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[meta-info.de] Im vergangenen Jahr dröhnte ein wütender Aufschrei durch die amerikanischen Medien: am 18.4.2008 traf sich der demokratische Ex-Präsident Jimmy Carter in Syrien mit dem Hamas-Führer Khaled Meshaal. Die Bush-Regierung bezichtigte ihn des Verrats an zentralen nationalen Anliegen. Und Carters Parteigenossin Hillary Clinton trieb ihren Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur vor sich her und nötigte ihn zu erklären, dass Carters Besuch unangemessen sei.

Anzunehmen ist, dass sich beide von dem unheiligen Schrecken vor der rechtsgerichtet-militaristischen Israel-Lobbyoeganisation AIPAC leiten ließen, die bisher jeden führenden Politiker nötigte, ihre Versammlungen zu besuchen und ein Bekenntnis zur israelischen Politik abzulegen.

Es ist mit ziemlicher Sicherheit davon auszugehen, dass dieses und andere Ereignisse Obama veranlassten, sich der Palästina-Problematik mit äußerster Vorsicht anzunähern. Als nicht irrelevant ist auch sie Bedrohung einzuschätzen, der er sich als schwarzer Präsident ausgesetzt sehen muss: von seiten der republikanischen Gegner im Wahlkampf wurde bereits mehrfach der Hinweis wiederholt, es mache keinen Sinn, Obama zu wählen, weil er im Erfolgsfall bald ein toter Präsident sei.

Bedrohungslage

Tatsächlich besteht in den USA und ihrem Umfeld ein ganzes Spektrum gewaltbereiter Gruppierungen, mit denen Obama gegebenenfalls zu rechnen hat und die mehr oder weniger deutliche Verflechtungen aufweisen mit seinen politischen Gegnern in Washington: die republikanische Kandidatin Sarah Palin benutzte in ihren Reden Zitate eines faschistoiden Südstaatlers, der die Entschlossenheit eines amerikanischen Patrioten beschwor, das Gehirn des damaligen politischen Gegners auf das Pflaster einer Stadt im Süden der USA spritzen zu lassen.

Bedroht wäre Obama von denselben Gruppierungen, denen schon Martin Luther King zum Opfer fiel. Nicht weniger aber auch von denen, die das Attentat auf den friedensbereiten israelischen Regierungschef Rabin bejubelten, sollte er sich einer Fortführung der radikalen neokonservativen Israelpolitik widersetzen.

Die Drohung von republikanisch/neokonservativer Seite, Obama könne mit gewisser Wahrscheinlichkeit den Antritt seiner Präsidentschaft nicht lange überleben, muss deshalb ernst genommen werden.

Mit einem Abweichen vom bisherigen Kurs riskiert Obama allemal einen Spiessrutenlauf: durch seine Partei“freunde“, die sich – soweit sie zu den Führungskadern der Demokraten zählen – überwiegend auf pro-israelischen Kurs haben einschwören lassen, nicht weniger, als durch die große Zahl der Israelanhänger in der amerikanischen Elite, die vielfach unter der Bush-Regierung Karriere im Apparat des Pentagon, der Geheimdienste, der Justiz oder der Heimatschutzbehörde machen konnten.

Die Fäden der Loyalität, die sie mit einem Präsidenten verbinden, der nicht den bisherigen Kurs fortsetzt, sind dünn und nicht belastbar.

Selbst viele Monate nach seinem Amtsantritt wird Obama nicht davon ausgehen können, dass er so sicher im Sattel sitzt, dass er sich erlauben kann, seinen eigenen politischen Vorstellungen, seiner eigenen Strategie zu folgen: er würde schnell zur einsamsten Person in den Führungsetagen des amerikanischen Politikapparates zählen.

Hinzu kommt, dass es nicht zu den Stärken der amerikanischen Liberalen, der Demokraten zählte, einen Prozess des politischen Aufräumens eines von den Vorgängern korrumpierten Apparates durchzuführen. Von der politischen Konkurrenz, von republikanischen Regierungen hingegen wurden solche Säuberungsprozesse meist gründlich und rigide durchgesetzt, nicht selten unter Übertretung geltenden Rechts und unter Anwendung sämtlicher verfügbarer Tricks.

Damit ergab sich über die Jahrzehnte eine deutliche Drift des amerikanischen Systems nach rechts, in die neokonservative Ausrichtung, die auch eine größere Zahl von Anhängern unter den Demokraten hat. Eine Sozialpolitik, wie sie noch unter den demokratischen Präsidenten Roosevelt oder Johnson selbstverständlich war, im Sinn einer Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten am gesellschaftlichen Reichtum, würde heute von vielen demokratischen Politikern als kommunistisch gebrandmarkt.

Die aktuelle Information über seine Verhandlungsbereitschaft mit der palästinensischen Hamas ist gegebenenfalls bereits geeignet, im neokonservativen Lager, das den überwiegenden Teil der US-Mainstreammedien kontrolliert, sämtliche Alarmglocken schrillen zu lassen.

Bemerkenswerterweise wurde von diesen Absichten in den amerikanischen Medien praktisch nichts berichtet. Dies blieb europäischen Medien, wie dem britischen „Guardian“ vorbehalten.

Obama’s europäische Option

Der Kolumnist der „Vanity Fair“, Michael Wolff, hat sich mit der Frage befasst, warum die Annoncierung der Öffnung der US-Aussenpolitik durch Obama für die europäische Presse ein Thema ist, jedoch nicht für die amerikanische.

Der amerikanische Medien-Mainstream sei über lange Jahre einzementiert in eine konventionell pro-israelische Haltung.

Jede Abweichung von dieser Einstellung würde unmittelbar geahndet als unverzeihlicher Tabubruch und deshalb außerordentlich heikel.

Aus diesem Grund sei eine Verlautbarung deutlicher politischer Abweichungen in der Palästinafrage in den US-Medien nicht angezeigt, und man habe deshalb eine Äußerung im englischen „Guardian“ vorgezogen.

Wolff weist außerdem darauf hin, dass es Hillary Clinton wäre, die eine Politik der Verhandlungen umzusetzen hätte und er stellt fest, dass verschiedene personelle Verknüpfungen zwischen Clinton und dem Guardian bestehen.

http://www.huffingtonpost.com/michael-wolff

Sollte sie tatsächlich kongenial eine Politik des Ausgleichs zwischen den Konfliktparteien in Palästina unterstützen, wäre sie ohne Frage eine ideale Besetzung: Clinton kann aufbauen auf einem Ruf als außenpolitische Hardlinerin, die den Neokonservativen nur wenig nachsteht. Vor diesem Hintergrund könnte sie leichter ein Entgegenkommen riskieren und umsetzen, als Obama selbst, dem in diesem Fall Unerfahrenheit und Nachgiebigkeit zur Last gelegt würde. Während ihres Wahlkampfes genoss sie außerdem die Unterstützung der New York Times.

In den Kontext einer Kurswende im Nahen Osten passt das Treffen der US-Ex-Präsidenten im Weissen Haus am Mittwoch, dem 7.1. mit Obama: beteiligt waren neben Bush sr. und jr. dabei Jimmy Carter und Bill Clinton.

Es ist geradezu unvorstellbar, dass in einer Situation der blutigen Ereignisse in Gaza, die eine spezielle Herausforderung für den neuen Präsidenten bedeuten, von Obama die Gelegenheit versäumt worden wäre, diese Frage nicht mit den beiden demokratischen Ex-Präsidenten, Bill Clinton und Jimmy Carter, zu diskutieren. Jimmy Carter dürfte einen solchen Anlass genutzt haben, seine Einschätzung der Gesprächsbereitschaft auf seiten der Hamas zur Kenntnis zu bringen.

Dass das (inoffizielle) Statement von Obamas Seite, mit dem er sein bisheriges Schweigen zum Gaza-Konflikt beendete, einen Tag darauf erfolgte, dürfte somit nicht allzu sehr verwundern.

Deutliche Kritik an Israel kam vorher bereits vom langjährigen aussenpolitischen Strategen Zbigniew Bzezinsky. Der israelische Angriff sei eine völlig überzogene, exzessive Reaktion und ausgesprochen destruktiv für die politischen Bezehungen im Nahen Osten.

Brzezinsky war im vergangenen Jahr von Obama als aussenpolitischer Berater hinzugezogen worden.

http://www.huffingtonpost.com/2008/12/30/zbigniew-brzezinski-calls_n_154211.html und http://airamerica.com/content/maddow-zbigniew-brzezinski-breaks-down-fighting-gaza

Es ist insgesamt unwahrscheinlich, dass es zu einer schnellen Änderung der amerikanischen Außenpolitik kommt: die Positionen – insbesondere der pro-israelischen Politik – wurden über Jahrzehnte festgezurrt und zementiert. Auf kurze Sicht wird sich daran auch ein bereitwilliger US-Präsident daran die Zähne ausbeißen. Der „Tanker“ des amerikanischen politischen Systems wird nicht ohne weiteres gedreht werden können. Besonders auf seiten der demokratischen Partei ist eine Vielzahl von Bemühungen erkennbar, Obama zu umstellen mit Politikern, die als Garanten des „business as usual“ gelten können, derselben Politik, die seit Jahrzehnten betrieben wurde.

Zur gleichen Zeit ergibt sich jedoch die Chance, dass sich durch den globalen Umbruch, den Finanz- und Weltwirtschaftskrise verursachen nun neue Optionen öffnen, die für konventionelle Analysen und Interpretationen der politischen Dynamik nicht erkennbar sind.

Das Ende der US-Vorherrschaft ist inzwischen so gut, wie besiegelt. Finanz- und Wirtschaftsanalysten stellen inzwischen gehäuft fest, dass die amerikanische Finanz- und Wirtschaftspolitik inzwischen in einen Panik-Modus verfallen ist und nur noch wenig unter Kontrolle hat. Insbesondere wird inzwischen allgemein der Zusammenbruch der amerikanischen Währung erwartet.

Paradigmenwechsel der US-Außenpolitik

Die Chancen der USA, die Wirtschaftskrise zu überwinden, werden als erheblich schlechter eingeschätzt, als sie sich in den 30er-Jahren darstellten: damals befand sich die US-Ökonomie in vergleichsweise gutem Zustand und konnte den Kollaps des Finanzsystems nach und nach verdauen.

Die großen Geschäftsbanken der Wallstreet, die im vergangenen Jahr zusammenbrachen, wie Lehman, Morgan Stanley und Bear Stearns hatten damals die Krise überleben können.

Die Ausstrahlungskraft des amerikanischen Systems, die das vergangene Jahrhundert beherrschte und noch bis vor kurzem Investoren weltweit veranlasste, Kapital in die USA zu pumpen und damit unter anderem die amerikanischen Kriege zu finanzieren, ist mit dem Abtritt der Bush-Regierung unter den Nullpunkt gefallen: die Mehrheit der globalen Kapitalgeber bemüht sich aktuell, sich von US-Investments zu trennen und von offizieller chinesischer Seite wurde nun erklärt, es sei an der Zeit, den Dollar als Weltreservewährung auszumustern.

Die Zeiten, in der die amerikanische Politik aus dem Vollen schöpfen konnte haben sich radikal gewandelt: derzeit gehen ihr die Ressourcen aus, die es bisher ermöglichten, die Position der globalen Hegemonie zu behaupten und der globale Pradigmenwechsel ist weit fortgeschritten.

Die Zeit, in der dies mit politischen und propagandistischen Tricks überspielt werden konnte, ist abgelaufen, und der Kaiser steht nun für alle sichtbar ohne Kleider da.

In dieser Situation destabilisiert die israelische Regierung zu Wahlkampfzwecken das ohnehin fragile System der amerikanischen Verbündeten unter den „moderaten“ Araberregimen im Nahen Osten, deren Position unterminiert wird durch Israels brutales Vorgehen im Gaza-Streifen. Der Scherbenhaufen, der von dort nun der neuen Regierung Obama vor die Füsse zu fallen droht, könnte sie nötigen, einen radikaleren Kurswechsel vorzunehmen, als er aktuell vorstellbar scheint.

Gleichzeitig mag sie gute Gründe haben, aktuell mit einer solchen Perspektive „hinterm Berg zu halten“, um nicht in den letzten Tagen der Bush-Administration deren sabotierende Massnahmen zu provozieren. Für die Bush-Regierung gibt es in diesen Tagen keinen Grund, die Fortsetzung des Blutbads in Gaza aufzuhalten: ihre Eskalationsstrategie, die das Geschäft der Rüstungsindustrie, mit der sie verbandelt ist, fördert und dabei gleichzeitig den Ölpreis, der zu kollabieren drohte, stabilisiert, kommt bei dieser Gelegenheit ein letztes Mal zur Umsetzung. Gerhard Wendebourg

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http://media.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/01/07/AR2009010702645.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,548397,00.html

http://www.atimes.com/atimes/Global_Economy/KA09Dj02.html

http://www.meta-info.de/index.php?newsfull=1&lid=32900&rubrik=politik

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Geschrieben von medienwatch

November 10, 2009 um 17:49

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